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Der Mordfall Weimar

5.506 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Doppelmord, Kindermord ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Mordfall Weimar

Der Mordfall Weimar

28.03.2026 um 23:05
Was den Ablauf der Tat angeht, kommt Herr Strate zu ähnlichen Schlussfolgerungen wie Herrmann Kaufmann, nur mit anderem Täter und nicht im Kontext eines Autounfalls.

Beide sind der Meinung, dass der Tod Melanies keine Absicht war. Hermann Kaufmann nimmt an, dass Karola getötet wurde, um den Unfall zu vertuschen. Ich hatte es in der ARD-Doku so verstanden, dass er von einer Art Affekt ausging. ( vgl. das von mir das verlinkte Zitat aus den Osthessennews Beitrag von WM (Seite 259)) Schon allein damit hat Herr Kaufmann dem allgemein angenommenen Motiv widersprochen, dass MW sich Knall auf Fall der Kinder entledigt hätte, weil sie ihre Beziehung in Gefahr sah.

Herr Strate nimmt vorsätzlichen Mord durch RE an Karola an, damit Karola als Zeugin dafür ausgeschaltet ist wie Melanie zu Tode kam. [/b]

Herr Kaufmann wird sich im Zusammenhang mit seiner Theorie sicher am Obduktionsbericht orientiert haben. Die Ergebnisse dieser Obduktion dürften sich auf Herrn Strates Szenario, was wie ich finde im Grundsatz gar nicht so stark abweicht, genauso anwenden lassen.

Was ich damit sagen will ist, dass ich mir durchaus denke, dass Herr Strate argumentativ noch mehr in der Hinterhand hat, als in seinem Text steht.
Es bedarf möglicherweise nicht für alles neue Erkenntnisse. Vielleicht sind einige eben wegen der zu starken Fokussierung auf die Zeugenaussagen aus dem Blick geraten. Im Übrigen tendierten die Ermittler anfangs selbst eher zu einer Nachtversion. Das bedeutet doch aber auch, dass es Ermittlungsergebnisse gegeben haben muss, die die Zeugenaussagen völlig unabhängig von MWs Nachtversion infrage gestellt haben.

Ich ergänze das mal durch folgende Überlegung: Es ist allgemeiner Konsens, dass das Verhältnis Karolas zu ihrem Vater zum Zeitpunkt der Morde ein besseres war als das Melanies. Ich kann mir das durchaus vorstellen, dass Karola aufgewacht ist, realisiert hat, dass mit ihrer Schwester etwas nicht stimmt und vergeblich versucht hat, den durch RE ausgeknockten RW zu wecken. (vgl. den von mir verlinkten Artikel von Eva Machnitzke vom September 1986 Beitrag von WM (Seite 261), in dem es unter anderem heißt, eines der Kinder sei weinend auf die Straße gerannt und sei ins Haus zurückgebracht worden. Hat RE das mitbekommen, sah nach und hat wahrgenommen, was er ausgelöst hat?) Im Obduktionsbericht stand nämlich, dass Melanie früher gestorben ist als Karola.
Zitat von margarethamargaretha schrieb:Hier wird nämlich ja mMn bereits suggeriert, dass auch Schwester Brigitte nicht die Wahrheit gesagt haben könnte, um ihren Mann zu decken.
Dem Buch von Frau Cichos zufolge war RE der erste, der das mit dem Höschenwechsel ausgesagt hat und zwar in direkter Korrelation einer Vernehmung als Beschuldigter am 08.08.1986.

Weder RW noch die Großmutter Adele A. haben das nächtliche Weinen Karolas gehört. Adele hat am 11. August 1986 sogar ausgesagt, dass sie es mit Sicherheit gehört hätte, wenn Karola geweint hätte. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass sich darüber auf Ermittlerseite niemand gewundert haben soll.

Ich habe immer gedacht, Brigitte hätte anfangs ihrer Schwester geglaubt, dass die Kinder zwischen 11:00 und 12:00 Uhr noch lebten und deswegen logischerweise angenommen, dass ihr Mann die Tat vor seinem Dienstantritt um 10:45 nicht begangen haben kann.
(vgl dessen Ausssageprotokoll vom 5. August 1986 Beitrag von margaretha (Seite 182)) umgebracht hat. Hat sie ihm deshalb aus ehrlicher Überzeugung um seine Unschuld ein falsches Alibi gegeben? Sie wäre nicht die erste, die das tut.

Mir fällt gerade noch ein, dass in REs Aussageprotokoll vom 5. August 1986 steht,, dass es er war, der Kevin Pratt über das Verschwinden der Kinder unterrichtete. (ebenfalls zu entnehmen dem Buch von Petra Cichos "Mordakte Weimar")

Sollte, rein fiktiv, RE bei der Gelegenheit KP auch die Geschichte vom Höschenwechsel erzählt haben, als Beleg, dass die Kinder zum fraglichen Zeitpunkt noch lebten, wäre das doch eine sichere Methode gewesen, zu bewerkstelligen, dass die Geschichte bei MW landet. Wollte sie Kevin Pratt raushalten deshalb und hat stattdessen erzählt, Karola sei das gewesen, was sich natürlich spätestens mit der Nachtversion nicht mehr aufrecht erhalten ließ.

Was mir noch zu möglichen Zeugen einfällt.

Ich weiß es nicht, aber könnte Brigittes damaliger Freund Bill etwas geahnt haben bzw. eventuell Kevin Pratt im Laufe der Ermittlungen gewarnt haben, nicht alles zu glauben, was RE erzählt? Wer wenn nicht er hätte etwas von der durch RE ausgeübten häuslichen Gewalt mitbekommen können? Auch das ist pure Spekulation.

Die Mutter von Brigitte und Monika hat am 11.08.1986 ausgesagt, dass die Ehemänner von Brigitte und Monika beide häusliche Gewalt ausgeübt haben. Reinhard W. hätte sie auch ab und zu mal die Meinung gesagt.

Lag es an der Sprachbarriere,

wenn das gegenüber RE unterblieb,

hielt sie RW noch zu einer gewissen Einsicht fähig

oder hatte die Schwiegermutter Angst vor RE?

Zumindest steht im bei Frau Cichos wiedergegebenen Protokoll nichts davon, dass sie auch RE mal die Meinung gesagt hätte. Sollte Frau Cichos an der Stelle nicht gekürzt haben, würde mir das durchaus aufgefallen sein, dass sie dem einen Schwiegersohn die Meinung sagt und dem anderen nicht.
Seit mehreren Wochen hat Monika erzählt, dass sie sich scheiden lassen will. Reinhard hat meine Tochter öfter geschlagen. Auch vor den Kindern. Auch meine andere Tochter Brigitte will sich scheiden lassen. Auch ihr Ehemann hat sie geschlagen. [...] Ich habe mich aber in die Probleme der Ehen meiner Töchter nicht reingehängt. Mit Reinhard verstehe ich mich auch. Ich hab ihm aber mal meine Meinung gesagt.


Quelle: Petra Cichos "Mordakte Weimar", S. 28 und S. 29 (Buchausgabe)


Sollte die komplette SOKO nicht als Möglichkeit in Betracht gezogen haben, dass Brigitte möglicherweise Angst vor ihrem Mann hatte?
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Genauso wie der Fundort der Leiche von Melanie. Sie muss drei Meter über eine "Brennesselwand" geworfen worden sein. Ein Kind zu töten, ist das eine. Es so "wegzuwerfen" das andere. Da wird die Leiche nicht mehr "abgelegt".
Ich hatte schonmal überlegt, dass ein Fahrzeug mit höherem Sitz verwendet wurde. So etwas dürfte es beim Militär doch geben.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Interessant ist aber, wen der Ehemann Reinhard W. laut der Großmutter der Verurteilten der Urheberschaft verdächtigt hat (eigene Hervorhebung, der Beitrag von @margaretha bezieht sich unmittelbar auf die Anklageschrift):
Warum eigentlich hältst Du es für so abwegig, dass RE RW Drogen untergejubelt hat? Der Vater der amerikanischen Mädchen war wie RW alkoholkrank und hat von dem Missbrauch nichts mitbekommen.

Dass RW seine Frau an irgendeinen Punkt verdächtigte, resultiert wohl daraus, dass sie objektiv betrachtet Zugang zu solchen Substanzen gehabt hätte.

Kann es nicht sein, dass RE ein Typ ist, der es geschickt versteht, Menschen gegeneinander auszuspielen?


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Der Mordfall Weimar

28.03.2026 um 23:29
Zitat von two-centstwo-cents schrieb:Der Satz könnte durchaus mit "Mein" anfangen, wie du es vermutest.
Die Handschrift hat eine leichte Linksneigung.
Das könnte heißen: Das kleine Ungeheuer und die Räuber.

Es gibt auch ein Kinderbuch, das so ähnlich heißt:

Das gutherzige Ungeheuer (Autor: Max Velthuijs), das zweite Kapitel geht so:
Das gutherzige Ungeheuer und die Räuber
In der zweiten Geschichte – „Das gutherzige Ungeheuer und die Räuber“ – wollen Räuber das gutherzige Ungeheuer entführen und für viel Geld verkaufen. Sie hecken einen Plan aus, wie sie es einschläfern und dann auf einen Lastwagen verladen und zu sich auf die Räuberburg bringen wollen. Natürlich haben sie die Rechnung ohne die unglaubliche Kraft des Ungeheuers gemacht.

Derweil merken die Bürger der Stadt, dass das Ungeheuer verschwunden ist und machen sich auf die Suche nach ihm. Als sie es endlich finden, hat es die Räuber schon besiegt und die Polizei muss diese nur noch einsperren. Am Ende gibt es wieder ein grosses Fest und noch einen Orden für das Ungeheuer.
Quelle: https://mamahatjetztkeinezeit.ch/max-velthuijs-das-gutherzige-ungeheuer/

Es gibt auch ein Bild vom Ungeheuer auf dem 1976 erschienenen Buch, so sieht es aus:

arbyngl6axo7 das-gutherzige-ungeheuer-von-max-velthui
Quelle: https://mamahatjetztkeinezeit.ch/max-velthuijs-das-gutherzige-ungeheuer/

Noch Fragen?


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29.03.2026 um 00:19
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Ich füge die Kinderzeichnungen mal zur weiteren Bilderdiskussion hier ein!
s. Seite 264
Zitat von sören42sören42 schrieb:Das könnte heißen: Das kleine Ungeheuer und die Räuber.

Es gibt auch ein Kinderbuch, das so ähnlich heißt:

Das gutherzige Ungeheuer (Autor: Max Velthuijs)
Stark! Das im Bild 1 auf der rechten Seite gemalte Wesen könnte tatsächlich das gutherzige "Ungeheuer" aus dem Kinderbuch
von Max Velthuijs darstellen. Klasse, @sören42


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29.03.2026 um 00:26
"Das Ungeheuer und die Räuber" lautet vermutlich die Überschrift.


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29.03.2026 um 00:59
Zitat von sören42sören42 schrieb:Noch Fragen?
Nein. Volltreffer! Danke für deine Recherche!
Wenn man sich das Cover anschaut, finde ich das Kindergartenbild sehr gut gezeichnet. Schildplatt-Drache, länglicher Kopf, Blickrichtung, Sonne - alles passt. Als Indiz für ... fällt es schon mal weg.


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29.03.2026 um 01:57
Zitat von Kuno426Kuno426 schrieb:Wenn man sich das Cover anschaut, finde ich das Kindergartenbild sehr gut gezeichnet. Schildplatt-Drache, länglicher Kopf, Blickrichtung, Sonne - alles passt.
Es hat sogar dunkle Schatten unterhalb des Stachelkamms, so wie das Ungeheuer auf Karolas Zeichnung.


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29.03.2026 um 05:50
Zitat von sören42sören42 schrieb:Noch Fragen?
Ist das eine neue Ausgabe oder ein anderer Teil
In der alten mit den Räubern sah das Ungeheuer so aus

IMG 6331

https://amzn.eu/d/02Bj2RIu

Trotzdem interessant


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29.03.2026 um 07:06
Sollten sich die Kinder oder eines davon mit dem gutherzigen Ungeheuer identifiziert haben?


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29.03.2026 um 08:03
Zitat von WMWM schrieb:hat stattdessen erzählt, Karola sei das gewesen, was sich natürlich spätestens mit der Nachtversion nicht mehr aufrecht erhalten ließ.
Es geht aus dem Aussageprotokoll zur Nachtversion indirekt hervor, dass MW das mit Karolas angeblicher morgendlicher Berichterstattung über den Höschenwechsel bereits vor ihrer Aussage zur Nachtversion gesagt hat. Die Formulierung "nach ihrer jetzigen Darstellung sagt wohl ziemlich deutlich, dass die Darstellung ursprüngliche eine andere war. Deswegen finde ich die Antwort, sie hätte das gesagt, weil sie das schon immer so gesagt hat, als Antwort plausibel. Übrigens hat Adele A. in ihrer Aussage vom 11. August 1986 erwähnt, dass Karola in der Vergangenheit tatsächlich mal nicht rechtzeitig zur Toilette gekommen ist, weil sie den Lichtschalter nicht fand. ( vgl. die Wiedergabe in einem Beitrag von Margaretha Beitrag von margaretha (Seite 192))

Könnte MW mit Karolas angeblichen morgendlichen Bericht nicht schlicht mit etwas gelogen, was sich in einer früheren Situation mal tatsächlich so zugetragen hat? Kann es sein, dass Monika Weimar am Anfang den Höschenwechsel gar nicht infrage gestellt hat. Wenn sie beim nächtlichen Nachhausekommen geglaubt hat, dass es Reinhard gewesen sein musa, kam sie möglicherweise gar nicht auf die Idee, dass RE ein Interesse daran haben könnte den Zeitraum, zu dem die Kinder noch lebten auszudehnen.
Frage: "Frau Weimar, Sie sagten in einer der letzten Vernehmungen, dass Karola ihnen persönlich gesagt hat, dass Brigitte, also Karola, ihrer Schwester das Unterhöschen gewechselt hätte. Aber nach ihrer jetzigen Darstellung war Karola schon tot. Sie könnte mit Ihnen nicht mehr geredet haben, oder?

Antwort: "Das habe ich gesagt, weil ich es vorher auch schon immer gesagt habe. [...]
Aus dem Ausssageprotokoll vom 29. August 1986, wiedergegeben in "Mordakte Weimar", von Petra Cichos (S. 96)


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29.03.2026 um 08:21
Zitat von sören42sören42 schrieb:Es gibt auch ein Bild vom Ungeheuer auf dem 1976 erschienenen Buch, so sieht es aus:
Dieses Rätsel hast Du geknackt.
Zitat von WMWM schrieb:Warum eigentlich hältst Du es für so abwegig, dass RE RW Drogen untergejubelt hat?
Es handelt sich um Medikamente, die ganz typisch in Krankenhäusern verwendet werden, aber auch sehr großzügig von Aerzten verschrieben wurden.
Mother's little helper - das sind Benzos, also die Substanzklasse, von denen RW gleich mehrere intus hatte (neben den Neuroleptika).

Damals waren viele Leute medikamentenabhängig, ohne dass man das so bezeichnet haette oder ein großes Problem darin gesehen haette. DerPatient nahm die Dinger ein, und der Arzt stellte ueber die Zeit Rezepte fuer höhere Dosen aus....no Problem, die Leute funktionierten ja auch recht gut, solange die Rezepte fuer Nachschub sorgten.

Als wir die Schränke meiner Oma nach ihrem Tod ausräumt, waren da auch einige Benzos und Neuroleptika drinnen - wie das, was auch RW intus hatte.
Zitat von WMWM schrieb:Der Vater der amerikanischen Mädchen war wie RW alkoholkrank
Die bewegten sich wohl beide in einem Umfeld, in dem Maenner eben viel tranken - und die Familie das so hinnahm. Aber dass RW in seinem Umfeld als 'Alkoholkrank' im Sinne von: mach mal einen Entzug und schau, dass Du ohne Alk klarkommst' gesehen wurde, glaube ich nicht.
Die Erwartungshaltung war eher, dass Familie und gerade die Ehefrauen es hinnehmen.
Ich glaube, die Ehen der beiden Schwestern waren nicht so untypisch fuer die damalige Zeit.
Frueh geschlossene Ehen, geringen Bildungsstand, kein Beruf, der die Frau oder gar ihre Familie haette ernähren können. Da hat man sich mit vielem 'arrangiert'.


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29.03.2026 um 08:29
@two-cents
@sören42
@Grillage

Ich bin sehr beeindruckt, ich glaube ihr habt dieses Rätsel gelöst!


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29.03.2026 um 09:33
Zitat von Jan_Jan_ schrieb:Ich glaube, die Ehen der beiden Schwestern waren nicht so untypisch fuer die damalige Zeit.
Das mag sein, aber die Hervorhebung der haeuslichen Gewalt sowohl durch RW als auch durch RE im Aussageprotokoll durch MWs und BEs Mutter lässt vermuten, dass das Ausmaß auch zur damaligen Zeit als außerhalb des Normalen wahrgenommen wurde.

In der RTL-Doku äußert sich RE zur häuslichen Gewalt, die von RW ausgegangen wäre. Dass er selbst auch geprügelt hat, erwähnt er natürlich nicht.


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29.03.2026 um 09:50
@sören42
Vielen Dank für den Post mit dem Kinderbuch, das sollte einiges erklären :)


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29.03.2026 um 10:09
Apropos Höschenwechsel. Hat Herr Kaufmann eigentlich jemals erwähnt, er fände die Geschichte glaubhaft? Der Verweis auf die Unvereinbarkeit Karolas als Informantin mit MWs Nachtversion besagt das nämlich nicht.

Ich vermute mittlerweile, dass er ihr eigentlich eine Brücke bauen wollte, doch endlich zuzugeben, wer ihr vom Höschenwechsel in Wahrheit erzählt hat.

Ich verweise auch nochmal auf das Aussageprotokoll Ursulas vom 11.08.1986 aus dem hervorgeht, dass sie gefragt wurde, ob sie sich vorstellen kann, ob ihre Schwestern möglicherweise etwas verschweigen.


( Beitrag von WM (Seite 261))


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29.03.2026 um 10:26
Zitat von AusLeipzigAusLeipzig schrieb:Ich bin sehr beeindruckt, ich glaube ihr habt dieses Rätsel gelöst!
Also das Lob und die Anerkennung gebührt vor allem @sören42, der hat dieses Kinderbuch entdeckt! Meiner Meinung nach ist das die naheliegende Erklärung zu dem Bild. Ich hatte auch schon nach Zeichentrick- oder Kinderfilmen aus der Zeit gesucht, aber nichts passendes gefunden.
Dieses Wesen auf dem Bild weist meiner Meinung deutliche Ähnlichkeiten mit dem Ungeheuer aus dem Buch auf: dieser gezackte Rückenkamm, der lange vorstehende Kopf, das Muster auf dem Körper.

Ich denke auch, dass die Überschrift "Das Ungeheuer und die Räuber" bedeutet, hatte mich aber gewundert, warum eine Kindergärtnerin sowas auf eine Kinderzeichnung schreiben sollte, weil sowohl Ungeheuer als auch Räuber etwas sind, was Kindern doch eher Angst macht. Dieses Kinderbuch erklärt es ja aber sehr gut. Das gutherzige (!!!) Ungeheuer scheint ja der Held der Geschichte zu sein, der die Räuber, die ihm was wollen in die Flucht schlägt. Also eher eine Story, die Kindern die Angst vor Ungeheuern und Räubern nehmen soll.

Vielleicht hab es das Buch bei den Weimars zuhause, vielleicht aber sogar in der Kindergartengruppe, so dass der Kindergärtnerin klar war, dass Karola da eine Geschichte aufgemalt hat, die sie aus dem Buch kannte. Vielleicht war sie ein "Fan" des Monsters. Ich erinnere mich, dass meine Schwester und ich in dem Alter immer irgendwelche Phasen hatten, in denen wir ganz besessen von jeweils einem bestimmten Bilderbuch waren, dass dann jeden Abend vorgelesen werden musste. Es gan dann öfter Streit, weil wir nicht unbedingt Fan der der gleichen Bücher waren, und die andere die Geschichte nicht zum 15. x hören mochte.
Insofern finde ich dieses Buch als vollkommen naheliegende Erklärung für das Bild, zumindest wenn wir die Überschrift richtig entziffert haben sollten (wovon ich aber stark ausgehe!).

Umso mehr ärgert es mich, dass Strate sowas in seinem Antrag verwurstet. Wir haben hier ein paar Stunden gebraucht, um den Zusammenhand mit dem Buch rauszufinden. @Merricat hatte um 15:46 Uhr gefragt, was da auf dem Bild vermerkt ist, um 23:30 Uhr hatte @sören42 die Lösung und dabei ging die meiste Zeit drauf, die Beschriftung zu entziffern. Strate dürfe da kein Problem mit der Leserlichkeit der Beschriftung haben. und wenn ich Statt stundenlang auf das Bild zu starren und nach Hinweisen auf sexuell-konnotierte Elemente zu suchen, hätte er "Das Ungeheuer und die Räuber" mal einfach bei Google eingeben sollen, das liefert auf den ersten zwei Seiten von Suchergebnissen ausschließlich Teffer für dieses Kinderbuch.
Finde ich echt eine super schwache Leistung und einen billigen Versuch, mit schmuddeligen Finger auf andere Menschen zu zeigen, nur damit seine Mandantin weniger verdächtig aussieht.


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29.03.2026 um 12:26
Zitat von Jan_Jan_ schrieb:Die bewegten sich wohl beide in einem Umfeld, in dem Maenner eben viel tranken - und die Familie das so hinnahm. Aber dass RW in seinem Umfeld als 'Alkoholkrank' im Sinne von: mach mal einen Entzug und schau, dass Du ohne Alk klarkommst' gesehen wurde, glaube ich nicht.
Die Erwartungshaltung war eher, dass Familie und gerade die Ehefrauen es hinnehmen.
Ich glaube, die Ehen der beiden Schwestern waren nicht so untypisch fuer die damalige Zeit.
Frueh geschlossene Ehen, geringen Bildungsstand, kein Beruf, der die Frau oder gar ihre Familie haette ernähren können. Da hat man sich mit vielem 'arrangiert'.
Soll das nicht ein ganz trostloser Ort sein, wo man nicht viel anderes machen konnte? Wahrscheinlich ist da einfach jeder Mann ständig in die Kneipe gegangen und hat gekegelt.


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29.03.2026 um 12:42
Zitat von Fassbinder1925Fassbinder1925 schrieb:Soll das nicht ein ganz trostloser Ort sein, wo man nicht viel anderes machen konnte? Wahrscheinlich ist da einfach jeder Mann ständig in die Kneipe gegangen und hat gekegelt.
Man darf nicht vergessen, dass das damals direktes Zonenrandgebiet war. Das Wohnhaus liegt nur 4 km Luftlinie von der ehemaligen innerdeutschen Grenze entfernt. In die Richtung ging es als de facto nicht weiter. Die nächsten größeren Städte (Bad Hersfeld, Fulda, Kassel) sind alle nur durch elende Gurkerei über Landstraßen erreichbar und sind jetzt auch nicht gerade für ihr überbordends Angebot an Kultur, Tanzlokalen oder Szenekneipen bekannt.


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29.03.2026 um 13:17
Was hatte der amerikanische Schwager eigentlich in dem Haus noch verloren
Die Ehe war beendet seine Ehefrau hatte einen neuen Freund mit dem Rest der Familie hatte er nichts zu tun und er saß am Arsch der Welt rum
Nicht fernliegend dass es an der Melanie und der Karola lag wenn er pädophil sein sollte


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29.03.2026 um 14:48
Zitat von Fassbinder1925Fassbinder1925 schrieb:Wahrscheinlich ist da einfach jeder Mann ständig in die Kneipe gegangen und hat gekegelt.
Und der Gattin die Ami-Tanzbar....

Die Ehen der beiden Weimar-Schwestern waren wohl wirklich trostlos.....
Zitat von EichenstarkEichenstark schrieb:Die Ehe war beendet seine Ehefrau
Die hatten doch noch eine gemeinsame Wohnung, sogar Schlafzimmer, wie es klingt.


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29.03.2026 um 16:05
Zitat von WMWM schrieb: Im Übrigen tendierten die Ermittler anfangs selbst eher zu einer Nachtversion. Das bedeutet doch aber auch, dass es Ermittlungsergebnisse gegeben haben muss, die die Zeugenaussagen völlig unabhängig von MWs Nachtversion infrage gestellt haben.
Wo steht das, bzw. woraus kann man schlussfolgern, dass die Ermittler zu Beginn, zu einer Nachtversion tendierten?
Die Ausgangssituation war doch die, dass die Schwestern vermisst wurden und die Mutter ihnen einen Montagvormittag schilderte, der übrigens genauso (mit plusminus 15 Min.) von weiteren Zeugen bestätigt wurde! Das war über drei Wochen der Ist-Zustand!
Zitat von WMWM schrieb:verlinkten Artikel von Eva Machnitzke vom September 1986 Beitrag von WM (Seite 261), in dem es unter anderem heißt, eines der Kinder sei weinend auf die Straße gerannt und sei ins Haus zurückgebracht worden.
Kann es sein, daß das sich das Zitat in dem Artikel „Nachbarn sagten aus, sie hätten nachts eins der Mädchen weinend auf der Straße gefunden und ins Haus zurückgebracht.“ auf die Aussage der Elliots bezieht, und die Verfasserin da irgendwas völlig missverstanden hat? Denn wenn es eine diesbezügliche Aussage von Nachbarn gäbe, dass man ein Mädchen nachts weinend auf der Straße fand, dann wäre die ja bekannt und würde nicht nur in diesem Artikel auftauchen.
Zitat von WMWM schrieb:Dem Buch von Frau Cichos zufolge war RE der erste, der das mit dem Höschenwechsel ausgesagt hat und zwar in direkter Korrelation einer Vernehmung als Beschuldigter am 08.08.1986.
Wo in dem Buch ist zu entnehmen, daß er am 08.08.1986 als Beschuldigter vernommen wurde?
Hier mal für alle die entsprechenden Stellen:

Quelle: MORDAKTE MONIKA WEIMAR von Petra Cichos
Kindle Ausgabe

Seite 26:
8. August 1986: Aktenvermerk der Ermittler: „Heute wurde die Son-‐ derkommission SOKO Weimar gegründet. Sie besteht aus bis zu 19 Ermittlern. Die Staatsanwaltschaft Fulda setzt eine Belohnung von 15.000 DM aus. Für Hinweise, die zur Ermittlung und Ergreifung des Täters führen. Gegen Monika und Reinhard Weimar wird Strafanzeige erstattet. Sie gelten ab sofort als Beschuldigte.
Seite 27:
8. August 1986: Aussage Monika Weimars Schwager Raymond: „Ich war mit meiner Ehefrau Brigitte in der Nacht von Sonntag auf dem Montag unten in der Weimar-Wohnung, weil die kleine Karola so geschrien hat. Karola hatte sich in das Höschen gemacht. Brigitte hatte ihr ein frisches Höschen angezogen.
Auf Nachfrage antworte ich, dass ich mit dem Tod der der Kinder nichts zu tun habe und die Kinder auch nicht weggebracht habe. Warum sollte ich so etwas tun? Ich kann mir auch nicht vorstellen, wer es gewesen sein kann. Ich sehe keinen Sinn darin so kleine Kinder umzubringen. Ich bin einverstanden, dass mein Auto auf Spuren untersucht wird.“
Am 08.08.1986 war für die Ermittler wohl klar, daß es nur Mutter oder Vater gewesen sein konnten!
Zitat von WMWM schrieb:Ich habe immer gedacht, Brigitte hätte anfangs ihrer Schwester geglaubt, dass die Kinder zwischen 11:00 und 12:00 Uhr noch lebten und deswegen logischerweise angenommen, dass ihr Mann die Tat vor seinem Dienstantritt um 10:45 nicht begangen haben kann.
Na wie könnte er vor seinem Dienstantritt um 10:45 die Tat denn begangen haben, wenn er zur Kaserne ca. 20 Minuten Fahrtzeit hat?
Zitat von WMWM schrieb:Weder RW noch die Großmutter Adele A. haben das nächtliche Weinen Karolas gehört. Adele hat am 11. August 1986 sogar ausgesagt, dass sie es mit Sicherheit gehört hätte, wenn Karola geweint hätte.
Ich weiß dass die Oma Adele noch rüstig und fit war in ihrem Alter, aber sie hatte auch ein ereignisreiches Wochenende, der Schreck mit der Tochter, die ins Krankenhaus musste, die Bohnen die sie Samstags erntete und aufgrund der nun im Krankenhaus liegenden Tochter selbst einkochte/ einkochen musste. Heiß war es auch. Vielleicht fiel sie da am Abend einfach todmüde ins Bett und hatte vergessen dieses Babyphon anzuschalten, oder schlief einfach tief und fest.
Zitat von WMWM schrieb:Wollte sie Kevin Pratt raushalten deshalb und hat stattdessen erzählt, Karola sei das gewesen, was sich natürlich spätestens mit der Nachtversion nicht mehr aufrecht erhalten ließ.
Weshalb hätte sie den Pratt raushalten wollen? Sie hat doch bereits bei ihrer ersten Aussage offen von der nicht mehr funktionierenden Ehe und der Affäre gesprochen. Das Karola ihr das mit dem Höschenwechsel erzählte, sagte sie erstmals, nachdem sie wenige Minuten vorher ihren Mann mit der Nachtversion beschuldigte- da musste man nichts suchen, wieso weshalb warum das so war. Sie hat bei der Nachtversion halt gelogen. 🤷‍♀️
Zitat von WMWM schrieb:Die Mutter von Brigitte und Monika hat am 11.08.1986 ausgesagt, dass die Ehemänner von Brigitte und Monika beide häusliche Gewalt ausgeübt haben. Reinhard W. hätte sie auch ab und zu mal die Meinung gesagt.

Lag es an der Sprachbarriere,

wenn das gegenüber RE unterblieb,

hielt sie RW noch zu einer gewissen Einsicht fähig

oder hatte die Schwiegermutter Angst vor RE?
Es liegt höchstwahrscheinlich daran, daß die Person RE damals nicht Gegenstand der Ermittlungen war, und daß sie zu RW befragt worden ist und nicht zu RE.
Warum muss man RE jetzt fehlende Einsichtsfähigkeit unterstellen, oder ihn gar zum „Monster“ stilisieren, vor dem die Schwiegermutter Angst hatte?
Zitat von WMWM schrieb:Sollte die komplette SOKO nicht als Möglichkeit in Betracht gezogen haben, dass Brigitte möglicherweise Angst vor ihrem Mann hatte?
siehe oben, ab dem 08.08. war für die Soko klar, dass es nur Mutter oder Vater gewesen sein konnten und deshalb wurden die unter diesem Datum auch zu Beschuldigten!
Zitat von WMWM schrieb:Ich hatte schonmal überlegt, dass ein Fahrzeug mit höherem Sitz verwendet wurde. So etwas dürfte es beim Militär doch geben.
Ja natürlich, und da marschiert er dann zum Fuhrpark um sich mal eben für private Zwecke ein Fahrzeug auszuleihen ??? :troll:
Zitat von WMWM schrieb:Warum eigentlich hältst Du es für so abwegig, dass RE RW Drogen untergejubelt hat? Der Vater der amerikanischen Mädchen war wie RW alkoholkrank und hat von dem Missbrauch nichts mitbekommen.
Wie soll RE denn als Angehöriger der US- Army an Benzos gekommen sein, der Truppenarzt wird sie ihm kaum verordnet haben, und auch als Koch war er ein reguläres Mitglied der Streitkräfte und hätte eben als Soldat jederzeit mit einem Drogenscreening rechnen müssen. Und er wurde 1987 ehrenhaft aus der Army entlassen was gegen die These von Strate spricht, dass er nach 1981 weiter konsumierte.
Die Amis waren da geprägt durch Vietnam auch strikt. sh. Operation Golden Flow
In May 1971, Nixon declared a war on drugs and announces the creation of the Special Action Office for Drug Abuse Prevention (SAODAP), and in September 1971, operation golden flow goes into effect.
Im Mai 1971 erklärte Nixon den Krieg gegen Drogen und kündigte die Gründung des Sonderbüros für Drogenmissbrauchsprävention (SAODAP) Special Action Office for Drug Abuse Prevention an. Im September 1971 trat die Operation Golden Flow in Kraft.
According to one study done by The Pentagon, by 1973, up to 20% of soldiers in Vietnam used heroin habitually.
Laut einer Studie des Pentagons konsumierten 1973 bis zu 20 % der Soldaten in Vietnam regelmäßig Heroin.

Das regelmäßig getestet wird und wurde kann man in dem Artikel von 2014 wo zahlreiche Angehörige nach einer ausgelassenen Partynacht vor dem Eingang der Yokota Air Base in Japan warteten, weil eben mal wieder random getestet wurde.
Zitat von WMWM schrieb:Kann es nicht sein, dass RE ein Typ ist, der es geschickt versteht, Menschen gegeneinander auszuspielen?
Jetzt halten wir doch mal fest, daß Monika Böttcher an der Nachtversion festhielt, und diese in zwei Prozessen ausgeschlossen wurde, ich liste jetzt nochmals einige Punkte auf, was auch mit dem Alternativtäter X in der Nachtversion einfach nicht geht:
  • Brigitte und Raymond Elliott verließen die Wohnung Weimar gegen 3 Uhr. Dies ergibt sich aus der ausführlichen Aussage der Zeugin Brigitte Elliott im Rahmen ihrer richterlichen Vernehmung vom 15.9.1986. Gegen 03.20 kam M. W. zurück. (Quelle: Urteil Frankfurt)
    In den 20- bis maximal 25 Minuten hätte R.W. beide Mädchen anziehen und frisieren müssen, und daß, obwohl ihm weder Monika noch Brigitte zutrauten dass er dazu überhaupt in der Lage gewesen wäre, und on top der Gutachter ausschließt dass er zu feinmotorischen Leistungen fähig ist wenn er einen dieser „Blackouts“ -der ja durch Benzos verursacht wurde- gehabt hätte
  • Monika Weimar will bei ihrer Rückkehr ihren Mann im dunklen Kinderzimmer vorgefunden haben – Licht brannte nur im Esszimmer welches unmittelbar ans Ki-Zimmer grenzt. Spoiler
    Frage: „Wie war das Licht im Kinderzimmer?“
    Antwort: „Im Kinderzimmer brannte kein Licht. Ich habe an dem betreffenden Montag lediglich die beiden Kinder gerüttelt und weil sie nicht wach wurden, war ich der Meinung, dass sie tot sind. Ich habe das Licht erst gar nicht angemacht. Nur im Esszimmer brannte das Licht.“
    Frage: „Es brannte kein Licht. Sie konnten gar nicht feststellen, dass die Kinder tot waren. Vielleicht wäre noch Zeit gewesen einen Arzt zu rufen?“
    Antwort: „Ich habe in dem Moment nicht daran gedacht Licht anzuma-‐ chen und einen Arzt zu holen.“

    Dazu aus dem Urteil Frankfurt:Spoiler Nicht zu folgen ist bereits der Darstellung der Situation, welche die Angeklagte beim Betreten der Wohnung vorgefunden haben will. Die Tür zum
    Kinderzimmer soll bei ihrer Rückkehr offen gestanden und ihr so einen direkten Blick vom beleuchteten Eßzimmer in das unbeleuchtete Kinderzimmer eröffnet haben. Bereits dies kann nicht stimmen. Wie der mit der Spurensicherung‚ der Erstellung von Planzeichnungen und der Fertigung von Lichtbildern der Wohnung Weimar betraute kriminaltechnische Angestellte Vieldorf als Zeuge glaubhaft bekundet hat, fiel die Tür des Kinderzimmers nach dem Öffnen stets von selbst bis auf einen verbleibenden Spalt von etwa 2 bis 2,5 cm zu. Um sie offen zu halten, hätte man sie feststellen müssen. Warum Reinhard Weimar im Vorfeld seiner (angeblichen) Tat die Tür fixiert und das Kinderzimmer vom Eßzimmer aus beleuchtet haben sollte, statt dort Licht einzuschalten, ist vernünftigerweise nicht zu erklären. Ungeachtet dessen erscheint es auch unglaubhaft, daß Frau Böttcher im Kinderzimmer kein Licht angeschaltet, aber dennoch genaue Wahrneh mungen, etwa zur Kleidung der Kinder, gemacht und die gesamte Situation erfaßt haben will.
    UND M.W. benannte die exakte Farbe der Socken, obwohl sie die Socken am Vorabend nicht bereit gelegt hatte, und im Bett ja nicht sah.
  • Die Schnalle an Melanies Sandale war kaputt, warum und vor allem WIE konnte der ungelenke RW ihr diesen Schuh anziehen, und zwar so daß er am Fuß hielt?
  • 14. Oktober 1986: Erweitertes Gutachten Faser-‐Spuren . Ergebnis: „Kinder lagen nicht mit der Bekleidung im Bett, die sie bei Leichenauffindung anhatten]. Geringe Faserspuren sprechen gegen Kontakt Kleidung mit Bettwäsche.“‐ das hätte zwingend positiv sein müssen!!!


Für den Vormittag har RE ab 10.45 das Alibi dass er in der Kaerne war, sprich er wird um spätestens 10.25 daheim losgefahren sein. Die Mädels sind gegen 10.30 raus, oder vielleicht zeitgleich mit ihm, aber zeitlich hätte er das unmöglich geschafft um dann um 10.45 in der Kaserne zu sein.
Hier sind die Koordinaten der Fundorte.
Beitrag von Gatersrecont (Seite 88)

Die McPheeters Kaserne befand sich in der Leineweberstraße im Bad Hersfelder Stadtteil Hohe Luft.


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