Menschen
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung

Ist Xavier Naidoo zu weit gegangen?

Ist Xavier Naidoo zu weit gegangen?

30.07.2020 um 20:20
Brechbrocken
schrieb:
Forenkonsens
Sowas gibt es nicht,kontroverse Diskussionen dürft es auch bei den pochers geben .der olli ist sogar so clever dem xavier seine Story von " alles nicht so gemeint " nicht abzunehmen
Oliver Pocher will sich nicht einmal mehr über Naidoo lustig machen. „Wenn du dann teilweise siehst, was er dann ein der Telegram-Gruppe von sich gibt, chippen, 5G, Frau Merkel, was dann da alles kommt“, zeigt er sich entsetzt, „da kannst du auch teilweise nichts mehr sagen. Das ist schwer. Er glaubt das dann auch alles.“
Brechbrocken
schrieb:
das ist übrigens ein Problem der Mannheimer allgemein, dass sehen dort viele so.
Gibt es dafür empirische Belege?


melden

Ist Xavier Naidoo zu weit gegangen?

30.07.2020 um 21:12
Hier mal eine kleine Erinnerung an des braunen Jammerbarden Auffassung von Meinungsfreiheit zu einer Zeit, als er auf dem Höhepunkt seiner Karriere war:
Die Anwaltschaft von Xavier Naidoo interveniert gegen die Erstveröffentlichung der Stiftung zum Vergleich. Um 15:42 Uhr steht ein an einer Stelle veränderter Text auf der Seite der Stiftung. Dieser erscheint jetzt wie oben auszugsweise beschrieben. Im Kern ist die Aussage zur ersten Fassung, die einen Tag vorher am 20. August online gegangen war, fast gleich. Neu ist, dass die Stiftung Herrn Naidoo nicht persönlich als “Antisemiten darstellen wollte” und neu ist der Konjunktiv, dass “Zeilen aus dem Lied “Raus aus dem Reichstag” antisemitisch interpretieren werden könnten”. Vorher stand da ein Indikativ von “dürfen”. Leider können wir die erste Fassung auf Anraten unseres Anwalts nicht mehr verwenden, denn dazu gibt es ja einen juristischen Vergleich.
[...]
Und man stelle sich vor, Herr Naidoo wollte erreichen, dass man diese Äußerung nicht als antisemitisches Ressentiment bezeichnen darf, nur damit ihm niemand vorwerfen kann, antisemitische Vorurteile zu verbreiten – die Folgen wären fatal. Jeder Rechtsradikale könnte dann mit Bezug auf Xavier Naidoo und solch ein Urteil behaupten, es gäbe eine Weltverschwörung des Judenkapitals, nach deren Pfeife die Menschen tanzen müssten. Möglicherweise versteht der “Systemkritiker” Naidoo nicht, was er da anstellt.
[...]
Übrigens: Die Anwälte von Herrn Naidoo werfen uns auch vor, journalistisch nicht einwandfrei gearbeitet zu haben, da wir dessen Seite nicht gehört haben. Auch hierzu ist die Lage verändert: Wir haben Herrn Naidoo tatsächlich nicht angefragt, weil wir auf Anfragen im Herbst 2014 schon keine Antworten erhalten haben. Am Montag haben wir einen großen Fragenkatalog an den Anwalt von Herrn Naidoo geschickt – darauf gab es bis heute genau keine Antwort, noch nicht einmal eine Eingangsbestätigung.
Quelle: https://rheinneckarblog.de/29/es-ist-als-wuerde-dir-jemand-in-den-kopf-schiessen/76110.html


melden

Ist Xavier Naidoo zu weit gegangen?

30.07.2020 um 22:27
Jedimindtricks
schrieb:
Gibt es dafür empirische Belege?
Mal dort gewesen? Die bilden sich wirklich was drauf ein, dass ihre Innenstadt in Quadraten angelegt ist. Einfach mal hinreisen und jeden x-beliebigen Taxifahrer fragen.

Die Mannheimer bilden sich außerdem was auf Teile ihrer Geschichte ein: https://de.wikipedia.org/wiki/Mannheim#Die_Anfänge
1720 verlegte Kurfürst Carl Philipp seinen Hof von Heidelberg nach Mannheim und begann den Bau des Mannheimer Schlosses (1760 gemeinsam mit der Jesuitenkirche vollendet). Mannheim wurde Residenzstadt der Kurpfalz, und es begann eine nur 58 Jahre dauernde, aber glanzvolle Prachtzeit der mittlerweile 25.000 Einwohner zählenden Stadt.

Der kurpfälzische Hof förderte Kunst und Musik, Wissenschaft und Handel. Goethe, Schiller und Lessing weilten in Mannheim ebenso wie Mozart.
[...]
In der Klimakatastrophe im „Jahr ohne Sommer“ 1816, die durch den Ausbruch des Tambora-Vulkans verursacht wurde und Hungersnot und Pferdesterben zur Folge hatte, erfand Karl Drais das Zweirad und damit den mechanisierten Individualverkehr. 1828 wurde der Rheinhafen, 1840 die erste badische Eisenbahnlinie von Mannheim nach Heidelberg eröffnet. Geprägt vom wirtschaftlichen Aufstieg des Bürgertums, begann allmählich eine weitere Blütezeit Mannheims. In der Märzrevolution von 1848 war die Stadt ein Mittelpunkt der politischen und revolutionären Bewegung. 1865 gründete Friedrich Engelhorn die Badische Anilin- und Soda-Fabrik (BASF), die allerdings später nach Ludwigshafen verlegt wurde. Aus der Farbenfabrik wurde das größte Chemieunternehmen der Welt. 1880 wurde von Werner von Siemens der weltweit erste elektrische Aufzug in Mannheim vorgestellt. 1886 ließ Carl Benz sein Veloziped mit Gasmotorenbetrieb patentieren. 1909 gründeten Karl Lanz und Johann Schütte die Firma Schütte-Lanz, die insgesamt 22 Luftschiffe baute. Die Firma war Hauptkonkurrent der Zeppelin-Werke. Nach dem Ersten Weltkrieg stellte die Heinrich Lanz AG mit dem Bulldog den erfolgreichsten Schweröl-Traktor vor. Der von Prosper L’Orange bei den Motorenwerken Mannheim erfundene Vorkammer-Dieselmotor wurde bei Benz & Cie zum 1923 weltersten kompakten Fahrzeug-Dieselmotor weiterentwickelt. 1922 wurde das Großkraftwerk Mannheim in Betrieb genommen. Die Stadt zählte um 1930 gemeinsam mit der Schwesterstadt Ludwigshafen, die sich aus der alten Mannheimer Rheinschanze entwickelte, 385.000 Einwohner.
Mannheimer sind eigenartig, dass weiß sogar der Spiegel: https://www.spiegel.de/reise/staedte/mannheimer-spezialitaet-delikater-dreckhaufen-a-633209.html
Mit der Obrigkeit hatte man hier am Zusammenfluss von Rhein und Neckar schon früh seine Probleme. Als 1605 Kurfürst Friedrich IV. die strategisch günstige Lage für den Bau einer Festung nutzen wollte, stieß er bei den Bewohnern des Dorfes Mannenheim auf empörten Widerstand. Um die Gemüter zu beruhigen, gewährte der Regent der Siedlung städtische Privilegien. Der Protest hatte Wirkung gezeigt, und vielleicht liegt hier der Ursprung der überaus selbstbewussten und streitbaren Mannheimer Mentalität. Es wird gerne mal angeeckt, der ortsübliche Umgangston steht der berühmt-berüchtigten "Berliner Schnauze" in nichts nach.


Gewöhnungsbedürftig ist auch der hiesige Dialekt, der sich unter anderem durch seltsam eintönige Wortendungen auszeichnet. Nichtverstehenden Auswärtigen wäscht man ob ihrer Unfähigkeit schnell den Kopf. Kurpfälzer sehen ihre Region schließlich als Nabel der Welt, und wie kann man dessen Sprache nicht beherrschen?
Also für die Mentalität in seiner Herkunftsstadt kann Herr Naidoo nun wirklich nichts.

Noch kurz hinterher:
Mannheim war schon immer eine Einwanderungsstadt. Bereits im 17. Jahrhundert ließen sich hier zahlreiche Flamen, Niederländer und Franzosen nieder. Viele von ihnen waren Glaubensflüchtlinge. Die Migranten brachten viele neue Ideen und kulturelle Anregungen mit. Das ist bis heute so geblieben. Die Stadt scheint sich so ständig neu erfinden zu können, allen Krisen zum Trotz, oder sie muss es sogar. Manch einer mag dies bedauern, als Charakterverlust abstempeln, doch gleichzeitig birgt diese Dynamik enorme Chancen für die Zukunft. Und dazu gibt es eh keine Alternative.
@geeky
Der Blogger hat was gegen Grüne und die Antifa und mag die AFD. So, tolle Quelle hast du da.


melden

Ist Xavier Naidoo zu weit gegangen?

30.07.2020 um 22:48
Brechbrocken
schrieb:
aber wenn das eben Forenkonsens ist, kann man da wohl nichts machen, dann muss das ja so stimmen.
Eine Tatsache die mich immer noch schaudern lässt. Ich erinnere mich an kein Forum in dem ein ähnlich starker einseitiger Druck vorgeherrscht hätte.
geeky
schrieb:
braunen Jammerbarden
Findest du eine derart häufige Verunglimpfung einer Person, nur um deine Meinung darzustellen besonders kleidsam?
Brechbrocken
schrieb:
Also für die Mentalität in seiner Herkunftsstadt kann Herr Naidoo nun wirklich nichts.
Er steht zu seiner Stadt und ist deutlich sichtbar geprägt von ihr. Ist doch schön wenn wir alle unterschiedlich sind.


melden

Ist Xavier Naidoo zu weit gegangen?

30.07.2020 um 22:53
geeky
schrieb:
Hier mal eine kleine Erinnerung an des braunen Jammerbarden Auffassung von Meinungsfreiheit zu einer Zeit, als er auf dem Höhepunkt seiner Karriere war:
An dieser Stelle ist tatsächlich nicht Herr Naidoo das Problem sondern die in Deutschland institutionalisierte Auffassung, "dass es schlimmer ist, jemanden 'Antisemit' zu nennen, als einer zu sein".

Das kennt man aus verschiedensten Prozessen, wenn man denn aufmerksam ist.

Solche hirnrissigen Urteile sind der eigentliche Skandal, nicht dass Xavier Naidoo aus seiner Position heraus versucht, Leute mundtot zu machen. Das könnte er anderweitig nämlich nicht.
Es mutet dann geradezu irrwitzig an, dass so ein Unsinn vor dem "Hintergrund der deutschen Geschichte" verkündet wird. Fast so irrwitzig wie das brachiale Unverständnis von Antisemitismus in Aufarbeitungsweltmeister-Land, wo Antisemiten ausschließlich als solche gelten, wenn sie öffentlich und unmissverständlich den NS abfeiern und das auf Nachfrage auch nochmals klar bestätigen.
Jüdinnen und Juden in Deutschland sind bedroht wie vielleicht noch nie nach 1945. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik (PSK) gab es im Jahr 2017 fast 1 500 antisemitische Straftaten, im Vorjahr lag die Zahl ähnlich hoch. ­Zugleich legen deutsche Gerichte die Latte relativ hoch, wenn es darum geht, von Äußerungen als antisemitisch anzuerkennen. Josef Joffe, einer der Herausgeber der Zeit, konstatierte bereits im Jahr 2013 nach den Debatten um Günter Grass und Jakob Augstein, dass es heutzutage schlimmer sei, ­»jemanden einen Antisemiten zu nennen, als einer zu sein«.

Indizien für die Richtigkeit dieser Aussage fanden sich auch in dem Prozess Jürgen Elsässer gegen Jutta Ditfurth (Jungle World 37/15 und 50/16). ­Elsässer, der Herausgeber des extrem rechten Magazins Compact, hatte im Rahmen einer der »Montagsmahnwachen für den Frieden« unter anderem gesagt: »Internationale Finanzoligarchie klingt vielleicht ein bisschen abstrakt. Deswegen möchte ich mit Bertolt Brecht sagen: Das Verbrechen hat Name und Anschrift und Telefonnummer. Und man kann doch durchaus einige ­Namen nennen: (…) die Herren Rockefeller, Rothschild, Soros, Chodorkow­ski.« Die linke Autorin und Kommunalpolitikerin Ditfurth nannte Elsässer daraufhin einen »glühenden Antisemiten«.

Die Vorsitzende Richterin befand damals, »ein glühender Antisemit in Deutschland« sei jemand, »der mit Überzeugung sich antisemitisch ­äußert, mit einer Überzeugung, die das Dritte Reich nicht verurteilt«. Anti­semitismus sei ein Totschlagargument. Ditfurth verlor in erster Instanz und darf Elsässer seither nicht mehr als »glühenden Antisemiten« bezeichnen. Auch ein Berufungsgericht sah »nach wie vor keine ausreichenden tatsächlichen Anhaltspunkte« für antisemitische Ansichten Elsässers.

Seit der vergangenen Woche ist diese Geschichte um ein Kapitel reicher: Das Landgericht Regensburg untersagte es einer Referentin der Amadeu-Antonio-Stiftung, den Sänger Xavier Naidoo als Antisemiten zu bezeichnen. Die Referentin hatte im vergangenen Jahr bei einer Veranstaltung vor Publikum ­gesagt: »Er ist Antisemit, das ist strukturell nachweisbar.«
[...]
Die Richterin sagte bei der Urteilsverlesung, es bei dem Verfahren um die Frage gegangen, ob Naidoo »in seinem ganzen Tun und Denken als Antisemit einzustufen ist«. Das wirft die Frage auf, ob Antisemiten anders reden, singen, essen, atmen oder schlafen? Immerhin müssen sie ja in ihrem »ganzen Tun« antisemitisch sein.
[...]
Der 46jährige Sänger hatte sich in der Verhandlung auf die Kunstfreiheit berufen und betont, dass er sich gegen Rassismus einsetze. Außerdem trage sein Sohn einen hebräischen Namen. Er selbst habe viele jüdische Freunde. Unter anderem sei auch sein Konzertveranstalter jüdischen Glaubens. Bewiesen hat der Sänger damit freilich nur, dass er keinerlei Verständnis von der Funktionsweise des Antisemitismus hat. Denn Juden werden nicht »wegen ihres Glaubens« angegriffen, gehasst und ermordet. Es geschieht völlig ­unabhängig davon, ob die bedrohten Juden streng oder wenig religiös, reli­gionskritisch oder atheistisch sind.

Das reale Verhalten von Juden spielt für den Antisemitismus keine Rolle, es geht vielmehr um ein bestimmtes Bild von Juden. Auf die Darlegung der ­Beklagten, Naidoo verwende in seinen Songs antisemitische Codes und Chiffren, hatte dieser erwidert, diese Codes seien ihm nicht bekannt.
https://jungle.world/artikel/2018/30/antisemiten-nur-im-ganzen?page=all
In Deutschland gibt es das merkwürdige Paradoxon des Antisemitismus ohne Antisemiten. Einer neueren Studie zufolge sind 41 Prozent der Deutschen der Meinung, Juden redeten zu viel über den Holocaust. 28 Prozent der Hochschulabsolventen mit einem Jahreseinkommen von mindestens 100.000 Euro – die Studie bezeichnet diese Gruppe als Elite – behaupten, Juden hätten „zu viel Macht in der Wirtschaft“, 26 Prozent glauben, Juden hätten „zu viel Macht in der Weltpolitik“. Gar 48 Prozent von ihnen vertreten die Ansicht, Juden verhielten sich loyaler zu Israel als zu Deutschland. Diese Aussagen, die zum klassischen Repertoire des Antisemitismus gehören, werden also von vielen Deutschen geteilt, auch den gebildeten. Trotzdem finden sich unter ihnen keine Antisemiten. Zumindest darf man sie nicht öffentlich so nennen.

Denn sonst riskiert man, von einem deutschen Gericht belehrt zu werden, das sei ein erheblicher Eingriff in das Persönlichkeitsrecht des Betreffenden und setze dessen Ansehen herab.
[...]
Mit anderen Worten: Weil die Referentin der AAS nicht beweisen konnte, dass Naidoo ein Antisemit ist, darf sie ihn auch nicht so nennen. Die „verdeckten antisemitischen Tendenzen in der heutigen Gesellschaft gerade vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte“ wiegen für das Nürnberger OLG weniger schwer, als „vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte“ jemanden als Antisemiten zu bezeichnen. Sprich: Antisemitisch zu sein, ist zwar schlimm, aber noch schlimmer ist es, den Antisemitismus konkreten Personen zuzuweisen. Um aus dem Schneider zu sein, muss man nur behaupten, falsch verstanden worden zu sein. Wenn man dann noch kurz in Israel auftritt und ein paar unverbindliche Statements gegen Rechts abgibt, ist man auf der sicheren Seite.
[...]
„Weil nicht sein kann, was nicht sein darf, gibt es in Deutschland keine Antisemiten mehr“, schrieb Alexander Nabert vor etwas mehr als vier Jahren in einem Beitrag für die Jungle World über diverse Gerichtsverfahren zur Frage, wer und was als antisemitisch bezeichnet werden darf. Man könne „komplexe Analysen von Text und Subtext, Sprachcodes und Bildsprache, Gesagtem und Gemeintem anstellen“, so Nabert weiter. „Man kann Antisemitismus an konkreten Stellen belegen. Doch wenn man den Urheber einer antisemitischen Aussage als Antisemiten bezeichnet, hat man vor Gericht schlechte Karten.“ Die Grundrechte auf Meinungs- und Pressefreiheit stießen in Deutschland schnell an Grenzen, wenn man von Antisemiten spreche, „zumindest wenn man damit lebende Personen in Deutschland meint, die sich selbst nicht so nennen“.

So kommt es zustande, das deutsche Paradoxon des Antisemitismus ohne Antisemiten. Groß ist die gesellschaftliche Betroffenheit über judenfeindliche Anschläge, Übergriffe, Drohungen, Schmierereien, Beleidigungen, Witze, Pamphlete, Codes und Chiffren. Doch wenn jemand beim Namen genannt wird, soll das schwerer wiegen als der Antisemitismus selbst und entsprechend sanktioniert werden. „Sozialwissenschaftliche Studien weisen immer wieder auf große Anteile an Antisemiten in der Gesellschaft hin“, konstatierte Alexander Nabert. „Doch konkrete Beispiele zu benennen, ist vor der deutschen Justiz teuer geworden.“ Die Kritik des Antisemitismus inklusive seiner Proponenten wird in Deutschland also für gefährlicher gehalten als die Reproduktion antisemitischer Ideologie. Das müssen sie sein, die vielbeschworenen Lehren aus der Geschichte.
https://www.mena-watch.com/fall-naidoo-hintergrund-der-deutschen-geschichte-plagt-deutsches-gericht/
Xavier Naidoo gegen Amadeu-Antonio-Stiftung, Jürgen Elsässer gegen Jutta Ditfurth, »Die Bandbreite« gegen die Taz – vor deutschen Gerichten wird immer häufiger die Frage verhandelt, wer oder was als antisemitisch bezeichnet werden darf.
[...]
Ähnlich erging es dem Journalisten Stefan Laurin, der das Blog Ruhrbarone presserechtlich verantwortet. Ihm wurde gerichtlich verboten, der Band, ihrem Sänger oder ihren Liedern wörtlich oder sinngemäß zu unterstellen, Antisemitismus zu propagieren. In der Realität heißt das: Laurin darf sich zur Band nicht äußern, sofern auch nur anhand einer Textzeile möglicher Antisemitismus diskutiert wird, nicht einmal Links teilen, die ansatzweise eine solche Deutung zulassen. Täte er es trotzdem, hätte er mit hohen Geldstrafen zu rechnen. Ein umfassender Maulkorb, verkündet »im Namen des Volkes«.

Was wäre, wenn die Überschrift dieses Textes »Antisemiten vor Gericht« lauten würde? Dann würde es wohl Abmahnungen hageln. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf, gibt es in Deutschland keine Antisemiten mehr.
https://jungle.world/artikel/2015/37/es-gibt-keine-antisemiten-mehr
Normalerweise führt ein Auftritt vor NPD-Anhängern, Verschwörungstheoretikern und Antisemiten, wie ihn der Soulsänger Xavier Naidoo im vergangenen Herbst vor dem Reichstag hingelegt hat, schnurstracks in die gesellschaftliche Isolation. Nicht so bei dem 43jährigen. Nach einigen harschen Kritiken in verschiedenen Zeitungen und der obligatorischen Distanzierung der Mannheimer Lokalpolitik legte sich der Sturm der Entrüstung schnell wieder. Der Privatsender Vox teilte Anfang dieses Jahres mit, dass er eine zweite Staffel der Show »Sing meinen Song« mit dem prominenten Mannheimer als Gastgeber produziert. Als Grund für die weitere Zusammenarbeit gab der Sender an, dass Naidoo sich von den Vorwürfen distanziert habe. »Von daher gibt es für uns keinen Anlass, unsere Pläne mit ihm zu ändern.«
Sehr schnell stellte sich die Distanzierung des Sängers jedoch als Lippenbekenntnis heraus. In einem fünfseitigen Interview erklärt der ehemalige Dozent der Mannheimer Popakademie Anfang März gegenüber dem Magazin Stern, warum er nicht glaube, dass der 11. September 2001 »so abgelaufen ist, wie es in den Medien und von der Politik dargestellt wurde«. Außerdem beklagt sich Naidoo erneut darüber, dass »Deutschland kein souveränes Land« sei, weil »die Amerikaner uns überwachen« dürften. »Der Historiker Prof. Dr. Josef Foschepoth ist den geheimen Vereinbarungen zwischen den Amerikanern und der Bundesregierung nachgegangen. Sie existieren wirklich«, raunte er ganz geheimnisvoll. Und der Stern druckte es ab.
https://jungle.world/artikel/2015/13/wie-ein-gallier

Wie du mit "Höhepunkt der Karriere" richtig anmerkst, hat das alles 10 Jahre lang überhaupt keinerlei Konsequenzen gehabt
2010: Unser Star für Oslo (Jurymitglied)
2011–2012: The Voice of Germany (Jurymitglied)
2014–2016: Sing meinen Song – Das Tauschkonzert (Gastgeber)
seit 2017: Xaviers Wunschkonzert Live (Gastgeber)
2017: Echoverleihung 2017 (Moderator)
2019 und 2020: Deutschland sucht den Superstar (Jurymitglied)
Wikipedia: Xavier_Naidoo

Xavier Naidoo musste erst anfangen, gegen geflüchtete Menschen zu hetzen.
Das führte dann bezeichnenderweise zu angemessenen Konsequenzen, denn da konnte man ihn dann schnell als Klischee-Nazi einordnen....aber ein bißchen Antisemitismus ist in Deutschland nicht karriereschädigend.


melden

Ist Xavier Naidoo zu weit gegangen?

30.07.2020 um 23:39
Als Deutscher welcher Hautfarbe auch immer, einen Schwarzen Deutschen als "braunen" zu bezeichnen, ist so widerlich :-(

Es ist so unterirdisch menschenverachtend, ich könnte im Strahl kotzen.

Und dann kommt hier eine Textwand mit Zeug, das hier Seitenweise auseinander genommen und einvernehmlich als teilweise antisemitisch zu verstehend, wahrgenommen und eingeordnet wurde.
Was steht neues in deinem Text, schauen wir mal:

Aha, in den Zitaten, nichts.
Fierna
schrieb:
aber ein bißchen Antisemitismus ist in Deutschland nicht karriereschädigend
Nein, ist es nicht, wie wir an den Karrieren aller Söhne Mannheims und aller bei Produktion und Management beteiligten Personen sehen können, deren Karriere keinen Knick bekommen hat. Antisemitismus ist leider sehr weit verbreitet, das wird aber nicht besser, wenn man sich an einem abarbeitet und die anderen, ebenso antisemitisch handelnden Personen außer Acht lässt - was ja tatsächlich geschieht, die Söhne Mannheims, deren und Xaviers Manager und Produzenten sowie Labels haben mit diesen von euch als eindeutig antisemitisch eingeordneten Texten Geld verdient und weil sie sich schon bedeckt halten, fällt sowas gar nicht auf, wenn über Xavier Naidoo als braunem Menschen gesprochen werden darf und das so viel Vergnügen bereitet.
Das rettet leider die Welt nicht vor all dem Hass auf Jüdisches Leben, der seit Jahrtausenden stattfindet und deshalb wirklich die schändlichste aller Diskriminierung ist, so lange kann die Menschheit aus der Geschichte schon lernen und fällt immer wieder auf die gleiche Scheiße herein.

Es liegt an den Leuten, die von sowas profitieren ohne dafür gerade stehen zu müssen, die geben den Zunder dazu.
Ich sehe Herrn Naidoo hier mehr als Sündenbock für alle, die von der antisemitischen Kackscheiße profitieren.
Die Menschen, für die er gearbeitet hat, haben gezeigt, dass es in Deutschland möglich ist, Anspielungen auf antisemitische Stereotype in Songs zu machen und die Charts zu erobern, nicht einfach der Sänger, sie haben es alle getan.
Sind deren Taten eigentlich auch von der Kunstfreiheit gedeckt oder nur die dessen, der den Text verfasst hat?


melden

Ist Xavier Naidoo zu weit gegangen?

30.07.2020 um 23:47
@Brechbrocken

Jemandem das Recht auf eine braune Gesinnung in Abhängigkeit seiner Hautfarbe zuzugestehen oder abzusprechen ist nicht nur "so widerlich" und "so unterirdisch menschenverachtend", es ist auch zutiefst rassistisch. Wolltest du das mit deinem neuerlichen Gezeter ausdrücken oder wieder nur vom Topic ablenken? :troll:
Brechbrocken
schrieb:
Ich sehe Herrn Naidoo hier mehr als Sündenbock
Aso, die übliche Masche der Täter, sich in die Opferrolle zu flüchten.


melden

Ist Xavier Naidoo zu weit gegangen?

30.07.2020 um 23:50
@geeky
geeky
schrieb:
Jemandem das Recht auf eine braune Gesinnung in Abhängigkeit seiner Hautfarbe zuzugestehen oder abzusprechen ist nicht nur "so widerlich" und "so unterirdisch menschenverachtend", es ist auch zutiefst rassistisch. Wolltest du das mit deinem neuerlichen Gezeter ausdrücken oder wieder nur vom Topic ablenken? :troll:
Ich lasse dir den Spaß, für die Gute Sache und den Spaß an der Freude muss man ja mit Geschmacklosigkeiten nicht geizen, sieht auch Herr Naidoo so, wusste gar nicht, dass da sogar Gemeinsamkeiten bei euch bestehen.


melden

Ist Xavier Naidoo zu weit gegangen?

31.07.2020 um 06:31
@geeky
vielleicht darf ich dir einen Ratschlag geben?
Evtl solltest du etwas mehr Sorgfaltspflicht bei der Auswahl Deiner Verweise und Links hier walten lassen.
Du zitierst hier den Blogger Hardy Prothmann/rheinneckarblog.

Mit einen ellenlangen Blog aus 2015 in dem er eine Jammertirade ablässt, er ist quasi der Jammerbarde. Worüber weint er da 2015?
Weil er abgemahnt wurde. Warum wurde er abgemahnt? Weil er seine " Hausaufgaben" als Blogger nicht gemacht hat.
Er beweint sich, weil er nicht aufgepasst hat und verflucht das böse Abmahnwesen der bösen deutschen Anwaltschaft.
Wie schon @Brechbrocken
hier richtig bemerkte, Augen auf bei der Auswahl der Blogger, die man hier zitiert.

Hier noch mal etwas zum Blogger Deiner Wahl aus 2019. Er ist nun quasi selbt der King of Abmahnungen.
Peinlicher gehts nicht mehr. Bekannt in Mannheim und Umgebung. Eigentlich weder geeignet hier noch sonstwo zitiert zu werden.

Nimm Dir drei Minuten und lies das Folgende . Es wäre zu überlegen, ob der Jammerblogger, ( Dein favorite Sprachgebrauch abgewandelt), geeignet ist, als stilistisches Mittel deinerseits, im Kampf gegegen Naidoo angeführt zu werden.
Zu besagten Stiftung und deren weibl .Chef will ich mich erst gar nicht äußern. Das verbietet mir mein Respekt vor allen Opfern der Stasi Herrschaft in der ehemailgen DDR.

https://taz.de/Verurteilter-Blogger-Hardy-Prothmann/!5579677/


melden

Ist Xavier Naidoo zu weit gegangen?

31.07.2020 um 07:50
Brechbrocken
schrieb:
Mal dort gewesen?
Wohn quasi in der Region!
Brechbrocken
schrieb:
Die bilden sich wirklich was drauf ein, dass ihre Innenstadt in Quadraten angelegt ist. Einfach mal hinreisen und jeden x-beliebigen Taxifahrer fragen.
Das ist dein empirischer Beleg dafür das Mannheimer glauben sie sind in next Jeruzalem?
Wow

Da kann ich auch ein Hamburger Taxifahrer nach der elbphilamornie fragen und aus den Antworten tolle Sachen ableiten .das ist schon ganz schönes Geschwurbel was du ablässt
Brechbrocken
schrieb:
Mannheimer bilden sich außerdem was auf Teile ihrer Geschichte ein:
Die Mannheimer haben sich auch mal was auf xavier naidoo eingebildet?!
Brechbrocken
schrieb:
Mannheimer sind eigenartig, dass weiß sogar der Spiegel
Willst du mich eigtl komplett verarschen ? Was hat denn der Dialekt damit zu tun?
Findest du xavier naidoo allein wegen des Dialektes eigenartig ? Wohl kaum
Brechbrocken
schrieb:
Viele von ihnen waren Glaubensflüchtlinge.
Jetzt erklär mir mal genau was die Hugenotten mit xavier Naidoo gemein haben ?
Oder haben die Hugenotten den Jeruzalem spirit nach mannheim gebracht?

Evtl willst du das mal näher erklären warum Mannheimer " abartig " sind ?


melden

Ist Xavier Naidoo zu weit gegangen?

31.07.2020 um 08:32
Lange hielten ihm seine Unterstützer die Treue, vermuteten, er sei nur irgendwie falsch verstanden worden. Oder die Worte des Sängers würden böswillig verdreht.

Diese Unterstützer sind nun großteils verstummt. Denn spätestens seit Xavier Naidoo seinen Juryplatz bei „Deutschland sucht den Superstar“ verlor, verbreitet er seine Überzeugungen so offen, dass sich keine Argumente zu seiner Verteidigung mehr finden.

Neuester Tiefpunkt: Xavier Naidoo lobt einen mehrfach verurteilten Reichsbürger, bezeichnet ihn öffentlich als „wahren Helden“.
Der Mann, von dem Naidoo derart angetan ist, heißt Rüdiger Hoffmann. Er ist ein ehemaliger NPD-Kader, der wegen versuchten Mordes mehrere Jahre im Gefängnis saß. Mittlerweile gilt Hoffmann als Wortführer der Gruppierung „Staatenlos“, die seit Jahren vom Verfassungsschutz beobachtet wird.
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/liebling-der-rechten-und-verschwoerungstheoretiker-der-verstoerende-absturz...


melden

Ist Xavier Naidoo zu weit gegangen?

31.07.2020 um 08:33
@Calligraphie

Du hast natürlich recht, aus anderen Artikeln geht noch viel deutlicher hervor, wie verzweifelt (und vergeblich) XN gegen die zulässige Meinungsäußerung vorgeht, er würde antisemitisches Gedankengut verbreiten. Um nicht schon wieder psiram zu zitieren, das ja auch bei Antisemiten aller Art regelmäßig zu Schaum vorm Mund führt, hier ein Beitrag aus dem Sonnenstaatland-Forum:
Im übrigen führte der Vorsitzende Richter gegenüber Xavier Naidoo ausführlich aus, warum Xavier Naidoo den Satz „Wer solche Songzeilen wie Xavier Naidoo in seinem Album ‚Alles kann besser werden‘ verbreitet, dürfte ein Antisemit sein.“ als Meinungsäußerung zu dulden habe. Hier hat der Vorsitzende Richter sogar sehr ausführlich und ausdrücklich das Engagement gegen den neu aufflammenden Antisemitismus der Amadeu-Antonio-Stiftung gelobt und deren Rechtsanwältin für ihre fast wissenschaftliche Ausführung über den strukturellen und literarischen Antisemitismus in den Schriftsätzen gelobt und dies hervorgehoben und Xavier Naidoo dabei so ordentlich den Kopf gewaschen das er sich diesen Vorwurf gefallen lassen müsse, dass dieser augenscheinlich vor Wut innerlich kochte.

Allerdings sind der Autor Roland Sieber und die die Amadeu Antonio Stiftung in diesem Punkt im Vergleich auch auf Xavier Naidoo zugegangen. So darf jeder von euch rechtmäßig den Satz „Wer solche Songzeilen wie Xavier Naidoo in seinem Album Album ‚Alles kann besser werden‘ verbreitet, dürfte ein Antisemit sein“ verbreiten, nur die Amadeu Antonio Stiftung und der Autor aufgrund des „freiwillig“ vereinbarten Vergleichs mit Xavier Naidoo nicht mehr, damit er diesen bei den Gerichtskosten entgegen kam. Ergo wurde dieser Vergleich von Xavier Naidoo finanziell erpresst.
Quelle: https://forum.sonnenstaatland.com/index.php?topic=1131.60

Ist es so genehm? :troll:


melden

Ist Xavier Naidoo zu weit gegangen?

31.07.2020 um 08:59
Brechbrocken
schrieb:
Und dann kommt hier eine Textwand mit Zeug, das hier Seitenweise auseinander genommen und einvernehmlich als teilweise antisemitisch zu verstehend, wahrgenommen und eingeordnet wurde.
Was genau hast du hier "seitenweise auseinandergenommen"?

Und welche Rolle sollte es für mich spielen, auf was sich hier irgendwelche Leute vermeintlich geeinigt hätten?
Das wird mich ganz sicher nicht dazu bewegen, im "vielleicht, unter Umständen, womöglich, man weiß es nicht"-Konjunktiv-Chor zu klatschen.
Brechbrocken
schrieb:
Nein, ist es nicht, wie wir an den Karrieren aller Söhne Mannheims und aller bei Produktion und Management beteiligten Personen sehen können, deren Karriere keinen Knick bekommen hat. Antisemitismus ist leider sehr weit verbreitet, das wird aber nicht besser, wenn man sich an einem abarbeitet und die anderen, ebenso antisemitisch handelnden Personen außer Acht lässt - was ja tatsächlich geschieht, die Söhne Mannheims, deren und Xaviers Manager und Produzenten sowie Labels haben mit diesen von euch als eindeutig antisemitisch eingeordneten Texten Geld verdient und weil sie sich schon bedeckt halten, fällt sowas gar nicht auf,
Weißt du, wenn deine whataboutism tatsächlich der Intention folgen würden, Antisemitismus als die gesellschaftliche Pathologie aufzudecken, die es ist, wäre dein Ansatz ja sehr löblich.
Leider möchtest du - im Xavier Naidoo-Thread - nur von Xavier Naidoo ablenken und den sogar zu einer Art Opfer stilisieren. Das ist hingegen unredlich.

Ich weiß sowieso gar nicht, wieso du mir nun solche Vorwürfe machst, denn mein Post, in dem absolut "Nichts Neues" stand, beginnt ja schon mit dem Satz
.
Fierna
schrieb:
An dieser Stelle ist tatsächlich nicht Herr Naidoo das Problem sondern
Ich weise also bereits auf ein größeres Ganzes hin und reduziere das Phänomen keineswegs auf Herrn Naidoo.
geeky
schrieb:
Du hast natürlich recht, aus anderen Artikeln geht noch viel deutlicher hervor, wie verzweifelt (und vergeblich) XN gegen die zulässige Meinungsäußerung vorgeht, er würde antisemitisches Gedankengut verbreiten.
Ist dir bewusst, dass das nochmal passiert ist und die Äußerung von einem Gericht untersagt wurde....auch in der Berufung?
Da ist also nichts mehr mit "vergeblich" und man brauch auch keine vermeintlichen Erfolge von 2015 zu feiern.
Nachdem im Jahr 2017 eine Referentin der Stiftung erneut die Behauptung aufgestellt hatte, Naidoo sei ein Antisemit, was „strukturell nachweisbar“ sei, untersagte das Landgericht Regensburg Mitte Juli 2018 auf Klage Naidoos hin der Referentin die Wiederholung ihrer Aussage. Zwar handele es sich dabei um eine Meinungsäußerung, allerdings überwiege demgegenüber das Persönlichkeitsrecht Naidoos, das durch die Äußerung angegriffen worden sei. Die Stiftung bezeichnete das Urteil als „ein fatales Signal für die politische Bildung.“[52] In einer Berufung am Oberlandesgericht Nürnberg unterlag die Referentin im Oktober 2019. Demnach stufte das OLG die Prangerwirkung höher ein als das Recht auf freie Meinungsäußerung, nachdem im erstinstanzlichen Urteil ausreichende Beweise der Referentin gefehlt hätten.[53]
Wikipedia: Xavier_Naidoo


melden

Ist Xavier Naidoo zu weit gegangen?

31.07.2020 um 09:10
@Fierna
Fierna
schrieb:
Ist dir bewusst, dass das nochmal passiert ist und die Äußerung von einem Gericht untersagt wurde...
Welche Aussage genau - "Xavier Naidoo verbreitet antisemitisches Gedankengut" oder "Xavier Naidoo ist ein Antisemit"?


melden

Ist Xavier Naidoo zu weit gegangen?

31.07.2020 um 09:29
Rüdiger Hoffmann? Ist das nicht der, der damals kurzfristig eine Demo am Reichstag genehmigt bekommen hat, für die eine schon viel länger angemeldete (und zuvor genehmigte!?) Demo der Friedensbewegung ebenso kurzfristig an einen anderen Ort verlegt wurde?

Herr Naidoo trat damals auf zwei Demos auf.
Die Teilnehmer der Demo am Reichstag begrüßte er etwa mit den Worten, er wisse gar nicht, vor wem er hier eigentlich spricht.
Dann predigte er ein bisschen von Liebe und Frieden, sang einen Song und suchte schleunigst die andere Demo auf, wo er auch etwas länger verweilte.
Kann man nachlesen, manch ein etabliertes Medium berichtete von beiden Demos, nicht nur von der am Reichstag.


melden

Ist Xavier Naidoo zu weit gegangen?

31.07.2020 um 09:44
@Brechbrocken
Dufte Type.
Wenn naidoo den empfiehlt kann man doch mal schauen was der sich so zusammenstottert. Naidoo hatte ja da auf dem Kanal auch ein exklusivinterview über viel Liebe und co
Entnazifizierung jetzt sofort umsetzen! Wladimir Schirinowski - Wenn uns das deutsche Volk um Hilfe bittet, wird Rußland helfen!!! = ZEIGT DEN ALLIIERTEN EUREN WILLEN! Unsere Heimat wird gemäß Befreiungsartikel GG139 NUR DURCH ENTNAZIFIZIERUNG DER PERSON FREI! DARUM IST ES RECHTLICHE & MORALISCHE PFLICHT FÜR JEDEN DEUTSCHEN in der BRD-HAFTANSTALT; Menü ROT oben auf xxx.xxx.info die Heimatrehabilitation/ Entnazifizierung an die zuständige Hohe Hand nach Moskau zu tätigen – dazu bitte genau die Handlungsanleitung beachten!
Quelle: hab ich geschwärzt weil stark rechtsradikal .den Hoffmann Kanal findet man aber .

Ansich schon Satire schirinowski die Entnazifizierung Deutschlands in die Hand geben zu wollen .naidoo wollte nicht flüchten vor diesen Leuten weil das genau seine buddies sind .
Nur mit der Hilfe Putins kommen wir hier wohl noch auf den grünen Zweig 🤪


melden

Ist Xavier Naidoo zu weit gegangen?

31.07.2020 um 09:50
Jedimindtricks
schrieb:
Nur mit der Hilfe Putins kommen wir hier wohl noch auf den grünen Zweig
Und ich dachte immer, Merkel seih nur eine "Sockenpuppe" von Trump. :D Jetzt kommt auch noch Russland ins Spiel. Das könnte interessant werden. Bin echt "froh", dass Naidoo uns darüber aufklärt und der eines Tages der Erlöser sein wird.


melden

Ist Xavier Naidoo zu weit gegangen?

31.07.2020 um 09:58
Brechbrocken
schrieb:
Rüdiger Hoffmann? Ist das nicht der, der damals kurzfristig eine Demo am Reichstag genehmigt bekommen hat, für die eine schon viel länger angemeldete (und zuvor genehmigte!?) Demo der Friedensbewegung ebenso kurzfristig an einen anderen Ort verlegt wurde?
Keine Ahnung, steht aber auch nicht im Zusammenhang mit der Aussage:
intruder
schrieb:
Neuester Tiefpunkt: Xavier Naidoo lobt einen mehrfach verurteilten Reichsbürger, bezeichnet ihn öffentlich als „wahren Helden“.
Der Mann, von dem Naidoo derart angetan ist, heißt Rüdiger Hoffmann. Er ist ein ehemaliger NPD-Kader, der wegen versuchten Mordes mehrere Jahre im Gefängnis saß. Mittlerweile gilt Hoffmann als Wortführer der Gruppierung „Staatenlos“, die seit Jahren vom Verfassungsschutz beobachtet wird.


melden

Ist Xavier Naidoo zu weit gegangen?

31.07.2020 um 09:59
geeky
schrieb:
Welche Aussage genau - "Xavier Naidoo verbreitet antisemitisches Gedankengut" oder "Xavier Naidoo ist ein Antisemit"?
Um die Aussage, er verbreite antisemitisches Gedankengut, ging es in beiden Fällen nicht.

Im Fall, der zu diesem Vergleich führte, lautete die Aussage "Wer solche Songzeilen wie Xavier Naidoo in seinem Album ‚Alles kann besser werden‘ verbreitet, dürfte ein Antisemit sein".
Obwohl da schon ein Konjunktiv vorliegt, bleibt nach dem Vergleich nur noch irgendein Larifari-Unsinn, irgendwelche Zeilen auf dem Album seien womöglich antisemitisch "interpretierbar"....vielleicht...so dass kein Leser oder Zuhörer je auf den Gedanken kommen könnte, die Aussage sei gar valide.

Zudem wurde der Stiftung untersagt, Naidoo als Antisemiten zu führen.

Im Fall von 2017 lautete die Aussage "Er ist Antisemit, das ist strukturell nachweisbar". Das wurde auch in Berufung gerichtlich untersagt.
Natürlich kann man jetzt argumentieren, dass die Dame eben nicht "strukturell nachweisbar" hätte sagen dürfen. Das ist ihr aber ganz sicher nicht vorzuwerfen und auch nicht, dass sie darauf besteht.
Sonst landet man nämlich wieder bei irgendeinem "Womöglich, vielleicht, unter Umständen, das ist nur meine Meinung, der jegliche Begründung fehlt"-Konjunktiv-Unsinn, den kein Mensch ernst nehmen kann.

Und sowas ist in Deutschland eben kein Einzelfall.

Natürlich bezieht sich das Urteil auch nur auf diesen konkreten Fall...bevor hier gleich jemand anfängt, man dürfe dies oder jenes nicht über Xavier Naidoo sagen.


melden

Ist Xavier Naidoo zu weit gegangen?

31.07.2020 um 10:16
Brechbrocken
schrieb:
Ist das nicht der, der damals kurzfristig eine Demo am Reichstag genehmigt bekommen hat, für die eine schon viel länger angemeldete (und zuvor genehmigte!?) Demo der Friedensbewegung ebenso kurzfristig an einen anderen Ort verlegt wurde?
Friedensbewegung???? Ernsthaft?
Das waren die Mährholzschen Montsgsmahnwachen, auf denen bundesweit u.a. aus den Protokollen der alten aus Zion vorgetragen wurde.
Friedensbewegung.... Made my day!


melden
190 Mitglieder anwesend
Konto erstellen
Allmystery Newsletter
Alle zwei Wochen
die beliebtesten
Diskussionen per E-Mail.

Themenverwandt