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Der Mordfall Weimar

2.274 Beiträge, Schlüsselwörter: Doppelmord, Weimar, Kailing

Der Mordfall Weimar

25.10.2017 um 15:55
@emz
Ich bin mir nicht sicher, ob du meinen Beitrag verstanden hast, trotzdem kein Grund gleich giftig zu werden.

Bitte lese (google) nicht selektiv, zum Beispiel mal §§ 21, 27, 49 StGB ff.

Es gibt eine sogenannte Strafrahmenverschiebung (allgemeiner Teil), hier werden strafmildernde Gründe genannt und das kann von 3-15 Jahren bedeuten.

Ich sagte nicht, dass es hier zutrifft, aber deine pauschale Aussage ist nicht korrekt.

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Der Mordfall Weimar

25.10.2017 um 17:29
Zitronella schrieb:Jetzt wäre das Ende der Diskussion erreicht ...
Sehe ich auch so. Der Fall ist so oft durchgekaut worden und es wird keine neuen Erkenntnisse mehr geben.
Falls doch (spätes Geständnis) kann man den Thread ja wieder öffnen.
Aber das habe ich nicht zu entscheiden. ;)


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Der Mordfall Weimar

25.10.2017 um 18:45
Zu den zwei Ablageorten lässt sich aber noch sagen, das sich M.W gestört gefühlt haben kann... zum Beispiel durch den Motoradfahrer?
Oder schickte sie eines der Mädchen fort ( zum austreten? ), brachte eines der Mädchen um und bevor das andere zurückkehrte.
In denm Fall wechselte sie den Tatort damit die eine Schwester nicht mitbekam, das die andere bereits tot war...

@miltes

Dein Vergleich mit den Fasern und dem Autositz überzeugt mich nicht!
Was wenn die Mutter eines der Kinder auf dem Schoß hatte und von hinten erwürgte? So hatte sie das Kind besser im Griff und musste ihm nicht direkt in die Augen sehen...
Auf dem Schoß sitzen wäre es schön möglich gewesen mit den Füßen zu strampeln und die Scheibe zu treffen...

In den Obduktionsberichten werden schon Hämatome,  schwere Prellungen und Einblutungen in der Kopfschwarte erwähnt. Es wird auch beschrieben, das die Verletzungen von der Scheibe herführen könnten?

Die Nachtversion wurde auch durch die Klettanhaftungen wiederlegt!
Die Kletten gab es in unmittelbarer Nähe des Spielplatzes, aber nicht am See.
Der Badebesuch war am Sonntag. Dort gab es keine Kletten. Wären die Kinder Nachts getötet worden, wären keine Kletten dagewesene, schon aber wenn sie morgens erst auf dem Spielplatz gewesen waren...

Die Kinder wurden am Morgen noch gesehen. Von mehreren Personen.
Die Aussagen gab es schon nach ein bis zwei Tagen , nach dem Verschwinden der Mädchen.
Die Nachtversion gab es erst vier Wochen später...
Auch die Uroma der Kinder sagte VIER mal aus die Kinder am Morgen noch gesehen zu haben...
Erst mit der Nachtversion, änderte sich ihre Aussage , dann müsste sie halt den Tag verwechselt haben!
Das Pärchen erinnert sich ganz genau , das ihnen die Mädchen am Abreisetag zum Abschied winkten. iIn Errinerung blieben die auffällig roten Haare von Melanie. Zusammen mit dem Mann und den Sohn der Nachbarin waren es insgesamt 6 Personen die die Kinder noch am Morgen gesehen haben... Gerichtsreporterin Gisela F. Erwähnte die Zeugen waren so glaubwürdig, das kein Gericht an diesen Ausagen vorbeikam...


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Der Mordfall Weimar

25.10.2017 um 19:18
@Gatersrecont

Versuch einer Antwort.

1. Blutspuren auf T-Shirt
offen gestanden, weiß ich davon nichts. Habe nie etwas darüber gelesen.

2.
Windschutzscheibe
siehe Erklärung Dr. Strate und berücksichtige eventuell meine Zweifel an dem Umstand, dass die Scheibe durch eines der Kinder durch Fußtritt beschädigt wurde. 1986 waren Autoscheiben vermutlich noch nicht so beschaffen wie heute, so dass eine anfänglich leichte Beschädigung (die Kevin Pratt nachts nicht aufgefallen sein könnte) womöglich am Montag Morgen durch Erschütterungen beim Fahren sehr schnell größer geworden sein könnte (NACHT und TAG-VERSION möglich).

Die Windschutzscheibe ist für mich einer der Schlüssleaspekte und ich frage mich, ob man sie mikroskopisch untersucht hat. Habe auch darüber nirgendwo etwas lesen können. Sprich war Schmutz von einem Schuh im Glas ?, waren Haare im Glas ? waren Blutspuren im Glas ? Waren Fasern im Glas ? Nichts davon ist irgendwo zu lesen. Zumindest habe ich nichts darüber gefunden. Also entweder von den Ermittlern nichts entdeckt im Glas oder die Scheibe wurde gar nicht oder nur oberflächlich begutachtet.
Nachlässigkeit an der einen oder anderen Stelle bei den Ermittlungen scheint mir im übrigen einer der Hauptgründe zu sein, warum Tatzeitpunkt und Tathergang damals nicht einwandfrei ermittelt wurden und warum bis heute vieles nach wie vor rätselhaft ist und ungelöst geblieben ist.
Denn bereits am Anfang der Ermittlungen, also sofort nach der Vermisstenanzeige hätte aus meiner Sicht das Fahrzeug der Familie auch ohne zwingenden Tatverdacht gegen die Eltern sichergestellt und umfassend untersucht werden müssen. Immerhin war ja für die alle sichtbar, also auch für die Polizei die Scheibe beschädigt, so dass das Auto theoretisch als Tatort in Frage hätte kommen müssen. Aber eventuell bin ich da juristisch auf dem falschen Dampfer und eine solche sofortige Untersuchung war rechtlich ohne Tatverdacht gegen die Eltern nicht möglich. Andererseits heißt es ja immer wieder "Wir müssen in alle Richtungen ermitteln" - "Wir können nicht ausschließen, dass ...."

3.
Der Sandalen-Riemen
Der exakte Zeitpunkt, zu dem der Riemen abgerissen ist (von selbst oder durch äussere Gewaltanwendung), konnte damals sicherlich nicht festgestellt werden. Offensichtlich gibt es hierüber auch keine Aussage von M.W., z.B. in der Form, dass der Riemen schon am Sonntag Nachmittag am Badeplatz abgerissen ist. Wäre ja eine schöne Erklärung, wenn man die Wahrheit verschweigen muss. Auch an welcher Stelle der Riemen (also die Abrissstelle am Riemen) gerissen ist, weiß ich nicht. Weiterhin weiß ich nicht mehr, wo der abgerissene Riemen genau gefunden wurde. Vermutlich am Fundort und nicht im Auto, am Spielplatz oder im Wohnhaus. In dem Fall ist es natürlich verständlich, dass es weder von R.W. noch von M.W. eine Aussage zum Sandalenriemen gibt. Mögliche Szenarien könnten sein:

a) Zeitdruck. Der Schuh muss schnell angezogen werden (nachts in der Wohnung - also NACHT-VERSION). Der Riemen lässt sich aber nicht so einfach und so schnell schließen, wie gewünscht. Mutter oder Vater ziehen deshalb hektisch am Riemen. Er reisst ab. Aber was passiert danach mit dem Riemen ? Wird er zum Ablageort mitgenommen und dort ebenfalls hingeworfen ? Dieses Szenario würde vielleicht eher auf den unbeholfenen Vater hinweisen, ist aber wie vieles andere reine Spekulation und deshalb ausser Acht zu lassen

b) So ein Riemen kann schon mal beim Rumtollen auf dem Spielplatz einreissen (TAG-VERSION(), um später um so leichter ganz abzureissen. Es hätte dann nicht zwangsläufig so sein müssen, dass man dann mit dem Schuh sofort überhaupt nicht mehr laufen kann Kinder sind zudem findig beim Reparieren. Das bringt mich noch mal zur beschädigten Windschutzscheibe. Aus meiner Sicht dürfte es schwierig sein, mit einer Sandale ohne Riemen, also mit einem locker sitzendem Schuh, eine Windschutzscheibe eines Fahrzeuges zu beschädigen, zumal wenn dies durch ein kleines Kind passiert sein soll). Könnte natürlich auch mit dem anderen Schuh passiert sein oder durch das andere Kind. Aber an die Beschädigung der Scheibe durch eines der Kinder glaube ich nicht, wie bereits erläutert (wenig Bewegungsspielraum im Fahrzeug, beide waren relativ kleine Kinder - Scheibe zu weit weg, allenfalls bei furiosem Kampf zwischen Täter und Kind denkbar. Hierfür gibt es aber wohl keine Anhaltspunkte. Wohl eher im Gegenteil. Kind müsste sich zudem oberhalb des Amaturenbrettes befunden haben, um die Scheibe mit dem Fuß überhaupt erreichen zu können. Ist das möglich ?)

c) Der Riemen ist tatsächlich im Rahmen der Tötung gerissen. Vermutlich aber eher nicht bei einem Tritt gegen die Scheibe sondern beim Gerangel zwischen Täter und Kind. Kind zappelt womöglich, wehrt sich anfänglich, tritt nach ihr oder ihm, muss also schnellstmöglich gepackt und festgehalten werden. Hektisches Gerangel führt zum Riemen-Abriss Also muss der Riemen definitiv weg. Darf nicht im Auto oder in der Wohnung bleiben. Wird deshalb am Ablageort zurückgelassen. (Tut mir leid, wenn das jetzt sehr kühl klingt, aber es ist der Versuch gedanklich einen möglichen Ablauf zu konstruieren, den man plastisch vor dem geistigen Auge erfassen kann. Wenn ich an das grauenhafte Schicksal von Karola und Melanie denke, werde ich selbst heute noch wütend).

d) Vielleicht sind ja beide Mädchen am Tatort geworfen oder fallen gelassen worden. Wer weiß das schon so genau.
Dabei könnte der Riemen abgerissen sein. Eher unwahrscheinlich - oder ?


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Der Mordfall Weimar

25.10.2017 um 20:58
miltes schrieb:@Gatersrecont

1. Blutspuren auf T-Shirt
offen gestanden, weiß ich davon nichts. Habe nie etwas darüber gelesen.
Sag mal! Liest Du die Beiträge hier auch?
Dann müsste Dir das mit dem T-Shirt aber bekannt sein...

http://www.spiegel.tv/videos/136033-der-fall-weimar


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Der Mordfall Weimar

25.10.2017 um 22:00
Mr.Mystery1990 schrieb:    emz schrieb:
   Hat eigentlich Strate jemals geäußert, er würde Monika Weimar für unschuldig halten?
   In seiner Abhandlung zum Fall habe ich eigentlich nichts derartiges finden können.

Habe auch schon die Frage gestellt?
Jetzt weiß ich es:

   Zu gewinnen wäre für Strate "schon eine große Genugtuung". Und wenn nicht? "Dann gehen wir in die Revision." Seine gelassene Hartnäckigkeit möchte er richtig verstanden wissen. Er gehöre zur Strafjustiz. Als Anwalt sei er Teil "des Systems, dessen Irrtumsanfälligkeit" aufzuzeigen ist. Schon dreimal konnte er ein Lebenslänglich aufheben. Ob er Monika Böttcher bereits dazugezählt habe? Er nickt: "Ich würde sie nicht verteidigen, wenn ich nicht von ihrer Unschuld überzeugt wäre."

http://www.zeit.de/1997/16/weimar.txt.19970411.xml/seite-4
@emz
@Mr.Mystery

Ich glaube mich erinnern zu können, dass RA Strate in einem Fernsehbeitrag (nachdem der letzte Prozess gegen Monika Weimar mit einem erneuten Schuldspuch gegen sie endete), [sinngemäß] andeutete, dass er möglicherweise mehr [zugunsten der Darstellung des Tathergangs durch seine Mandantin] beeinflusst war, als die objektiven Tatsachen hergaben.

Sobald ich die betr. Quelle ausfindig gemacht habe, werde das betr. Zitat von RA Strate hier einstellen.


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Der Mordfall Weimar

25.10.2017 um 23:19
@Aggie
Ich meine Strate sagte das mit der Objektivität am Ende dieser Doku :



Er sagt u.A. damals hatte er nie Zweifel an ihrer Unschuld.
Doch wenn man sich über ein Jahrzehnt für seinen Mandanten abgerackert hat, ist man auch nicht mehr so objektiv dass man klar sagen kann ob einige Beweise für oder gegen ihn sprechen.


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Der Mordfall Weimar

26.10.2017 um 12:28
@miltes
Der Riemen ist nur an einer Seite abgerissen. Er war immer noch an der Sandale.
Es wurde auch vermerkt, dass ein laufen mit dieser Sandale nicht möglich war.


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Der Mordfall Weimar

26.10.2017 um 13:54
miltes schrieb:a) Zeitdruck. Der Schuh muss schnell angezogen werden (nachts in der Wohnung - also NACHT-VERSION). Der Riemen lässt sich aber nicht so einfach und so schnell schließen, wie gewünscht. Mutter oder Vater ziehen deshalb hektisch am Riemen. Er reisst ab. Aber was passiert danach mit dem Riemen ? Wird er zum Ablageort mitgenommen und dort ebenfalls hingeworfen ? Dieses Szenario würde vielleicht eher auf den unbeholfenen Vater hinweisen, ist aber wie vieles andere reine Spekulation und deshalb ausser Acht zu lassen
Der Riemen an der Sandale könnte doch auch schon am Sonntag dort beim Baden beschädigt  worden sein. Bei dieser aufgeheizten Stimmung , wie sie aufgebrochen waren ,gab es sicherlich keine großes Bedürfnis ,bei ihrer Rückkehr, dies anzusprechen .

Sie kamen abends nach hause , sie machte die Kinder fürs Bett fertig . MW hatte , denke ich , danach die Schuhe nicht mehr zu Gesicht bekommen innerhalb, der Wohnung.
miltes schrieb:Windschutzscheibe
siehe Erklärung Dr. Strate und berücksichtige eventuell meine Zweifel an dem Umstand, dass die Scheibe durch eines der Kinder durch Fußtritt beschädigt wurde. 1986 waren Autoscheiben vermutlich noch nicht so beschaffen wie heute, so dass eine anfänglich leichte Beschädigung (die Kevin Pratt nachts nicht aufgefallen sein könnte) womöglich am Montag Morgen durch Erschütterungen beim Fahren sehr schnell größer geworden sein könnte (NACHT und TAG-VERSION möglich).
Das mit der Scheibe ist noch das einzige Rätsel an dem ganzen Fall für mich .

Wenn auch KP nicht bemerkt hat , ihr aber dies danach doch aufgefallen sein könnte  , so hätte sie sicherlich - mal abgesehen davon , was nach dem Betreten der Wohnung auf sie zukam sie -    bestimmt nicht mitten in der Nacht RW erzählt , die Autoscheibe sei kaputt .

Für sie bestand die Möglichkeit , da sie ja am nächsten Vormittag für ihre Mutter eh zur Bank wollte , selbst eine Werkstatt anzufahren. Beide hatten Urlaub, ihr Mann schlief länger - doch es kam alles anders !

Er benutzte nun doch zuvor das Auto , sah diese Beschädigung - vllt . konnte er sich sogar denken , wie es passiert sein könnte -  diesem Treiben  musste ein  Ende gesetzt werden ....

Er oder "man" brachte die Kinder weg , fand in der Garage dann noch ein entsprechendes Werkzeug.....?, kehrt seelenruhig in die Wohnung zurück..."Nun bekommt die Kinder keiner mehr " .....sie sollte die kinder nicht mehr sehen , doch was bezweckte er damit , wenn er es war , dass die Kinder nie gefunden werden sollten , weil es doch auch wusste....?

Schon mit dieser Nachtat , die Kinder aus der Wohnung, weiter weg zu bringen , ja schon beim Herrichten , anziehen mit normaler Kleidung ,damit müsste doch schon der Gedanke existiert haben ,man macht am nächsten Tag auf Entführung ?!

In der Zwischenzeit hat sie erfahren , wo ungefähr sie die beiden Mädchen finden könne , kommt am Morgen in die Garage , sieht die beschädigte Autoscheibe, mit dem sie nun wohl oder übel losfahren musste , durch diese Sichtbehinderung und den Schock übersieht sie fast einen anderen Verkehrsteilnehmer , macht eine Vollbremsung .

Das der Parkplatzzeuge mit Motorrad die Beschädigung dies nicht gesehen hatte, kann man noch durchgehen lassen , doch jene, die dass auf den sonstigen Fahrten die Beschädigung niemand gesehen haben will , das kann ich nicht glauben.

Nach ihrer Rückkehr  erzählt sie zuhause das Erlebnis mit dem LKW und dem Steinschlag , in der Hoffnung , sie erfährt , wie es dazu gekommen ist in der Nacht , doch erstaunlicherweise ,  es wird ihr "abgenommen" , dass es durch den Steinschlag und LKW am Vormittag passiert war.
Sie war demzufolge die letzte ,die nach hause kam , die erste und einzige , die das Fahrzeug bewegte seit dem Vortag , also blieb die Beschädigung der Scheibe an ihr hängen , dass dann noch als Hinterlassenschaft durch die Ermordung der Kinder im Auto herhalten musste ...

sorry , ich ziehe halt Vergleiche mit dem Fall Debra Milke , dessen Mann ihr das Auto schon vor der Heirat ohne Kind vor ihren Augen mal so demoliert hatte , weil sie ihm nachgefahren war ,ihn in Kneipen gesucht hatte .

Sie konnte nur noch den Abschleppwagen bestellen , da Frontscheibe, Seitenfenster , Motorhaube , Autodach , alles demoliert war....  



   

   
   


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26.10.2017 um 19:30
emz schrieb:Offengestanden halte ich sie auch für unschuldig.
Ich beziehe mich auf diesen Satz.

Du meinst eventuell, sie war insgesamt devot in ihren Verhaltensweisen. Ihren Geliebten hätte sie niemals aufgegeben, sie hätte alles für ihn getan.

Ihrem Ehemann gegenüber hatte sie ein gewisses Schuldgefühl, aufgrund ihrer großen Liebe zu Kevin Pratt.

Daher verzieh sie eventuell ihrem Noch-Ehemann die Tötung ihrer Kinder, legte sich nachts ins Ehebett, völlig geschockt und starr.

In den Morgenstunden wurden die Kinder an die ermittelten Fundorte verschafft.

Ihr Ehemann war daher, evtl. aus deiner Sicht, der Mörder der Kinder und sie hat ihm, aus Schuldgefühlen heraus geholfen, die Kinder zu entsorgen.

Kannst du das bestätigen?


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26.10.2017 um 19:37
Photographer73 schrieb:Ich glaube es auch nicht. Er wird auch wissen, daß die Nachtversion nicht möglich ist. Dennoch hat er alles versucht, um das Beste für seine Mandantin rauszuholen. Das ist sein Job gewesen, mehr kann man nicht erwarten.
Exakt!

Natürlich war er bemüht, seiner Mandantin, sozusagen beratend, die Worte in den Mund zu legen.

Sie war, allem Anschein nach, zum damaligen Zeitpunkt, eine scheue, zierliche, beugsame Ehefrau, welche sich in einer außergewöhnlichen Lebenssituation befunden hatte.

Die Verteidigung hat viele Möglichkeiten, einem Tatverdächtigen beratend zur Seite zu stehen, ganz gleich, was dieser an grausamen Taten vollzogen hat.


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26.10.2017 um 20:58
Sunrise76 schrieb:Kannst du das bestätigen?
Auf gar keinen Fall :D Dieses ganze emotionale Geschwurbel ist so gar nichts für mich.
Schon bei dem Attribut "devot" sträuben sich mir sämtliche Nackenhaare.


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26.10.2017 um 21:41
emz schrieb:Auf gar keinen Fall :D Dieses ganze emotionale Geschwurbel ist so gar nichts für mich.
Schon bei dem Attribut "devot" sträuben sich mir sämtliche Nackenhaare.
Super, das ist doch eine Ansage. „devot“ ist für dich ein No Go, doch ehemals für M.W. keine Option.

Mir geht bei „devot“ auch der Kamm hoch, dennoch ist es real und nicht wegzudiskutieren.

Was bedeutet, in diesem Fall, emotionales Geschwurbel, für dich?

Ich denke jedoch, du hast, was den Fall, Monika Weimar betrifft, ein klares Bild, was den Täter betrifft.

Dass du dich dazu nicht weiter einbringen möchtest, respektiere ich.

Du solltest weiterhin in Betracht ziehen, dass Monika W. eben nicht devot war und glasklar ihre Interessen vertreten und vollzogen hat.

Gegenüberstellung: Kevin Pratt und ein nicht mehr zu akzeptierender Ehemann R.W.

Sie hatte K.P. gewählt und nichts konnte sie halten.

Die ermordeten Kinder, mit dem „Warum mussten sie ihr Leben lassen?“ bleiben nach wie vor im Raum stehen.

Das letzte Lebenszeichen von M.W. sie lebt im Raum Frankfurt/Main.


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Der Mordfall Weimar

26.10.2017 um 22:17
Sunrise76 schrieb:Super, das ist doch eine Ansage. „devot“ ist für dich ein No Go, doch ehemals für M.W. keine Option.
Mir geht bei „devot“ auch der Kamm hoch, dennoch ist es real und nicht wegzudiskutieren.
Du solltest weiterhin in Betracht ziehen, dass Monika W. eben nicht devot war und glasklar ihre Interessen vertreten und vollzogen hat.
Devot ein Nogo? Warum denn? Wer's mag :D
Ich denke mal, du weißt schlichtweg nicht, welche Bedeutung devot hat, aber lassen wir das ;)
Sunrise76 schrieb:Was bedeutet, in diesem Fall, emotionales Geschwurbel, für dich?
Wenn jemand meint, in die Protagonisten Gefühle hineininterpretieren zu müssen, wie bespielsweise Schuldgefühle.


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27.10.2017 um 21:03
Ich bin mir auch sicher, dass der Schlüssel in diesem Fall die Windschutzscheibe ist.

RW hat in seiner ersten Aussage angegeben, dass seine Frau gegen Mittag nach Hause kam

und ihm dem Sprung in der Windschutzscheibe durch einen LKW mitteilte. "Lass das

reparieren", "ich übernehme auch die Kosten". MW bestätigte dies.

Was für eine merkwürdige Unterhaltung, wenn der Vater die Kinder in der vorherigen Nacht

umgebracht hatte.

Jetzt war das ja mit dem LKW bekanntlich eine Lüge. Interessant finde ich, dass MW aber

nicht nur der Polizei diese Geschichte erzählte, sondern auch RW (Seite 116, Cichos) und

Kevin Prätt (Seite 79, Cichos). Das belegt ja eindeutig, dass Sie wirklich alles und jeden

angelogen hat. Gerade bei Kevin ist das verwunderlich, weil ja dann die Sex-Geschichte kam

(von der er auch nichts wusste). Kevin sagte immer, dass in der Nacht kein Riss in der

Scheibe war, dies hätte er mit Sicherheit gesehen (Seite 79, Cichos).

Als sie gar nicht mehr weiterkam sagte sie, sie wisse einfach nicht woher der Steinschlag kam

(hätte sie auch auch gleich sagen können). Wenn dies aber stimmt, warum hat sie dann nicht

am 4.8 RW gefragt, ob er den Steinschlag verursacht hat (ggf. in der Nacht).

Nur MW weiß wie es wirklich passiert ist.


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27.10.2017 um 21:23
Hennes schrieb:
RW hat in seiner ersten Aussage angegeben, dass seine Frau gegen Mittag nach Hause kam

und ihm dem Sprung in der Windschutzscheibe durch einen LKW mitteilte. "Lass das

reparieren", "ich übernehme auch die Kosten". MW bestätigte dies.
Ja, und er wunderte sich, da es sonst üblich war, dass man die Reparaturkosten fürs Auto mit seinem Geld zahlte...


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28.10.2017 um 10:12
In der Dokumentation "Die großen Kriminalfälle" verwendet RA Strate in Bezug auf seine Mandantin den Kausalsatz "weil sie sich als unschuldig bezeichnete". Er sagt nicht "weil sie unschuldig ist". Die gewählte Formulierung beinhaltet eine deutliche Distanzierung von ihrer Einlassung.


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Gymli
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Der Mordfall Weimar

28.10.2017 um 11:04
@explorator

In einer anderen Folge dieser großartigen Serie, in der es auch im Hessischen um den "Elternmord von Morschen" geht sagt Rechtsanwalt Euler, dass er grundsätzlich niemandem etwas glaubt und empfiehlt, dieses im Strafrecht auch durchzuziehen.
RA Strate ist Profi genug, um es genau so zu halten.
Er hat es ja auch selber angedeutet, dass man nach so vielen Jahren nicht mehr unbedingt die nötige Objektivität hat.


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28.10.2017 um 16:01
Gymli schrieb:RA Strate ist Profi genug, um es genau so zu halten.
Er hat es ja auch selber angedeutet, dass man nach so vielen Jahren nicht mehr unbedingt die nötige Objektivität hat.
Und doch wird er seine eigene Strategie haben,an was er sich orientiert , die er nicht preisgibt .

Damals kannte man in der Öffentlichkeit die manipulativen psychopathischen Merkmale noch nicht so , das man heute an den Opfern ausmachen kann , auf das ja@Ingedanken hingewiesen hatte , was ihr in ihrem Arbeitsbereich für Menschen begegnen, die gezwungen werden, dies und jenes zu tun oder noch schlimmer ,es von selbst schon tun aus Angst vor was ?

Jedenfalls hatte MW doch den Mut , das mit der Scheibe noch zur Sprache zu bringen , nachdem sie die Kinder oder nur Melanie gesehen hatte , was sein musste , da dies für sie damit in Verbindung stand in Bezug auf Gewaltanwendung von RW (?),bevor die Ermittlungen begannen, die Kripo benachrichtigt wurde , dass dann geschah , wenn ich mich richtig entsinne , als RW dann bereits unterwegs war, die Kinder zu suchen , zu der er sie ja mitnehmen wollte , dass sie ablehnte mit der Frage " Mit dir ?? "....

Bei RW biß man auf Granit , also hat sie gesagt , sie weiß es nicht , wie das mit der Autoscheibe geschah.

Vor KP hat sie ihn noch in Schutz genommen , dass ihm das so passiert sei , da sie immer noch in seinem nahen Dunstkreis leben musste....

Was mich noch beschäftigt , ist die Frage , weshalb hatte Melanie einen leeren Magen und Karola nicht ?
MW berichtete, nach dem Badenachmittag hätten die beiden Mädchen zu Hause nichts mehr zu Abend gegessen und nach 2 - 3 Stunden ist der Magen normalerweise leer ?

Also müsste es bei ihr um einiges früher geschehen sein, als bei Karola, die ja noch lebte , lt.
der Schwester von MW, hätte dann in den ca. 5-6 Stunden Abwesenheit sicherlich auch genügend Keckse zu sich nehmen können .Die Schwester wundert sich , das sich Melanie nicht mal bewegte im Schlaf, vllt. z.B.umdrehte....

Nun könnte RW gedacht haben , die Schwester Brigitte hätte was "bemerkt " , aber nichts gesagt , stattdessen die Wohnung wieder schnell verlassen ....er gerät in Panik , bekommt nun eine Wut auf Karola , weil sie die Tür geöffnet hatte für die Schwester , das ihn dazu zwang , auch Karola zu töten , um es in dieser Version MW in die Schuhe schieben zu können nach ihrer Rückkehr , was er vorher nur mit Melanie vorhatte . Diese Version, Melanie getötet zu haben tauchte über RW ja nochmal auf , als er noch versuchte, diese Tat eine andere Adresse zu schieben ....
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Und hier noch ein paar Auszüge aus dem Buch von Heide Platen : 
Seite 85

Zitat :
Ruth W. berichtet ,dass die ganze Verwandtschaft annahm , Monika Weimar habe die Kinder <<zu dem Ami >> gebracht . Auch die Kriminalpolizei habe das damals geglaubt . Ruth w. spielte die Kuriertin der Beamten . Sie bekam noch am Abend des Tattages den Auftrag , ihre Schwägerin aufzusuchen ,, um ihr auszurichten , sie müsse die Suchaktion nicht bezahlen , wenn sie jetzt >> die Wahrheit << sage (und ich gehe mal davon aus -wieder in Anwesenheit von Reinhard Weimar ). Monika Weimar habe dann auf die Frage , ob sie die Kinder versteckt habe immer nur wiederholt „Ich hab sie doch nicht ! '' „Ich hab sie doch nicht !''
Und nun …....Ihr Eheman Günther , Reinhard Weimars älterer Bruder , wirkte im Zeugenstand ebenso mundfaul wie dieser . Der behäbige 45 jährige Landwirt half bei der Suche nach den  Kindern mit .
Und er klärt ein Detail ,das - wie viele andere – dazu gedient hatte , von Monika in der Öffentlichkeit ein Bild zu der egoistischen Mörderin zu zeichnen .Nicht sie , sondern er (Günther)sei es gewesen , der die Versicherung benachrichtigt habe , dass die Kinder tot seien und gezahlt werden müsse .
In einem Gespräch habe sich die Familie daran erinnert , dass es beim Tod des krebskranken Vaters von Monika Weimar Schwierigkeiten gegeben haben mit der Bezahlung , weil die Versicherung nicht fristgerecht benachrichtigt wurde .Die Erinnerung daran sei noch frisch gewesen und er wollte diese seiner Schwägerin ersparen .

Seite 141

Zitat:
Seite  141

Die Rechtsanwälte Wolf – Rüdiger Schultze und Ulrich Dähn hörten diese Begündung mit sichtlicher Erschütterung . Sie baten zu einer Pressekonferenz in der Orangerie des neben dem Gerichtspark gelegenen Hotel Maritim .
Schultze erklärte, er kämpfe mit einem>> Ansturm zorniger Gefühle<< , es sei ja nicht so , dass er nur >>unschuldige << Mandanten verteidige , er könne sich auch mit einem Urteil abfunden , wenn sie juristisch haltbar sei. Dieses Urteil aber habe ihn empört , Vor allem die Begründung hab ihn >>provoziert << . Im Grund werfe man seiner Mandantin doch vor , sie habe >> unstimmig gelogen << . alles was sie entlaste ,und danach sei bei den Ermittlungen ohne hin kaum gesucht worden , seien weggelassen worden .

Gerade ihre Widersprüche , die sie entlasten . Sie hätte doch einfach nur >>ein bißchen besser lügen müssen  << . Wenn ihre Schilderung der Tat erfunden und sie sie in allen Details stimmig bis heute habe durchhalten können , dann müsse es ihr doch intellektuell ein Leichtes gewesen sein , Ungereimtheiten zu beseitigen . Sie habe aber während der Hauptverhandlung gar nicht erst versucht , zu erklären , was sie sich selbst bis heute nicht erklären kann und zuerfinden , woran sie sich nicht erinnert.
Weiter unten nächste Seite ….
Die neue Tatverson , mit der das Gericht  überrascht habe  , so Rechtanwalt Schultze , sei wohl >> aus der Tiefe des Gemüts << des Gerichtes entstanden . Er fühle sich wie >> aus der Hüfte erschossen  <<
Der gerichtlich angenommene Tathergang übertreffe selbst den Anklagevertreter >>in seinem wildesten Bestrafungsdrang <<  
Beide Anwälte empörten sich auch darüber , dass das Gericht zum Motiv gesagt habe >>es sei im dunkeln >>  und die Frau sei wohl >>in großer Not gewesen << . Dähn: „wenn  Not so groß war , dann hätte sie auch für die Kammer nachvollziehbar gewesen sein müssen  „Hier sei nichts weiter gesagt worden , als dass Monika einerseits >> bei Sinnen  <<  gewesen sei , andererseits aber irgendeine nicht recht erfindliche >> Notlage<< sich eingebildet habe .





   


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Der Mordfall Weimar

28.10.2017 um 17:39
bellady schrieb:dann müsse es ihr doch intellektuell ein Leichtes gewesen sein , Ungereimtheiten zu beseitigen .
Ihr man wird als "schwerfällig" und einfach strukturiert beschreiben.
Nach meinem Eindruck steht MW dem in nichts nach.

Hätte sie den Mund gehalten, was jeder verstanden hätte, wenn beide Kinder verschwunden sind und dann ermordet aufgefunden werden, wäre sie niemals im Gefängnis gelandet.

Aber sie ist eben keine kluge Person und hat gedacht, mit ihren primitiven Lügen die Ermittler täuschen zu können.
Falsch gedacht.


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