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Peggy Knobloch

Peggy Knobloch

19.05.2019 um 00:08
@emz

ich glaube die Frage war, wann, zu welcher Aussage MS eingeräumt hat, am nachmittags am 7 Mai 2001 Kontoauszüge abgeholt zu haben..

seine Frau hatte sich im TV Interview so angehört, als könne man solche Kleinigkeiten vergessen haben anzugeben..


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Peggy Knobloch

19.05.2019 um 00:10
Logic42 schrieb:Nein, ich meine, wann er angegeben hat zu Fuss in der Bank gewesen zu sein. Schon bei seinen ersten Einvernahmen vor vielen Jahren oder jetzt aktuell, sorry, habe mich missverständlich ausgedrückt.
Wie ich schon schrieb, ich weiß nicht, was er angegeben hat.
Kann nicht nachvollziehen, was daran so bedeutsam wäre, was er sagte.


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Peggy Knobloch

19.05.2019 um 00:22
JosefK1914-2 schrieb:Natürlich hat der Rechtsanwalt entsprechenden Einblick in die Akten, andernfalls wäre eine effektive Verteidigung gar nicht möglich.
Das war mir klar. Ich meinte ob sich seine Aussagen "in der Öffentlichkeit" ausschließlich auf H. Lemmer stützen.

Aber du hast meine Bedenken bezüglich des Akteninhalts ja wiederlegt. Danke dafür.
Andante schrieb:M. wird öffentlich aber natürlich dosiert bzw. interpretiert weitergeben
So denke ich es mir auch.
FadingScreams schrieb:wann der wohl den Besitzer gewechselt hat?
Hat er den Besitzer gewechselt? Der Audi wurde doch in einer Scheune gefunden aber wem diese gehörte ist nicht bekannt, oder?
Familie S. soll ja mehrere Grundstücke besessen haben. Kann es nicht sein, dass die Scheune auch in ihrem Besitz war und das Auto nie den Besitzer wechselte?


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Peggy Knobloch

19.05.2019 um 00:24
DoroBe schrieb:Der Audi wurde doch in einer Scheune gefunden aber wem diese gehörte ist nicht bekannt, oder?
das ist wohl an mir vorbei gegangen..


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Peggy Knobloch

19.05.2019 um 00:30
Darüber, wo der goldene Audi aufgefunden wurde und wem er zu diesem Zeitpunkt gehörte, darüber wurde meiner Meinung nach nie etwas Genaueres bekanntgegeben.


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Peggy Knobloch

19.05.2019 um 00:32
@FadingScreams
jaska schrieb am 07.05.2019:@WyattE
In der Pressemitteilung vom 21. September 2018 steht wörtlich drin, " Die Ermittler konnten den goldfarbenen Audi 80 mittlerweile trotz der langen Zeit ausfindig machen und kriminaltechnisch untersuchen." Das klingt nicht danach, als habe das Fahrzeug in der Scheune geparkt.
Entschuldige, das habe ich wohl durcheinander gebracht.


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Logic42
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Peggy Knobloch

19.05.2019 um 00:35
emz schrieb:Wie ich schon schrieb, ich weiß nicht, was er angegeben hat.
Kann nicht nachvollziehen, was daran so bedeutsam wäre, was er sagte.
Na ja nun. ich habe mich gefragt, ob dieses Information, dass MS am "Tattag" auf der Bank war - wahrscheinlich zeitnah zum Tatgeschehen - erst im Rahmen seines Geständnisses offenbar wurde oder ob er dies schon in seinen ersten Vernehmungen zu Protokoll gegeben hat.

Selbst wenn er in seinen ersten Vernehmungen angegeben haben sollte dort zu Fuss Kontoauszüge abgeholt zu haben wäre das ja ein eindeutiger Hinweis darauf gewesen, dass er "Vor-Ort" war. Dass er seinen goldenen Audi dabei hatte, der wahrscheinlich zur Verbringung von Peggy genutzt wurde - hätte den Fall eventuell viel früher lösen können. Klar: Hätte-Hätte-Fahradkette.

Auch dass das Gespräch Vater - Sohn (UK-EK) solange unter Verschluss war und scheinbar nirgendwo Verwendung gefunden hat - scheinbar auch nicht vor Gericht - erscheint mir, sorry, unverständlich. Aber Du hast Dich da länger mit beschäftigt - ich habe da nur Momentaufnahmen, die mir zum Teil einfach unverständlich erscheinen.


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Peggy Knobloch

19.05.2019 um 00:49
Hätte MS erst jetzt von dem Bankbesuch gesprochen, wäre inzwischen mit Sicherheit kein Video mehr verfügbar gewesen. ;)
Logic42 schrieb:Auch dass das Gespräch Vater - Sohn (UK-EK) solange unter Verschluss war und scheinbar nirgendwo Verwendung gefunden hat - scheinbar auch nicht vor Gericht - erscheint mir, sorry, unverständlich.
Das hatte rechtliche Gründe. Hatten wir hier schon mal besprochen, bringe ich aber jetzt nicht mehr auf die Reihe.


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Peggy Knobloch

19.05.2019 um 08:05
Logic42 schrieb:Schizophrenie?
Logic42 schrieb:Dazu zähle ich auch das Interview der Frau von MS in dem sie mit Unverständnis darauf reagiert, dass sich so viele Verwandte und Bekannte von der Familie abgewandt haben und "einfordert", dass auch ein MS das Recht hat geliebt zu werden.
Das Simpelste ist meistens das Zutreffende: Abspaltung und Verdrängung. Falls es zutrifft, dass M.S. ein ansonsten unbescholtener Mann ist, kann er diesen einen "persönlichkeitsfremden Ausrutscher" für sich solchergestalt verarbeiten, dass er nicht "zu ihm" gehört, dass es "ein anderer" war, nicht er selbst, dass das in einem Zustand geschah, da er selbst sich als Fremden sah (alles unterbewusst). Im Zuge dieses Prozesses ist Abspaltung / Verdrängung des Abgespaltenen ein probater psychischer Mechanismus.

Man kann sich tatsächlich selbst davon überzeugen, irgendetwas "irgendwie nicht getan" zu haben. Das ist ein automatisch ablaufender Schutzmechanismus des Gehirns.

SpoilerWoher ich das weiß? Ist mir selbst so ergangen (in einem unglaublich harmlosen und unkriminellen Fall, eine bescheuerte Zivilsache). Ich hatte KOMPLETT verdrängt, ebenfalls ca. 12 Jahre zuvor ein bestimmtes Schriftstück unterzeichnet zu haben. Einfach deshalb, weil ich das seinerzeit sozusagen à contre-coeur unterzeichnet hatte und es nicht wahrhaben wollte. Wie gesagt, das ist nur eine Kleinigkeit. Aber abgespalten und verdrängt bis hin zum vollständigen Vergessen hatte ich es trotzdem. So etwas funktioniert


Die Ehefrau wird realiter aus allen Wolken gefallen sein. SpoilerWarum ich daran glaube? Weil gerade Männer ihr "Doppelleben" perfekt verbergen können, sogar bis zu einem gewissen Grad vor sich selbst. Quelle: Eigenerfahrung. NICHT LUSTIG.
FadingScreams schrieb:wann, zu welcher Aussage MS eingeräumt hat, am nachmittags am 7 Mai 2001 Kontoauszüge abgeholt zu haben..

seine Frau hatte sich im TV Interview so angehört, als könne man solche Kleinigkeiten vergessen haben anzugeben..
M.S. kann tatsächlich bei früheren Einvernehmungen vergessen haben, dass er bei dem schlechten Wetter mit dem Auto zur Bank gefahren ist statt zu Fuß zu gehen. Aus einer sich im Nachhinein als falsch erweisenden Aussage zur Fortbewegung anlässlich einer Routinehandlung wird normalerweise kein Strick gedreht.

Es sei denn, es platzt dadurch ein Alibi. Beispiel: Wenn der Befragte z. B. fest darauf beharrte, dass sein Auto zum fraglichen Tag in Reparatur gewesen sei (und womöglich sogar einen Zeugen benennen kann). Dann wäre das eine aktiv gelogene Falschaussage und würde anders bewertet, als wenn sich jemand bei einer Befragung Wochen/Monate später nicht mehr genau erinnern kann, ob er zu Fuß oder mit dem Auto bei der Bank war, um Kontoauszüge zu ziehen.

Von daher ist zur Beurteilung der Aussage selbstverständlich ihr Wortlaut wichtig. Die Ermittler werden ihn sehr wohl kennen, wir leider nicht. Der Umstand, dass dieser (harmlose) Bankbesuch überhaupt eine so große Rolle spielt, dass er sogar öffentlich genannt wird, deutet für mich darauf hin, dass mit den Videoaufnahmen (Auto anwesend) irgendetwas widerlegt werden konnte, was für die Ermittler wichtig ist, und was wir mangels Kenntnis aber nicht nachvollziehen können.
Logic42 schrieb:Auch dass er die Verbringung gestanden hat - das ist irgendwie irre - nachdem er so viele Jahre geschwiegen und die Eltern im Unklaren gelassen hat über das Schicksal von Peggy.
Ja, das ist scheinbar "irre", aber es könnte sein, dass er mit unumstößlichen Beweisen konfrontiert wurde und die unverarbeitete, da verdrängte Tat mit einem Mal hochploppte. Unser Gehirn und damit unsere Erinnerung spielen uns selbst die unglaublichsten Streiche. Oder, positiver formuliert: Unsere Gehirn ist unser allerengster, verlässlichster Komplize. ;)
Blaubeeren schrieb:Ich will nicht wissen wie viel Seiten die Palynologin beschriften musste um ihre Analyse darzulegen. Den Abgleich mit den anderen Stichproben wird sie auch gemacht haben.
emz schrieb:Es besteht ein Bezug zwischen den auf Peggys sterblichen Überresten gefundenen Pollen und den Pollen, die im Zusammenhang mit Pflanzarbeiten am Tattag gefunden wurden.
Ich lese das so, dass etwas gefunden und verglichen wurde. Die lange Zeit zwischen dem Leichenfund und der gezielten Neuermittlung passt dazu. Solche Untersuchungen sind aufwändig und zeitintensiv, und man hat sich GsD diese Zeit gelassen.
AVIOLI schrieb:stimmt es war kein Torf in seiner üblichen Form sondern nur Bestandteile .
Reiner Torf ist seit ca. 4 Jahrzehnten aus Umweltschutzgründen unüblich geworden. Blumenerde hat nur noch Beimischungen von Torf. Ich wage überhaupt nicht mir vorzustellen, wie fleißig diese Forensikerin geackert hat. #Goodjob
emz schrieb:In der PK vom September 2018 sagt der Staatsanwalt, "die Ermittler konnten den goldfarbenen Audi 80 ausfindig machen und kriminaltechnisch untersuchen". Die gewählte Vergangenheitsform lässt darauf schließen, dass die Untersuchung zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossen war.
... und dass sie jahrelang gedauert hatten (seit man endlich die sterblichen Überreste dieses armen, armen Mädchens gefunden hatte). In diesem unfassbaren Fall, in dem reihenweise Verdächtige auftauchen, entlastet, verurteilt, wieder freigesprochen wurden, ist man - da gehe ich jede Wette ein! - mit Neupräsentationen von Tatverdächtigen extremst vorsichtig geworden.


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Logic42
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Peggy Knobloch

19.05.2019 um 08:57
EclipseFirst schrieb:M.S. kann tatsächlich bei früheren Einvernehmungen vergessen haben, dass er bei dem schlechten Wetter mit dem Auto zur Bank gefahren ist statt zu Fuß zu gehen. Aus einer sich im Nachhinein als falsch erweisenden Aussage zur Fortbewegung anlässlich einer Routinehandlung wird normalerweise kein Strick gedreht.
Hallo Eclipse, finde alles was Du schreibst sehr einleuchtend und verständlich - mit einer Ausnahme: Dass MS "entfallen ist" / "vergessen hat" dass er mit dem Auto statt zu Fuss seine Kontoauszüge bei der Bank abgeholt hat am Verschwindetag von Peggy - zudem bei schlechtem Wetter wie Du schreibst - ist meines Erachtens nicht möglich. Vielleicht ist das ja auch den EB im Nachhinein aufgefallen und sie haben dann zusammen mit den anderen neu aufgetauchten Indizien sich wieder stark auf ihn als TV fokussiert - oder vice versa.

Aber eventuell meinst Du das auch nur rein theoretisch im Sinne von: Da kann man den Ermittlungsbehörden keinen Vorwurf machen? Ich bin den EB gegenüber grundsätzlich sehr positiv eingestellt und glaube im Gegensatz zu vielen anderen hier, dass die trotz allen Widrigkeiten einen guten Job gemacht haben. Dass dieser Bankenbesuch nicht näher unter die Lupe genommen wurde zählen die EB m.E. jedoch sicher nicht zu ihren Heldentaten - der Fall hätte so eventuell viel früher einer Lösung zugeführt werden können (lässt sich natürlich leicht sagen als Aussenstehender, ist mir schon klar) - es wundert mich überhaupt, dass es die EB öffentlich gemacht haben - vielleicht haben sie sich jedoch dadurch weitere Hinweise erhofft (oder es waren neue Ermittler, die auf die alten Ermittler und eventuelle "Fehler" keine Rücksicht mehr genommen haben :-)


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Peggy Knobloch

19.05.2019 um 09:31
würden die Ermittler überhaupt davon sprechen, dass sein Alibi nicht stimmt, wenn es nur darum ginge wenige Minuten zu belegen? dass er 15:17 in Arbeitsbekleidung in der SPK war, dass sollte seit 2001 bekannt sein.. warum er beharrlich die Benutzung seines Audi verschwiegen hatte - oder sein Alibi explizit auf einen Fußmarsch zur Bank ausgerichtet war - das ist die Frage..

vielleicht stellten sich doch einige Gäste der Kaffeetafel die Frage, wo denn das Geburtstagskind eigentlich war?


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Peggy Knobloch

19.05.2019 um 11:01
FadingScreams schrieb:würden die Ermittler überhaupt davon sprechen, dass sein Alibi nicht stimmt, wenn es nur darum ginge wenige Minuten zu belegen? dass er 15:17 in Arbeitsbekleidung in der SPK war, dass sollte seit 2001 bekannt sein.. warum er beharrlich die Benutzung seines Audi verschwiegen hatte - oder sein Alibi explizit auf einen Fußmarsch zur Bank ausgerichtet war - das ist die Frage..
Das phantasieren lediglich user hier, dass die Ermittler gesagt haben, dass „sein Alibi nicht stimmt“.

Die Ermittler haben allerdings lediglich gesagt, dass er angab, am Nachmittag nicht mit dem Auto in Lichtenberg unterwegs gewesen zu sein, während das Sparkassenvideo beweist, dass er doch mit dem Auto unterwegs war, weil beim Verlassen der Sparkasse zu sehen ist, wie das Auto von MS wegfährt.

Mehr beweist das Vodeo nicht, das wurde auch nie seitens der StA behauptet.

Es wurde von dort auch nicht behauptet, dass MS angegeben habe, nicht bei der Bank gewesen zu sein, für die fünf Minuten Fußweg zu Bank drei Stunden gebraucht zu haben, nicht bei der Familie zum Kaffee gewesen zu sein und ähnliches. All das wären wieder reine Userphantasien.


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Peggy Knobloch

19.05.2019 um 17:47
@AVIOLI
AVIOLI schrieb:das stimmt selbstverständlich auch - mich hätte aber dennoch interessiert auf was der RA Meringer herausmöchte,
Vielleicht ist das Ergebnis des Pollenabgleichs für die Palynologin signifikant und dem RA M hingegen nicht signifikant genug (er gibt dies zumindest so an). Wir wissen es nicht. Für uns, die Öffentlichkeit, wären diese Infos eh zu spezifisch. Und so bleibt für uns eben die Überzeugung der Ermittler den Verbringer identifiziert zu haben mit seinem Bezug zu den Pollen (oder umgekehrt) und seinem TG.

@Logic42
Logic42 schrieb:Da kann man den Ermittlungsbehörden keinen Vorwurf machen?
Ich selbst mache den Ermittlern keinen Vorwurf, auch nach meiner Gefühlslage her stimmt es mich nicht negativ. Da ist anscheinend ein Fehler passiert und der wurde nun erst mit der neuen Spurenlage identifiziert. Warum das nicht bereits damals entdeckt wurde, gehört m. E. in eine interne Fehleranalyse. Fehler passieren leider.
Stell dir vor du suchst was. Gefühlte 1000 mal hast du in die Schublade geschaut - die Sim Karte ist nicht da. Nirgendwo. Irgendwann gelangst du zu dem Schluss, der Teufel selbst persönlich ist gekommen und hat sie sich genommen. Bis deine Vernunft und das Durchsuchen aller anderen Plätze keinen anderen Schluss mehr zulässt als dass du dich vertan haben musst und noch einmal suchst und siehe da. Sie hat sich zwischen Boden und Rahmen geschoben und schlummert gut beschützt vor sich hin.
Ich denke die Ermittler hatten auch diesen Moment, an dem sie sich vielleicht dachten, der TV MUSS an diesem Tag in Lichtenberg mit dem Auto unterwegs gewesen sein, denn die Spurenlage verdichtete sich so stark, dass dies die einzige Option ist.
Sie sind ja, wie am 21.9.18 gesagt, von seiner Verbringerschaft überzeugt.
Das ist in etwa der Gedankengang der mich nicht dazu veranlasst zu sagen was wäre wenn. Ich denke der Fall war dazu verdammt die Leiche zu finden und trotzdem ist es immer noch schwer lösbar. Ob ein damaliges lupenreines Betrachten des SK Videos nun etwas an der Lage geändert hätte, bezweifele ich.


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Peggy Knobloch

19.05.2019 um 22:51
https://www.tvo.de/bayreuth-martin-dippold-neuer-leitender-oberstaatsanwalt-374657/
Eine Frage: Wenn der neue leitende Oberstaatsanwalt Herr Dippinger zum 1. Juni sein neues Amt antritt und diese Position hält ja eine Schlüsselfunktion inne, in dem Sinne dass er derjenige ist, der die Anklageschrift mitentscheidet, formuliert und verantwortet, dann frage ich mich ob eine Anklage bis zum 1. Juni überhaupt Sinn ergeben hätte? Mitten im Gerichtsprozess den Leiter der Staatsanwaltschaft auszutauschen ist bestimmt nicht das Erstrebenswerte.


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Peggy Knobloch

19.05.2019 um 23:10
@Blaubeeren

Der Leitende Oberstaatsanwalt als Chef der Behörde verfasst nicht jede Anklageschrift selbst. Als Behördenleiter hat er viele Verwaltungsaufgaben und macht nur wenige Sachen als Staatsanwalt. Vergleichbar ist dem Präsidenten eines Landgerichts. Dieser macht auch wenig richterliche Aufgaben und mehr Verwaltung.

Für die Verfassung der Anklageschriften sind die jeweils mit dem Fall befassten Staatsanwälte selber zuständig. Es kann aber sein, dass sie dem Leitenden Oberstaatsanwalt in spektakulären Fällen berichten müssen, was sie geschrieben haben bzw. der LOStA guckt sich sogar an, was sie geschrieben haben. Aber da er für sowas wenig Zeit hat, geschieht das nur im Ausnahmefall. Im Regelfall bearbeiten die Staatsanwälte ihre Fälle selber, der Behördenleiter kümmert sich da nicht drum.

Der LOStA geht auch nicht als Sitzungsvertreter der StA in Gerichtsverhandlungen, das macht ebenfalls der jeweils mit der Sache befasste Staatsanwalt.

Der Wechsel in der Leitung der StA Bayreuth hat also auf dort laufende Arbeit wenig Einfluss, das geht alles erst mal alles weiter seinen Gang. Der Neue hat sicher eigene Vorstellungen von der Leitung der Behörde, aber Fälle bleiben deswegen nicht liegen.


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Peggy Knobloch

19.05.2019 um 23:14
@Blaubeeren
Wie kommst Du so konkret auf "eine Anklage bis zum 1. Juni"?


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Peggy Knobloch

19.05.2019 um 23:19
@jaska
jaska schrieb:Wie kommst Du so konkret auf "eine Anklage bis zum 1. Juni"?
An diesem Datum tritt der neue "LOStA" sein neues Amt an. Wie bei allen mich interessierenden Führungswechseln mache ich mir Gedanken über Kurswechsel und Veränderungen von Strategien.
Bei mir poppte die Frage auf welche Implikationen für eine evtl Anklage ab diesem Zeitpunkt zu erwarten sein könnnten.
@Andante
Danke.


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Peggy Knobloch

19.05.2019 um 23:22
@Blaubeeren
Na solange keine neuen Indizien/Beweise mehr auftauchen als uns jetzt schon bekannt sind wird es nicht für eine Anklage reichen...


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Peggy Knobloch

19.05.2019 um 23:26
@jaska
Ich sehe das jedoch auch etwas abhängig von dem "Mut zur Anklage". Ist man gewillt oder bereit ein wie hoch auch immer geartetes Risiko eines möglichen Freispruchs einzugehen, in dem man eine Anklage erhebt, obwohl die Indizien Lücken aufweisen.


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Peggy Knobloch

19.05.2019 um 23:30
@Blaubeeren
Diesen "Test" hatten sie doch schon: das Amtsgericht bestätigte ausdrücklich NICHT den dringenden Tatverdacht, lehnte dann die Beschwerde ab und das Landgericht Bayreuth bestätigte diese Entscheidung.
Mit dem dort aufgeführten "Material" wäre jede Anklage zum Scheitern verurteilt. Das ist eher eine Frage der Ratio als des "Muts zur Anklage".


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