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Immer weniger Kinder mit Down - Syndrom in Dänemark

18 Beiträge, Schlüsselwörter: Kinder, Dänemark, Down - Syndrom
Seite 1 von 1
Allmysterio
Diskussionsleiter
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Immer weniger Kinder mit Down - Syndrom in Dänemark

11.05.2014 um 23:04
http://www.zeit.de/gesellschaft/familie/2014-05/down-syndrom-praenataldiagnostik-one-in-eight-hundred

Ist das ein Erfolg für Dänemark oder nicht?

Immer wenigere Menschen mit Down Syndrom werden geboren, wegen den Voruntersuchungen.

Was ist deine Meinung dazu?


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Immer weniger Kinder mit Down - Syndrom in Dänemark

11.05.2014 um 23:09
Ich finde es gut! Es ist viel besser als das die Kinder irgendwas nicht können oder leiden.


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Immer weniger Kinder mit Down - Syndrom in Dänemark

11.05.2014 um 23:14
Es kommt natürlich erst mal darauf an wie üblich und umfangreich die allgemeine Voruntersuchung der durchschnittlichen Schwangeren im Laufe der bisherigen Jahre war.

Erst dann kann man auch wirklich abschätzen ob es an der allgemeinen besseren begleitenden Schwangerschaftsüberwachung liegt oder ob es an der (möglicherweise) häufiger als früher genutzten speziellen Untersuchung liegt / an einer allgemein häufiger genutzten Schwangerschaftsvorsorge liegt. (Editierter Satz)



Ich persönlich halte nicht viel von Nackenfaltenmessungen etc. Ja, es kann sein das dadurch schon festgestellt werden kann ob das künftige Kind Trisomie hat, ... aber was, wenn die Messung falsch war bzw. falsch ausgelesen wird? Wenn eigentlich ein kerngesundes Kind da heranwächst?

Wir entschieden uns damals gegen entsprechende Untersuchungen, liegt aber wohl auch daran das wir positive Erfahrungen gesammelt haben im Laufe unseres Lebens (und ich zusätzlich auch berufliche Erfahrung)


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Immer weniger Kinder mit Down - Syndrom in Dänemark

11.05.2014 um 23:24
@derallsehende

Deiner Aussage stehe ich zwiegespalten gegenüber.
Denn: eine Rot-Grün-Schwäche oder Farbenblindheit, eine Lese-Rechtschreib-Schwäche, eine geistige Behinderung (um nur wenige Möglichkeiten zu nennen in denen man etwas "nicht kann" oder darunter leiden könnte) kannst via Schwangerschaftsvorsorge nicht erkennen.
Diese Kinder können auch etwas nicht oder es besteht die Möglichkeit das sie irgendwann im Laufe ihres Lebens unter diesem Aspekt leiden könnten (leiden im Sinne von "mit sich hadern" oder soziale Schwierigkeiten, berufliche Schwierigkeiten).


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Allmysterio
Diskussionsleiter
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Immer weniger Kinder mit Down - Syndrom in Dänemark

11.05.2014 um 23:35
Sind Kinder mit Down - Syndrom eine Bereicherung oder nicht?
Wenn man den Text liest wo sich der Artikel sich befindet, dann hat die Familie mit den Down Syndrom Kind eher etwas gelernt als geschadet.

@derallsehende
Es gibt aber auch keine perfekte Menschen. Behinderungen sind Fehlbildungen, die hat jeder. Mal erkennt man das mal nicht. Keiner ist ohne Behinderung!


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Immer weniger Kinder mit Down - Syndrom in Dänemark

11.05.2014 um 23:50
@Allmysterio
Na eben. Fast jeder Mensch hat irgendwo ein Handicap. Der eine im sozialen Bereich (Soziophobie beispielsweise), der nächste hat eine LRS, wieder jemand anderes trägt eine Brille aufgrund Kurzsichtigkeit. Der eine braucht ne Einlage im Schuh weil ein Bein einen halben cm kürzer ist, der nächste braucht ab Geburt ein paar Monate lang eine Spreizhose um einen Hüftschaden vorzubeugen.... etc pp

Ja sicher, Trisomie 21 kann eine Belastung für die Eltern - wenn nicht sogar für die ganze betroffene Familie - darstellen. Sowohl nervlich, als auch in der Beziehungsdynamik der Familie, als auch finanziell.
Ich persönlich habe, in der damaligen Position einer Betreuungsperson, durchweg positive Erfahrungen gemacht und durchweg beobachten können wie positiv mit dieser Behinderung innerhalb der Familien umgegangen wurde.

Meiner Einstellung nach ist ein Leben mit Trisomie 21 genauso lebenswert, vollkommen, aufregend wie das Leben eines Menschen dessen Chromosomen normal angeordnet sind.
Ja, es gibt Einschränkungen... aber fast jeder Mensch hat im Laufe des Lebens irgendwo (kurzfristig oder dauerhaft) mit irgendwelchen Einschränkungen zu kämpfen und zu leben.


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pokpok
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Immer weniger Kinder mit Down - Syndrom in Dänemark

12.05.2014 um 09:19
Allmysterio schrieb:Immer wenigere Menschen mit Down Syndrom werden geboren, wegen den Voruntersuchungen.
Heißt immer mehr werden "abgetrieben"? Heilung ist ja nicht.
Hätte man mir gesagt mein Ungeborenes würde mit dem Down- Syndrom auf die Welt kommen, hätte ich alles dafür getan um es "abzutreiben".


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Immer weniger Kinder mit Down - Syndrom in Dänemark

12.05.2014 um 09:34
derallsehende schrieb:Ich finde es gut! Es ist viel besser als das die Kinder irgendwas nicht können oder leiden.
Was für ein Quatsch. Die Kinder haben doch nicht weniger Recht zu leben, nur weil sie eine Behinderung haben. Außerdem "können" Kinder mit Down Syndrom ja im Vergleich zu anderen Behinderten noch ziemlich selbstständig leben.

Ich habe noch kein Kind mit Down Syndrom getroffen, dass nicht glücklich war zu leben. Dann zu sagen "Besser man hätte sie weg machen lassen", ist meiner Meinung nach wirklich Mist. Warum sollte deren Leben denn bitte weniger lebenswert sein?

Es wird immer behinderte Menschen in der Gesellschaft geben. Wichtig ist doch sie zu integrieren und sie mit am alltäglichen Leben teilhaben zu lassen. Im Allgemeinen sollte endlich viel offener mit Behinderungen umgegangen werden. Denn genau wegen solcher Unwissenheit kommen meiner Meinung nach dann Aussagen wie "Kind lieber weg machen" zu Stande.

Ob man dann als Individuum entscheiden würde, ein behindertes Kind abzutreiben bleibt ja trotzdem immer noch jedem selbst überlassen.
Allmysterio schrieb:Sind Kinder mit Down - Syndrom eine Bereicherung oder nicht?
Jeder Mensch ist auf seine Art und Weise eine Bereicherung.


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emanon
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Immer weniger Kinder mit Down - Syndrom in Dänemark

12.05.2014 um 10:34
Ich bin für Pränataldiagnostik.
Über den Umfang kann man diskutieren, aber generell ist sie ein Gewinn.
Die Entscheidung treffen aber letztendlich immer noch die Eltern.


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Immer weniger Kinder mit Down - Syndrom in Dänemark

12.05.2014 um 10:55
Bei sowas wird immer über die Menschen mit Down gesprochen. Wie sie sich evtl fühlen, dass sie doch so freundlich sind, so glücklich, eine Bereicherung... usw.
Das ist alles schön und gut...

Aber es gibt tatsächlich auch Eltern hinter den Kindern und nicht jede Familie fühlt sich im Stande ein Kind mit Down groß zu ziehen. Was für eine Belastung da auf die Eltern zukommt, wenn das Kind dann da ist, sehe ich grade aktuell im Bekanntenkreis. Von wegen gut ausgebaute Hilfsstrukturen und -angebote. Man bekommt (zumindest hier in Deutschland) scheinbar von allen seiten Steine in den Weg geworfen, als ob alle Ämter einen vorwerfen "Wie? Ihr habt das Down-Kind nicht abgetrieben? Dann seid ihr selber schuld."

Und ganz ehrlich... ich könnte kein Down-Kind groß ziehen. Ich könnte das psychisch und physisch nicht leisten. Respekt an die Eltern, die das können. Ich gehöre nicht dazu.


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Immer weniger Kinder mit Down - Syndrom in Dänemark

12.05.2014 um 12:22
GalleyBeggar schrieb:Man bekommt (zumindest hier in Deutschland) scheinbar von allen seiten Steine in den Weg geworfen, als ob alle Ämter einen vorwerfen "Wie? Ihr habt das Down-Kind nicht abgetrieben? Dann seid ihr selber schuld."
Wirklich? Ich habe das noch nirgends so empfunden. Inwiefern meinst du denn "Steine in den Weg"? Kannst du mir da mal ein konkretes Beispiel nennen? Kann das so gerade irgendwie nicht so ganz nachvollziehen.
GalleyBeggar schrieb:Und ganz ehrlich... ich könnte kein Down-Kind groß ziehen. Ich könnte das psychisch und physisch nicht leisten. Respekt an die Eltern, die das können. Ich gehöre nicht dazu.
Ich denke auch nicht, dass das jeder könnte. Trotz allem sollte man nicht grundlegend sagen "Ich bin für die Abtreibung solcher Kinder". Es ist immer noch ein Unterschied ob man sagt ich möchte es für mich persönlich nicht, oder ob man es für die Gesellschaft ganz allgemein nicht möchte.


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Immer weniger Kinder mit Down - Syndrom in Dänemark

12.05.2014 um 13:07
@ahri
Weil prinzipiell erstmal alle Anträge im ersten Anlauf nicht genehmigt werden.
Keine Plätze in Heilpädagogischen Kindergärten frei, bzw. diverse Anforderungen sind entweder nicht erfüllt worden oder es herrscht uneinigkeit über die benötigte Förderung.
Dann muss dies bescheinigt werden und jenes muss bescheinigt werden. Dann werden spezielle Therapeuten nicht von der Kasse übernommen, obwohl die für die richtige Förderung notwendig sind. Usw. usf. Tagesmütter müssen hier eine spezielle Qualifikation haben, damit sie Down-Kinder nehmen dürfen. Hat natürlich fast niemand hier.
Es mag sein, dass es in anderen Landkreisen problemloser verläuft, aber hier ist das eine Katastrophe.


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Immer weniger Kinder mit Down - Syndrom in Dänemark

12.05.2014 um 13:12
GalleyBeggar schrieb:Keine Plätze in Heilpädagogischen Kindergärten frei
Naja. Momentan ist ja Inklusion auch ein ganz großes Thema. Und das bedeutet, dass jedes Kind einen Anspruch auf einen Platz in jeder Einrichtung hat. Natürlich dauert es wohl noch etwas, bis das ganz ausgereift ist und unter guten Bedingungen laufen kann, aber dann kann man nicht weiter sagen "Man bekomme keinen Platz" :) Also ist dafür in Zukunft ja schon eine Verbesserung angedacht.

Ich hab es aber auch noch nie erlebt, dass ein Antrag da abgelehnt worden ist. Aber da sprech ich jetzt nur aus persönlicher Erfahrung, das mag jeder anders erlebt haben.


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Immer weniger Kinder mit Down - Syndrom in Dänemark

12.05.2014 um 17:16
Ich schliesse mich der Meinung von @emanon an. Wenn wir ein Untersuchungsergebnis vorliegen habe, liegt die Entscheidung letztlich wir als Eltern, ob wir ein Kind haben wollen oder unter Berücksichtigung der Diagnose eher nicht. Schliesslich überlegt man ja meist auch schon vorher, ob man Kind(er) will oder nicht und welche Risiken man dabei eingeht.

Das ist ein bisschen wie bei der Krebsvorsorge. Da kann ich mir auch überlegen, ob ich hingehe oder nicht - und was ich ggf. bei einem positiven Befund tun werde. Krebs behandeln oder dran sterben - die Entscheidung liegt, incl. aller "Restrisiken" bei mir.


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Immer weniger Kinder mit Down - Syndrom in Dänemark

12.05.2014 um 18:24
Pränataldiagnostik ist doch eine gute Sache, solange die Eltern frei entscheiden können ob sie eine machen lassen und wie sie danach vorgehen.
Abtreibung ist so ein Thema, dass meiner Meinung nach keiner öffentlichen Debatte bedarf.
Wann menschliches Leben beginnt ist eine Frage die weder die Wissenschaft noch irgendein gemeinsames Wertesystem unserer Gesellschaft klären kann. Dementsprechend sollte die Frage jeder für sich selbst beantworten und somit für sich selbst klären ob eine Abtreibung in Frage kommt oder nicht.
Natürlich sollte man es zeitlich beschränken, da eine Abtriebung ab einem gewissen Punkt nicht mehr ungefährlich ist und eine solche Entscheidung nicht aufgeschoben werden sollte.



@Allmysterio
Allmysterio schrieb:wenigere
Das Wort gibt es nicht. Das "e" am Schluss kannst du dir sparen.


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Immer weniger Kinder mit Down - Syndrom in Dänemark

12.05.2014 um 23:38
Ich habe auch in dieser Schwangerschaft keine Nackenfaltenmessung und keinen Combined-Test machen lassen.

Ein sehr schönes Video, nicht lang, zum Thema.



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Immer weniger Kinder mit Down - Syndrom in Dänemark

13.05.2014 um 00:55
Das Problem was ich sehe:
Jede Untersuchung birgt ihre Risiken. Z.B. eine Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung).
In einer Studie, bei der 1.006 Amniozentesen retrospektiv ausgewertet wurden, lag die Fehlgeburtsrate bei einer Untersuchung in der 16. oder 17. Schwangerschaftswoche bei Frauen im Alter von 20 bis 34 Jahren bei 2,5 %, stieg in der Altersgruppe der Frauen von 35 bis 39 Jahren auf 3,4 % bis hin zu 5,1 % bei Frauen ab 40 Jahre.
Wikipedia: Amniozentese#Anwendungsrisiken

Und selbst wenn man alles über sich ergehen lässt, wer gibt die Sicherheit, dass dem Kind nicht während der Untersuchung eine irreparable Schädigung geschieht?
Und was, wenn ein Ergebnis falsch ist?
Ich habe so einen Fall erlebt, dass ein Kind "Behindert" sein wird, laut Ärzten. Dieses Kind ist nun ein überraschend gesunder neunjähriger.
Zu Klein und Zu leicht, mit fast vier Kilo. ;)

Nicht falsch verstehen, ich bewundere die Medizin, wir sterben mittlerweile am Alter, und nicht mehr an Lungenentzündungen, die wir nicht behandeln können.
Blinddarmdurchbruch war früher ein Todesurteil. Heute ist es eine halbe Stunde Narkose.
Die Medizin ist irrsinnig Weit, und vieles ist nützlich und wichtig. Aber müssen wir wirklich alles ausschöpfen, und nicht einfach mal der Natur vertrauen?

Ein behindertes Kind ist sicher nicht einfach. Menschen die diese Betreuen, leisten unglaubliches. Aber ich denke, man wächst auch in diese Aufgabe hinein.
Wenn man sich ein Kind wünscht, dann muss man damit rechnen, dass es 24 Stunden am Tag die eigene Aufmerksamkeit erfordert.
Natürlich sind das Zeiten die vorbeigehen, bei einem Behinderten Kind ist das ein Lebenlang so. Aber dafür gibt es Entlastungsmöglichkeiten.
Letztendlich ist ein Kind zu bekommen, eine Aufgabe, die nicht nach 18 oder 25 Jahren beendet ist. Als Mutter oder Vater solltest du immer für dein Kind da sein.
Egal ob dein Kind 100% Gesund ist, oder ob es Schwächen hat, in der motorik oder geistig.


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Immer weniger Kinder mit Down - Syndrom in Dänemark

13.05.2014 um 17:13
Ein sehr schwieriges Thema da man recht schnell auf die Problematik "lebensunwertes Leben" kommt. Dort müssen die Eltern für sich selbst eine Grenze ziehen


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