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Der Mordfall Weimar

5.710 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Doppelmord, Kindermord ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Mordfall Weimar

Der Mordfall Weimar

30.06.2026 um 18:38
Pratt hat Monika sehr unter Druck gesetzt - er wollte von Monika einen Beleg sehen, dass die Scheidung läuft.
Pratt »stimmt dem zu«, er habe alle Papiere fertig, aber »ich würde sie so lange nicht unterzeichnen lassen, bis ich etwas von ihr hätte, das mir bewies, daß sie ihre Scheidungspapiere eingereicht hätte«.
Zitat von Ripley_7Ripley_7 schrieb:Sie hätte bei einer Scheidung auf das Sorgerecht verzichten und so die Kinder 'los' werden und gehen können. Sie hatte bleiben können. Sie war nicht unattraktiv, 28 Jahre alt, sie hatte gute Chancen auf eine neue Beziehnung. Sie hätten sich das Sorgerecht teilen können. Sie hätte um das Sorgerecht kämpfen können. Ihr gehörte die halbe Wohnung und das Mehrfamilienhaus quasi ihrer Familie. Von all diesen Wegen soll sie den krassesten, abwegigsten gewählt haben.
Monika fühlte sich aber als unattraktives Hascherl.
Pratt war schon ihre große Liebe, zumindest hat sie ihn dazu stilisiert.
Ehrlich waren beide nicht zueinander....er wußte, dass er im Nov in die USA zurück muss. Und sie schmiedete gemeinsame Pläne, wollte eine Wohnung für sich, die Kinder und Pratt. Pratt dachte ja bereits, dass sie und Reinhold getrennt leben.
Ihre Scheidung vorangetrieben hat sie nicht.
Das waren alles sehr unklare Verhältnisse.
Reinhard Weimar jedoch widersprach weiterhin strikt einer Scheidung und ' -
f" " bestand für ihren Fall auf dem Sorgerecht, zumindest aber auf demjenigen
. - für Karola. Hiermit wiederum war die Angeklagte nicht einverstanden. Um
' seine Erfolgsaussichten hinsichtlich des Sorgerechts zu erhöhen, versuchte
Weimar‚_über ein Ehevermittlungsinstitut Kontakt zu einer anderen Frau zu
knüpfen, was jedoch letztendlich fehlschlug. Da er auch auf Monika Böttchers Forderung, er solle aus der ehelichen Wohnung ausziehen, wenigstens aber in die Mansarde unter das Dach ziehen, nicht einging, begann
. sie, sich nach einer Wohnung in Bad Hersfeld umzusehen, um dort mit
Pratt und ihren Kindern zusammenzuleben.
Über die Frage der Finanzierung eines solchen Vorhabens (sie selbst verdiente 870 bis 980 DM netto
l im Monat, Pratt - ohne Abzug seiner Unterhaltsverpflichtungen - etwa 2.000
DM netto) hatte sie sich ebensowenig Gedanken gemacht wie über die
Frage, wer dann künftig, 25 km von ihrem bisherigen Wohnort entfernt,
l während der Nachtdienste auf die Kinder achten solle. Pratt hätte dies nicht
tun können, da er als ohne Ehefrau in der Bundesrepublik stationierter Soldat verpflichtet war, nachts in der Kaserne zu schlafen.
Auch hinsichtlich der von Pratt geforderten Scheidung unternahm Monika
Böttcher, obwohl sie ihm dies versprochen hatte, keine konkreten Schritte.

Ab etwa Juni 1986 vertröstete sie ihn von Woche zu Woche und erklärte
schließlich, sie wolle vor dem Gang zum Rechtsanwalt noch Melanies Einschulung, die für August 1986 vorgesehen war, abwarten. Zugleich hatte
sie Pratt, dessen Dienstzeitende in Deutschland (wie sie wußte) für November 1986 vorgesehen war, klargemacht, daß eine Übersiedlung in die
USA für sie vor dem Ende der Schulausbildung der Kinder nicht in Betracht
‘komme. Pratt seinerseits hatte ihr vorgespiegelt, einen Antrag auf Verlän-
gerung seiner Dienstzeit in Deutschland um ein Jahr gestellt zu haben
; Ende 1987 müsse er dann kurz in die USA zurück, um die Formalitäten seiner
Entlassung zu regeln, und werde dann als Zivilangestellter der Armee wieder nach Deutschland zurückkehren. Tatsächlich aber hatte Pratt (wie er
selbst später einräumte) im Juni 1986 erfahren, daß seine Rückverlegung
in die USA bereits fest für den 24.11.1986 angeordnet war und das Stellen
eines Dienstzeitverlängerungsantrags daher aussichtslos war, woraufhin er
hiervon Abstand genommen hatte.
Quelle: Urteil Frankfurt, Seite 9-10
Als Kevin Pratt und Monika Weimar sich in der Nacht zum Montag, dem 4. August 1986, trennen, der Nacht vor dem Tag, von dem an die Kinder Karola und Melanie gesucht werden, bis man sie ermordet findet, weiß er noch immer nicht, daß Reinhard Weimar nicht »woanders« wohnt. »Nein, ich fand am nächsten Tag heraus, daß Reinhard da noch wohnte ... Ich fand das einen Tag später heraus, nachdem die Kinder verschwunden waren.«
Quelle: https://www.spiegel.de/politik/sie-war-nicht-ehrlich-zu-mir-a-310e0139-0002-0001-0000-000008649347
Zitat von quaerere1quaerere1 schrieb:eshalb träumte sie ja das der Pratt verlängert und sie sich in Bad Hersfeld erstmal ne Wohnung nehmen und da dann einen auf Mutter , Vater und Kind machen. Pratt hat ihr aber klar gemacht das er das so nicht würde machen wollen
Noch nicht mal das - er hat ihr ja vorgegaukelt, das er seinen Deutschlandaufenthalt verlängern könne und wolle.
Und da drängt er darauf, dass sie nach der Scheidung in die USA kommt.
Am Abend vor der Tat hatte es gerumpelt zwischen Monika und Pratt:
Am Sonntag nachmittag geht man mit den Kindern zum Baden. »Wir versuchten, es die Kinder nicht merken zu lassen. Aber zwischen uns herrschte eine gewisse Spannung. Es gab eine gewisse Distanz wegen all der Dinge, die sich ereignet hatten.« Die Nacht zum Montag ist man zusammen. Monika soll nach ihrer Scheidung mit den Kindern in die Staaten kommen. Sie spricht von Sprachbarrieren. Er erklärt ihr, daß es drüben Sprachprogramme für bilinguale Klassen gibt, überall wo Militärstützpunkte sind.
Quelle: https://www.spiegel.de/politik/sie-war-nicht-ehrlich-zu-mir-a-310e0139-0002-0001-0000-000008649347

Wenn man Pratt glaubt, hat er, nachdem Monika ihm die Nachtversion erzählt hat, mit Monika gebrochen (Telefonate gab es aber noch),
Als Kevin Pratt von der »Nachtversion« hört von Monika, davon, daß sie nach der Rückkehr in der Nacht zum Montag die Kinder tot vorfand, sich zu ihrem Mann ins Bett legte und nicht anders reagierte aus Angst vor ihrem Mann, bricht Kevin Pratt mit ihr. »An diesem Punkt, wissen Sie, an diesem Punkt habe ich ihr gesagt, wenn du wußtest, daß die Kinder tot waren, und du hast der Polizei nichts gesagt, dann will ich nichts mehr mit dir zu tun haben. Denn wenn du das tun konntest und wir hätten meine Kinder, was würde dann eines Tages mit ihnen geschehen?«
Quelle: https://www.spiegel.de/politik/sie-war-nicht-ehrlich-zu-mir-a-310e0139-0002-0001-0000-000008649347
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb am 26.06.2026:Obwohl, mit Betonung auf obwohl, MB die Möglichkeit gehabt hätte, ihre Kinder mit dem Einsatz von Medikamenten zu sedieren oder zu töten, scheinen Medikamente nicht zum Einsatz gekommen zu sein. MB hätte sich und den Kindern die Taten, den Tod erleichtern können, was wohl nicht stattfand.
Mmm. Monika selbst hat Pratt gg Medikamente erwähnt:

Taschentuch mit Äther vor Nase und Mund, und dann, wenn kurz betäubt ersticken oder erdrosseln.....das würde ich als "sanfte" Tötung durchgehen lassen.
Eine Äußerung von Pratt zu der Zeit zwischen dem Auffinden der toten Kinder und seiner Abreise bleibt haften: »Sie hat mir gesagt, daß, wer auch immer es war, der die Kinder umgebracht habe, er ihre Arzneimitteltasche gebraucht habe ... Sie sagte, wer auch immer die Kinder auf dem Gewissen habe, hätte etwas aus ihrer Arzneimitteltasche zu Hause genommen, um die Kinder zu töten oder zu betäuben. Etwas wie Äther, um sie zu betäuben, bevor sie dann umgebracht wurden. Und sie sagte, daß es nur einen Menschen außer ihr gegeben habe, der Zugang dazu hatte, und das war Reinhard.«
Quelle:
https://www.spiegel.de/politik/sie-war-nicht-ehrlich-zu-mir-a-310e0139-0002-0001-0000-000008649347

Äther ist tatsächlich nicht gut nachweisbar, und hier lagen die Leichen ein paar Tage bei warmen Augustwetter.. ...
Interessant, dass sie von 'ihrer Arzneimitteltasche' spricht. Vermutlich waren es die Benzos und Neuroleptika, die sie von ihrer Arbeitsstelle mitgehen liess.
Äther wurde in den 80ern nicht mehr als Narkosemittel eingesetzt. Ich weiss nicht, ob man es zum Reinigen oder für andere Zwecke in der Klinik noch vorrätig hatte.


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Der Mordfall Weimar

30.06.2026 um 18:52
Es gibt einen sehr hörenswerten Podcast von der Fuldaer Zeitung von 2024 - deshalb hörenswert, weil der Richter des ersten Prozesses sowie Strate einen hohen Redeanteil haben. Und die beiden Hosts stellen gute Fragen.
Der Fall Weimar war ein Justizdrama, ein Ringen um Wahrheit. Dieses Verbrechen hat etwas Unfassbares an sich: Eine Mutter soll ihre beiden Töchter getötet haben. Dafür war Monika Weimar 15 Jahre im Gefängnis. Doch bis heute sind Zweifel geblieben. Sie bestreitet die Tat. Und auch ihr Anwalt Gerhard Strate ist von ihrer Unschuld überzeugt.
FZ-Redakteurin Sabrina Mehler und Tatort-Osthessen-Autorin Daniela Petersen haben mit ihm gesprochen. Aber nicht nur mit ihm: Auch der damalige Richter Peter Krisch war im Podcast-Studio. Er war einer der Richter, die Monika Weimar im ersten Prozess in Fulda verurteilt haben. Warum der Fall in der nächsten Zeit nochmal Thema sein könnte und was ein Sexualstraftäter aus den USA damit zu tun hat, das und mehr hört ihr im Podcast „Mord zum Sonntag“.
Quelle:http://podtail.nl/podcast/mord-zum-sonntag/folge-01-der-fall-weimar/


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Der Mordfall Weimar

30.06.2026 um 19:01
Zitat von Ripley_7Ripley_7 schrieb:MB war kein Teenager mehr, er war nicht ihre erste Affaire. Sie war verliebt, ja, wusste aber dass solche Dinge nunmal auch schnell auseinandergehen können. Sie wusste auch dass er an anderen Frauen interessiert war. Verliebte träumen sich eine gemeinsame Zukunft, aber dass eine Beziehung mit einem US-Soldaten nicht die grosse weite bunte Welt bedeutet, sah sie an der kriselnden Ehe ihrer Schwester.
In den Wochen nach der Tat hat sie zig Mal mit Pratt telefoniert. Und hier ging es nicht um Beistand und Trost (das wäre ja auch denkbar, dies von einem neuen Partner zu erfahren) angesichts der Kinder, die sie verloren hat, sondern darum, die Beziehung mit Pratt aufrechtzuerhalren.
Bis zu einem: " ich will ein Kind von Dir"
Rechtsanwalt Bernd Schneider, der im Prozeß ihren Ex-Mann als Nebenkläger vertritt, stellte vier Beweisanträge. 39 Telefongespräche, die Monika Weimar nach dem Tod der Kinder mit ihrem amerikanischen Geliebten Kevin Pratt führte, sollen verlesen werden. Ebenso die Telefonate von Reinhard Weimar, die er aus dem Haus seines Bruders tätigte. Auf richterlichen Beschluß hörten Polizisten damals, vor zehn Jahren, alle Gespräche mit.
In einem der letzten Telefonate soll Monika Weimar ihren Geliebten Kevin Pratt angefleht haben: „Ich muß dich unbedingt sehen. Ich wünsche mir sehnlichst, von dir schwanger zu sein.“
In allen Telefongesprächen, so Anwalt Schneider zu FOCUS, sprach die Mutter kein einziges Mal über ihre toten Kinder: „Im Gegensatz zum Vater. Er weinte und trauerte um sie.“

In den Beweisanträgen heißt es: „Die Aktivitäten der Angeklagten waren ausschließlich darauf gerichtet, den physischen und psychischen Kontakt mit Kevin Pratt herzustellen. Die Angeklagte flehte in jedem der 39 Gespräche Kevin Pratt an, sich trotz aller widrigen Umstände mit ihr zu treffen. Ziel der Treffen war hierbei nicht Trost im Zusammenhang mit dem Tod ihrer Kinder, sondern die Aufrechterhaltung der Liebesbeziehung zu Kevin Pratt.“
Quelle:
https://www.focus.de/politik/deutschland/sexuell-abhaengig-mordfall-weimar_id_1866399.html

Und Pratt erinnert sich wohl falsch, an sein 'Brechen mit Monika' nachdem sie ihm die Nachtversion erzählt hat - Sex gab es noch bis Mitte Oktober, im Ehebett (zumindest in der Wohnung) der Weimars....
Und einen neuen Reisepaß für die USA hatte sie auch schon beantragt - dass sieht doch nach Zelte abbrechen und Neuanfang aus.
Monika Böttcher traf sich ungeachtet des Todes der Kinder weiterhin reA gelmäßig mit Pratt. ln der Zeit von Mitte August bis Mitte Oktober 1986 übernachtete Pratt - wie Frau Böttcher im Rahmen der Exploration gegen-
‘ über dem Sachverständigen Prof. Drs. Schumacher angab — mindestens
i zehnmal in der Wohnung Weimar, wobei es regelmäßig zum Geschlechtsl
‚ verkehr kam. Nach der Beerdigung der Kinder sprach sie mit ihm auch darüber, daß sie sich nun vorstellen könne, mit ihm in die USA zu gehen. Die
Angeklagte hatte, nachdem ihr alter Paß seit längerem abgelaufen war,
bereits am 19.6.1986 einen neuen Paß beantragt, der ihr am 27.6.1986
_ ausgehändigt worden war.
Quelle: Urteil Frankfurt Seite 31


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Der Mordfall Weimar

30.06.2026 um 20:06
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:
Nach der Beerdigung der Kinder sprach sie mit ihm auch darüber, daß sie sich nun vorstellen könne, mit ihm in die USA zu gehen. Die
Angeklagte hatte, nachdem ihr alter Paß seit längerem abgelaufen war,
bereits am 19.6.1986 einen neuen Paß beantragt, der ihr am 27.6.1986
_ ausgehändigt worden war.
Quelle: Urteil Frankfurt Seite 31
Auch äusserst interessant. Nach der Beerdigung der Kinder konnte sie sich aufeinmal vorstellen mit ihm in die Staaten zugehen.
Da muß ich an den Spruch " Nachtigall ick hör dir trapsen" denken.
Klar und sie war ja eine so liebende Mutter....


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Der Mordfall Weimar

01.07.2026 um 11:26
@Ripley_7
Selbst wenn man das Motiv „ sie wollte für Kevin Pratt frei sein“ mal außer Acht lässt, dann ist Monika Weimar ja nicht unschuldig im Gefängnis gewesen. Ihre ständig neuen Versionen, immer der aktuellen Ermittlungslage angepasst, sprechen doch deswegen nicht für ihre Unschuld.

Es gibt so unglaublich viele Indizien, die gegen Sie sprechen und die auch hier im Forum zu finden sind, die lösen sich doch nicht in Luft auf.

Auch wenn sie auf mich immer etwas verhuscht und naiv wirkte oder wirken wollte, ich weiß es nicht, so hat sie doch viel Aufwand betrieben, immer wieder neue Asse aus dem Ärmel zu ziehen und sich selbst in ein besseres Licht zu rücken, siehe die Briefeschreiberei.


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Der Mordfall Weimar

01.07.2026 um 13:40
Zitat von quaerere1quaerere1 schrieb:Nachdem sie hört das war ja wohl an diesem Wochenende , das er dem jungen Mädchen das jung und ungebunden war , auch den Vorschlag machte mit ihm in die Staaten zugehen, wusste sie was Sache war.Und sie wollte raus aus dem Kleinstadtmiefund aus ihrem armseligen und unglücklichen Leben aus ihrer Sicht. Das nenn ich Motiv genug
Eben WEIL er mit anderen herummachte, anderen die selben Versprechungen machte, wusste sie das er es nicht ernst meinte. Für so jemanden bringt man nicht seine Kinder um. Das ist kein Motiv, dass ist das Gegenteil davon.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Ehrlich waren beide nicht zueinander....er wußte, dass er im Nov in die USA zurück muss. Und sie schmiedete gemeinsame Pläne, wollte eine Wohnung für sich, die Kinder und Pratt. Pratt dachte ja bereits, dass sie und Reinhold getrennt leben.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Pratt hat Monika sehr unter Druck gesetzt - er wollte von Monika einen Beleg sehen, dass die Scheidung läuft.
Richtig, sie waren beide nicht ehrlich zueinaner. Wenn man jemanden über seinen Beziehungsstatus anlügt, kommt unwillkürlich in einem die Frage auf, ob der andere vielleicht auch nicht ganz die Wahrheit sagt. MB hat sicherlich von den ständigen Streitereien berichtet, die Kinder (sie haben zusammen einen Tag vor der Mord einen Badeausflug gemacht) werden sich auch mal verplappert haben - ihm schwante vermutlich, dass die beiden noch zusammen lebten.
In der US-Army sind Beziehungen mit verheirateten Einheimischen nicht gern gesehen. Das gilt als Ehebruch und kann disziplinarische Massnahmen nach sich ziehen. Das war mit ein Aspekt warum er ihre Scheidung wollte. Seltsam wenn man bedenkt dass er auch noch verheiratet war, aber US-Amerikaner haben manchmal verdrehte Moralvorstellungen.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:In den Wochen nach der Tat hat sie zig Mal mit Pratt telefoniert. Und hier ging es nicht um Beistand und Trost
Was MB als 'Beistand und Trost' empfand und dass die Gespräche keine waren ist deine Spekulation und Auslegung.
Trauernde verhalten sich für Aussenstehende oft nicht nachvollziehbar, es gibt auch Menschen die zu einem impulsiven oder gar exzessiven Lebensstil wechseln, Flucht und Veränderung suchen. Das ist nicht neu, darüber gibts Studien in der Trauerforschung und dahinter stehen verschiedene psychologische Mechanismen.
KV war im Grunde ein recht anständiger Kerl, er blieb dann bei ihr obwohl er vor der Situation und dem Medienrummel vielleicht lieber weggelaufen wäre. Zwei Menschen die sich notgedrungen aneinanderklammerten.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Interessant, dass sie von 'ihrer Arzneimitteltasche' spricht. Vermutlich waren es die Benzos und Neuroleptika, die sie von ihrer Arbeitsstelle mitgehen liess. Äther wurde in den 80ern nicht mehr als Narkosemittel eingesetzt. Ich weiss nicht, ob man es zum Reinigen oder für andere Zwecke in der Klinik noch vorrätig hatte.
Naja, eine Reise-/Hausapotheke halt. Ein Täschchen in dem man die wichtigsten Dinge griffbereit hat, besonders wenn man Kinder hat. Pflaster, Verbandszeug, was zum Desinfizieren, Aspirin, Ibu, Magen-Darm-Tabletten, Wundsalbe, etc. Dort Benzos oder gar nicht mehr gebräuchliches, hochentzündliches Äther bunkern?
In den 60ern und 70ern war der Umgang mit Benzos, Valium, etc. noch eher lax, aber in den 80ern war man sich der Gefählichkeit voll bewusst. Die waren verschlossen, Vergabe wurde auch damals schon Dokumentiert, die lagen nicht irgendwo rum und man konnte sie Blister- oder gar Packungsweise mit nach Hause nehmen. Zumal MB 'nur' eine Hilfskraft, Pfleghelferin war und keine Pflegefachfrau/Krankenpflegerin.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Monika fühlte sich aber als unattraktives Hascherl.
Sie mag als junge Frau nicht sehr selbstbewusst gewesen sein, aber seit sie wieder berufstätig war und sich ihres Äusseren bewusst wurde, hat sich das sicherlich geändert. Ich kenne übrigens keine Frau die sich als 'Hascherl' sieht oder fühlt. Diese recht eingeschränkte, eindimensionle Sicht auf MB spiegelt sich auch bei dem von dir zitierten Focus-Artikel ("Sexuell abhängig") bei dem Nebenkläger-Anwalt wieder.
Quelle:


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Der Mordfall Weimar

01.07.2026 um 16:30
@Ripley_7
Zitat von Ripley_7Ripley_7 schrieb:Eben WEIL er mit anderen herummachte, anderen die selben Versprechungen machte, wusste sie das er es nicht ernst meinte. Für so jemanden bringt man nicht seine Kinder um. Das ist kein Motiv, dass ist das Gegenteil davon.
neeee du. Warum hat sie denn nach der Beerdigung der KINDER gesagt das sie sich jetzt vorstellen kann mit ihm zu gehen? Und warum wollte sie unbedingt ein Kind von ihm? und warum reichte sie auf einmal die Scheidung ein? Nee du das kannst du vergessen , sie wollte den nicht verlieren .


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Der Mordfall Weimar

01.07.2026 um 19:23
Zitat von Ripley_7Ripley_7 schrieb:
Zitat von quaerere1quaerere1 schrieb:Nachdem sie hört das war ja wohl an diesem Wochenende , das er dem jungen Mädchen das jung und ungebunden war , auch den Vorschlag machte mit ihm in die Staaten zugehen, wusste sie was Sache war.Und sie wollte raus aus dem Kleinstadtmiefund aus ihrem armseligen und unglücklichen Leben aus ihrer Sicht. Das nenn ich Motiv genug
Eben WEIL er mit anderen herummachte, anderen die selben Versprechungen machte, wusste sie das er es nicht ernst meinte. Für so jemanden bringt man nicht seine Kinder um. Das ist kein Motiv, dass ist das Gegenteil davon.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Ehrlich waren beide nicht zueinander....er wußte, dass er im Nov in die USA zurück muss. Und sie schmiedete gemeinsame Pläne, wollte eine Wohnung für sich, die Kinder und Pratt. Pratt dachte ja bereits, dass sie und Reinhold getrennt leben.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Pratt hat Monika sehr unter Druck gesetzt - er wollte von Monika einen Beleg sehen, dass die Scheidung läuft.
Richtig, sie waren beide nicht ehrlich zueinaner. Wenn man jemanden über seinen Beziehungsstatus anlügt, kommt unwillkürlich in einem die Frage auf, ob der andere vielleicht auch nicht ganz die Wahrheit sagt. MB hat sicherlich von den ständigen Streitereien berichtet, die Kinder (sie haben zusammen einen Tag vor der Mord einen Badeausflug gemacht) werden sich auch mal verplappert haben - ihm schwante vermutlich, dass die beiden noch zusammen lebten.
In der US-Army sind Beziehungen mit verheirateten Einheimischen nicht gern gesehen. Das gilt als Ehebruch und kann disziplinarische Massnahmen nach sich ziehen. Das war mit ein Aspekt warum er ihre Scheidung wollte. Seltsam wenn man bedenkt dass er auch noch verheiratet war, aber US-Amerikaner haben manchmal verdrehte Moralvorstellungen.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:In den Wochen nach der Tat hat sie zig Mal mit Pratt telefoniert. Und hier ging es nicht um Beistand und Trost
Was MB als 'Beistand und Trost' empfand und dass die Gespräche keine waren ist deine Spekulation und Auslegung.
Trauernde verhalten sich für Aussenstehende oft nicht nachvollziehbar, es gibt auch Menschen die zu einem impulsiven oder gar exzessiven Lebensstil wechseln, Flucht und Veränderung suchen. Das ist nicht neu, darüber gibts Studien in der Trauerforschung und dahinter stehen verschiedene psychologische Mechanismen.
KV war im Grunde ein recht anständiger Kerl, er blieb dann bei ihr obwohl er vor der Situation und dem Medienrummel vielleicht lieber weggelaufen wäre. Zwei Menschen die sich notgedrungen aneinanderklammerten.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Interessant, dass sie von 'ihrer Arzneimitteltasche' spricht. Vermutlich waren es die Benzos und Neuroleptika, die sie von ihrer Arbeitsstelle mitgehen liess. Äther wurde in den 80ern nicht mehr als Narkosemittel eingesetzt. Ich weiss nicht, ob man es zum Reinigen oder für andere Zwecke in der Klinik noch vorrätig hatte.
Naja, eine Reise-/Hausapotheke halt. Ein Täschchen in dem man die wichtigsten Dinge griffbereit hat, besonders wenn man Kinder hat. Pflaster, Verbandszeug, was zum Desinfizieren, Aspirin, Ibu, Magen-Darm-Tabletten, Wundsalbe, etc. Dort Benzos oder gar nicht mehr gebräuchliches, hochentzündliches Äther bunkern?
In den 60ern und 70ern war der Umgang mit Benzos, Valium, etc. noch eher lax, aber in den 80ern war man sich der Gefählichkeit voll bewusst. Die waren verschlossen, Vergabe wurde auch damals schon Dokumentiert, die lagen nicht irgendwo rum und man konnte sie Blister- oder gar Packungsweise mit nach Hause nehmen. Zumal MB 'nur' eine Hilfskraft, Pfleghelferin war und keine Pflegefachfrau/Krankenpflegerin.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Monika fühlte sich aber als unattraktives Hascherl.
Sie mag als junge Frau nicht sehr selbstbewusst gewesen sein, aber seit sie wieder berufstätig war und sich ihres Äusseren bewusst wurde, hat sich das sicherlich geändert. Ich kenne übrigens keine Frau die sich als 'Hascherl' sieht oder fühlt. Diese recht eingeschränkte, eindimensionle Sicht auf MB spiegelt sich auch bei dem von dir zitierten Focus-Artikel ("Sexuell abhängig") bei dem Nebenkläger-Anwalt wieder.
Quelle:
Jetzt hast du allerdings sehr selektiv geantwortet und viele gegen dein Narrativ sprechende Fakten (von MW geäußerter Kinderwunsch mit KP, geäußerte Bereitschaft mit ihm in die USA zu gehen nach Beerdigung etc) einfach ignoriert...


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Der Mordfall Weimar

03.07.2026 um 07:53
Zitat von RitterTrenkRitterTrenk schrieb:
Zitat von Ripley_7Ripley_7 schrieb:
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb: Und sie schmiedete gemeinsame Pläne, wollte eine Wohnung für sich, die Kinder und Pratt. Pratt dachte ja bereits, dass sie und Reinhold getrennt leben.
Du beziehst Dich vermutlich auf den Spiegelbericht. In einem frühen Stadium der Ermittlungen hat Kevin Pratt ausgesagt, ihm sei bekannt gewesen, dass sie noch verheiratet ist. Hat er bei dieser Aussage demnach nicht die Wahrheit gesagt?
Am 9. August 1986 sagte Kevin Pratt unter anderem aus.
Die Familienverhältnisse waren mir schon bekannt, bevor ich mit Monika regelmäßig traf. [...] Sie hat mir gesagt, dass sie sich von ihrem Mann scheiden lassen will. Das Verhältnis sei schon seit langem schlecht.
Quelle: "Mordakte Weimar", von Petra Cichos (S.25)

Wenn man im Buch von Frau Cichos die Aussageprotokolle Petra Hs. liest, bekomme ich eher den Eindruck, dass sie ihm zwar nicht abgeneigtwa auch auf beiden Seiten eine Anziehung bestand, dass er sich ihrem Eindruck nach aber nicht wirklich von Monika gelöst hätte. Sie hätte ihm mehrfach gesagt, dass eine Beziehung für sie nur infrage käme, wenn er einen klaren Schlusstrich zieht.
Ich möchte noch zusätzlich zusätzlich sagen, dass ich Kevin klar gemacht habe, dass er zunächst einmal sein Verhältnis zu Monika klären müsse. Ich habe ihm auch klar gemacht, dass es zu einer engeren Beziehung zwischen uns nur dann kommen kann, wenn er die Beziehung zu der Monika beendet
Quelle: "Monika Weimar", von Petra Cichos (S. 148)


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Der Mordfall Weimar

03.07.2026 um 14:28
Fiel mir beim Urteillesen auf - das man dann rechts anfährt und sich erst mal fassen muss - ja, aber doch nur, um ein paar mal durchzuatmen, nicht ueber 'eine ganze Weile':
Auf der Rückfahrt sei
von einem sie überholenden Lkw ein Stein in ihre Windschutzscheibe gefallen. Durch den Schlag habe sie zunächst einen Schock bekommen und
ihren Wagen angehalten. Eine ganze Weile habe sie dann da gestanden,
wie lange könne sie nicht sagen.
Quelle: Urteil S33
Zitat von WMWM schrieb:Kevin Pratt ausgesagt, ihm sei bekannt gewesen, dass sie noch verheiratet ist. Hat er bei dieser Aussage demnach nicht die Wahrheit gesagt?
Noch verheiratet sein ist ja oft das Uebergangsstadium bis zur Scheidung, wenn man aber schon getrennt lebt.
Aber Monika und ihr Mann teilten noch das Ehebett, und lebten in einer Wohnung.
R haette sich wohl erst dann Scheiden lassen, wenn er eine neue Frau (Vermittlung lief ja) gefunden haette.
Zitat von Ripley_7Ripley_7 schrieb:Sie mag als junge Frau nicht sehr selbstbewusst gewesen sein, aber seit sie wieder berufstätig war und sich ihres Äusseren bewusst wurde, hat sich das sicherlich geändert. Ich kenne übrigens keine Frau die sich als 'Hascherl' sieht oder fühlt. Diese recht eingeschränkte, eindimensionle Sicht auf MB spiegelt sich auch bei dem von dir zitierten Focus-Artikel ("Sexuell abhängig") bei dem Nebenkläger-Anwalt wieder.
Naja, durch ihren Beruf war sie nicht in der Lage, fuer sich und fuer 1-2Kinder zu sorgen. Da musste schon ein Mann her.
'Sexuell abhängig' wuerde man heute sicherlich nicht mehr sagen, aber sie war schon sehr beeindruckt von Pratts sexuellen Fähigkeiten - die überwiegend im Auto neben der Teeranlage (!) stattfanden - was ja auch irgendwie traurig ist.
Und sicher, Monika fehlte sich nicht so attraktiv. Und da gab es ja noch mehr Frauen, mit denen Platt 'herum-machte'. Dazu jüngere...ungebundene.


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