Triquetrum
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Wo ist Katrin Konert?
um 00:58Ich glaube da täuscht du dich. Ich bin mir sicher, sollte es auch nur die geringsten Anhaltspunkte gegeben haben, dass sich der Ort des Verbrechens oder der, an dem möglicherweise die Leiche abgelegt wurde, in Sachsen-Anhalt befindet, so würde man auch da suchen. Ob dies gleich zu Beginn der Fall war, kann ich dir leider nicht sagen. Die länderübergreifende Zusammenarbeit stellt dabei aber sicherlich kein Problem dar. Selbst wenn es Anhaltspunkt für einen Tatort im benachbarten Ausland ergeben hätten, waren auch damals die Beziehungen im Rahmen der Vermisstensuche oder Aufdecken eines Verbrechens schon so gut, dass dies unkompliziert und ohne große Verzögerung funktioniert hätte.OliverCromwell schrieb:Der Clou dabei ist, ob gewollt oder ungewollt, dass sie jetzt in einem anderen Bundesland liegt. Die EB Niedersachsen hat viel auf eigenem Gebiet getan und umgegraben, aber auf der anderen Seite des Baches, in Sachsen-Anhalt, sind Ihnen die Hände gebunden. Meines Wissens nach wurde in S-A auch nie gesucht, oder?
So sehe ich das auch. Der Ablageort der Leiche wird sich entweder in der Nähe des eigentlichen Tatortes, also da wo Katrin vermutlich zu Tode kam, befinden oder eben an einem für den Täter sehr vertrauten Ort, den er als schwer auffindbar kategorisiert oder gar für Fremde nicht ohne weiteres betretbar ist.OliverCromwell schrieb:Es ist dunkel, kalt, leicht regnerisch, spiegelglatt mit Blitzeis. Somit kann ich es eigentlich nicht riskieren, weit mit dem Leichnam durch die Gegend zu fahren. Dadurch erscheint der Suchkorridor der EB erstmal logisch.
Das hat wenig mit Albernheit sondern vielmehr mit, natürlich falsch verstanden Selbstschutz zu tun. Das kommt gar nicht mal so selten vor. Natürlich weniger bei Tötungsdelikten, da diese sich in Deutschland noch auf einen verhältnismäßig niedrigen Niveau befinden, aber bei anderen Verbrechenstatbeständen durfte ich selbst schon meine Erfahrungen mit falsch verstandener Bruderliebe im Rahmen meines beruflichen Lebens Bekanntschaft machen.schluesselbund schrieb:Für mich ist dieses (dein) Szenario überhaupt nicht plausibel. Und dass sich eine Familie einfach in schweigen hüllt wäre an Albernheit nicht zu übertreffen. Sofern dann der Junge den Mut findet die Tat der Familie zu gestehen.
Ich habe das schon in einen meiner vorhergehenden Posts geschrieben. Wir machen immer wieder den Fehler, dass man von seinem eigenen Verhalten oder zumindest von den entsprechenden groben Rahmenbedingungen ausgeht. Natürlich wäre es vernünftig für seine Fehler gerade zu stehen und sein Kind dabei auch zu unterstützen. Aus eigener beruflicher Erfahrung kann ich da aber auch unzählige Fälle nennen, beileibe natürlich nicht wie hier ein vermutetes Tötungsdelikt, aber eben auch kleinere Delikte, bei denen ein Elternteil die Vernunft walten lassen und sich bei der Polizei selbst stellen wollte, dies aber durch das Veto des zweiten Erziehungsberechtigten verhindert wurde.Tita1992 schrieb:Hmm. Ich bin Mutter, und würde für mein Kind kämpfen wie eine Löwin, keine Frage.
Hier denke ich aber anders: Je nach Verhalten, Charakter, Ausrichtung würde ich vielleicht tatsächlich so ein "kleines" Vergehen melden - um das Kind vor Folgeschäden durch wiederholte Taten zu bewahren.
Um so größer der Qualität des Delikts und die Gefahr, dass das eigene Kind für mehrere Jahre hinter Schloss und Riegel kommt, umso mehr wird sich der Schutzinstinkt auswirken. Ein Verhalten, dass man vielleicht bei sich selbst nie für möglich gehalten hätte, aber wenn dein 20-jähriger Sohn, der gerade erst mit dem Leben begonnen hat, ausgestattet mit einer neuen Arbeitsstelle und auch sonst sich noch nie etwas zu Schulden hat kommen lassen, könnte die Eltern oder zumindest ein Elternteil diese Entscheidung treffen lassen.
Würde ich es selbst so machen, nein natürlich nicht. Ich hoffe jedoch, wie wohl alle hier, dass man niemals vor so einer Entscheidung steht, da ich mir dann wahrscheinlich nicht mehr so sicher bin, ob die Worte, die ich hier schnell hingetippt habe, auch weiterhin Bestand haben würden.
Danke, für deine Antwort und ja, man sollte seinen Beitrag selbst nochmals durchlesen. Nur habe ich da so viel getippt, dass ich nachlässig wurde. Ich habe es aber dann bei der ersten entsprechenden Anmerkung gleich korrigiert.Ziegenpetra schrieb:Ich gehe mit allem konform, außer natürlich deines kleinen Fehlers BT betreffend.
Wie bereits oben geschrieben, bin ich hier der gleichen Meinung. Wir haben es aus meiner Sicht mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem Täter aus dem Bekanntenkreis von Katrin zu tun, der eben im Anschluss wohl auch die Leiche im nahen Umkreis zum Tatort des vermuteten Tötungsdelikts oder einer ihm vertrauten Örtlichkeit abgelegt bzw. versteckt hat.schluesselbund schrieb:Vielfach ist es doch so, dass der Täter einen Ortsbezug zum Ablageort hat.
Auch hier bin ich bei dir. Einen größeren Radius als 1km rund um die Bushaltestelle würde ich für den Ablageort der Leiche bzw. dem entsprechenden Versteck auch nicht vermuten. Möglich ist, dass diese eventuell nochmals umgebettet wurde, wobei ich eher glaube, dass sie immer noch da liegt, wo sie schon kurz nach der vermutlichen Tötung verbracht wurde. Ich sehe auch die Chancen weiterhin vorhanden, dass man sie immer noch finden kann.OliverCromwell schrieb:Wenn meine These richtig sein sollte, dann reden wir hier von 500, 600m, lass es 1km sein, Entfernung Luftlinie von Bergen. Ich sehe da schon einen Ortsbezug.
Sollte dies in der Zukunft tatsächlich der Fall sein, so wird man wohl auch aus dem Ablageort Schlüsse ziehen können, wohin die Reise bei der Täterschaft gehen wird.

