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Der Mordfall Weimar

2.234 Beiträge, Schlüsselwörter: Doppelmord, Weimar, Kailing

Der Mordfall Weimar

19.10.2017 um 20:47
.......Es beschreibt viele Fakten, die damals so nicht an die Öffentlichkeit getreten sind. Monika Böttcher war im Prinzip bereits zuvor verurteilt. Wer tatsächlich die beiden Kinder getötet hat, wird wohl nie zu ermitteln sein, doch das Buch liefert viel interessanten Hintergrund zu den Lebensverhältnissen und Wertvorstellungen im Umfeld der Familie Weimar.
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Gemeint ist das 1988 geschriebene Buch von Heide Platen , die  dem ersten Prozess beigewohnt hatte , in dem die Wirklichkeit dort aus der Wohngegend und der Familien geschildert  wurde,  während Autorin Petra Cichos sich nur über die Akten informiert hat für ihr Buch .

Ich muss zugeben , keines der neuen Details aus dem Buch über die erste Prozessführung hat mich überrascht.
Es wird gut beschrieben , wie sich dies in der Familie Weimar aufgebaut hatte. Ich hatte noch im Hinterkopf , dass MW geschrieben hatte ,, auch als sie arbeiten ging , wurde es nicht besser" Ja , wenn er nicht wollte, dass sie nicht arbeiten geht , dann war das doch klar , dass er ihr mit allem in die Suppe spuckte , was damit zu tun hatte, z. B.  in ihren Nachtschichten nicht auf die Kinder aufpassen, Ausreden erfand , er höre sie nicht , Kosten aufdrängte, damit sie und die Kinder von ihrem selbst verdienten Einkommen möglichst wenig geniessen konnte etc..

Hatte RW denn den politischen Schuß nicht gehört , dass man die Frauen neben den Steuereinnahmen auch deshalb Berufe erlernen ließ, "falls" sie mal geschieden seien, da man diese "Härtefälle" kommen sah .

Der frühe Tod ihres Vaters mag in MW etwas wachgerüttelt haben, dass sie es soweit nicht kommen lassen wollte, den Mut hatte, etwas ändern zu wollen für ihre Töchter.....die  wie auch Herrn Strate schrieb , Melanie und Karola keine Gerechtigkeit erfahren haben .

In diesem Buch kann man sehr gut erkennen , was an Belastungsmaterial beiseite geschoben wurde, selbst den Bankauszug vom Bankbesuch an diesem Vormittag hätte man am liebsten verschwinden lassen , gewünscht , es hätte ihn nie gegeben oder die Bohnenernte der Großmutter Adele, mit der sie ihre Aussage noch berichtigen konnte .

Und selbst Jürgen Z. machte eine Aussage ,mit der eigentlich alles gesagt gewesen wäre, der Prozess abgeschlossen werden hätte können mit "Schuldunfähig ", was sich MW nicht traute zu sagen , sie dies in Mitleid umwandelte ,um geschützt zu sein ,  weil es ja im Grunde auch eine Krankheit war......

Und  auf Seite 103 dann der Schlagabtausch zwischen Herrn Sauter, der sich teilweise veräppelt fühlte von den Kollegen Ermittler, deshalb selbst auf die eine oder andere Erkundungsfahrt ging z. B. den Sandkasten dort am Haus .....

Zitat: Doch der eine Punkt brachte Sauter die Entpflichtung ein......

Bei MW war man sichtlich empört , als sie nach 4 Wochen plötzlich die Nachtversion auftischte , nachdem keiner ihre schriftliche Hilferufe begreifen wollte oder reagierte , und was folgte ?

RW ändert auch seine Aussage.  Nachdem´er zuvor ausgesagt hatte , er sei in der Nacht wach geworden und am nächsten Morgen, was ja so gewesen sein müsste , da sie es erst am Morgen erfahren konnte , wo er sie hingebracht hatte, nachdem sie ihn angebettelt , angefleht haben wird ,  plötzlich will er 14 Stunden geschlafen haben ......was ihm Herr Sauter nicht abgenommen hatte.

Dann ...MW muss auf dem Parkplatz von ihren Töchtern verabschieden , wird stattdessen später als Mörderin ihrer Kinder gesehen , die einen Parkplatz sucht für den bevorstehenden Mord an ihren Kindern .

Es wird ihr vorgehalten ,  den Schulranzen wieder zurückgegeben haben , mit dem sie Melanie gesehen hatte , wie sie sich gefreut hatte auf die Schule.

Ich glaube, MW hatte begriffen , er würde sie gerne so sehen, dass sie jeden Tag aufs Neue an ihrem Schulranzen zerbrechen würde ....  

Während ich das nun geschrieben habe ,ist mir bewusst geworden : Das kann man nur überleben, wenn man sich nicht brechen läßt , keiner ihren Hass bekam ,  .....was sie ja RW versprochen hatte , sie werde es durchhalten ,so nach dem Motto : Was mich nicht umbringt ,macht mich stark ......





 
     


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Der Mordfall Weimar

19.10.2017 um 21:59
Ich schwanke stark.

Aber auch ich finde viele Ungereimtheiten.

Ein frühes Einschiessen auf sie.

Und dass es durchaus möglich ist so zu reagieren, wie MW, hat eine Psychologin fur mich schlüssig erwähnt bezüglich der Nachtversion.



Für mich ist auch schlüssig erklärt worden, warum die Beobachtungen der Nachbarn am Morgen ausser acht lassen kann (hätten sie gesehen) und warum man die Version der Kinder (nicht gesehen), sehr viel ernster hätte nehmen müssen.


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Der Mordfall Weimar

19.10.2017 um 23:39
bellady schrieb:Bei MW war man sichtlich empört , als sie nach 4 Wochen plötzlich die Nachtversion auftischte , nachdem keiner ihre schriftliche Hilferufe begreifen wollte oder reagierte
Ihre schriftlichen Hilferufe ? So langsam kommt es mir echt hoch, wenn ich sowas lese. Sie schrieb anonyme Briefe und gab erst in dem Moment zu, daß sie von ihr kamen, als man ihr auf die Schliche kam und sie ihre Version erneut anpassen mußte. Daraus "schriftliche Hilferufe" zu konstruieren, grenzt schon an Realitätsverleugnung. Im übrigen geht auch aus dem Urteil hervor, daß MB zuerst versuchte die Entführung und die Morde einem Fremden anzuhängen. Erst als diese These nicht mehr haltbar war und nur noch sie oder RW in Betracht gezogen wurden, rückte sie davon ab und schob RW die Schuld zu. Aber schon klar, waren alles Hilferufe...
bellady schrieb:Dann ...MW muss auf dem Parkplatz von ihren Töchtern verabschieden , wird stattdessen später als Mörderin ihrer Kinder gesehen , die einen Parkplatz sucht für den bevorstehenden Mord an ihren Kindern .
Sie mußte gar nix, sie behauptet, daß es so gewesen ist und selbst dabei hat sie schon wieder gelogen. Aus den Akten:
2. September 1986: Aktennotiz zu Monika Weimar: Mit Frau Weimar wurde heute der Weg abgefahren. Bis zu dem Parkplatz, wo sie angeblich Melanie gefunden haben will. Nach einigen Metern will Monika Weimar, etwa 0,5 Meter von der Bordsteinkante entfernt aber noch auf dem Asphalt der Parkplatz-Straße stehend, damals die Leiche der Melanie gefunden haben. Das ist nicht möglich. Damals war der Brennesselstrauch noch sehr hoch. Am Tag der Besichtigung mit Frau Weimar war jedoch auch schon die Rasenfläche plus Brennesselbewuchs abgemäht.
(Mordakte Monika Weimar - Petra Cichos, Seite 124)


Sie konnte die Leiche also da, wo sie gestanden haben will, gar nicht gesehen habe.
bellady schrieb:Es wird ihr vorgehalten ,  den Schulranzen wieder zurückgegeben haben , mit dem sie Melanie gesehen hatte , wie sie sich gefreut hatte auf die Schule.

Ich glaube, MW hatte begriffen , er würde sie gerne so sehen, dass sie jeden Tag aufs Neue an ihrem Schulranzen zerbrechen würde ....  
Nö, auch das ist falsch. MB fragte nämlich zuerst ihre Schwester Ursula, ob diese den Ranzen für ihren Sohn gebrauchen könnte. Wäre das der Fall gewesen, hätte sie ihn auch ständig gesehen und wäre damit klargekommen.


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Der Mordfall Weimar

20.10.2017 um 08:38
Sehr seltsam das eine Psychologin die Nachtversion für möglich hält. Die Szene wirkt für mich wie aus einem schlechten Horrorfilm, dazu muss der Mann in der Nacht doch Angst haben dass sie die Polizei ruft. Auch wenn der Mann scheinbar psychische Probleme hatte macht es ihn nicht gleich zum Mörder, wie geschrieben, ein eher normaleres Szenario wäre, dass er auch MB angreift.


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Der Mordfall Weimar

20.10.2017 um 10:09
@Mr.Mystery1990
Es haben schon einige Väter die Kinder getötet und die Mütter nicht. Das hätte ja auch keinen Sinn, so kann man die Mutter ja nicht strafen.
Von daher nicht 'unnormal'.


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Gymli
ehemaliges Mitglied

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Der Mordfall Weimar

20.10.2017 um 10:15
@Mr.Mystery1990

Dafür hat die Dame auch reichlich Kritik einstecken müssen. Daher auch wohl die Bemerkung von ihr, dass sich die Justiz nicht mit Ruhm bedeckt habe.

@oBARBIEoCUEo
Wenn Väter ihre Kinder töten, so oftmals im Rahmen eines "erweiterten Suizid". Das inkludiert in aller Regel die Ehefrau/Partnerin.
Liest man leider alle paar Wochen in der Zeitung.


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Der Mordfall Weimar

20.10.2017 um 10:19
@Gymli
Ok, dann lesen wir verschiedene Zeitungen. Ich lese öfter, dass die Mütter gestraft werden. :-)


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Der Mordfall Weimar

20.10.2017 um 12:59
Ich habe mittlerweile das Buch von Monika Böttcher gelesen.
Eigentlich wollte ich mir das ersparen, da ich nicht davon ausgehe, dass der Inhalt
der Wahrheit entspricht.

Im Buch werden so ganz nebenbei, zwei wichtige Verteidigungspunkte von ihr erläutert.
Das geschieht auf eine Art und Weise, das jemand der mit dem Fall nicht wirklich vertraut ist, diese Punkte
ließt, damit später für sich diese als Indizien gegen MB entkräftet sieht.
So erzählt sie z.B. immer wieder in knappen Sätzen, dass Melanie und Karola jederzeit Zugang
zum Kühlschrank etc. hatten und dieses auch genützt hätten ( Strichwort Mageninhalt!)
Ebenso wie die Bohnen der Großmutter, welche an diesem besagtem Wochenende plötzlich
eine wichtige Rolle einnehmen ( Stichwort Aussage der Großmutter die Mädchen am Montag früh gesehen zu haben)

Und ihre Erzählung was sie am Aufindeort Melanie gemacht haben will, klingt so extrem unrealistisch
wie ihre gesamte Nachtstory. Sinngemäß: Nachdem ich Melanies rote Haare gesehen habe, habe ich
nach Karola gar nicht mehr gesucht. Iss klar....

Das gesamte Buch trieft nur vor Selbstmitleid.
So heißt es auch z.B. nicht: "Die Mädchen hätten noch ihr gesamte Leben vor sich gehabt"
Nein, sie schreibt:" Leider könne sie nicht mehr miterleben, wie die Mädchen größer geworden wären."

Mir diesem Buch stellt MB sich ein zweites mal gegen ihre Kinder.


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Der Mordfall Weimar

20.10.2017 um 15:32
@Mr.Mystery1990

Auf welches Gutachten beziehst Du dich ?


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Der Mordfall Weimar

20.10.2017 um 15:48
@Photographer73
Auf das hier:
Deshalb sei es für Müller-Luckmann auch vorstellbar, dass sich Monika Böttcher in der Nacht vom 3. zum 4. August 1986 so verhalten haben kann, wie es von ihr geschildert wurde. Sie sei von Schuldgefühlen gegenüber dem Mann so überwältigt gewesen, dass sie nicht fähig war zu schreien, als sie Reinhard Weimar bei den toten Kindern fand. Auf den Einwand des Vorsitzenden Richters, das seien doch aber "Ur-Reaktionen", schreien und Hilfe holen, antwortete die Gutachterin: "Das mag vielleicht nicht logisch zu erklären sein, psychologisch aber durchaus.""Das Verhalten Monika Böttchers mag nicht logisch zu erklären sein, psychologisch aber durchaus. " Elisabeth Müller-Luckmann, Psychologin
Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/im-fall-weimar-beurteilt-eine-gutachterin-das-verhalten-der-angeklagten-ein-psychogramm-d...


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Der Mordfall Weimar

20.10.2017 um 17:33
Ich finde es nicht grundsätzlich undenkbar, dass eine Frau (initial) ihren Mann nach so einer Tat decken würde. Bei entsprechender Paardynamik oder gesellschaftlicher Prägung. Z.b im muslimischen Raum.

Schwer denkbar ist allerdings der Ablauf der Nachtversion. Es wird kein Licht aufgedreht. Die Kinder werden nur am Arm angefasst. Es wirkt konstruiert. Die Version kam wahrscheinlich nach reiflicher Überlegung und es wird ihr schon bewusst gewesen sein, dass z.B das Anschalten von Licht gesehen hätte werden können, dass man Geschrei gehört hätte und dass Zeichen von Wiederbelebungsversuchen am Leichnam sichtbar sind.
Noch dazu war sie Krankenpflegerin. Erste Hilfe Maßnahmen sollten ihr vertraut sein.
Und obwohl medizinisches Personal mit dem Tod vertraut ist, so ist eine Todesfeststellung keine einfache Sache (wie ich aus eigener Erfahrung weiß)


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Der Mordfall Weimar

20.10.2017 um 17:57
@Mr.Mystery1990

Danke.

Allerdings muß man dazu sagen, daß die Müller-Luckmann das Ganze noch weiter ausführte. Es gab einen Zusatz zu ihrem Gutachten.
Zusatz: Um Missverstände zu vermeiden: Wenn etwas vorstellbar ist, bedeutet das selbstverständlich noch nicht, dass es so gewesen sein muss. Ich enthalte mich deshalb auch jeder Wahrscheinlichkeitseinschätzung im Bezug auf diesen oder jenen mutmaßlichen Hergang.
(Mordakte Monika Weimar - P- Cichos, Seite 171)

Und auch im Vorfeld betonte sie
Ich (Prof. Dr. Elisabeth M.-L.) weise in dem Gutachten an die Staatsanwaltschaft darauf hin, dass es nicht die Aufgabe eines psychologischen Gutachtens ist, sich zur Glaubwürdigkeit eines Angeklagten zu äußern. Es ist das gute Recht eines jeden Angeklagten, das was ihm zur Last gelegt wird, aus seiner subjektiven Sicht darzustellen. Der psychologische Gutachter ist kein Ermittlungsbeamter.
(Gleiche Quelle, Seite 165)

Im Endeffekt hat sie nur gesagt, daß das Verhalten von MB in der Nacht möglich wäre, psychologisch erklärbar, aber nicht, daß deshalb die Nachtversion der Wahrheit entspricht.
gatersrecont schrieb:Das gesamte Buch trieft nur vor Selbstmitleid.
gatersrecont schrieb:Mir diesem Buch stellt MB sich ein zweites mal gegen ihre Kinder.
So habe ich das auch empfunden. Sie präsentiert sich als Opfer. Auch der zweite Gutachter, Prof. Dr. Schumacher, erklärte in seinem Gutachten, daß eine Abspaltung von Gefühlen, bis evt. hin zur Totalverleugnung, vorliegen könnte, egal von welcher Version man nun ausgeht. So liest sich auch das Buch von MB. Entweder ist es eiskaltes Kalkül oder sie hat evt. wirklich verdrängt, was sie getan hat.


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Der Mordfall Weimar

20.10.2017 um 19:58
gatersrecont schrieb:Sinngemäß: Nachdem ich Melanies rote Haare gesehen habe, habe ich
nach Karola gar nicht mehr gesucht. Iss klar....
@gatersrecont

Auch hier liegt ein weiterer Widerspruch seitens MB vor: früher hatte sie es nämlich so dargestellt, vergeblich nach Karolas Leiche gesucht, sie aber nicht gefunden zu haben ...   


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Der Mordfall Weimar

21.10.2017 um 00:54
Ich arbeite im sozialen Wesen, hauptsächlich mit alten Menschen, und bin immer wieder "professionellen Opfern" begegnet: Menschen, die ihr Verhalten nur als Reaktionen auf das der Mitmenschen sehen. "Ich musste das tun/sagen, er/sie das getan/gesagt hat". Ob MB in diese Kategorie fällt? Sah sie das Verhalten ihres Mannes und Liebhabers als Ursache ihres mordens? Vielleicht würde das ihre kühle Distanz erklären ("es war eigentlich gar nicht meine Schuld").


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lloi22
ehemaliges Mitglied

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Der Mordfall Weimar

21.10.2017 um 16:26
Da ja beide unabhängig voneinander ausgesagt hatten, die Beschädigung an der Scheibe stammt von einem Steinschlag und MW habe RW an dem Morgen gebeten sich darum zu kümmern, muss es entweder die Wahrheit sein und die Nachtversion scheidet damit aus.

Oder beide sind in die Tat verwickelt und haben sich abgesprochen.


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Der Mordfall Weimar

21.10.2017 um 16:41
Das ist ein falscher Rückschluss, @lloi22

MW bat RW morgens, sich um die kaputte Scheibe zu kümmern. Ihr sei ein LKW entgegen gekommen, der einen Stein hoch geschleudert und dabei die Windschutzscheibe beschädigt hätte.
(Vgl. 1. Prozess)

Das hat weder etwas mit der Nachtversion noch mit einer Absprache zu tun. MW hat schlichtweg eine Erklärung zur kaputten Scheibe geliefert, die RW - mindestens in den ersten Verhören - anscheinend auch geglaubt hat.


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lloi22
ehemaliges Mitglied

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Der Mordfall Weimar

21.10.2017 um 16:46
@Zitronella
Ich will darauf hinaus, dass in der Nachtverseion angegeben wurde, RW sei nochmal losgefahren um die Kinder abzulegen. Da hätte er ja die Beschädigung schon sehen müssen.

Und dass die Beschädigung bei RWs Ablage der Kinder zustande kam ist ja somit auch ausgeschlossen.


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Der Mordfall Weimar

21.10.2017 um 17:26
Ob man sie hätte sehen können, halte ich für fraglich. Zumindest Kevin Pratt gibt an, er habe sie nicht wahrgenommen.

Die Nachtversion schließe ich aufgrund der Mageninhalte aus. Ob und wiefern die Zeugen, die beide Kinder morgens noch gesehen haben wollen, kann ich nicht abschließend beurteilen. Allerdings gibt es ein Paar, welches nur an dem besagten Tag da war. Diese Art der Erinnerung ist für mich schon glaubwürdiger, als beispielsweise die Oma, die sie jeden Tag gesehen hat.


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Der Mordfall Weimar

23.10.2017 um 19:44
Ja, die Windschutzscheibe....

Das Gericht hat völlig Recht, wenn es den Schluss zieht, dass die kaputte Windschutzscheibe unmittelbar mit dem Tathergang in Verbindung steht. Wäre der Schaden wirklich von aussen entstanden, hätte man dies MW nicht als Mordindiz anlasten können. Es ist aber nun mal nachgewiesen, dass die Scheibe mit einem Stoß vom Inneren des Fahrzeugs zu Bruch kam. Warum erzählt dann MW die Story mit dem Stein von einem Lastwagen? Und die nicht nur ihrem damaligen Mann, sondern auch ihrer Schwester Brigitte.... und Kevin Pratt erzählte sie, die Sache mit dem LKW und Stein sei passiert, als ihr Mann das Auto fuhr......Als nachgewiesen wurde, dass das nicht stimmen kann, kam die Story mit Kevin beim nächtlichen Liebesspiel. Als auch das nachweislich nicht passte, kam dann Version Nr. 4: sie weiss nicht, wie die Scheibe zu Bruch kam..... Und dies ist dann die Version, die sie (kurz nebenbei) in ihrem Buch erzählt, und ist, wie so vieles andere in dem Buch, einfach nicht glaubhaft.

Richter Gehrke (Frankfurt) sagte einmal in einem TV-Interview: 'MW war die beste Zeugin gegen sich selbst.' Da muss ich ihm uneingeschränkt Recht geben.


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Der Mordfall Weimar

23.10.2017 um 22:11
juergen61 schrieb:Warum erzählt dann MW die Story mit dem Stein von einem Lastwagen?
Vielleicht weil tatsächlich ein von einem LKW hochgeschleuderter Stein gegen die Windschutzscheibe geschleudert wurde? Sie kann doch wirklich geglaubt haben, dass dadurch der Schaden entstanden ist.


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