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Mordfall Charlotte Böhringer

23.011 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, München, 2006 + 6 weitere
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Charlotte Böhringer

Mordfall Charlotte Böhringer

19.11.2020 um 12:49
Zitat von AndanteAndante schrieb:Er muss jetzt weiter an der Unschuldslegende arbeiten.
Nein, muss er nicht .
Und ich bin ehrlich erschrocken, als ich das in dem Video hörte....
Er könnte einfach sein Leben nach der Entlassung leben u es gut sein lassen.
Mir kommt das so vor, als will er einfach die Haft streichen u 25 Jahre zurück, wo er für die meisten Freunde noch „unschuldig“ war .
Er soll machen was er meint, aber ich hoffe, diese Idee lässt er in den nächsten Jahren im eigenen Interesse wieder fallen .


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Mordfall Charlotte Böhringer

19.11.2020 um 13:07
Zitat von StradivariStradivari schrieb:Nein, muss er nicht .
Und ich bin ehrlich erschrocken, als ich das in dem Video hörte....
Er könnte einfach sein Leben nach der Entlassung leben u es gut sein lassen.
Natürlich hast du recht, dass er sich theoretisch frei entscheiden könnte, ob er weiter auf seiner Unschuld beharrt oder nicht. Aber er würde seine letzten verbliebenen Unterstützer verlieren, wenn er sich plötzlich zu der Tat bekennen würde, nach all dem medialen und finanziellen Aufriss, mit dem die groß angelegten Kampagne vom armen Justizopfer gestartet wurde und die sich im Nachhinein als große Verar.... erweisen würde. Das wird BT kaum riskieren wollen.

Metaphorisch gesprochen sitzt er auf doppelte Weise im Gefängnis, davon auf eine Weise wirklich lebenslänglich, wenn er bis zum Schluss den Unschuldigen mimen muss. Aber das dürfte ihn vielleicht gar nicht so viel Mühe kosten, er kennt so etwas ja, hat schließlich jahrelang den erfolgreichen Jurastudenten und Rechtsreferendar gespielt.


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19.11.2020 um 13:25
Zitat von StradivariStradivari schrieb:Aber Tatsache ist, dass er sich damals sofort als unschuldig bezeichnet hat u mit deinem RA diesen Weg auch bis zur Verurteilung u seitdem gegangen ist , und wenn er vielleicht in 5 Jahren rauskommt, scheint er weiter an dieser Legende arbeiten zu wollen .
Ich weiß ja nicht, wie die Beratungen Mandant-Verteidiger abgelaufen sind, was der Mandant kategorisch ablehnte und der RA riet. Aber ich habe Witting nun schon in mehreren Verfahren (medial) beobachtet und zweifle sehr, dass er immer die beste Wahl war.
Zitat von AndanteAndante schrieb:Natürlich hast du recht, dass er sich theoretisch frei entscheiden könnte, ob er weiter auf seiner Unschuld beharrt oder nicht.
Auf den ersten Blick kann er nur verlieren. Er würde ins Bodenlose stürzen. Würde sein Schuldeingeständnis in wesentlichen Punkten von den Feststellungen des Urteils abweichen (Habgier/Heimtücke), würde man ihn trotzdem weiter für einen Lügner halten. Man könnte ihm noch immer vorwerfen, die Leute an der Nase herumzuführen. Und er könnte nichts beweisen.

Davor hat er panische Angst. Verständlich. Aus dieser Zwangslage könnte er sich erst befreien, wenn er Menschen um sich hat, die sich ihm zuverlässig zuwenden und denen es egal ist, ob er schuldig ist oder nicht. Die nicht weglaufen würden. So lange er inhaftiert ist, dürfte das nicht der Fall sein.

Der Fall ist schon tragisch, nicht nur wegen der Ermordeten, sondern auch des Täters wegen. Der Typ ist intelligent und begabt, er hat Humor, ist redegewandt und so gar nichts Böses an sich. Der war nicht als Täter oder Lügner geboren, sondern hat sich in einem jahrelangen Prozess immer mehr in Abhängigkeit, Unterwerfung und Verstellung verstrickt - bis er keinen Ausweg mehr sah. Jeder kann zum Mörder werden...


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19.11.2020 um 14:04
Zitat von AndanteAndante schrieb:Natürlich hast du recht, dass er sich theoretisch frei entscheiden könnte, ob er weiter auf seiner Unschuld beharrt oder nicht.
Ich hab mich unklar ausgedrückt: mM ist : er soll entweder schweigen o sich zumindest nicht in der Öffentlichkeit als Unschuldiger darstellen.
Irgendetwas zugeben würde ich an seiner Stelle jetzt natürlich auch nicht mehr .
obwohl das eine interessante Geschichte wäre .


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19.11.2020 um 14:56
Zitat von StradivariStradivari schrieb:Ich hab mich unklar ausgedrückt: mM ist : er soll entweder schweigen o sich zumindest nicht in der Öffentlichkeit als Unschuldiger darstellen.
Klar, an die Variante hatte ich gar nicht gedacht. Nichts mehr sagen. Ja, das wäre ein Ausweg. Löst aber nicht das Problem mit den Freunden, mit denen er noch in Kontakt steht.


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19.11.2020 um 15:03
Zitat von monstramonstra schrieb:Löst aber nicht das Problem mit den Freunden, mit denen er noch in Kontakt steht.
Beide Freunde aus dem Video fragen da nicht nach . Die Tat an sich ist da nicht mehr so das Thema, jedenfalls nicht in den Gesprächen mit Bence.
Der zweifelnde Rest ist eh weg oder besucht ihn nicht mehr, kann ich verstehen, ich will ihm auch nicht gegenübersitzen u das Gefühl haben, angelogen zu werden .


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20.11.2020 um 10:29
Zitat von monstramonstra schrieb:Man mag ihn für einen Psychopathen oder eiskalten Killer halten, das heißt nicht, dass er keine Gefühle hat. Todt ist vermutlich jemand, der Publikum braucht, der Aufmerksamkeit benötigt, wie ein Fisch das Wasser.
Ich halte ihn weder für einen Psychopathen noch für einen eiskalten Killer. Er ist ein schwer narzisstischer Opportunist der seine Tante umgebracht hat, weil sie ihn wiederholt schwer gekränkt hatte. Das reicht vollkommen aus als Erklärung für fehlende Reue nach innen, und dreiste Unschuldsbeteuerungen nach außen. Wahrscheinlich hat er heute sogar noch eine größere Wut auf seine Tante als zur Tatzeit, weil er sie zusätzlich dafür verantwortlich macht, dass er jetzt im Gefängnis schmoren muss.

Je mehr ich mich mit dem Fall beschäftige desto rätselhafter wird es für mich, wie ein solcher Mensch einen durchaus ansehnlichen und treuen Freundeskreis um sich scharen konnte. Ich suche die ganze Zeit nach irgendeiner sympatischen Eigenschaft, finde aber nichts.

Konnte er vielleicht gut Witze erzählen?


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20.11.2020 um 10:46
Zitat von falstafffalstaff schrieb:Konnte er vielleicht gut Witze erzählen?
Er scheint - so mein Eindruck aufgrund der Zitate - durchaus humorvoll zu sein und auch einen angenehmen Selbsthumor zu haben. In dem "funk"-Youtube-Beitrag wurde da im Biergarten aus einem Brief zitiert, wo alle herzlich lachen mussten.

Die empfanden ihn als warmherzigen und zugewandten Typen. Ich denke, das war auch keine Fassade, sondern ein Teil seiner Persönlichkeit. Der andere Teil muss wahnsinnig unter Druck gestanden haben und ziemlich orientierungslos gewesen sein.

Narzisstisch sind wir alle...;-)


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20.11.2020 um 10:50
Zitat von monstramonstra schrieb:Die empfanden ihn als warmherzigen und zugewandten Typen. Ich denke, das war auch keine Fassade, sondern ein Teil seiner Persönlichkeit. Der andere Teil muss wahnsinnig unter Druck gestanden haben und ziemlich orientierungslos gewesen sein.

Narzisstisch sind wir alle...;-)
Ich traue vielen von uns auch schwere Taten zu, wenn die richtigen Faktoren zusammentreffen ;-)
Zitat von monstramonstra schrieb:Die empfanden ihn als warmherzigen und zugewandten Typen. Ich denke, das war auch keine Fassade, sondern ein Teil seiner Persönlichkeit.
Das verträgt sich halt schlecht mit den euphemistisch als "ungarisches Temperament" umschriebenen Charaktereigenschaften, oder sagen wir besser: Schwächen. Aber nach den Szenen im Gerichtssaal halte ich es auch für möglich, dass er in einer Gruppe aggressiver Ich-Menschen noch einer der angenehmeren war...


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20.11.2020 um 11:34
Zitat von falstafffalstaff schrieb:Aber nach den Szenen im Gerichtssaal halte ich es auch für möglich, dass er in einer Gruppe aggressiver Ich-Menschen noch einer der angenehmeren war...
Ja, der kleine Schlunzi, als wäre so gar nichts passiert...
Der gerichtsmedizinische Sachverständige Prof. Dr. P. der die Leiche obduzierte, führte überzeugend aus, dass an der Leiche eine Vielzahl von massiven Verletzungen festgestellt worden seien. Allein am Kopf habe man mindestens 24 ineinander übergehende Kopfschwartendurchtrennungen festgestellt. In einem Fall sei es auch zu einem Impressionsbruch des Schädeldaches gekommen. Von den Verletzungen seien folgende Regionen schwerpunktmässig betroffen gewesen: Die rechte und linke Hinterhauptsregion, die tiefe Hinterhauptsregion sowie der rechte und linke Stirnbereich. Daneben habe es noch eine Reihe kleinere Blutergüsse an den Armen und den Schultern gegeben. Der linke Ringfinger sei am Endglied zertrümmert gewesen. Am rechten Handrücken seien vier Hautdurchtrennungen feststellbar gewesen. Die Verletzungen an den Händen liessen sich am plausibelsten als passive Abwehrverletzungen – also schützend auf den Kopf aufgelegte Hände – erklären. Die Kopfverletzungen hätten zu kräftigen Unterblutungen im Kopf und zu massiven Ausblutungen geführt. Der Tod sei infolge zentraler Lähmung aufgrund der schweren Hirnverletzungen wahrscheinlich in Verbindung mit dem massiven Blutverlust nach aussen eingetreten. Die Verletzungen seien durch Einwirkung einer stumpfen oder halbscharfen Gewalt zu erklären. Die geradlinig, winkelig geschürften Wundränder liessen an ein hammerähnliches Werkzeug mit einer langen, fast schneidenden, also scharfkantigen Endzone denken. Da keine klare Abformung erkennbar sei und man zudem nicht wisse, wie das Werkzeug aufgetroffen habe, seien weitere Angaben zur Art und des Werkzeugs aus rechtsmedizinischer Sicht nicht möglich. Denkbar sei ein Hammer mit kleiner Kante oder ein Kombiwerkzeug. Bei den an Mund, After und Scheide gefertigten Abstrichen hätten keine Samenfäden oder Teile von diesen abgrenzen lassen. Die anlässlich der Obduktion gefertigten Lichtbilder wurden in Augenschein genommen und vom Sachverständigen erläutert.
Quelle Urteil S. 74

Es ist wirklich erstaunlich, wie Bence auch Jahre später immer noch als der liebenswürdige Freund und der ganze Vorlauf zur Tat als mehr oder minder nicht existent dargestellt werden sollen.


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20.11.2020 um 11:43
Zitat von falstafffalstaff schrieb:Ich suche die ganze Zeit nach irgendeiner sympatischen Eigenschaft, finde aber nichts.

Konnte er vielleicht gut Witze erzählen?
Er besitzt jedenfalls eine erstaunliche Fähigkeit, anderen etwas vorzumachen. Die wenigsten Menschen können ihrer Umgebung, selbst den vertrautesten Menschen, jahrelang etwas vorspielen, was sie nicht sind. Irgendeine Art von Stand-Up- Kreativität muss da schon dahinterstecken, sonst wäre BT schon viel eher aufgeflogen und hätte brenzliche Situationen nicht gemeistert.


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20.11.2020 um 12:53
Zitat von falstafffalstaff schrieb:Konnte er vielleicht gut Witze erzählen?
Nein, aber Märchen.


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20.11.2020 um 13:09
Mein Eindruck von der Clique ist ein etwas anderer, den ich meine aus den Videos zum Zeitpunkt der Verurteilung gewonnen zu haben. Da geht es den Freunden weniger um ihn sondern mehr um seine Verlobte. Alle sind sie bemüht, sie zu trösten. Sie ist die Verzweifelte und Hilflose und vor allem diejenige, die am meisten in ihren Grundfesten also ihren Lebensumständen getroffen ist. Das Letzte, was sie in dieser Situation brauchen kann, ist jemand, der dem Gericht Recht gibt und ihrem Glauben an seine Unschuld, an den sie sich klammert, widerspricht.

BT, so sah es jedenfalls aus, würde in der Zukunft über das größte Vermögen aller verfügen. So jemanden hat man schon mal gern zum Freund und sieht dabei über Manches hinweg, denn gesellschaftlich sind solche Kontakte eher hilfreich. Auch nach der Haftentlassung wird er nicht gebrandmarkt sein und sich der ein oder andere gerne mit der Freunschaft zu ihm schmücken. BT fällt weich, finanziell wird es ihm an nichts mangeln und so sehe ich ihn in wenigen Jahren schon über dem Parkhaus tronen. Letztendlich hat er sein Ziel erreicht.


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20.11.2020 um 13:45
Zitat von emzemz schrieb:Sie ist die Verzweifelte und Hilflose und vor allem diejenige, die am meisten in ihren Grundfesten also ihren Lebensumständen getroffen ist. Das Letzte, was sie in dieser Situation brauchen kann, ist jemand, der dem Gericht Recht gibt und ihrem Glauben an seine Unschuld, an den sie sich klammert, widerspricht.
Man will sich nicht eingestehen, sich in einem Menschen getäuscht zu haben. Menschlich nachvollziehbar, vor allem wenn man viel investiert hat in eine solche Beziehung. Aber auch wenn es hier wohl eher um immaterielle Investitionen geht, wäre es vielleicht besser, Verluste irgendwann zu realisieren, wenn keine Aussicht mehr auf eine Erholung des Investments besteht. Eben so wie es materielle Investoren tun, um sich vor einem Totalverlust zu schützen.


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20.11.2020 um 13:59
Zitat von falstafffalstaff schrieb:Aber auch wenn es hier wohl eher um immaterielle Investitionen geht, wäre es vielleicht besser, Verluste irgendwann zu realisieren, wenn keine Aussicht mehr auf eine Erholung des Investments besteht.
Sie ist eine neue Beziehung mit einem Freund aus der Clique eingegangen und hat ein Kind mit ihm. Ich könnte mir vorstellen, dass dies eine sehr gute Konstellation ist, muss sie ihm nichts erklären.


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20.11.2020 um 15:16
Zitat von falstafffalstaff schrieb:Das verträgt sich halt schlecht mit den euphemistisch als "ungarisches Temperament" umschriebenen Charaktereigenschaften, oder sagen wir besser: Schwächen.
Weiß ich nicht. Bin da kein Fachmann, aber je älter ich werde und je mehr ich mit Menschen erlebe, desto vielschichtiger erlebe ich sie. So verhalten sich manche in einer verzweifelten Situation depressiv, verziehen sich, stellen sich tot. Und andere drehen hoch bis auf Anschlag. So habe ich einen Chef, der ist ein absoluter Angstbeißer. Er ist freundlich und nett, bis er eine Bedrohung oder einen Angriff wittert. Und dann flippt der voll aus, wird irrational und brüllt rum.

Bei Herrn Todt möchte ich überhaupt nicht ausschließen, dass er ein aufbrausendes Temperament haben kann. Und - die Obduktion zeigt das ja - der Angriff auf seine Tante war das Überschreiten einer bis dahin absoluten Grenze, nach der es dann kein Halten mehr gab.
Zitat von falstafffalstaff schrieb:Ich traue vielen von uns auch schwere Taten zu, wenn die richtigen Faktoren zusammentreffen
Ja, nur haben wir es vermutlich besser im Griff, mit Konflikten und Aggressionen konstruktiv umzugehen (treiben Sport, ackern in der Arbeit, ziehen in eine andere Stadt usw.) oder wir wenden sie gegen uns selbst (reagieren psychosomatisch, depressiv, nehmen Drogen oder Alkohol, Essstörungen usw.), jedenfalls werden wir nicht zu Mördern.

Bein Todt kann ich mir beide Variationen vorstellen: Er hat schon länger fantasiert, wie es wäre, wenn seine Tante nicht mehr wäre. Sei es aus Habgier, sei es aus Wut. Dementsprechend erfolgte dann die Tat geplant oder zufällig, heimtückisch oder Face to Face. Da bin ich in den Tatortspuren aber nicht bewandert genug, um da eine Überzeugung zu haben.


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Mordfall Charlotte Böhringer

20.11.2020 um 15:31
Zitat von monstramonstra schrieb:Ja, nur haben wir es vermutlich besser im Griff, mit Konflikten und Aggressionen konstruktiv umzugehen (treiben Sport, ackern in der Arbeit, ziehen in eine andere Stadt usw.) oder wir wenden sie gegen uns selbst (reagieren psychosomatisch, depressiv, nehmen Drogen oder Alkohol, Essstörungen usw.), jedenfalls werden wir nicht zu Mördern.
Wahrscheinlich haben auch die wenigsten von uns eine schwerreiche Tante, die sie jahrelang mit der Aussicht auf ein Multimillionenvermögen triezt. Ich kann vieles verstehen, unter anderem auch, warum sich Bence jahrelang demütigen hat lassen. Im Dschungelcamp und ähnlichen Formaten lassen sich Leute regelmäßig für wesentlich weniger Geld wesentlich mehr erniedrigen.
Ich kann sogar verstehen dass Bence durchgedreht ist, als nicht nur die erhoffte Belohnung in unerreichbare Ferne rückte, sondern gleichzeitig auch noch die Aufdeckung seiner Lebenslüge und damit die finale Bloßstellung drohte.

Unbewusst scheinen selbst die Anhänger Bences diesen Kaventsmann von einem Motiv anzuerkennen. Ein Großteil ihrer Bemühungen zielt ja gerade darauf ab, mit teilweise abenteuerlichen Verrenkungen das Motiv wegzuerklären. Dabei haben Leute schon aus wesentlich nichtigeren Anlässen gemordet.


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20.11.2020 um 16:59
danke @Interested!

vielleicht sollten sich die "Freunde" all morgendlich zu ihrem Müsli und der TAZ auch diesen Obduktionsbericht zu Gemüte führen...

Könnte helfen klar zu sehen!


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Mordfall Charlotte Böhringer

20.11.2020 um 20:00
Er war total abhängig von der Tante und vermutlich hat er immer nur gehört, du bist bald Jurist und nicht mehr abhängig. Und nur er wusste, dass das nicht stimmt und die Abhängigkeit bis zu ihrem Tod bestehen bleibt. Bzw dachte er wahrscheinlich so.
Man weiß nicht, was das für eine Konstellation der Freunde ist, wenn da die richtigen an die Unschuld glauben wollen, ziehen andere vielleicht einfach mit.


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Mordfall Charlotte Böhringer

20.11.2020 um 21:28
Zitat von VentilVentil schrieb:all morgendlich zu ihrem Müsli und der TAZ
Was hat das mit dem Fall zu tun? Leichtgläubige bzw. Gläubige gibt überall, derzeit mehr bei allen Varianten des Trumpismus.


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