paxito schrieb:Da „die Ärzte in unserer Gegend“ zum überwiegenden Teil Frauen sind, brauchen sie keine Extranennung mehr von mir egal in welcher Form. Sie würden das sogar vehement ablehnen (die meisten kenne ich persönlich) An der Stelle das gM zu verwenden hat sogar einen ganz eigenen Humor. Sowas liegt mir.
paxito schrieb:Die Nennung oder Nichtnennung eines Geschlechts hat immer eine politische und gesellschaftliche Dimension. Nur deswegen gibt es das gM überhaupt.
Äh - nee.
Da kann ich nicht mitgehen.
Ich sehe den Punkt, dass es dazu führen kann, dass Frauen unsichtbar gemacht werden, wenn das generische Maskulinum verwendet wird.
Und das ist in Deiner Aussage passiert:
Justsaying schrieb:
paxito schrieb:Die meisten Ärzte in unserer Gegend sind keine Doktoren.
Aber wie passt das zusammen?
Wenn Du sagt, dass das Geschlecht immer eine Relevanz hat, hättest Du die Aussage getroffen, dass die - männlichen - Ärzte bei Dir in der Gegend i.d.R. nicht promoviert haben. Über die weiblichen Ärzte, sprich Ärztinnen, hättest Du dann keine Info gegeben.
Und hier sollte man wirklich darüber nachdenken, welche sprachlichen Alternativen es gibt, um auch Frauen gleichwertig darzustellen.
ABER es gibt eben auch die Fälle, in denen es eine komplett unnütze Information ist, das Geschlecht von Personen/Personengruppe zu benennen.
Und da funktioniert das generische Maskulinum gut, wenn es um eine einzelne Person geht. (Im Plural funktioniert es nicht, siehe die Definition laut WIki).
Wie in meinem Beispiel mit 'dem Bekannten' - es könnte genausogut 'eine Bekannte' sein. Es hat für die Geschichte, meine Frage, absolut keine Relevanz, ob ein Männlein oder ein Weiblein Ohrenschmerzen hat.
Beitrag von Justsaying (Seite 755)
Groucho schrieb am 04.03.2026:Ja es ist kinderleicht:Generisches Maskulinum (von lateinisch genus „Geschlecht, Gattung, Art“, und masculus „männlich“)[2] bezeichnet die sexusindifferente (auch: geschlechtsneutrale oder geschlechtsunspezifische) Verwendung maskuliner Substantive oder Pronomen.[3][4] Hierbei werden beispielsweise grammatisch maskuline Personen- oder Berufsbezeichnungen, von denen sich oft auch eine feminine Form ableiten lässt, generisch (also verallgemeinernd) für Personen verwendet, deren biologisches Geschlecht entweder unbekannt, nicht von Bedeutung oder (im Plural) männlich, weiblich oder gemischt ist.[5][6] A
Quelle: Wikipedia: Generisches Maskulinum
x-ray-2 schrieb:Weil die sich nicht als Frauen identifizieren, aber trotzdem gebären können... was sie dann aber doch wieder zu Frauen macht, weil Männer ja nicht gebären können... meine Güte das is ja voll kompliziert...
Ich verstehe halt auch nicht, wenn jemand seine weiblichen Organe nutzt, es derart ablehnt, als Mutter bezeichnet zu werden....
Und noch weniger verstehe ich, warum alle Welt auf derartige Befindlichkeiten Rücksicht nehmen soll.