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Peggy Knobloch

Peggy Knobloch

09.06.2019 um 14:18
FadingScreams schrieb:der wiederholte Versuch durch MS, UK als übelsten Mörder darzustellen,
Es wäre schön, wenn du deine blühende Phantasie und deinen Verfolgungseifer langsam etwas zügeln und sachlich bleiben könntest. Wo hat MS „wiederholt“ den UK als „übelsten Mörder“ dargestellt?

Soweit wir wissen, hat MS gegenüber der Polizei behauptet, die tote Peggy von UK am Bushäuschen übernommen zu haben. Er - MS - habe Peggy dann fortgeschafft und vergraben, weil UK ihn zu diesem Fortschaffen bewegt habe, indem er -UK - gedroht habe, ansonsten eine (vergangene oder bestehende?) sexuelle Beziehung zwischen UK und MS auffliegen zu lassen. Genau wissen wir bis heute nicht, was MS eigentlich alles gegenüber der Polizei gesagt hat. Wir haben als Primärquellen dazu nur die Pressemitteilungen der Polizei. Was darüber hinausgeht, sind bisher unbestätigte Medienmeldungen.

Weder aus den Primär- noch aus den Sekundärquellen geht hervor, dass MS den UK als „übelsten Mörder“ dargestellt hat. Im Gegenteil geht aus dem, was MS in seinen polizeilichen Vernehmungen angegeben hat, hervor, dass MS beim Tod von Peggy gar nicht anwesend gewesen sein will.

Man kann von dem, was MS ausgesagt hat, halten was man will, aber man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen und akzeptieren, dass MS den UK eben nicht in der von dir beschriebenen Weise denunziert hat.


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Peggy Knobloch

09.06.2019 um 15:13
@FadingScreams
FadingScreams schrieb:der wiederholte Versuch durch MS, UK als übelsten Mörder darzustellen, der den Manuel auch noch billig erpresst haben soll die Leiche wegzuschaffen.. und das obwohl Peggy möglicherweise nicht durch Mund und Nase zuhalten ihr Leben lassen musste..
Dafür hätte ich echt gerne einen Beleg. Konkret: Darstellung von Ulvi K. durch Manuel S. als "übelsten Mörder", andere Todesursache als Ersticken


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Peggy Knobloch

09.06.2019 um 15:14
FadingScreams schrieb:der wiederholte Versuch durch MS, UK als übelsten Mörder darzustellen
Wo tat er das?

Schauen wir doch mal genau drauf:

In der Pressemeldung heißt es ja:
Hierbei gab er an, am Tag des Verschwindens von Peggy, mit seinem Audi 80 in Lichtenberg unterwegs gewesen zu sein, als ihn ein von ihm namentlich benannter Mann - zu dem im Hinblick auf die laufenden Ermittlungen derzeit keine näheren Angaben gemacht werden können - angehalten haben soll. In einem Bushäuschen in der Poststraße, so gibt der Beschuldigte an, will er das leblose Mädchen von dem Mann übernommen haben.
und weiter
Allerdings sind die Geschehnisse vor der Verbringung noch nicht endgültig geklärt und machen weitere Ermittlungen notwendig.
Ich müsste jetzt @Andante wiederholen, deshalb zitiere ich nur
Andante schrieb:Genau wissen wir bis heute nicht, was MS eigentlich alles gegenüber der Polizei gesagt hat. Wir haben als Primärquellen dazu nur die Pressemitteilungen der Polizei. Was darüber hinausgeht, sind bisher unbestätigte Medienmeldungen.

Weder aus den Primär- noch aus den Sekundärquellen geht hervor, dass MS den UK als „übelsten Mörder“ dargestellt hat. Im Gegenteil geht aus dem, was MS in seinen polizeilichen Vernehmungen angegeben hat, hervor, dass MS beim Tod von Peggy gar nicht anwesend gewesen sein will.
Genau!
Der Rest
Andante schrieb:sind bisher unbestätigte Medienmeldungen
Wenn MS im September 2018 ausgesagt hat „nur“ die Leiche verbracht zu haben weil er beim rumfahren mit dem Auto von dem namentlich Benannten angehalten und mit einem Druckmittel dazu „gezwungen“ wurde und mit den Geschehnissen zuvor nichts zu tun gehabt haben woll, dann kann er auch keinerlei Angaben über die im Vorfeld stattgefunden Handlungen gemacht haben, denn damit hätte er ja zugegeben dabei gewesen zu sein und sich selbst belastet und wäre vermutlich an dem Tag nimmer nach heim gekommen. Verstehst Du? Der sagte nichts darüber aus ob UK ein übler, freundlicher, dummer oder einfach gestrickter Mörder ist/war. Der kam laut seiner Aussage bzw. dem was wir wissen an der Haltestelle vorbei als er von einem [ihm namentlich Benannten] angehalten wurde...


Von daher, once again:
Andante schrieb:Man kann von dem, was MS ausgesagt hat, halten was man will, aber man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen und akzeptieren, dass MS den UK eben nicht in der von dir beschriebenen Weise denunziert hat.


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Peggy Knobloch

09.06.2019 um 17:33
margaretha schrieb:Hierbei gab er an, am Tag des Verschwindens von Peggy, mit seinem Audi 80 in Lichtenberg unterwegs gewesen zu sein
Was der an seinem Geburtstag 2001 alles (nicht) gemacht hat 🤔

Mal ganz blöd gefragt: Hatte der denn bei dem Zeitplan eigentlich noch Zeit für den Geburtstagskaffee? Die Kerzen sind ja schnell ausgeblasen aber ich meine jetzt Anwesenheit für ein Alibi.


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Peggy Knobloch

09.06.2019 um 18:30
margaretha schrieb:Die Kerzen sind ja schnell ausgeblasen aber ich meine jetzt Anwesenheit für ein Alibi.
darf man es denn wagen dieses Alibi in Zweifel zu ziehen?

schließlich kann es ja möglich sein, dass die Geburtstagsfeier weder an einen Zeitplan noch an zu erwartende Gäste gebunden war. Es soll ja 'Traditionen' geben, da ist das Haus offen für jedermann und Kuchen für alle da. Nicht ungewöhnlich dass man da den Überblick verliert wer wann kam und ging.. und Chic machen zur Kaffeetafel war auch nicht angesagt - jedenfalls zeigt das Sparkassen Foto keinen herausgeputzten Geburtstagsbub.
und schlussendlich wissen wir ja gar nicht zu welchen Zeiten der Manuel ein Alibi benötigte und eines hatte..


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Peggy Knobloch

09.06.2019 um 21:44
@FadingScreams
Was ist mit den Quellen?


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Peggy Knobloch

10.06.2019 um 12:42
margaretha schrieb:Was der an seinem Geburtstag 2001 alles (nicht) gemacht hat 🤔

Mal ganz blöd gefragt: Hatte der denn bei dem Zeitplan eigentlich noch Zeit für den Geburtstagskaffee? Die Kerzen sind ja schnell ausgeblasen aber ich meine jetzt Anwesenheit für ein Alibi.
FadingScreams schrieb:schlussendlich wissen wir ja gar nicht zu welchen Zeiten der Manuel ein Alibi benötigte und eines hatte..
Allerdings, der hat ganz schön viel geschafft. Nämlich 6 bis 7 Aktivitäten in 3 verschiedenen Städten von "vormittags" bis 15:17h.

Folgendes ist über die Alibis öffentlich bekannt:
Manuel S. gab an, er sei an jenem Tag vormittags auf dem Landwirtschaftsamt in Münchberg gewesen, was bestätigt ist. Dann sei er zum Finanzamt nach Hof gefahren und schließlich nach Naila. Nachmittags habe er seinen Geburtstag gefeiert und mit seiner Mutter Blumen umgetopft. Aufzeichnungen der Sparkasse Lichtenberg zeigen, dass er am 7. Mai 2001 um 15.17 Uhr ein Bankgeschäft erledigte. Im April 2002 wollte die Polizei Manuel S. erneut vernehmen. Der wollte aber nicht mehr kooperieren. Er sagte, er habe schon genug mitgemacht.
https://www.merkur.de/welt/mordfall-peggy-knobloch-diese-fakten-sind-ueber-verdaechtigen-bekannt-10239833.html
Etwa gegen 12.45 Uhr muss er mit einer älteren Lichtenbergerin, die am Marktplatz wohnte, über den Kauf landwirtschaftlicher Flächen gesprochen haben. Er selbst gab an, danach ins Haus seiner Eltern gegangen zu sein, um dort Blumen mit seiner Mutter umzutopfen und später mit Verwandten Geburtstag zu feiern. Auch will er Ulvi K. gesehen haben, der sich gegen 13 Uhr in der Ortsmitte aufhielt. Was er abends und den Rest des Tages machte, wurde nie ganz geklärt.
https://www.kurier.de/inhalt.durchbruch-bei-ermittlungen-tatverdaechtiger-im-fall-peggy-aus-lichtenberg-verhaftet.86eccf...
(1.) Vormittags auf dem Landwirtschaftsamt in Münchberg (bestätigt)
(2.) Danach Finanzamt Hof
(3.) Später Naila.
Die ersten 2 Autofahrten werden in einem Strang dargestellt. Die dritte nach Naila wird zeitlich mit "später" beschrieben. Ob diese Fahrt zu Naila mit in einem Zug durchgeführt wurden, wird nicht deutlich.
Ich finde, dass die ersten 2 Fahrten bereits zeitlich als recht beanspruchend, um gegen Mittag ca 12:45h wieder in Lichtenberg zu sein. Immerhin begannen die Fahrten erst "vormittags".
Das ist mein erstes Fragezeichen.

Wie ich es aus den oben dargestellten Abschnitten verstehe, fand sein angebliches Gespräch (4.) um ca 12.45 mit der Lichtenberger Dame vor dem Umtopfen (5.) und dem Geburtstag (6.) statt, weil er ja angab, angeblich nach dem Gespräch zur Mutter gegangen zu sein.
Das Gespräch auf dem Marktplatz, Umtopfen und Geburtstag fanden angeblich auch durchgängig in einem Strang statt und angeblich zu Fuß.

(7.) Der Sparkassenbesuch fand um 15:17h mit dem Auto statt (gesichert) .

Dieser SK-Besuch passt nicht in den 2. Strang. Zwischen Umtopfen und Geburtstag schnell mit dem Auto zur SK zu fahren, ergibt definitiv keinen Sinn. Nach dem Geburtstag zur SK (mit dem Auto) zu fahren auch nicht, weil der Geburtstag zu kurz wäre?

Sein Alibi bestand aus dem Umtopfen und der Geburtstagsfeier zur tatkritischen Zeit 13.24h, bzw. lt. seiner Angabe im Anschluss des Gesprächs um ca. 12:45h.
Da ist der Zeitpunkt 15:17h ein Zeichen für ein zeitlich unrealistisch kurzes Umtopfen und Geburtstagfeiern (ca 13h bis 15.17h).
Oben steht: "Was er abends und den Rest des Tages machte, wurde nie ganz geklärt".
D.h. Es wurde nie angegeben, dass der Geburtstag am Rest des Tages und/ oder abends stattfand.

Dass sich das Wegbrechen seines Alibis nur in der Erkenntnis (PK 21.9.18) widerspiegelt, entgegen seiner Angaben mit dem Auto in Lichtenberg unterwegs gewesen zu sein, wäre eine sehr enge, dafür aber gesicherte Erkenntnis. Diese implziert jedoch nicht nur die Autofahrt in Lichtenberg sondern eben auch das eigenartig kurze Umtopfen und Feiern.
Das gesamte Umtopfen und Geburtstagfeiern total fragwürdig und damit eben auch die Bestätigungen des Umfeldes dazu.


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Peggy Knobloch

10.06.2019 um 12:54
Blaubeeren schrieb:in 3 verschiedenen Städten
Korrektur. In 4 Städten. Münchberg, Hof, Lichtenberg und Naila.


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Peggy Knobloch

10.06.2019 um 13:19
@Blaubeeren
Zu all diesen Aktivitäten kommt noch seine angebliche Anwesenheit in der Poststraße hinzu. Er will mit seinem Audi unterwegs gewesen sein, als ihn in der Poststraße an der Bushaltestelle ein namentlich benannter Mann angehalten habe.
Wir kennen seine zeitlichen Angaben hierzu nicht.

Was hatte er denn in der Poststraße zu suchen, wenn bei Muttern in der Torstraße doch sein Geburtstag gefeiert wurde.
Blaubeeren schrieb:Geburtstagfeiern total fragwürdig und damit eben auch die Bestätigungen des Umfeldes dazu.
Für mich ist die angebliche Geburtstagsfeier seit September 2018 fragwürdig. Sie passte halt so schön ins Lügengeflecht..


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Peggy Knobloch

10.06.2019 um 13:43
Wenn keine Geburtstagsfeier stattgefunden hat, wissen/wüssten dies die Ermittler garantiert schon.
Die angeblichen Gäste hatten bestimmt nicht alle dicht gehalten. Bzw es wäre fadt unmöglich die aussagen so zu koordinieren, dass das den geübten Ermittlern nicht aufgefallen wäre..


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Peggy Knobloch

10.06.2019 um 13:47
@kätzchen4
kätzchen4 schrieb:Was hatte er denn in der Poststraße zu suchen, wenn bei Muttern in der Torstraße doch sein Geburtstag gefeiert wurde.
Genau, und ich frag mich zudem, was er in dem oberen Teil des Marktplatzes wollte, bzw von wo aus er kam, als er mit der Lichtenbergerin redete. Sie wußte ja bekanntlich nichts mehr vom Gespräch.
All-apologies schrieb:Wenn keine Geburtstagsfeier stattgefunden hat, wissen/wüssten dies die Ermittler garantiert schon.
Was ja nicht heißt, dass wir es auch wissen müssten.
Auch wenn sie stattfand, müsste sie recht kurz gewesen sein, zumindest für den TV.


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Peggy Knobloch

10.06.2019 um 17:34
M. S. besitzt vielleicht die Gabe der Bilokation?
Blaubeeren schrieb:(1.) Vormittags auf dem Landwirtschaftsamt in Münchberg (bestätigt)
(2.) Danach Finanzamt Hof
(3.) Später Naila [...]
(4.) um ca 12.45 mit der Lichtenberger Dame vor dem
(5.) Umtopfen und dem
(6.) Geburtstag statt, weil er ja angab, angeblich nach dem Gespräch zur Mutter gegangen zu sein.
Das Gespräch auf dem Marktplatz, Umtopfen und Geburtstag fanden angeblich auch durchgängig in einem Strang statt und angeblich zu Fuß.
(7.) Der Sparkassenbesuch fand um 15:17h mit dem Auto statt (gesichert) [...]
"Was er abends und den Rest des Tages machte, wurde nie ganz geklärt".
kätzchen4 schrieb:Zu all diesen Aktivitäten kommt noch seine angebliche Anwesenheit in der Poststraße hinzu. Er will mit seinem Audi unterwegs gewesen sein, als ihn in der Poststraße an der Bushaltestelle ein namentlich benannter Mann angehalten habe.
Und irgendwann bei all dem Hin- und Hergerenne ist er noch schnell nach Rodacherbrunn gedüst und hat ein lebloses Mädchen aus dem Licht gerückt.

Und alles an seinem Geburtstag. Respekt.


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Peggy Knobloch

10.06.2019 um 17:51
Blaubeeren schrieb:Manuel S. gab an, er sei an jenem Tag vormittags auf dem Landwirtschaftsamt in Münchberg gewesen, was bestätigt ist.
Blaubeeren schrieb:Etwa gegen 12.45 Uhr muss er mit einer älteren Lichtenbergerin, die am Marktplatz wohnte, über den Kauf landwirtschaftlicher Flächen gesprochen haben.
Diese beiden Aktivitäten würden irgendwie zusammen passen...


Die ältere Dame konnte dies ja (nach Monaten?) nicht mehr bestätigen, der Sohn hingegen nahezu ausschließen.
Er will zum Zeitpunkt ihres Verschwindens, etwa kurz nach 13.15 Uhr, bei einer älteren Lichtenbergerin gewesen sein. Die aber erinnerte sich nicht, deren Sohn hielt das für nicht möglich.
https://www.frankenpost.de/region/oberfranken/laenderspiegel/Neuer-Mordverdaechtiger-im-Fall-Peggy;art2388,6324664

Ich habe dazu folgenden Gedanken:

Als damals Beschuldigter die ältere Frau blindlings als Alibi anzugeben wäre bescheuert gewesen, denn er hätte ja nicht wissen können ob sie an diesem Tag zu der von ihm angegebenen Zeit überhaupt daheim gewesen ist



  1. Gab es ein Gespräch(e) mit dieser Dame in diesem Zeitraum bzw. kurz zuvor bzgl. des Kaufes landwirtschaftlicher Flächen?
  2. Konnte die Frau vielleicht aufgrund mehrere Gespräche mit MS sich nicht mehr präzise an den 7.5. erinnern?
  3. Hielt deren Sohn das für nicht möglich, weil er jeden Montag (oder täglich) zu einer bestimmten Zeit (? 13.15?) seine Mutter anrief und sie ihm nichts von MS's Besuch erzählte? (Also ein normales Telefonat das von der Mutter aufgrund eines Besuches den sie gerade hat nicht schneller beendet/abgewürgt wurde was sonst der Fall war)
  4. Oder verbrachte der Sohn regelmäßig seine Mittagspause bei der Mutter und hätte MS's Besuch mitbekommen müssen?
  5. Fand das Gespräch mit der älteren Dame statt, aber es war wesentlich kürzer als von MS angegebenen? Also nur ein „war auf dem Landwirtschaftsamt, hat alles geklappt“
  6. Sah MS die Frau zufällig vor ihrem Haus als er mit dem Audi zum Schloßberg hochfuhr und erinnerte sich später daran und dachte das er dies ja als ein Alibi nutzen könnte? (Vielleicht war die Dame ja als vergesslich bekannt?)

Ich persönlich halte es für durchaus möglich, daß er bei ihr war aber halt seine Anwesenheit bei ihr zu seinen Gunsten verlängerte, und deswegen konnte der Sohn vermutlich auch das Alibi nicht bezeugen weil er dann schon wieder weg war.


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Peggy Knobloch

10.06.2019 um 18:31
Blaubeeren schrieb:(1.) Vormittags auf dem Landwirtschaftsamt in Münchberg (bestätigt)
ist die Uhrzeit und Dauer dieses Besuchs öffentlich bekannt?
Der Polizei ist dies sicher bekannt.
Blaubeeren schrieb:(2.) Danach Finanzamt Hof
Ist das bestätigt? Auf dem Finanzamt hat man doch üblicherweise einen Termin und Ansprechpartner, also müsste dieser Punkt doch verifiziert oder falsifiziert werden können. Und auch die Uhrzeit und Dauer müsste daher bekannt sein.

Münchberg nach Hof sind 22km, also knapp eine halbe Stunde Autofahrt.
Blaubeeren schrieb:(3.) Später Naila.
Hat er was dazu gesagt, was er in Naila gemacht hat? Gibt es da Zeugen?

Hof nach Naila sind 19km, also auch unter eine halbe Stunde Autofahrt.
Blaubeeren schrieb:Die dritte nach Naila wird zeitlich mit "später" beschrieben. Ob diese Fahrt zu Naila mit in einem Zug durchgeführt wurden, wird nicht deutlich.
Naila nach Lichtenberg sind 8km, gut 10 Minuten Autofahrt. Da Naila auf der Strecke Hof nach Lichtenberg auf dem Weg liegt, wäre es zumindest überraschend, wenn das nicht in einem Zuge durchgeführt wurde.
Blaubeeren schrieb:Ich finde, dass die ersten 2 Fahrten bereits zeitlich als recht beanspruchend, um gegen Mittag ca 12:45h wieder in Lichtenberg zu sein. Immerhin begannen die Fahrten erst "vormittags".
man müsste halt wissen, wann und wie lange er bei dem ersten Termin war.
Grundsätzlich finde ich das nicht besonders beanspruchend:

Lichtenberg - Münchberg 35km
Münchberg - Hof 22km
Hof - Naila 19km
Naila - Lichtenberg 8km

Das wären zusammen 84km Fahrt, da alles auf Landstraßen mit diversen Ortsdurchfahrten setze ich dafür zusammen 1 3/4 Stunden an. Wenn er zB. um 9Uhr (was man ja schon gut als "Vormittag" bezeichnen kann) aufgebrochen ist, und um 12:45 Uhr zurück gewesen sein will, dann hätte er für die drei Termine (Landwirtschaftsamt, Finanzamt und was auch immer in Naila) zusammen zwei Stunden gehabt. Das halte ich für plausibel.
Blaubeeren schrieb:(4.) um ca 12.45 mit der Lichtenberger Dame vor dem Umtopfen (5.) und dem Geburtstag (6.) statt
auch wenn die Dame das nicht bestätigte und ihr Sohn es bezweifelte, schliesse ich mich da @margaretha an. Dass er an dem Tag und zur Mittagszeit bei der Dame war, glaube ich, ob das aber als Alibi taugt, daran zweifel ich. Denn nach obiger Rechnung könnte er tatsächlich durchaus schon deutlich, zB eine halbe Stunde früher von der Rundfahrt vormittags zurück gewesen sein. Auch könnte das Gespräch kurz gewesen sein. Gut denkbar daher, dass MS zwar die Dame besucht hat, aber noch vor 13 Uhr sich von ihr schon wieder verabschiedet hat.

Das Umtopfen und die Geburtstagsfeier können aber um diese Zeit noch nicht begonnen haben, denn da war die Mutter nach eigener Aussage ja erst auf dem Weg nach Bad Steben zum Kerzenkaufen und sah auf dem Weg UK (welches sehr wahrscheinlich auch stimmt, denn UK Befand sich um diese Uhrzeit, wie diverse andere Zeugen ja bestätigt haben, ja im Ortskern, brachte zB. dem einen Zeugen seine Mittagsmahlzeit and die Tür)

Wie lange Umtopfen und Geburtstagsfeier gedauert haben, darüber gibt es offenbar keine Aussage (?). Wenn er um 15:17 an der Sparkasse war, muss das ja spätestens ca. 15:10 Uhr zuende gewesen sein. (der Weg vom Haus der Mutter zur Sparkasse ist ja offenbar nur wenige Minuten weit)
Blaubeeren schrieb:das eigenartig kurze Umtopfen und Feiern
Finde ich eigentlich nicht so eigenartig kurz, im Gegenteil, trotz dieser Aktivitäten ergibt sich noch immer eine Alibi Lücke:

Umtopfen wird nicht ewig lang gewesen sein, die Mutter hatte ja keine Gärtnerei, sondern wohl nur ein paar Pflanzen, eine halbe Stunde vielleicht.
Geburtstagsfeier fand offenbar im kleinsten Kreis statt (sonst gäbe es dafür ja mehr Zeugen), wahrscheinlich nur einfach "Kerzenausblasen", "Beglückwünschen", "Stück Kuchen essen". Sowas kann man in die Länge ziehen, aber auch ohne Hetze kann das in einer halben oder meinetwegen in einer Stunde geschehen sein.

Wenn man das zusammenfasst, dass MS also sehr gut schon vor 13 Uhr alle Dinge des Vormittags (inkl. Gespräch mit der Dame) erledigt haben könnte
und von der Uhrzeit des Sparkassenbesuchs zurückrechnet, dann ergibt sich interessanterweise für MS eine Alibilücke just zur gleichen Uhrzeit wie sie auch für UK besteht, nämlich von ca. 13 Uhr bis ca. 13:45 Uhr!
EclipseFirst schrieb:Und irgendwann bei all dem Hin- und Hergerenne ist er noch schnell nach Rodacherbrunn gedüst und hat ein lebloses Mädchen aus dem Licht gerückt.
Wie Du selbst zitiert hast:
Blaubeeren schrieb:"Was er abends und den Rest des Tages machte, wurde nie ganz geklärt".
D.h. Es wurde nie angegeben, dass der Geburtstag am Rest des Tages und/ oder abends stattfand.
das kann also nach 15:17 Uhr geschehen sein. Vielleicht hatte er zum Zeitpunkt des Sparkassenbesuchs ja die Leiche bereits im Auto.
Oder die Leiche war versteckt und er hat sie nach diesem Zeitpunkt abgeholt.
Letzteres wäre in Übereinstimmung mit der Aussage des Jungen, der den Notruf wählte, der ja sagte, dass Peggy von einem Auto in ein anderes umgeladen wurde erst später am Nachmittag.

In Summe:
Blaubeeren schrieb:Allerdings, der hat ganz schön viel geschafft.
finde ich nicht. Im Gegenteil, trotz aller dieser Aktivitäten und auch unter Annahme, dass das alles so stimmt, gibt es noch immer deutliche Leerstellen in seinem Alibi. Und interessanterweise gerade zu den gleichen Uhrzeiten, zu denen auch UK Lücken im Alibi hat, zur Mittagszeit, etwa zu der Zeit, wo Peggy das letzte Mal lebend gesehen wurde. Und am späteren Nachmittag, wo die Schwester von UK den angeblichen Besuch nicht bestätigen wollte und wo MS offenbar gar kein Alibi hat!


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Peggy Knobloch

10.06.2019 um 18:58
otternase schrieb:Auf dem Finanzamt hat man doch üblicherweise einen Termin und Ansprechpartner, also müsste dieser Punkt doch verifiziert oder falsifiziert werden können. Und auch die Uhrzeit und Dauer müsste daher bekannt sein.
Vielleicht hat er die Steuererklärung in den Briefkasten geworfen oder an der Pforte abgegeben, weil er dem Postweg misstraute. :) Kein Scherz. Wir geben das immer dort ab. Von der Jahreszeit könnte es hinkommen. In Münchberg hat er vielleicht einen Antrag auf landwirtsch. Förderung abgegeben (Flächenstillegung, Ökoanbau, o.ä.)
otternase schrieb:Gut denkbar daher, dass MS zwar die Dame besucht hat, aber noch vor 13 Uhr sich von ihr schon wieder verabschiedet hat.
Ja hat er. In einer frühen Aussage gab er an, mit der Dame vor der Tür gestanden und gequatscht zu haben, als U.K. längs des Wegs kam, Richtung HMP.
otternase schrieb:Wie Du selbst zitiert hast:
Blaubeeren schrieb:
"Was er abends und den Rest des Tages machte, wurde nie ganz geklärt".

D.h. Es wurde nie angegeben, dass der Geburtstag am Rest des Tages und/ oder abends stattfand.
das kann also nach 15:17 Uhr geschehen sein. Vielleicht hatte er zum Zeitpunkt des Sparkassenbesuchs ja die Leiche bereits im Auto.
Oder die Leiche war versteckt und er hat sie nach diesem Zeitpunkt abgeholt.
Letzteres wäre in Übereinstimmung mit der Aussage des Jungen, der den Notruf wählte, der ja sagte, dass Peggy von einem Auto in ein anderes umgeladen wurde erst später am Nachmittag.
Ein "Geburtstagskaffee" findet nach meiner Vorstellung nicht in der erweiterten Mittagspause statt, sondern nachmittags frühstens um halb vier, vier. Man trinkt doch nicht um 14 Uhr Kaffee! Auf dem Land essen die doch noch alle zu Mittag. ;-)

Deine Vermutung hins. Peggys sterblichen Überresten teile ich sowieso (Verbringung in mind. zwei Schritten). :)


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Peggy Knobloch

10.06.2019 um 19:39
EclipseFirst schrieb:Vielleicht hat er die Steuererklärung in den Briefkasten geworfen oder an der Pforte abgegeben, weil er dem Postweg misstraute. :) Kein Scherz. Wir geben das immer dort ab. Von der Jahreszeit könnte es hinkommen.
möglich. Aber der Posteingang bekommt doch bei Behörden immer einen Tagesstempel. Dann liesse sich zwar keine Uhrzeit dafür feststellen, aber zumindest verifizieren, ob er an diesem Tag bei dem Finanzamt war.

Zudem hätte das Einwerfen von Post nur sehr kurz gedauert, womit noch mehr belegt wäre, dass er alle die genannten Aktivitäten problemlos erledigen konnte und trotzdem noch eine Zeitlücke in seinem Alibi verbleibt.
EclipseFirst schrieb:Ein "Geburtstagskaffee" findet nach meiner Vorstellung nicht in der erweiterten Mittagspause statt, sondern nachmittags frühstens um halb vier, vier. Man trinkt doch nicht um 14 Uhr Kaffee! Auf dem Land essen die doch noch alle zu Mittag. ;-)
naja, gerade auf dem Land stehen aber auch viele sehr früh auf, essen entsprechend sehr früh Frühstück und Mittag, da könnte dann auch Kaffee früh stattfinden. Meine Urgroßmutter zum Beispiel ist auf einem Bauernhof aufgewachsen, und auch wenn sie seit Heirat nie mehr in der Landwirtschaft war, stand sie ihr Leben lang um 5 Uhr auf, dann gab es spätestens um 6 Uhr Frühstück und um 11 Uhr Mittag... Da wäre dann 14 Uhr für Kaffee auch nicht besonders früh.

Auch könnte MS ja gesagt haben, dass er am Nachmittag noch was vor habe und daher den Geburtstagskaffee früher stattfinden liess...


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Peggy Knobloch

10.06.2019 um 20:13
Einen Beginn in der Zeit etwa 14.00/14.30 -15.00 für den Geburtstagskaffee würde ich auch für möglich halten. Der kann dann ja die Gratulationen entgegen genommen, sein Stück Kuchen gegessen, ne Tasse Kaffee getrunken (max. 30 Min.) und sich mit ner Entschuldigung („muß noch schnell zur Bank“) davon gemacht haben. Vielleicht musste man aber auch den Cousin abholen oder heimfahren und er erledigte beides auf einmal?! Bzw. er bot sich an dieses zu übernehmen, da er noch ne „Beseitigungstour“ vorhatte???

Also flugs die Leiche in Rodacherbrunn abgelegt (ordentlich vergraben war sie ja nicht, von daher dürfte das zügig gegangen sein) auf der Rückfahrt den Cousin abgeholt und noch rasch zur Bank weil dort ja bekanntlich Kameras hängen die ein Alibi liefern, damals eben das Alibi daß der Herr S. am Nachmittag in Lichtenberg in der Sparkasse und nicht am Schloßberg war.

Der Typ wurde 24, da erwartet doch kein Onkel und keine Tante mehr, daß der die ganze Zeit dabei ist! Ich finde das ohnehin schon strange das er mit 24 noch Kerzen auf die Torte bekam. Das bekam mein Sohn zuletzt im Grundschulalter.


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Peggy Knobloch

10.06.2019 um 20:20
@margaretha
Man kann da ruhig die Formalitäten weglassen. Ab 14.00 „offenes Haus“ für Familie mit Schwätzchen in abwechselnder Besetzung und jeder geht dennoch auch anderen Beschäftigungen nach. Kurz was holen, Umtopfen, rauchen, jemanden abholen...
So kann das eben auch gewesen sein.
Wir wissen nichts über die Gewohnheiten.
Die Polizei wird das sicher alles abgeglichen haben soweit das möglich war. Die sollten wissen wer alles da war und welche Zeitangaben die einzelnen Personen machten.


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Peggy Knobloch

10.06.2019 um 20:47
jaska schrieb:Die Polizei wird das sicher alles abgeglichen haben soweit das möglich war. Die sollten wissen wer alles da war und welche Zeitangaben die einzelnen Personen machten.
Gesichert ist wohl nur die Bank
Was er genau an diesem trüben Montag, 7. Mai 2001 machte, ist letztlich nicht geklärt.
Ganz klar ist nur eines: Um 15.17 Uhr hob er am Automaten der Sparkasse Geld ab, was eine Kamera aufzeichnete.
https://www.frankenpost.de/region/oberfranken/laenderspiegel/Neuer-Mordverdaechtiger-im-Fall-Peggy;art2388,6324664
Auch das Alibi des damals 24-Jährigen konnten die Ermittler nicht erhärten. Etwa gegen 12.45 Uhr muss er mit einer älteren Lichtenbergerin, die am Marktplatz wohnte, über den Kauf landwirtschaftlicher Flächen gesprochen haben. Er selbst gab an, danach ins Haus seiner Eltern gegangen zu sein, um dort Blumen mit seiner Mutter umzutopfen und später mit Verwandten Geburtstag zu feiern. Auch will er Ulvi K. gesehen haben, der sich gegen 13 Uhr in der Ortsmitte aufhielt. Was er abends und den Rest des Tages machte, wurde nie ganz geklärt.
https://www.focus.de/regional/coburg/coburg-mordverdacht-festnahme-im-fall-peggy_id_10053042.html


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Peggy Knobloch

10.06.2019 um 20:50
otternase schrieb:(2.) Danach Finanzamt Hof
Ist das bestätigt? Auf dem Finanzamt hat man doch üblicherweise einen Termin und Ansprechpartner, also müsste dieser Punkt doch verifiziert oder falsifiziert werden können. Und auch die Uhrzeit und Dauer müsste daher bekannt sein.
Mir ist kein Text oder Aussage bekannt, der/die den Finanzamttermin als bestätigt erwähnt.
otternase schrieb:(3.) Später Naila.
Hat er was dazu gesagt, was er in Naila gemacht hat? Gibt es da Zeugen?
Bislang uns nicht bekannt. Die Polizei wird das damals erfragt haben.
otternase schrieb:(1.) Vormittags auf dem Landwirtschaftsamt in Münchberg (bestätigt)
ist die Uhrzeit und Dauer dieses Besuchs öffentlich bekannt?
Der Polizei ist dies sicher bekannt.
Dieser Besuch beim Landwirtschaftsamt wird zumindest von der Zeitung als bestätigt deklariert.
Ich bitte um Entschuldigung für die Stoik, die ich hier anwende.
Als betont "bestätigt" gilt hier jedoch offiziell nur folgendes:

Die Ermittler gehen derzeit von folgenden tatrelevanten Zeitpunkten am 7. Mai 2001 aus:

* letzte gesicherte Sichtung von Peggy Knobloch um 13.24 Uhr am Henri-Marteau-Platz
* gesicherter Aufenthalt des Manuel S. in der damaligen Sparkassenfiliale um 15.17 Uhr

https://www.justiz.bayern.de/gerichte-und-behoerden/staatsanwaltschaft/bayreuth/presse/2018/29.php
Alles andere wird offiziell in Bezug auf den TV an diesem Tag zeitlich nicht als bestätigt deklariert.

Auch das Gespräch mit der Lichtenberger Dame schwebt unverifiziert im Raum, denn es ist allein der Tatverdächtige, der das behauptet hat.


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