Mordfall Charlotte Böhringer
23.04.2026 um 15:58Die Story rund um den geplanten Hausverkauf, der als Motiv des Arztes für den Mord herhalten muss, ist doch eh an den Haaren herbeigezogen.R.d.R schrieb:Ich glaube auch, dass die Unordnung im Büro bewusst verursacht wurde. Das Testament jedenfalls aber fand sich wohl dort, wo es schon vorher deponiert war. Für Dr. R. wäre es tatsächlich nur interessant gewesen, wenn C.B. ihm gegenüber im Vorfeld eine beabsichtigte Änderung der bisherigen Verfügung angekündigt hätte.
Offen bleibt auch die Frage, ob Dr. R. Kenntnis vom beabsichtigten Hausverkauf hatte.
Der Sohn war in dem Testament mit dem Haus bedacht worden, wenn es zum Todeszeitpunkt nicht mehr in ihrem Besitz gewesen wäre, wäre er leer ausgegangen. Anders als bei BT stand aber doch nie eine geplante Enterbung zur Debatte. CB hätte den Sohn dann halt einfach in einer nächsten Version des Testamentes mit einem anderen Haus aus ihrem Portfolio oder Geld bedenken können. Sie wollte das Haus ja nicht verkaufen, um es dem Arztsohn vorzuenthalten. Insofern hätte der Arzt die nicht ermorden müssen, damit sein Sohn ein Erbe von ihr bekommt. Entweder hätte sie selbst dran gedacht, das Testament entsprechend zu ändern oder er hätte sie freundlich dran erinnern können, dass das verkaufte Haus doch eigentlich als Erbe für seinen Sohn gedacht war.
Problematisch wäre es für ihn bzw. den Sohn doch nur geworden, wenn sie zwischen Hausverkauf (und hier zählt die Untrerschrift beim Notar, nicht ein Anruf bei einem Hausverwalter oder die Beauftragung eines Maklers als Stichtag) und neuem Testament verstorben wäre.
BT hatte da schon einen ganz anderen Druck auf dem Kessel. Für ihn stand eine aktive Enterbung an, wenn CB dahinter gekommen wäre, dass er ihr seit Jahren den fleißigen und erfolgreichen Jurastudenten vormimt.


