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Der Fall Sonja Engelbrecht

19.446 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Wald, Verschwunden ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Fall Sonja Engelbrecht

26.11.2021 um 00:07
Zitat von Ivy1986Ivy1986 schrieb:Aber durch die Aussage schließe ich einen Serienmörder auch aus, der wird das nicht leichtfertig gesagt haben.
Ich bin da zwiegespalten- immerhin hat die Staatsanwaltschaft keine Anklage gegen den letzten Begleiter erhoben. Auch ein Top- Ermittler kann mal falsch liegen.


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Der Fall Sonja Engelbrecht

26.11.2021 um 00:09
Zitat von ColdcasesColdcases schrieb:Sie haben das Thema Serienmörder weder bestätigt noch dementiert. Bis Heute.
Für mich ist das jetzt vollkommen offen, ob es ein Serienmörder war, oder nicht.

Wenn der Oberschenkelknochen von Sonja auch abgesägt wurde und womöglich noch vor der Ablage tiefgefroren, wie die Leichenteile von Kristin, war es zumindest ein Doppelmörder. Warten wir diesbezüglich auf das Gutachten der Rechtsmedizin.
Von Bettina hat man bis heute keine Überreste gefunden.


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26.11.2021 um 00:12
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:Für mich ist das jetzt vollkommen offen, ob es ein Serienmörder war, oder nicht.
Natürlich. Nach wie vor total offen. Die Presse greift nach dem Knochenfund das Thema natürlich jetzt wieder auf, damit Sie etwas zu schreiben haben. Aber das sind alte Kamellen die vor 20 Jahren schon in Betracht gezogen worden sind und nix Neues.


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Der Fall Sonja Engelbrecht

26.11.2021 um 00:22
Zitat von ColdcasesColdcases schrieb:Die Presse greift nach dem Knochenfund das Thema natürlich jetzt wieder auf, damit Sie etwas zu schreiben haben. Aber das sind alte Kamellen die vor 20 Jahren schon in Betracht gezogen worden sind und nix Neues.
Immerhin wird deshalb von Amts wegen wieder nachgeforscht und das kann nur hoffen lassen.
Es ist ein Fortschritt, mehr im Moment nicht .


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26.11.2021 um 00:24
Zitat von StradivariStradivari schrieb:Immerhin wird deshalb von Amts wegen wieder nachgeforscht und das kann nur hoffen lassen.
Es ist ein Fortschritt, mehr im Moment nicht .
Ja, schrieb ich ja auch schon. Was das Thema betrifft hat Social Media durchaus auch seine Vorteile. Da wird es sicher eine Dokumentation geben, die Polizei ermittelt wieder, die Suche wird sicherlich wenn die Witterung angemessen ist, weiter gehen. Und das ist gut so.


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26.11.2021 um 00:26
Zitat von abberlineabberline schrieb:@IreneAdler
Denkst Du, dass das eher eine Waldgegend für Ortskundige ist, oder sieht man von der Autobahn zb gleich, dass da viel Wald und Ruhe ist. Denn wenn da Hütten und Co sind,, weiss man als Ortsunkundiger ja nie, wie denn so der Verkehr dort ist, wieviel Wanderer da täglich rumlaufen, immerhin stand der Frühling ja quasi direkt vor der Tür
Puuh, schwer zu sagen. Also, man sieht jetzt von der Autobahn aus schon, dass das bewaldetes Gebiet ist. Man fährt da quasi ja mitten durch. Ab Höhe Rasthof Köschhing führt die A9 direkt durch den Köschinger Forst. Kurz danach kommt der Kindinger Berg, wenn man den rauffährt, steht der Wald links und rechts schon bis an die Leitplanke. Das sind diese getrennten PKW/LKW Spuren, die jemand hier schon mal beschrieben hatte. Wenn man den dann auf der anderen Seite runterkommt, sieht man die bewaldeten Hügel vom Altmühjura. Aber wie weit sich das wirklich ins Hinterland zieht, dass da auch noch viel Wald ist und nur eher kleine Dörfer, das sieht man jetzt rein als Vorbeifahrender nicht wirklich. Und Pfahldorf, in dessen Nähe ja der Knochen gefunden worden ist, ist schon ziemlich Hinterland - also, das muss man definitiv wissen, das ist nichts was man mal so findet, wenn man schnell von der A9 abfährt. Ich gehe daher schon davon aus, falls dies wirklich der Ablageort ist und der Knochen nicht durch einen absoluten Zufall da hingekommen ist, dass ein möglicher Täter sich da rudimentär ausgekannt haben muss. Ich denke da z.B. auch irgendwie an einen LKW-Fahrer, Lieferanten, Vertreter oder einfach jemand, der die Strecke dort und auch im Umland öfter fuhr, da der Fundort auch genau zwischen zwei großen Rasthöfen auf der A9 liegt (Kösching und Greding).


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26.11.2021 um 00:27
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:. Auch ein Top- Ermittler kann mal falsch liegen.
So sehe ich das auch. Und ebenso die Eltern, Geschwister usw., wenn sie sagen, er/sie wäre nie.. hätte nie..

Man weiß eben die Umstände vor der Tat nicht u. in welcher Gefühlslage sich die vermisste Person oder das Opfer befunden hat.
Somit ist es möglich, von gelebten Prinzipien abweichend zu Handeln.


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26.11.2021 um 00:28
Habe mir gerade die Fotos angesehen. Auf Bild 1 sieht man wie nahe die Telefonzelle von der Haltestelle entfernt ist. Auch befinden sich direkt vor der Haltestelle einige Parkmöglichkeiten. Bitte schaut euch das Foto an. Ich habe mir die Lokalität ganz anders vorgestellt.


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26.11.2021 um 00:30
Zitat von MarinopayMarinopay schrieb:Habe mir gerade die Fotos angesehen. Auf Bild 1 sieht man wie nahe die Telefonzelle von der Haltestelle entfernt ist. Auch befinden sich direkt vor der Haltestelle einige Parkmöglichkeiten. Bitte schaut euch das Foto an. Ich habe mir die Lokalität ganz anders vorgestellt.
Mir sind die Örtlichkeiten bekannt. Vor der Telefonzelle bis zur Tramhaltestelle sind es selbst auch nur ein Katzensprung. Ist mir nach wie vor ein Rätsel, wie anscheinend nicht Ortskundige das über Jahre hier im Thread, die Aussagen von Robert immer wieder anzweifeln mussten. Aber nun gut.


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26.11.2021 um 01:06
Zitat von Ivy1986Ivy1986 schrieb:Und ich glaube auch nicht an die Theorie, dass sie um 3 Uhr noch mit irgendeinem Barkeeper o.ä. verabredet war. Sie wollte an dem Abend eigentlich gar nicht weggehen, weil sie müde war. Da wird sie wohl kaum noch mehrere Verabredungen getroffen haben und spontan über Handy gab es damals noch nicht. Das müsste sie schon zu Hause ausgemacht haben oder unterwegs zufällig jemanden getroffen haben, was aber auch recht unwahrscheinlich ist, da man in München einfach nicht an jeder Ecke zufällig Bekannte trifft. In meinen Augen ist das einfach zu weit hergeholt, dass sie da mit irgendeinem Unbekannten verabredet war, der sich auch bis heute nie bei der Polizei gemeldet hat, mal angenommen der ist nicht der Täter, sondern hätte vergeblich auf sie gewartet.
Ja, aber was wenn der Unbekannte überhaupt nichts von seinem Glück wusste? Nur mal angenommen, sie weiß, in der Kneipe X arbeitet irgendein hübscher Typ, der ihr gefällt. Der muss von ihrer Schwärmerei überhaupt nichts wissen, ergo muss da auch nichts vorab ausgemacht oder sich zufällig getroffen werden. Sie weiß, der arbeitet da jeden Abend bis um X Uhr in der Nacht. Spontan sah sie die Gelegenheit, allein dorthin loszuziehen. Ohne Robert, auch ohne Freundinnen, die in so einem Fall vielleicht eine Konkurrenz bedeutet hätten. Ich hab das früher auch öfter gemacht, weil ich und eine Freundin einen bestimmten Typen in einer bestimmten Disco heiß fanden. Sind dann noch mitten in der Nacht da hin, weil wir wussten, der wird da 100% sein. Ich kann mich auch noch erinnern, dass wir dann versucht haben, eine bestimmte andere Freundin loszuwerden, von der wir dachten, dass sie uns da in die "Quere" kommen könnte, und dann erstmal in den Bus Richtung heim eingestiegen und eine Halte gefahren sind, nur um dann auszusteigen und hintenrum mit der anderen Linie wieder zurückzufahren. Und im Endeffekt sah das dann bloß so aus, dass man dann da hockte mit einem Drink und den Kerl anhimmelte von Ferne, und der hätte im Leben nicht gewusst, dass da zwei Mädels nur seinetwegen da sind. Ergo sich auch bei keiner Polizei als Zeuge o.Ä. hätte melden können, wenn was passiert wäre.

OK, Sonja wollte ursprünglich nicht weggehen, aber in dem Alter ändert man schnell seine Meinung, grade wenn sich irgendwie spontan eine Gelegenheit ergibt. Sie fasst vielleicht schon in der Wohnung den Plan mit dem Ablenkungsmanöver durch den Schwester-Anruf; das wird ihr aber ausgeredet oder sie merkt, dass es besser ist, damit noch zu warten bis sie aus der Wohnung draußen ist, oder vielleicht stimmt das so auch gar nicht. Jedenfalls schickt sie Robert on the way sobald sich die Gelegenheit bietet, mit dem Ziel, auf eigene Faust noch irgendwohin loszuziehen. Mir fallen da spontan einige Locations ein, wo damals noch was los gewesen wäre und wo man sich relativ sicher hätte sein können, dort immer dasselbe Klientel anzutreffen, vom Personal bis Publikum.


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26.11.2021 um 01:48
Lt einem Artikel aus der Süddeutschen vom 20.05.1995 gab es im Vorfeld ja die Aktion mit der Rose, die ein abgewiesener Verehrer bei ihr ablegte. Weiss man, wer das war? Vermutlich, da das später nicht mehr erwähnt wurde.
Zum potentiell "gutsituierten, älteren Herrn" : lt dem Artikel damals ging Sonja gern ins Backstage, Pulverturm etc, also eher in Alternative, Dark Wave und Co Clubs damals. Das unterscheidet sie dann doch vermutlich von den beiden anderen beiden Frauen, die verschwanden.
Es gab in den 90ern am SM Platz wohl eine Drogenszene, die aber auch überprüft wurde
Der Fall Sonja Engelbrecht - Zeitungsartikel, Links, Berichterstattung (Beitrag von ARWEN1976)


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26.11.2021 um 02:11
Zitat von abberlineabberline schrieb:Lt einem Artikel aus der Süddeutschen vom 20.05.1995 gab es im Vorfeld ja die Aktion mit der Rose, die ein abgewiesener Verehrer bei ihr ablegte. Weiss man, wer das war? Vermutlich, da das später nicht mehr erwähnt wurde.
Ja, das war ein anderer Robert, also nicht ihr angeblich letzter Begleiter. Der hat da etwas mit der Rose selbst gebastelt und nach ihrem Ableben dann auch zugegeben, dass das von ihm stammte.

Hier die Passage von der "offiziellen" Suchseite:
Robert wurde kurz nach Sonjas Verschwinden von ihrer älteren Schwester Silvia im “Tilt” angetroffen. Auf die Rose angesprochen, gab er zu, diese Rose eigenhändig bemalt und dort abgelegt zu haben. Des Weiteren das er am Ostersonntag früh um 4:40 Uhr (also 5 Tage nach Sonjas Verschwinden) bei Sonjas Eltern angerufen habe (als sie den Telefonhörer abnahmen, war die Anwahl bereits unterbrochen). Trotz angebrachter Suchplakate beim Eingang des o.g. Lokals, wollte er von ihrem Verschwinden nichts gewusst haben. Zur Sache meinte er, dass Sonja labil sei und möglicherweise Selbstmord begangen habe und des Weiteren, dass Robert (der letzte Begleiter) wohl wisse wo sie sei.
Quelle: http://sonja-engelbrecht.de/kurz-vor-sonjas-verschwinden



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26.11.2021 um 02:11
Zitat von IreneAdlerIreneAdler schrieb:Ja, aber was wenn der Unbekannte überhaupt nichts von seinem Glück wusste? Nur mal angenommen, sie weiß, in der Kneipe X arbeitet irgendein hübscher Typ, der ihr gefällt. Der muss von ihrer Schwärmerei überhaupt nichts wissen, ergo muss da auch nichts vorab ausgemacht oder sich zufällig getroffen werden. Sie weiß, der arbeitet da jeden Abend bis um X Uhr in der Nacht. Spontan sah sie die Gelegenheit, allein dorthin loszuziehen. Ohne Robert, auch ohne Freundinnen, die in so einem Fall vielleicht eine Konkurrenz bedeutet hätten. Ich hab das früher auch öfter gemacht, weil ich und eine Freundin einen bestimmten Typen in einer bestimmten Disco heiß fanden. Sind dann noch mitten in der Nacht da hin, weil wir wussten, der wird da 100% sein. Ich kann mich auch noch erinnern, dass wir dann versucht haben, eine bestimmte andere Freundin loszuwerden, von der wir dachten, dass sie uns da in die "Quere" kommen könnte, und dann erstmal in den Bus Richtung heim eingestiegen und eine Halte gefahren sind, nur um dann auszusteigen und hintenrum mit der anderen Linie wieder zurückzufahren. Und im Endeffekt sah das dann bloß so aus, dass man dann da hockte mit einem Drink und den Kerl anhimmelte von Ferne, und der hätte im Leben nicht gewusst, dass da zwei Mädels nur seinetwegen da sind. Ergo sich auch bei keiner Polizei als Zeuge o.Ä. hätte melden können, wenn was passiert wäre.
Die Freundinnen von Sonja waren aber doch gar nicht wie in deinem Fall dabei. Wie hätten sie ihr also eine Konkurrenz sein können?
Es spricht nichts dafür das Sonja ihre Freundinnen los werden wollte. Ganz im Gegenteil, sie hat ja sogar noch versucht sie dazu zu gewinnen das sie an dem Abend mitkommen. Das ging ja von ihr aus, dass sie ihre Freundinnen mitnehmen wollte. Nicht von Robert.

Meiner Meinung nach klingt das recht unnötig umständlich. Wenn Sonja Lust gehabt hätte eine Bar oder Kneipe zu besuchen in der ein Schwarm arbeitet, dann hätte sie das ganz einfach machen können. Dazu braucht sie weder Robert, noch ihre Freundinnen. Das hätte keiner von denen jemals mitbekommen. Und selbst wenn, wäre Sonja ihnen keine Rechenschaft schuldig gewesen wie sie ihren Abend verbringt.

Sonja hatte auch einen Freund (keinen festen Freund), mit dem sie sich in der letzten Zeit vor ihrem Verschwinden öfters getroffen hatte und den sie ganz gut fand. Daraus wäre vielleicht etwas geworden, wenn sie nicht verschwunden wäre.
Zitat von abberlineabberline schrieb:Lt einem Artikel aus der Süddeutschen vom 20.05.1995 gab es im Vorfeld ja die Aktion mit der Rose, die ein abgewiesener Verehrer bei ihr ablegte. Weiss man, wer das war? Vermutlich, da das später nicht mehr erwähnt wurde.
Ja, es ist bekannt wer das war. Derjenige heißt auch Robert. Es ist aber nicht der gleiche Robert.


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Der Fall Sonja Engelbrecht

26.11.2021 um 02:20
Zitat von DwarfDwarf schrieb:Die Freundinnen von Sonja waren aber doch gar nicht wie in deinem Fall dabei. Wie hätten sie ihr also eine Konkurrenz sein können? Es spricht nichts dafür das Sonja ihre Freundinnen los werden wollte. Ganz im Gegenteil, sie hat ja sogar noch versucht sie dazu zu gewinnen das sie an dem Abend mitkommen. Das ging ja von ihr aus, dass sie ihre Freundinnen mitnehmen wollte. Nicht von Robert.
Ja eben! Nach dem Motto, Gelegenheit macht Diebe. Sie wollte nicht weggehen, ist aber dann doch. Sie wollte, dass die Freundinnen mitkommen, die wollten aber nicht. Vielleicht hat Sonja irgendwann (in der Wohnung?) einfach erkannt, dass das auch ganz praktisch sein kann: "Hm, wenn ich jetzt noch irgendwie elegant Robert loswerde, könnt ich glatt mal im XY schauen, ob dieser nette Typ da ist, ohne dass mir die A und die B, die sonst immer mit abhängen, da in die Quere kommen".

Für eine 19jährige in München zu Beginn der Osterferien nachts um 3 kein ungewöhnlicher Gedankengang, wie ich finde.


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26.11.2021 um 02:48
Zitat von IreneAdlerIreneAdler schrieb:Ja eben! Nach dem Motto, Gelegenheit macht Diebe. Sie wollte nicht weggehen, ist aber dann doch. Sie wollte, dass die Freundinnen mitkommen, die wollten aber nicht. Vielleicht hat Sonja irgendwann (in der Wohnung?) einfach erkannt, dass das auch ganz praktisch sein kann: "Hm, wenn ich jetzt noch irgendwie elegant Robert loswerde, könnt ich glatt mal im XY schauen, ob dieser nette Typ da ist, ohne dass mir die A und die B, die sonst immer mit abhängen, da in die Quere kommen".

Für eine 19jährige in München zu Beginn der Osterferien nachts um 3 kein ungewöhnlicher Gedankengang, wie ich finde.
Prinzipiell ist das nicht ungewöhnlich. Ich kenne es auch, das man irgendwo hin ging und hoffte dort einen Schwarm zu treffen. Das kann ich soweit gut nachvollziehen.

Aber Freundinnen muss man nicht erst umständlich los werden. Das kann man alles viel einfacher haben, in dem man die Freundinnen die einem in die Quere kommen könnte, gar nicht erst einlädt mitzukommen.
Wenn ich denke das mir eine Freundin bei meinem Schwarm in die Quere kommen könnte, dann gehe ich einfach alleine in die Bar oder Kneipe und sage meiner Freundin gar nichts davon. Man ist ja nicht gezwungen immer mit Freundinnen gemeinsam auszugehen.

Auch Robert musste sie nicht mit Ausreden los werden. Die beiden waren kein Paar. Zu ihm hätte Sonja einfach sagen können, dass sie keine Lust mehr hat bei Julian in der Wohnung rumzuhängen.

In München in den 90er Jahren hatten auch nicht mehr viele Kneipen und Bars um 2 Uhr Nachts mitten in der Woche geöffnet. Es müsste sich dann ja vermutlich um eine Kneipe/Bar in der Nähe des Stiglmaierplatzes gehandelt haben. Denn Sonja war ja zu Fuß unterwegs. Direkt am Stiglmaierplatz ist der Löwenbräukeller. Aber ich gehe stark davon aus, dass der um diese Uhrzeit schon geschlossen war.

Viel Geld soll Sonja nicht dabei gehabt haben. Laut Robert nur noch 1,20 DM. Auch das ist dann schwierig bei einem Bar/Kneipen Besuch. Wenigstens ein günstiges Getränk wird man bestellen müssen, wenn man sich reinsetzt.


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26.11.2021 um 03:09
Zitat von DwarfDwarf schrieb:Aber Freundinnen muss man nicht erst umständlich los werden. Das kann man alles viel einfacher haben, in dem man die Freundinnen die einem in die Quere kommen könnte, gar nicht erst einlädt mitzukommen.
Wenn ich denke das mir eine Freundin bei meinem Schwarm in die Quere kommen könnte, dann gehe ich einfach alleine in die Bar oder Kneipe und sage meiner Freundin gar nichts davon. Man ist ja nicht gezwungen immer mit Freundinnen gemeinsam auszugehen.
Da unterschätzt du aber die Gruppendynamik in diesem Alter. Bei uns war es da quasi unmöglich, irgendwas zu unternehmen, ohne dass mindestens eine andere es mitbekam. Es war quasi normal, dass am Wochenende alle mehr oder weniger in die gleiche Location gingen, oder man sprach sich ab, wohin man geht. Wenn da eine fehlt, ohne vorher einen triftigen Grund angegeben zu haben (krank, Arbeit, lernen, kein Geld, keine Lust), dann hat man da nachgebohrt. Einfach ein "Nö, ich geh allein ins XY" wäre da überhaupt nicht in Frage gekommen, und wäre man tatsächlich allein wohin, wäre das 100% aufgekommen. Es gab immer Leute, die quer durch mehrere Cliquen unterwegs waren und es dann weitererzählt haben, wen sie wo gesehen oder getroffen haben. Und dann war hinterher aber Zickenkrieg angesagt, wenn sowas rauskam.

Muss jetzt bei Sonja nicht so gewesen sein, aber ich gebe zu Bedenken, dass es eine "Sondersituation" war:

- nicht der klassische "Weggehtag" am Wochenende
- Freundinnen keine Zeit/keine Lust, also selbst ausgeschossen -> keine Rechtfertigung ihnen gegenüber
- eh schon unterwegs gewesen
Auch Robert musste sie nicht mit Ausreden los werden. Die beiden waren kein Paar. Zu ihm hätte Sonja einfach sagen können, dass sie keine Lust mehr hat bei Julian in der Wohnung rumzuhängen.
Man weiß ja auch nicht, wie er das aufgenommen hätte, was er für ein Typ war. Oder vielleicht wollte sie ihn auch einfach nicht verletzen. Oder nicht riskieren, dass er weiß, was sie noch so vorhat, wg. Eltern oder weil er beleidigt gewesen wäre oder getratscht hätte oder was weiß ich. Als 19jährige betreibt man so manche Winkelzüge, die anderen und auch einem selber Jahre später albern und merkwürdig vorkommen, aber in dem Alter hat man oft einfach auch noch nicht das Kreuz, geradeheraus seine Meinung zu sagen.
In München in den 90er Jahren hatten auch nicht mehr viele Kneipen und Bars um 2 Uhr Nachts mitten in der Woche geöffnet.
Ja von wegen, da gab es durchaus so einige Ecken wo auch spät nachts noch "was ging", gerade auch in Richtung Backstage raus und so.
Es müsste sich dann ja vermutlich um eine Kneipe/Bar in der Nähe des Stiglmaierplatzes gehandelt haben. Denn Sonja war ja zu Fuß unterwegs.
Sie hätte doch in jede beliebige Tram, Bus oder U-Bahn steigen und sonstwohin in München fahren können. Wenn nicht vom Stiglmaier, dann vom Hbf aus. Fahrkarte hatte sie ja.
Viel Geld soll Sonja nicht dabei gehabt haben. Laut Robert nur noch 1,20 DM. Auch das ist dann schwierig bei einem Bar/Kneipen Besuch. Wenigstens ein günstiges Getränk wird man bestellen müssen, wenn man sich reinsetzt.
Letztlich wissen wir das mit den 1,20 ja auch nicht sicher. Und selbst wenn, es gab Lokalitäten, da hätten 1,20 für den Eintritt gereicht oder der Eintritt hat nix gekostet, entweder eh oder weil man den Türsteher kannte oder sowas, und drinnen gab es dann keine Verzehrpflicht...ich denke da auch zB wieder an das Backstage. Und es muss ja auch nicht mal irgendeine "offizielle" Lokalität gewesen sein; man hat oft noch stundenlang vor Kneipe, Disco oder Konzertsaal rumgestanden und gequatscht, geraucht und getrunken, und es gab auch genug solcher Punkte, wo einfach Leute so regelmäßig zusammenkamen.

Ist natürlich alles reine Spekulation.


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26.11.2021 um 06:54
@Rotmilan
Du kannst aber nicht feststellen , ob der Knochen damals Tiefgefroren war , zu lange her


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26.11.2021 um 07:35
Zitat von IreneAdlerIreneAdler schrieb:Ja, aber was wenn der Unbekannte überhaupt nichts von seinem Glück wusste? Nur mal angenommen, sie weiß, in der Kneipe X arbeitet irgendein hübscher Typ, der ihr gefällt. Der muss von ihrer Schwärmerei überhaupt nichts wissen, ergo muss da auch nichts vorab ausgemacht oder sich zufällig getroffen werden. Sie weiß, der arbeitet da jeden Abend bis um X Uhr in der Nacht. Spontan sah sie die Gelegenheit, allein dorthin loszuziehen. Ohne Robert, auch ohne Freundinnen, die in so einem Fall vielleicht eine Konkurrenz bedeutet hätten. Ich hab das früher auch öfter gemacht, weil ich und eine Freundin einen bestimmten Typen in einer bestimmten Disco heiß fanden. Sind dann noch mitten in der Nacht da hin, weil wir wussten, der wird da 100% sein. Ich kann mich auch noch erinnern, dass wir dann versucht haben, eine bestimmte andere Freundin loszuwerden, von der wir dachten, dass sie uns da in die "Quere" kommen könnte, und dann erstmal in den Bus Richtung heim eingestiegen und eine Halte gefahren sind, nur um dann auszusteigen und hintenrum mit der anderen Linie wieder zurückzufahren. Und im Endeffekt sah das dann bloß so aus, dass man dann da hockte mit einem Drink und den Kerl anhimmelte von Ferne, und der hätte im Leben nicht gewusst, dass da zwei Mädels nur seinetwegen da sind. Ergo sich auch bei keiner Polizei als Zeuge o.Ä. hätte melden können, wenn was passiert wäre.
Das kann ich mir kaum vorstellen. Also natürlich ist das theoretisch möglich. Aber wenn ich jetzt von mir ausgehe, ich hab sowas wirklich noch nie gemacht und Freundinnen von mir auch nicht. Und man muss auch berücksichtigen, dass in München montags in der Nacht einfach nicht der Bär steppt. 1995 vermutlich noch weniger als heute. Da dürften sich alle Bars und Kneipen, die um die Uhrzeit noch geöffnet haben könnten, an einer Hand abzählen und ermitteln lassen.
Dazu glaub ich auch nicht, dass Sonja noch in irgendeiner Kneipe etc. angekommen ist. Sonst hätten da ja vielleicht noch ein paar Leute gesessen bis zum Zapfenstreich und hätten Sonja gesehen. Außerdem bin ich nach wie vor der Meinung, dass Sonja nicht mehr allzu lang offen auf der Straße unterwegs gewesen sein muss, sonst hätte sie früher oder später jemand gesehen (auch wenn das nicht 100% so sein muss, aber die Wahrscheinlichkeit wäre auf jeden Fall höher je länger man unterwegs ist).

Meiner Ansicht nach spricht eigentlich überhaupt nichts dafür, dass Sonja noch irgendwo hin wollte und noch weniger, dass sie auch irgendwo angekommen ist. Also wenn man davon ausgeht, dass sie irgendwo auf der Straße verschleppt/aufgegriffen wurde, dann ist es im Endeffekt auch eigentlich egal, ob sie nach Hause oder noch woanders hin wollte. Für mich ist was das wahrscheinlichste Szenario, dass sie einfach heim wollte.
Wie ich das gelesen habe, ist Robert ja am SMP in die N20 eingestiegen und konnte mit dieser direkt heimfahren. Sonja hätte mit der N20 bis zum Hauptbahnhof fahren und dort in die N19 nach Laim umsteigen müssen. Sie wäre also Robert doch ohnehin am Hauptbahnhof los geworden, wenn sie noch woanders hätte hin wollen. Und dass sie in irgendeine völlig andere Richtung wollte, kann man denk ich verwerfen, weil da einfach überall nix los gewesen sein dürfte und man nachts auch nicht so easy von A nach B kommt.
Wenn es Freitag oder Samstag Abend gewesen wäre, dann wäre diese Theorie durchaus noch plausibler, weil da etliche Clubs, Bars etc. offen gehabt hätten, wo man sagen kann, dass sie vielleicht wusste, dass Freunde von ihr noch irgendwo unterwegs waren und sie spontan dazu stoßen wollte. Aber Montag Nacht vor allem um halb 3 kann man das denk ich echt vergessen. Man wird heute noch unter der Woche aus den meisten Kneipen/Bars sogar in Schwabing spätestens um 1 Uhr rausgeworfen, ein paar wenige mögen mal länger offen haben aber wie gesagt, die kann man dann wirklich einzeln aufzählen und die werden sich auch nicht alle unmittelbar in der Nähe des SMP befinden, so dass man nicht ohne größeren Aufwand damals nachts da hingekommen wäre. Das lohnt sich dann wohl auch kaum, um 3 oder halb 4 irgendwann da einzulaufen.

Wir konstruieren hier ja nur irgendwas rum, weil es heißt, dass Sonja noch nie ihre Schwester angerufen hat und das ungewöhnlich gewesen sei. Und die Eltern irgendwelche Gründe genannt haben, warum sie eigentlich gar nicht wirklich vorgehabt haben kann, ihre Schwester anzurufen (neue Nummer, die sie angeblich noch nicht auswendig kannte, Schwester war gar nicht unbedingt zu Hause etc.). Das sind die Eindrücke der Eltern, es ist ja auch vollkommen okay, das zu hinterfragen. Es kann aber auch einfach sein, dass sie die Nummer ihrer Schwester sehr wohl auswendig wusste, vielleicht auch zufällig mitbekommen hatte, dass ihre Schwester an dem Abend zumindest nicht vor hatte, bei ihrem Freund zu schlafen und deswegen daheim war und es Sonja einfach schlecht ging, so dass sie keine Lust hatte, mit den Öffentlichen zu fahren oder sich zu müde/schwach etc. gefühlt hat. Sicher ist es irrational, dann lieber ne halbe Stunde auf die Schwester zu warten als einfach in die Tram zu steigen und in der selben Zeit daheim zu sein, aber vielleicht war das auch einfach eine irrationale Entscheidung. Mir erscheint das zumindest wahrscheinlicher als irgendein riesiges Konstrukt, dass Sonja sich eine Ausrede ausgedacht hätte. Sie hätte doch letztendlich auch zu Robert sagen können, sie fährt noch irgendwo hin, weil sie noch verabredet ist. Sie war 19 und ein freier Mensch. Und wenn jemand zu mir sagt, dass er noch verabredet ist, dann häng ich mich auch nicht ungefragt mit dran. Von daher glaub ich einfach nicht, dass man so einen Affenzirkus veranstaltet mit angeblich Schwester anrufen um ihn loszuwerden, wenn sie anscheinend selber nicht mal eine Telefonkarte und kein Geld hatte, sie konnte ja auch vermutlich gar nicht wissen, dass Robert ihr dann seine Karte leiht.


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26.11.2021 um 09:01
Zitat von Olivia_BensonOlivia_Benson schrieb:ch glaube eine wichtige Frage zu klären wäre wann die nächste N19 Richtung Laim ab HBF gefahren ist - Sonja kannte ja den Fahrplan also müsste sie das gewusst haben. Wenn z.B. die nächste N19 in 45min ist, dann macht es auch keinen Unterschied ob Sonja in die N20 steigt um dann am HBF 42min zu warten, oder erstmal ihre Schwester anruft, den 10min Fußweg zum Hauptbahnhof kann sie ja dann immer noch gehen und die N19 trotzdem nehmen. Vielleicht sah sie erstmal keinen Grund sich zu beeilen wenn sie dann eh auf die Tram 19 warten müsste, ihr Begleiter fuhr ja soweit ich weiß mit der N20 direkt nach Hause.
Die S-Bahnen vom Münchner Hauptbahnhof aus hatten bereits Betriebsschluß. Die letzten fahren immer so zwischen Mitternacht und 1 Uhr. Die erste morgens so gegen 1/2 Fünf. An den Ausgehtagen am Wochenende fährt glaub ich eine pro Linie gegen 3 Uhr morgens die div. Aussenbezirke an.

Sämtliche Nachttramlinien treffen sich immer gemeinsam um die gleiche Zeit am Stachus zum Umsteigen und zwar stündlich. Wäre Sonja mit Robert gleich eingestiegen, so wäre sie ein paar Minuten später am Stachus gewesen und hätte in ihre eigenen Tramlinie umsteigen können.

Am Siglmeierplatz hätte hätte sie eine ganze Stunde warten müssen um wieder zum Hbf zu kommen.

Es ist mehr als merkwürdig, dass sie nicht gleich eingestiegen ist. Aber gut. Vernünftig wäre es jetzt gewesen, die kurze Strecke durch die Dachauerstraße zum Hbf zu laufen und dort im Untergeschoß etwas geschützt vor der Kälte auf das Zusammentreffen der Nachtlinien oben zu warten.

Jeder münchner Jugendliche, der nachts mit den Öffentlichen unterwegs war, dürfte diesen einfache System der stündlichen gleichzeitigen Abfahrt der Nachtlinien mit ausreichend Zeit zum Umsteigen gekannt haben.

Alles mehr als mysteriös.


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26.11.2021 um 10:52
Zitat von Avarice1987Avarice1987 schrieb:Du kannst aber nicht feststellen , ob der Knochen damals Tiefgefroren war , zu lange her
Das halte ich auch für absolut ausgeschlossen. Nicht nach so einer langen Liegezeit. Wohl aber, ob sich an dem Knochen noch ein mögliches Verletzungsbild feststellen lässt, wenn man Mark Benecke, welchen ich für einen absoluten Experten auf diesem Gebiet halte, interpretiert.
Aber was kann an einem Knochen, der möglicherweise jahrelang draußen gelegen hat, genau festgestellt werden? "Falls überhaupt Kraft gegen den Oberschenkel und den Oberschenkelknochen ausgeübt wurde, ist einiges möglich", erklärt Benecke. Es könnte zum Beispiel eine Einblutung durch schwere Gewalteinwirkung, die aber den Knochen nicht direkt verletzt hat, vielleicht noch zu erkennen sein, indem da eine farbliche Veränderung vorliegt."

Und es gibt weitere mögliche Anzeichen, die für die Ermittler interessant wären: "Es könnte sein, dass man von einem Schnitt noch eine kleine Kerbe in Knochen sieht", so Benecke. In einigen Fällen würden Knochen auch noch gesäubert, sodass mit Hilfe eines Vergrößerungsgeräts ganz feine Linien, die mögliche Verletzungen zeigen, erkennbar sind.
Quelle: https://www.rtl.de/cms/tote-sonja-engelbrecht-kann-ein-knochen-den-fall-aufklaeren-kriminalbiologe-mark-benecke-erklaert-4872692.html


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