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Der Mordfall Weimar

2.233 Beiträge, Schlüsselwörter: Doppelmord, Weimar, Kailing

Der Mordfall Weimar

24.10.2017 um 21:26
MORDAKTE MONIKA WEIMAR - soeben erschienen im Münchener CICHOS VERLAG gibt u.a. Einblick in die Polizeiakten und zitiert mehrfach die Hauptbeteiligten.

Bislang war dieser Mordfall für mich mit den Fällen VERA BRÜHNE und UWE BARSCHEL der rätselhafteste Fall, der mir bekannten deutschen Kriminalgeschichte. Sowohl M.W als auch R.W. kamen für mich immer als Täter in Frage. Nach Lektüre dieses Buches glaube ich, das Monika Weimar ihre Kinder getötet hat. Diese Vermutung hatte ich zwar auch schon nach der Lektüre des von Selbsmitleid triefendem und merkwürdig kühlen Buch "Ich war Monika Weimar", war aber nicht so überzeugt wie jetzt.

PS:
Leider gibt es offensichtlich kein Buch von Herrn STRATE, der aller Welt, als versierter Anwalt wohl besser als jeder andere verständlich machen könnte, warum Monika Weimar unschuldig ist, sofern er das wirklich selbst glaubt oder damals geglaubt hat.

Begründung für Monika Weimar als wahrscheinliche Täterin:

1.
Es ist ein typisches Verhaltensmuster von Tätern, dass sie Fakten immer erst dann zugeben, wenn ihnen der entsprechende Sachverhalt unzweifelhaft nachgewiesen worden ist. Sogenanntes Scheibchenmuster. Das traf auf die Aussagen von Monika Weimar mehrfach zu (Windschutzscheibe, selbstverfasste Schreiben, mit dem Auto am Parkplatz)
Lügen, Lügen, Lügen - selbst ihren nächsten Angehörigen gegenüber

2.
MW wollte RW los werden oder zumindest in einen körperlichen, respektive geistigen Zustand versetzen, der ihn als als Ehemann untragbar gemacht hätte, so dass alle Welt verstehen würde, wenn sie ihn verlässt. Im Idealfall sollte er zumindest als Beziehungsberechtigter der Kinder vollkommen untauglich erscheinen, so dass ihr die Kinder zugesprochen werden, wenn sie ihn verlässt. Als Krankenschwester, zumal als Nachtschwester, hatte sie leichten Zugang zu allen möglichen Tranqulizern und Psychopharmaka. Nachdem das nicht so ganz funktioniert hat, musste sie ihn augenscheinlich zum Mörder machen. Doch zu welchem Preis. Ein grauseliges Tatmotiv. Tötung der Kinder, die sie ja für sie ja ganz alleine für sich haben wollte um den Mann loszuwerden. Vollkommen wirr und selbstzerstörisch, aber nicht vollkommen unrealistisch. Vieles bei diesem Fall scheint ja kranken, wirren und für normal Denkende nicht nachvollziehbaren Gedankengängen zu entspringen.

Aber auch das kann vielleicht diskutiert werden: Monika Weimar tötet ihre Kinder aus Liebe !. Denn sie will weg von R.W. Und das um jeden Preis. Mit oder ohne K.P. Sie befürchtet aber, dass einer Mutter, die ihren Mann wegen einem anderen verlässt, dazu noch einem "Ami" ( Man bedenke - wir schreiben das Jahr 1986, alles passiert in einem kleinen Kaff, Konventionen der 50er Jahre noch aktuell) oder die halt ihren Mann verlässt, warum auch immer, die Kinder vermutlich nicht zugesprochen werden. Das Sorgerecht für beide Kinder würde sie vermutlich auf keinen Fall bekommen, denkt sie. Aber die Kinder sollen auf keinem Fall bei dem mittlerweile verhassten Mann bleiben. Lieber bringt sie sie um. Auch der Satz "Jetzt bekommt keiner die Kinder" stammt vermutlich eher von ihr als von ihm, so wie sie vieles, dass sie getan hat, ihm anlastet. Es passt jedenfalls ins Muster. Auch die Briefe soll er ja geschrieben haben. Fakt ist aber: Sie war es. Immer ein und das gleiche Muster !

3.
Eine 49 kg schwere Frau kann kein 21kg schweres Mädchen tragen und 1,5 Meter weit werfen. Das ist nicht haltbar. Schon gar nicht, wenn diese Frau eine Krankenschwester ist. Aber wirft eine Mutter einfach ihr geliebtes Kind weg wie Müll ?
Erstens könnte sie durch irgendetwas erschreckt worden sein und verängstigt und reflexartig gehandelt haben. Zweitens kann man in einem Moment nachdem man gerade einen Mord und noch zudem am eigenen Kind begangen hat, keine "normalen" oder "üblichen" Verhaltensmuster anwenden. Da dürften schon eher ein Gemisch aus Panik, Apathie, Trance-Zustand die Auslöser für ein solches, zusätzlich schäbiges Verhalten gewesen sein. Ausserdem war sie ja höchstwahrscheinlich mitten in der Nacht am Parkplatz. Das ist schon mutig genug. In einer solchen Situation, also auf einem stockfinsteren Parkplatz in der Pampa dann noch gelassen zu bleiben und die Kinder in aller Seelenruhe ins Gebüsch zu legen, ist eher zweifelhaft.

4.
Die Schwester. Will MW womöglich schützen und ihrer Nacht-Version Nachhaltigkeit verschaffen, indem Sie aussagt, dass Melanie sich nicht bewegt hat, als sie sie zudeckte und durchaus schon tot gewesen sein könnte. Könnte aber grundsätzlich tatsächlich so gewesen sein. Zum Beispiel dann, wenn die Zeitangaben von MW nicht stimmen und sie schon in der Wohnung war, Melanie gerade getötet und sich dann ruhig verhalten und versteckt hatte bis ihre Schwester und ihr Schwager wieder weg waren. Gleich danach hat sie Karola getötet.

5.
Das Lügenmuser. Erst die Lüge- dann die nächste Scheibchen-Wahrheit.
Die Lüge: Die Kinder waren am Montag morgen auf dem Spielplatz.
Die Scheibchen-Wahrheit - Die Kinder war nachts schon tot.
Die ganze Wahrheit - die nicht nachgewiesen werden kann und deshalb verschwiegen wird: M.W. hat die Kinder in der Nacht getötet, angezogen und gleich weggebracht. Womöglich hat sie ihnen sogar noch Milch und Plätzchen verabreicht, damit sie sich ruhig verhalten (würde den Mageninhalt auch ohne Frühstück erklären). R.W. hat mehrere Bier getrunken. Schnarcht vor sich hin. Bekommt nichts mit.
Vom ganzen Zeitablauf passt die Nachtversion aus meiner Sicht besser als die Tag-Version. Fragt sich nur, was die Nachbarin und deren Besuch dann gesehen haben. Die Oma war ja auch sehr überzeugt, die Kinder noch am Montag Vormittag gesehen zu haben. Aber diese Aussagen sind alle eigenartig. Der Nachbarin war der Blick auf den Spielplatz durch den später nicht mehr vorhanden Busch offensichtlich versperrt. Der Besuch der Nachbarn kam nicht so oft zu Besuch. Wie also wollten diese Leute wissen, wen sie da gesehen haben. Allerdings muss man berechtigter Weise einräumen, dass die ja wohl irgendwelche Kinder gesehen haben, wenn sie nicht glatt lügen - und andere Kinder sind wohl an diesem Montag morgen auf dem eher abseits gelegenen Röhrigshof nicht auf dem Spielplatz gewesen.

6.
Zeitlicher Zusammenhang zwischen dem letzten Treffen mit Kevin Pratt und der Tat. Ich glaube nicht, dass da alles so harmonisch ablief, wie von beiden geschildert und beteuert. Pratt war ein Weiberheld und war offensichtlich hinter jedem Rock her - immer mit der ICH LIEBE DICH und ICH WILL DICH HEIRATEN - Masche. Als Monika Weimar begriffen hat, kam es womöglich zu dieser Kurzschlussreaktion.

7.
Vollkommen abstruses Verhalten der M.W. in der Nacht nach der angeblichen Entdeckung der toten Kinder, sofern R.W. der Täter war. Zur Erinnerung. Sie ist die Mutter. Sie ist Krankenschwester. Sie trifft vollkommen unvorbereitet auf ihre toten Kinder und das, nachdem sie angeblich einen so harmonischen Abend mit K.P verbracht hat, so dass für sie alles eitel Sonnenschein gewesen sein müsste. Und dann liegen die Kinder tot im Bett und sie reagiert, als ob sie dies alles gar nichts angeht, misst keinen Puls, macht kein Licht an, legt sich wieder hin und pennt ????? Und der zuvor angeblich auf dem Bett sitzende und vollkommen apathische R.W. entwickelt plötzlich unbändigen Tatendrang, schafft die toten Kinder aus dem Haus, entsorgt sie und legt sich dann wieder schlafen ?? Er ist so kaltblütig, dass er am nächsten Tag bis 12 Uhr pennt, statt schnellstmöglich herauszubekommen ob, man die Kinder schon gefunden hat. Nicht wahrscheinlich. M.W. hingegen fährt zum Parkplatz, weil sie weiss, wo die Kinder sind und weil sie sie noch mal sehen möchte. Kennt man das nicht aus zahllosen Kriminalgeschichten ? Der Täter kehrt zum Tatort zurück ? Eine Mutter allemal, die natürlich auch nach der Tat noch Mutter sein möchte, und verdrängt, was sie getan hat.

PS:
Für alle diejenigen, die an R.W. als Täter glauben und die beiden verschiedenen Fundorte nicht verstehen - denn viele haben sich ja hier im Forum gefragt, warum denn um Himmels Willen zwei Ablageorte ? Hier mal der Versuch einer Erklärung.

Angenommen R.W. ist der Täter.
Ein Ablageort: R.W. hatte vermutlich Angst aufzufallen und bei der Entsorgung womöglich entdeckt zu werden. Die Kinder will er schnellstmöglich los werden und legt sie natürlich deshalb an ein und der derselben Stelle ab und dann nichts wie weg. Ganz anders als M.W., die möchte dass die Kinder relativ schnell entdeckt werden, damit sie nicht zulange Getier wie Spinnen, Ameisen, Vögeln und Ratten und schließlich Maden ausgesetzt sind. M.W. geht davon aus, dass zwei Ablageorte die Auffindgeschwindigkeit erhöhen und dass man in der Nähe nach dem zweiten Kind solange suchen wird, bis man es gefunden hat. Die Liebe einer Mutter

Zwei Ablageorte
Im Fall von R.W. als Täter lassen sich aber auch aufgrund der eher absonderliche Gedankenwelt des R.W. zwei Ablageorte eventuell wie folgt erklären: Nachweislich war Karola sein Liebling. Vielleicht hat er doch das eine oder andere Mal darüber nachgedacht, dass Melanie nicht sein Kind sein könnte. Und genau dieser Sachverhalt erklärt, dann die unterschiedlichen Ablageorte. Karola - sein geliebtes Kind - sollte für sich alleine sein. Seine Karola. Melanie hätte gestört. Abstruser Gedanke oder die ganz eigene Welt des Reinhard Weimar ?

8)
Fasern, Kletten im Auto usw. Alles nichts Entlastendes für Monika Weimar

Frage zum Schluss:
Ist hier irgendwem die unmittelbare Reaktion der Monika Weimar auf das erste und dritte Urteil mit insgesamt 15 Jahren Haft bekannt ?
Wenn ich unschuldig verurteilt werden würde und müsste 15 Jahre meines Lebens hinter Gittern verbringen würde ich a) vollkommen anders auf dieses zum Himmel schreiende, ungerechte Urteil reagieren und ich würde nach einiger Zeit im Knast, oder auch nach meiner Entlassung wenn ich schon meine, ein Buch schreiben zu müssen, ein Buch schreiben, das alles auf den Tisch legt und nicht so eine Farce, wie "Ich war Monika Weimar".

Genug Stoff zur Diskussion ?


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Der Mordfall Weimar

24.10.2017 um 23:43
miltes schrieb:PS:
Leider gibt es offensichtlich kein Buch von Herrn STRATE, der aller Welt, als versierter Anwalt wohl besser als jeder andere verständlich machen könnte, warum Monika Weimar unschuldig ist, sofern er das wirklich selbst glaubt oder damals geglaubt hat.
Hat eigentlich Strate jemals geäußert, er würde Monika Weimar für unschuldig halten?
In seiner Abhandlung zum Fall habe ich eigentlich nichts derartiges finden können.


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Der Mordfall Weimar

25.10.2017 um 00:16
emz schrieb:Hat eigentlich Strate jemals geäußert, er würde Monika Weimar für unschuldig halten?
In seiner Abhandlung zum Fall habe ich eigentlich nichts derartiges finden können.
Den einzigen Satz den ich gefunden habe ist von der Seite seiner Kanzlei zu dem Fall Weimar...

Monika Böttcher, geschiedene Weimar, ist freigesprochen worden. Ich hoffe, ihr ist Gerechtigkeit geschehen. Für Melanie und Karola Weimar hat es sie nicht gegeben.

https://www.strate.net/de/publikationen/der_mordfall_weimar.html

Das hört sich nicht so an, als ob er felsenfest davon überzeugt ist, dass Sie unschuldig ist.


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25.10.2017 um 00:36
Menetekel schrieb:Das hört sich nicht so an, als ob er felsenfest davon überzeugt ist, dass Sie unschuldig ist.
Ich glaube es auch nicht. Er wird auch wissen, daß die Nachtversion nicht möglich ist. Dennoch hat er alles versucht, um das Beste für seine Mandantin rauszuholen. Das ist sein Job gewesen, mehr kann man nicht erwarten.


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25.10.2017 um 00:39
Menetekel schrieb:Das hört sich nicht so an, als ob er felsenfest davon überzeugt ist, dass Sie unschuldig ist.
Oder, wie ich eigentlich vermute, dass er sich nie zu der Schuldfrage geäußert hat. Denn die war nicht der Grund für ihn, den Fall zu übernehmen.


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25.10.2017 um 00:41
emz schrieb:Hat eigentlich Strate jemals geäußert, er würde Monika Weimar für unschuldig halten?
In seiner Abhandlung zum Fall habe ich eigentlich nichts derartiges finden können.
Ich glaube,der wird einen Teufel tun und so etwas von sich geben. Er ist halt Anwalt und hat das beste für seine Mandantin versucht herauszuholen. Und ich finde, er hat einen klasse Job gemacht, wenn man sich die Indizienlage anschaut.
Aber ich glaube keinesfalls, dass er an die Unschuld seiner Mandantin glaubt.


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25.10.2017 um 00:44
emz schrieb:Oder, wie ich eigentlich vermute, dass er sich nie zu der Schuldfrage geäußert hat. Denn die war nicht der Grund für ihn, den Fall zu übernehmen.
Sie wird auch vor ihm das Opfer gegeben haben, genau wie im Buch. Aber Du hast recht, den Fall übernahm er sicherlich sowieso aus anderen Gründen.


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25.10.2017 um 00:53
Photographer73 schrieb:Sie wird auch vor ihm das Opfer gegeben haben, genau wie im Buch.
In diesem Fall könnte ich mir das auch vorstellen. Aber ich glaube schon, dass es auch Fälle gibt, bei denen der Anwalt viel mehr weiß als der Rest der Welt. Denn egal ob der Mandant dem Anwalt gegenüber gesteht, der Anwakt hat zu schweigen.
Aber hier glaube ich auch nicht, dass sie ihm die Tat gestanden hat und ihn gebeten hat, das beste herauszuholen.


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25.10.2017 um 00:58
Vielleicht sah sie sich so sehr als Opfer der Männer in ihrem Leben, dass sie sich wirklich nicht als Täterin sah/sieht?


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Der Mordfall Weimar

25.10.2017 um 02:25
@miltes
Da muss ich Dir zustimmen!

Ich muss sagen das ich 1986 als junger Mensch dem Medienhype verfallen war.
Man könnte damals einfach nicht glauben, dass eine Mutter zu so etwas fähig war!
Hinzu kam dieses riesige Medienaufgebot und die Vorvorurteilung von M.W. die an eine moderne Hexenjagd erinnerte...
Unvergessen die Bilder von der ersten Urteilsverkündung in Fulda, als ein wütender Mob durch die Blumenrabatten auf das Auto, in dem die Verurteilte vom Gericht weggefahren wurde, zustampfte und mit Fäusten und Regenschirmen auf das Auto einprügelte...
Die Ahle Hex', Ami-Hure waren da noch die nettesten Beschimpfungen. Wäre in diesem Augenblick der Mob an M.W herangekommen, sie hätten sie am nächsten Baum aufgehängt.
Schon damals fragte man sich, ob man die arme Frau, ob Mörderin oder nicht, nicht unauffälliger und Menschenwürdiger von Gericht hätte wegbringen können?

Aber es waren die 80ziger. Es war alles bunter, fröhlicher, flippiger...
Man wollte den Mief der 70ziger hinter sich lassen...
Die Frauen wollten sich mehr emanzipieren. Es waren die Zeiten von Madonna, Nina Hagen , Nena und Alice Schwarzer mit ihrer Zeitschrift Emma...
Man wollte sich als Frau nichts mehr vorschreiben lassen, schon gar nicht ihre Lebensweise...
Man muss sich vorstellen, das eine Ehefrau bis 1977 noch die Erlaubnis des Ehemannes brauchte um arbeiten zu gehen.
Da möchte man in den 80ziger diese Frau nicht vorverurteilen , die verzweifelt versuchte dem Mief dieses Kaffes in der tiefsten Provinz und ihren langweiligen, versoffenen Ehemann zu entkommen...

In den 90 zigern hoffte man beim Wiederaufnahmeverfahren noch den wahren Mörder der Kinder zu finden.
Das war aber nie die Absicht, stattdessen versuchte man nach fast einem Jahrzehnt nur die Indizien die gegen M.W Sprachen zu widerlegen...

Wieder medienwirksam versuchte man zum Beispiel, durch einen Antrag eine DNA Analyse eines T-Shirts der Mädchen mit Blutanhaftungen zu erwirken, obwohl man wusste, dass dieses T-Shirt aufgrund des Fasergutachtens zweimal gewaschen worden war. Leider war 1986 die Technik nur soweit fortgeschritten, das man feststellen konnte das es sich um Menschenblut handelte.
War es womöglich das Blut des Täters, oder das eines der Mädchen?
Leider ließ sich dies nach dem Fasergutachten nicht mehr feststellen...
Warum man nicht zuerst eine DNA Analyse durchführte, ist einfach unglaublich.

Nach dem Buch "Mordakte Monika Weimar " von Petra Cichos, den Aussagen vom Richter Gehrke und Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen, die bei allen Gerichtsverfahren dabei gewesen ist, komme ich zu dem Entschluss, das M.W die Täterin ist!

Das Buch gibt Einblicke in die Ermittlungsakten und zeigt ganz deutlich das zuerst in alle Richtungen ermittelt wurde.
Erst als nur die Eltern übrig blieben, war es allein M.W die log, sich in Widersprüche verwickelte, und ständig ihre Aussagen an die Ermittlungsstände anpasste.
Ein Ermittler sagte einmal: "Warum, wenn sie mit der Tat nichts zu tun hat, verhält sich eine Mutter von 2 getöteten Kindern so kontraproduktiv gegenüber den Ermittlungen der Polizei?"

Richter Gehrke sagte die größte Zeugin gegen sich selbst ist M.W!
Er habe schon viele Indizienprozesse geführt und im keinen wäre es so deutlich gewesen, wer die Kinder umgebracht hätte.
Es gab über 50 Indizien die dafür sprächen das M.W die Kinder umgebracht hat, aber kein einziges Indiz gegen R.W welches sich halten lies!
Er begründet auch das Tatmotiv!

Gisela Friedrichsen sagt ganz deutlich, das die Zeugen die die Kinder am Morgen noch gesehen haben, total glaubwürdig waren, ohne Zweifel!
Kein Gericht kam an diesen Ausagen vorbei!
Und wenn die Kinder am Morgen noch gesehen worden waren, dann könnten sie nicht in der Nacht umgebracht worden sein...

Sehr befremdlich auch das Verhalten von M.W nach dem Tod der Kinder.
Das geht aus den Bändern der Telefonüberwachung hervor, die jahrelang verschwunden waren, dann aber wieder auftauchten, zum Prozess aber teilweise nicht zugelassen waren, weil wohl auch die Gespräche zwischen M.W und ihrem Anwalt mit abgehört worden waren.
Die Gespräche werden im Buch von Petra Chichos nicht erwähnt, weil sie zu privat wären...
Aber in den Gesprächen zwischen M.W und K.P ging es nur darum wie M.W ihrem Liebhaber habhaft werden konnte, obwohl dem eine Strafe drohte wenn der sich mit ihr traf. Beim Amerikanischen Militär war Ehebruch strafbar und wurde mit Sanktionen belegt!
M.W bedrängte ihren Liebhaber ständig und dachte an nichts anderes als von ihm schwanger zu werden. Und das 6 Wochen nach dem Tod ihrer Kinder!
Wollte sie damit K.P an sich binden? Ihn dazu bewegen auf alle Fälle zurück nach Deutschland zu kommen?

Der Richter hat das Tatmotiv erklärt! Ganz simpel und einfach...
OHNE DIE KINDER WÄRE ES EINFACHER GEWESEN!

Das heißt nicht das sie ihre Kinder nicht geliebt hat, im Gegenteil!
Beim saufenden Vater, der mit den Kindern nichts anfangen konnte wollte sie die Kinder nicht lassen...
Mitnehmen ging aber auch nicht, da Karola erst eingeschult werden sollte...
Außerdem hatte K.P in Amerika schon 3 unterhaltspflichtige Kinder...
Wie hätte der das alles bezahlen sollen?
Erwähnenswert ist auch das M.W nicht perfekt oder fließend Englisch sprach, sondern das sich beide im einfachsten Englisch unterhielten.
Wie hätte sie ohne Sprachkenntnisse so schnell Arbeit in Amerika finden sollen?

Der Konflikt entsteht am Abend und beginnt mit dem Streit zwischen M.W und ihrem Geliebten. Der wendet sich einer jüngeren kinderlosen Frau zu...
Zwar vertragen sich beide und haben "Versöhnungssex", aber K.P eröffnet ihr auf der Heimfahrt das er mit in Deutschland bleiben werde, weil es zu spät wäre einen Antrag dafür zu stellen...
Damit waren die Lebenspläne von M.W über den Haufen geworfen.
Sie hatte vor sich von ihrem Mann scheiden zu lassen, nach B.Hersfeld zu ziehen um dort mit K.P zusammen in einer Wohnung zu leben...
Sie hatte wohl immer vor mit K.P nach Amerika zu gehen, aber erst nach der Einschulung der Kinder gegebenenfalls nach der Grundschule.
Also erst nach einigen Jahren...
Das war nun hinfällig... und da blieb ihr nur die einzige Möglichkeit... Den einzigen Ausweg den sie sah...
Ohne die Kinder war es einfacher!

Man konnte sich in diesem Fall nicht vorstellen, dass eine Mutter die ihre Kinder liebt, diese umbringt, aber genau aus diesem Grund hat sie es getan...

Zum Abschluss kam noch die Frage auf: Wie kann ein Mensch, der sowas gemacht hat, mit soetwas leben?
Richter Gehrke meint: Entweder man wird verrückt, oder aber man verdrängt die Tat so sehr, das man am Ende selber glaubt, sie nicht begangen zu haben...

Zum Ende bleibt noch zu sagen, das dies keine wilden Spekulationen von mir selber sind, sondern eine Zusammenfassung verschiedener Quellen:

1. Das Buch " Mordakte Monika Weimar" von P. Chichos
2. Spiegel-Bericht " Ohne Phatos schuldig" vom 27.12.1999 v. Gisela Friedrichsen
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-15317050.html
3. Spiegel TV Reportage "Der Fall Weimar"
http://www.spiegel.tv/videos/136033-der-fall-weimar


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Der Mordfall Weimar

25.10.2017 um 09:08
Menetekel schrieb:Man muss sich vorstellen, das eine Ehefrau bis 1977 noch die Erlaubnis des Ehemannes brauchte um arbeiten zu gehen.
Es gab da eine strikte Rollenverteilung. Die Frau machte den Haushalt, einzig der Mann war für das Finanzielle verantwortlich.
Was sie verdiente, war ihr Geld und floss nicht in die Haushaltskasse, umgekehrt hätte aber kein Mann einen Staubsauber in die Hand genommen, um seine Frau zu entlasten.
Menetekel schrieb:Aber es waren die 80ziger. Es war alles bunter, fröhlicher, flippiger...
Man wollte den Mief der 70ziger hinter sich lassen...
Ich habe die 70er nicht als miefig sondern als einen Aufbruch in eine freiere Gesellschaft erlebt.
In den 80ern kam die große Ernüchterung und der Rückschritt. Denn da kam Aids und man huldigte wieder den alten Moralvorstellungen.


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Der Mordfall Weimar

25.10.2017 um 12:46
@miltes
An die Möglichkeit das MW die Mädchen bereits Nachts ermordet hat, habe ich auch schon oft gedacht.
Aber an zwei Punkten habe ich dabei Probleme:

1. Die Blut Wischspuren auf Melanies Oberteil
2. Das Loch in der Windschutzscheibe.

Wie bringst Du diese mit deiner Theorie in Einklang?


Edit:
3. Melanies gerissener Schuh Riemen


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Der Mordfall Weimar

25.10.2017 um 12:46
Auszüge aus Dr. jur.h.c. Strate - Kraft und Gefahren des Sachbeweises:

Auszug (1)  (von den insgesamt acht Nachbarskindern, die zum Teil in der fraglichen Zeit auch „draußen– waren, hatte keines die beiden gesehen;

Auszug (2)
keinerlei Sandanhaftungen, weder an den Körpern beider Kinder noch an ihrer Kleidung noch an ihrem Schuhwerk – macht es ebenfalls wenig wahrscheinlich, daß die Kinder noch anderthalb Stunden im Freien gespielt haben, ehe sie auf ihren Mörder trafen:

Auszug (3)
"Die geringe Wahrscheinlichkeit eines solchen Zufalls schafft umgekehrt ein starkes Indiz dafür, daß die Kinder nicht erst im Freien, sondern bereits in der Wohnung getötet wurden, ihnen dort nach dem Einnässen ein frisches Höschen überzogen wurde, ehe sie dann aus der Wohnung geschafft wurden."


Mein Kommentar:

Viele hier im Forum präferieren die TAG-Version. Dr. Strate offensichtlich nicht.  Er ist bemüht, diese TAG-Version zu widerlegen. Denn, nur bei Glaubhaft-Machung der NACHT-Version kommt auch Reinhard Weimar theoretisch als Täter in Frage, bzw. könnte Monika Weimar theoretisch unschuldig sein. Denn bei Gültigkeit der TAG-Version kommt ein schlafender Reinhard Weimar nicht als Täter in Frage.

Jetzt muss also noch die zersplitterte Frontscheibe erklärt werden.  Diese konnte laut Dr. Strate nicht durch ein sich heftig wehrendes Kind verursacht worden sein. Denn dann hätte sich das Kind zum Zeitpunkt der Tötung auf dem Vordersitz befinden müssen. In diesem Fall aber hätten sich Fasern des Vordersitzes an der Kleidung des Kindes befinden müssen.
Es wurden aber nur eine sehr geringe Anzahl derartiger Fasern an der Bekleidung bei den Kindern sichergestellt. Also bei beiden Kindern. Eine zersplitterte Scheibe lässt heftige Gegenwehr vermuten. Heftige Gegenwehr jedoch müsste zu einer sehr viel größeren Anzahl von Fasern an den Kindern geführt haben. Ergo. Die Scheibe wurde nicht durch die Gegenwehr eines der beiden Kinder beschädigt.

Hierzu Dr. Strate / Auszug (4)
Gravierender war jedoch noch ein anderer Mangel an Überlegung: Wer den Sprung in der Frontscheibe in Zusammenhang mit der Tötung der Kinder brachte, mußte annehmen, daß eines der beiden Kinder sich auf einem der Vordersitze befunden hat, während es von dem Täter überwältigt worden ist, und es hierbei zu Abwehrbewegungen, die schließlich zur Ansplitterung der Scheibe geführt haben, gekommen ist. Völlig übersehen wurde jedoch hierbei, daß Fahrer– und Beifahrersitz überwiegend aus Wollfasern gefertigt waren; nach einem Gutachten des Hessischen Landeskriminalamts vom 20.3.1987 wurde bei beiden Kindern jedoch nur eine geringe Zahl von Wollfasern aus den Vordersitzen gefunden, demgegenüber jedoch sehr viele Chemiefasern, wie sie in den Schonbezügen der Rücksitzbank verarbeitet worden waren.

Unerwähnt in allen Schriften bleibt, wenn ich mich richtig erinnere, dass ein Kind von der geringen Größe der Melanie oder der noch geringere Größe der Karola es sehr schwer gehabt hätte, mit der Ferse die Windchutzscheibe vom tiefer gelegenen Vordersitz aus überhaupt zu erreichen und dann sogar noch einen solchen Druck durch Tritt zu entwickeln, dass die Scheibe beschädigt wird. Wurde also eines der Kinder bewußt mit dem Kopf an die Scheibe gestossen. Wohl kaum. Dann hätte man eine entsprechende, wenngleich geringe Kopfverletzung bei Melanie oder Karola feststellen müssen. Zudem wäre der Täter das Risiko einer geborstenen Scheibe eingegangen. Also ist dieser Ablauf eher unwahrscheinlich.

Die gesamte Argumentationskette soll die Schlussfolgerung ergeben, dass die TAG-Version nicht schlüssig ist, also nur die NACHT-Version in Frage kommt. Die NACHT-Version wiederum lässt die Täterfrage offen.


Mein Kommentar zu Dr. Strate

Es heißt hier im Forum, dass er einen erstklassigen Job gemacht hat und das Beste für seine Mandantin herausgeholt hat.

Wirklich ???

Sollte Herr Dr. Strate nicht von der Unschuld seiner Mandantin überzeugt gewesen sein, hat er allenfalls alle juristisch verfügbaren Mitteln ausgeschöpft, um ein Revisionsverfahren zu erreichen. Aber hat er damit für den Menschen Monika Weimar wirklich das "BESTE" herausgeholt und hat er ihr im Hinblick auf ihr weiteres Leben wirklich einen Gefallen getan ?

Angenommen Herr Dr. Strate hatte Zweifel an der Unschuld von Monika Weimar, hätte er sie dann nicht davon überzeugen müssen, dass sowohl im Hinblick auf das Strafmaß als auch im Hinblick auf ihr eigenes Selbstwertgefühl und im Hinblick auf die Art und Weise wie sie mit ihrem späteren Leben fertig wird, ein Geständnis, also reinen Tisch zu machen, der bessere Weg wäre, statt weitestgehend losgelöst von der Schuldfrage Verfahrensfehler nachzuweisen, die eine Revision und damit einen möglichen Freispruch von Monika Weimar herbeiführen könnten. Und dies womöglich besseres Wissen oder gegen die eigene Überzeugung ? Ticken alle oder einige Anwälte wirklich so, dass Sie, ganz gleich welche Straftat ihre Mandanten womöglich begangen haben, für diese immer einen Freispruch erzielen wollen. In dem besonderen Fall der Tötung zweier Kinder kommt noch dazu, das bei einer Entlastung der Mutter zwangsläufig der Vater, also Reinhard Weimar der Täter sein musste. Denn das ist hier ja kein Fall mit zahlreichen anderen Personen als mögliche Täter. Frage meinerseits: Wurde nach dem Freispruch von Monika Weimar eigentlich auf irgendeine Art und Weise noch einmal gegen Reinhard Weimar ermittelt und wenn nein, warum nicht. Zu einer Anklage gegen ihn kam es ja offensichtlich nicht. Es wäre fünf Jahre Zeit gewesen.


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25.10.2017 um 12:56
miltes schrieb:Wurde nach dem Freispruch von Monika Weimar eigentlich auf irgendeine Art und Weise noch einmal gegen Reinhard Weimar ermittelt und wenn nein, warum nicht. Zu einer Anklage gegen ihn kam es ja offensichtlich nicht. Es wäre fünf Jahre Zeit gewesen.
Kurz und knapp: Nein. Gegen ihn wurde niemals wieder ermittelt nach der Ablösung von Staatsanwalt Sauter.


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25.10.2017 um 12:59
miltes schrieb:Ticken alle oder einige Anwälte wirklich so, dass Sie, ganz gleich welche Straftat ihre Mandanten womöglich begangen haben, für diese immer einen Freispruch erzielen wollen.
Hier im Forum sind Anwälte u.ä. unterwegs, vlt. mag/kann sich jemand dazu kompetent dazu äußern. Ich kann da nur spekulieren, ob es überhaupt so ist und falls ja, wie üblich das ist oder eher die Ausnahme.

Die eigentlichen Fragen, die du aufwirfst
miltes schrieb:Angenommen Herr Dr. Strate hatte Zweifel an der Unschuld von Monika Weimar, hätte er sie dann nicht davon überzeugen müssen, dass sowohl im Hinblick auf das Strafmaß als auch im Hinblick auf ihr eigenes Selbstwertgefühl und im Hinblick auf die Art und Weise wie sie mit ihrem späteren Leben fertig wird, ein Geständnis, also reinen Tisch zu machen, der bessere Weg wäre, statt weitestgehend losgelöst von der Schuldfrage Verfahrensfehler nachzuweisen, die eine Revision und damit einen möglichen Freispruch von Monika Weimar herbeiführen könnten. Und dies womöglich besseres Wissen oder gegen die eigene Überzeugung ?
Ein Anwalt ist ein Anwalt, der ist für den juristischen Bereich zuständig. Er ist kein persönlicher Freund, er ist kein Therapeut, er ist kein Seelsorger, ich würde so weit gehen und sagen, er ist nicht einmal Moralist.


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25.10.2017 um 13:39
miltes schrieb:Angenommen Herr Dr. Strate hatte Zweifel an der Unschuld von Monika Weimar, hätte er sie dann nicht davon überzeugen müssen, dass sowohl im Hinblick auf das Strafmaß als auch im Hinblick auf ihr eigenes Selbstwertgefühl und im Hinblick auf die Art und Weise wie sie mit ihrem späteren Leben fertig wird, ein Geständnis, also reinen Tisch zu machen, der bessere Weg wäre, statt weitestgehend losgelöst von der Schuldfrage Verfahrensfehler nachzuweisen, die eine Revision und damit einen möglichen Freispruch von Monika Weimar herbeiführen könnten.
Ein Anwalt hat die Aufgabe, für seinen Mandanten ein möglichst günstiges Urteil herbeizuführen. Wenn er dabei den Weg über Verfahrensfehler als den erfolgreichsten sieht, dann hat er den zu wählen. Ob er Zweifel an der Unschuld seines Mandanten hat, hat er dabei außer Acht zu lassen.

Ein Geständnis hätte nichts in Hinblick auf das Strafmaß bewirkt. Mord ist Mord, dafür gibt es nun mal nur eines, lebenslänglich und keine mildernden Umstände bei einem Geständnis.
miltes schrieb:Frage meinerseits: Wurde nach dem Freispruch von Monika Weimar eigentlich auf irgendeine Art und Weise noch einmal gegen Reinhard Weimar ermittelt und wenn nein, warum nicht.
Nein, er war aus gesundheitlichen Gründen verhandlungs- und schuldunfähig.


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Der Mordfall Weimar

25.10.2017 um 14:06
emz schrieb:Hat eigentlich Strate jemals geäußert, er würde Monika Weimar für unschuldig halten?
In seiner Abhandlung zum Fall habe ich eigentlich nichts derartiges finden können.
Habe auch schon die Frage gestellt?
Jetzt weiß ich es:
Zu gewinnen wäre für Strate "schon eine große Genugtuung". Und wenn nicht? "Dann gehen wir in die Revision." Seine gelassene Hartnäckigkeit möchte er richtig verstanden wissen. Er gehöre zur Strafjustiz. Als Anwalt sei er Teil "des Systems, dessen Irrtumsanfälligkeit" aufzuzeigen ist. Schon dreimal konnte er ein Lebenslänglich aufheben. Ob er Monika Böttcher bereits dazugezählt habe? Er nickt: "Ich würde sie nicht verteidigen, wenn ich nicht von ihrer Unschuld überzeugt wäre."
http://www.zeit.de/1997/16/weimar.txt.19970411.xml/seite-4

@miltes
@Menetekel
Tolle Beiträge, macht weiter so!


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25.10.2017 um 14:18
Mr.Mystery1990 schrieb:"Ich würde sie nicht verteidigen, wenn ich nicht von ihrer Unschuld überzeugt wäre."
Das überrascht mich ein wenig, das hat er tatsächlich so klar gesagt.
Offengestanden halte ich sie auch für unschuldig.


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25.10.2017 um 15:05
emz schrieb:Ein Geständnis hätte nichts in Hinblick auf das Strafmaß bewirkt. Mord ist Mord, dafür gibt es nun mal nur eines, lebenslänglich und keine mildernden Umstände bei einem Geständnis.
Auch wenn es in diesem Fall nicht von Belang ist, diese Aussage stimmt so nicht.

Ein Geständnis kann sich uU mildernd auf das Urteil auswirken, siehe hierzu auch das StGB, vgl. unter anderem "mildernde Umstände".
Vor allem in den Prozessen, in denen Kindesmissbrauch verhandelt wird, erkennt das Gericht zumeist an, wenn der Angeklagte durch sein Geständnis eine Befragung des Opfers nicht mehr notwendig macht.

Ob und in wie weit hier bei MW von mildernden Umständen ausgegangen werden könnte, ist fiktiv. Aber, und das ist die Quintessenz dessen, im Falle eines Geständnisses und der Darlegung eben dieser Umstände hätte das Gericht unter dem Höchstmaß bleiben können. Aber du hast recht, Mord bleibt trotzdem Mord.


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Der Mordfall Weimar

25.10.2017 um 15:20
@Zitronella

Wikipedia: Mord_(Deutschland)
Es hat zur Folge, dass der Mord gegenüber anderen Tötungsdelikten mit dem höheren und grundsätzlich zwingenden Strafmaß der lebenslangen Freiheitsstrafe bedroht wird.
Weitere Diskussionen erspare ich mir hierzu.


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