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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

12.728 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Ungeklärt, Feuer ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

17.09.2021 um 23:17
Also an einen Landstreicher so wie@APBT ihn hier beschreibt kann ich nicht so richtig glauben.Obwohl es die damals durchaus gab. Aber eine Waffe hatten die wohl eher nicht. Liefen auch nicht mit Anzug und Krawatte rum
Denke der Täter war ein ganz anderes Kaliber.Wahrscheinlich schon von Jugend an kriminell. Ich kann mir auch nicht vorstellen das er da zu Fuß in dieser ländlichen Gegend herumgelaufen ist.Da wäre er dann evtl. doch jemanden aufgefallen. Der wird schon mobil gewesen sein.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

18.09.2021 um 03:37
Anzug und Krawatte waren ja wohl "ausgeliehen".

Des weiteren war die sonderbare Haarpracht sehr wahrscheinlich eine Perücke und das Phantombild ein genau solches, ein Phantom, das es so nie gab in der Realität, auch ein Grund warum er nie gefunden wurde.

Wie schon weiter vorne beschrieben, er war den Taxigesprächen nach eher ein Feingeist mit österreichischem Akzent und Charme, ein Gentleman-Mörder, Harry war ein gut betuchter aber auch hemdsärmliger Geschäftsmann der 90er Jahre. Da kann man mit etwas Phantasie sich schon vorstellen, dass es eine Vorgeschichte gab, das wurde auch im xy Bericht nicht gänzlich ausgeschlossen. Die Kripo hat da aber sicherlich im Laufe der Jahre viele Möglichkeiten abgeklopft und keine Ungereimtheiten gefunden, was erstaunlich ist. Was da bei Ermittlungen rauskam würde mich brennend interessieren...


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

18.09.2021 um 08:40
Zitat von sinal14sinal14 schrieb:Diese Fahrtenschreibertheorie bzw. „das Fahren müssen“, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Der 7.Juni 1997 war ein Samstag, d. h. am nächsten Tag Sonntag und damit LKW-Fahrverbot.
Da hast du natürlich recht, ich hätte nachschaun müssen. Aber so ganz läuft meine Theorie deswegen nicht ins Leere. Am unauffälligsten wäre es für den Täter gewesen, wenn man ihn morgens in der Nähe seines Brummis gesehen hätte, und ggf. hätte er bei der Polizei aussagen können, er hätte die ganze Nacht im Fahrerhaus verbracht und vom Geschehen umn ihn rum nichts bemerkt.
Zitat von BellaNapoliBellaNapoli schrieb:Anzug und Krawatte waren ja wohl "ausgeliehen".
Oder zerknittert aus dem LKW genommen. Auch der Schweißgeruch könnte von einer fehlenden Duschgelegenheit stammen. Und die Frage ist ja auch noch, wo er zwischen den Morden und der Wegfahrt des Wohnmobils am späten Samstagnachmittag war. Ein in der Nähe stehendes Fahrzeug mit Wechselkleidung einschließlich einer falschen Perücke würde zum Tatgeschehen passen.


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18.09.2021 um 10:49
Bei dem Szenario wäre dann die Frage warum er nicht gleich mit dem Fahrzeug entschwunden ist.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

18.09.2021 um 11:20
Zitat von BellaNapoliBellaNapoli schrieb:Bei dem Szenario wäre dann die Frage warum er nicht gleich mit dem Fahrzeug entschwunden ist.
Nicht nur bei dem speziellen Szenario. Eine der großen Fragen ist doch, warum er überhaupt nicht gleich nach den Morden verschwunden ist.

Aber wenn er aus der Region stammt, als Fernfahrer unterwegs ist und es einen Bezug zur Herrn L. bzw. zu seiner Firma gibt, macht es durchaus Sinn, dass er nachts das Wohnmobil erst mal ganz weit weg bringt.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

20.09.2021 um 01:01
Also, ich finde es spricht eher nicht für einen erfahrenen Täter. Jeder "Profi" wäre nach so vielen Schüssen in der Nähe von besiedeltem Gebiet sofort aus dem Gebiet geflohen, weil er damit rechnen muss, dass jemand die Polizei verständigt hat. War es nicht so, dass das Wohnmobil von einigen Locations her einsehbar war? Zeugen gaben ja auch an, es dort am Waldrand gesehen zu haben. Der Täter könnte es also bereits am späten Nachmittag erspäht haben und sich gedacht haben, dass es dort vielleicht etwas zu holen gibt. Ein paar Ausländer mit holländischem Kennzeichen, die man mal eben abziehen kann. Man weiß, dass sie ortsfremd sind und wahrscheinlich niemanden in der Gegend haben. Unter Umständen war ein Mord auch nie geplant. Der Täter konfrontierte das Ehepaar, verlangte Wertgegenstände und stieß auf unerwarteten Widerstand. Womöglich wollte der Ehegatte nicht kooperieren, seine Frau beschützen und tat etwas, das den Räuber zum akuten Handeln veranlasste. Erst mit dem Messer, dann mit der Pistole. Dann schrie die Frau (Schreie einer Frau wurden meines Wissens ja auch vernommen) und der Täter hatte gar keine Wahl mehr als auch diese in Panik zu erschießen. Er schoss zur Sicherheit mehrere Male aus lauter Panik und schnitt ihnen dann noch die Kehlen durch.

Vielleicht war der Täter danach so überfordert mit dem was er tat, das er dort ausharrte und als er merkte, dass keine Polizei anrückte, hatte er Zeit sich etwas auszudenken. Er wollte das Wohnmobil mit den Leichen möglichst weit entfernt entsorgen, was er ja auch tat. Er fuhr soweit wie er mit dem Sprit eben kam und er dann keine Wahl mehr hatte als es dann niederzubrennen. Dann wollte er erst mit dem Taxi zurück, dann doch mit dem Zug, dann doch wieder Taxi, ich vermute der Kerl hat innerlich vor lauter Anspannung einen Krieg mit sich ausgetragen. Die Angaben im Taxi, teils zu Orten die es gar nicht gab, sprechen ebenfalls nicht für einen eingefleischten Profi. Mit solchen Aussagen macht man sich ja eher verdächtig und in solcher Situation versucht man ja eigentlich das Gegenteil zu bewirken. Ich vermute er hat lange mit sich gehadert. Laut den Taxifahrern roch er stark nach Schweiß. Jeder kennt es, wenn man angespannt irgendwo hingeht oder man nervös ist, dann beginnt man zu schwitzen, dann läuft einem die Brühe. Ich denke, dass es bei ihm genauso war. Jemand, der wirklich routiniert in so etwas wäre, wäre sicherlich nicht so leicht ins Schwitzen zu kriegen. Ich denke, dass er auf der Fahrt im Taxi lange mit sich gehadert hat, er war ja auch recht still während der Fahrt. Irgendwann ließ er sich doch wieder in Tatortnähe zurückbringen, was ein erfahrener Täter nach solchem auffälligen Verhalten doch eigentlich nicht getan hätte, um nochmal sicherzugehen, dass am Tatort nichts auf ihn zurückzuführen ist.

Wäre jetzt meine grobe Theorie dazu. Was hier allerdings dem Täter enorm in die Hände gespielt hat, war die Untätigkeit anderer Zeugen. Bei vielen Fällen, so auch bei jenem zu Anja A. aus Stuttgart Bad Cannstatt, wo Zeugen Schreie hörten, aber untätig blieben, weil sie sich dachten, dass schon nichts sein wird. Hier wurden ja auch Schreie und Schüsse wahrgenommen und man weiß, dass der Täter nach der Tat noch lange am Tatort verblieb. Hätte man gehandelt, wäre der Täter u.U. niemals geflüchtet und man kann mutmaßen, dass er sich vielleicht sogar vor Ort gestellt hätte, weil er mit der Ankunft der Polizei in wenigen Minuten gerechnet hat und er sich nach der Tat selbst noch in einer Art Schockstarre befand. Als er aber dann genug Zeit hatte sich zu beruhigen und merkte, dass niemand kam, erkannte er vielleicht doch seine Chance da heil herauszukommen und plante Hals über Kopf seinen Abgang. Das ist leider etwas, das man in Betracht ziehen muss.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

20.09.2021 um 10:05
@Krushak


war wirklich aus der entfernung ersichtlich, dass es sich um ein niederländisches nummernschild handelte?

woher die sicherheit, dass sie "niemand in der gegend haben"?

woher kam das messer? doppelte bewaffnung wäre, wenn tötung nicht beabsichtigt war, eher ungewöhnlich, v.a. für einen, wie von dir postuliert, unerfahrenen täter. oder lag es z.b. auf dem kaffeetisch?
wir wissen nicht einmal, um was für eine art von messer (z.b. jagdmesser oder küchenmesser) es sich handelte...

woher kommt die darstellung, dass harry erst mit dem messer angegriffen wurde? der veröffentlichten darstellung nach kam dies erst nach dem schußwaffengebrauch für die kehlschnitte zur anwendung.

die kehlschnitte sollen relativ sauber und tief ausgeführt worden sein, d.h. eher von hinten, was eher einer panikreaktion widerspricht. (und übrigens auch, da bei beiden so durchgeführt, einem erstangriff mit dem messer.)

eine echte panikreaktion hätte wohl eher darin bestanden, sich umgehend vom tatort zu entfernen und nicht erst zu der erkenntnis zu gelangen, dass da keine polizei anrückt. schockstarre hin oder her, die ja auch das zeitgefühl trübt...

so weit weg wie möglich bedeutet aber auch mehrere stunden fahrtzeit, auf der dem täter durchaus hätte klar werden können, dass er zum tatort zurück muss - in deinem szenario wäre dort ja noch sein eigenes transportmittel verblieben. dass ihm das erst nach dem abfackeln des campers aufgegangen ist, wage ich mal zu bezweifeln.

das zügige durchqueren das bahnhofsgebäudes spricht doch eher gegen die innere unentschiedenheit über die rückreisemöglichkeiten. auch deutet nichts darauf hin, dass das erste taxi jemals als rückkehrmittel nach litztlwalchen in betracht gezogen wurde.

die widersprüchlichen zielangaben können sowohl für eine verwirrtheit wie auch für bewusste verwirrtaktik sprechen.
wobei tatsächlich interessant ist, dass er sich in bezug auf münchen für einen (nicht existenten) bahnhof entschied, und dabei nicht mal den hauptbahnhof, nicht jedoch für einen anderen möglichen umsteigepunkt mit hohem taxiaufkommen, wie z.b. den flughafen.

der fahrer nahm wohl einen penetranten schweißgeruch war - also eher altschweißig statt frisch. ob der fahrgast während der fahrt stark geschwitzt hat, ist aber unklar.
ebenso bleibt das verhalten während der fahrt im ungewissen, ob er nun die meiste zeit in gedanken versunken war, schweigend aus dem fenster starrte, schlief oder sich mit irgendetwas beschäftigte, nägel kaute oder die hände rang,...

du hast letztlich doch selbst durch deine prämisse des vorbeikommenden täters, der potenzielle opfer ausmacht, den anhaltspunkt für die rückkehr geliefert - er muss ja irgendwie ans hölzl gelangt sein - spekulierst dann aber wieder, dass er zurückkehrte, um sicherzustellen, dass dort nichts auf ihn hindeutete?!

zuzustimmen ist dir sicherlich bei deinem letzten absatz. die untätigkeit der (ohren-)zeugen spielte ihm gewaltig in die hände und war so eigentlich nicht im vorhinein kalkulierbar.
ob er aber spontan handelte, nach abschütteln der "schockstarre", oder von anfang an geplant vorging, lässt sich so einfach nicht herleiten... profi oder nicht?! immer noch nicht wirklich klar.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

20.09.2021 um 18:29
Zitat von fravdfravd schrieb:war wirklich aus der entfernung ersichtlich, dass es sich um ein niederländisches nummernschild handelte?
Sicher nicht, aber der Täter wird sich in der Nähe ein Bild von seinem Ziel gemacht haben. Immerhin könnte eine ganze Familie mit so einem Wohnmobil unterwegs sein, was ja durchaus üblich ist. Ohne zu wissen mit wem und mit wie vielen er es zu tun hat, hätte er da sicherlich nicht zugeschlagen. Er wird vorher observiert haben. Vielleicht aus der Entfernung, vielleicht als "Spaziergänger", der vorher vorbeiging.
Zitat von fravdfravd schrieb:woher die sicherheit, dass sie "niemand in der gegend haben"?
Die gibt es nicht, aber die Chance ist durchaus höher als bei Personen mit einheimischem Kennzeichen und aus reiner Logik würde sich mir erschließen, dass am Chiemsee gerne Urlaub gemacht wird und dazu verwendet man nicht selten ein Wohnmobil. Dazu noch ein holländisches Kennzeichen bestärkt diese Annahme.
Zitat von fravdfravd schrieb:woher kam das messer? doppelte bewaffnung wäre, wenn tötung nicht beabsichtigt war, eher ungewöhnlich, v.a. für einen, wie von dir postuliert, unerfahrenen täter. oder lag es z.b. auf dem kaffeetisch?
wir wissen nicht einmal, um was für eine art von messer (z.b. jagdmesser oder küchenmesser) es sich handelte...
Naja, ein Messer tragen viele Menschen auch so bei sich, auch wenn das nicht immer legal ist, das habe ich schon oft genug gesehen und das waren keine Kriminellen.
Zitat von fravdfravd schrieb:woher kommt die darstellung, dass harry erst mit dem messer angegriffen wurde? der veröffentlichten darstellung nach kam dies erst nach dem schußwaffengebrauch für die kehlschnitte zur anwendung.
In anderer Quelle las ich, dass zuerst mit dem Messer angegriffen wurde. Da es da aber scheinbar auch Widersprüchlichkeiten gibt, scheint hier auch wieder alles oder gar nichts möglich. Auf was wir uns an Informationen verlassen können ist also sehr sehr gering.
Zitat von fravdfravd schrieb:eine echte panikreaktion hätte wohl eher darin bestanden, sich umgehend vom tatort zu entfernen und nicht erst zu der erkenntnis zu gelangen, dass da keine polizei anrückt. schockstarre hin oder her, die ja auch das zeitgefühl trübt...
Nein, nicht unbedingt. Nicht jeder Mensch reagiert auf Panik gleich. Manche erstarren und sind nicht imstande zu reagieren weil innerlich alles aussetzt und sie überfordert sind. In Panik verharren ist eine natürliche Reaktion und nicht jeder rennt klischeehaft direkt davon.
Zitat von fravdfravd schrieb:so weit weg wie möglich bedeutet aber auch mehrere stunden fahrtzeit, auf der dem täter durchaus hätte klar werden können, dass er zum tatort zurück muss - in deinem szenario wäre dort ja noch sein eigenes transportmittel verblieben. dass ihm das erst nach dem abfackeln des campers aufgegangen ist, wage ich mal zu bezweifeln.
Das muss ja auch nicht sein. Dass er wieder zurück musste kann ihm durchaus vorher klar gewesen sein, aber denk du mal logisch und konzentriert darüber nach, während du gerade zwei Menschen brutal niedergemetzelt hast und mit deren beiden Leichen gerade quer durch Bayern fährst, immer mit dem Druck im Nacken, dass jede Sekunde hinter einem das Blaulicht erscheint. Ich bezweifle, dass man in solch einer Lage richtig nachdenken kann, lange Fahrtzeit hin oder her.
Zitat von fravdfravd schrieb:das zügige durchqueren das bahnhofsgebäudes spricht doch eher gegen die innere unentschiedenheit über die rückreisemöglichkeiten. auch deutet nichts darauf hin, dass das erste taxi jemals als rückkehrmittel nach litztlwalchen in betracht gezogen wurde.
Nein, nicht zwangsläufig. Durchaus konnte er das mit dem Zug vorgehabt haben, aber wir wissen nicht was er im Inneren des Bahnhofs sah. Vielleicht eine Anzeigetafel mit Zügen, die nicht in nächster Zeit abfuhren. Vielleicht auch einen Polizisten, der ihn verunsicherte etc.pp.
Zitat von fravdfravd schrieb:die widersprüchlichen zielangaben können sowohl für eine verwirrtheit wie auch für bewusste verwirrtaktik sprechen.
wobei tatsächlich interessant ist, dass er sich in bezug auf münchen für einen (nicht existenten) bahnhof entschied, und dabei nicht mal den hauptbahnhof, nicht jedoch für einen anderen möglichen umsteigepunkt mit hohem taxiaufkommen, wie z.b. den flughafen.

der fahrer nahm wohl einen penetranten schweißgeruch war - also eher altschweißig statt frisch. ob der fahrgast während der fahrt stark geschwitzt hat, ist aber unklar.
ebenso bleibt das verhalten während der fahrt im ungewissen, ob er nun die meiste zeit in gedanken versunken war, schweigend aus dem fenster starrte, schlief oder sich mit irgendetwas beschäftigte, nägel kaute oder die hände rang,...
Also, wenn ich angespannt bin, dann schwitze ich wie ein Bulle, ein penetranter Schweißgeruch entsteht dann in Kürze. Manche Menschen transpirieren schneller und stärker als andere. Ob das wirklich altschweißig war oder frisch ist wohl unmöglich mit Gewissheit zu sagen. Dass er in Gedanken versunken war ist doch nachvollziehbar. Dem ging wohl alles mögliche durch den Kopf, nach seinem brutalen Doppelmord. Vermutlich hatte er nicht einmal damit gerechnet überhaupt vom Tatort wegzukommen und jetzt überschlugen sich die Ereignisse.
Zitat von fravdfravd schrieb:du hast letztlich doch selbst durch deine prämisse des vorbeikommenden täters, der potenzielle opfer ausmacht, den anhaltspunkt für die rückkehr geliefert - er muss ja irgendwie ans hölzl gelangt sein - spekulierst dann aber wieder, dass er zurückkehrte, um sicherzustellen, dass dort nichts auf ihn hindeutete?!
Naja, das liegt doch nahe der österreichischen Grenze und er sprach ja laut Zeugen mit bayerischem ODER österreichischem Akzent. Die Gegend schien er zumindest halbherzig zu kennen und wenn er in Österreich wohnhaft war, dann führt ihn diese Route wieder nach Hause, also natürlich kehrt er wieder dorthin zurück, allerdings schien er das zuerst nicht mit dem Taxi zu wollen, gerade weil das auffällig war. Aber allein wegen der fortgeschrittenen Uhrzeit muss ihm klargeworden sein, dass er Züge vergessen konnte und in diesen Dörfern wird auch kein wirklicher Bahnhof mit hoher Frequenz um diese Uhrzeit gewesen sein. Also musste es doch das Taxi bleiben.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

21.09.2021 um 01:49
Was mich interessieren würde, wäre ein Abgleich mit weiteren Mordfällen. Zwei Personen zu töten und dann auch noch deren Kehle durch zuschneiden ist schon sehr auffällig. Das ist ja schon ein „Zeichen“ des Täters.
Ggf gibt es ja in Europa oder genauer gesagt Deutschland, Österreich oder Balkan (Hier kam die Munition und Waffe her), weitere Morde mit dem Vorgehen.
Ebenfalls finde ich auffällig, dass auf das weibliche Opfer nur einmal geschossen wird, aber auf ihn drei mal.
Danach schlitzt er trotzdem noch seine Kehle auf. Ich finde das klingt schon fast nach Overkill.

Ich finde auch, dass das Vorgehen eher für einen erfahreneren Täter spricht. Wer so lange mit den Leichen verbringt (halböffentlich), der ist sich seiner Sache sicher bzw. handelt nicht durchgehend in Panik. Das der Täter Stress hat und schwitzt, ist logisch. Auch Elitesoldaten schwitzen in Einsätzen. Das ist eine normale Körperreaktion. Ich würde daraus nicht schließen, dass der Täter Amateur war.
Daran schließt sich dann die Frage an, wieso ein erfahrener Täter es auf die beiden Opfer abgesehen hatte? Laut allem was wir wissen, gab es keinen wirklichen Grund, weshalb man dem Paar das Leben nehmen wollen würde. Sehr merkwürdig der Fall.

Ich denke man hat nur 3 Möglichkeiten wirklich den Täter zu finden.
1. Man findet einen vergleichbaren Fall.
2. Bereits gefundene Spuren (Bspw. Munition) führen plötzlich doch zu weiteren Informationen oder ein Motiv lässt sich plötzlich finden. Oder
3. der Täter macht einen Fehler oder bricht sein Schweigen.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

21.09.2021 um 10:25
Zitat von KrushakKrushak schrieb:Aber allein wegen der fortgeschrittenen Uhrzeit muss ihm klargeworden sein, dass er Züge vergessen konnte und in diesen Dörfern wird auch kein wirklicher Bahnhof mit hoher Frequenz um diese Uhrzeit gewesen sein. Also musste es doch das Taxi bleiben.
Das musste dem Taxigast aber schon in Altenfurt klar gewesen sein. Warum dann der Taxiwechsel am HB Nürnberg? Bzw. warum lässt er sich dorthin fahren?


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

21.09.2021 um 10:53
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Das musste dem Taxigast aber schon in Altenfurt klar gewesen sein. Warum dann der Taxiwechsel am HB Nürnberg? Bzw. warum lässt er sich dorthin fahren?
Vermutlich hatte er gehofft, dass so nicht die Verbindung Traunstein Nürnberg sichtbar wird, sondern man höchstens davon ausgeht, dass er nur zum Hbf kam und sich die Spur dort verliert.


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21.09.2021 um 10:54
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Warum dann der Taxiwechsel am HB Nürnberg? Bzw. warum lässt er sich dorthin fahren?
Damit keine direkte Verbindung zwischen Altenfurt und Nürnberg hergestellt werden kann.
Es hat ja auch beinahe funktioniert.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

21.09.2021 um 15:25
Zitat von RoosemanRooseman schrieb:Wer so lange mit den Leichen verbringt (halböffentlich), der ist sich seiner Sache sicher bzw. handelt nicht durchgehend in Panik.
Das kannst du so nicht sagen. Jeder Mensch ist ein Individuum und tickt anders. Ich kenne mich selbst aus Angstsituationen und gerade unter solchem Stress ist das sehr wohl möglich derart lange auszuharren, gerade deshalb weil einem jegliches Zeitgefühl verloren geht.


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21.09.2021 um 15:28
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Das musste dem Taxigast aber schon in Altenfurt klar gewesen sein. Warum dann der Taxiwechsel am HB Nürnberg? Bzw. warum lässt er sich dorthin fahren?
Wieso muss ihm das vorher richtig klar gewesen sein? "Klar" wäre bei mir nach solch einem Doppelmord innendrin sicherlich erst einmal gar nichts mehr. Nochmal: Du bringst gerade zwei Menschen auf bestialische Weise um, in dir drin arbeitet es auf Hochtouren, ein heilloses Durcheinander, Panik und Chaos. Gedanken überschlagen sich, logisches Denken wird herabgesetzt. Es ist durchaus logisch, dass er erst viel später wieder bei klarem Verstand ist, der sich dann erstmals wieder richtig auf die Lage fokussieren konnte.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

22.09.2021 um 09:08
Zitat von RoosemanRooseman schrieb:Was mich interessieren würde, wäre ein Abgleich mit weiteren Mordfällen. Zwei Personen zu töten und dann auch noch deren Kehle durch zuschneiden ist schon sehr auffällig. Das ist ja schon ein „Zeichen“ des Täters.
Ggf gibt es ja in Europa oder genauer gesagt Deutschland, Österreich oder Balkan (Hier kam die Munition und Waffe her), weitere Morde mit dem Vorgehen.
Ebenfalls finde ich auffällig, dass auf das weibliche Opfer nur einmal geschossen wird, aber auf ihn drei mal.
Danach schlitzt er trotzdem noch seine Kehle auf. Ich finde das klingt schon fast nach Overkill.
Über die Kehlschnitte und was diese zu bedeuten haben könnten, habe ich mir auch schon
meine Gedanken gemacht. Ich gehe nach wie vor von einem eher "unerfahrenen" Täter aus.
Dass bei der Tötung eines Paares auf den Mann öfters geschossen/eingestochen wird,
ist meiner Wahrnehmung nach öfters der Fall. Der Mann wird schlichtweg als die größere Bedrohung
bei einem Angriff wahrgenommen, der mehr Widerstand leisten kann.
Mit den Kehlschnitten wollte er meiner Meinung nach ganz sicher gehen, dass die Opfer
nicht mehr leben, wenn er mit ihnen im Rücken stundenlang durch die Gegend fährt.
Ich glaube deshalb auch, dass er die Kehlschnitte erst durchführte, nachdem er losgefahren war
und vor lauter Furcht, dass eines der Opfer noch leben könnte, völlig drüber war.
Ein abgebrühterer Täter hätte darauf wahrscheinlich eher verzichtet, glaube ich.

Die anderen "Klassiker" für die Übertötung wären

-eine persönliche Beziehung zu den Opfern mit Vorgeschichte und/oder
-das Vorliegen hochgradiger Psychopathie.

Meinem Eindruck nach ist der unerfahrene/unsichere Täter jedoch eher wahrscheinlich.


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22.09.2021 um 10:59
Zitat von KrushakKrushak schrieb:Wieso muss ihm das vorher richtig klar gewesen sein?
Weil jedes Kind 1997 wusste, dass Mitten in der Nach der öffentliche Verkehr ruht. Von daher musst er nicht zwingend mit dem Taxi zum HB Nürnberg fahren.
Zitat von KrushakKrushak schrieb:Es ist durchaus logisch, dass er erst viel später wieder bei klarem Verstand ist, der sich dann erstmals wieder richtig auf die Lage fokussieren konnte.
Logisch ist das nicht. Wie willst du die Psyche des Taxigastes beurteilen?
Zitat von KrushakKrushak schrieb:"Klar" wäre bei mir nach solch einem Doppelmord innendrin sicherlich erst einmal gar nichts mehr. Nochmal: Du bringst gerade zwei Menschen auf bestialische Weise um, in dir drin arbeitet es auf Hochtouren, ein heilloses Durcheinander, Panik und Chaos. Gedanken überschlagen sich, logisches Denken wird herabgesetzt.
Klar du schreibst hier deine Meinung.

@SteamedHams
@Rooseman

Dass keine direkte Verbindung zwischen Altenfurt - Nürnberg - Traunstein - Hölzl hergestellt werden kann. Wie auch immer.
Da hätte doch der Taxigast auch anderswo als in Nürnberg das Taxi wechseln können.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

22.09.2021 um 10:59
@fravd

woher ist das Wissen, dass die Kehlschnitte sauber und von hinten durchgeführt wurden?


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22.09.2021 um 11:07
@BellaNapoli
wurde irgendwo so veröffentlicht. ich hab leider die komplette berichterstattung nicht mehr auf dem schirm... gab darüber auch hier schon eine ausführlichere diskussion vor längerer zeit...


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22.09.2021 um 18:00
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Weil jedes Kind 1997 wusste, dass Mitten in der Nach der öffentliche Verkehr ruht. Von daher musst er nicht zwingend mit dem Taxi zum HB Nürnberg fahren.
Jedes Kind hat 1997 aber nicht zwei Menschen auf brutalste Art und Weise niedergemetzelt und musste das im inneren mit sich austragen. Das mit dem rationalen und logischen Denken in solcher Situation habe ich bereits geschildert.
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Logisch ist das nicht. Wie willst du die Psyche des Taxigastes beurteilen?
Gegenfrage: Wie willst du das und revidierst meine Aussage? Du kannst hier nicht nur von deiner persönlichen individuellen Logik ausgehen. Du bist immerhin kein Maßstab, an dem man die Logik anderer Menschen misst. Und durchaus gibt es Menschen, für die meine beschriebene Logik zutrifft und das nicht wenige.
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Klar du schreibst hier deine Meinung.
Das ist ein bisschen mehr als nur meine Meinung. Das geht eher auf Erfahrungen zurück, an die uns andere Menschen haben teilhaben lassen aus Berichten. Ich möchte mal den Menschen sehen, bei dem alles klar ist nach so etwas. Der sich ins Taxi setzt und sich dann frohen Gemüts denkt: "Hmm, ach ja schöne Nacht. So, jetzt erstmal vergessen was ich gerade gemacht habe, ist ja kein Problem, passiert ja täglich, sowas beschäftigt mich im Inneren ja kein bisschen. Also, ich bin verschwitzt, schmutzig, was überhaupt kein Anzeichen dafür ist, dass ich unter enormen Stress stand, körperlich wie emotional, aber erst mal direkt alles schon verarbeitet und kann jetzt mit vollem klarem Geist das weitere Vorgehen völlig unvorbelastet planen." Nein, das Verhalten des Täters zeugt eher davon, dass bei dem nichts wirklich klar gewesen ist, nicht zuletzt dank der völlig wirren und verdächtigen Zielangaben, die ganzen permanenten Wechsel der existenten Ortsangaben, von denen er bei "klarem" Verstand wissen müsste, dass er sich so nur verdächtiger macht, als das Gegenteil zu bewirken. Meine Meinung beruht hier auf den vorliegenden Anhaltspunkten, die einfach dafür zu sprechen scheinen, dass bei dem Kerl nicht alles klar war. Ob es so war kann niemand sagen, aber für den klaren konzentrierten Freigeist spricht hier leider kein wirklicher Anhaltspunkt, also werde ich davon auch nicht ausgehen, weil es dafür keinen Grund gibt. Die überwiegenden Indizien sprechen hier das Gegenteil eines in diesem Moment völlig bei sich gewesenen Täters.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

23.09.2021 um 10:20
20210923 101150Original anzeigen (3,6 MB)

Dies ist der Ausschnitt einer Strassenkarte von 1995 für den letzten Tag der Langendonks.


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