weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturHelpdeskAstronomieGruppenSpieleGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryWillkommenEnglishGelöscht
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

JosefK1914
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

17.02.2014 um 21:12
@Lohengrin

Nein, hier waren die Eltern, die hartnäckig waren. Nur dadurch, dass die Eltern eben - vermutlich über einen Anwalt - Zugriff auf die Akte hatten, konnten sie letztlich die Messerstichwe nachweisen und eine neue Obduktion veranlassen. Allenfalls hat der Journalist den notwendigen Druck gemacht, dass dann die Ermittelung neu aufgenommen wurden. Ohne Akteneinsicht geht es schlicht und einfach nicht.


melden
Anzeige

Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

17.02.2014 um 21:17
@JosefK1914

Ich darf Sie erinnern, dass Sie aber im vorliegenden Fall auch gegen die Einbindung eines Anwalts und gegen die Beauftragung eines neuen Gutachtens durch die Eltern sind.
Ich bin jedoch der Meinung, man sollte jeden Strohhalm ergreifen.


melden
JosefK1914
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

17.02.2014 um 21:57
@nephilimfield

Ich war nicht dagegen, ich sagte nur, dass wird ihnen nichts bringen und ihr Leiden letztendlich verlöängern.


Außerdem liegen die Dinge hier aber doch etwas anders. Als bekannt wurde, dass sich die Hautzellen unterhalb des Rockes befanden, war allein den Laien hier im Forum klar, dass es das wohl nicht sein kann und vermuteten andere entscheidendere Gründe.

Dahingehend war die ursprüngliche Erklärung der Todesursache im Fall Vollrath fast schon weltfremd. Hier vergleichen Sie Äpfel mit Birnen.
nephilimfield schrieb:Ich bin jedoch der Meinung, man sollte jeden Strohhalm ergreifen.
Vermutlich würde man das in der gleichen Situation ebenfalls machen. Aber es wird kaum zielführend sein, denn im vorliegenden Fall dürfte es deutlich weniger als ein Strohhalm sein. Aber vielleicht würden sie es bei einem weiteren entsprechenden Gutachten es selber einsehen, dass der Verdächtige höchstwahrscheinlich nicht mit der Tat zu tun hat (An diese Einsicht glaube ich aber ehrlich gesagt zumindest in nächster Zeit nicht).


melden

Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

18.02.2014 um 01:00
JosefK1914 schrieb:ich sagte nur, dass wird ihnen nichts bringen und ihr Leiden letztendlich verlöängern.
@JosefK1914
Oh da unterschätzt du sehr wie positiv es ist, wenn sie selbst auch was bewirken können (private Nachforschungen durch Detektive). Auch wenn sich Journalisten den Mordfall Daniela Kammerer vorknöpfen, schon allein als Zeichen das ihre Tochter nicht vergessen ist.
Denke, es wird für die Eltern auch nicht so schlecht sein, dass der Thread hier besteht & lebt, wie sich Menschen, die Daniela zwar nie persönlich kannten, ihr Schiksal aber vielen dieser Menschen nicht gleichgültig ist. Alles positive Umstände, die den Eltern zwar ihr geliebtes Kind leider nicht zurückbringen kann, aber doch deutlich aufzeigt, dass dieser grausame Mord an ihrer Tochter nicht vergessen ist!
JosefK1914 schrieb:Hände weg sag ich nur.
Vielleicht wäre es auch mal angebracht, dass dein Blickwinkel deine Aufmerksamkeit nicht nur allein immer den Fokus auf den Verdächtigen richtet und was für den gut oder schlecht ist, sondern du auch mal die Möglichkeit in Betracht ziehst, was den Eltern von Daniela gut tun würde/könnte?

Ja es ist und wäre schlimm, wenn der momentan Verdächtige für ein paar Wochen unschuldig in U-Haft gesessen ist. Keine Frage, das darf nicht passieren.
Aber die Eltern bekommen nicht in 5 Wochen, nicht in 10 Monaten oder in 30 Jahren ihre Tocher je lebend wieder zurück, dass ist eine große Tragödie, dass sollte hier niemand vergessen.

Und die Staatsanwaltschaft ist normal der Anwalt der Toten, die sich um das bemühen, damit hier wenigstens noch dann vor Gericht RECHT gesprochen werden kann. Und nicht dazu dient, dass i-jemand verurteilt wird. Das wäre auch sicher nicht im Sinn von Daniela Kammerer, noch von ihren Eltern, auch nicht vom Staatsanwalt oder den Ermittlern.

Jeder der ein bisserl ein Rechtsbewußtsein in sich hat, will ganz sicher nicht das ein Unschuldiger für eine Strafe büßt, die er nicht begangen hat.

Ich bin nur froh, dass du @JosefK1914 nichts darin zu melden hast, ob sich Journalisten den Fall annehmen werden oder nicht. Das sowas nicht von deiner Meinung abhängt, ob es was bringt oder wer da seine Hände weglassen soll. Das hätten so manche Politiker eh auch immer gerne, man erinnert sich nur an den Anruf eures deutschen Ex-Bundespräsidenten bei der Bild-Zeitung.

Im Gegenteil, JETZT ist der Fall gerade hochexplosiv, da ist eine Menge dran was Journalisten an Ungereimtheiten aufdecken könnten, ob es um gefakte Alibis geht, um Befragungen von Zeugen, um jemanden der angeblich völlig zu Unrecht in U-Haft genommen wird, um Versäumnisse der Ermittler von 2005, ein Cold-Case-Management welches angeblich total unter Druck steht und Ergebnisse liefern muss (Behauptung Anwalt von TB) und und und...!

Es wäre dringend notwendig, dass hier mal genau nachrecherchiert wird!

Einen lieben Gruß,
Doverex


melden
JosefK1914
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

18.02.2014 um 07:36
Doverex schrieb:Und die Staatsanwaltschaft ist normal der Anwalt der Toten, die sich um das bemühen, damit hier wenigstens noch dann vor Gericht RECHT gesprochen werden kann.
Sie irren. er ist nicht Anwalt der Opfer sondern Anwalt des Staates. Er hat eben nicht nur die Akten nach der Schuld des Verdächtigen zu durchforsten (das würde ein Anwalt des Opfers machen) sondern auch nach den Fragen, welche die Unschuld des Verdächtigen aufzeigen könnten.

Und vorliegend hat der StA vollkommen versagt und nur einseitig ermittelt. Selbst die Dinge offensichtlich sind, hat er in keiner Weise berücksichtigt. Er hat sich vorliegend wirklich als Anwalt des Opfers aufgespielt, was eine unrechtmäßige U-Haft zur Folge hatte, ein extrem schwerwiegender Fehler.

Sie irren, wenn Sie mir vorwerfen, dass ich das nur aus Sicht des Verdächtigen sehe, denn diese Aktion des StA hat auch dazu geführen, dass die Eltern des Opfers über längere Sicht nicht zur Ruhe kommen werden. Sprich der StA hat eben letztendlich nicht im Sinne der Eltern und des Opfers gehandelt.

Gut getan hätte den Eltern eben neutral agierende Ermittler und StA, was vorliegend nicht der Fall war.


melden
JosefK1914
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

18.02.2014 um 08:06
Doverex schrieb:Im Gegenteil, JETZT ist der Fall gerade hochexplosiv, da ist eine Menge dran was Journalisten an Ungereimtheiten aufdecken könnten, ob es um gefakte Alibis geht, um Befragungen von Zeugen, um jemanden der angeblich völlig zu Unrecht in U-Haft genommen wird, um Versäumnisse der Ermittler von 2005, ein Cold-Case-Management welches angeblich total unter Druck steht und Ergebnisse liefern muss (Behauptung Anwalt von TB) und und und...!
Meinen Sie dass das die Lösung ist? Ich befürchte es wird dann zu zwei Lagern kommen wird, welche auf der einen Seite die Justiz/Ermittler kritisieren und auf der anderen Seite wieder Hass gegen den Verdächtigen schüren, weil niemand weiß, was wirklich war. Die Vernehmungen des Alibigebers dürfte höchstwahrscheinlich nicht aufgezeichnet worden sein, klar, könnte man den Alibi-Geber befragen, aber die Manipulation kann sehr subtil erfolgen - ohne wirkliches Bestreben durch die Ermittler, sie sind sich dessen vermutlich gar nicht bewusst, so dass es eben wegen der fehlenden Aufzeichnug kaum zu einem eindeutigen Ergebnis kommen wird.

Eins hat dieser Fall sicherlich bewirkt, der StA, die Ermittler und auch der Haftrichter werden hier ihre Lektion gelernt haben und in Zukunft vielleicht einmal mehr hinschauen, leider ist in diesem Berufszweig - wie in vielen anderen Berufen - auch teilweise "learnig by doing" notwendig, zum Nachteil der Betroffenen und zu den denen gehören natürlich auch die Eltern des Opfers.


melden

Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

18.02.2014 um 08:27
@JosefK1914

Irgendwie klingt das bei Ihnen so, als würden Sie den Fall gerne so schnell wie möglich zu den Akten gelegt wissen. Dass dem nicht so ist, dass der Druck auf Aufklärung aufrecht bleibt und endlich auch Ungereimtheiten der Bevölkerung aufgezeigt und erklärt werden, dafür braucht es jetzt einen Journalisten, der den Bekanntheitsgrad hat, dass ihm Ex-Ermittler und Anwalt etc. Fragen beantworten, Fragen, die uns alle beschäftigen. Dass das Scheitern von Cold-Case-Team eingestanden wird und sich alle zur Ruhe setzen - das darf nicht sein. Ich verstehe nicht, warum Sie immer glauben, Journalisten würden dann sofort eine Hatz auf den Ex-Tatverdächtigen starten. Ich hoffe, Sie lesen schon auch Zeitungen, in denen solche Fälle höchst objektiv dargestellt werden, und nicht nur den Schrott in den Boulevardmedien.


melden
JosefK1914
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

18.02.2014 um 08:58
@Hammerstein

Was nützt der Druck auf den Ermittlern, wenn der Fall nach heutigem Stand der Technik nicht weiter aufgeklärt werden kann? Genau dann sind solche Aktionen, wie den vorliegenden dann eher wahrscheinlich. Erst wenn andere Techniken gibt, mit denen vielleicht doch noch die DNA des Täters um die Einstichstellen finden kann, dürfte hier ein Fortschritt möglich sein. Aktuell scheint es mir eben so, dass man wegen der fehlenden Technik in eine Sackgasse geraten ist und der Druck auf die Ermittler letztlich dei Inhaftierung des Verdächtigen bewirkt hat. Der Druck auf die Ermittler unbedingt einen Täter zu finden ist eben falsch.

Letzlich wurde die ursprüngliche Aussage des Verdächtigen durch die neue Ermittlung auch nur bestätigt, dass das Opfer in der Tatnacht auf einem seiner Sitzmöbel gesessen hat. Mehr hat die aktuell neue Technik nicht gebracht.

Und schleßlich geben Sie mit Ihrem Beitrag oben Recht, dass es zwei Lager geben wird, dass die Boulevardmedien dann mit Dreck auf den Verdächtigen schmeißen werden. Nichts anderes habe ich auch vorher in meinem Beitrag geschrieben. Dass man die Information sich aus diesen Medien nicht holen sollte, steht auf einem ganz anderen Blatt, aber die Realität ist eben die, ein Großteil der Bevölkerung liest diese und lässt sich von diesen beeinflussen.


melden

Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

18.02.2014 um 09:04
JosefK1914 schrieb:Ich befürchte es wird dann zu zwei Lagern kommen wird, welche auf der einen Seite die Justiz/Ermittler kritisieren und auf der anderen Seite wieder Hass gegen den Verdächtigen schüren,
@JosefK1914
Warum soll wer Hass gegen den Verdächtigen schüren? Wir sind hier nicht in einem Wild-West-Film!
Das sind alles so Annahmen von dir, als ob du echt schon heuer 100 Jahre alt wirst/bist (auf deinen Nick bezogen), also echt öfters sehr "altbacken" wirkst - sorry ist nur mein Eindruck und soll auf keinen Fall beleidigend rüber kommen!!!

Die Welt besteht nicht nur aus schwarz-weiß Malerei sondern ist auch bunt. Viele Leute wollen gut informiert werden, der Wahrheit so nahe wie möglich kommen wenn dies möglich ist, und dies nicht nur aus einer Sensationsgier heraus.

Wenn ich als Beispiel hier etwa @nephilimfield erwähnen darf, unvoreingenommen sich immer bemüht der Wahrheit näher zu kommen. Niemand wünscht sich hier eine unschuldige Person fälschlich als Täter, niemand will hier recht haben, alle guten Ideen sind wertvoll & durchdacht zu werden.

Ich bin selbst immer dazu bereit, meine Vorstellungen und Vermutungen sofort in den Mülleimer zu schmeissen, wenn sie unwahrscheinlich werden. Weil nur die Wahrheit zählt und nicht was man sich selbst vorstellt oder so vor sich her vermutet.
JosefK1914 schrieb:naja, ich glaube diese ganze Konstruktion hat eine derart geringe Wahrscheinlichkeit, dass man letztendlich kaum BEGRÜNDETE Zweifel an der Unschuld des Verdächtigen haben dürfte. Ihr Slogan "alles ist möglich", würde dazu führen, dass man letztlich jeden als Täter beschuldigen kann und das bleibt Ihnen zwar unbenommen, aber für einen, der vielleicht etwas Realitätsdenkender ist, sieht das eben ganz anders.


Nur wird die Täterschaft von TB deshalb nicht unwahrscheinlicher, wenn man ständig und immer wieder pausenlos ständig wiederholt, dass diese Täterschaft sooo unwahrscheinlich ist. Und dies mit der Wahrscheinlichkeit mit der ganze Innsbrucker Bevölkerung gleichsetzt.
JosefK1914 schrieb:Es ist klar, dass man die Täterschaft nie vollkommen auschließen kann, von niemanden der Bekannten des Opfers oder einem Bürger Innsbrucks oder eines damals in Insbruck anwesenden.
Es ist wohl von der Innsbrucker Bevölkerung sicher keine DNA-Spur auf der Kleidung von Daniela Kammerer. Wir müssen also festhalten:

1) DNA des Verdächtigen auf der Kleidung des Opfers
2) Hat zur Tatzeit kein Alibi
3) Kann sich nicht mehr erinnern wo er zur Tatzeit war
4) Wird heute belastet von den Aussagen seines damaligen Zimmerkollegen
5) Hatte nachweißlich den letzten vorherigen Kontakt zum Mordopfer


Ich glaube alle 5 Punkte treffen auf die Innsbrucker Bevölkerung nicht zu, auf TB schon, dass ist ein grosser Unterschied, den du nicht wahrnimmst. Beweist nicht die Schuld des Verdächtigen, nimmt aber den Wind aus den Segeln, die Bürger von Innsbruck mit der Verdachtslage des Verdächtigen zu vergleichen!

Lieben Gruß,
Doverex


melden

Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

18.02.2014 um 09:11
@JosefK1914 Moment, da liegt jetzt ein Denkfehler. Es geht nicht um DNA und/oder noch nicht ausgereifte Technik. Es geht mir jetzt in erster Linie um widersprüchliche Aussagen. Sie mögen Recht haben, vielleicht bringt das nicht die Aufklärung des Falls, aber es gibt Fragen, die sich hier die meisten Forumsteilnehmer stellen, und nicht nur die - wannimmer man über den Fall diskutiert, kommen sie auf - es besteht also ein Interesse in der Öffentlichkeit:

z.B. Warum wurde so früh (Standardartikel, 5. Juli 2005) von den Behörden eine Beziehungstat bzw. eine Tat durch einen Freund, Bekannten so gut wie ausgeschlossen?

(darüber kann ein Ex-Ermittler berichten: z.B: Hatten alle Alibis)

weiter: Laut Anwalt wurde aber ein Zeuge erst 2 1/2 Jahre nach der Tat zum ERSTEN MAL befragt, ob sein Freund/Zimmer-Wohnungs-wasauchimmer-Kollege bei ihm im Zimmer/Wohnung war.

(vielleicht streitet das ein Ex-Ermittler ab, sagt, er hätte damals ein 100prozentiges Alibi gegeben o.ä. also geht der Ball weiter an den Anwalt: Warum diese Aussage? ... irgendwer sagt Unwahrheit ... uns interessiert: WARUM?)

Es geht auch darum, Ermittlungspannen aufzuzeigen, wenn es sie gegeben hat. Es geht darum, Widersprüche aufzuzeigen oder aber auch diese aufzuklären. Wenn es stimmt, dass ein Alibi 2 1/2 Jahre nach einem Fall geprüft wird - würden Sie das nicht unglaublich finden?

Genau das ist man auch den Angehörigen des Opfers schuldig! Und es geht mir nicht darum, den Ex-Tatverdächtigen wieder in den Fokus zu zerren, in dem Sinn, dass er doch schuldig ist - überhaupt nicht! Warum interpretieren Sie das immer wieder so? Das versteh ich nicht. Wenn er unschuldig ist, hat er auch überhaupt nichts zu fürchten, im Gegenteil - dann wird durch solche Recherchen erst klar, was das Cold-Case-Team falsch gemacht hat usw. Dann wird erst klar, wie schnell und leicht man in U-Haft kommen kann ... als möglich Unschuldiger!


melden

Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

18.02.2014 um 09:19
Hammerstein schrieb:Es geht auch darum, Ermittlungspannen aufzuzeigen, wenn es sie gegeben hat. Es geht darum, Widersprüche aufzuzeigen oder aber auch diese aufzuklären. Wenn es stimmt, dass ein Alibi 2 1/2 Jahre nach einem Fall geprüft wird - würden Sie das nicht unglaublich finden?

Genau das ist man auch den Angehörigen des Opfers schuldig! Und es geht mir nicht darum, den Ex-Tatverdächtigen wieder in den Fokus zu zerren, in dem Sinn, dass er doch schuldig ist - überhaupt nicht! Warum interpretieren Sie das immer wieder so? Das versteh ich nicht. Wenn er unschuldig ist, hat er auch überhaupt nichts zu fürchten, im Gegenteil - dann wird durch solche Recherchen erst klar, was das Cold-Case-Team falsch gemacht hat usw. Dann wird erst klar, wie schnell und leicht man in U-Haft kommen kann ... als möglich Unschuldiger!
@Hammerstein
Würde ich sofort unterschreiben, ist auch meine Meinung.
Mich würde etwa auch sehr interessieren, ob der Vorwurf dass das Cold-Case-Team Ergebnisse liefern musste und so unter Druck stand, auch stimmt.
Das darf in der Öffentlichkeit eh nicht so stehen bleiben, gehört total aufgeklärt, weil es ja auch andere Fälle (wie Julia Kührer) gibt, und hier wurde wer für den Mord verurteilt.

Journalisten sind dazu da, auch für die Öffentlichkeit hier nähere Infos in Erfahrung zu bringen, ist mMn auch dringend notwendig, wenn es solche öffentliche Verdächtigungen von dem Anwalt gibt.

Lieben Gruß,
Doverex


melden
JosefK1914
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

18.02.2014 um 09:57
Doverex schrieb:1) DNA des Verdächtigen auf der Kleidung des Opfers
2) Hat zur Tatzeit kein Alibi
3) Kann sich nicht mehr erinnern wo er zur Tatzeit war
4) Wird heute belastet von den Aussagen seines damaligen Zimmerkollegen
5) Hatte nachweißlich den letzten vorherigen Kontakt zum Mordopfer
Zu 1: Oh Wunder, eine DNA-Spur!
Tatsache ist, dass bisher an der Einstichstelle keine DNA extrahiert werden konnte, welche auf den Täter deuten würde, folglich müssten hier weiterhin alle Innsbrucker weiterhin unter Tatverdacht stehen, denn die DNA des Verdächtigen hat kaum etwas mit dem Mord als solchen zu tun.

Zu 2: Nach den ursprünglichen Ermittlern hatte er ein felsenfestes Alibi. Vielleicht ist diese eben nicht in den Akten welche der StA vorliegen. Wir kennen ja den Fall Wörz, wo wesentliche entlastende Dinge in einer Nebenakte verschwunden waren, vielleicht ist das auch hier der Fall.

Zu 3. Das werden heute auch sehr viele Innsbrucker nicht.

Zu 4: Hier müssten die genauen Umstände erst analysiert werden, wie es dazu kam. Gerade Ihr Punkt 1, den Sie nach wie vor woll offensichtlich als schwerwiegend ansehen (sonst hätten Sie das hier nicht erwähnt), kann hier die Aussage des ZK manipuliert haben.

Zu 5: Das Opfer ist später ohne Ihn mehrfach gesehen worden. Das ist daher letzlich kaum relevant, was die Frage der Tat als solche betrifft.


Wegen der Umstände, welche letzlich heute nicht anders sind als damals (bis auf die fragliche Aussage des ZK) sind damals die Ermittler von einer Zufallstat ausgegangen. Erst wenn wir eine Zufallstat mit hoher Sicherheit ausgeschlossen werden kann, sind die Innsbrucker aus dem Schneider.


@Hammerstein
Wenn man mit Druck auf die Ermittler meint, Fehler zuzugeben bin ich einverstanden. Aber letztlich bedeutet dass das Scheitern des Cold-Case-Teams, weil eben nach aktuellem Stande der Technik höchstwahrscheinlich nicht mehr aus dem Fall herauszuholen ist. Mehr noch, sie haben durch Fahrlässigkeit bewirkt, dass höchstwahrscheinlich ein Unschuldiger länger in Haft war. Ihre Forderung, dass der Anwalt des Verdächtigen hier Rede und Antwort stehen muas, hat mit eienm Rechtsstaat letzlich nichts zu tun, hier ist einzig und allein die Rolle des Staates zu hinterfragen. Aber auch hier gibt es sinnvolle Grenzen, was den Zugriff zu den Ermittelungsakten betrifft.

Hätten Sie sich auf die Frage bzgl. der Rolle des Staates beschränkt, hätte ich Ihnen schon weiter oben u.U. Recht gegeben. Und dieser Staat hätte auch die Möglichkeit die sich widersprechenden Aussagen aufzuklären, da brauch man in keiner Weise den Anwalt zu befragen, wie sie es oben gefordert hatten.
Doverex schrieb:Journalisten sind dazu da, auch für die Öffentlichkeit hier nähere Infos in Erfahrung zu bringen, ist mMn auch dringend notwendig, wenn es solche öffentliche Verdächtigungen von dem Anwalt gibt.
Hier hätte der Staat die Möglichkeit das aufzuklären, aber was war die Folge: Enthaftung ohne Auflage. Das spricht aus meiner Sicht Bände, es zeigt, dass die StA ihren schweren Fehler eingesehen hat und in Zukunft vermutlich eben ähnklich gelagerte Fälle anders betrachten wird. Und letzteres ist ein wesentlicher Punkt und wird für die Zukunft höchstwahrscheinlich bewirken, dass weniger Unrecht geschieht. Das ist viel wichtiger als die Aufbereitung der Ermittlungsfehler für die Öffentlichkeit, welche man letzlich nicht mehr ändern kann. Die Eltern des Opfers haben beschlossen ihren eigenen Weg zu gehen, ich hoffe, dass sie über diesen auch die richtige Antwort erhalten werden.


So, ich werde mich jetzt hier endgültig hier raushalten, ohne weitere Infos dreht sich die Diskussion hier im Kreise.


melden
Allgemeines
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

18.02.2014 um 10:20
Ich würde hier zwei Kontrollorgane sehen, einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss und/oder investigativen und seriösen Journalismus.

Offensichtlich ist hier in diesem Fall einiges sehr schiefgelaufen. Wir wissen nicht, ob der TV schuldig ist oder nicht, deshalb wissen wir auch nicht, ob zum Vorteil oder Nachteil des TV. Offensichtlich sind Ermittlungspannen, die so nicht passieren dürften. Ich weiß nicht, wie das in anderen Ländern ist, aber in Österreich fällt eben auf, dass solche Ermittlungspannen sehr oft passieren. Oft sind es Journalisten oder Autoren, die sich eines Falles annehmen, selten ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss. Sehr oft sind es auch die Angehörigen selbst, die etwas aufdecken, aber denen schenkt man halt meistens weniger Gehör.

Ich wünsche mir wirklich, dass sich ein guter Journalist mit der Ermittlungsarbeit österreichischer Beamter und der Staatsanwaltschaft beschäftigt.

Mir wird einfach nur übel, wenn ich höre, dass Gerichtsmediziner trotz wirklich auffälliger Zeichen wie Einstichlöcher im T-Shirt, Spuren an den Rippen, einen Erfrierungstod feststellen. Wenn Selbstmord festgestellt wird, obwohl eine zweite Obduktion, die von den Angehörigen in Auftrag gegeben worden sind, ganz andere Ergebnisse brachte. Wenn Haarbüschel in den Händen einer Ermordeten nicht untersucht werden. Wenn davon ausgegangen wird, dass jemand barfuß einen Berg besteigen kann, ohne dass das zu Spuren auf den Fußsohlen geführt hat. Und so weiter und so weiter.

Irgendetwas ist hier wirklich sehr faul. Ich weiß schon, 95% der Mordfälle werden aufgeklärt. Aber das sind halt auch meist eher eindeutige Fälle.

Also bitte liebe Journalisten, nehmt diesen Fall zum Anlass und schaut einmal hinter die Kulissen, was hier faul sein könnte? Wo liegen die Fehler dieses "Ermittlungssystems"?


melden

Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

18.02.2014 um 10:22
@JosefK1914

Bevor Sie sich zurückziehen, eine allerletzte Frage bitte:

Wo steht denn, dass die Ermittler von 2005 behaupten, dass der später Tatverdächtige 2005 ein felsenfestes Alibi hatte. Diese Quelle fehlt, ich kenne nur die Aussage des Anwalts, dass erst nach 2 1/2 Jahren der WG-Kollege befragt wurde und geantwortet hatte: er ist sich nicht sicher. In dem Standard-Artikel vom Juli 2005 steht davon leider nichts.

Diese Quelle, auf die Sie so oft verweisen, würde mich sehr interessieren.


melden
Allgemeines
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

18.02.2014 um 10:27
@Hammerstein

Am Anfang wurde in den Medien davon berichtet, dass das Alibi geplatzt sein dürfte. Aber vielleicht war das nur die Interpretation der Medien aus den Gesprächen mit den Ermittlern.

Hier ein Beispiel:
http://www.tt.com/panorama/verbrechen/7657240-91/alibi-geplatzt-acht-jahre-nach-mord-in-haft.csp


melden

Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

18.02.2014 um 10:36
@Allgemeines

DANKE!

Umso seltsamer für mich dann die Aussage, dass man erst nach zweieinhalb Jahren zum ersten Mal telefonisch nachgefragt haben soll, als hätte es vorher kein fixes Alibi gegeben.


melden

Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

18.02.2014 um 11:41
@Hammerstein

Das ist genau der Widerspruch, der mich auch beschäftigt. @JosefK1914 hat dazu drei Möglichkeiten angeführt, wenn ich zitieren darf:

1. Die StA hat das Protokoll von 2005 dem Anwalt nicht ausgehändigt, was ein schwerwiegender Fehler ist

2. Die Ermittler haben damals nicht den ZK befragt, was ebenfalls ein schwerwiegender Fehler ist

3. Das Protokoll der Befragung ist verschwunden


Punkt 1) ist in der Tat nicht nur ein schwerwiegender Fehler, sondern nach §51 StPO auch unzulässig. Punkt 3) ist natürlich möglich, aber warum sollte ausgerechnet dieses Protokoll verschwinden? Ich tendiere mittlerweile zu Punkt 2), kann mich aber nicht sehr damit anfreunden. Gibt's noch eine vierte Möglichkeit?


melden
JosefK1914
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

18.02.2014 um 11:41
Hammerstein schrieb:Diese Quelle, auf die Sie so oft verweisen, würde mich sehr interessieren.
Hier z.B.

http://www.tt.com/panorama/verbrechen/7657240-91/alibi-geplatzt-acht-jahre-nach-mord-in-haft.csp


Das ein entsprechendes Protokoll nicht erstellt worden, ist kaum glaubwürdig, nur wo ist es abgeblieben.

Sicherlich ist das die Sichtweise der damaligen Ermittler, aber sorry, glauben Sie selber, dass da kein Protokoll angefertigt wurde. Letzteres ist aus meiner Sicht weltfremd, das erfolgt immer und es gibt keinen Grund vom Gegnteil auszugehen.

Klar kann man Fehler nie ausschließen, aber das ist hier ein ganz normaler Vorgang eben reine Routine, dass der plötzlich nicht eingehalten worden sein soll, ist eben nicht anzunehmen.

Wie gesagt, vielleicht befindet er sich wirklich noch - ähnlich wie im Fall Harry Wörz - in einer Nebenakte, weil die ursprünglichen Ermittler den übrigen Umständen nach, den Verdächtigen nicht als Täter angesehen haben. In dem Fall stände dieses Protokoll weder der StA noch entsprechend dem Anwalt zur Verfügung.


melden

Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

18.02.2014 um 11:56
@nephilimfield

Damit sind aber doch auch die Aussagen des Cold-Case-Leiters im Dez 2013 Quatsch, als er behauptete, der Verdächtige hätte ein Alibi gehabt, das er jetzt nicht mehr hätte. Der Verdächtige hatte, wenn der Anwalt die Wahrheit sagt, bereits 2 1/2 Jahre nach der Tat KEINES mehr - nur die schwammige Aussage eines WG-Kollegen: Ich bin mir nicht sicher ...

Damit war ja die ganze Alibiaufregung genauso aufgebauscht wie die DNA-Spur. Frage: warum wurde dann nicht schon 2 1/2 Jahre später genauer ermittelt, wenn ein Alibi plötzlich keins mehr ist? Das macht jemanden nicht verdächtig, aber man schaut doch mal genauer hin, oder etwa nicht?

Ich werd nicht schlau aus den Ermittlungen und den Aussagen der Akteure.


melden
Anzeige

Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

18.02.2014 um 12:41
JosefK1914 schrieb:Zu 1: Oh Wunder, eine DNA-Spur!
Tatsache ist, dass wohl konkret keinem Bürger Innsbruck eine DNA Spur auf der Kleidung von Daniela nachgewiesen worden ist! Noch kennen wir einen Innsbrucker Bürger, dem seine DNA auf der Kleidung von Daniela wäre, der aber selbst kein Alibi hätte.
JosefK1914 schrieb:Zu 2: Nach den ursprünglichen Ermittlern hatte er ein felsenfestes Alibi.
Tatsache ist, dass von den Bürger Innsbrucks kein angebliches felsenfestes Alibi sich plötzlich in nichts aufgelöst hätte. Ist mir nichts bekannt darüber.
JosefK1914 schrieb:Zu 3. Das werden heute auch sehr viele Innsbrucker nicht.
Glaub ich kaum, dass in Innsbruck damals an diesem Morgen eine Seuche ausgebrochen ist, die da heisst: Sich niedersaufen bis es zu "Erinnerungslücken" an diesem mörderischen Morgen kommt.
Wegen heute - egal. Wichtig ist, dass ja TB damals schon die Erinnerungslücken gehabt haben muss, ein grosser Unterschied zu den Bürgern von Innsbruck. Ich kenne keinen Innsbrucker Bürger der je aussagte, er hätte genau zur Tatzeit Erinnerungslücken. Ob es welche gibt, reinste Spekulation von dir!
JosefK1914 schrieb:Zu 4: Hier müssten die genauen Umstände erst analysiert werden, wie es dazu kam. Gerade Ihr Punkt 1, den Sie nach wie vor woll offensichtlich als schwerwiegend ansehen (sonst hätten Sie das hier nicht erwähnt), kann hier die Aussage des ZK manipuliert haben.
Auch hier sehe ich keinerlei Veranlassung, dass irgend ein Zeuge für Tatzeit seine Aussage heute plötzlich ändern würde gegenüber eines Innsbrucker Bürgers.
JosefK1914 schrieb:Zu 5: Das Opfer ist später ohne Ihn mehrfach gesehen worden. Das ist daher letzlich kaum relevant, was die Frage der Tat als solche betrifft.
Bleibt trotzdem der FAKT über, dass kein einziger Innsbrucker Bürger nachweißlich den letzten Kontakt zu Daniela Kammerer kurz vor ihrer Ermordung hatte. Und letzte Kontake sind immer verdächtig, dieser Verdacht fällt schon mal für ALLE Bürger von Innsbruck zu 100% weg!

Die 5 Punkte ware nichts anderes als ein Vergleich den du hier angestellt hast, dass jeder Innsbrucker Bürger genauso in Verdacht stehen kann , mit der Tat was zu tun zu haben.


Diese 5 Punkte sollten also nicht irgendwie eine mögliche TV von TB darstellen, sondern den grossen Unterschied der Verdachtslage von den Innsbrucker Bürgern zu den momentanen Verdächtigen, den du ja hier erst erschaffen und in den Raum gestellt hast.
JosefK1914 schrieb:Erst wenn wir eine Zufallstat mit hoher Sicherheit ausgeschlossen werden kann, sind die Innsbrucker aus dem Schneider.
Schau dir die 5 Punkte an, die allemal nicht auf die Bürger zutrifft, sondern jeder Punkt die auf eine Person zutrifft, macht diese Person nicht gerade total unverdächtig.

Hier einen mutwilligen Generalverdacht gegenüber den Bürgern Innsbruck ohne irgendeinem Fakt präsentieren zu können, find ich nicht sehr gut!

Also kurz um, die 5 Punkte beweisen überhaupt keine Täterschaft von TB, ist auch nicht Sinn dafür das ich sie hier aufzählte. Ich zählte sie nur auf, dass keiner der 5 Punkte auf irgendeinen Bürger von Innsbruck in dieser Form zutrifft.
Beweist natürlich umgekehrt nicht die Unschuld, dass es nicht doch wer aus Innsbruck gewesen sei kann. Nur, wenn bei TB die "Suppe dünn ist", dann ist überhaupt gar kein einziger Verdacht gegenüber eines Innsbrucker Bürgers in irgendeiner Form vorhanden!
Ausser man fäng so haarsträubend zu spekulieren an, wie du es hier getan hast.

Lieben Gruß,
Doverex


melden
160 Mitglieder anwesend
Konto erstellen
Allmystery Newsletter
Alle zwei Wochen
die beliebtesten
Diskussionen per E-Mail.

Themenverwandt
Anzeigen ausblenden