Tussinelda schrieb am 20.02.2026:Trans* zu sein ist keine Entscheidung, die man trifft. Ich bitte doch darum, das so nicht zu formulieren.
Das ist ein immer wiederholtes Narrativ, was so nicht stimmt.
Ich bin schon lange mit einer Transfrau befreundet, die mir erzählt hat, dass sie sich nicht entschieden hätte als Frau zu leben, wenn das Passing mies gewesen wäre. Zum Beispiel 2 Meter gross, sehr tiefe Stimme, Adamsapfel etc. Sie ist klein und zierlich und ihre Stimme neutral, insofern ist es ihr möglich vollständig als Frau wahrgenommen zu werden. Ein Leben mit einer sicht- und hörbaren biologisch männlichen Körperlichkeit wäre nicht in Frage gekommen, sie wollte unauffällig sein und wenn das nicht gegangen wäre, hätte sie sich trotz massiven Leidens dagegen entschieden.
3 weitere Transfrauen (sie leben oft schon 20-30 Jahre in der Rolle als Frau) die ich kenne, reden jetzt im Alter von einem großem Irrweg und wollen wieder mit ihrem alten männlichen Vornamen angesprochen werden. Alle haben mir bestätigt, früher ganz sicher gewesen zu sein, dass sie Frauen sind. Inzwischen können sie sich das nicht mehr wirklich erklären bzw verstehen.