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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

24.03.2019 um 11:37
mrdesaster schrieb:Und der Taxifahrer hätte den Zielort routinemäßig der Zentrale mitgeteilt (bei Langstrecken Pflicht, da muss sich das Taxi abmelden). Und hätte es wider erwarten bereits eine Polizeimitteilung gegeben, wäre der Täter hier wahrscheinlich aufgeflogen. Selbst die dümmste Taxizentrale hätte da einen möglichen Zusammenhang erkannt.

Es gab also gute Gründe, warum der Täter zunächst München angab.
Sehr guter Beitrag. Selbst, wenn der Mann nicht (wie ich eigentlich vermute) erst nach München wollte, macht es Sinn, diesen Ort erstmal als Ziel zu nennen. Ergänzen möchte ich noch, dass er so auch sicher sein konnte überhaupt mitgenommen zu werden. Hätte er gesagt "einmal Litzlwalchen einfach bitte, was kennen Sie etwa nicht, liegt ganz nah am Weltkulturerbe Hölzl im Chiemgau " hätte es gut sein können, dass das dem Fahrer Fahrer so dubios vorgekommen wäre, dass er abgelehnt hätte. Die Strecke Nürnberg München dürfte zwar auch nicht an der Tagesordnung stehen, kommt sicher aber gerade bei Geschäftsleuten schon mal vor. Zudem ist das natürlich lukrativer als einmal Messe und zurück. Und unser Mann hatte sicher wenig Lust erstmal rumzudiskutieren, das musste er ja schon wegen seinem Währungsproblem. Wenn dann auch noch irre Ziele genannt werden, hätte es schnell geheissen: "no way, hab' glei Schichtende, schleich Di".


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24.03.2019 um 11:40
mrdesaster schrieb:Und der Taxifahrer hätte den Zielort routinemäßig der Zentrale mitgeteilt (bei Langstrecken Pflicht, da muss sich das Taxi abmelden). Und hätte es wider erwarten bereits eine Polizeimitteilung gegeben, wäre der Täter hier wahrscheinlich aufgeflogen. Selbst die dümmste Taxizentrale hätte da einen möglichen Zusammenhang erkannt.
Das ist ein guter Punk!


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24.03.2019 um 11:41
mattschwarz schrieb:Und unser Mann hatte sicher wenig Lust erstmal rumzudiskutieren, das musste er ja schon wegen seinem Währungsproblem. Wenn dann auch noch irre Ziele genannt werden, hätte es schnell geheissen: "no way, hab' glei Schichtende, schleich Di".
Richtig.

Allerdings hat er sich dabei auch als Nicht-Münchner geoutet und gezeigt, dass er sich in München nicht so gut auskennt, denn einen Nordostbahnhof gibt es dort eben nicht. Der Durchschnittsmünchner weiss das, und der typische oberbayerische Bahnfahrer vermutlich auch.


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24.03.2019 um 12:11
Rick_Blaine schrieb:geoutet und gezeigt, dass er sich in München nicht so gut auskennt, denn einen Nordostbahnhof gibt es dort eben nicht. Der Durchschnittsmünchner weiss das, und der typische oberbayerische Bahnfahrer vermutlich auch.
Oder er wollte absichtlich den Eindruck erwecken, dass er sich da nicht auskennt. "Sucht's mi woanders, i bi koa Bayer glabt's ma"


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24.03.2019 um 12:13
Freili. :)

Irgendwie habe ich immer noch den Eindruck, wenn man ihn nach Salzburg fragen würde, da täte er sich besser auskennen...

Aber das ist nur ein Bauchgefühl.


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24.03.2019 um 12:17
Rick_Blaine schrieb:Freili. :)

Irgendwie habe ich immer noch den Eindruck, wenn man ihn nach Salzburg fragen würde, da täte er sich besser auskennen...

Aber das ist nur ein Bauchgefühl.
Und mein Bauchgefühl sagt mir, dass dem Mann auch Srebrenica was sagen könnte ...


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24.03.2019 um 12:22
Allerdings.

Aber wir spekulieren hier nur. Schliesslich steht ja auch noch ein Holländer im Raum, der den Ls schon lange nachgefahren ist.


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24.03.2019 um 12:32
Rick_Blaine schrieb:Allerdings.

Aber wir spekulieren hier nur. Schliesslich steht ja auch noch ein Holländer im Raum, der den Ls schon lange nachgefahren ist.
Richtig. Den vergaß ich einen Moment. Und die Geige sowie die sagenumwobene Giftmülldeponie und die dunkle Vergangenheit der Eheleute Langendonk ...


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25.03.2019 um 15:42
Wozzeck schrieb:weder mir noch Dir zeitgenössische Wechseltabellen von Gulden nach DM in Deutschland wie Holland zum Vergleich vorliegen, wo zum damaligen Zeitpunkt der Geldwechsel tatsächlich günstiger war und
b) weil wir nichts darüber wissen, ob die Ls sich dieser unterstellten Logik tatsächlich fügten und daher kein Bargeld dabei hatten.
Die Sortenkurse sind grundsätzlich sehr ungünstig für den Geldwechsel,
egal wie der Kurs ist.

Da sich die Banken das Bereitstellen von ausländischem Bargeld vergüten lassen.
Das hat man früher in der Schule gelernt. Das ist eigentlich Grundwissen von jedem, der auf Reisen war.

Herr L. hat ja im Außendienst gearbeitet. Der kannte sich sehr wahrscheinlich auch damit aus.
Als Tourist größere Devisenmengen in Holland abzuheben und herumzufahren macht einfach keinen Sinn.

Höchstens man denkt mal darüber nach, warum jemand dringend VIEL Bargeld im Auto braucht.

Für die Sicherheit bzw. als Reserve war es früher üblich, Traveller-Schecks mitzunehmen.
Und in D, F, A oder CH gibt und gab es an jeder Ecke Geldautomaten.


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25.03.2019 um 15:52
Cass schrieb:Das hat man früher in der Schule gelernt.
Deine beharrlichen Rechenversuche in allen Ehren, aber Du rennst bei mir sozusagen ‚offene Türen‘ ein. Ich habe weder eine persönliche Meinung dazu noch persönliche Informationen darüber, wie viel Bargeld die Ls mit sich führten und ob das ggf. schlau kalkuliert war, von Ihnen. Ich beziehe mich lediglich auf die Presseberichte und die verlautbarte Spurenlage - Quellen siehe oben.

(Btw - das Bargeld in verschiedenen Fremdwehrungen müssen die Ls mit Nichten in Holland getauscht haben. Dafür sind andere und unterschiedliche Orte denkbar, ebenfalls andere und unterschiedliche Zeiten, als beispielsweise ausschließlich und unmittelbar vor dem Deutschlandtrip.)


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25.03.2019 um 16:08
Wozzeck schrieb:das Bargeld in verschiedenen Fremdwehrungen müssen die Ls mit Nichten in Holland getauscht haben.
Ja klar. Das ist wahr.

Aber WENN sie größere Bargeldreserven dabei hatten, dann WARUM?


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25.03.2019 um 18:26
Cass schrieb:Aber WENN sie größere Bargeldreserven dabei hatten, dann WARUM?
Okay, ich kann gut verstehen, dass man sich diese Frage stellt. Zumal verschiedene Währungen nur einen Sinn machen würden, wenn die Ls vorgehabt hätten, auch diese entsprechenden Länder noch zu bereisen. Davon hat man m.E. noch nichts gehört. Aber Abstecher über die Grenze sind in beiden Fällen denkbar (Frankreich, Österreich ohnehin).

Wenn diese Währungen also tatsächlich von den Ls stammten, dann könnten diese sie noch von vorangegangenen Urlauben zurückbehalten haben, um sie im Folgeurlaub wieder zu verwenden (das ist mir nun z.B. aus meiner persönlichen Erfahrung nicht fremd). Der Geldbetrag in DM muss zwingend nicht allzu groß gewesen sein, nimmt man nicht an, der Täter habe ausgerechnet die DM nicht ausgeben wollen, als er mit den Taxifahrern verhandeln musste.


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25.03.2019 um 19:25
Wozzeck schrieb:Wenn diese Währungen also tatsächlich von den Ls stammten, dann könnten diese sie noch von vorangegangenen Urlauben zurückbehalten haben, um sie im Folgeurlaub wieder zu verwenden
Zweifellos, auch weil bald darauf der Euro eingeführt wurde. Da wollte niemand auf dem alten Zeugs sitzen bleiben.


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25.03.2019 um 21:28
mrdesaster schrieb:Zweifellos, auch weil bald darauf der Euro eingeführt wurde. Da wollte niemand auf dem alten Zeugs sitzen bleiben.
Allerhand. Da waren die Langendonks ihrer Zeit aber ganz schön voraus. Die Einführung des Euro wurde ja erst im nächsten Jahr, am 2.5.98 beschlossen.


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25.03.2019 um 21:37
mattschwarz schrieb:Allerhand
Ja, da hast du recht, da hab ich mich vertan.

Aber dennoch, es gibt an der ganzen Fremdwährungssache nichts Ungewöhnliches. Da kann man sich auf den Kopf stellen.


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25.03.2019 um 21:56
mrdesaster schrieb:Aber dennoch, es gibt an der ganzen Fremdwährungssache nichts Ungewöhnliches. Da kann man sich auf den Kopf stellen.
Ganz genau so sehe ich das auch!


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25.03.2019 um 22:19
mrdesaster schrieb:Aber dennoch, es gibt an der ganzen Fremdwährungssache nichts Ungewöhnliches.
Ihr diskutiert über Wochen und Monate jede Kleinigkeit.
Aber die Dinge, die wirklich ins Auge stechen und für ein Verbrechen relevant sein könnten, überseht ihr einfach so.

Ihr habt zwar keine Ahnung, um was es geht (Sortenkurs - nie gehört und 1997 ist kurz vor der Euroeinführung) aber "nichts Ungewöhnliches".

Scheint bei euch ein glasklarer Fall von (Mini?) Schwarmintelligenz zu sein.
mrdesaster schrieb:Zweifellos, auch weil bald darauf der Euro eingeführt wurde. Da wollte niemand auf dem alten Zeugs sitzen bleiben.
Ja. Klar. Zweifellos.
Aber by the way: DM -Scheine kann man im Jahr 2019 noch problemlos bei der Deutschen
Bundesbank eintauschen.


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26.03.2019 um 02:23
Du meine Güte, hat eigentlich irgendjemand sich mal die Mühe gemacht, nachzuschauen, welchen Unterschied es macht, Geld in bar (Sortenkurs) oder über eine Karte (Devisenkurs) zu tauschen?

Der Unterschied zwischen Sortenkurs und Devisenkurs beträgt z.B. heute beim Dollar bei der Commerzbank ganze 0.038: USD Geldkurs 1,1279(Devisenkurs) zu USD Ankauf(Sorte) 1.1667.

Für 100 USD in bar bekomme ich 88.66 Euro, am Automaten 89.54. Ein umwerfender Unterschied.

Dagegen steht in der Regel eine Geldautomatengebühr von mehreren Euro bei der Abhebung mit einer Karte. Unterm Strich für den Kunden nahezu eine Nullnummer. Und gerade ältere Touristen waren oft mit einem Bargeldvorrat von zu Hause aus unterwegs.

Daher ist die Auskunft der Familie, die Ls hatten einen Vorrat an Devisen für ihre Urlaubsreise dabei ganz normal und weist keineswegs auf geheimnisvolle Geschäfte mit.

https://www.commerzbank.de/rates/do.rates
https://www.commerzbank.de/de/hauptnavigation/kunden/kursinfo/sorten_edel/sortenkurse/sorten.html


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26.03.2019 um 07:57
Rick_Blaine schrieb:Du meine Güte, hat eigentlich irgendjemand sich mal die Mühe gemacht, nachzuschauen, welchen Unterschied es macht, Geld in bar (Sortenkurs) oder über eine Karte (Devisenkurs) zu tauschen?
Super Beitrag, Danke! Ich hatte so etwas schon vermutet, mir aber nicht denken können, wie ich das recherchieren kann. Klasse! Das sollte man m.E. ruhig öfter mal tun, bevor man mit völlig harmlosen ‚Fakten‘ ganz große Theorien beschwört.

Zumal: Das Generationenargument! Die Langendonks waren im Alter meiner Großeltern und hier galt noch das Motto: ‚nur Bares ist Wahres!‘ Erst recht, wenn man als ‚Selbstversorger‘ im eigenen Wohnmobil reiste! Da fuhr immer ein bisschen die Befürchtung mit, etwas Unvorhergesehenes könne geschehen und darauf wollte man finanziell in jedem Fall vorbereitet sein.


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26.03.2019 um 08:13
Wozzeck schrieb:Zumal: Das Generationenargument! Die Langendonks waren im Alter meiner Großeltern und hier galt noch das Motto: ‚nur Bares ist Wahres!‘ Erst recht, wenn man als ‚Selbstversorger‘ im eigenen Wohnmobil reiste! Da fuhr immer ein bisschen die Befürchtung mit, etwas Unvorhergesehenes könne geschehen und darauf wollte man finanziell in jedem Fall vorbereitet sein.
Genau. Meine Eltern holten jeden Sommer brav vor Beginn unserer Urlaubsreise nach Italien bei der örtlichen Zweigstelle der Raiffeisenbank Lire und Schillinge. Sicherlich mehr als 500 DM, denn man zahlte ja alles noch in Bar, einschliesslich das Benzin. Und wenn der Vorrat nicht reichte, wurde im Urlaub mit einem Euroscheck noch einmal Bares geholt, bei einer Bank vor Ort. Kreditkarten waren sehr unüblich und Geldautomaten gab es noch nicht, als ich Kind war, aber meine Eltern haben das später auch nicht anders gemacht.

Und natürlich hiess es auch damals, dass man sparen kann: wenn man zu Hause umtauscht, da der Kurs ein paar Pfennige günstiger war als im Ausland. Das war meinen Eltern dann auch wichtig :) Also ging es mit einer gut gefüllten Reisegeldbörse auf die Fahrt nach Italia. Da fuhr schon mal eine halbe Million mit (Lire, 500 Lire waren damals 1 DM).

Noch heute nehme ich grundsätzlich $ 200-300 cash mit in den Urlaub, denn mir ist es allein im letzten Jahr zweimal passiert, dass nix mit Kartenabhebung war: einmal in Mexico und einmal in Paris - der Automat funktionierte nicht, aber sperrte erst mal die Karte. Dann darf man erst mal die Bank anrufen usw. Dem Risiko komplett geldlos dazustehen gehe ich durch einen kleinen Barvorrat aus dem Weg. Und nun stelle man sich die viel älteren Ls vor...

Und wenn sie dann auch noch, wie vielen holländische Touristen nachgesagt wird, ein wenig geizig waren... jede Euroscheck-Einlösung, jede Geldautomatenabhebung kostet Gebühren. Da ist es sehr gut vorstellbar, dass sie ein paar hundert DM mit sich führten, vielleicht noch 500 oder 1000 Schilling (damals waren 700 öS = 100DM) und sicherlich auch noch einige Gulden. Und schon haben wir die ominös grosse Reisekasse.


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