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Maria Baumer

5.378 Beiträge, Schlüsselwörter: Vermisst, Maria Baumer

Maria Baumer

27.06.2020 um 11:02
C.RoCkEfElLeR schrieb:Lorazepam im Haarwuchs deutet auf eine längerfristige Einnahme schon Tage wenn nicht Wochen im Voraus hin.
Hier setzt nun meine Frage an, die ich bislang noch nicht endgültig beantwortet gefunden habe: Wurde das Medikament im Haarwuchs nachgewiesen, oder haftete es, so wie bei der Bekleidung, an. Wobei, ich tendiere, wegen des Arztbesuches zu Ersterem.

Was beabsichtigte der Beschuldigte mit der Medikamentengabe? Ging es darum, sukzessive "Veränderungen" bei Maria zu bewirken, also Gedächtsnisprobleme oder ähnliches? Oder waren diese Gaben bestimmten Situationen geschuldet?

Ebenfalls aus der Laienperspektive berichtet, ich hatte nur einmal vor einer Zahnoperation Kontakt mit Tavor. Dummerweise habe ich danach zum Essen ein Bier getrunken, ab da weiß ich nichts mehr. Bin aber unauffällig nach Hause gelaufen, wie mir der Wirt versicherte.


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Maria Baumer

27.06.2020 um 11:04
@emz
Lt. Pressekonferenz an Kleidung und Haarwurzel


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Maria Baumer

27.06.2020 um 11:08
emz schrieb:Was beabsichtigte der Beschuldigte mit der Medikamentengabe? Ging es darum, sukzessive "Veränderungen" bei Maria zu bewirken, also Gedächtsnisprobleme oder ähnliches? Oder waren diese Gaben bestimmten Situationen geschuldet?
Eine weiter Möglichkeit wäre, dass er einfach die Dosis testete - wie viel musste er untermischen, bis sich eine spürbare Wirkung einstellte? Auf dieser Basis hätte er dann die letale Dosis errechnen können, die ja stark von individuellen Gegebenheiten abhängt.

Für mich ist das ehrlich gesagt die wahrscheinlichste Variante, auch wenn ich nicht davon ausgehe, dass er tatsächlich eine letale Dosis verabreicht hat.


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Maria Baumer

27.06.2020 um 11:14
C.RoCkEfElLeR schrieb:Lt. Pressekonferenz an Kleidung und Haarwurzel
Also keine Erkenntnis darüber, wie lange zuvor schon die Medikamente verabreicht wurden, was man evtl. aus den Haaren selber hätte ableiten können. Wobei fraglich ist, ob man tatsächlich Haare selbst gefunden hat, oder eben nur noch die Haarwurzeln, die nicht vom Branntkalk vernichtet worden waren.
Falstaff schrieb:Für mich ist das ehrlich gesagt die wahrscheinlichste Variante, auch wenn ich nicht davon ausgehe, dass er tatsächlich eine letale Dosis verabreicht hat.
Der vorherige Kauf des Spatens und die wahrscheinlich zuvor erfolgte Aushebung der Grube lässt auf eine diesbezügliche Absicht schließen.


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Maria Baumer

27.06.2020 um 11:17
emz schrieb:Der vorherige Kauf des Spatens und die wahrscheinlich zuvor erfolgte Aushebung der Grube lässt auf eine diesbezügliche Absicht schließen.
Das lässt erst einmal nur auf die Absicht schließen, das Opfer zu vergraben. Das hat er sicherlich nicht mit einem lebendigen Opfer gemacht. Ich gehe allerdings davon aus dass er das Opfer mit den Medis nur betäubt und dann erwürgt oder erstickt hat. Der Grund für meine Vermutung ist, dass eine letale Dosis dieser Mittel den Geschmack eines Getränks zu sehr verfälschen würde.


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Maria Baumer

27.06.2020 um 11:30
@Falstaff

Oder aber er experimentierte einfach nur. Dabei nahm er billigenden den Tod in Kauf und hatte deshalb schon mal vorsorgliche eine Grube ausgehoben.


@LL

Die Geschichte, Maria würde seiner Liebe zu dieser Patientin im Wege stehen und müsse deshalb sterben, die ist für mich nicht schlüssig.


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Maria Baumer

27.06.2020 um 11:59
emz schrieb:Die Geschichte, Maria würde seiner Liebe zu dieser Patientin im Wege stehen und müsse deshalb sterben, die ist für mich nicht schlüssig.
Für mich auch nicht, weil selbst ein perverser Freak wie er in der Lage gewesen sein müsste zu erkennen, dass die Liebe nicht erwidert wurde. Den Unterschied zwischen freiwilligem und erzwungenem Sex kannte er jedenfalls.

So ganz daneben finde ich den Ansatz aber dennoch nicht, man muss ihn nur weiter fassen: Ich gehe davon aus dass der Angeklagte genau so weitermachen wollte wie bisher und sich langsam bewusst wurde, dass das im weitaus engeren Rahmen einer ehelichen Wohngemeinschaft nicht so ohne weiteres möglich gewesen wäre. Der Status eines trauernden Witwers erschien ihm dann womöglich erstrebenswerter als das Stigma eines Fast-Ehemannes, der im letzten Moment kalte Füße bekommt und alles absagt.


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Maria Baumer

27.06.2020 um 12:05
Dann greif ich mal den von @C.RoCkEfElLeR verlinkten Podcast auf. Es sind nur gut sechs Minuten, die wirklich Neues bringen.

https://derfallbaumer.podigee.io/1-anklage-offenbart-vollig-neue-beweise

Neue Aspekte laut Anklageschrift:

An ihrer Kleidung wurde Anfang diesen Jahres das Opiat Tramadol gefunden. Es kann in Verbindung mit anderen Medikamenten zu lebensbedrohlichen Folgen führen. Lorazepam allein wäre nicht gefährlich.
Staatsanwaltschaft geht von einem Atemstillstand aus.

Die Anklage geht davon aus, dass die Gabe der beiden Medikamente in der Wohnung passierte, in der Nacht vor ihrem vermeintlichen Verschwinden.
Warum man davon ausgeht, ist noch nicht bekanntgegeben worden.

Wo die Kleidung gefunden wurde, an der die Spuren festgestellt wurden, ist ebenfalls noch nicht bekannt.

Der Angeklagte behauptet weiterhin, unschuldig zu sein. Lt. seinem Anwalt Haizmann wird er sich im Prozess nicht äußern.


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Maria Baumer

27.06.2020 um 12:09
Falstaff schrieb:Für mich auch nicht, weil selbst ein perverser Freak wie er in der Lage gewesen sein müsste zu erkennen, dass die Liebe nicht erwidert wurde. Den Unterschied zwischen freiwilligem und erzwungenem Sex kannte er jedenfalls.
Wobei sich mir da die Frage stellt, welcher Form er da den Vorzug gegeben hat.
Sex mit schlafenden bzw. wehrunfähigen Personen scheint er nicht abzulehnen.


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Maria Baumer

27.06.2020 um 12:10
@emz
@Falstaff
Was denkt ihr, ist der Grund wieso der Täter den Spaten in der Nähe des Grabes hat liegen lassen?
Er hätte den Spaten doch auch einfach mitnehmen können.


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Maria Baumer

27.06.2020 um 12:13
Kreuzbergerin schrieb:Was denkt ihr, ist der Grund wieso der Täter den Spaten in der Nähe des Grabes hat liegen lassen?
Er hätte den Spaten doch auch einfach mitnehmen können.
Wenn der Spaten keine DNA-Spuren von ihm aufwies war es doch besser, sich direkt nach Gebrauch von dem Spaten zu trennen. Mit nachhause nehmen wäre die deutlich schlechtere Variante gewesen, weil es ja ein Beweismittel war. Nur hätte er dann eben auch den Kauf des Spatens unauffälliger abwickeln müssen. Aber daran hatte er wohl nicht gedacht...


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Maria Baumer

27.06.2020 um 12:18
Falstaff schrieb:Mit nachhause nehmen wäre die deutlich schlechtere Variante gewesen, weil es ja ein Beweismittel war. Nur hätte er dann eben auch den Kauf des Spatens unauffälliger abwickeln müssen. Aber daran hatte er wohl nicht gedacht...
Angesichts der Tatsache, dass er den Spaten mit Karte bezahlt hat, wäre es deutlich besser gewesen, dass er den Spaten an anderer Stelle entsorgt hätte.

Natürlich wäre es noch schlauer gewesen, den Spaten bar zu bezahlen.


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Maria Baumer

27.06.2020 um 12:27
Kreuzbergerin schrieb:Angesichts der Tatsache, dass er den Spaten mit Karte bezahlt hat, wäre es deutlich besser gewesen, dass er den Spaten an anderer Stelle entsorgt hätte.
Vielleicht wollte er auch keinen verräterischen Schmutz im Auto haben? Der Ansatz sich so schnell wie möglich von Tatwerkzeugen zu trennen, ist jedenfalls nicht verkehrt.

Worüber ich mich allerdings immer noch wundere ist, warum die Leiche nicht bei einer Suchaktion der Polizei gefunden wurde. Die hatten ja offenbar den richtigen Riecher in einem Waldstück in der Nähe der letzten Sichtung zu suchen. Lag die spätere Fundstelle knapp außerhalb des Suchradius'?


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Maria Baumer

27.06.2020 um 13:12
Kreuzbergerin schrieb:Was denkt ihr, ist der Grund wieso der Täter den Spaten in der Nähe des Grabes hat liegen lassen?
Er hätte den Spaten doch auch einfach mitnehmen können.
Ich traue ihm nicht zu, dass er da nachts im Wald mit der Leiche herumgegeistert ist. Wahrscheinlich hat er sie da in den frühen Morgenstunden hingebracht. Und dann war sein Zeitfenster ja auch sehr gering. Hinfahren, ausladen, vergraben, zurückfahren, Spuren beseitigen. Da kann man sich schon verschätzen. Ich gehe mal zu seinen Gunsten davon aus, dass er das nicht schon öfters gemacht hat. Auch so, stell dir das echt mal vor, du tötest und vergräbst jemanden. Egal wie abgebrüht dieser Typ auch ist, ich kann mir schon vorstellen, dass er da nur noch weg wollte und alles einfach stehen und liegen ließ. Und später noch einmal hinfahren war einfach zu riskant.


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Maria Baumer

27.06.2020 um 14:29
@PurePu

Sehr richtig. Es sind genau diese Fehler, die selbst dem knaltschnäuzigsten Mörder unterlaufen, weil selbst für die ist es eine Ausnahmesituation. Oftmals sind es die Kleinigkeiten, die einem später die Probleme vor Gericht bereiten. Die Zeitungen im Altpapier, die Quittung über den Kauf eines Spatens etc


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Maria Baumer

27.06.2020 um 14:39
PurePu schrieb:Wahrscheinlich hat er sie da in den frühen Morgenstunden hingebracht. Und dann war sein Zeitfenster ja auch sehr gering. Hinfahren, ausladen, vergraben, zurückfahren, Spuren beseitigen.
Könnte sich evtl. zeitlich mit der angeblichen längeren Joggingrunde durch Regensburg decken, die auch nur von ihm selbst so dargelegt werden konnte und dies durch keinen einzigen etwaigen Zeugen belegbar ist....


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Maria Baumer

27.06.2020 um 14:39
Falstaff schrieb:Worüber ich mich allerdings immer noch wundere ist, warum die Leiche nicht bei einer Suchaktion der Polizei gefunden wurde. Die hatten ja offenbar den richtigen Riecher in einem Waldstück in der Nähe der letzten Sichtung zu suchen. Lag die spätere Fundstelle knapp außerhalb des Suchradius'?
Vielleicht hilft das bei den Überlegungen ein bisschen weiter:

https://www.sueddeutsche.de/bayern/leichenfund-in-der-oberpfalz-wenn-das-unfassbare-wahr-wird-1.1769438
In der Oberpfälzer Gemeinde Bernhardswald (Kreis Regensburg) hatten drei Pilzsammler am vergangenen Sonntag inmitten von Bäumen und Gestrüpp Teile eines menschlichen Skeletts gefunden. Gerichtsmedizinische Untersuchungen kamen zum Ergebnis, dass es sich dabei um Knochen von Maria Baumer handelt. Kriminalistischer Instinkt hatte die Beamten bereits vor einigen Wochen dazu bewegt, gut sechs Kilometer vom Auffindeort entfernt mit Spürhunden ein Waldstück nahe der Gemeinde Rossbach-Wald zu durchsuchen. "Das war eine Eigeninitiative der Ermittler", teilte ein Polizeisprecher mit. Bei der Durchsuchung schlugen die speziell trainierten Hunde zwar an, aber die Suche lief ins Leere.

Das Waldstück, in dem Maria Baumer gefunden wurde, ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Es liegt nur gut 500 Meter von der Gemeinde [Bernhardswald] weg. "Für uns ist das ein Rätsel, wie die Tote da vor einem Jahr hingekommen sein könnte und warum man sie nicht früher entdeckt hat", sagt Fischer. Das Waldstück sei alles andere als unübersichtlich.
https://www.mittelbayerische.de/fotos/bilderstrecken/oberpfalz/der-fundort-von-maria-baumers-skelett-22053-gal23836.html

Mit mehreren aussagefähigen Fotos vom Auffindeort
Die Fundstelle des Skeletts von Maria Baumer liegt etwa 20 Meter abseits des Waldweges zwischen Bernhardswald und Donaustauf.
So wie sich die Größe der Grabungsstelle darstellt, würde ich annehmen, dass er die Grube bereits vorbereitet hatte. Das Grillfest hatten die beiden erst kurz nach Mitternacht verlassen. Wann der Beschuldigte nachweislich wieder zuhause war, konnte ich noch nicht feststellen.


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Maria Baumer

27.06.2020 um 14:43
maxxb74 schrieb:Könnte sich evtl. zeitlich mit der angeblichen längeren Joggingrunde durch Regensburg decken, die auch nur von ihm selbst so dargelegt werden konnte und dies durch keinen einzigen etwaigen Zeugen belegbar ist..
Ja, davon ist auszugehen. Das angegebene Zeitfenster für die Joggingrunde eines Anfängers war schon erstaunlich lang. Dass einen auf so einer großen Runde nicht mal wer gesehen haben soll, ebenso dubios. Gut vorstellbar, dass die Joggingrunde genau dann endete, als er mit der Beseitigung der Spuren durch war.
Jamegumb schrieb:weil selbst für die ist es eine Ausnahmesituation.
Richtig. Das darf man wirklich nicht vergessen. Das ist schon echt ne krasse Sache. Bestimmt hat er sich danach geärgert, aber noch einmal hinfahren und quasi aufräumen war einfach viel zu riskant.


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Maria Baumer

27.06.2020 um 15:13
emz schrieb:So wie sich die Größe der Grabungsstelle darstellt, würde ich annehmen, dass er die Grube bereits vorbereitet hatte
Die Größe des ausgehobenen Grabes ist schon beeindruckend.
Allerdings würde ich vermuten, dass die Ermittler das Grabungsfeld deutlich tiefer und breiter ausgegraben haben, als das original Grab war.
Einfach deshalb weil sicherlich gründlich geschaut wurde, ob der Täter im umgebendem Erdreich etwas verloren hat oder sonstige Spuren hinterlassen hat.
Ich könnte mir vorstellen, dass das original Grab kleiner war.
Nichtsdestotrotz ist es sicherlich sehr anstrengend gewesen, mit einem Klappspaten im Waldboden eine solche Grube auszuheben.


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