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Mordfall Charlotte Böhringer

20.621 Beiträge, Schlüsselwörter: Benedikt, Böhringer, Bence, Parkautomat, Parkgarage
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Charlotte Böhringer

Mordfall Charlotte Böhringer

03.04.2019 um 11:07
Mark_Smith schrieb:Sagt ein Sachverständiger der im Auftrag der Verteidigung gearbeitet hat. Und m.E. ist auch diese Aussage zweifelhaft.
Das ist ein guter Punkt - mir ist immer noch nicht klar wie man aus den Wunden an einer Leiche schließen will, mit welcher Hand sie beigefügt wurden. Das unbekannte Tatwerkzeug hat ja keinen "L"- Abdruck hinterlassen. Ich schließe es nicht aus dass so etwas möglich ist, halte es aber für so Tricky, dass ich gerne mehr über die Wissenschaft hinter diesem Gutachten wissen möchte, bevor ich das glaube.

Meine Vermutung ist dass auch das Gericht das nicht unbesehen übernommen hat - man hat es nur einfach umgangen mit den bekannten Begründungen dass Bence kein eingefleischter Linkshänder sei und dass er die Linke brauchte um die Tür aufzuhalten. So ist der Eindruck entstanden dass das Gericht die Erkenntnisse zweifelsfrei anerkannt habe, wo es doch vermutlich eher darum ging wochenlanges Gutachter-Ping-Pong zu vermeiden.


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03.04.2019 um 11:12
Mark_Smith schrieb:Es wurde von keinem Sachverständigen gesagt, dass die Tat in weiten Teilen mit der rechten Hand begangen wurde.
Man kann nur sagen, dass ev. die letzten vier-fünf Schläge mit der rechten Hand ausgeführt wurden.
Das stimmst so nicht. Aus dem Urteil:
Der Umstand, dass es sich bei dem Angeklagten um einen Linkshänder handelt und die Schläge nach den Feststellungen der Kammer ausnahmslos mit der rechten Hand geführt worden sind, spricht nicht gegen die Täterschaft des Angeklagten.
Es wurde aber auch Folgendes festgestellt:
Aufgrund der erreichten Testleistungen sei zusammenfassend festzustellen, dass die motorischen Leistungen der rechten Hand des Angeklagten gut bis sehr gut seien. Dies wäre anhand des Lateralisierungsquotienten von -80 an sich nicht zu erwarten gewesen. Allerdings sei die gute Einsetzbarkeit der rechten Hand ein bei Linkshändern häufig anzutreffendes Phänomen.
Man kann also festhalten: Die Tat wurde überwiegend mit der rechten Hand ausgeführt. Der Angeklagte ist zwar Linkshänder, aber durchaus in der Lage ein Schlagwerkzeug mit der rechten Hand zu nutzen.


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03.04.2019 um 11:13
Falstaff schrieb:Das ist ein guter Punkt - mir ist immer noch nicht klar wie man aus den Wunden an einer Leiche schließen will, mit welcher Hand sie beigefügt wurden. Das unbekannte Tatwerkzeug hat ja keinen "L"- Abdruck hinterlassen. Ich schließe es nicht aus dass so etwas möglich ist, halte es aber für so Tricky, dass ich gerne mehr über die Wissenschaft hinter diesem Gutachten wissen möchte, bevor ich das glaube.
Er hat es anhand der Blutspuren geschlossen. Das kann man natürlich schon machen und führt sicherlich zu einem einigermassen validen Ergebnis.
Das Problem ist nur, dass rechte Vorhand und linke Rückhand oder umgekehrt m.E. die genau gleichen Spuren hinterlassen. Das Problem kommt noch hinzu, wenn die Schläge beidhändig ausgeführt wurden. Auch hier kann man m.E. nicht immer genau unterscheiden, was wirklich der Fall ist.


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03.04.2019 um 11:55
@meermin
meermin schrieb:Bence Toth als dem wohl engsten Vertrauten von Frau Böhringer könnte ein eventuell vorhandener Code bekannt gewesen sein und er könnte auch über einen eventuell vorhandenen Schlüssel, der die Nutzung des Aufzuges ermöglichte, verfügt haben.

In diesem Zusammenhang stellt sich auch noch die Frage, wo sich ein solcher Schlüssel beim Auffinden der toten Frau Böhringer befand, lag er zusammen mit den restlichen Utensilien auf dem Flurboden neben der Handtasche oder befand er sich in einem Mäppchen oder einem Etui?
Du führst richtigerweise per Konjunktiv einen Code und einen Schlüssel in die Diskussion ein, um dann umgehend nach dem Fundort eben jenes ausgedachten Schlüssels zu fragen?


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03.04.2019 um 12:24
Falstaff schrieb (Beitrag gelöscht):Später wurde der Mann dann wieder aus dem Gefängnis entlassen, weil diese Analyse durch ein Gegengutachten erfolgreich angegriffen wurde.
Das ist so nicht ganz richtig. Der Blutspurenexperte würde über einen anderen Fall als Dilletant entlarvt. Nicht durch ein Gegengutachten im "Staircase-Fall".
Aber das was @Mark_Smith sagt, ist korrekt. Man kann vieles aus den Blutspuren ablesen. Eine sichere Aussage auf die Händigkeit gehört nicht dazu. Allenfalls wenn Schleuderspuren vom Ausholen sehr gut abgebildet sind, lässt sich dies darstellen.
Wenn ich es Recht entsinne, hat Professor P. sich vor Gericht sogar entsprechend geäußert. Die Frage der Rückhand und Vorhand lässt sich kaum durch Blutspuren differenzieren.


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03.04.2019 um 12:50
Jamegumb schrieb:Aber das was @Mark_Smith sagt, ist korrekt. Man kann vieles aus den Blutspuren ablesen. Eine sichere Aussage auf die Händigkeit gehört nicht dazu. Allenfalls wenn Schleuderspuren vom Ausholen sehr gut abgebildet sind, lässt sich dies darstellen.
Genau das sage ich ja auch. Der ganze Zinnober um das Händigkeitsgutachten ist also viel Lärm um wenig Substanz. Als ich anfangs davon gelesen habe habe ich mich auch gefragt , wie dieses Urteil überhaupt zustande kommen konnte wo doch das Gutachten einen Rechtshänder als Täter erkannt haben will, während Bence Linkshänder ist. Beim näheren Hinschauen fällt dann auf, dass die Schlüsse des Gutachtens bereits fragwürdig sind. Aber selbst wenn man sie als gegeben annehmen würde, bleibt immer noch dass Bence im Prinzip "Beidhänder" ist, womöglich eine Hand brauchte um die Tür aufzuhalten bzw. irgendwann aus Ermüdungsgründen die Hand gewechselt hat.

Insgesamt ist das dann doch recht dünn...


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03.04.2019 um 19:37
Ich möchte nochmal auf die Funktion eines solchen privaten Lifts eingehen. Bekannte von mir haben, die Kinder sind erwachsen, ihr Haus verkauft und sich in Hinblick aufs Alter auf knapp 100qm barrierefreien, exclusiven Wohnraum verkleinert. In dem mehrstöckigen Baukomplex hat jede Wohnung einen eigenen Lift, der ins Erdgeschoss und dann weiter in die Tiefgarage führt. Zu Fuß ist man schneller. Da so ein Lift erheblich langsamer ist als ein Aufzug, möchte ich fast annehmen, dass CB ihn kaum genutzt hat.


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04.04.2019 um 09:05
@emz
ich gehe nicht davon aus, dass CB einen privaten Senkrechtslift im Wohnbereich der 4. Etage hatte. MMn war die Fahrstuhltür, die sich im Flur befand, ein privater Einstieg in den öffentlichen Fahrstuhl des Parkhauses. Eine Abkürzung, die die Option schaffte ohne durch die Wohnungstür gehen zu müssen um in den Fahrstuhl einzusteigen zu können. Die Fahrstuhlkabine hätte dazu 2 Ausgänge bedurft, einen normalen und einen seitlichen, der nur in der 4. Etage zu öffnen war und in die Wohnung von CB. geführt hat.

Ein Besucher hätte dann einfach in die 4. Etage des Parkhauses fahren können, CB hätte die Fahrstuhltür in ihrer Wohnung öffnen können und den Besucher ohne Probleme in ihre Wohnung hinein lassen können. Da der Angriff auf CB auch vom Fahrstuhl aus hätte stattfinden können, ist die Frage nach dem letzten Besucher mMn ziemlich relevant. Um ihn zu emfangen hätte CB ja vor dem Fahrstuhl stehen müssen, die Fahrstuhltür von innen öffnen, um ihn in ihre Wohnung hineinzulassen.


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04.04.2019 um 09:58
Falls es zum Betreiben des Aufzuges eines Schlüssels bedurft hätte, hätte sich nach der Tat die Frage nach dem letzten Aufenthaltsort des Schlüssels gestellt. Es hätte sich auch die Frage gestellt, wieviele von diesen Schlüsseln existierten und wo diese in der Regel aufbewahrt wurden.

Grundsätzlich hätte sich nach der Tat die Frage gestellt, wer in der Lage gewesen wäre, den Aufzug zu benutzen um in die Wohnung von Frau Böhringer zu gelangen bzw. diese mit dem Aufzug wieder zu verlassen, egal ob mit Schlüssel, mit Code oder sonstwie.

Wirklich sehr interssant zu beobachten wie hier auf kleine Formulierungsfehler sofort angesprungen wird. Fein gemacht, möchte man sagen. Weiter so, wenn es spass macht und man sich daran erfreuen kann, was ja der Fall zu sein scheint, "lach", "grins":).


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04.04.2019 um 10:41
@Rosenmontag

Vielleicht müssen wir erst mal den Unterschied zwischen Aufzug und Lift klären. Wobei ich zugeben muss, dass auch ich nicht immer den korrekten Begriff verwendet habe.

Ein Aufzug zieht die Kabine nach oben, die Technik befindet sich im Stockwerk (Dachboden) oberhalb der Fahrstuhlkabine.
Ein Lift schiebt die Kabine hydraulisch nach oben, die Technik befindet sich unten und man gelangt in das oberste Stockwerk.

Es gibt eine Fahrstuhltür im 5. Stock (Aussage Mate, in einer Zeitung (SZ?) wird von einem Lift gesprochen)
Es gibt eine Fahrstuhltür im 4. Stock (Aufzug? Lift? sh. Bilder von Petermann)
Rosenmontag schrieb:... MMn war die Fahrstuhltür, die sich im Flur befand, ein privater Einstieg in den öffentlichen Fahrstuhl des Parkhauses. ... Die Fahrstuhlkabine hätte dazu 2 Ausgänge bedurft, einen normalen und einen seitlichen, der nur in der 4. Etage zu öffnen war und in die Wohnung von CB. geführt hat.
Dieser Ausgang hätte jedoch nicht in die Wohnung geführt, sondern unten in den Flur neben der Eingangstür.

Ein Besucher hätte dann einfach in die 4. Etage des Parkhauses fahren können, CB hätte die Fahrstuhltür in ihrer Wohnung öffnen können und den Besucher ohne Probleme in ihre Wohnung hinein lassen können.
Der Besucher kommt also im 4. Stock an und durch Öffnen der Fahrstuhltür im 5. Stock landet er in der Wohnung?


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04.04.2019 um 10:42
@meermin
In der Regel hat man ja nicht nur einen Schlüssel. Vermutlich hat sich den Benedikt T. heimlich geschnappt und ist mir dem leisen Fahrstuhl hoch gefahren. Ist eigentlich bekannt, ob der Fahrstuhl auch einen Spion hatte? Dann hätte Benedikt T. nämlich schauen können, ob jemand davor steht. Das wäre praktisch gewesen.
Ja, das ist natürlich auch so ein Ding. Bei zwei Dutzend Schlägen vergeht ja eine gewisse Zeit. Wieso Frau Böhringer da nicht geschrien hat? Vielleicht weil sie nach Schlag drei oder vier schon tödlich verletzt war? Nur so eine Idee.


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04.04.2019 um 10:51
ich gehe nicht davon aus, dass CB einen privaten Senkrechtslift im Wohnbereich der 4. Etage hatte. MMn war die Fahrstuhltür, die sich im Flur befand, ein privater Einstieg in den öffentlichen Fahrstuhl des Parkhauses. Eine Abkürzung, die die Option schaffte ohne durch die Wohnungstür gehen zu müssen um in den Fahrstuhl einzusteigen zu können. Die Fahrstuhlkabine hätte dazu 2 Ausgänge bedurft, einen normalen und einen seitlichen, der nur in der 4. Etage zu öffnen war und in die Wohnung von CB. geführt hat.
Das würde hinkommen, sieht man sich die Lage des Aufzugs in der Böhringer Wohnung an, hinten in der Ecke des Flurs. Der zweite Aufzugausgang des Fahrstuhls, falls er existierte, hätte durchaus aufgrund der Räumlichkeiten im Parkhaus auf den Flur vorm frei zugänglichen Treppenhaus des Parkhauses liegen können und liegt vermutlich auch dort.

https://www.allmystery.de/i/878830c31a06_675222616-charlotte-boehringer-Qgee.jpg

https://www.allmystery.de/i/fe423cbdf35af1b8_t77f77b8306c9_afb211d9ee32_771F4748-6607.jpg
Jamegumb schrieb:Ja, das ist natürlich auch so ein Ding. Bei zwei Dutzend Schlägen vergeht ja eine gewisse Zeit. Wieso Frau Böhringer da nicht geschrien hat? Vielleicht weil sie nach Schlag drei oder vier schon tödlich verletzt war? Nur so eine Idee.
Du beziehst dich hier auf einen Kommentar, der nicht von mir stammt,wäre nett, wenn du dann auch die Person ansprechen würdest, die den Kommentar verfasste.


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04.04.2019 um 11:02
Interested schrieb (Beitrag gelöscht):Keine Ahnung, was ihr hier gerade diskutiert und auch keine Ahnung, warum man noch ernsthaft darauf eingeht?
dann lass es doch bitte! Wenn Du kein Interesse an der Diskussion hast, brauchst Du nicht teilzunehmen.

@meermin
für mich sind deine Beiträge gut verständlich und die Kritik an User, die auf kleine Formulierungsfehler sofort anspringen nachvollziehbar.
meermin schrieb:Grundsätzlich hätte sich nach der Tat die Frage gestellt, wer in der Lage gewesen wäre, den Aufzug zu benutzen um in die Wohnung von Frau Böhringer zu gelangen bzw. diese mit dem Aufzug wieder zu verlassen, egal ob mit Schlüssel, mit Code oder sonst wie.
genau! Obwohl der Angriff auf Frau Böhringer auch vom Fahrstuhl hätte verübt werden können, hat ja das Strafgericht im Urteil keine Begründung gegeben, warum es diese Option ausschloss. Der Angriff vom Fahrstuhl ist für mich naheliegender! Die Frage nach dem letzten unbekannten Besucher scheint, den es nach Zeugenaussage der Freundin gegeben haben könnte in diesem Zusammenhang sehr wichtig zu sein.
emz schrieb:Dieser Ausgang hätte jedoch nicht in die Wohnung geführt, sondern unten in den Flur neben der Eingangstür.
@emz

MMn war die Fahrstuhltür auf dem Bild von Petermann, ein privater Einstieg in den öffentlichen Fahrstuhl des Parkhauses. Eine Abkürzung, die die Option schaffte, ohne durch die Wohnungstür gehen zu müssen, in den Fahrstuhl im Durchgangsflur einsteigen zu können. Die Fahrstuhlkabine hätte dazu 2 Ausgänge bedurft, einen normalen und einen seitlichen, der nur in der 4. Etage zu öffnen gewesen wäre und in die Wohnung von CB. geführt hätte.


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04.04.2019 um 11:32
Rosenmontag schrieb:MMn war die Fahrstuhltür auf dem Bild von Petermann, ein privater Einstieg in den öffentlichen Fahrstuhl des Parkhauses. Eine Abkürzung, die die Option schaffte, ohne durch die Wohnungstür gehen zu müssen, in den Fahrstuhl im Durchgangsflur einsteigen zu können. Die Fahrstuhlkabine hätte dazu 2 Ausgänge bedurft, einen normalen und einen seitlichen, der nur in der 4. Etage zu öffnen gewesen wäre
Soweit wäre es durchaus möglich, was den 4. Stock betrifft.
und in die Wohnung von CB. geführt hätte.
Eben nicht. Denn wir wissen, dass die Wohnung im 5. Stock war und sich dort ebenfalls eine Aufzugstür befand. Wohin mag die geführt haben, das müsstest du jetzt noch erklären. Ansonsten bricht deine Theorie im 4. Stock ab.


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04.04.2019 um 11:32
JameGumb schrieb (Beitrag gelöscht):Den Fahrstuhl hätte man echt nicht auf dem Plan.
Das stimmt so nicht, denn man sieht auf nach der Tat aufgenommenen Fotos, dass die Aufzugstür im Flurbereich der Böhringer Wohnung spurentechnisch untersucht wurde.

https://www.allmystery.de/bilder/km75045-24

Und die Auftragungsbereiche der Spurensicherungsmittel lassen den Schluss zu, dass nicht bzw. nicht nur nach Blutspuren gesucht wurde.


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