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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

08.07.2014 um 18:26
Tja, @Tanina, leider ist momentan etwas die Luft heraußen. Ich kann jetzt auch nur beisteuern, dass wir über einen Suchhundeeinsatz leider nichts erfahren werden, weil das laut Auskunft des LKA unter das Amtsgeheimnis (!) fällt.

Und dass ich sehr skeptisch bzgl. der Authentizität von @Melanie391 bin. Ihre Geschichte wirft einige Fragen auf. Wenn sie sich nicht mehr meldet, muss ich davon ausgehen, dass sie ein Fake ist.

Die DNA-Analyse müsste auch schön langsam abgeschlossen werden; berichtet wurde darüber am 23. März 2014:

Konkret geht es dabei um Spuren, die an der Leiche der 19-Jährigen gefunden, auf Klebestreifen sichergestellt und konserviert wurden. Darunter sind Spuren, die direkt neben den Einstichen und auch in intimen Körperregionen gefunden wurden.

http://kurier.at/chronik/niederoesterreich/mordfall-kammerer-ermittler-spielen-jetzt-ihr-letztes-ass-aus/57.153.157


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08.07.2014 um 18:47
@nephilimfield

Also das ist mir gänzlich neu, dass ein Suchhundeeinsatz unter das Amtsgeheimnis fällt.

Gibt es in Österreich kein Informationsfreiheitsgesetz?

Dieses Gesetz sieht eine Abkehr vom Amtsgeheimnis vor.

"Die Abkehr vom Amtsgeheimnis führt dazu, dass Informationsersuchen dritter Personen, die nicht an einem Verwaltungsverfahren beteiligt sind, künftig nicht einfach pauschal zurückgewiesen werden können. Stattdessen muss grundsätzlich Zugang zu den begehrten Informationen gewährt werden, es sei denn, im Einzelfall stehen schützenswerte und höherwertige Interessen Dritter dem Informationszugang entgegen. Die Behörde muss dies einzelfallbezogen prüfen und darlegen."

Wikipedia: Informationsfreiheitsgesetz

Das klingt trotzdem merkwürdig. Was soll an einem Suchhundeeinsatz denn so geheimnisvoll sein?

Ich teile auch Deine Skepsis bezüglich der Authentizität von @Melanie391

Leider ist das nicht unüblich, dass sich User melden, die scheinbar etwas Wichtiges beizutragen haben und die dann aber verstummen. Ich bin daher generell zunächst immer skeptisch.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

08.07.2014 um 18:54
@AngRa

Im Mail, das ich vom LKA erhalten habe, wird ausgeführt, dass "die Informationen taktische Polizeimaßnahmen betreffen und somit das Amtsgeheimnis berühren."

Das Amtsgeheimnis wird in Österreich allgemein extrem überstrapaziert. Ein Zitat aus dem letztwöchigen "profil":

Im „Right to Information“-Ranking der spanischen NGO „Access Info Europe“ und des kanadischen Centre for Law and Democracy landet Österreich auf dem 95. Platz von 95 Nationen. In kaum einem anderen Land der westlichen Welt versiegelt der Staat Informationen vor seinen Bürgern derart rigoros wie hierzulande: Österreich – Land der Amtsgeheimnistuer.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

08.07.2014 um 19:47
@nephilimfield

Ich habe gerade gelesen dass das Amtsgeheimnis in Österreich in der Verfassung verankert ist. Dann ist es beinahe etwas Heiliges und eine Lockerung wird schwierig werden.

"Informationsfreiheit ist für die österreichischen Behörden ein Fremdwort. Das Amtsgeheimnis beziehungsweise die Verschwiegenheitspflicht ist sogar in der Verfassung verankert. "Das Amtsgeheimnis ist in der Bundesverfassung grundsätzlich so gehalten, dass eine Verschwiegenheitspflicht besteht, wenn aus öffentlichen Rücksichten keine Auskunft erteilt werden kann",

http://derstandard.at/1360161391519/Fiedler-Man-kann-alles-unter-Amtsgeheimnis-subsumieren

Wenn ich das richtig interpretiere, dann muss hinter dem Hundeeinsatz gar nichts besonders Geheimnisvolles stecken. Nun wird auch klar, warum in den Zeitungen darüber nichts zu lesen war. In Deutschland ist es üblich über Hundeeinsätze der Polizei in den Medien zu berichten, weil das medienwirksam ist, wenn gezeigt wird wie die Hundeführer der Polizei mit ihren Hunden anrücken und beispielsweise ein großes Waldgebiet absuchen. Auch auf dem Frankfurter Flughafen haben die Hunde regelmäßig zu tun, weil sie Drogen aufspüren und es wird auch gerne über ihre Flughafeneinsätze berichtet.


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Tanina
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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

10.07.2014 um 08:54
Weiß man eigentlich allgemein was über die Spurenlage am "Tatort" (Telefonzelle=Tatort?!) ?

Ich finde die Telefonzelle könnte auch als Tatort/Ablageort gewählt worden sein, weil dort sehr viele andere Fingerabdrücke oder ähnliches zu finden sind.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

10.07.2014 um 13:00
@Tanina
Naja, da in der Telefonzelle Ihre Blutspuren waren denke ich nicht, dass sie dort abgelegt worden ist, sondern dort direkt getötet wurde.

Vielleicht wollte er sie noch wegschaffen, aber da es schon sehr hell war wäre das zu auffällig gewesen. Aber das denk ich auch nicht.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

10.07.2014 um 20:33
@Tanina
ich denke auch, dass eines der ganz wenigen dinge, die in diesem fall völlig außer frage stehen, ist, dass dk dort gefunden wurde, wo sie auch ermordet wurde.


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ZenCat1
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

12.07.2014 um 02:56
@Tanina

Zu schreiben "Wars das?", ohne auch nur Teile dieses Threads gelesen, eine Ahnung vom Fall geschweige denn eine eigene Theorie oder irgendetwas beizutragen zu haben, ist jetzt aber schon ein bissl dämlich, meinst Du nicht?

Wir scheinen hier wirklich an einem toten Punkt angelangt zu sein. Es gibt keine Infos mehr - viel hats ja nie gegeben, weder von Seiten der Kripo noch von der Presse. Letzteres ist wirklich zutiefst frustrierend - ich hab mir, wie Ihr, überlegt, jemanden zu kontaktieren, der vielleicht ein bisschen "wühlen" würde - aber ohne das Einverständnis der Eltern Kammerer wäre mir das zu sehr ein Eingriff in etwas, was uns letztlich nichts angeht. Sprich: Das müssten die Eltern machen, oder wir mit deren Erlaubnis. Wenn es jemand trotzdem versuchen möchte, nur zu, vielleicht haben wir/ich da nur zu viele Bedenken.

Ansonsten haben wir hier alle Varianten und Möglichkeiten durch - wir haben die Für und Wider abgewägt, uns teilweise in Utopien verstiegen, vielleicht waren wir auch ganz nah dran an dem, was wirklich passiert ist - vermutlich werden wir es nie erfahren. Für mich persönlich ist es nur mehr frustrierend, ich mag auch gar nicht mehr diskutieren oder durchspielen, was denn passiert sein könnte, weil 1. schon gemacht und 2. gibts ja nie eine Bestätigung, ob das nun stimmt oder nicht, was man sich denkt. Im Gegenteil - da plagt man sich jahrelang mit "Fakten" ab wie z.b., dass Daniela mit dem Fahrrad unterwegs war, dann wird plötzlich, fast nebenbei, öffentlich erwähnt, das wäre nicht der Fall gewesen, jemand anderer sei mit ihrem Rad gefahren. Was zum Teufel ist das eigentlich für eine Informationspolitik, die die Innsbrucker Kripo da fährt?

Und es ist immer noch alles offen. Nachdem sich meine Entrüstung über die Farce heuer im Frühjahr gelegt hat, kann ich selber absolut nicht ausschließen, dass der ehemals Tatverdächtige nicht doch der Täter ist. Dazu kommen aber noch alle anderen - vom "Auffinder" (Hunde-Gassigeher) angefangen über die bosnischen Kontakte über ihre beiden On-Off-Freunde bis hin zum Kumpel aus NÖ, der gaaaanz zufällig am Abend vor dem Mord in Innsbruck war, ein Nordafrikaner oder Obdachloser aus dem Rapoldipark genauso wie ein zufällig vorbeikommender Psychopath - ich kann für mich gar nichts mehr ausschließen, geschweige denn eine Theorie haben. Ich hab echt keine mehr, außer, dass ich denke, dass Daniela ihren Mörder kannte. Aber wissen tu weder ich das noch sonstwer - außer dem Mörder.

Deswegen hab ich auch nichts mehr geschrieben in letzter Zeit, weil ich einfach nichts mehr beizutragen hab. Mit diesem - zugegebenermaßen zu langen posting :) - wollt ich das nur kundtun und irgendwie abschließen. Ich bin noch da und wünsch mir von Herzen, dass Daniela nicht vergessen wird und irgendwann ihr Mörder gefunden wird. Aber dann muss es wirklich hieb- und stichfeste Beweise geben, sonst wird da immer dieser Beigeschmack dabei sein - ist das nun der Rchtige, oder wollte man nur irgendeinen Täter finden?

Hat @Lohengrin eigentlich auch aufgegeben?

Glaubt irgendwer von Euch daran - ernsthaft - dass sich im Fall Daniela noch irgendwann etwas tut? Dass man den Täter irgendwann zweifelsfrei festnagelt?


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

12.07.2014 um 10:02
@ZenCat1

Ich sehe das ähnlich wie du. Es ist extrem frustrierend, vor allem die Informationspolitik der ermittelnden Behörden. Aber wenn sogar ein Suchhundeeinsatz unter das Amtsgeheimnis fällt...

Wenn sich allerdings die Kripo so zurückhaltend und auch widersprüchlich verhält, kann sie ihrerseits nicht mit großer Hilfe aus der Bevölkerung rechnen. Es wäre eigentlich an der Zeit, alle Fakten, Aussagen und Theorien auf den Tisch zu legen, um vielleicht doch noch den einen oder anderen wichtigen Hinweis zu erhalten.
Also: neues Zeit-Weg-Diagramm, Update bzgl. Fahrrad, Bewertung des "Phantoms" (glaubt man an eine Verwechslung?) - das kann und sollte man alles veröffentlichen.

Wie man in Deutschland an Aktenzeichen xy sieht, kann es durchaus nach Jahren noch die entscheidende Wende geben, weil sich ein Zeuge aufgrund der konkreten Darstellung des Falles plötzlich an etwas erinnert oder einer Beobachtung mehr Gewicht beimisst. Und selbst wenn nicht: Schlimmer kann's ja nicht mehr werden.

Bezüglich des Tatablaufs und des möglichen Täterkreises würde ich so wie du auch gar nichts ausschließen. Man kann allerdings die eine Theorie für unplausibler halten als die andere. Hier wäre eben die Sache mit dem Fahrrad so wichtig. Wenn es wirklich sehr starke, glaubwürdige Hinweise gibt, dass Daniela zu Fuß zum Tatort kam, ist z. B. der psychotische Täter, der hier eben mal zufällig vorbeikam, sehr unplausibel. Man würde den Täter dann doch sehr stark im Umfeld der DHS9 vermuten.
Man kann dann aber immer noch z. B. einen Ablauf konstruieren, bei dem Daniela zuerst mit dem Rad unterwegs war, von einer Zufallsbegegnung aufgehalten, bedroht und vom Rad genötigt wurde, sie dann zu Fuß zur Telefonzelle flüchtete, um dort evtl. Hilfe zu holen, und ihr der Täter auf ihrem Rad folgte. Nur so als Bsp., dass man wirklich nichts ausschließen kann.
ZenCat1 schrieb:Glaubt irgendwer von Euch daran - ernsthaft - dass sich im Fall Daniela noch irgendwann etwas tut? Dass man den Täter irgendwann zweifelsfrei festnagelt?
Da glaube ich nur mehr mit entsprechenden DNA-Spuren dran. Deshalb interessiert mich auch so brennend, was denn aus diesen angeblichen "Hautschuppen an den Einstichstellen" geworden ist. Oder fällt das auch unter's Amtsgeheimnis? Jedenfalls: Wenn man da wirklich Hautschuppen gefunden hat (und dazu gibt's ja Aussagen der Ermittler und von RA Boran), kann man daraus auch sicher DNA isolieren. Was mich nur stutzig macht: Warum hat man diese Hautschuppen nicht schon gleichzeitig mit jenen unter dem Rock analysiert? Als Möglichkeit fiele mir ein, dass sie zu sehr mit Blut verunreinigt waren.
Vielleicht findet man aber auch irgendwann mal die Tatwaffe. Und wenn sie nicht im Wasser gelegen ist, gibt es auch darauf DNA-Spuren.

Wenn der Täter schon nicht gefasst ist, soll er doch wenigstens ständig mit der Gewissheit leben müssen, dass ihn die Molekularbiologie noch überführen kann!


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ZenCat1
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

12.07.2014 um 10:50
@nephilimfield
nephilimfield schrieb:Es wäre eigentlich an der Zeit, alle Fakten, Aussagen und Theorien auf den Tisch zu legen, um vielleicht doch noch den einen oder anderen wichtigen Hinweis zu erhalten.
Da bin ich vollkommen Deiner Meinung! Wenn am Anfang einer Ermittlung nicht viel preisgegeben wird, ist das verständlich, sogar Falschinformationen aus taktischen Gründen leuchten mir noch irgendwo ein. Aber wenn ein Fall so kalt ist wie dieser, dann muss man doch einen anderen Weg einschlagen! Ist das jetzt die österreichische Sturheit, zu sagen, sowas wie Aktenzeichen XY "brauchen wir nicht", "wir machen das anders"? Wenn ja, dann muss man sich eben irgendwann eingestehen, dass dieser Weg nicht funktioniert hat - und dann muss man alles andere probieren, was noch möglich ist. Irgendjemand kann sich immer noch an etwas erinnern, - den Versuch muss es doch dringend wert sein. Wenn nix dabei rauskommt, hat mans wenigstens probiert!
nephilimfield schrieb:Man kann allerdings die eine Theorie für unplausibler halten als die andere. Hier wäre eben die Sache mit dem Fahrrad so wichtig.
Genau, das Fahrrad ist das Um und Auf. Wenn Daniela nicht selbst damit gefahren ist, kommt eigentlich nur jemand der damals in der DHS9 Anwesenden in Frage. Wenn sie selbst gefahren ist, kann es absolut jeder gewesen sein. Nicht mal diese extrem wichtige Sache (auch in Hinblick auf Zeugen, denen jetzt noch was einfallen könnte, oder die jetzt bereit wären, ihr Wissen mit der Polizei zu teilen) wurde offiziell klargestellt. :(
nephilimfield schrieb:Warum hat man diese Hautschuppen nicht schon gleichzeitig mit jenen unter dem Rock analysiert? Als Möglichkeit fiele mir ein, dass sie zu sehr mit Blut verunreinigt waren.
Eine weitere Möglichkeit wäre, dass man sich zu sehr auf den damaligen Tatverdächtigen versteift hat, sich zu sicher war, und andere Spuren außer Acht gelassen hat. Es hatte fast den Anschein damals - 3 Spuren, eine kann man zuordnen, also muss das der Täter sein. Aber was ist mit den anderen?

Und doch hast Du recht: Die Hautschuppenanalyse wird ja immer weiter verfeinert - sich so ganz in Sicherheit wiegen sollte sich der Täter auf keinen Fall!


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

12.07.2014 um 21:28
man soll die hoffnung ja nie aufgeben, und es gibt so viele fälle, die nach sehr langer zeit, manchmal zufällig durch ein anderes delikt, wissende die ihr gewissen erleichtern wollen, etc. aufgeklärt wurden. außerdem denke ich, die kammerers werden nicht aufgeben.

und was da tatsächlich noch rauskommt mit den spuren in stichnähe...

es ist schon merkwürdig still, besonders nachdem die nachricht über diese spuren iöffentlich wurde, hm, und dann gar nichts mehr.

bitte verzeiht dass ich keine großbuchstaben habe, meine tastatur spinnt...

alles liebe


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

17.07.2014 um 14:56
@ZenCat1
ZenCat1 schrieb:Hat @Lohengrin eigentlich auch aufgegeben?
Mitnichten, mitnichten ;-) Momentan halte ich mich einfach mal etwas zurück
und wie man sieht ist da eine rechte interessante Diskussion zwischen @AngRa
@nephilimfield @Doverex und @ZenCat1 zustande gekommen. Das es momentan
etwas ruhiger geworden ist dürfte wohl auch jahreszeitlich bedingt sein.

Falls der Täter hier mitließt dann darf er sich darauf "freuen" das mein nächster
"Roman" sich exklusiv mit ihm befassen wird; da wir ihn ja nicht kennen muss ich da
auch keine besondere Rücksichten nehmen - vergessen habe ich ihn aber noch nicht.

Vielleicht gelingt es mir mit diesem Beitrag den einen oder anderen "Wissenden" zu
einem Kommentar zu verleiten - mal sehen.

Übrigens ist es mir in den vergangen Wochen auch mal in den Sinn gekommen ob
der ehem. Verdächtige für den wahren Täter eine Art "Bauernopfer" gewesen sein
könnte bzw. die Spuren geschickt in Richtung Karl-Kunst-Heim (DHS9) gelegt wurden.
Denn wenn man sich den "Weg" den der Täter vom Tatort zurückgelegt hat -TO/Rapoldi-
weiher/ Sillufer - dann weist dieser scheinbare Fluchtweg eindeutig in Richtung DHS9 - also
einen Bogen vom TO in westliche Richtung. Ich weiß, das klingt abenteuerlich und fast
so als wenn mir nichts besseres mehr einfallen würde, aber das ist auch nur ein Randgedanke
gewesen der mir bei meiner "Beschäftigung mit dem Täter" nebenher in den Sinn gekommen ist.
Zumindest könnte es nicht schaden wenn der ehem. Verdächtige sich in der Hinsicht vielleicht
mal Gedanken macht.

Ansonsten würde ich es im Hinblick auf die letzten Beiträge von @AngRa @nephilimfield
@Doverex @ZenCat1 es nicht schlecht finden wenn man vielleicht mal eine Zusammenfassung
der verschiedenen Theorien erarbeiten würde. Eine Art roten Faden für einen eventuell
interessierten Journalisten und sei es nur das man eine "Sammlung" der wichtigsten
aussagekräftigen Beiträge mit Seitenangabe zusammenstellt. Es gibt also noch eine Menge
zu tun und noch jede Menge zu schreiben ;-) Das Ende ist noch lange nicht erreicht.

Mit freundlichen Grüßen

Lohengrin


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

17.07.2014 um 17:46
@Lohengrin

Wenn es wirklich hochwahrscheinliche Erkenntis ist, dass der Täter mit Danielas Rad fuhr, dann hat er in der Tat die Spur sehr eindrücklich in Richtung DHS9 gelegt. Man kann dann nicht umhin, den Täter in diesem Umkreis zu vermuten.

Aber wie kommst du auf den Fluchtweg?
Lohengrin schrieb:wenn man sich den "Weg" den der Täter vom Tatort zurückgelegt hat -TO/Rapoldi-
weiher/ Sillufer - dann weist dieser scheinbare Fluchtweg eindeutig in Richtung DHS9
Leitest du das aus der Aussage von RA Heiss über die Theorie des CCT ab, dass sich der Täter längere Zeit am Sillufer aufgehalten habe? Ich bin bzgl. des Fluchtweges überhaupt nicht festgelegt. Er kann im Prinzip überall hin geflohen sein und das Glück gehabt haben, dass ihn niemand gesehen hat.
Lohengrin schrieb:Ansonsten würde ich es im Hinblick auf die letzten Beiträge von @AngRa @nephilimfield
@Doverex @ZenCat1 es nicht schlecht finden wenn man vielleicht mal eine Zusammenfassung
der verschiedenen Theorien erarbeiten würde.
Auf Seite 179 gibt es von @sunnudagur eine Übersicht über mögliche Verdächtige:

Beitrag von sunnudagur, Seite 179

Das Problem ist: Es gibt veröffentlicht nur eine einzige halbwegs ausgereifte Theorie, die aber auch ihre Schwächen hat.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

17.07.2014 um 21:37
Hallo @nephilimfield

in der Tat leite ich einen möglichen Fluchtweg bzw. die Spurenlage aus den Aussagen
der beiden Rechtsanwälte ab. Das heißt natürlich noch lange nicht das die Flucht des
Täters tatsächlich in diese Richtung gegangen ist. Für mich scheint es durchaus
möglich das der Täter ganz bewusst diese Richtung eingeschlagen hat. Von daher
wäre es durchaus denkbar das der Täter möglicherweise durch so eine Aktion den
Verdacht "lenken" wollte. Gänzlich ausschließen würde ich es nicht, auch wenn es
sich im ersten Moment wie eine Räuberpistole anhört.

Da ich mich derzeit konzentriert mit dem Täter beschäftige meine ich sagen zu können
das wir es mit einem intelligenten Tätertypus zu tun haben der seine Handlungen
wohlüberlegt ausgeführt und sich an den damaligen örtlichen Gegebenheiten orientiert
bzw. in sein Kalkül einbezogen hat. Aber nun schreibe ich schon mehr als ich eigentlich
gewollt habe denn den Tätertypus muss man genau genommen in der Gesamtheit
der damaligen Gegebenheiten betrachten. Auch die Aussage der Augenzeugin bekommt
im Zusammenhang mit der Täteranalyse eine andere Aussagekraft, auch gerade was das
vermaledeite Fahrrad anbetrifft. Mitunter ist es ganz hilfreich wenn man etwas Abstand
nimmt und das Ganze aus neutraler Sicht versucht zu verstehen. Aber alles zu seiner Zeit. ;-)

Bezüglich der von mir angeschnittenen Zusammenfassung geht es mir nicht um eine
Auflistung möglicher Verdächtiger Diese Auflistung ist sozusagen der letzte Schritt und
würde als Abgleich zu den gewonnenen Erkenntnissen dienen.

Es geht mir eher darum, wenn man einen Journalisten bspw. für den Fall gewinnen könnte,
das Dieser sozusagen eine Kurzfassung relevanter Beiträge als Handlungsstrang an die Hand
bekommt. Ich persönlich hatte da an @AngRa als eine neutrale Person gedacht. Natürlich
kann das auch eine andere Person machen. Das dabei alle Theorien ihre Schwächen haben
versteht sich natürlich von selbst, aber so eine Zusammenfassung könnte man auch als eine
Art Filter betrachten. @AngRa , nicht hauen :-) - bin ja schon stille.

Nun muss ich mir doch noch mal @sunnudagur Zusammenfassung ansehen. Eigentlich
müsste man solche Beiträge zur besseren Übersicht als Datenbank anlegen. Aber bevor
ich so etwas angehe wäre es mir lieber wenn ich diese Übersicht aus neutraler Hand
bekäme da ich als "eifriger Schreiber" nicht neutral sein kann.

Übrigens fand ich das ganz toll das Du da eine Mailanfrage gestartet hast. Respekt, das
hat mich überrascht. Zumindest ist es Dir gelungen diese Beitragsfolge (Thread - was für
ein hässliches Wort - klingt irgendwie wie Dreck ;-) ) nochmals bei den Ermittlern in
Erinnerung zu rufen.

@sunnudagur
nur nicht verzagen, es geht weiter. Meine Täteranalyse ist noch nicht abgeschlossen. Es
ist für mich als Laien nur ungemein schwieriger ein flüssiges und in sich schlüssiges
Profil zu erstellen bzw. seine Persönlichkeit zu kategorisieren. Ich habe diesbezüglich
schon mehrere Anläufe unternommen und wieder verworfen bzw. immer wieder über-
arbeitet. Auch Fachbeiträge im Netz machen es nicht einfacher. Aber es wird ;-) Gut
Ding will eben Weile haben. Ich mache es mir eben nicht einfach - einfach kann jeder ;-)
Vielleicht findet sich ja sogar jemand der das sehr viel besser und vor allem professioneller
kann als ich es je könnte.

@ZenCat1
dafür sind wir doch das das sich noch etwas tut, man darf den Täter nur nicht zur Ruhe
kommen lassen. Und wenn es mir gelingen würde mit meiner Täteranalyse "Wissende"
zu Kommentaren zu veranlassen - ganz egal wie die dann ausfallen würden - dann wäre
doch schon einiges gewonnen. Unterschwellig würde dieser Personenkreis doch zumindest
eine derartige Analyse mit den eigenen Verdächtigten abgleichen. Denn aus dem Beitrag
von @georg_h entnehme ich das auch die Studienkollegen und Freunde von Daniela
damals und auch heute noch einen bestimmten Personenkreis in Verdacht hatten bzw. haben.

Bevor ich es wieder vergesse. Jetzt kommt wieder eine meiner "nervigen" Frage an
@all . Gibt es zwischen dem Gebäude DHS9 und den Bögen-Viadukten einen schmalen
Weg/Gasse der zu dem nördlich gelegenen Studentenheim führt das im Prinzip an das Karl-
Kunst-Heim anschließt (mir fällt bloß gerade nicht der Name ein). In der Vergangenheit hatte
ich diesem Studentenheim eher weniger Beachtung geschenkt aber nichts desto trotz sollte
man es im Auge behalten. Falls möglich könnte ja vielleicht mal jemand ein Foto von dieser
Gasse ( wenn es sie denn gibt ) mit Blickrichtung von der DHS9 in nördlicher Richtung
machen. Ja, ja, ich und meine Sonderwünsche ;-)

Bezüglich Danielas Freundin habe ich schon mal überlegt ob es sein kann das diese junge
Dame ein anderes Studienfach belegt hat wenngleich auch am selben Institut. Des weiteren
überlege ich ständig ob die von @georg_h erwähnte junge Dame identisch mit Danielas
damalige Freundin sein könnte. Könnte bei den Überlegungen nicht ganz unwichtig sein,
gerade im Hinblick auf ein möglicherweise anderes Studienfach und den damals durch-
geführten Ermittlungen. Durchaus denkbar das die junge Dame aufgrund des anderen
Studienfachs (Touristik?) durch das allgemeine Befragungsraster "gefallen" ist. Im
Augenblick ist dieses "andere Studienfach" allerdings noch Spekulation meinerseits.

So, nun werde ich mich aber erst mal wieder etwas zurücknehmen. Mal schau´n was da
noch für interessante Beiträge kommen.

Mit freundlichen Grüßen

Lohengrin


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

17.07.2014 um 21:49
Korrektur zu meinem vorhergehenden Beitrag ! Gemeint ist natürlich nicht
Augenzeugin sondern Ohrenzeugin - bevor da noch Verwirrung entsteht. Ich habe
es nur leider zu spät bemerkt. Sorry dafür. Hoffe das ich da nicht noch mehr
"Böcke" drin habe ;-)

Mit freundlichen Grüßen

Lohengrin


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ZenCat1
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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

18.07.2014 um 05:45
@Lohengrin

Bin sehr, sehr neugierig auf Dein Täterprofil!

Bzgl. Deiner Frage in Sachen Studentenheim bin ich etwas verwirrt - welches "andere" Heim, das direkt an das Karl-Kunst-Heim anschliesst, meinst Du? Ich kenne im Stadtteil Saggen als anderes Heim nur das in der Gänsbacherstr., und das ist schon ein gutes Stück von der DHS9 entfernt. Bitte um konkretere Angaben, dann kann ich mich am Wochenende mit der Kamera auf den Weg machen.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

18.07.2014 um 06:04
Hab mir die Frage selber beantwortet, Du meinst das Heim Kohlstattgasse, nicht? Die haben sogar eine Dachterrasse, wow...

So, wie ich die Örtlichkeiten von aussen kenne, müsste es von der DHS9 in das andere Heim einfach durch den Innenhof führen, keine Notwendigkeit, aussen über die Jahnstr. zu gehen/fahren - das ganze ist, zumindest von aussen, ein zusammenhängender grosser Block. Fraglich nur, ob der Hofausgang zur Jahnstr. in der Nacht geschlossen ist und nur mit Schlüssel geöffnet werden kann, oder ob er immer offen und zugänglich ist. Ich schau am Wochenende vorbei und versuche, halbwegs übersichtliche Fotos zu machen, okay?

Besteht noch Bedarf an den Fotos vom Rapoldipark - Mauer bei Uferböschung etc.? Hab ich schon gemacht, müsste ich noch runterladen.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

18.07.2014 um 06:42
@Lohengrin

Zunächst mal vielen Dank, dass Du mich als neutrale neutrale Person einschätzt, die geeignet ist alle wichtigen Beiträge dieses Threads herauszufiltern, sie als Paket zusammen zustellen um einem Journalisten zu Denkanstößen zu bringen und hierdurch sein Interesse am Fall zu wecken. Ich meine allerdings, dass ein Journalist, der sich wirklich für den Fall interessiert, sich durch völlig unvoreingenommenes Lesen der Beiträge ein eigenes Bild machen sollte. Auch durch ein Herausfiltern der wichtigsten Beiträge würde ich Entscheidungen über die Wichtigkeit von Beiträgen treffen und so eine Richtung vorgeben. Diesen Thread hier sehe ich außerdem auch als "Gesamtwerk" an, das ein Interessierter auf sich wirken lassen muss.Viel zu lesen gibt es für einen Journalisten ohnehin nicht, denn wir sind offensichtlich die einzigen, die sich noch mit diesem Mordfall gedanklich auseinandersetzen und das auch hier schriftlich niederlegen.

Du hast in einem Deiner Beiträge nach Tätertheorien gefragt. Ich bin bezüglich eines Täters nicht zu 100 % festgelegt. Auf einen Täterkreis bin ich so ungefähr zu 90 % festgelegt.

Aus meiner Sicht ist das Besondere am Mordfall Kammerer dass die Ermittler der ersten Stunde bei den Ermittlungen Fehler begangen haben und dass diese Fehler entscheidend dazu beigetragen haben, dass der Mordfall bis heute nicht geklärt worden ist. Die Fehler sind auch inzwischen offen gelegt und das obwohl Außenstehende keine Akteneinsicht hatten und in Österreich unter Beamten so viel Wert auf das Amtsgeheimnis gelegt wird. Die frühen Ermittler haben einen Kardinalfehler begangen, denn sie haben es unmittelbar nach der Tat unterlassen durch Zeugenvernehmungen die Alibis der Personen zu überprüfen, mit denen Daniela die letzten Stunden ihres Lebens verbracht hat und die somit natürlich als Tatverdächtige in Frage kommen, da sie wissen konnten, wann und wo Daniela nachts unterwegs ist.

Das steht wenigstens als Ergebnis der Cold Case Ermittlungen fest, denn der Verteidiger des Tatverdächtigen, der an Weihnachten in Haft genommen worden ist, hat sich gerade darauf berufen, dass sein Mandant nach der Tat kein Alibi vorlegen musste. Ohne die Cold Case Ermittlungen konnten wir zwar vermuten, dass es diese Ermittlungsdefizite gegeben hat, ( das haben wir hier ja auch von Anfang an getan) , nach dem vorläufigen Abschluss der Ermittlungen, die zur Haftentlassung des Tatverdächtigen geführt haben, ist es nun belegt.

Für solche gravierenden Ermittlungsfehler müssten die frühen Ermittler ( Polizei und Staatsanwaltschaft) dienstrechtlich zur Verantwortung gezogen werden, damit so etwas in anderen Fällen nicht mehr vorkommt. Offensichtlich kann sich die Justiz im Ermittlungsverfahren nicht wirksam selber kontrollieren, so dass die Angehörigen von Mordopfern und ihnen kostenlos beizuordnende Rechtsanwälte im Rahmen von Ermittlungsverfahren Kontrollrechte bekommen sollten und somit derartige Versäumnisse zu einer Zeit aufgedeckt werden, wo sie noch ohne große Verrenkungen beseitigt werden können. In Deutschland ist es so, dass die Polizei bei Mordermittlungen zu nahen Angehörigen regelmäßig Kontakt hält und wohl auch tröstend tätig ist, aber Trost verleiht natürlich keine Rechte. In Österreich wird es nicht anders sein.

Das liegt im Interesse aller, insbesondere auch im Interesse derer die aufgrund der Versäumnisse später in Verdacht geraten können, wie im Kammerer-Fall die Studienkollegen die nicht befragt worden sind, denn durch das Versäumnis schwebt bis heute der schlimme Verdacht über ihnen, dass einer von ihnen die Tat begangen hat, gerade weil die Alibis nicht überprüft worden sind obwohl es sich um eine Beziehungstat gehandelt haben soll. Die Folgen haben wir an Weihnachten gesehen. Es kann schlimmstenfalls passieren, dass ein Unschuldiger büßen muss.

Das interessiert mich an diesem Fall am meisten. Es liegt nahe ( für mich zu ca. 90 %), dass jemand aus Danielas Umfeld ( Freund, Studienkollege etc.) die Tat begangen hat, weil ein Tatmotiv wie Raub oder ein sexuelles Motiv ( Vergewaltigung, sexuelle Nötigung etc) eines Täters, der Daniela zufällig vor den Telefonzellen getroffen hat, auszuschließen ist. Ganz überzeugt bin ich aber bislang davon nicht, weil immer noch die Möglichkeit der Zufallstat durch einen psychisch kranken Täter besteht, der vielleicht auch weitere Taten begangen hat und dem der Mord an Daniela bislang vielleicht nur noch nicht zuzuordnen war. Das wäre auch noch interessant zu erforschen, ob es nach Danielas Ermordung weitere Taten gegeben hat in denen der Täter gefasst worden ist, aufgrund psychischer Erkrankungen schuldunfähig gewesen ist und zum Maßregelvollzug in eine forensische Einrichtung eingewiesen worden ist.


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Catfight
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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

18.07.2014 um 09:02
Hallo Allerseits!
Ich konnte leider noch nicht alles lesen. Deshalb verzeiht mir die evtl dummen Fragen:
1. Hatte Daniela eine Beziehung? Weiß man mehr darüber?
2. Warum wollte sie um 5:30 Uhr von einer Telefonzelle telefonieren, wo sie doch anscheinend auf dem Weg nach Hause war? Hatte sie kein Handy?
3. Wurde die Leiche toxikologisch untersucht? (Drogen...?)
4. Was hat der Bosnier genau ausgesagt bzgl. seiner Beziehung zu Daniela?

Ansonsten vermute ich auch entweder eine Eifersuchtstat aus dem direkten Umfeld oder eine Tat im Affekt durch einen Psychopathen, wobei bei der zweiten Möglichkeit die Wahrscheinlichkeit größer wäre, dass man ihn wegen inadäquatem evtl unvorsichtigem Verhalten gefasst hätte bzw. dass er sich z.B. seinem behandelndem Arzt anvertraut hätte, wenn die Psychose abflacht.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

18.07.2014 um 12:19
Hallo @Catfight

zu 1)

Der Beziehungsstatus von Daniela war etwas undurchsichtig, sie hatte wohl zum Zeitpunkt ihres Todes keine dauerhafte feste Beziehung. Allerdings gab es da wohl schwebende Beziehungen. Für mich ist das nicht überschaubar, vielleicht wissen andere da Näheres.



zu 2)
Man vermutet, dass sie ihr Handy nicht nutzen konnte, weil der Akku leer war. Diese Vermutung war lange Zeit untergegangen und kam erst durch die Cold case Ermittlungen wieder ans Tageslicht. Sie hatte an ihrem letzten Abend sehr viel telefoniert und daher war der Akku wohl "ausgelutscht". Man vermutet, dass sie telefonieren wollte, weil sie einem Freund etwas sagen wollte, ihn vielleicht darüber informieren, dass sie etwas Schlimmes erlebt hat oder einfach nur nachfragen, ob er zu Hause ist, damit sie ihn aufsuchen kann. Nichts Genaues weiß man da nicht. Jedenfalls hat kein Zeuge berichtet, dass er von ihr noch einen Anruf erhalten hat, also wurde sie wohl beim Versuch zu telefonieren ermordet.

zu 3)
Die Leiche wurde toxikologisch untersucht, denn die frühen Ermittler konnten mitteilen, dass sie keinen Bezug zu Suchtmitteln hat. Das haben sie sicherlich wegen der Nähe des Tatortes zum Rapoldipark genauestens untersucht, denn es hätte ja sein können, dass Daniela dort nachts unterwegs war um sich mit Drogen einzudecken. Die Sache mit den "Suchtmitteln" habe ich mir gemerkt, weil der Begriff "Suchtmittel" in Deutschland ungebräuchlich ist. Bei uns werden Drogen als Betäubungsmittel bezeichnet. Ich beschäftige mich aber gerne mit österreichischen Ausdrucksweisen und merke sie mir. Nichtsdestotrotz hatte sie eine hohe Blutalkoholkonzentration. Das wurde nicht von den Ermittlern verlautbart, weil das vermutlich auch unter das Amtsgeheimnis fällt, sondern das wissen wir vom Verteidiger des zu Weihnachten vorübergehend inhaftierten Tatverdächtigen, der inzwischen aber wieder auf freiem Fuß befindlich ist.

zu 4)
Diese Frage müssten hier andere beantworten, weil ich mich mit der Beziehung zum Bosnier nie intensiv beschäftigt habe, denn der Tatverdacht gegen ihn ließ sich ja nicht aufrechterhalten.

Deinem Fazit zur Tat eines Psychopathen kann ich zustimmen. Von einer solchen Person ist einfach nicht zu erwarten, dass er die Tatspuren so sorgfältig beseitigt, wie es im Mordfall Kammerer geschehen ist. Der hätte auch wenig Gedanken darauf verwendet die Tatwaffe auf Dauer sicher zu entsorgen. Es kann noch sein, dass er mit dem blutverschmierten Messer herumgelaufen wäre oder zumindest durch blutverschmierte Kleidung aufgefallen wäre


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