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Der Fall Nelli Graf

18.997 Beiträge, Schlüsselwörter: Halle, Nelli Graf, Bauerhof Der Alten Dame
nettefrau41
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Der Fall Nelli Graf

16.01.2015 um 12:55
Herzlichen Glückwunsch dann. Trotzdem glaube ich nicht an eine Affäre. Sie ging ja öfter da hin. Das hätte bestimmt schon mal jemand früher bemerkt.


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Der Fall Nelli Graf

16.01.2015 um 20:09
Ich habe drei Kinder und hätte keine Energie für eine Affäre. :). Und wenn ich eine hätte, die ich heimlich Treffen würde, würde ich für das Treffen keine ausgelutschte Sportjacke meiner Söhne tragen.


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Comtesse
Diskussionsleiter
versteckt

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Der Fall Nelli Graf

16.01.2015 um 20:16
missmary schrieb:Ich habe drei Kinder und hätte keine Energie für eine Affäre. :). Und wenn ich eine hätte, die ich heimlich Treffen würde, würde ich für das Treffen keine ausgelutschte Sportjacke meiner Söhne tragen.
Man kann sich manchmal nur wundern, wozu manche Leute so alles Energie haben... zumal eine heiße Affaire auch beflügeln kann und mehr Energie bringt zeitweise als sie einen kostet. ;) Sie kann auch eine Flucht aus dem öden freudlosen Alltag sein.

Aber eine schöne funktionierende Affaire endet ja auch nicht in einem Mord. Eine einseitig beendete Affaire, nach deren Ende man sich noch mal zu einer letzten Aussprache trifft, dagegen schon das eine oder andere Mal. Zu so einer letzten Aussprache würde ich evtl. dann SCHON mit einer ollen Sportjacke erscheinen, wenn ich diejenige wäre, die Schluss gemacht hat. Vielleicht sogar mit Absicht, damit er auch direkt sieht, dass ich nicht mehr versuche, ihm zu gefallen.


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Der Fall Nelli Graf

17.01.2015 um 10:14
Ich glaube da nicht wirklich dran ... sie wohnt auf dem Dorf bzw. in ländlicher Gegend, d.h. viele Leute kennen sie, sie hat drei ältere Kinder, die ja auch was mitbekommen könnten ...

Sie schien ja morgens auch Zeit zu haben. Wäre die Freundin zum Kaffee gekommen, wäre sie vermutlich jetzt noch am Leben.

Ich denke wirklich "falsche Zeit, falscher Ort".


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Der Fall Nelli Graf

20.01.2015 um 15:15
Ich denke immer noch sehr oft über diesen Fall nach.
Ich stelle mir immer noch Fragen, welche ich mir nicht beantworten kann.

Warum wurde das Fahrrad ungewöhnlich weit (40-80 Meter) tragend in den Wald verbracht?
Warum investierte der Täter relativ viel Zeit mit der Beseitigung der Leiche?
Warum spielt sich alles (Fahrradfundort, Leichenfundort, Wohnhaus) in geographisch relativ engem Kreis ab, wo man annehmen muss, dass der Täter gute Ortskenntnisse besitzt?
Warum wurde sie so ungewöhnlich massiv mit Kabelbinder und Klebeband fixiert und verklebt?
Warum wurde sie so ungewöhnlich brutal (aus meiner Sicht) ermordet?

Da geht eine bodenständige, familiäre, eher konservative Frau aus dem Haus, erledigt völlig normale Sachen (Sparkasse, Arzt, Apotheke) und will noch einen Kaffee mit einer Verwandten trinken und ab diesem Telefonat ist nichts mehr wie es war und keiner, selbst ihre Familie oder die Kripo, kann sich dieses alles bis heute erkären-Wahnsinn!


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minu16
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Der Fall Nelli Graf

20.01.2015 um 15:32
@Sven1213
zu deinen beiden ersten Fragen,die wir alle haben,kann ich nur vermuten,das der Täter/Täterin/Helfer aus dem Umfeld von ihr kommt.Da er nicht mit dem Mord in Verbindung gebracht werden will ,mußte er sie gut verstecken oder aus dem Haus schaffen.Fahrrad und Leiche wurden auch nur zufällig gefunden.
Ich finde es total traurig,das nichts mehr ermittelt wird,obwohl ja Ansätze da wären(zwei Autos).
Aber das wäre ja auch sehr intensive Kleinarbeit.....


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nettefrau41
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20.01.2015 um 16:53
@Sven1213

Ja, diese Brutalität lässt irgendwie auf persönliche Verbindungen des Täters/der Täter zum Opfer schließen. Aber dann, wenn sie aus der Region stammen, hätten doch der oder die Täter die Leiche etwas weiter verbracht, oder?


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Der Fall Nelli Graf

20.01.2015 um 18:55
minu16 schrieb:Ich finde es total traurig,das nichts mehr ermittelt wird,obwohl ja Ansätze da wären(zwei Autos).
Genau diese Spur ist die kälteste unter allen und wird von der Kripo als sehr unwahrscheinlich
angesehen, da sich
a) die Zeugin nicht sicher war, an welchem Tag sie diese Autos gesehen hat - und
b) die zeitliche Angabe (11.30Uhr) niemals für diesen Tag der Entführung passen kann, da
NG erwiesen um 11.07 Uhr in der Apotheke am Bahnhof telefonierte, dann nach Hause gehen
oder fahren musste, sich umzog - ihre Sachen wurden ordentlich in den Kleiderschrank gehängt-
anfing, das Mittagessen vorzubereiten etc. Wie soll das dann zeitlich dazu passen, dass der Vorfall
mit den zwei Autos etwas mit NG und ihrem Fahrrad zu tun hatte??

Die Polizei folgte letztlich der Augenzeugin, die NG auf ihrem Fahrrad gegen 12.00 Uhr in
Richtung Hachhowe abbiegen sah; das ist ja auch wesentlich logischer. Aber all diese Dinge
wurden zig-Mal diskutiert. Der Fall ist mysteriös - und leider wird mittlerweile nicht mehr ermittelt.


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nettefrau41
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21.01.2015 um 09:22
@fortylicks

Es wird nicht mehr aktiv ermittelt, aber sobald sich neue Anhaltsüunkte ergeben, wird die Polizei wieder aktiv tätig. Das ist ein Unterschied. Es gibt bei Mordfällen keine Zeugen im Ruhestand.


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Der Fall Nelli Graf

21.01.2015 um 10:47
@nettefrau41
das ist ja völlig logisch; es gibt aber keine neuen Ansätze - und die Spur mit den Autos,
um die es ja hier geht, wurde ausermittelt - und für zu leicht befunden....
Das waren ja Eure Ansätze - und die sind lange nicht mehr akut.


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nettefrau41
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Der Fall Nelli Graf

21.01.2015 um 11:42
@fortylicks

Das verstehe ich. Man hat ja auch vieles gemacht. Für mich wäre die Frage, ob es ähnliche Fälle gibt, ob man Vergleiche hat? Weißt das jemand?


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nettefrau41
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Der Fall Nelli Graf

22.01.2015 um 14:40
@fortylicks

Hast du eventuell eine Quelle dafür, dass die Auto-Spur nichts ergab?


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Der Fall Nelli Graf

22.01.2015 um 15:19
@nettefrau41
das wurde hier im thread sehr oft diskutiert - und mit Hilfe der Suchfunktion findest Du die
Aussagen sicher. Kommissar Östermann hat dies klar ausgesagt. Und nicht er folgt mir in dieser Argumentation sondern ich ihm. Wir können doch nicht hergehen und uns polizeiliche Ermittlungsarbeit zurechtbiegen, wie sie in unsere Denke passt...NG ist mit 99 %iger Sicherheit selber mit dem Fahrrad in das Waldstück an der Hachhowe gefahren.
Dafür gibt es eine von den Ermittlern als glaubwürdig eingeschätzte Augenzeugin.

Das sind die Fakten - und es gibt -leider- keinerlei neue Ansätze. Ich sehe auch keinen
Bezug zu anderen Fällen; auch nicht zum Fall Liebs. Vielleicht wissen die Ermittler ja doch mittlerweile, wie die Zeugenaussage zwei Autos zustande kam und machen es nur nicht öffentlich......


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nettefrau41
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Der Fall Nelli Graf

04.02.2015 um 16:22
Nelli Graf arbeitete an einer Supermarktkasse. Da kommt man zwangsläufig mit vielen Menschen zusammen. Sie war ja im Ort ziemlich bekannt. Könnte das zum Täter führen? Dass sie mit dem Fahrrad raus war, ist wohl unbestritten. Aber wieso lässt man Geld und Schlüssel zu Hause? Das kann man nicht kapieren.


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04.02.2015 um 18:19
@Sven1213
Sven1213 schrieb am 20.01.2015:Warum wurde das Fahrrad ungewöhnlich weit (40-80 Meter) tragend in den Wald verbracht?
Warum investierte der Täter relativ viel Zeit mit der Beseitigung der Leiche?
Warum spielt sich alles (Fahrradfundort, Leichenfundort, Wohnhaus) in geographisch relativ engem Kreis ab, wo man annehmen muss, dass der Täter gute Ortskenntnisse besitzt?
Warum wurde sie so ungewöhnlich massiv mit Kabelbinder und Klebeband fixiert und verklebt?
Warum wurde sie so ungewöhnlich brutal (aus meiner Sicht) ermordet?
ich versuche mal deine fragen so einfach wie möglich zu beantworten ,obwohl ich glaube das du das auch selber kannst,aber ne zweiter meinung kann ja nicht schaden.

Warum wurde das Fahrrad ungewöhnlich weit (40-80 Meter) tragend in den Wald verbracht?
es sollte nicht gefunden werden und mitnehmen wäre zu aufwändig .
am wegrand wäre es sicherlich gefunden worden ,im wald würde es entweder keiner finden ,liegen lassen,oder es würde viel später gefunden.
das es so früh gefunden wurde,war mal wieder zufall
ich frage mich auch, warum bei der suchaktion, das rad nicht gefunden wurde ?
wann wurde nochmal gesucht und wann wurde es gefunden ??

Warum investierte der Täter relativ viel Zeit mit der Beseitigung der Leiche?
wie fast immer, sollte die leiche nicht gefunden werden,sie mußte vermutlich relativ schnell verschwinden,daher auch nicht weit vom schuss.
die leichenablage hat ja immer etwas mit den möglichkeiten des täters zu tun,vielleicht sollte man darüber nochmal nachdenken ?

Warum spielt sich alles (Fahrradfundort, Leichenfundort, Wohnhaus) in geographisch relativ engem Kreis ab, wo man annehmen muss, dass der Täter gute Ortskenntnisse besitzt?
der täter kennt sich dort gut aus und fühlt sich wohl in der umgebung ,deswegen bewegt er sich dort relativ sicher .dazu wird er vielleicht keine gelegenheit gehabt haben, weit zu fahren.
das hängt dann mit der vorigen frage zusammen.

Warum wurde sie so ungewöhnlich massiv mit Kabelbinder und Klebeband fixiert und verklebt?
der täter wollte die sichere kontrolle behalten und nelli hatte sich bestimmt gewehrt.
war sie eigentlich an den füssen auch gefesselt ?

Warum wurde sie so ungewöhnlich brutal (aus meiner Sicht) ermordet?
das ist eine gute frage,man könnte meinen es hat mit hass,oder wut zu tun und das würde auf eine beziehungstat hindeuten ,muss aber nicht unbedingt.
der täter kann auch seine wut auf das opfer übertragen haben,aber dann müßte nelli etwas an sich gehabt haben ,was den täter dazu gereizt hat.allerdings lassen kabelbinder und klebeband auf eine gewollte tat hindeuten ,der täter war vorbereitet, könnte man sagen.
ist die frage ob nelli jemanden in der stadt getroffen hatte und sich vielleicht auf einen kurzen plausch treffen wollte,oder ob sie einfach nur so mal raus wollte ,für ein paar minuten und dann zufallsopfer wurde.
kann man in nelli ein typisches zufallsopfer sehen ? eher weniger ,oder?
wie oft wird ein opfer im wald überfallen? schon öfter...
aber wieviele nehmen das opfer dann mit ?


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04.02.2015 um 18:37
Ich denke echt oft an den Fall. Mir tut die Familie so Leid. Ich glaube, dass viele der vermissten Frauen das gleiche Schicksal haben ... wenn der Täter etwas tiefer gegraben hätte, dann wäre sie noch immer eine der vermissten Frauen - gruselig, diese Vorstellung.


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04.02.2015 um 19:02
zweiter schrieb:Warum wurde das Fahrrad ungewöhnlich weit (40-80 Meter) tragend in den Wald verbracht?
es sollte nicht gefunden werden und mitnehmen wäre zu aufwändig .
am wegrand wäre es sicherlich gefunden worden ,im wald würde es entweder keiner finden ,liegen lassen,oder es würde viel später gefunden.
@zweiter
Ich kenne keinen Fall, wo bei einem Übergriff in einem Wald oder ähnliches, ein Fahrrad so weit vom Wegesrand entfernt verbracht wurde.
Entweder dem Täter war es egal und das Fahrrad wurde einfach am/auf dem Wegesrand liegen gelassen oder ins Gebüsch geworfen.
Ich tendierte damals dazu, dass dieses Fahrrad nachträglich dort hin verbracht wurde.
Zudem stelle ich mir die Frage:
Warum war es dem Täter so wichtig, dass das Fahrrad nicht gefunden wird?
zweiter schrieb:ich frage mich auch, warum bei der suchaktion, das rad nicht gefunden wurde ?
wann wurde nochmal gesucht und wann wurde es gefunden ??
Ich meine es wurde 3 Tage später von Pilzsammlern gefunden.
zweiter schrieb:die leichenablage hat ja immer etwas mit den möglichkeiten des täters zu tun,vielleicht sollte man darüber nochmal nachdenken ?
Richtig, ich fand gesamtheitlich spricht der Auffindeort für eine gute Ortskenntnis des Täters.
zweiter schrieb:kann man in nelli ein typisches zufallsopfer sehen ? eher weniger ,oder?
wie oft wird ein opfer im wald überfallen? schon öfter...
aber wieviele nehmen das opfer dann mit ?
Die aus meiner Sicht außergewöhnliche brutale Tötung spricht für mich eindeutig dafür, dass sich Opfer und Täter kannten.
Fundort ist nicht Tatort und sie kam in einem umschlossenen Raum (oder wie man das nennt) zu Tode, warum hat man dann nicht die Kabelbinder abgelegt oder das Klebeband entfernt.
Das könnten theoretisch ja auch Gegenstände sein, die zum Täter führen können.


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04.02.2015 um 19:21
@Sven1213
Ich tendierte damals dazu, dass dieses Fahrrad nachträglich dort hin verbracht wurde.
Zudem stelle ich mir die Frage:
Warum war es dem Täter so wichtig, dass das Fahrrad nicht gefunden wird?
wenn das fahrrad nachträglich dorthin gebracht wurde ,würde man dann nicht nochmal zum entführungsort zurück fahren ?
wäre es dann nicht einfacher, das fahrrad auch in dem wald abzulegen, wo die leiche war Zb
oder ganz woanders ?
bei einer ablage des fahrrades zum späteren zeitpunkt ,würde ich vermuten das man sich mit dem fahrrad nicht den aufwand macht sehr weit zu fahren ,jedenfalls nicht so weit ,wie mit der leiche.
das würde bedeuten ,das der nächste wald der wald war, wo das fahrrad lag und der wald der weiter weg war ,war der wo die leiche lag.
allerdings sehe ich ein gewässer als bessere ablage für ein fahrrad,aber auch das war wohl ein zu großer aufwand,obwohl viel sicherer.
demnach war die sache mit dem fahrrad sehr begrenzt in den möglichkeiten .


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Der Fall Nelli Graf

04.02.2015 um 19:33
zweiter schrieb:bei einer ablage des fahrrades zum späteren zeitpunkt ,würde ich vermuten das man sich mit dem fahrrad nicht den aufwand macht sehr weit zu fahren ,jedenfalls nicht so weit ,wie mit der leiche.
das würde bedeuten ,das der nächste wald der wald war, wo das fahrrad lag und der wald der weiter weg war ,war der wo die leiche lag.
@zweiter
Das kann in diesem Fall so gewesen sein.
Ich weiß nicht, ob dir die geographischen Gegebenheiten in diesem Fall bekannt sind.
Sollte es so sein, wie ich es vermute, dass das Fahrrad nachträglich "entsorgt" wurde, warum sucht man wie bei der Leichenablagestelle, wieder einen Wald auf?
Auch wenn ich mich nicht mit Kriminalfällen beschäftigen würde, ich würde es einfach am Bahnhof zu anderen Fahrrädern stellen und nicht so einen Aufwand betreiben.


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04.02.2015 um 19:36
@zweiter
Zusatz:
Auch diese Örtlichkeit des Fahrradfundortes läßt mutmassen, dass der Täter auch dort über detailierte Ortkenntnisse verfügte.


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