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Der Fall Sonja Engelbrecht

18.379 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Verschwunden, München, 1995, Sonja Engelbrecht
migrantbird
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Der Fall Sonja Engelbrecht

31.05.2016 um 23:23
muss den Beitrag von mir um 23:01 Uhr in einem Punkt korrigieren, edit nicht mehr möglich..

sollte selbstverständlich nicht Süd- sondern Nordkorea heißen... *räusper
wobei, auch in Südkorea gehts sicher bei Vernehmungen heftiger zu, als hier... *grins


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Der Fall Sonja Engelbrecht

31.05.2016 um 23:24
@migrantbird
Insgesamt werden nun einmal die meisten Gewaltverbrechen im Familienkreis begangen, deswegen spricht nichts dagegen, Aussagen von Freunden (vor allem dann, wenn sie übereinstimmen) ernst zu nehmen.

Ich habe in einem ähnlichen Zusammenhang auch schon absolut grobes Verhalten von der Polizei erlebt. Hinterher entschuldigte sie sich, aber ich fand es nachvollziehbar, denn wenn es um ein mögliches Verbrechen geht, dann müssen Höflichkeit und Rücksichtnahme eben warten, bis die Fakten feststehen.


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migrantbird
ehemaliges Mitglied

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Der Fall Sonja Engelbrecht

31.05.2016 um 23:30
@Noella
nun hab ich per se nichts einzuwenden, gegen die 'von Innen nach Außen'-Devise, aber da ging so einiges in die Binsen und hat für mich halt, so wie es sich darstellt, kaum Verhältnismäßigkeit.

Zudem, mal weg von Vermisstenanzeigen und Mordfällen, Kriminaler sind ja in der Regel auch etwas fitter in den Sachen, aber was Schupos angeht, ich kenne so einige Stories, da glaubste die machen da nen 1€Job.
Ich selbst habe schon Aussagen gehört, und Erlebnisse geschildert bekommen speziell von Frauen, da kriegste die Wut. Grenzt schon an Menschenverachtung!
Aber OT. Sorry


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Cosmo69
ehemaliges Mitglied

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Der Fall Sonja Engelbrecht

31.05.2016 um 23:38
@migrantbird
Ich weiß gar nicht ob wir so das Licht der Welt sind (bildeten sich ja die Römer mal ein) ich glaube (hier erlaube ich mir mal zu glauben) das einige Täter auf Grund wie das Polizeilich
läuft(gerade hier bei Almyfällen) davon gekommen sind obwohl es klar war was Sache gewesen
ist !


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Der Fall Sonja Engelbrecht

31.05.2016 um 23:41
@migrantbird
Du behauptest hier, dass die StA das angeblich immer so sagen müsste, wie sie es vor ein paar Beiträgen zitiert wurde, weil sie quasi dazu verpflichtet wäre.

Das ist so jedoch nicht richtig.

Die StA hat schon etwas mehr Möglichkeiten, sie kann beispielsweise einzig und allein nur sagen, dass bestimmte Personen nicht unter Verdacht stehen, sie kann aber auch weiter gehen und sagen, dasss deren Schilderung in sich schlüssig ist und durch Zeugenaussagen belegt sind.

Letzteres ist ein deutliches stärkere Bestätigung dafür, dass die die Ermittler meinen, dass die Aussagen mit höherer Wahrscheinlichkeit der Wahrheit entspricht, als wenn "nur" gesagt wird, dass jemand nicht unter Verdacht stünde.

Auch für mich zeigen schon das Wenige, was man der Engelbrecht-Seite entnehmen kann, dass hier die Ermittler mit ihrer Einschätzung höchstwahrscheinlich richtig liegen. Denn beispielsweise diese langsame Entwicklung die Pinkelpause immer wichtiger zu nehmen, zeigt, wo ein Zeuge ein banales Erlebnis plötzlich als mögliche Lösung ansieht und dann dieser immer in seiner Sichtweise mehr Gewicht bekommt. Eigentlich sehr typisch für einen zeugen, der Abend noch tagelang durch den Kopf gegangen ist und nach einer möglichen Lösung sucht. Im anderen Fall, wenn das nur eine Ausrede wäre, hätte derjenige es sich von vornherien zurecht gelegt und sie von vornherein in ihrer Gewichtung auch erzählt. Wie gesagt, auch der Dumme-Jungen-Streich sagt mir, dass - zumindest bis dahin - nichts außergewöhnliches vorgefallen war. Klar gibt man so einen Streich ungern zu und versucht ihn zu verschweigen, es menschelt halt sehr bei solchen Zeugenbefragungen.

Und wie gesagt, man muss davon ausgehen, dass Markbert mit der Tram gefahren ist, er konnte den fahrer beschreiben. Und wenn man das Zeitfenster dann ansieht, wie soll da noch ein Verbrechen reinpassen?

Und im Gegensatz zu den Ermittlern kennen wir hier nur ganz wenig aus den Zeugenbefragungen und da wollen wir näher an der Wahrheit sein? Etwas vermessen oder?


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Cosmo69
ehemaliges Mitglied

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Der Fall Sonja Engelbrecht

31.05.2016 um 23:45
Vor Sonjas Fall habe ich mich kaum mit realen Verbrechen beschäftigt, jetzt denke ich mal
das viel mehr Täter die Kurve bekommen als wir überhaupt Gefängnisse haben .

Tja die Realität ist hard, das Leben kein Kinderspiel !


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Cosmo69
ehemaliges Mitglied

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Der Fall Sonja Engelbrecht

31.05.2016 um 23:49
@SCMP77
Menscheln in allen Ehren (wirklich ) aber NICHT wenn ein MENSCH getötet wurde oder verschwunden ist !


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migrantbird
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Der Fall Sonja Engelbrecht

31.05.2016 um 23:50
@Cosmo69 schrieb:
Cosmo69 schrieb:(...) ich glaube (hier erlaube ich mir mal zu glauben) das einige Täter auf Grund wie das Polizeilich läuft(gerade hier bei Almyfällen) davon gekommen sind obwohl es klar war was Sache gewesen ist !
Och, da müssen wir uns nix vormachen, es gibt mehr unaufgeklärte Verbrechen, als aufgeklärte, lieber @Cosmo69 :(
Sich da was schön zu reden, von wegen Justizia macht das schon, wäre dumm. Ich möchte gar nicht wissen, wieviel Verbrechen gar nicht erst zum Fall werden, ob lösbar oder nicht.
Der Mensch ist halt ein Raubtier mit Verstand, und leider häufig moralisch völlig degeneriert.


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Der Fall Sonja Engelbrecht

31.05.2016 um 23:53
Cosmo69 schrieb:Menscheln in allen Ehren (wirklich ) aber NICHT wenn ein MENSCH getötet wurde oder verschwunden ist !
Doch, auch dann. Auch dann erzählt man als Zeuge ungern einen Dummen-Jungen-Streich, der selber auch nichts mit dem Verschwinden zu tun haben kann, aber in Wirklichkeit ein deutliches Zeichen wäre, das bis dahin nichts vorgefallen war. Das Verschweigen sind ganz natürliche menschliche Verhaltensweisen.


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Der Fall Sonja Engelbrecht

31.05.2016 um 23:54
Das große Problem hier ist ja vor allem, dass niemand hier weiß, was mit Sonja passiert ist. Im Grunde wissen wir noch nicht einmal, ob es überhaupt ein Verbrechen gab.


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Cosmo69
ehemaliges Mitglied

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Der Fall Sonja Engelbrecht

31.05.2016 um 23:57
@Noella

Doch , Sonja ist einem Kapitalverbrechen zum Opfer gefallen, glaub es mir .
Unfall-Suizid ist praktisch ausgeschlossen !


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Cosmo69
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Der Fall Sonja Engelbrecht

01.06.2016 um 00:03
@Noella
Diese Melancholie Stimmung Sonjas halte ich für gekünstelt, da kenne ich nicht die Verbindungen
vom Rosen Robert , Markbert und den Schelling Jungs, das kommt mir bös komisch vor !


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Der Fall Sonja Engelbrecht

01.06.2016 um 00:51
Cosmo69 schrieb:Doch , Sonja ist einem Kapitalverbrechen zum Opfer gefallen, glaub es mir .
Wir wollten doch nicht mehr glauben ;) Nein, ernsthaft: Die Polizei geht ja auch von Mord aus. Aber irgendwo muss sie ja trotzdem sein.


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migrantbird
ehemaliges Mitglied

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Der Fall Sonja Engelbrecht

01.06.2016 um 00:55
@SCMP77 schrieb:
SCMP77 schrieb:Du behauptest hier, dass die StA das angeblich immer so sagen müsste, wie sie es vor ein paar Beiträgen zitiert wurde, weil sie quasi dazu verpflichtet wäre.
Ich zitiere mich (meine Spekulationen) mal selbst als Antwort und bitte auch dich in Zukunft, dies mit meinen Aussagen zu tun, solltest du dich darauf beziehen mögen, okay? Ist dann genauer und einfacher ggf Mißverständnisse auszumerzen bzw. gar nicht erst aufkommen zu lassen ;)

@migrantbird schrieb:
migrantbird schrieb:mal darüber nachgedacht, dass die Polizei mit dieser Aussage so in die Öffentlichkeit treten mußte, weil sie keine verwendbaren Indizien gegen die Behauptung der drei Jungs finden konnte? Rein spekulativ(!) und durchaus nicht selten in Fällen, in denen Angehörige in der Öffentlichkeit so offensiv vorgehen, wie die Engelbrechts.

>>
das kann durchaus der Fall sein, und ist auch für mich nicht unwahrscheinlich. Ausserdem können selbst innerhalb eines Kommissariats Meinungen zu Zeugen und Verdächtigen auseinandergehen, gerade wenn es keine belastbaren und verwertbaren Indizen gibt. Trumpf bei öffentlichen Stellungnahmen hat meist der in der Hirachie Höhergestellte, bzw. die politisch tragbare Meinung, ohne jetzt nen :aluhut: aufsetzen zu wollen.

UND:

migrantbird schrieb:
migrantbird schrieb:Rein spekulativ gehe ich davon aus, dass Anwalt der Familie Markbert wahrscheinlich mit Vehemenz auf die öffentliche Klarstellung aufgrund der Unschuldsvermutung gepocht hat.Wahrscheinlich weil der gesamten Polizeidienststelle sonst ne Disziplinarstrafe gedroht hätte...!

Das kommt häufiger vor, als man denkt, ohne dass das nach aussen an die große Glocke gehängt wird.>> wäre ja auch sonst irgendwie kontraproduktiv.. :D so nach dem Motto: der Rechtsanwalt/Staatsanwalt/ die Umstände nötigen mich das zu sagen... :ask: wär blöd ne?

@SCMP77 schrieb
SCMP77 schrieb:Die StA hat schon etwas mehr Möglichkeiten, sie kann beispielsweise einzig und allein nur sagen, dass bestimmte Personen nicht unter Verdacht stehen, sie kann aber auch weiter gehen und sagen, dasss deren Schilderung in sich schlüssig ist und durch Zeugenaussagen belegt sind.

Ist mir durchaus bewußt, dass es da rhetorische Differenzierungen gibt, und ich habe immer klar gesagt, dass die Zeugenaussagen der drei Jungs, die uns bekannt sind, sich decken, für viele schlüssig und somit diese offzielle Meinung state of confession sind. Tatsache ist aber auch, dass es Aussagen anderer mutmaßlicher Zeugen (Hausbewohner) gibt, die anders lauten und die nie in einen Zeugen-/Vernehmungsstatus erhoben, gar von vorneherein als irrelevant bezeichnet, wurden. Warum? Darf ich mich darüber wundern, wo doch ohnehin die zugängliche Faktenlage in dem Fall für uns, UND die Familie, ob der mangelhaften Akteneinsicht, äußerst dürftig ist, und es von allen befragten Zeugen mehr als eine Aussage gab, die nachträglich revidiert worden ist, wobei man sich wiederum fragt: Warum? Darf ich das merkwürdig finden, zumal es sich um Aussagen handelt, die längere Zeit zu fälschlichen Verdächtigungen der Schwester führten und ein... hmm, sagen wir mal, zwielichtiges Bild auf eine junge verschollene Frau warfen und die Ermittlungen sicher nicht zielstrebig voran führten? Das ist kein Mensch ärgere dich nicht-Spiel, es ging hier um eine Freundin der Zeugin und den Umstand bereits maßlos vergeudeter Zeit, um sie zu finden.

@SCMP77 schrieb:
SCMP77 schrieb:Denn beispielsweise diese langsame Entwicklung die Pinkelpause immer wichtiger zu nehmen, zeigt, wo ein Zeuge ein banales Erlebnis plötzlich als mögliche Lösung ansieht und dann dieser immer in seiner Sichtweise mehr Gewicht bekommt. Eigentlich sehr typisch für einen zeugen, der Abend noch tagelang durch den Kopf gegangen ist und nach einer möglichen Lösung sucht. Im anderen Fall, wenn das nur eine Ausrede wäre, hätte derjenige es sich von vornherien zurecht gelegt und sie von vornherein in ihrer Gewichtung auch erzählt.

netter Versuch bezugnehmend auf das Konzept, dass für einen Zeugen, der die Wahrheit sagt, somit glaubwürdig ist, stets ein wichtiger Indikator ist, ob er über den Hergang sinniert, bei der Befragung überlegend mitwirkt etc. ;)
Aber hier liegt das geringfügig anders:
Markbert hat ja nicht über die Umstände der Pinkelpause sinniert, sein Hirn gemartert, um plausible Hinweise auf eben dieses Austreten zu finden, vllcht gar noch auf direkte Nachfrage der Beamten, er hat schlicht und ergreifend diese erst einmal nicht erwähnt, obwohl Sonjas Beklommenheit ob des beobachtet Fühlens ihm hinsichtlich ihres Verschwindens wie ein Alarm im Kopf geschrillt haben muss, sondern sich dann noch mehrmalig vertan, wo dies geschehen sein soll ( ich habe in einem vorangegangenen post schon einmal dargelegt, wie unrealistisch das auf dieser paar minütigen, geraden Strecke zum SMP inmitten eines zentralen Stadtgebietes bzgl. dieses Gebüsches mit angrenzendem Parkplatz ist.
Somit ist das für mich kein Zeichen von, wie du es nennst "menscheln" im Sinne von 'huch, was bin jetzt verwirrt!', sondern eher ein "menscheln" im Sinne von 'scheiße, wie krieg ich glaubwürdig die Kurve zum "bösen schwarzen Mann", der in die Rechnung rein muss, damit ich nicht doof da steh.'
M.E. einfach nicht realistisch in so nem simplen, aber entscheidenen Sachverhalt auch nur irgendetwas zu verpeilen, wenn man nicht gerade mehrer Promille hatte.

Ich glaube auch, dass der gute Mann in die Tram gestiegen ist, ganz ehrlich!
Ich glaube auch nicht, dass er und die Jungs S. um die Ecke gebracht haben, aber ich glaube, dass es, was den Abend, die Stimmung zwischen S. und Markbert, evtl. die Beteiligung Dritter vllcht. zwielichtiger Personen, die Schellingstraße und das ein oder andere Detail der Zeugenaussagen der drei angeht, nicht der 100%igen Wahrheit entspricht, was zu Protokoll kam, auch wenn man es ihnen nicht nachweisen konnte.


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01.06.2016 um 04:20
migrantbird schrieb:(Ich habe in einem vorangegangenen post schon einmal dargelegt, wie unrealistisch das auf dieser paar minütigen, geraden Strecke zum SMP inmitten eines zentralen Stadtgebietes bzgl. dieses Gebüsches mit angrenzendem Parkplatz ist.
Menschen sind aber unterschiedlich. Mich könntest Du am nächsten Tag befragen wie Du möchtest, aber ich würde Dir keine genauen Ortsangaben machen können. Weil ich es einfach nicht kann. Mein Orientierungsvermögen ist ganz schlecht-

Ich weiß nun nicht, ob es auf der Strecke mehrere Gebüsche gibt-

Aber: Wir dürfen nicht vergessen, dass Markbert nicht sofort, sondern erst mit Wochen Verspätung befragt worden ist. In der Zeit war der Junge im Urlaub, hat sicher viel erlebt und entsprechend war die Episode sicher schon verblasst.
Und, wie ja @SCMP77 schon schrieb: Wenn Markbert oder alle Jungen etwas mit dem Verschwinden von Sonja zu tun gehabt hätten, hätten sie sehr viel Zeit gehabt, sich Geschichten auszudenken und einzuüben.
migrantbird schrieb:Tatsache ist aber auch, dass es Aussagen anderer mutmaßlicher Zeugen (Hausbewohner) gibt, die anders lauten und die nie in einen Zeugen-/Vernehmungsstatus erhoben, gar von vorneherein als irrelevant bezeichnet,
Da kennen wir natürlich auch nur wieder eine Seite, und wir wissen nicht, wie die Vernehmungen verlaufen sind.
Sie werden ja auch erst Wochen später mit der Polizei gesprochen haben, die Frage ist dann halt, wie zuverlässig Erinnerungen dann noch sein können - weiß man wirklich, an welchem Tag es um wieviel Uhr Wochen zuvor in der Wohnung obendrüber nicht laut war?


Dazu kommt noch ein Punkt auf der Homepage der Eltern, den ich nicht verstehe:
Die Mieter unter Julians Wohnung, wie auch deren Freunde und Freundinnen kannten Sonja von früher.
Waren sie Bekannte von Sonjas Eltern, oder woher kannten sie Sonja? Waren sie in ihrem Alter? Und wären sie damit nicht auch automatisch NICHT die von @Cosmo69 so vermissten neutralen Zeugen?

Ich weiß natürlich nicht, ob die beiden Schelling-Jungen wirklich gedealt haben und ob da überhaupt in der Clique was mit Drogen lief. Jugendliche sind ja meist ziemlich gut darin, ihre Eltern zu täuschen, und deswegen ist das alles natürlich auch nicht ausgeschlossen. Einen 14-jährigen Dealer, der noch dazu dauernd Besuch von "zwielichtigen Gestalten" bekommt, kann ich mir allerdings nicht so gut vorstellen. Und in Bezug auf Sonja muss man sich dann natürlich auch an diesem Punkt entscheiden: War sie so naiv, zurückhaltend und unsicher, wie die Eltern sie schildern? Oder war sie eher eine durchaus erlebnisbereite Person mit eigenem Dickkopf, wie sie der User @MonacoFranze_ hier schildert? Hätte sie eventuell ein Drogenexperiment interessant gefunden oder wäre sie nicht doch eher gegangen?
Wir können uns darüber eigentlich gar kein Urteil erlauben, sondern nur aus dem, was wir in Medien lesen und sehen Teile nehmen und zu uns daraus eine jeweils eigene Sonja zusammensetzen. Und natürlich eigene Markberts und Schelling-Jungs.
Die Gefahr besteht jedoch, ihnen furchtbar Unrecht zu tun (und das auch noch quasi öffentlich). Vielleicht war der 14-Jährige ein abgebrühter Dealer. Vielleicht war er auch nur ein halbes Kind, das nichts Schlimmes gemacht hat und die Nachbarn interpretierten in ganz normale Geschehnisse zu viel hinein.

Für mich ist trotz allem maßgeblich, was die Kripo sagt. Und selbst wenn es so wäre, wie @migrantbird sagt, nämlich dass sie anwaltlich gezwungen worden wäre, die Jungs als nicht verdächtig zu bezeichnen: Nagel hat noch mehr gesagt, nämlich, dass er davon ausgeht, dass Sonja am Platz in ein Auto gestiegen ist. Dazu nun aber kann ihn kein Anwalt der Welt zwingen.


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01.06.2016 um 06:09
@Noella
Noella schrieb:Für mich ist trotz allem maßgeblich, was die Kripo sagt. Und selbst wenn es so wäre, wie @migrantbird sagt, nämlich dass sie anwaltlich gezwungen worden wäre, die Jungs als nicht verdächtig zu bezeichnen: Nagel hat noch mehr gesagt, nämlich, dass er davon ausgeht, dass Sonja am Platz in ein Auto gestiegen ist. Dazu nun aber kann ihn kein Anwalt der Welt zwingen.
Gestern hatten wir das Thema, weshalb wohl eventuelle Zeugen der Familie vorenthalten worden sein könnten. Oben, das ist z.B. wieder das beste Beispiel dafür. Wenn die Polizei nicht das ermittelt, was man gerne hätte, dann wird es eben so gedreht, dass die Polizei anwaltlich dazu gezwungen wurde. Wie wäre es dann erst irgendwelchen Zeugen ergangen, falls sie Entlastendes über Markbert ausgesagt hätten? Hätten die Zeugen gelogen wie die Mädels oder wie dieser Schellingjunge, der sich bereit erklärt hatte, bei XY den Abend zu beschreiben?

@Suburbia
Suburbia schrieb:was haben die Aussagen der Mädels mit 'neutralen Zeugen' zu tun?
Damit ist deine Frage hoffentlich beantwortet. Ich demonstrierte anhand den Aussagen der Mädels nur, wie schnell man als Lügner oder nicht glaubhaft dargestellt werden könnte, wenn die Aussage nicht in die gewünschte Theorie passen würde.


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Der Fall Sonja Engelbrecht

01.06.2016 um 07:32
Noella schrieb:Die Mieter unter Julians Wohnung, wie auch deren Freunde und Freundinnen kannten Sonja von früher.
Noella schrieb:Waren sie Bekannte von Sonjas Eltern, oder woher kannten sie Sonja? Waren sie in ihrem Alter? Und wären sie damit nicht auch automatisch NICHT die von @Cosmo69 so vermissten neutralen Zeugen?
Genau das würde mich auch interessieren. In welchem Alter waren sie? Woher kannten sie Sonja? Es hieß ja von früher. Waren es einmal Mitschüler von Sonja? Kindergartenfreunde? Wohnten sie früher in Laim? Kannten sie sich aus irgendeinem Sportverein oder ähnlichem? Wo waren diese Jungs an diesem Abend?


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Der Fall Sonja Engelbrecht

01.06.2016 um 08:19
@migrantbird

Du stellst hier gewagte Spekulationen auf, dass beispielsweise die Ermittler/StA so in die Öffentlichkeit treten "musste". Das ist reinste Spekulation und vermutlich beding durch die lebensfremden Krimis, welche meist im TV laufen.

Was meinst Du denn könnte der Anwalt von Marbert ausrichten? Dienstaufsichtsbeschwerde? Lächerlich, nenne mir mal einen Fall, bei dem durch einen Dienstaufsichtsbeschwerde eine StA gezwungen wurde, etwas zur ENTLASTUNG zu behaupten. Ein Anwalt kann max. nur erreichen, dass man denjenigen öffentlich als nicht verdächtig ansieht. Alles was darüber hinaus geht, kann man nicht erzwingen, es sei denn es entspricht der Tatsache und der Anwalt könnte es in einer gerichtlichen Auseinandersetzung auch beweisen.

Schau Dir beispielsweise mal den Fall Daniela Kammerer an, hat da der Anwalt irgend etwas derartiges erreicht, obgleich er Dienstaufsichtbeschwerden und Klagen gegen das Cold-Case-Team geführt hat. Erreicht wurde letztendlich nur, dass man ihn auf der U-Haft entlassen hat, mehr aber auch nicht, obgleich es sich hier um ein unfähiges Team gehandelt hat und auch die Probleme der Justiz aufgezeigt wurden, dass U-Haft-Gründe von den Gerichten nicht wirklich auf ihre Plausibilität hin überprüft wird.

Und was Du da spekulierst über die Pinkelpause ist ebenfalls durch nichts gedeckt. Wenn man das so annimmt, wie Du es meinst, warum erwähnt er überhaupt die Pinkelpause. Die ist für ihn weder entlastend noch belastend. Und warum die banale altägliche Pinkeölpause angeblich wie ein Alarm von Anfang an in seinem Kopf geschrillt haben soll, ist eine reine Vermutung, welche keinerlei Basis hat. Bei Banalitäten schrillen nicht die Alarmglocken, weil es alltäglich ist, dass sich Frauen beim Austreten in Gebüschen sehr häufig beobachtet fühlen. Und bei solchen Vorgängen schaut man auch nicht genau hin, wo jemand austritt, dass man dann Schwierigkeiten hat, diesen Ort wieder zu identifizieren, liegt gerade bei dieser speziellen Sache auf der Hand. Eher sollte man stutzig werden, wenn derjenige dann ganz genau auf Anhieb diese Stelle wiedererkennen kann.

Und mal eine Frage an Dich, warum meinst Du, hat er diese Begebenheit nicht von Anfang an erzählt? Kann es nicht sein, dass ihm dieser banale Vorgang erst später einfiel oder warum hat er das dann plötzlich behauptet?
migrantbird schrieb:Ich glaube auch nicht, dass er und die Jungs S. um die Ecke gebracht haben
Gut, dann sind das alles Dinge, die wir über zig-Seiten sprechen, welche zur Sache nichts beitragen.
migrantbird schrieb:, aber ich glaube, dass es, was den Abend, die Stimmung zwischen S. und Markbert, evtl. die Beteiligung Dritter vllcht. zwielichtiger Personen, die Schellingstraße und das ein oder andere Detail der Zeugenaussagen der drei angeht, nicht der 100%igen Wahrheit entspricht, was zu Protokoll kam, auch wenn man es ihnen nicht nachweisen konnte.
Dass man nicht alles bei diesen Zeugenaussgen sagt, sagen kann oder auch sagen will, ist relativ normal. Ob da noch Dritte beteilgt waren, ist wieder einen reine Spekulation von Dir und die Stimmung, ja die wird sicherlich nicht 100%ig so wiedergebenen worden sein, wie sie wirklich war. Ein Beleg liefert der Dumme-Jungen-Streich. Aber wie die Ermittler sagen, dass ist alles nicht tatrelevant und daher wenig von Interesse. Eine 100%ig richtige Zeugenaussage wirst Du in keinem Fall finden, Zeugen schönen, dramatisieren, vereinfachen und erfinden etwas (meist unbewusst) hinzu. Wir haben eben kein fotografisches Gedächtnis, versuchen Erinnerungslücken unbewusst gedanklich zu füllen. Eigentlich ist unser Gedächtnis gar nicht dafür wirklich geeignet, verläßliche Zeugenaussagen zu liefern, das wird aber leider von Gerichten nicht immer so gesehen. Lies Dir mal den Artikel bzgl. Zeugenaussagen im ersten Spiegelheft des Jahres durch.


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Der Fall Sonja Engelbrecht

01.06.2016 um 09:12
oh oh hier wird es ja ganz schön hitzig

Aber ich denke, die Eltern bezw. der Vater haben sich auf M eingeschossen, weil sich der Trambahnfahrer nicht an ihn erinnern kann.


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Der Fall Sonja Engelbrecht

01.06.2016 um 09:15
Aber ich denke, die Eltern bzw. der Vater haben sich auf M eingeschossen, weil sich der Trambahnfahrer nicht an ihn erinnern kann.
Kann ich sehr gut verstehen. Wir waren kürzlich zu einer Hochzeit eingeladen und als meine Schwägerin der Bedienung erklärte, dass sie ein paar Tage zuvor auch schon mit einer Gesellschaft da gewesen sei, meinte diese: "Oh, daran kann ich mich nicht mehr erinnen. Da waren so viele Gäste da." Das lag erst ein paar Tage zurück. Der Trambahnfahrer dürfte aber erst viel später befragt worden sein und da er vielleicht seine Fahrgäste nicht bewusst oder gar nicht anschaut, ist es nicht verwunderlich.

Deshalb finde ich es immer wieder genial, dass sich diese Nachbarin in der Schellingstraße an den Tag und die Uhrzeit erinnern konnte. Respekt. Sie scheint sowieso ein enormes Wahrnehmungsvermögen zu haben. Sie beobachtete auch, dass Julian die Straßenseite wechselte als er ein Suchplakat von Sonja sah. :)
SCMP77 schrieb:Zeugen schönen, dramatisieren, vereinfachen und erfinden etwas (meist unbewusst) hinzu. Wir haben eben kein fotografisches Gedächtnis, versuchen Erinnerungslücken unbewuss
Da passt dieser Beitrag von SMP77 sehr gut.


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