Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Der Mordfall Weimar

5.710 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Doppelmord, Kindermord ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Mordfall Weimar

Der Mordfall Weimar

24.06.2026 um 07:30
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:So wie sie es bei RW tat?
MB wurde wegen der Medikamente nicht verurteilt.
Dieser Sachverhalt bei ihrem Ehemann ist also nie abschließend aufgeklärt worden.
Im Strafverfahren gegen seine Frau vor dem Landgericht Fulda äußerte er den Verdacht, diese habe sie ihm heimlich über Essen und Getränke verabreicht. Zugang dazu hätte sie durch ihre Arbeit in der Krankenpflege gehabt. Auch die Richter hielten das für möglich, ließen diese Frage jedoch offen.
Quelle: Wikipedia: Mord an Melanie und Karola Weimar
Wurde Monika weimar verurteilt, ihren mann vergiftet zu haben

Nein, Monika Weimar (heute Böttcher) wurde nicht dafür verurteilt, ihren Mann vergiftet zu haben.
Quelle: Google, KI


1x zitiertmelden

Der Mordfall Weimar

24.06.2026 um 08:07
Zitat von quaerere1quaerere1 schrieb:Wenn du dir den aktuellen Fall" Fabian" ansiehst, weißt du zu was auch Frauen fähig sind.
Die Angeklagte im Fall "Fabian" ist noch nicht verurteilt, Fabian war nicht ihr leibliches Kind, das psychologische Gutachten steht noch aus, das Kind wurde erstochen.

Könnten wir bitte passgenauer diskutieren, der Fall ist bereits komplex genug.

Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Glaubst du das Mütter nicht in der Lage wären ihre eigenen Kinder zu töten ?. Ersticken , erwürgen, ertränken, erstechen, all das hat es doch schon gegeben.
Doch in psychischen, hormonellen Ausnahmesituationen, bei Hörigkeit zum Partner, bei krankhaften Phänomenen kam es zur Tötung des Kindes durch die Mutter.

Ihre zwei Kinder standen einem Leben mit ihrem Lover KP in den USA nicht im Weg.


1x zitiertmelden

Der Mordfall Weimar

24.06.2026 um 08:20
Zitat von Sophia43Sophia43 schrieb:Ich finde, das allein spricht schon Bände. Und ihre Erklärungen, die sie in ihrem Buch zum Besten gibt, kann ich gar nicht nachvollziehen. (Böttcher: S 147 f.)
Aus rotem Beitrag vom 04.09.2017:
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb am 04.09.2017:Wenn aus Büchern zitiert wird, gebt den Titel, Autor und die Seitenzahl an und den genauen Wortlaut, damit auch jeder weiß, um was es geht. Andernfalls verlinkt die Quelle.



melden

Der Mordfall Weimar

24.06.2026 um 08:30
Zitat von Sophia43Sophia43 schrieb:Nachdem sie nach Hause kam, war Monika laut Reinhard sehr aufgewühlt. Ich meine mal zu behaupten, dass, wenn sie jemand mit einer noch besseren Beobachtungsgabe, Empathie und besserem Ausdrucksvermögen als Reinhard in dem Zustand nachhause kommen gesehen hätte, ihren Zustand hätte besser erklären können. Sie hatte m.M.n. gerade ihre beiden Kinder getötet (ob im Affekt oder geplant, kann ich nicht sagen) und war deshalb natürlich aufgewühlt.
Unter der Annahme, MB ist nicht die Täterin, erklärte sich ihre Aufgewühltheit so:

▪︎ MB hatte gesehen, dass Melanies Leichnam vom Verbringer in einem Meer von Brennnesseln geworfen wurde.

▪︎ Und Karola, hatte MB sie gefunden und nochmals sehen können?


3x zitiertmelden

Der Mordfall Weimar

24.06.2026 um 08:41
Zitat von Sophia43Sophia43 schrieb:Meiner Meinung nach hat die von innen beschädigte Windschutzscheibe ganz sicher mit der Tat zu tun.
Meine Einschätzung zum Grund der defekten Windschutzscheibe folgt dem Beitrag von @emz .
Zitat von emzemz schrieb am 13.09.2017:Ich halte es für technisch nicht möglich, dass ein Kind mit dem Fuß, selbst beim Tragen von Sandalen, eine Windschutzscheibe derartig beschädigen kann, dass sie springt, aber an dem Fuß keinerlei Verletzungen festzustellen sind.

Die Version, die Scheibe sei beim Geschlechtsverkehr beschädigt worden, ich denke hierbei an sogenannte Stöckelschuhe, halte ich jedoch für durchaus schlüssig.



1x zitiertmelden

Der Mordfall Weimar

24.06.2026 um 08:58
Bin immer noch beim Verbringen der zwei Kinderleichen.

Jemand, dem die zwei Ablageorte bekannt waren bzw. jemanden kennt, der ihm diese Ablageorte in der Nacht empfehlen konnte.
Am Nachmittag des 7. August fand ein Busfahrer Melanies Leiche an einem Parkplatz an der L3255 in der Nähe der Untertagedeponie Herfa-Neurode, neun Kilometer von ihrem Elternhaus entfernt. Eine intensive Nachsuche führte eineinhalb Stunden später, gegen 18 Uhr, zum Auffinden von Karolas Leichnam an einem stillgelegten Straßenstück im Bengendorfer Grund, vier Kilometer vom Fundort von Melanies Leiche entfernt.
Quelle: Wikipedia: Mord an Melanie und Karola Weimar

Die Polizei fand die zweite Kinderleiche nur ca. 90 Minuten später, das ist wirklich schnell, wenn man noch Fahrzeiten abzieht. Daraus entnehme ich, dass der erste Ablageort charakterisiert wurde und so ähnliche Orte im Umkreis abgesucht wurden, was dann ja auch zum Erfolg führte.

D. h. beide Ablageorte könnte in ihrer vorherigen Nutzung für den Verbringer bzw. seinen Informanten (m/w) etwas verbunden haben, zumindest zeigten sie wohl Ähnlichkeiten auf.


1x zitiertmelden

Der Mordfall Weimar

24.06.2026 um 09:16
Zitat von Sophia43Sophia43 schrieb:Nachdem sie nach Hause kam, war Monika laut Reinhard sehr aufgewühlt. Ich meine mal zu behaupten, dass, wenn sie jemand mit einer noch besseren Beobachtungsgabe, Empathie und besserem Ausdrucksvermögen als Reinhard in dem Zustand nachhause kommen gesehen hätte, ihren Zustand hätte besser erklären können.
Ich wollt grad sagen - für einen so tumben dummen Mann, der gerade einen angeblich ca. 12-stündigen komatuösen Schlaf hinter sich hat, ist das eine erstaunlich feinfühlige Beobachtung.

Die im Ausnahmezustand befindliche Familie hat sich dann übrigens darüber gestritten, ob und wie viel Kuchen bei der Trauerfeier für die Kinder aufgetischt werden sollte. Ist das auch ein Indiz für etwas sinisteres? Für komplette Gefühlskälte angesichts einer schrecklichen Katastrophe? Bei allen?

Nein, das ist das Verhalten von Menschen die unter Schock stehen und irgendwie funktionieren wollen, müssen. Und dann sich nicht nachvollziehbar und rational verhalten.


https://www.lto.de/recht/feuilleton/f/rezension-mordakte-kriminalfall-monika-weimar-medien-justiz


melden

Der Mordfall Weimar

26.06.2026 um 02:23
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb am 21.06.2026:Und Monika stimmt halt zu....es kostet sie nichts, und in der Öffentlichkeit vertritt sie ja, nicht die Mörderin ihrer Kinder zu sein.
Immerhin wäre ja eventuell, wenn sie in einem weiteren Prozess für unschuldig erklärt würde, eine größere Haftentschädigung fällig, von der sie RA Strate einen nicht geringen Anteil für seine Arbeit übereignen könnte. Wobei es allerdings fraglich wäre, ob ihr überhaupt eine Haftentschädigung zustehen würde, weil sie sich durch ihre zahlreichen Falschaussagen selbst in die Bredouille gebracht hat.


melden

Der Mordfall Weimar

26.06.2026 um 05:15
Zitat von GlacierGlacier schrieb am 02.11.2023:Die Berufsrichter waren im 2. Prozess von ihrer Schuld überzeugt.
Hast Du eine Quelle dafür? Ich dachte immer so eine Abstimmung sei geheim? Woher stammt die Erkenntnis, dass die Berufsrichter einhelliger Meinung waren?


1x zitiertmelden

Der Mordfall Weimar

26.06.2026 um 07:54
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:MB wurde wegen der Medikamente nicht verurteilt.
Das hatte ich auch nicht geschrieben. Ich finde es aber interessant, dass du es bei einer Tötung in Betracht ziehen würdest, um zu unterstreichen, dass MB die Möglichkeiten für einen schmerzloseren Tod der Kinder gehabt hätte, dich aber vehement dagegen wehrst, dass sie genau das, mit Medikamenten aus dem KH, evtl bei ihrem Mann versucht hat.

Und auch die Richter in Fulda zogen es im Urteil in Betracht.
Es muß zwar letztlich offenbleiben, wie es bei " _____" Reinhard Weimar im Jahr 1985 zu den " _____" Medikamenten-Intoxikationen gekommen ist, die bei ihm die " _____" beschriebenen Dämmerzustände hervorgerufen haben. " _____" Auffällig ist jedenfalls, daß sie seit seiner letzten " _____" Krankenhauseinweisung im Oktober 1985 nicht mehr " _____" nachweisbar aufgetreten sind. Vieles spricht dafür, daß " _____" die Angeklagte ihm Benzodiazepine unbemerkt in Speisen " _____" oder Getränken zugeführt hat. Für die Angeklagte war es " _____" nämlich verhältnismäßig einfach, sich während ihres " _____" Nachtdienstes im Hünfelder Krankenhaus in den Besitz " _____" solcher Medikamente zu setzen, während nicht ersichtlich " _____" ist, wie Reinhard Weimar ohne Hilfe seiner Ehefrau an " _____" solche Benzodiazepine und Neuroleptika gelangen sollte, " _____" die ihm nicht verschrieben worden . . . sind. "
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13680813.html
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Unter der Annahme, MB ist nicht die Täterin, erklärte sich ihre Aufgewühltheit so:

▪︎ MB hatte gesehen, dass Melanies Leichnam vom Verbringer in einem Meer von Brennnesseln geworfen wurde.
RE hat also die Kinder getötet und sie dann weggebracht, nachdem er sie angezogen und frisiert hatte und MB war bei der Verbringung dabei? Und sie tat - nichts, sie deckte ihn sogar? Das ist vollkommen absurd.
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Jemand, dem die zwei Ablageorte bekannt waren bzw. jemanden kennt, der ihm diese Ablageorte in der Nacht empfehlen konnte.
MB kannte die Ablageorte. Sie traf sich mit dem Kegelkumpel zum Sex ua auf dem Parkplatz, an dem Karola später gefunden wurde.
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Meine Einschätzung zum Grund der defekten Windschutzscheibe folgt dem Beitrag von @emz .
Zitat von emzemz schrieb am 13.09.2017:Ich halte es für technisch nicht möglich, dass ein Kind mit dem Fuß, selbst beim Tragen von Sandalen, eine Windschutzscheibe derartig beschädigen kann, dass sie springt, aber an dem Fuß keinerlei Verletzungen festzustellen sind.

Die Version, die Scheibe sei beim Geschlechtsverkehr beschädigt worden, ich denke hierbei an sogenannte Stöckelschuhe, halte ich jedoch für durchaus schlüssig.
MB änderte ihre diesbezügliche Geschichte mehrfach, erzählte jedem etwas anderes. RW erzählte sie, dass sie von einem LKW überholt worden wäre, dadurch wäre ein Stein in die Scheibe geschleudert worden. KP hat sie wiederum erzählt, dass ihrem Mann ein Stein reingeflogen wäre. In den Vernehmungen kam sie dann irgendwann mit dem abgerutschten Fuß um die Ecke. In ihrem eigenen Machtwerk behauptete sie dann später, dass sie bis heute nicht wüßte, wie der Schaden zustande kam. 4 verschiedene Versionen - alle sind gelogen. Es ist erwiesen, dass der Sprung seinen Urspung nicht im Steinschlag hatte. KP sagte aus, dass er nachts, nach dem Sex, keinen Schaden in der Scheibe gesehen hat. Die Gerichte waren der Ansicht, dass der Schaden mit der Tötung der Kinder im Zusammenhang stand und sie deshalb nicht die Wahrheit darüber sagte.

Urteil von Fulda
Zu der Windschutzscheibe: Die Kammer ist der Meinung, dass die Angeklagte die Beschädigung der Windschutzscheibe nicht erklärt, weil sie im unmittelbaren Zusammenhang mit Tötung ist und sie als Täterin entlarven würde. Auch wenn Reinhard Weimar nachts die toten Kinder weggebracht hätte, wäre so eine schwere Beschädigung nicht erklärbar.
Cichos, S. 210

Es fanden sich Blutspuren auf Melanies Tshirt, bei der Obduktion wurde zudem eine Verletzung am Kopf festgestellt.

Aktennotiz der Ermittler
Obduktion Melanie: Auf der Innenseite der Kopfschwarte einen Querfinger von der Kranznaht, in der Mitte gelegen, eine knapp pfenniggroße mittelgroße Einblutung. Außerdem einzelne, punktförmige mittelgroße Einblutungen in der Kopfschwarte in der Stirngegend und im Schläfenbereich.Windschutzscheibe-Verletzung?
Cichos, S. 177


1x zitiertmelden

Der Mordfall Weimar

26.06.2026 um 07:57
Zitat von WMWM schrieb:Hast Du eine Quelle dafür? Ich dachte immer so eine Abstimmung sei geheim? Woher stammt die Erkenntnis, dass die Berufsrichter einhelliger Meinung waren?
Welchen Sinn hat es, aus einem fast 3 Jahre alten Beitrag eines ehemaligen Mitglieds zu zitieren und nach einer Quelle zu fragen?

Davon ab war der Freispruch und sein Zustandekommen schon sehr häufig Thema im Thread. Es gab 3 Berufsrichter und zwei Laien. 4 Stimmen waren für einen Schuldspruch nötig. Richter Gehrke, der damals den Vorsitz hatte, sagte später in einem Interview, dass die 2 Laien gegen den Schuldspruch votierten. Nach dem Freispruch gingen sie sogar zu MB und beglückwünschten sie.


1x zitiertmelden

Der Mordfall Weimar

26.06.2026 um 08:35
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Davon ab war der Freispruch und sein Zustandekommen schon sehr häufig Thema im Thread. Es gab 3 Berufsrichter und zwei Laien. 4 Stimmen waren für einen Schuldspruch nötig. Richter Gehrke, der damals den Vorsitz hatte, sagte später in einem Interview, dass die 2 Laien gegen den Schuldspruch votierten. Nach dem Freispruch gingen sie sogar zu MB und beglückwünschten sie.
Interesting
Gibt es dafür eine Quelle


melden

Der Mordfall Weimar

26.06.2026 um 08:53
@Eichenstark

Zu den beiden Schöffen gibt es hier diverse Beiträge, das Interview mit Gehrke ist Teil eines Spiegel Artikels.
Zitat von exploratorexplorator schrieb am 20.09.2017:Thema Beweiswürdigung in den beiden widersprüchlichen Urteilen des Landgerichts Gießen und des Landgerichts Frankfurt möchte ich auf folgende Passage hinweisen, die in dem am 30.05.2011 veröffentlichten SPIEGEL-Artikel "Glaube und Wahrheit" enthalten ist:

Heftige, manchmal hysterische Reaktionen prägten die Berichterstattung. Die eigenen Kinder erwürgen? Tut eine Mutter so etwas? Die Wahrheit im Fall Weimar gibt es bis heute nicht.

Gehrke sieht das anders. Seine Kammer hat das letzte, das Schuldig-Urteil über die Frau gesprochen. Und er ist sich sicher, dass es richtig war: "Die Indizien waren eindeutig. Es gab über 50 Belege dafür, dass sie es getan hat."

Aber wie kann es dann sein, dass das Landgericht Gießen zum gegensätzlichen Urteil kam? Den Anwälten, so die Erklärung Gehrkes, sei es damals gelungen, die Schöffen der Schwurgerichtskammer in Gießen auf ihre Seite zu bringen: "Die Frau hat überzeugend das leidende Justizopfer gespielt, das um seine Kinder trauert."

Gegen das Votum beider Laienrichter ist eine Verurteilung nicht möglich. "Die Schöffen", sagt Gehrke, "sind regelmäßig überfordert." Nur ein Profi sei in der Lage, "zwischen dem zu unterscheiden, was er nur glaubt, und dem, was er beweisen kann".

Link: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-78689615.html



1x zitiertmelden

Der Mordfall Weimar

26.06.2026 um 10:40
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:
Zitat von exploratorexplorator schrieb am 20.09.2017:Aber wie kann es dann sein, dass das Landgericht Gießen zum gegensätzlichen Urteil kam? Den Anwälten, so die Erklärung Gehrkes, sei es damals gelungen, die Schöffen der Schwurgerichtskammer in Gießen auf ihre Seite zu bringen: "Die Frau hat überzeugend das leidende Justizopfer gespielt, das um seine Kinder trauert."

Gegen das Votum beider Laienrichter ist eine Verurteilung nicht möglich. "Die Schöffen", sagt Gehrke, "sind regelmäßig überfordert." Nur ein Profi sei in der Lage, "zwischen dem zu unterscheiden, was er nur glaubt, und dem, was er beweisen kann".
Das interessant.
Klingt sehr verbittert, klingt nach einem Mann der nach jahrelangem Jura-Studium nicht verknusen kann, dass eine dahergelaufene Susi Müller als Schöffin auch Fakten abgleichen kann, sich eine Meinung bildet und die äussert.

Und das 'leidende Opfer' - angesichts RWs, der bei 2 der 3 Prozessen nicht aussagen konnte, weil er dazu psychisch nicht in der Lage sei, ist das eine sehr sehr schräge Sicht der Realität.


1x zitiertmelden

Der Mordfall Weimar

26.06.2026 um 11:19
Versteh ich jetzte auch nicht
Monika Weimar hat doch in Gießen in der Sache geschwiegen und nicht ausgesagt
Wie hat sie dann den Schöffen das „leidende Justizopfer“ vorgespielt


1x zitiertmelden

Der Mordfall Weimar

26.06.2026 um 11:59
Zitat von Ripley_7Ripley_7 schrieb:Klingt sehr verbittert, klingt nach einem Mann der nach jahrelangem Jura-Studium nicht verknusen kann, dass eine dahergelaufene Susi Müller als Schöffin auch Fakten abgleichen kann, sich eine Meinung bildet und die äussert.
Verbittert würde ich es nicht nennen, aber vll durchaus frustriert. Und das kann ich nachvollziehen. Es sollte um Fakten gehen und nicht um Emotionen. Und die gab es, es gab sogar Tränen der Rührung bei den Schöffinnen. Und das hat nichts mehr mit Neutralität zu tun.
Ein Gerichtsaal kann trotz der unbedingten Nüchternheit des Rechts ein emotionaler Ort sein - vor allem für Angeklagte, Angehörige und Zeugen. Dass aber Mitglieder einer Strafkammer nach einem Urteil sichtlich berührt sind, geschieht sehr selten. Als Monika Böttcher, geschiedene Weimar, am 24. April 1997 vor dem Landgericht Gießen in einem Wiederaufnahmeverfahren wegen des Mordes an ihren beiden Töchtern freigesprochen wird, kommen den Schöffinnen die Tränen.
https://www.giessener-allgemeine.de/giessen/als-monika-weimar-wegen-mordes-an-ihren-toechtern-in-giessen-freigesprochen-wurde-90839113.html
Als das Landgericht Gießen am 24. April 1997 den Freispruch Monika Böttchers, geschiedene Weimar, vom Vorwurf des Mordes an ihren Töchtern Karola und Melanie verkündete, nahmen die beiden Schöffinnen zu Tränen gerührt am Glück der Angeklagten teil.
[...]
Die Berufsrichter wirkten wie versteinert - als seien sie von den Laien überstimmt worden. Die schriftliche Begründung des Freispruchs verstärkte diesen Eindruck noch.

Im Schwurgericht muß eine für den Angeklagten nachteilige Entscheidung von vier der fünf Richter getragen werden. Kommt diese Mehrheit in der Beratung über die Schuldfrage nicht zustande, ist freizusprechen. Die Schöffen können also die Entscheidung der Berufsrichter kippen.
[...]
Die Vermutung liegt nahe, daß die Widersprüche im Freispruch (und die von den Berufsrichtern zu verantwortende unmißverständlich harte Kostenentscheidung zum Nachteil Monika Böttchers) deutlich machen sollten: In der Beratung ergab sich eine Konstellation, die uns zwang, ein Urteil zu verkünden, das nicht unseres ist.
https://www.spiegel.de/politik/warten-auf-den-gnadenakt-a-0daf9a1c-0002-0001-0000-000008030526
Zitat von EichenstarkEichenstark schrieb:Wie hat sie dann den Schöffen das „leidende Justizopfer“ vorgespielt
Das leidende Opfer spielte sie doch von Anfang an, vom Moment der Vermißtenmeldung. Und die Verteidigung befeuerte das Ganze immer wieder, teilweise sogar durch Fehlinformation. Es wurden sogar die Exklusivrechte an den Stern verkauft, der dafür einen Teil der Prozesskosten übernahm. Ob sie vor Gericht geschwiegen hat, ist dabei völlig irrelevant.


melden

Der Mordfall Weimar

26.06.2026 um 15:18
Ach das haben sie doch alle
Was soll das für ein Argument sein
- Reinhard Weimar (Der Ehemann/Nebenkläger)
Über seinen damaligen Anwalt Lothar Göb vermittelte er Exklusivrechte, für die Der Spiegel Geld zahlte.
- Kevin Pratt (Der amerikanische Geliebte):
Er erhielt von Spiegel-TV ein Honorar in Höhe von 15.000 DM für Exklusiv-Interviews.
Monika Böttcher (geb. Weimar) und ihre Verteidigung
Für das spätere Wiederaufnahmeverfahren schloss ihr Anwalt Gerhard Strate einen Exklusivvertrag mit dem stern ab. Das Magazin zahlte ein Honorar von 50.000 DM (teilweise werden bis zu 80.000 DM genannt), um einen Teil der enormen Ermittlungs- und Gutachterkosten zu finanzieren.

Und ob die Schöffen gerührt waren oder nicht was willst du da der Monika Weimar vorwerfen, die nichts gesagt hat in dem Prozess


1x zitiertmelden

Der Mordfall Weimar

26.06.2026 um 18:20
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Ich finde es aber interessant, dass du es bei einer Tötung in Betracht ziehen würdest, um zu unterstreichen, dass MB die Möglichkeiten für einen schmerzloseren Tod der Kinder gehabt hätte, dich aber vehement dagegen wehrst, dass sie genau das, mit Medikamenten aus dem KH, evtl bei ihrem Mann versucht hat.
Obwohl, mit Betonung auf obwohl, MB die Möglichkeit gehabt hätte, ihre Kinder mit dem Einsatz von Medikamenten zu sedieren oder zu töten, scheinen Medikamente nicht zum Einsatz gekommen zu sein. MB hätte sich und den Kindern die Taten, den Tod erleichtern können, was wohl nicht stattfand. Vielleicht war deshalb MB nicht die Täterin? I know, schwaches Argument, aber immerhin ein Argument.

Zudem hatte MB Urlaub zur Zeit der Tode, also kein Zugriff auf die Medikamente im Krankenhaus, ihrem Arbeitsort, und es war Wochenende gewesen, am Montag Vormittag, den 4. August 1986, ihr Urlaubstag, erledigte sie Besorgungen, hätte in einer Apotheke ein rezeptfreies Schlafmittel besorgen können, was wohl nicht bekannt ist. Schwaches Argument, aber ein Argument.

Stichwort: RW unter Medikamenten-Intoxikation. Warum sollte ich dem offensichtlich besonnenen Urteil eines Richters widersprechen? Ein Richter, der sich wohl nicht blenden ließ von vermeintlich ach so superlogischen Schlußfolgerungen, sondern keine ausreichenden Indizien für MB als Medikamenten-Täterin bei ihrem Ehemann vorfand.

Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:RE hat also die Kinder getötet und sie dann weggebracht, nachdem er sie angezogen und frisiert hatte und MB war bei der Verbringung dabei? Und sie tat - nichts, sie deckte ihn sogar? Das ist vollkommen absurd.
Dein BeiTrag zu meinem Zitat ist wirklich absurd, da ohne direkten Bezug zu meinen Gedanken. Unter der Annahme MB ist nicht die Täterin, bedeutet nicht automatisch und abschließend RW sei der Täter, sonst würde kein Wiederaufnahmeverfahren angestrengt.

Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:MB kannte die Ablageorte. Sie traf sich mit dem Kegelkumpel zum Sex ua auf dem Parkplatz, an dem Karola später gefunden wurde.
War MB die einzige, die sich mit ihrem Lover outdoor traf? Wie typisch war der Fundort von Karola zuvor für Autosex gewesen, vielleicht generell in der US-Kaserne bekannt dafür, vielleicht auch bei jenen US-Soldaten, die ihn nicht nutzten. War dieser Parkplatz ein typischer Spot für Autosex in der Region?

Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Aktennotiz der Ermittler
Wo ist der Vermerk des Ermittlers zu vermeintlich winzig kleinen Glaspartikeln in den Kopfverletzungen von Melanie bzw. dies labormäßig abzuklären?


3x zitiertmelden

Der Mordfall Weimar

26.06.2026 um 18:27
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Ihre zwei Kinder standen einem Leben mit ihrem Lover KP in den USA nicht im Weg.
Weil?
Meines Wissens wollte sie nicht jetzt mit den Kindern (die älteste Tochter stand vor der Einschulung) in die USA.
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:MB hätte sich und den Kindern die Taten, den Tod erleichtern können, was wohl nicht stattfand. Vielleicht war deshalb MB nicht die Täterin? I know, schwaches Argument, aber immerhin ein Argument.
Dass man Benzos etc gut nachweisen kann, dürfte Monika bekannt gewesen sein (durch die KH-Aufenthalte ihres Mannes) und dass nachweisbare Medikamentengabe einen Hinweis auf sie selbst (da sie an der Quelle sass) gewesen waere, gab es gute Gründe fuer MW, keine Medikamente einzusetzen.
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Unter der Annahme, MB ist nicht die Täterin, erklärte sich ihre Aufgewühltheit so:

▪︎ MB hatte gesehen, dass Melanies Leichnam vom Verbringer in einem Meer von Brennnesseln geworfen wurde.
Wenn Du keine Beteiligung v Monika an der Tat siehst -
Und wer war der Verbringer?


1x zitiertmelden

Der Mordfall Weimar

26.06.2026 um 20:05
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Meines Wissens wollte sie nicht jetzt mit den Kindern (die älteste Tochter stand vor der Einschulung) in die USA.
Ein neues Leben in den USA, während ihre Kinder in Hessen bleiben.
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb am 21.06.2026:MB, ihr ihr unterstelltes Motiv der unabhängigen Auswanderung mit dem Lover; Sie hätte ihre Kinder bei der Oma (ihrer Mutter) lassen können, einfach so, ihre eigene Mutter war auch noch "jung" genug, dies zu wuppen. Warum seine Kinder töten, wenn man eh dann in Übersee und unerreichbar sein wird? Das habe ich nie verstanden, diese Denke.
Es stellt sich eh die Frage, ob MB die damaligen amerikanischen Einreisebestimmungen bekannt waren. Scheidung und Neu-Heirat hätten ja Zeit benötigt, warum jetzt die Kinder töten, wenn die Ehe doch noch bestand?

Mir ist klar, dass eine MB einer anderen Logik hätte folgen können, ich kann diese Frau überhaupt nicht einschätzen, ich finde keinen psychologischen Zugang zu ihr, es ist mehr so ein Bauchgefühl.
MB lebte 1986 in einer Familienstruktur, die nach dem Tod ihres bestimmenden Vaters nur Frauen aufwies, wobei von den älteren Frauen, ihrer Mutter und ihrer Großmutter, sie offensichtlich Solidarität erfuhr und mit einer ihrer Schwestern BE zusammen Party machen fuhr und ein Schicksal teilte, das der unglücklichen Ehe. Das scheint mir im Kern eine Frauengemeinschaft zu sein, alle im gleichen Haus, in der man Probleme ansprechen kann, denn die Affären der beiden Schwestern Monika und Brigitte, damals junge Ehefrauen im Alter von ca. 21 und 28, scheinen mir von den älteren Frauen toleriert worden zu sein.

Die dritte Schwester lebte dort auch, verheiratet, ein Kind. Die Schwiegersöhne wirken wie "eingeheiratet", dazugeheiratet. Keine der Schwestern hatte durch die Eheschließung die Chance ergriffen, woanders zu wohnen und zu leben. Offensichtlich harmonierten die Frauen über die Generationen hinweg.

Über dem Vakuum durch den Tod des bestimmenden Vaters, Ehemanns schlossen sich die Frauen der Familie Böttcher inkl. Großmutter zusammen, so mein Eindruck.

Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Wenn Du keine Beteiligung v Monika an der Tat siehst -
Und wer war der Verbringer?
Ohne MB als Täterin müsste die Großfamilienaufstellung inklusive der zwei Lover der Schwestern neu sortiert und aufgestellt werden, unter Bezugnahme der Ermittlungsakten, die Infos darin, darauf gecheckt werden, ob sie auch anders gelesen werden könnten, wo es Lücken gab, wie die Alibis entstanden. Nochmal alles auf Anfang. Vielleicht ergibt sich so eine Antwort auf deine Frage nach dem, der Verbringer.


1x zitiertmelden