Nismo schrieb:Schaut halt dann so aus als ob Daniela die Zigarette angeraucht hat und die Spuren von TB Sekundärspuren sind die er erklären könnte in dem er sagt ich hab mir eine Zigarette von Daniela geschnorrt und zu kam die Spur auf die Zigarette.
Was mich halt stuzig macht ist das es heißt TB würde sowieso freiwillig zum Prozess kommen aber anderer Seits wird versucht von der Verteidigung gleich mit Einspruch die Verhandlung zu verhindern.
Weil ist er unschuldig könnte er ja einfach sagen: ich komme zum Prozess und Beweise meine Unschuld ein aller Letztes mal und dann wird sowieso alles niedergelegt und man kann mich nicht mehr belangen - wäre das nicht der bessere Weg.
Oder hat er Angst das es zur Verurteilung kommt
Der sogenannte „Beweis“ der Unschuld gelingt in solchen Fällen eher selten. Das ist auch gar nicht erforderlich, die Schuld muss bewiesen werden.
Nun, man sollte sich mal versuchen sich in ihn hineinzuversetzen. Bisher hat die österreichische Justiz in diesem Fall eins gezeigt, dass falsche Entscheidungen viel zu spät korrigiert werden.
Der gesunde Menschenverstand hätte schon 2014 dem Haftgericht sagen müssen, dass DNA am Saum eines Kleides keinen Übergriff belegen können. Trotzdem wurde die U-Haft erst aufgehoben, als die Verteidigung ein entsprechendes Gutachten vorgelegt hatte.
Diese Voreiligkeit der Justiz wurde auch jetzt wieder deutlich.
Obgleich eigentlich die österreichische Justiz ein gebranntes Kind in dieser Sache ist, hat es erneut vorschnell einen dringenden Tatverdacht gesehen, der dann zum Internationalen Haftbefehl geführt hat.
Nur die australische Justiz hat verhindert, dass er erneut in U-Haft gewandert ist. Viel zu spät erkannte nun das OLG ( fast 1 ½ Jahre später!), dass es in Wirklichkeit einen dringenden Tatverdacht nicht gibt, d.h. der dringende internationale Haftbefehl hätte bei einer funktionierenden Justiz nie ausgestellt werden dürfen. Nur die australische Justiz war es, die verhindert hat, dass er fast 1 ½ Jahre in U-Haft gesessen hätte.
Hat man zu einer solchen Justiz ausreichendes Vertrauen, dass man sich freiwillig dieser Justiz stellt oder sollte man nicht besser alle legalen Mittel einsetzen, das zu verhindern?
Das ist eine sehr individuelle Frage und vor dem Hintergrund kann ich diese Entscheidung zumindest verstehen, obgleich man so etwas wie U-Haft nie erlebt hat.