Freki2.0 schrieb:Aber evtl muss der Gastwirt des Ausflugslokals, das Ziel für viele der Gruppen gewesen wäre, Insolvenz anmelden.
Du hast Recht damit, dass es natürlich Folgeprobleme gibt. Kein Fußball bedeutet, dass alles, was da wirtschaftlich dran hängt, leidet. Keine (oder stark eingeschränkte) Freizeitangebote sind da genau da selbe. Keine Wanderungen bedeutet eben auch, dass die "Industrie" darum herum leidet.
Dennoch ist der Eingriff in Freizeitaktivitäten deutlich geringer, als der Eingriff in unmittelbare wirtschaftliche Gegebenheiten. Den Gastronom trifft es viel härter, nicht öffnen zu dürfen, als wenn ein Teil seiner Gäste nicht kommen kann oder möchte. Oder wenn sich Rahmenbedingungen ändern.
Insofern ist da eine differenzierte Betrachtung notwendig.
Lexter schrieb:Mir fehlt ehrlich gesagt ein wenig die Empathie, wenn z.B. Unternehmen wie VAPIANO jetzt behaupten, Corona habe sie zerstört.
sooma schrieb:Das ist nicht nur "nicht ok", dass ist menschenverachtend und weltfremd. Von der vielgepriesenen "Solidarität" bleibt nicht mal im Wort über den Anderen ein Hauch übrig.
Das ist eben der Punkt. Es gibt Unternehmen (und Menschen),die schlecht gewirtschaftet haben und einen Teil der Konsequenzen selbst verantworten und es gibt andere, die völlig unverschuldet besonders hart getroffen werden.
Natürlich kann man sagen, man behandelt (gedanklich) alle gleich. Aber derjenige, der jetzt weniger bekommt, obwohl er verantwortlich handelte wird darüber ehr unglücklich sein. Wenn das "weniger" daraus resultiert, dass andere die Gunst der Stunde nutzen.