Pusemuckel schrieb:Nochmal: Hä? Inwiefern wird dadurch der verschwindend geringe Anteil an Transpersonen in der Gesellschaft größer?
Nein, das Urteil welches fällt, ist dann rechtskräftig und gilt. Ich sagte nicht, das es dann mehr Transmenschen gibt.
Pusemuckel schrieb:Interessant...die Frauen, die ich kenne, haben mit TransFRAUEN in einer FRAUENsauna nicht das geringste Problem. Und nun?
Ok, das kann ich ja problemlos akzeptieren. Und nun? Es gibt also offensichtlich Menschen die das sorgenfrei sehen und Andere die sich um die Schutzräume sorgen. Soll es jetzt so laufen, weil sich manche nicht sorgen oder manchen es egal ist, das die Schutzräume diese Status verlieren?
Was ist denn da deine Idee? Du scheinst dir ja keine Sorge zu machen, auch dein Umfeld ist sorgenfrei....
Pusemuckel schrieb:Ohja...dann hat man die entsetzliche Situation, dass man durchschnittlich in jedem 300.- 400. Yogastudio an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Zeit einer Transfrau über den Weg laufen könnte, die - Gott bewahre - Yoga machen will. Oder saunieren will. Oder - kaum auszudenken - Gymnastik machen will. 🤡
Das ist natürlich ein Problem von solch gewaltiger gesellschaftlicher Sprengkraft, dass man unbedingt die Massen mobilisieren und dagegen Sturm laufen muss...😆
Und du erzählst was von aufblasen. Hör mal, ganz sachlich und ohne etwas zu negieren oder aufheizen zu wollen. Frauenbereiche wurde ja über Jahre erkämpft, meist aus Gründen und nicht aus Spaß, Spaß ohne Männer als Grund wird sicher auch eine Motivation sein, aber meist ist der Grund keinem Mann begegnen zu
müssen.
Jetzt weiß ich nicht was du so erlebt hast bzw hoffentlich nicht erleben musstest, aber es gibt in Europa also auch hier in D eine nicht so geringe Anzahl von Frauen die einfach keinen Bock auf Männer beim Sport, Yoga, beim saunieren usw haben. Oft sind die Gründe Repressalien, Gewalt, Beleidigung, Unterdrückung oder manchmal auch sicher anderes, was man als normaler Mensch ggf erlebt. Jetzt das so abzutun, mit einem Clownface, da kommt mir das kalte kotzen mit Stücken. Deine Art und Weise so gegen die Frauenbereiche zu hetzen ist echt daneben. Es spielt eben keine Rolle ob das bei jedem Saunabesucht passiert, das eine Transfrau egal ob mit offen gezeigtem oder verdeckten Gemächt dort zu gegen ist, es reicht dann bei den Frauen ggf ja schon die Tiefe Stimme, die maskuline Gesichtsform ggf Behaarung oder eine Kombination aus allem, dazu führen, das Frauen sich im Frauenbereich nicht für Männern geschützt fühlen.
Da spielt es dann keine Rolle, ob Erich seit 3 Monaten nun im Perso Erika stehen hat.
Das Thema könne wir ja gern weiter besprechen, aber dann ohne Negierung von Sorgen und Clownfaces.
Dasdeeeeniz schrieb:Ja, natürlich gibt es geschlechtsbezogene Schutzräume. Frauenhäuser, bestimmte Haftbereiche, Umkleiden usw. – die existieren aus guten Gründen und sind auch rechtlich anerkannt. Das stellt auch niemand ernsthaft infrage.
Ok, aber hier wird manches tatsächlich in Frage gestellt. Sogar von deinen Beispiel vieles. Es wird ja argumentiert, wenn im Perso also per SBGG Erich zu Erika wurde, solle Erika doch in alle Frauenbereiche dürfen. So die Aussage der SBGG Unterstützer die dies vollumfänglich so unterstützen.
Dasdeeeeniz schrieb:Was dabei aber oft untergeht: Das Selbstbestimmungsgesetz regelt in erster Linie den **Personenstand**, nicht automatisch den Zugang zu jedem einzelnen geschlechtergetrennten Bereich des Lebens. In vielen dieser Bereiche greifen weiterhin andere Regeln – Hausrecht, spezielle gesetzliche Vorgaben oder schlicht Einzelfallentscheidungen. Gerade im Strafvollzug oder in Schutzräumen wird ohnehin immer eine Sicherheits- und Risikoabwägung vorgenommen.
Da hast du den wichtigen Punkt genannt den ich mit großer Sorge sehe, Hausrecht. Die Klage der Transperson wurde gewonnen, die Frauenstudiobesitzer muss 6.000€ Strafe zahlen. Das ist ein tiefgreifendes Urteil wenn es um das Hausrecht geht mMn. Und Einige hier finden ja, die Transperson hat nicht nur rechtlich sondern auch moralisch Recht. Ich bin da nicht auf dieser Seite.
Dasdeeeeniz schrieb:Deshalb überzeugt mich auch das Argument nicht, hier würden angeblich „die Grundrechte aller anderen herabgewürdigt“. So funktionieren Grundrechte schlicht nicht. Sie gelten nie absolut, sondern werden immer gegeneinander abgewogen – etwa Religionsfreiheit vs. Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit vs. Persönlichkeitsrechte oder Sicherheit vs. Privatsphäre. Das ist im Rechtssystem völlig normal und passiert in vielen anderen Bereichen genauso.
Das Gericht hat per Urteil jedenfalls dem einen Recht gegeben und somit den Weg frei gemacht, dass einige oder viele Andere dann das so zu dulden haben, trotz Konzept, trotz Hausrecht, trotz Frauenbereich. naja ich weiß nicht ob das Urteil so passt.
Dasdeeeeniz schrieb:Und noch ein Punkt: Es wird häufig so dargestellt, als öffne das Gesetz jetzt Tür und Tor für massenhaften Missbrauch.
Massenhaft kam nicht von mir, Missbrauch ist aber ein erwiesener Fakt, Sven Liebich zB., andere Beispiel wurden auch genannt. Und Missbrauch ist ja auch vielschichtig....
Dasdeeeeniz schrieb:Am Ende reden wir hier über einen klassischen Zielkonflikt: den Schutz und die Würde von Transpersonen auf der einen Seite und geschlechtsbezogene Schutzräume auf der anderen. Beides sind legitime Anliegen. Genau deshalb wird das in der Praxis auch differenziert geregelt.
Gut gesagt, aber was genau meinst du mit differenziert geregelt? Hast du dar was greifbares?
Pinkas schrieb:Hier hast du einen wichtigen Punkt, der Bundesverband Trans und andere trans Vereine, sind eben nicht begeistert, dass das Hausrecht noch gilt und streben dahingehend eine Veränderung über genau solche Urteile an. Und dann wird es für Frauenräume richtig schwierig. Und es geht nicht darum, wie oft dass genutzt wird, sondern dass Frauenräume dann komplett hinfällig werden.
Das ist eben eine berechtigte Sorge. Und diese Sorge habe ich sogar als Mann, mir könnte es ja echt egal sein, aber ich habe 2 Frauen in meiner Bekanntschaft die wurde arg misshandelt von Ihrem Kerlen, dass diese beiden und andere Betroffene dann keine Rückzugmöglichkeiten außerhalb der Wohnung mehr hätten, wäre einfach eine Katastrophe.