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Maria Baumer

5.381 Beiträge, Schlüsselwörter: Vermisst, Maria Baumer

Maria Baumer

29.06.2020 um 06:48
Sillyrama schrieb:Der gekaufte Spaten fand sich dann doch noch irgendwie im Haushalt an. ....? tja, was soll man jetzt glauben ?
Zu diesem Spaten gibt es einen Zeugenaufruf:
Außerdem bittet die Polizei, Personen, die im Zeitraum vom Juni 2011 bis Juni 2013 bei der Firma Bauhaus Regensburg einen Spaten gekauft und bar bezahlt haben, sich bei der KPI Regensburg zu melden. Es handele sich um einen Spaten der Marke Gardol, Typ Federspaten, Preis 17,95 bzw. 18,95 Euro.
LINK

Die Polizei scheint in Erwägung zu ziehen, dass ein zweiter baugleicher Spaten gekauft wurde, der allerdings bar bezahlt wurde.
Der Zeitungsartikel ist vom 16.01.2014


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Maria Baumer

29.06.2020 um 07:44
pinkpony schrieb:das Loch hat er möglicherweise bereits vorher gegraben.
Fraukie schrieb:Das wäre ein ziemlich kleines Zeitfenster.
Ich kann mir eigentlich nur vorstellen, dass das "Grab" vorbereitet war.
Ein Grab im Wald ausheben ist wirklich zeitraubend und anstrengend.
In diesem Artikel wird das Grab beschrieben.
Da unter anderem erwähnt wird, dass es um das Grab herum weitere Grabungslöcher gibt, spricht das mMn auch dafür, dass der Täter das Grab nicht erst in der Tatnacht gegraben hat, sondern vorher vorbereitet hat.

Das Grab war allerdings nicht groß genug, dass MB mit ganzer Körperlänge hineinpasste.
Bei voll ausgebildeter Totenstarre wäre es für den Täter also schwierig gewesen, die Leiche in das Grab zu bekommen.
Maria Baumer lag in einem Waldstück nahe Bernhardswald. Dort fanden Pilzsammler die skelettierte Leiche ausgerechnet an jenem Datum, an dem Maria Baumer ein Jahr zuvor heiraten wollte. Sie war in einer professionell ausgehobenen Grube vergraben, die weder besonders tief noch besonders groß war. Mit ihrer Größe von 1,80 Metern hätte sie in ausgestrecktem Zustand dort nicht vergraben werden können. An ihren sterblichen Überresten waren Löschkalkablagerungen. Nach MZ-Informationen war der Löschkalk möglicherweise nicht richtig angewendet worden und verfehlte deshalb wohl die Wirkung, den Körper der Toten „verschwinden“ zu lassen.Grabungslöcher im Umfeld der Grube könnten darauf hindeuten, dass länger nach einem passenden Platz gesucht wurde.
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Maria Baumer

30.06.2020 um 22:15
Ich hoffe es ist nicht zu sehr „off topic“, aber ich frage mich, wie CFs Leben in den letzten Jahren ausgesehen hat. Jeder aus seinem Umfeld der sich auch nur halbwegs mit ihm und den zur Disposition stehenden Vorwürfen befasst hat, müsste Argwohn und Abneigung verspürt haben.
Von den engsten Angehörigen vielleicht abgesehen.
Weiß jemand, ob er in irgendeiner Form gearbeitet hat?


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Maria Baumer

30.06.2020 um 22:21
@Vinni
Ist die Frage, ob er eine Art Berufsverbot bekommen hat wegen seiner Tat mit Bezug zur Arbeit. Aber das kam hier, soweit ich weiß, nie zur Sprache. Kann mir aber nicht vorstellen, dass er in seinem Beruf eine Anstellung gefunden hat. Wenn dann etwas Fachfremdes, würde ich vermuten.


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Maria Baumer

30.06.2020 um 22:51
Ich glaube auch nicht, dass er in seinem Beruf weiter arbeiten konnte. Er hat in den letzten Jahren in Wohnungen gelebt, die im Eigentum seines Bruders stehen. Wohnungen im Plural, da er wohl sehr oft das Bedürfnis verspürt hat, die Wohnung zu wechseln.
Da die Familie finanziell sehr gut aufgestellt ist, musste er sich um den grundlegenden Lebensunterhalt sicher keine Sorgen machen. Vielleicht hat er auf dem Reiterhof mitgeholfen.

Ich frage mich, wie stark er sich von der Tat ("wenn" er es war, es gilt schließlich noch die Unschuldsvermutung) dissoziert hat und ob es vielleicht doch noch eine Chance gibt, ihn derart zu triggern, dass er selbst seine Schuld eingesteht. Meiner Meinung ginge das nur bei einer möglichst umfassenden Rekonstruktion der Tatumstände.


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Maria Baumer

30.06.2020 um 23:11
Schneewi77chen schrieb:ch frage mich, wie stark er sich von der Tat ("wenn" er es war, es gilt schließlich noch die Unschuldsvermutung) dissoziert hat und ob es vielleicht doch noch eine Chance gibt, ihn derart zu triggern, dass er selbst seine Schuld eingesteht. Meiner Meinung ginge das nur bei einer möglichst umfassenden Rekonstruktion der Tatumstände.
Da er bereits einmal Geständig war, nämlich im Missbrauchsprozess (dazu noch gewinnbringend), könnte ich mir vorstellen, dass er sich ab einem gewissen Punkt auch hier dazu entschließen könnte. Er ist aber mit Sicherheit eher vom Typus „ich-sag-nur-das, was-Ihr-eh-schon-wisst“


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Maria Baumer

30.06.2020 um 23:16
emz schrieb am 27.06.2020:Worauf ich wirklich sehr gespannt bin, wie der Anwalt dessen Verbleib erklären will. Drei Tage vor der Tat hatte der Beschuldigte ein baugleiches Exemplar bei "Bauhaus" gekauft und mit Karte bezahlt.
Wenn er klug ist (oder auch nur auf den Anwalt hört), dann erklärt er das gar nicht.
Das ist keine handgefertigte Schmiedearbeit, sondern nen Massenprodukt.
Den darf er verleihen, verschenken, aufn Spermüll stellen, auch die Entsorgung auf einer wilden Müllkippe wäre noch "legaler" als Mord oder das Vergraben einer Leiche.

Solange an diesem Ding keine Spuren auftauchen (idealer Weise DNA, mindestens aber Faserspuren) die ihn als Person an diesen Spaten und folglich auch an den (vermutlich ja sekundären) Tatort binden ist die Beweiskraft von dem Teil, wie fast Alles in diesem Fall, ausschließlich im Gesamtkontext überhaupt nennenswert aussagekräftig.
Solange er dazu weiter nichts sagt muss sein Anwalt nur mal aus Spaß eine Zahl vorlegen wie viele von den Dingern in dem Zeitraum in dieser Region verkauft wurden.
PurePu schrieb am 27.06.2020:Ich weiß, man muss nicht so theatralisch sein, aber stell dir das echt mal vor. Du lebst mit deinem Verlobten endlich zusammen, freust dich auf die Hochzeit und der kauft nen Spaten, um dein Grab auszuheben und googelt, wie er dich am effektivsten um die Ecke bringen kann.
Ich frage mich tatsächlich wie tief solche Beziehungen überhaupt gehen.
Die beiden lebten zusammen und kannten sich nicht erst seit gestern.
Bisher war in Berichten in denen in einer "scheinbar intakten Beziehung" "plötzlich" einer den Anderen umgebracht hat im Nachhinein so einiges bis Oben voller Red Flags, die das Opfer entweder nicht sehen wollte, oder noch schlimmer:
Gesehen hat und dann vom Umfeld mitgeteilt bekam es solle sich nicht so üble Dinge einbilden, es seien nur kalte Füße usw..

Irgendwo war die Rede von 300 geladenen Hochzeitsgästen.
Vielleicht bin ich da nicht auf dem Laufenden, aber das klingt für mich schon nach etwas wo einem eine Menge Leute sagen "Krieg nun BLOSS keine kalten Füße."
Das ist ja schon ein Hochzeitsumfang der für mich nicht mehr ganz gewöhnlich klingt.

Mein Mann und ich haben damals zweimal gefeiert, weil der Raum und die Nutzung der Großküche kostenlos war (Saalmiete und Catering also wegfielen) und wir es deswegen gut fanden mit Familie und Freunden getrennt zu feiern.
Mit insgesamt etwas 60 Einladungen und allen "Bring gern jemanden mit." kamen wir bei beiden Feiern auf je etwa 40 Personen und das erschien mir schon ziemlich viel.

Aber 300 geladene Gäste klingt nach einer komplett anderen Hausnummer.
Aggie schrieb am 27.06.2020:Der Täter könnte jedoch die Kombination von 'Lorazepam plus Tramadol' verwendet haben, weil er darauf spekulierte, sich dadurch ein Erwürgen/Ersticken seines Opfers 'ersparen' zu können, und somit keine forensischen Spuren zu hinterlassen.
Das klingt mir bei jemandem der in seinem Arbeitsalltag alltäglich Lorazepam an geschwächte Patienten ausgibt von denen vermutlich auch viele Morphium erhalten haben (was 10x so stark ist wie Tramal) nicht so richtig wahrscheinlich.
Wenn er nicht nur nach "dem perfekten Mord" gegoogelt sondern auch gelesen hat, dann hätte er auch gewusst, dass z.B. ersticken mit einem Kissen oder so kaum Spuren hinterlässt und auch erwürgen am ehesten Welche, die mit "In Kalk vergraben" sehr schnell nicht mehr feststellbar gewesen wären.
Ich vermute eher, dass es so war wie @pinkpony befürchtet.. das es ihm nicht so sehr um Spurenvermeidung ging, sondern um die Hoffnung sich nicht "die Hände schmutzig machen" zu müssen.
Lindström schrieb am 27.06.2020:Es ist mühsam, hier intensiv über Pharmakologie zu diskutieren, insbes. den möglichen Wechselwirkungen.
Ist halt ein kompliziertes Feld, deswegen versuche ich ja die Fakten hier vereinfacht darzustellen ohne das Kontext verloren geht.
Lindström schrieb am 27.06.2020:Sofern hier kein Mediziner anwesend ist.
Am umfangreichsten könnte eh ein Pharmakologe das beurteilen.
Im Studium (Tiermedizin ist auch Medizin) waren unsere Vorlesungen und Prüfungen in Sachen Pharmakologie zwar recht umfangreich, aber natürlich nicht so allumfassend wie bei den Pharmazeuten.

Das ich mir dann zu der für Mediziner üblichen Literatur noch zusätzliche von den Pharmakologen besorgt habe ist, denke ich, recht normal.
Das man sich in ein Thema das einen auch persönlich betrifft tiefer vergräbt ist ja nur natürlich und deswegen hatte ich gleich 3 Gründe mich hier sehr intensiv einzuarbeiten.
1. ich wollt gern die Prüfung bestehen, vorzugsweise mit einer guten Note
2. ich hatte schon vor Beginn des Studiums geplant mich früh in dem Bereich zusätzlich aufzuschlauen, da u.A. Schmerztherapie in der Tiermedizin oft stiefmütterlich behandelt wird und Benzodiazepine meist nur bei Epilepsie und Angst vorm Autofahren genutzt werden. Diazepam und Lorazepam haben allein meinem Hund bereits zweimal das Leben gerettet in Situationen die mit Beidem nichts zu tun haben und bei denen ich "Humanmedizin" bzw "Humanpharmakologie" "anzapfen" musste um sinnvolle Medikations- und Therapiepläne für sie zu erstellen, mittlerweile haben da schon so einige Tiere von profitieren dürfen.
3. Da ich selbst mit Opioiden und Benzodiazepinen behandelt werde kann ich die Bücher, die in der Unibibliothek direkt vor meiner Nase stehen auch direkt mitessen mit all dem Stoff den ich eh verdauen musste. :)
Steppel schrieb:Ich hoffe, er legt noch ein Geständnis ab.
Damit würde ich nicht rechnen:
Mr.Stielz schrieb:Anwaltlich gut beraten wird er also schweigen und sich die Tat nachweisen lassen.
Solange er nicht gesteht kann er die Tatsache, dass die Beweislage ziemlich dünn ist für sich arbeiten lassen (oder drauf hoffen, dass dies geschieht).
emz schrieb:Ich habe nochmal in die PK vom Dezember reingehört. Hier sagt Staatsanwalt Rauscher, seiner Erinnerung nach handle es sich um eine Tiefe von 30 cm.
Das würde dann ja zu der Annahme von @Kreuzbergerin passen:
Kreuzbergerin schrieb am 27.06.2020:Der Spaten wurde am 22.05.2012 gekauft und Maria B. wurde wahrscheinlich in der Nacht vom 25. auf den 26.05.2012 getötet.
Der TV hätte also 4 Tage und/oder Nächte Zeit gehabt, ein Grab vorzubereiten.
30cm klingen wenig, aber wer schon mal versucht hat einen Hamster oder so zu beerdigen, der weiß, dass 30cm ziemlich viel sind, grade weil wir ja nicht von den Abmessungen eines Schuhkartons sprechen.
pinkpony schrieb:Hier ist es noch wichtig zu erwähnen, dass diese Schmelztabletten (Tavor Expidet) wesentlich schneller wirken als Tavor in Tablettenform, da der Wirkstoff direkt über die Mundschleimhaut aufgenommen wird.
Stimmt.
Deswegen nehme ich auch nicht an, dass er ihr was auf dem Grillfest untergeschoben hat. Das wäre viel zu riskant gewesen.
War das Tavor aber in einer Trinkflasche für den Rückweg, dann hat das zeitlich gepasst.
Also zumindest wenn man wie ich davon ausgeht, dass Maria nach diesem Grillfest nie wieder in der Wohnung gekommen ist.
pinkpony schrieb:Ich bin auch der Meinung, dass er bei seiner anderen Tat, als er die junge Frau sedierte, ebenfalls Tavor Expidet verabreichte. Ich suche gerade mal eine Quelle...
Müsste eigentlich.
Soweit ich weiß war die Rede von einem Tee indem das Tavor aufgelöst war.
In anderer Form neigen Benzodiazepine dazu fürchterlich bitter zu schmecken, andere Formen als diese Schmelztabletten auf diese Weise unterzujubeln dürfte schwierig sein.
pinkpony schrieb:Bei letzterem hoffe ich nicht, dass sie lebendig begraben wurde
Ich denke das hofft jeder aber ebenso wie Du sehe ich da eben auch andere Möglichkeiten
pinkpony schrieb:ziehe das aber leider in Erwägung
So wie Du den TV beschreibst kommt er mir eben leider auch vor.
Seine Verlobte umbringen ist eine Sache, aber "selbst physisch Hand anlegen", passt nicht wirklich zu ihm und zwar nicht aus "sympathischen" Gründen.
pinkpony schrieb:Ich betone an dieser Stelle nochmal, dass das Spekulationen sind.
Ich hoffe nur, dass es vor Gericht etwas mehr Substanz und etwas weniger Spekulationen geben wird.
pinkpony schrieb:Ein Freispruch wäre meiner Meinung nach eine absolute Katastrophe.
Ich denke ich kann ohne die Unschuldsvermutung zu verletzen äußern, dass die bisher bekannt gewordenen Taten dieses Mannes zumindest annehmen ließen, dass er auch bei einem Freispruch in der Mordsache früher oder später schon eine Tat finden wird, die ihn zumindest für eine Weile in den Knast verbringt.

Das gesamte Umfeld dort hat es ihm in der Vergangenheit sehr einfach gemacht extrem billig mit seinen Taten davon zu kommen.
Damit dürfte jetzt aus mehreren Gründen endgültig Feierabend sein.
emz schrieb:Der Titel ist darauf angelegt, dem Grauen, das dem Fall sowieso innewohnt, noch ein Sahnehäubchen aufzusetzen und zu fragen, ob Maria lebendig vergraben worden sein könnte, braucht man das?
Was die Presse angibt gebe ich Dir Recht, da tut das wirklich nicht Not.

Vor Gericht hoffe ich durchaus, dass sich auch damit befasst wird.
Bisher hat sich Vieles so gelesen als wäre die Staatsanwaltschaft bereit mit einer "könnte vielleicht sein Todesursache" vor Gericht aufzukreuzen.
"Vielleicht war das Lorazepam bereits tödlich."
dann diese völlig haltlose Behauptung aus dem Podcast:
Tramal und Lorazepam sei per Definition eine tödliche Kombination...

Schlimmer als keine wirklich handfesten Beweise zu haben ist es vor Gericht mit halbgarem "aber möglich wäre es" aufzusteppen.

Die Tatsache, dass die bisher bekannte Spurenlage auch die Möglichkeit mit sich bringt, das Maria gar nicht tot war als sie "verscharrt" wurde mag für die Angehörigen fürchterlich sein, aber für den Richter ist diese Information meiner Ansicht nach äußerst wichtig.
Denn diese Möglichkeit geht weit über "Der Zustand der Leiche machte die Feststellung einer Todesursache unmöglich." hinaus.
Es kann natürlich eine Todesursache geben, die einfach nicht mehr nachweisbar ist.
Für seine Beweiswürdigung sollte der Richter aber auch wissen, dass es sehr wohl möglich ist, dass das Opfer hier lediglich stark sediert und dann in einem "Grab" aus Erde und Kalk zum Sterben zurückgelassen wurde.
Ich zumindest denke schon, dass das in eine Urteilsfindung mit einfließen sollte, denn wenn es noch übler geht als seine Verlobte hinterhältig zu sedieren, wie auch immer zu töten und dann zu verscharren... dann ist diese Option doch mal ganz ohne Frage eines dieser Szenarien.
Seidenraupe schrieb:er soll ihr Schmerz- und Beruhigungsmittel verabreicht haben? oder gab es für Tramal ein ärztliches Rezept?
Soweit ich weiß war nur beim Lorazepam die Rede, dass es keine Verschreibung gab.
Der TV könnte aber wie gesagt versuchen damit zu argumentieren, dass Maria ihn genau deswegen um das Mittel gebeten hat.

Laut einem befreundeten Apotheker gibt es noch unglaublich viele Menschen, die u.A. eine Verschreibung von Benzodiazepinen als eine Art "Brandmarkung" in ihrer Krankenakte wahrnehmen und das obwohl das eigentlich kaum noch eine Rolle spielt, wenn man nicht grade Pilot oder Ähnliches ist.
Schneewi77chen schrieb:Ich frage mich, wie stark er sich von der Tat ("wenn" er es war, es gilt schließlich noch die Unschuldsvermutung) dissoziert hat und ob es vielleicht doch noch eine Chance gibt, ihn derart zu triggern, dass er selbst seine Schuld eingesteht. Meiner Meinung ginge das nur bei einer möglichst umfassenden Rekonstruktion der Tatumstände.
Ich bin nicht psychologisch geschult und weiß nicht mehr als Bücher und ein gewisser Instinkt mir zur Verfügung stellen kann, bin also bestenfalls "informierter Laie".
Aber ich sehe in dem TV tatsächlich eher nicht die Sorte Mensch bei der es viel Sinn ergibt an ein möglicher Weise irgendwo vergrabenes Gewissen zu appellieren.
Wenn der Nachweis der Tat vor Gericht gelingt und das Urteil auch eingelegten Rechtsmitteln "standhält" ist das ggf sogar besser so.
Das was sich bisher so rekonstruieren lässt ist doch für die Angehörigen bereits alles andere als angenehm.
Ich denke nicht, dass ein Geständnis das besser machen würde, eher das dabei noch weitere Details zu Tage kommen die nichts ändern außer Marias Familie noch mehr Grauen und Schmerz zuzufügen.


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Maria Baumer

30.06.2020 um 23:36
Vinni schrieb:Da er bereits einmal Geständig war, nämlich im Missbrauchsprozess (dazu noch gewinnbringend), könnte ich mir vorstellen, dass er sich ab einem gewissen Punkt auch hier dazu entschließen könnte.
Damals gab es aber Zeugen und ein Geständnis brachte ihm Vorteile. Hier muss man ihm alles nachweisen. Ich denke er wird dabei bleiben und so wie sein Anwalt ihm rät schweigen.


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Maria Baumer

30.06.2020 um 23:52
Fraukie schrieb:Mein Mann und ich haben damals zweimal gefeiert, weil der Raum und die Nutzung der Großküche kostenlos war (Saalmiete und Catering also wegfielen) und wir es deswegen gut fanden mit Familie und Freunden getrennt zu feiern.
Mit insgesamt etwas 60 Einladungen und allen "Bring gern jemanden mit." kamen wir bei beiden Feiern auf je etwa 40 Personen und das erschien mir schon ziemlich viel.

Aber 300 geladene Gäste klingt nach einer komplett anderen Hausnummer.
In meinem Bekanntenkreis sind 200-400 geladene Gäste Standard. Da beide in der Gemeinde bekannt und zum Teil auch sehr aktiv waren, denke ich, dass es problemlos auf so viele Gäste hinauslief. Es schickt sich einfach nicht xy nicht einzuladen und da man ja auch selbst immer eingeladen wird muss man das auch. Finanziell scheint es ja auch kein Problem gewesen zu sein. Aber außergewöhnlich finde ich die Zahl überhaupt nicht,wie gesagt, für Menschen die in über religiösen Gemeinde aktiv sind.


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Maria Baumer

01.07.2020 um 00:19
Fraukie schrieb:Wenn er klug ist (oder auch nur auf den Anwalt hört), dann erklärt er das gar nicht.
Deshalb fragte ich ja, wie das sein Anwalt erklären will. Sicher lässt sich alles entkräften, aber wenn es dann in der Indizienkette passt, dann wird es schwierig. Es soll wohl hierzu noch weiterreichende Ergebnisse geben.
Fraukie schrieb:Bisher war in Berichten in denen in einer "scheinbar intakten Beziehung" "plötzlich" einer den Anderen umgebracht hat im Nachhinein so einiges bis Oben voller Red Flags, die das Opfer entweder nicht sehen wollte, oder noch schlimmer:
Gesehen hat und dann vom Umfeld mitgeteilt bekam es solle sich nicht so üble Dinge einbilden, es seien nur kalte Füße usw..
Wenn du einen Psychopathen zum Partner hast, hast du kaum eine Chance, ihn zu durchschauen. Weil sie emotionslos sind, verstehen sie es hervorragend dich glaubwürdig anzulügen. Deshalb bestehen sie gerne Lügendetekotor-Tests
Fraukie schrieb:Bisher hat sich Vieles so gelesen als wäre die Staatsanwaltschaft bereit mit einer "könnte vielleicht sein Todesursache" vor Gericht aufzukreuzen.
Schlimmer als keine wirklich handfesten Beweise zu haben ist es vor Gericht mit halbgarem "aber möglich wäre es" aufzusteppen.
Die Aussage von Rauscher lautet: "Wir wissen nicht, ob es direkt durch eine Überdosis Lorazepam zum Tod kam, oder ob die Geschädigte anderweitig getötet wurde".
Fraukie schrieb:Für seine Beweiswürdigung sollte der Richter aber auch wissen, dass es sehr wohl möglich ist, dass das Opfer hier lediglich stark sediert und dann in einem "Grab" aus Erde und Kalk zum Sterben zurückgelassen wurde.
Wofür es keinen Beweis gibt, gibt es auch nichts zu würdigen.


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Maria Baumer

01.07.2020 um 00:34
SkylarBlue schrieb:In meinem Bekanntenkreis sind 200-400 geladene Gäste Standard. Da beide in der Gemeinde bekannt und zum Teil auch sehr aktiv waren, denke ich, dass es problemlos auf so viele Gäste hinauslief.
So sehe ich das auch. Da kommen die Verwandten, die Mitglieder der Vereine, in denen man ist, ehemalige Mitschüler, Studienkollegen, Arbeitskollegen, Nachbarn usw. Auf dem Dorf ist das so.


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Maria Baumer

01.07.2020 um 00:52
Kreuzbergerin schrieb:Das Grab war allerdings nicht groß genug, dass MB mit ganzer Körperlänge hineinpasste.
Bei voll ausgebildeter Totenstarre wäre es für den Täter also schwierig gewesen, die Leiche in das Grab zu bekommen.
Maria Baumer lag in einem Waldstück nahe Bernhardswald. Dort fanden Pilzsammler die skelettierte Leiche ausgerechnet an jenem Datum, an dem Maria Baumer ein Jahr zuvor heiraten wollte. Sie war in einer professionell ausgehobenen Grube vergraben, die weder besonders tief noch besonders groß war. Mit ihrer Größe von 1,80 Metern hätte sie in ausgestrecktem Zustand dort nicht vergraben werden können. An ihren sterblichen Überresten waren Löschkalkablagerungen. Nach MZ-Informationen war der Löschkalk möglicherweise nicht richtig angewendet worden und verfehlte deshalb wohl die Wirkung, den Körper der Toten „verschwinden“ zu lassen.Grabungslöcher im Umfeld der Grube könnten darauf hindeuten, dass länger nach einem passenden Platz gesucht wurde.
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Nachdem ich meine euthansierten Hunde im Garten meiner Eltern 2010 und 2019 begraben habe, weiß ich was für ein Akt es ist, ein Grab in Gelände mit Wurzeln zu schauffeln. Da wundert es mich nicht, dass es Probegrabungen gegeben hat.

Was mich aber nach wie vor wundert, ist, dass eine 1,80 m lange Leiche einer molligen Person in einer 30 cm tiefen und viel zu kurzen Grube bei den ganzen Suchmassnahmen nicht eher gefunden wurde.
Da wäre es spannend zu wissen, wie die Chemikalien auf Hundenasen wirken, sprich: kommt der Leichengeruch noch durch den Geruch der chemischen Reaktion durch oder wird er von dieser überlagert?
Fraukie schrieb:30cm klingen wenig, aber wer schon mal versucht hat einen Hamster oder so zu beerdigen, der weiß, dass 30cm ziemlich viel sind, grade weil wir ja nicht von den Abmessungen eines Schuhkartons sprechen.
Genau so ist es. Bei uns sind für Haustierbestattungen irgendetwas um die 70cm Tiefe vorgeschrieben, soll wohl irgendetwas mit der Zersetzung durch Bodenlebewesen zu tun haben.

Im Wald braucht man ja erstmal ne Fläche, die überhaupt lang genug ist. Und wie tief man dann bei den ganzen Wurzeln selbst mit dem schärfsten Spaten kommt, weiß man dann vorher ja auch nicht...


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Maria Baumer

01.07.2020 um 01:13
Trine schrieb:Genau so ist es. Bei uns sind für Haustierbestattungen irgendetwas um die 70cm Tiefe vorgeschrieben, soll wohl irgendetwas mit der Zersetzung durch Bodenlebewesen zu tun haben.
Und mit Tierverbiss.

Das scheint mir auch der Hauptgrund zu sein, warum im Wald vergrabene Leichen irgendwann wieder an die Oberfläche kommen und so gefunden werden können.


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Maria Baumer

01.07.2020 um 01:37
@Fraukie
Ich bin nicht psychologisch geschult und weiß nicht mehr als Bücher und ein gewisser Instinkt mir zur Verfügung stellen kann, bin also bestenfalls "informierter Laie".
Aber ich sehe in dem TV tatsächlich eher nicht die Sorte Mensch bei der es viel Sinn ergibt an ein möglicher Weise irgendwo vergrabenes Gewissen zu appellieren.
Wenn der Nachweis der Tat vor Gericht gelingt und das Urteil auch eingelegten Rechtsmitteln "standhält" ist das ggf sogar besser so.
Das was sich bisher so rekonstruieren lässt ist doch für die Angehörigen bereits alles andere als angenehm.
Ich denke nicht, dass ein Geständnis das besser machen würde, eher das dabei noch weitere Details zu Tage kommen die nichts ändern außer Marias Familie noch mehr Grauen und Schmerz zuzufügen./quote]


Danke für Deine Antwort! Ich kann nachvollziehen, was Du meinst. Mir ging es auch nicht um ein "vergrabenes Gewissen", auch nicht um das Gewissen als Konstrukt sondern eher darum, ob und wie er die Tat (so er sie begangen hat) verarbeitet hat. Ich bin trotz meines Studiums hier auch nur Laie, da ich den Angeklagten nicht persönlich kenne. Ich habe jedoch die Vermutung, dass da noch einiges arbeitet, was man aufgreifen kann.

Du hast sicherlich recht: mehr Details wären schmerzhaft. Gerade bei der Trauerbegleitung habe ich jedoch die Erfahrung gemacht, dass nahe Angehörige eher dazu tendieren alles wissen zu wollen. Das erleichtert vielen die tiefergehende Verarbeitung, weil man sich so auf lange Sicht weniger mit kreisenden Gedanken nach dem Wie und Warum beschäftigt. Zugleich würde ein Geständnis auch die Angst vor einem potenziell an Kleinigkeiten scheiternden Indizienprozess nehmen.


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Maria Baumer

01.07.2020 um 06:19
Vinni schrieb:Da er bereits einmal Geständig war, nämlich im Missbrauchsprozess (dazu noch gewinnbringend), könnte ich mir vorstellen, dass er sich ab einem gewissen Punkt auch hier dazu entschließen könnte. Er ist aber mit Sicherheit eher vom Typus „ich-sag-nur-das, was-Ihr-eh-schon-wisst“
Er hat im Missbrauchsprozess sicher nicht ausgesagt um sein Gewissen zu bereinigen oder seinen Opfern irgendetwas zu ersparen - sondern weil es ganz einfach zu seinem Vorteil war. Die Beweislage war erdrückend und mit einer Aussage konnte er darauf hoffen, den Richter und andere Prozessbeteiligte milde zu stimmen.
Auch im Mordprozess wird er meiner Meinung nach das tun, was für ihn von Vorteil ist. Nur ist das in diesem Falle Schweigen oder Lügen, weil die Indizienlage durchaus auf einen Freispruch oder eine Verurteilung wegen Totschlags hoffen lässt, während die Tat wahrscheinlich ein Mord war.

Auf eine Aussage die zur Aufklärung des Falles beiträgt, würde ich jedenfalls nicht hoffen. Wir werden von ihm weder etwas über das Motiv, noch über den Tatablauf erfahren.


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Maria Baumer

01.07.2020 um 07:57
Fraukie schrieb:Wenn er klug ist (oder auch nur auf den Anwalt hört), dann erklärt er das gar nicht.
Das ist keine handgefertigte Schmiedearbeit, sondern nen Massenprodukt.
Den darf er verleihen, verschenken, aufn Spermüll stellen, auch die Entsorgung auf einer wilden Müllkippe wäre noch "legaler" als Mord oder das Vergraben einer Leiche.

Solange an diesem Ding keine Spuren auftauchen (idealer Weise DNA, mindestens aber Faserspuren) die ihn als Person an diesen Spaten und folglich auch an den (vermutlich ja sekundären) Tatort binden ist die Beweiskraft von dem Teil, wie fast Alles in diesem Fall, ausschließlich im Gesamtkontext überhaupt nennenswert aussagekräftig.
Solange er dazu weiter nichts sagt muss sein Anwalt nur mal aus Spaß eine Zahl vorlegen wie viele von den Dingern in dem Zeitraum in dieser Region verkauft wurden.
Es scheint beim TV damals wieder ein baugleicher Spaten aufgetaut zu sein.
Jener Spaten wurde bei einer Durchsuchungsaktion zunächst nicht im Haus gefunden, soll aber dann später wieder aufgetaucht sein. Die Staatsanwaltschaft bestätigte gegenüber der MZ, dass das Thema Spaten in den Ermittlungen eine bedeutende Rolle spiele, machte aber keine weiteren Angaben dazu.
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In diesem Artikel vom 16.01.2014 wird ein Zeugenaufruf veröffentlicht, in der die Polizei Personen, die im Bauhaus Regensburg einen bestimmten Spaten gekauft haben, aufruft sich zu melden.
Kreuzbergerin schrieb:Zu diesem Spaten gibt es einen Zeugenaufruf:
Außerdem bittet die Polizei, Personen, die im Zeitraum vom Juni 2011 bis Juni 2013 bei der Firma Bauhaus Regensburg einen Spaten gekauft und bar bezahlt haben, sich bei der KPI Regensburg zu melden. Es handele sich um einen Spaten der Marke Gardol, Typ Federspaten, Preis 17,95 bzw. 18,95 Euro.
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Die Polizei scheint in Erwägung zu ziehen, dass ein zweiter baugleicher Spaten gekauft wurde, der allerdings bar bezahlt wurde.
Der Zeitungsartikel ist vom 16.01.2014


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Maria Baumer

01.07.2020 um 10:28
emz schrieb:Deshalb fragte ich ja, wie das sein Anwalt erklären will.
Wie gesagt, ich vermute eher, dass der Anwalt das damit abtut, dass weder der Kauf eines identischen Massenproduktes noch dessen Verlust irgendwas zur Sache tut, da der Spaten am Tatort ja nicht mal dem TV zugeordnet werden könne.
Wenn da nu aber noch ein "Doppelgängerspaten" aufgetaucht ist, der vielleicht sogar nach der Tat gekauft wurde, dann wirds schwierig für die Verteidigung.
emz schrieb:Wenn du einen Psychopathen zum Partner hast, hast du kaum eine Chance, ihn zu durchschauen. Weil sie emotionslos sind, verstehen sie es hervorragend dich glaubwürdig anzulügen.
Ich nehme mal an wir meinen das Gleiche obwohl die Literatur die Definitionen von Psychopathie und Soziopathie oft schon fast beliebig austauscht.

Üblich ist es bei solchen Leuten aber eher, dass sie die Fassade des Charmeurs und "guten Kerls" nur auf eine gewisse Distanz aufrecht halten können. Deswegen gelten die Ted Bundys und Co dieser Welt bei Nachbarn, Arbeitgebern und Co auch üblicher Weise als diese "ganz Netten", aber engere Beziehungen gibt es entweder nicht oder der Partner weiß nach einige Zeit sehr wohl wen bzw. was er da vor sich hat bzw ahnt es zumindest.
Dem kann auch solch ein Psycho- bzw Soziopath nur bei einem äußerst oberflächlichen oder seltenst anwesendem Partner verbergen können und das scheint mir nicht auf Maria zu passen.
Viel mehr befürchte ich, dass sie durchaus mal Vertrauten gegenüber angedeutet hat "Irgendwas ist hier komisch." aber, ggf auch mit Verweis darauf, dass man eine Hochzeit dieser Größe nicht "mal eben" absagt oder verschiebt.
Denn jeder der ihm nicht so nahe stand, ihre Familie eingeschlossen hat ihn ja auch nach ihrem Verschwinden noch schon annähernd Lehrbuchhaft in Schutz genommen.
emz schrieb:Die Aussage von Rauscher lautet: "Wir wissen nicht, ob es direkt durch eine Überdosis Lorazepam zum Tod kam, oder ob die Geschädigte anderweitig getötet wurde".
Ich denke eben, das es klug wäre einfach bei der Aussage, dass die Todesursache nicht mehr feststellbar ist zu bleiben, statt mehr und mehr in "könnte dies oder könnte jenes" abzudriften,
Reichen dem Richter die Indizien aus um das Tötungsdelikt als hinreichend erwiesen anzusehen, dann ist die Aussage, dass hier Anstrengungen unternommen wurden die Todesursache möglichst schwer erkennbar zu machen als ziemlich schwerwiegender Hinweis auf eine recht umfangreiche Planung angesehen werden könnten.
Dieser Rückschluss könnte im Prozess nützlicher sein als Spekulationen, die die Verteidigung dann auch noch widerlegen kann.
emz schrieb:Fraukie schrieb:
Für seine Beweiswürdigung sollte der Richter aber auch wissen, dass es sehr wohl möglich ist, dass das Opfer hier lediglich stark sediert und dann in einem "Grab" aus Erde und Kalk zum Sterben zurückgelassen wurde.

Wofür es keinen Beweis gibt, gibt es auch nichts zu würdigen.
Das gilt ja zum Glück nicht nur für Beweise, sondern auch für Indizien.
Wären hier nur handfeste Beweise von Bedeutung, dann gäbe es vermutlich keinen Prozess, denn die sind mehr als nur mager.
Trine schrieb:Was mich aber nach wie vor wundert, ist, dass eine 1,80 m lange Leiche einer molligen Person in einer 30 cm tiefen und viel zu kurzen Grube bei den ganzen Suchmassnahmen nicht eher gefunden wurde.
Trine schrieb:Da wäre es spannend zu wissen, wie die Chemikalien auf Hundenasen wirken, sprich: kommt der Leichengeruch noch durch den Geruch der chemischen Reaktion durch oder wird er von dieser überlagert?
Grade Leichenspürhunde sind ja darauf trainiert menschliche Überreste zu suchen.
Je nach chemischer Verbindung wird dieser Geruch nicht nur hinreichend maskiert, manch chemische Verbindung kann für die Hundenase auch so reizend sein, dass Suchhunde dieser Fährte sogar explizit aus dem Weg gehen.
Kreuzbergerin schrieb:Es scheint beim TV damals wieder ein baugleicher Spaten aufgetaut zu sein.

Jener Spaten wurde bei einer Durchsuchungsaktion zunächst nicht im Haus gefunden, soll aber dann später wieder aufgetaucht sein. Die Staatsanwaltschaft bestätigte gegenüber der MZ, dass das Thema Spaten in den Ermittlungen eine bedeutende Rolle spiele, machte aber keine weiteren Angaben dazu.
Vielleicht ist das ja was, das die Anklage in der Hand hat und bisher nicht öffentlich macht.
Wenn der TV z.B. auf Überwachungsbändern dabei beobachtbar ist, wie er nach der tat oder gar nach dem Leichenfund und der Frage "Wo ist eigentlich Dein Spaten?" noch mal so einen gekauft und bar bezahlt hat, dann ist das natürlich auch kein echter Beweis, aber ein weiteres Indiz bei dem sich der Richter dann seinen Teil denken kann.
Eine regelmäßige Tätigkeit bei der er dringend einen Spaßen benötigt dürfte bei dem TV ja bekannt sein, so sie existiert.
Kreuzbergerin schrieb:In diesem Artikel vom 16.01.2014 wird ein Zeugenaufruf veröffentlicht, in der die Polizei Personen, die im Bauhaus Regensburg einen bestimmten Spaten gekauft haben, aufruft sich zu melden.
Hm. das klingt irgendwie komisch.
Es dürfte doch eine Logistikabteilung geben, die die Auskunft wann, wo wie viele davon verkauft und sogar welche bar und welche anderweitig gezahlt wurden zuverlässiger bereit hält.

Vielleicht werden hier z.B. Zeugen gesucht, die sich bereiterklären nachstellen zu lassen wie gut sich die Überwachungskameras zur individuellen Identifizierung eignen oder so.
Na da stelle ich mal die Spekulation ein und hoffe, dass dieser zweite Spaten eine Geschichte mitbringt, die dem TV das gewünschte "Alibi" nicht geben kann, sondern er da eher so einen "Damoklesspaten" erworben hat, der sich zu seinen Ungunsten in die Indizienkette einreiht.

Als großer Fan des Rechtsstaates könnte ich hier tatsächlich nach bisherigen Infos Beides nachvollziehen:

Einen Richter der sagt "Sorry, aber bei der dünnen Beweislage muss ich aus Mangel an Beweisen freisprechen."
aber eben auch einen der sagt:
"Die Indizienkette ist mir dicht genug, ich gehe mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass die Planung und Durchführung dieses Mordes durch keine andere Person plausibel erklärbar ist und spreche den Angeklagten deswegen schuldig."

Beides könnte ich nachvollziehen, im Falle eines Schuldspruches nehme ich an, dass der TV alle ihm zur verfügung stehenden Rechtsmittel ausschöpfen wird, grade weil tatsächlich eine kleine Chance besteht, dass ein anderer Staatsanwalt und ein anderer Richter, die "Beweislage" anders beurteilen.


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Maria Baumer

01.07.2020 um 10:36
Falstaff schrieb:Auf eine Aussage die zur Aufklärung des Falles beiträgt, würde ich jedenfalls nicht hoffen. Wir werden von ihm weder etwas über das Motiv, noch über den Tatablauf erfahren.
Wenn er Maria Baumer wirklich geliebt hat, von Herzen also, dann ist er es ihr schuldig, die Wahrheit vor Gericht zu sagen. Die ganze Wahrheit.

Egal was ihm seine Anwälte oder möglicherweise Familienangehörige raten mögen.

CF ist kein durch und durch verdorbener Mensch. Falls er mit dem Tod Marias zu tun hat (Unfall, Totschlag, Mord) , plagt ihn das schlechte Gewissen deswegen ohnehin.
Sein Leben zu meistern mit einem schlechten Gewissen und der zusätzlichen Gewissheit, vor Gericht nicht die Möglichkeit genutzt zu haben, reinen Tisch zu machen, würde ihn sein Leben lang begleiten. Und belasten.

Ich sehe durchaus die Möglichkeit, dass er zur Aufklärung beiträgt, wenn man ihm klar macht, dass das für einen selber auch entlastend sein kann.

Schuld und Sühne.....das ewige Motto der Menschheit.....
Ich denke, er weiß inzwischen, wie leicht einem das Leben entgleiten kann, wenn man keinen reinen Tisch macht. Wenn man eine Fassade aufrechterhalten muss (der "erfolgreiche" Medizinstudent, weil es wohl von der Familie so erwartet wurde; der glückliche Verlobte an der Seite einer erfolgreichen und ehrgeizigen jungen Frau -- ein Leben wie aus dem Bilderbuch vorgezeichnet.....und er als "Versager" muss die Fassade aufrechterhalten, muss eine Rolle spielen, die drei Nummern zu groß für ihn ist....


(es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung; alles GEsagte bezieht sich auf den nicht unwahrscheinl Fall, dass er mit dem Tod Marias ursächlich in Verbindung zu bringen ist)


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Maria Baumer

01.07.2020 um 11:00
@Seidenraupe
Ich weiß ja nicht, in welcher Seifenblase du lebst, aber das, was du da schreibst, wird definitiv nicht passieren. Da verwette ich alles. Er wird dusselig dreinschauen und mit dem Blick, eines benommenen Hündchens das Geschehen im Gericht verfolgen. Er wird Angaben zu seiner Person machen und beim letzten Wort brav sagen, dass er es nicht war. Fertig.


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Maria Baumer

01.07.2020 um 11:04
Seidenraupe schrieb:Wenn er Maria Baumer wirklich geliebt hat, von Herzen also, dann ist er es ihr schuldig, die Wahrheit vor Gericht zu sagen. Die ganze Wahrheit.
Sorry, aber das ist ein wenig kitschig und realitätsfremd.

Wenn er sie wirklich geliebt hätte, hätte er sie nicht umgebracht, als sie ihm in die Quere kam.

Ein Gerichtssaal ist kein Beichtstuhl, wo es darum geht sein Gewissen zu erleichtern. Vor Gericht geht es für einen Angeklagten hauptsächlich darum, das Beste für sich herauszuholen. Und das erreicht er am Besten indem er schweigt oder lügt.


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