Cleo13 schrieb:Wie ich sagte, KANN ich das aber nicht beurteilen!
Aber man kann beurteilen, dass erstmal Hausrecht, spezifische Gesetze und Einzelfallentscheidungen regeln. Und Transpersonen nicht automatisch Zugang zu entsprechenden Schutzräumen haben.
Justsaying schrieb:Es gibt Transaktvisten und Verbände, die massiv dafür eintreten, dass Personen mit Penis Zutritt zu Frauenbereichen wie Frauensaunen bekommen - erwartest Du nicht, dass dies Resonanz findet?
Klar findet das Resonanz – jede zugespitzte Forderung tut das. Aber daraus folgt noch nicht, dass sich das auch so durchsetzt oder zur allgemeinen Regel wird. Zwischen dem, was einzelne fordern, und dem, was am Ende rechtlich gilt, liegt ziemlich viel Abwägung. Es gibt viele Interessenverbände die so einiges fordern.
sooma schrieb:Entscheidend ist doch nicht, dass das erstmal gehäuft auftreten muss, um beachtet zu werden, sondern dass es da Ressentiments gibt, Ängste, Befürchtungen.
Wichtig wäre zu wissen: Gibt es direkt unter den Besuchern von Schwimmbad, Sauna, Fitnessstudio Ablehnung, Unsicherheit, Angst, religiösen Vorbehalte? Oder ist das alles nur theoretisch?
Wie Betreiber damit umgehen, steht Ihnen frei. Sie können Ihre Gäste und Kunden befragen oder es lassen. Sie können einem *-Tag einführen und schauen, was passiert. Sie können dabei bleiben, dass Frauenbereiche nur für penislose Menschen vorbehalten bleiben. Alles letztendlich auch eine wirtschaftliche Entscheidung.
Ich verstehe den Punkt mit Ängsten und Befürchtungen – die sollte man auch nicht einfach abtun.
Aber gleichzeitig finde ich es schwierig, wenn man komplett von der tatsächlichen Praxis weggeht. Wenn wir nicht mehr fragen, ob und wie oft etwas überhaupt passiert, sondern nur noch über mögliche Ängste sprechen, dann wird die Diskussion schnell sehr theoretisch.
Gerade deshalb finde ich die ursprüngliche Frage schon berechtigt: Passiert das tatsächlich relevant häufig oder reden wir vor allem über ein Szenario, das befürchtet wird?
Und bei den Betreibern bin ich bei dir: Die haben Spielräume und müssen Lösungen finden, die für ihre Kundschaft funktionieren. Aber auch da wird es am Ende darauf hinauslaufen, dass man konkret schaut, was wirklich Probleme verursacht – und nicht nur, was theoretisch möglich wäre.