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Die Göhrde-Morde

15.285 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Hamburg, Ungelöst, Doppelmord, 1989, Göhrde, Lüneburg, Lage, KUR, Winsen, Bad Bevensen + 15 weitere
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Die Göhrde-Morde

Die Göhrde-Morde

30.12.2017 um 22:22
accattone schrieb:Wen hätte denn Sielaff unter Druck setzen und bedrohen sollen um seine Schwester zu finden?
Zitat aus der ZEIT:
"Harald Meier berichtet der Kripo von der Begegnung seiner Frau mit dem Gärtner. Die Beamten finden heraus: Der Gärtner arbeitet auf einem Friedhof und heißt Kurt-Werner Wichmann. Offenbar ein gefährlicher Mann. Er bedrohte schon als Kind eine Frau mit einem Messer. Als junger Erwachsener entführte er eine Anhalterin, vergewaltigte sie und würgte sie fast zu Tode. Dafür saß er fünf Jahre im Gefängnis.

Die Kripo lädt ihn vor. "

Da war in wenigen Tagen klar,dass sie Kontakt zu KWW hatte.Auch damals kannte man Täterprofile.Bei so einem vorstrafenregister klingeln jedem Polizisten Alarmglocken.


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30.12.2017 um 22:24
damesic00 schrieb:Da war in wenigen Tagen klar,dass sie Kontakt zu KWW hatte.Auch damals kannte man Täterprofile.Bei so einem vorstrafenregister klingeln jedem Polizisten Alarmglocken.
Ich bin da ja ganz deiner Meinung. Aber das hätten die auch ohne Sielaff merken müssen,
dass sie dem Täter auf der Spur sind.


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30.12.2017 um 22:25
Im von @KiraB verlinkten Artikel steht übrigens auch, dass KWW erst Anfang der 80-er nach Lüneburg zurückkehrt, nicht schon 1978:
Bis in die 80er Jahre hält Kurt Werner W. sich in Karlsruhe auf, kehrt dann nach Lüneburg zurück. – Quelle: https://www.mopo.de/24123848 ©2017


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30.12.2017 um 22:31
Sorry, aber ihr habt keine große Ahnung von dem Fall. Herrn Sielaff und seinen Helfern ist überhaupt zu verdanken das der Fall gelöst wurde.

Er war damals doch gar nicht direkt in den Fall eingebunden. Man sollte die Leute in Lüneburg fragen was sie eigentlich getan haben bzw. nicht.

Stichwort: Alibi von KWW nicht überprüft.


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30.12.2017 um 22:42
KiraB schrieb:Herr W. grub kein Loch in ebenem Boden. Vielmehr terrassierte er den Hang und ließ dort den Ford verschwinden.
Danke. Das konnteich mir auch nicht vorstellen.
Also machbar, auch für Einen allein, wenn er weiss, wie es geht (plus geeignetem Werkzeug)


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30.12.2017 um 22:51
aus einem onlineartikel:

Die Unternehmergattin Birgit M. ist 41 Jahre alt, als sie 1989 aus ihrem Haus in Brietlingen-Moorburg verschwindet. Tagelange Suchaktionen mit Hubschraubern und Hundestaffeln sowie Booten der Feuerwehr auf dem Elbe-Seitenkanal bleiben erfolglos. Nachdem die Ermittler zunächst ihren Mann Harald M., seit einigen Monaten von seiner Frau getrennt, in Verdacht haben, gerät schon bald ein Lüneburger Friedhofsgärtner in den Fokus. Ihn soll Birgit M. im Sommer ihres Verschwindens auf einer Party kennengelernt haben, so erzählt es zumindest der Mann der Vermissten der Polizei.

Wolfgang Sielaff hat endlich eine Antwort - nach 28 Jahren Ungewissheit. Er findet die sterblichen Überreste seiner Schwester Birgit M.... Nur deshalb ist das Schicksal der Frau nun geklärt, weil ihr Bruder die Suche nie aufgegeben hat. Sielaff, früher Chef des Hamburger Landeskriminalamts, macht den Ermittlern immer wieder Druck, stellt aber auch auf eigene Faust Nachforschungen an. Es ist Ende September 2017, als unter einer Garage in Adendorf (Landkreis Lüneburg) schließlich die vergrabenen Knochen von Birgit M. entdeckt werden. Sielaff ist dabei, als das Skelett freigelegt wird.

Eine DNA-Analyse bestätigt, dass es sich um die Knochen von Birgit M. handelt. Das Grundstück, auf dem die Überreste ausgegraben werden, hat einst dem mutmaßlichen Mörder der Frau gehört. Sielaff hat im Laufe seiner Nachforschungen die neuen Besitzer um ihr Einverständnis gebeten, auf ihrem Gelände Grabungen durchführen zu dürfen.

Harald M. erzählt wenige Wochen nach dem Verschwinden seiner Frau der Kriminalpolizei von dem Gärtner. Diese findet dessen Namen heraus und stellt fest, dass er einschlägig vorbestraft ist. Weil er eine Anhalterin entführt, vergewaltigt und fast zu Tode gewürgt hat, saß er fünf Jahre im Gefängnis. Die Polizei lädt ihn zur Vernehmung vor. Er beteuert, ein Alibi zu haben - erwähnt aber nicht, dass er an den Tagen, in denen Birgit M. verschwand, krankgeschrieben war. Das stellt sich erst später heraus.
Die Ermittler gehen "stoisch von einem Vermisstenfall aus", erinnert sich Sielaff in dem Bericht der "Zeit". Erst als 1993 eine neue Staatsanwältin in Lüneburg ihre Arbeit aufnimmt, geht die Sache wieder voran. Sie leitet ein Strafverfahren wegen Mordverdachts gegen den Gärtner ein.

Als die Polizei den Mann in seinem Haus aufsuchen will, ist er nicht da - er ist auf der Flucht. Die Beamten finden in einem verschlossenen Raum hinter einer schallisolierten Tür in seinem Haus Waffen, Schlafmittel und Kordeln. Im Garten entdecken sie ein vergrabenes Auto mit Blutspuren auf dem Rücksitz. Ein Leichenspürhund schlägt an, eine Leiche aber finden die Ermittler nicht. Wochen später endet die Flucht des Mannes, nachdem er einen Verkehrsunfall verursacht hat. Er kommt in Untersuchungshaft, wo er sich mit einem Gürtel erhängt. Damit ist der Fall für die Polizei erledigt. Bis Sielaff eine Wiederaufnahme durchsetzt.

---Die Beamten gehen davon aus, dass er versucht haben könnte, sein Opfer zu entführen und Lösegeld zu erpressen.

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/Nach-28-Jahren-Skelett-von-Birgit-M-gefunden,aden...


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30.12.2017 um 23:03
xyfan72 schrieb:Sorry, aber ihr habt keine große Ahnung von dem Fall. Herrn Sielaff und seinen Helfern ist überhaupt zu verdanken das der Fall gelöst wurde.

Er war damals doch gar nicht direkt in den Fall eingebunden. Man sollte die Leute in Lüneburg fragen was sie eigentlich getan haben bzw. nicht.

Stichwort: Alibi von KWW nicht überprüft.
ich habe für alle kein Verständnis.Lüneburg ist Provinz.Und ein Leitender Polizist hat immer die Möglichkeit auf Akteneinsicht.Wenn ich schon lese,dass Staatsanwaltschaft Lüneburg bei einem vermeintlichen Mörder Polizei vorbeischickt.Normalerweise beauftragt man SEK oder MEK die den Täter festsetzen.Und dann ein Täter,der des Mordes verdächtigt wird,wird in der JVA überwacht auf Selbstmordgefährdung-immer und auch 1993 war das so.


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30.12.2017 um 23:07
Wie war das eigentlich mit der Hausdurchsuchung genau? Wurde er da im Vorfeld informiert? Hallo, bist du zu Hause - wir kommen gleich mal vorbei?! Das steht auch immer so komisch in den Zeitungen.


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30.12.2017 um 23:14
@damesic00

Die Ermittlungen wurden nach dem Suizid von KWW eingestellt.


Sielaff:

Ich habe 2003 erfahren, dass die Ermittlungen seit 1994 gar nicht mehr stattfanden. Und da habe ich gesagt, dass sich die Familie damit nicht zufrieden geben kann. Wir müssen schauen, dass wir das Schicksal meiner Schwester klären, und ich habe dann versucht, die Lüneburger Polizei davon zu überzeugen, dass sie doch noch mal Ermittlungen aufnimmt.

Man sagte: 'Nein, wir können nicht ermitteln, weil gegen Tote nicht ermittelt werden darf.' Der mutmaßliche Tatverdächtige hatte sich ja umgebracht. Das hat mich aber nicht überzeugt, denn wenn der Verdacht im Raum steht, dass da ein Mittäter im Spiel ist, muss man weiter ermitteln. Außerdem gab es noch einen weiteren Verdächtigen: meinen Schwager, den Mann meiner Schwester. Den hat man ja bis in die jüngste Zeit als Mörder seiner Ehefrau bezeichnet. Also war klar: Wenn die Polizei das nicht macht, muss ich Mittel und Wege finden, das aufzuklären.
{...}

Alle Offerten Hamburgs an Lüneburg, gemeinsam zu ermitteln oder eine Sonderkommission zu gründen, haben aber nicht funktioniert, das wollte man nicht. So mussten wir bis 2015 warten, bis wir den Polizeipräsidenten überzeugen konnten, doch noch mal Ermittlungen im Fall meiner Schwester zu führen.


Quelle:
https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Wolfgang-Sielaff-Es-ist-eine-Genugtuung,sielaff108.html


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30.12.2017 um 23:15
xyfan72 schrieb:Wie war das eigentlich mit der Hausdurchsuchung genau? Wurde er da im Vorfeld informiert? Hallo, bist du zu Hause - wir kommen gleich mal vorbei?! Das steht auch immer so komisch in den Zeitungen.
nicht ganz so kripo kam nach Hause und Frau hat ihn bei der Arbeit informiert telefonisch da er gesucht wird-da türmte er.


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30.12.2017 um 23:16
Auch wenn der wahrscheinliche Taeter tot ist, gibt es genuegend Gruende, weshalb man die Ermittlungen erst einmal weiterfuehren sollte. Zum Beispiel, weil immer die Moeglichkeit besteht, dass es einen Mittaeter gegeben hat. Dann auch, weil man auf diese Weise potenziell auch andere Faelle aufklaeren koennte, und somit der Polizei viel Arbeit sparen koennte. Darueberhinaus koennte man vielleicht auch noch weitere Opfer finden, oder zumindest Hinweise auf deren Schicksal. Und schlussendlich kann man die Ergebnisse auch noch fuer die Entwicklung neuer Ermittlungsmethoden oder die Verfeinerung bestehender Methoden verwenden.

Was mich besonders beunruhigt in diesem Fall, ist, dass es einen moeglichen Mittaeter gab. Koennte dieser auch alleine gehandelt haben, als W sass?


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30.12.2017 um 23:19
accattone schrieb:Die Ermittlungen wurden nach dem Suizid von KWW eingestellt.
ja und was hat Herr Sielaff 9 lange Jahre gemacht von 1994 bis 2004?Er brauchte 9 Jahre um sich zu erkundigen-na wie laufen die Ermittlungen??


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30.12.2017 um 23:21
@damesic00
@AnnaKomnene
@accattone
@xyfan72
sind das nicht Themen, die eher in den Thread von Birgit M. oder den von KWW gehören?


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30.12.2017 um 23:34
Meine Überlegungen zu dem Ford Probe:

In den 90ern hatte den einer in meiner Nachbarschaft, ich fand den Wagen irgendwie komisch, ähnlich wie den Opel Monza; hatte damals wahrscheinlich eine ähnliche Zielgruppe wie heute der aktuelle Ford Mustang (obwohl der in einer anderen Liga spielt), aber man muss schon irgendwie "speziell" drauf sein, den zu fahren.
Der Ford Probe war kein großer Erfolg, aber eben AMI-Karre!!! Relativ billig, kein eigentlicher Sportwagen, sehr auffällig, groß - aber erstaunlich wenig Platz im Fond und im Kofferraum…. hmmm.
So einen Wagen kauft man, wenn man eine gewisse Summe plötzlich zur Verfügung hat, eine Schnapsidee, will einen auf "dicke Hose" machen und damit auffallen - und dann noch in rot.

Jack Unterweger hatte wohl einen ähnlichen Geschmack: er fuhr zeitweise einen weißen Ford Mustang Mach 1 T5, Baujahr 1972, Zuhälterkarre, total prollig, aber cooler weil Youngtimer. Vielleicht hatten die beiden außer eine Vorliebe für weiße Anzüge mehr Gemeinsamkeiten, als man denkt… auffallen wollten sie wohl beide.


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30.12.2017 um 23:36
damesic00 schrieb:Er brauchte 9 Jahre um sich zu erkundigen-na wie laufen die Ermittlungen??
1989 verschwand seine Schwester.
Daraufhin ermittelte wohl Lüneburg und Sielaff war in Hamburg.

Die haben KWW auch verhört, aber der gab an, ein Alibi zu haben (Arbeitsplatz).
Das wurde aber nicht überprüft. Das war grobes Versagen.
Denn KWW war krankgeschrieben als Birgit M. verschwand.

Die Kripo lädt ihn vor. Zur Vernehmung erscheint er mit Schutzhandschuhen, wegen einer Allergie, wie Wichmann sagt. Zur Tatzeit, beteuert Wichmann, habe er ein Alibi.
Im Protokoll der Vernehmung heißt es: "Ich kann nur pauschal sagen, dass ich an keinem Abend während der fraglichen Zeit meine Wohnung verlassen habe. Einschränken muss ich, dass ich abends auch nach 22 Uhr, aber höchstens für eine Viertelstunde, mit meinem Schäferhund nach draußen gehe." Seine Frau bestätigt das. Wichmann erwähnt nicht, dass er in jenen Tagen, in denen Birgit Meier verschwand, krankgeschrieben ist. Es wäre für die Polizei nicht schwer gewesen, dies herauszufinden, aber es kümmerte sich erstaunlicherweise kein Ermittler genauer um Wichmann.

"Spätestens jetzt hätte ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werden müssen", sagt Sielaff. Aber es geschah nichts. "Man ging stoisch von einem Vermisstenfall aus. Immer wieder hörte ich von den Kollegen: Wir tun ja alles, aber leider finden wir nichts", sagt Sielaff. Fragt er genauer nach, verstummen die Kollegen. So geht das Monate, Jahre, bis eine neue Staatsanwältin in Lüneburg für das Verfahren zuständig wird.


http://www.zeit.de/2016/42/serienmord-ermittlungen-doppelmorde-lueneburg-birgit-meier/seite-2


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30.12.2017 um 23:44
accattone schrieb:1989 verschwand seine Schwester.
Daraufhin ermittelte wohl Lüneburg und Sielaff war in Hamburg.
Wie weit ist Lüneburg von Hamburg?30 km?Ich wäre ihnen in Lüneburg einmal pro Woche vorbeigefahren!!


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30.12.2017 um 23:52
damesic00 schrieb:Wie weit ist Lüneburg von Hamburg?30 km?Ich wäre ihnen in Lüneburg einmal pro Woche vorbeigefahren!!
Was hätte er dort tun sollen?

Die Zuständigkeiten waren geklärt. Sielaff konnte nicht davon ausgehen, dass seine Kollegen in Lüneburg die Ermittlungsarbeiten verpfuschen.

Wolfgang Sielaff erreichte daraufhin, dass die Ermittlungsgruppe im März 2017 eine Montagegrube in der Garage des Friedhofsgärtners noch einmal untersuchte, auch mit einem Leichenspürhund – ergebnislos. Seine "kriminalistische Erfahrung", so erklärte es der Leiter der Ermittlungsgruppe, sage ihm, dass dort "keine Leiche" liege . Dabei hatte er, wie man jetzt weiß, selbst unmittelbar über der Leiche gestanden, nur durch eine dünne Betonplatte von ihr getrennt.

Wolfgang Sielaff formuliert es so neutral wie möglich: "Ausgerechnet dem kompetenten und erfolgreichen Leiter der Gruppe unterlief eine fatale Fehleinschätzung."


http://www.zeit.de/2017/42/wolfgang-sielaf-ex-lka-chef-mord-schwester/seite-2

Du unterstellst der falschen Person Unfähigkeit.


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30.12.2017 um 23:59
@damesic00
wäre, wäre…
es ist spassig ältere Beiträge hier, von Mitgliedern die früher die Möglichkeit, dass der Gärtner potentiell der Täter war, kategorisch ausgeschlossen hatten, zu lesen. Nun melden sie sich teilweise wichtigtuerisch zu Wort. Macht euch den Spass ältere Beiträge zu lesen; soviel zum Thema "hinterher ist man klüger" :-)


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30.12.2017 um 23:59
@damesic00

Sielaff hat die notwendig gewesene Polizeiarbeit nach seiner Pensionierung nachgeholt:

Vor 14 Jahren, gerade in Pension gegangen, baute er eine Art Thinktank für den Fall Meier auf. Regelrechte Ermittlungen durfte er nicht führen, das war und ist den Lüneburgern vorbehalten. "Wir haben stattdessen recherchiert", sagt er. "Es war permanentes Brainstorming."

Wie arbeitet ein ehrenamtlicher Ermittlungs-Thinktank? 16.000 Seiten an Informationen hat Sielaff in Zusammenhang mit dem Fall seiner Schwester gesammelt. {...}

Wichtige Informationen für die Hamburger Privat-Ermittler ergaben sich auch aus den Befragungen von Nachbarn am Ende der Sackgasse. Schließlich, so zeigt sich im Rückblick, hatte das Ermittlerteam um Sielaff ab Frühjahr 2017 eine Vorstellung von Täter und Tat. Ein Sexualverbrechen oder eine misslungene Erpressung sind die wahrscheinlichsten Möglichkeiten. "Unsere Recherchen ergaben, dass Kurt-Werner W. einen Kontrollwahn hatte. Er musste immer die Kontrolle über den Ort haben, an dem die Leiche versteckt ist. Damit war klar, dass wir meine Schwester im Haus oder auf dem Grundstück finden." Sielaff erstellte einen Plan möglicher Fundorte, die nacheinander abgesucht werden sollten. Nummer eins: die Grube in der Garage.

In Lüneburg hingegen zweifelte man weiterhin an der Täterschaft W.s – bis zum Fund der Leiche von Birgit Meier. Auch im Rückblick sieht man bei der Kripo keinen Anlass zur Selbstkritik. "Es kann nicht von einem Versagen der Polizei gesprochen werden", heißt es auf Nachfrage.


http://www.zeit.de/2017/42/wolfgang-sielaf-ex-lka-chef-mord-schwester/seite-3


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