Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Der Mordfall Weimar

5.704 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Doppelmord, Kindermord ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Mordfall Weimar

Der Mordfall Weimar

gestern um 18:38
Pratt hat Monika sehr unter Druck gesetzt - er wollte von Monika einen Beleg sehen, dass die Scheidung läuft.
Pratt »stimmt dem zu«, er habe alle Papiere fertig, aber »ich würde sie so lange nicht unterzeichnen lassen, bis ich etwas von ihr hätte, das mir bewies, daß sie ihre Scheidungspapiere eingereicht hätte«.
Zitat von Ripley_7Ripley_7 schrieb:Sie hätte bei einer Scheidung auf das Sorgerecht verzichten und so die Kinder 'los' werden und gehen können. Sie hatte bleiben können. Sie war nicht unattraktiv, 28 Jahre alt, sie hatte gute Chancen auf eine neue Beziehnung. Sie hätten sich das Sorgerecht teilen können. Sie hätte um das Sorgerecht kämpfen können. Ihr gehörte die halbe Wohnung und das Mehrfamilienhaus quasi ihrer Familie. Von all diesen Wegen soll sie den krassesten, abwegigsten gewählt haben.
Monika fühlte sich aber als unattraktives Hascherl.
Pratt war schon ihre große Liebe, zumindest hat sie ihn dazu stilisiert.
Ehrlich waren beide nicht zueinander....er wußte, dass er im Nov in die USA zurück muss. Und sie schmiedete gemeinsame Pläne, wollte eine Wohnung für sich, die Kinder und Pratt. Pratt dachte ja bereits, dass sie und Reinhold getrennt leben.
Ihre Scheidung vorangetrieben hat sie nicht.
Das waren alles sehr unklare Verhältnisse.
Reinhard Weimar jedoch widersprach weiterhin strikt einer Scheidung und ' -
f" " bestand für ihren Fall auf dem Sorgerecht, zumindest aber auf demjenigen
. - für Karola. Hiermit wiederum war die Angeklagte nicht einverstanden. Um
' seine Erfolgsaussichten hinsichtlich des Sorgerechts zu erhöhen, versuchte
Weimar‚_über ein Ehevermittlungsinstitut Kontakt zu einer anderen Frau zu
knüpfen, was jedoch letztendlich fehlschlug. Da er auch auf Monika Böttchers Forderung, er solle aus der ehelichen Wohnung ausziehen, wenigstens aber in die Mansarde unter das Dach ziehen, nicht einging, begann
. sie, sich nach einer Wohnung in Bad Hersfeld umzusehen, um dort mit
Pratt und ihren Kindern zusammenzuleben.
Über die Frage der Finanzierung eines solchen Vorhabens (sie selbst verdiente 870 bis 980 DM netto
l im Monat, Pratt - ohne Abzug seiner Unterhaltsverpflichtungen - etwa 2.000
DM netto) hatte sie sich ebensowenig Gedanken gemacht wie über die
Frage, wer dann künftig, 25 km von ihrem bisherigen Wohnort entfernt,
l während der Nachtdienste auf die Kinder achten solle. Pratt hätte dies nicht
tun können, da er als ohne Ehefrau in der Bundesrepublik stationierter Soldat verpflichtet war, nachts in der Kaserne zu schlafen.
Auch hinsichtlich der von Pratt geforderten Scheidung unternahm Monika
Böttcher, obwohl sie ihm dies versprochen hatte, keine konkreten Schritte.

Ab etwa Juni 1986 vertröstete sie ihn von Woche zu Woche und erklärte
schließlich, sie wolle vor dem Gang zum Rechtsanwalt noch Melanies Einschulung, die für August 1986 vorgesehen war, abwarten. Zugleich hatte
sie Pratt, dessen Dienstzeitende in Deutschland (wie sie wußte) für November 1986 vorgesehen war, klargemacht, daß eine Übersiedlung in die
USA für sie vor dem Ende der Schulausbildung der Kinder nicht in Betracht
‘komme. Pratt seinerseits hatte ihr vorgespiegelt, einen Antrag auf Verlän-
gerung seiner Dienstzeit in Deutschland um ein Jahr gestellt zu haben
; Ende 1987 müsse er dann kurz in die USA zurück, um die Formalitäten seiner
Entlassung zu regeln, und werde dann als Zivilangestellter der Armee wieder nach Deutschland zurückkehren. Tatsächlich aber hatte Pratt (wie er
selbst später einräumte) im Juni 1986 erfahren, daß seine Rückverlegung
in die USA bereits fest für den 24.11.1986 angeordnet war und das Stellen
eines Dienstzeitverlängerungsantrags daher aussichtslos war, woraufhin er
hiervon Abstand genommen hatte.
Quelle: Urteil Frankfurt, Seite 9-10
Als Kevin Pratt und Monika Weimar sich in der Nacht zum Montag, dem 4. August 1986, trennen, der Nacht vor dem Tag, von dem an die Kinder Karola und Melanie gesucht werden, bis man sie ermordet findet, weiß er noch immer nicht, daß Reinhard Weimar nicht »woanders« wohnt. »Nein, ich fand am nächsten Tag heraus, daß Reinhard da noch wohnte ... Ich fand das einen Tag später heraus, nachdem die Kinder verschwunden waren.«
Quelle: https://www.spiegel.de/politik/sie-war-nicht-ehrlich-zu-mir-a-310e0139-0002-0001-0000-000008649347
Zitat von quaerere1quaerere1 schrieb:eshalb träumte sie ja das der Pratt verlängert und sie sich in Bad Hersfeld erstmal ne Wohnung nehmen und da dann einen auf Mutter , Vater und Kind machen. Pratt hat ihr aber klar gemacht das er das so nicht würde machen wollen
Noch nicht mal das - er hat ihr ja vorgegaukelt, das er seinen Deutschlandaufenthalt verlängern könne und wolle.
Und da drängt er darauf, dass sie nach der Scheidung in die USA kommt.
Am Abend vor der Tat hatte es gerumpelt zwischen Monika und Pratt:
Am Sonntag nachmittag geht man mit den Kindern zum Baden. »Wir versuchten, es die Kinder nicht merken zu lassen. Aber zwischen uns herrschte eine gewisse Spannung. Es gab eine gewisse Distanz wegen all der Dinge, die sich ereignet hatten.« Die Nacht zum Montag ist man zusammen. Monika soll nach ihrer Scheidung mit den Kindern in die Staaten kommen. Sie spricht von Sprachbarrieren. Er erklärt ihr, daß es drüben Sprachprogramme für bilinguale Klassen gibt, überall wo Militärstützpunkte sind.
Quelle: https://www.spiegel.de/politik/sie-war-nicht-ehrlich-zu-mir-a-310e0139-0002-0001-0000-000008649347

Wenn man Pratt glaubt, hat er, nachdem Monika ihm die Nachtversion erzählt hat, mit Monika gebrochen (Telefonate gab es aber noch),
Als Kevin Pratt von der »Nachtversion« hört von Monika, davon, daß sie nach der Rückkehr in der Nacht zum Montag die Kinder tot vorfand, sich zu ihrem Mann ins Bett legte und nicht anders reagierte aus Angst vor ihrem Mann, bricht Kevin Pratt mit ihr. »An diesem Punkt, wissen Sie, an diesem Punkt habe ich ihr gesagt, wenn du wußtest, daß die Kinder tot waren, und du hast der Polizei nichts gesagt, dann will ich nichts mehr mit dir zu tun haben. Denn wenn du das tun konntest und wir hätten meine Kinder, was würde dann eines Tages mit ihnen geschehen?«
Quelle: https://www.spiegel.de/politik/sie-war-nicht-ehrlich-zu-mir-a-310e0139-0002-0001-0000-000008649347
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb am 26.06.2026:Obwohl, mit Betonung auf obwohl, MB die Möglichkeit gehabt hätte, ihre Kinder mit dem Einsatz von Medikamenten zu sedieren oder zu töten, scheinen Medikamente nicht zum Einsatz gekommen zu sein. MB hätte sich und den Kindern die Taten, den Tod erleichtern können, was wohl nicht stattfand.
Mmm. Monika selbst hat Pratt gg Medikamente erwähnt:

Taschentuch mit Äther vor Nase und Mund, und dann, wenn kurz betäubt ersticken oder erdrosseln.....das würde ich als "sanfte" Tötung durchgehen lassen.
Eine Äußerung von Pratt zu der Zeit zwischen dem Auffinden der toten Kinder und seiner Abreise bleibt haften: »Sie hat mir gesagt, daß, wer auch immer es war, der die Kinder umgebracht habe, er ihre Arzneimitteltasche gebraucht habe ... Sie sagte, wer auch immer die Kinder auf dem Gewissen habe, hätte etwas aus ihrer Arzneimitteltasche zu Hause genommen, um die Kinder zu töten oder zu betäuben. Etwas wie Äther, um sie zu betäuben, bevor sie dann umgebracht wurden. Und sie sagte, daß es nur einen Menschen außer ihr gegeben habe, der Zugang dazu hatte, und das war Reinhard.«
Quelle:
https://www.spiegel.de/politik/sie-war-nicht-ehrlich-zu-mir-a-310e0139-0002-0001-0000-000008649347

Äther ist tatsächlich nicht gut nachweisbar, und hier lagen die Leichen ein paar Tage bei warmen Augustwetter.. ...
Interessant, dass sie von 'ihrer Arzneimitteltasche' spricht. Vermutlich waren es die Benzos und Neuroleptika, die sie von ihrer Arbeitsstelle mitgehen liess.
Äther wurde in den 80ern nicht mehr als Narkosemittel eingesetzt. Ich weiss nicht, ob man es zum Reinigen oder für andere Zwecke in der Klinik noch vorrätig hatte.


melden

Der Mordfall Weimar

gestern um 18:52
Es gibt einen sehr hörenswerten Podcast von der Fuldaer Zeitung von 2024 - deshalb hörenswert, weil der Richter des ersten Prozesses sowie Strate einen hohen Redeanteil haben. Und die beiden Hosts stellen gute Fragen.
Der Fall Weimar war ein Justizdrama, ein Ringen um Wahrheit. Dieses Verbrechen hat etwas Unfassbares an sich: Eine Mutter soll ihre beiden Töchter getötet haben. Dafür war Monika Weimar 15 Jahre im Gefängnis. Doch bis heute sind Zweifel geblieben. Sie bestreitet die Tat. Und auch ihr Anwalt Gerhard Strate ist von ihrer Unschuld überzeugt.
FZ-Redakteurin Sabrina Mehler und Tatort-Osthessen-Autorin Daniela Petersen haben mit ihm gesprochen. Aber nicht nur mit ihm: Auch der damalige Richter Peter Krisch war im Podcast-Studio. Er war einer der Richter, die Monika Weimar im ersten Prozess in Fulda verurteilt haben. Warum der Fall in der nächsten Zeit nochmal Thema sein könnte und was ein Sexualstraftäter aus den USA damit zu tun hat, das und mehr hört ihr im Podcast „Mord zum Sonntag“.
Quelle:http://podtail.nl/podcast/mord-zum-sonntag/folge-01-der-fall-weimar/


melden

Der Mordfall Weimar

gestern um 19:01
Zitat von Ripley_7Ripley_7 schrieb:MB war kein Teenager mehr, er war nicht ihre erste Affaire. Sie war verliebt, ja, wusste aber dass solche Dinge nunmal auch schnell auseinandergehen können. Sie wusste auch dass er an anderen Frauen interessiert war. Verliebte träumen sich eine gemeinsame Zukunft, aber dass eine Beziehung mit einem US-Soldaten nicht die grosse weite bunte Welt bedeutet, sah sie an der kriselnden Ehe ihrer Schwester.
In den Wochen nach der Tat hat sie zig Mal mit Pratt telefoniert. Und hier ging es nicht um Beistand und Trost (das wäre ja auch denkbar, dies von einem neuen Partner zu erfahren) angesichts der Kinder, die sie verloren hat, sondern darum, die Beziehung mit Pratt aufrechtzuerhalren.
Bis zu einem: " ich will ein Kind von Dir"
Rechtsanwalt Bernd Schneider, der im Prozeß ihren Ex-Mann als Nebenkläger vertritt, stellte vier Beweisanträge. 39 Telefongespräche, die Monika Weimar nach dem Tod der Kinder mit ihrem amerikanischen Geliebten Kevin Pratt führte, sollen verlesen werden. Ebenso die Telefonate von Reinhard Weimar, die er aus dem Haus seines Bruders tätigte. Auf richterlichen Beschluß hörten Polizisten damals, vor zehn Jahren, alle Gespräche mit.
In einem der letzten Telefonate soll Monika Weimar ihren Geliebten Kevin Pratt angefleht haben: „Ich muß dich unbedingt sehen. Ich wünsche mir sehnlichst, von dir schwanger zu sein.“
In allen Telefongesprächen, so Anwalt Schneider zu FOCUS, sprach die Mutter kein einziges Mal über ihre toten Kinder: „Im Gegensatz zum Vater. Er weinte und trauerte um sie.“

In den Beweisanträgen heißt es: „Die Aktivitäten der Angeklagten waren ausschließlich darauf gerichtet, den physischen und psychischen Kontakt mit Kevin Pratt herzustellen. Die Angeklagte flehte in jedem der 39 Gespräche Kevin Pratt an, sich trotz aller widrigen Umstände mit ihr zu treffen. Ziel der Treffen war hierbei nicht Trost im Zusammenhang mit dem Tod ihrer Kinder, sondern die Aufrechterhaltung der Liebesbeziehung zu Kevin Pratt.“
Quelle:
https://www.focus.de/politik/deutschland/sexuell-abhaengig-mordfall-weimar_id_1866399.html

Und Pratt erinnert sich wohl falsch, an sein 'Brechen mit Monika' nachdem sie ihm die Nachtversion erzählt hat - Sex gab es noch bis Mitte Oktober, im Ehebett (zumindest in der Wohnung) der Weimars....
Und einen neuen Reisepaß für die USA hatte sie auch schon beantragt - dass sieht doch nach Zelte abbrechen und Neuanfang aus.
Monika Böttcher traf sich ungeachtet des Todes der Kinder weiterhin reA gelmäßig mit Pratt. ln der Zeit von Mitte August bis Mitte Oktober 1986 übernachtete Pratt - wie Frau Böttcher im Rahmen der Exploration gegen-
‘ über dem Sachverständigen Prof. Drs. Schumacher angab — mindestens
i zehnmal in der Wohnung Weimar, wobei es regelmäßig zum Geschlechtsl
‚ verkehr kam. Nach der Beerdigung der Kinder sprach sie mit ihm auch darüber, daß sie sich nun vorstellen könne, mit ihm in die USA zu gehen. Die
Angeklagte hatte, nachdem ihr alter Paß seit längerem abgelaufen war,
bereits am 19.6.1986 einen neuen Paß beantragt, der ihr am 27.6.1986
_ ausgehändigt worden war.
Quelle: Urteil Frankfurt Seite 31


1x zitiertmelden

Der Mordfall Weimar

gestern um 20:06
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:
Nach der Beerdigung der Kinder sprach sie mit ihm auch darüber, daß sie sich nun vorstellen könne, mit ihm in die USA zu gehen. Die
Angeklagte hatte, nachdem ihr alter Paß seit längerem abgelaufen war,
bereits am 19.6.1986 einen neuen Paß beantragt, der ihr am 27.6.1986
_ ausgehändigt worden war.
Quelle: Urteil Frankfurt Seite 31
Auch äusserst interessant. Nach der Beerdigung der Kinder konnte sie sich aufeinmal vorstellen mit ihm in die Staaten zugehen.
Da muß ich an den Spruch " Nachtigall ick hör dir trapsen" denken.
Klar und sie war ja eine so liebende Mutter....


melden

Ähnliche Diskussionen
Themen
Beiträge
Letzte Antwort
Kriminalfälle: Mordfall Jutta Hoffmann (1986 - "Waldbad Lindenfels")
Kriminalfälle, 5.177 Beiträge, am 11.07.2025 von watnu
XYungelöst am 27.09.2012, Seite: 1 2 3 4 ... 263 264 265 266
5.177
am 11.07.2025 »
von watnu
Kriminalfälle: Der Fall Mary Bell
Kriminalfälle, 246 Beiträge, am 18.05.2022 von janedoe95
laura86 am 23.12.2012, Seite: 1 2 3 4 ... 10 11 12 13
246
am 18.05.2022 »
Kriminalfälle: Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau
Kriminalfälle, 17.450 Beiträge, am 06.06.2026 von BellaNapoli
leberkashawaii am 18.04.2012, Seite: 1 2 3 4 ... 883 884 885 886
17.450
am 06.06.2026 »
Kriminalfälle: Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet
Kriminalfälle, 700 Beiträge, gestern um 23:45 von sallomaeander
Slaterator am 17.01.2026, Seite: 1 2 3 4 ... 33 34 35 36
700
gestern um 23:45 »
Kriminalfälle: Monster von Florenz
Kriminalfälle, 245 Beiträge, am 21.02.2026 von Momjul
jana36 am 24.06.2012, Seite: 1 2 3 4 ... 10 11 12 13
245
am 21.02.2026 »
von Momjul