Menschen
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Gendern zur Pflicht machen?

15.412 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Menschen, Weiblich, Transgender ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Gendern zur Pflicht machen?

07.03.2026 um 21:56
Zitat von paxitopaxito schrieb:Ich hab dir doch gesagt, dass ich an der Stelle ein generisches Maskulinum verwendet habe. Was ich verneinte war deine Aussage, dass das Geschlecht hier keine Rolle spielt (und ich es deswegen verwenden würde). Das ist falsch. Das Geschlecht spielt immer eine Rolle auch und gerade dann wenn ich ein gM verwende.
Das würde ich tatsächlich gerne verstehen.

Denn für mich liegt der Charme des gM darin, dass es sehr gut passt, wenn das Geschlecht der Person oder der Personen, um die es geht, ohne Bedeutung ist.
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb:um trans-irgendwas,
Doch, schon. Es gibt doch einige Fälle, in denen Transmänner schwanger waren und entbunden haben.
Wenn man diese nun nicht ausschliessen möchte, weil sie für sich das Wort 'Mutter' nicht anwenden....muss man halt eine andere Formulierung bemühen.
Aber wenn man sagt, dass auch dem zweite Elternteil, das nicht entbunden hat, nun freie Tage nach der Entbindung des Kindes zur Verfügung stehen, ist doch alles gesagt.


2x zitiertmelden

Gendern zur Pflicht machen?

07.03.2026 um 22:02
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Das würde ich tatsächlich gerne verstehen.
Nagut. Da „die Ärzte in unserer Gegend“ zum überwiegenden Teil Frauen sind, brauchen sie keine Extranennung mehr von mir egal in welcher Form. Sie würden das sogar vehement ablehnen (die meisten kenne ich persönlich) An der Stelle das gM zu verwenden hat sogar einen ganz eigenen Humor. Sowas liegt mir.
Aber so verquer muss nun wirklich nicht jeder denken.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Denn für mich liegt der Charme des gM darin, dass es sehr gut passt, wenn das Geschlecht der Person oder der Personen, um die es geht, ohne Bedeutung ist.
Die Nennung oder Nichtnennung eines Geschlechts hat immer eine politische und gesellschaftliche Dimension. Nur deswegen gibt es das gM überhaupt. Es ist nicht der Einfachheit halber entstanden, sondern ein Spiegel seiner Zeit. Das heißt nicht das man es verbannen müsste (meine Meinung), nur das man sich darüber klar sein muss.


1x zitiertmelden

Gendern zur Pflicht machen?

07.03.2026 um 22:09
@Justsaying
Also sie haben das Wort "Mutter/Mütter" vermieden, damit Transmänner nicht exkludiert sind.

Weil die sich nicht als Frauen identifizieren, aber trotzdem gebären können... was sie dann aber doch wieder zu Frauen macht, weil Männer ja nicht gebären können... meine Güte das is ja voll kompliziert...


1x zitiertmelden

Gendern zur Pflicht machen?

07.03.2026 um 22:23
Zitat von paxitopaxito schrieb:Da „die Ärzte in unserer Gegend“ zum überwiegenden Teil Frauen sind, brauchen sie keine Extranennung mehr von mir egal in welcher Form. Sie würden das sogar vehement ablehnen (die meisten kenne ich persönlich) An der Stelle das gM zu verwenden hat sogar einen ganz eigenen Humor. Sowas liegt mir.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Die Nennung oder Nichtnennung eines Geschlechts hat immer eine politische und gesellschaftliche Dimension. Nur deswegen gibt es das gM überhaupt.
Äh - nee.
Da kann ich nicht mitgehen.
Ich sehe den Punkt, dass es dazu führen kann, dass Frauen unsichtbar gemacht werden, wenn das generische Maskulinum verwendet wird.
Und das ist in Deiner Aussage passiert:
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:
Zitat von paxitopaxito schrieb:Die meisten Ärzte in unserer Gegend sind keine Doktoren.
Aber wie passt das zusammen?
Wenn Du sagt, dass das Geschlecht immer eine Relevanz hat, hättest Du die Aussage getroffen, dass die - männlichen - Ärzte bei Dir in der Gegend i.d.R. nicht promoviert haben. Über die weiblichen Ärzte, sprich Ärztinnen, hättest Du dann keine Info gegeben.
Und hier sollte man wirklich darüber nachdenken, welche sprachlichen Alternativen es gibt, um auch Frauen gleichwertig darzustellen.

ABER es gibt eben auch die Fälle, in denen es eine komplett unnütze Information ist, das Geschlecht von Personen/Personengruppe zu benennen.
Und da funktioniert das generische Maskulinum gut, wenn es um eine einzelne Person geht. (Im Plural funktioniert es nicht, siehe die Definition laut WIki).
Wie in meinem Beispiel mit 'dem Bekannten' - es könnte genausogut 'eine Bekannte' sein. Es hat für die Geschichte, meine Frage, absolut keine Relevanz, ob ein Männlein oder ein Weiblein Ohrenschmerzen hat.
Beitrag von Justsaying (Seite 755)
Zitat von GrouchoGroucho schrieb am 04.03.2026:Ja es ist kinderleicht:
Generisches Maskulinum (von lateinisch genus „Geschlecht, Gattung, Art“, und masculus „männlich“)[2] bezeichnet die sexusindifferente (auch: geschlechtsneutrale oder geschlechtsunspezifische) Verwendung maskuliner Substantive oder Pronomen.[3][4] Hierbei werden beispielsweise grammatisch maskuline Personen- oder Berufsbezeichnungen, von denen sich oft auch eine feminine Form ableiten lässt, generisch (also verallgemeinernd) für Personen verwendet, deren biologisches Geschlecht entweder unbekannt, nicht von Bedeutung oder (im Plural) männlich, weiblich oder gemischt ist.[5][6] A
Quelle: Wikipedia: Generisches Maskulinum
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb:Weil die sich nicht als Frauen identifizieren, aber trotzdem gebären können... was sie dann aber doch wieder zu Frauen macht, weil Männer ja nicht gebären können... meine Güte das is ja voll kompliziert...
Ich verstehe halt auch nicht, wenn jemand seine weiblichen Organe nutzt, es derart ablehnt, als Mutter bezeichnet zu werden....
Und noch weniger verstehe ich, warum alle Welt auf derartige Befindlichkeiten Rücksicht nehmen soll.


3x zitiertmelden

Gendern zur Pflicht machen?

07.03.2026 um 22:40
Ich verstehe halt auch nicht, wenn jemand seine weiblichen Organe nutzt, es derart ablehnt, als Mutter bezeichnet zu werden....
Und noch weniger verstehe ich, warum alle Welt auf derartige Befindlichkeiten Rücksicht nehmen soll.
Ja, in dem Zusammenhang ist es ja auch irrelevant, als was sich jemand identifiziert. Wenn es um gebärende oder entbindende Personen geht, ist "Mütter" halt die Bezeichnung dafür. Aber ich hab den Eindruck, man will das "aufweichen", und quasi implizieren, dass auch Männer schwanger werden können und deshalb entsprechend sprachlich inkludiert werden müssen...


melden

Gendern zur Pflicht machen?

07.03.2026 um 22:42
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Denn für mich liegt der Charme des gM darin, dass es sehr gut passt, wenn das Geschlecht der Person oder der Personen, um die es geht, ohne Bedeutung ist.
Ja und da gibt es einfach so verdammt viele Beispiele wie bei "Kunde". Ist in der Regel nämlich komplett egal in den meisten Alltagssituationen.


1x zitiertmelden

Gendern zur Pflicht machen?

07.03.2026 um 22:43
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Und da funktioniert das generische Maskulinum gut, wenn es um eine einzelne Person geht. (Im Plural funktioniert es nicht, siehe die Definition laut WIki).
häh? Wo steht im Wiki, dass es im Plural nicht funktioniert?
Es geht doch meist ums Plural.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Ich verstehe halt auch nicht, wenn jemand seine weiblichen Organe nutzt, es derart ablehnt, als Mutter bezeichnet zu werden....
Und noch weniger verstehe ich, warum alle Welt auf derartige Befindlichkeiten Rücksicht nehmen soll.
Du musst das nicht verstehen und Du musst auch keine Rücksicht nehmen. ich finde es ist einfach eine Sache des Respekts Menschen so anzusprechen, wie es für sie richtig ist.


1x zitiertmelden

Gendern zur Pflicht machen?

07.03.2026 um 22:58
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ich finde es ist einfach eine Sache des Respekts Menschen so anzusprechen, wie es für sie richtig ist.
Alternativ bleibt man einfach neutral und spricht alle Personen gleich an. Das ist meine Meinung.


1x zitiertmelden

Gendern zur Pflicht machen?

08.03.2026 um 08:45
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Aber wie macht man das denn im Alltag?

Stellen wir uns vor:
Ein Bekannter von mir hat Ohrdruck. Ich kenne die Hausärztin des Bekannten.
Was sage ich nun, wenn ich auf das generische Maskulinum verzichten möchte?
Wie wär's mit: "Lass das mal untersuchen" oder "Geh mal zu deiner Ärztin"
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:"Lass mal Deine Hausärztin Frau Doktorin Sowieso danach schauen oder gehe gleich zu einer Ohrenärztin oder einem Ohrenarzt."

Oder - was mir auch nicht wirklich gefällt:
"Lass mal Deine Hausärztin Frau Doktorin Sowieso danach schauen oder gehe gleich in eine ohrenärztliche Praxis."
"Lass mal Deine Hausärztin Frau Doktorin Sowieso danach schauen oder hole ohrenärztlichen Rat ein."
Echt jetzt?
Also in meinem Lebensumfeld spricht niemand so.
Wie wär's mit: "Lass das mal untersuchen" oder "Geh mal zu deiner Ärztin"


1x zitiertmelden

Gendern zur Pflicht machen?

08.03.2026 um 08:51
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Ich sehe den Punkt, dass es dazu führen kann, dass Frauen unsichtbar gemacht werden, wenn das generische Maskulinum verwendet wird.
Und nur darum geht es.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:ABER es gibt eben auch die Fälle, in denen es eine komplett unnütze Information ist, das Geschlecht von Personen/Personengruppe zu benennen.
Zitat von AniaraAniara schrieb:Ist in der Regel nämlich komplett egal in den meisten Alltagssituationen.
Ihr solltest eigentlich wissen, dass das ein Strohmann ist.
Worum es bei der Kritik am gM geht steht im obigen Zitat.
Ob das tatsächliche Geschlecht der Kundin bei einem Bezahl- oder Bestellvorgang von Belang ist, ist für die gM Diskussion völlig egal.
Zitat von AniaraAniara schrieb:Alternativ bleibt man einfach neutral und spricht alle Personen gleich an. Das ist meine Meinung.
Wie lange ist es her, dass ich dir mal wieder erklärt habe dass das gM nicht neutral ist?
Zwei oder drei Tage?
So weit reicht dein Gedächtnis nicht zurück?

Mit dem gM sprichst du niemanden neutral an, es ist ein Maskulinum.
Und weil das so ist, sprichst du damit auch nicht alle Personen gleich an.
Du genderst die Männer korrekt, aber misgenderst die Frauen.


melden

Gendern zur Pflicht machen?

08.03.2026 um 13:16
gM sollte nicht verboten werden. es stresst echt massiv wenn immer überall unterschwellig gefordert wird, dass man sämtliche Formen nennt und wenn man der Einfachheit halber gM verwendet ist schon dünnes Eis.....nervt.


melden

Gendern zur Pflicht machen?

08.03.2026 um 13:53
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Also in meinem Lebensumfeld spricht niemand so.
Wie wär's mit: "Lass das mal untersuchen" oder "Geh mal zu deiner Ärztin"
Eben. Im echten Leben spricht niemand so.
Wie sagt man es also so, dass die Hausaerztin und ein HNO Arzt, männlich oder weiblich, sprachlich gleichwertig abgebildet werden?


2x zitiertmelden

Gendern zur Pflicht machen?

08.03.2026 um 14:09
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Wie sagt man es also so, dass die Hausaerztin und ein HNO Arzt, männlich oder weiblich, sprachlich gleichwertig abgebildet werden?
Arzt und Ärztin


melden

Gendern zur Pflicht machen?

08.03.2026 um 14:29
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Wie sagt man es also so, dass die Hausaerztin und ein HNO Arzt, männlich oder weiblich, sprachlich gleichwertig abgebildet werden?
Meiner Meinung nach macht die Unterscheidung keinen Sinn, da ein Arzt und eine Ärztin hoffentlich die gleichen Voraussetzungen erfüllen.


1x zitiertmelden

Gendern zur Pflicht machen?

08.03.2026 um 14:33
Zitat von AniaraAniara schrieb:Meiner Meinung nach macht die Unterscheidung keinen Sinn, da ein Arzt und eine Ärztin hoffentlich die gleichen Voraussetzungen erfüllen.
Hör doch bitte auf zu trollen!

Es geht weder darum, ob die korrekte Ansprache für einen Bestellvorgang wichtig ist, noch darum, ob Arzt und Ärztin den gleichen Wissenshintergrund haben.


melden

Gendern zur Pflicht machen?

09.03.2026 um 08:34
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Wenn man das Genus 'sichtbar' machen möchte, nimmt man den Artikel dazu; macht also die Artikelprobe.
Das hat @gagitsch hier gemeint.
Ja Danke, ggf hätte ich es auch so ausdrücken können.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Wären Bäcker vorwiegend Frauen gewesen, wären es keine Bäcker sondern Bäcke. Und weil es eben so überwiegend männliche Bezeichnungen sind die aus einer patriarchalen Zeit stammen, hat man jedes gute Recht das zu kritisieren und modernisieren zu wollen.
Das sehe ich anders. Bäcker sind backende Menschen/Fachkräfte würde man heute sagen, egal ob weiblich oder männlich. Das vor zig Genrationen eben Bäcker hauptsächlich männlich waren weil die Frauen damals fast immer eher mit der Familie und dem Haushalt "beauftragt" waren, hat für den Genus des Berufes keine Bewandtnis.

Bäcker ist so wie ich bereits Lehrer als Beispiel nutzten eine Beschreibung als Substantivierung der ausgeübten Tätigkeit. Bäcker, Lehrer, Müller, so sind auch Namen entstanden, aus den Tätigkeiten der Familie bzw des Familienstammen. Der Herr Schäfer hatte Vorfahren die mal Tiere hüteten, Die Frau Müller hatte wohl einen Müllersmann oder Ur-Urgroßvater als Müller, wenn Sie nicht grad in den Namen eingeheiratete wurde.

Bäcke als weibl Form lt Beispiel passt da nicht.


3x zitiertmelden

Gendern zur Pflicht machen?

09.03.2026 um 09:51
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Das sehe ich anders. Bäcker sind backende Menschen/Fachkräfte würde man heute sagen, egal ob weiblich oder männlich. Das vor zig Genrationen eben Bäcker hauptsächlich männlich waren weil die Frauen damals fast immer eher mit der Familie und dem Haushalt "beauftragt" waren, hat für den Genus des Berufes keine Bewandtnis.
wie kommst Du darauf? Natürlich hat das eine Bewandtnis. Du negierst einfach mal das Patriarchat und die damit verbundene Sprachentwicklung.
Auch wenn es nicht "Bäcke" wäre, es wäre aber, hätten Frauen den Beruf ausüben können, eine andere Bezeichnung als Bäcker, männlich. Kann man schon daran sehen, dass typische Frauenberufe Bezeichnungen hatten, die kein männliches Pendant hatten. Hebamme. Krankenschwester. Oder daran, wie das Prestige eines Berufs leiden kann, wenn er weiblich wird. Sekretär/Sekretärin. Ein Sekretär war ein Mann in einer angesehenen Stellung, ein Geheimnisträger, Vertrauter....eine Sekretärin war die Vorzimmerdame, die "Tippse", die den Kaffee reicht.


6x zitiertmelden

Gendern zur Pflicht machen?

09.03.2026 um 11:38
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Du negierst einfach mal das Patriarchat und die damit verbundene Sprachentwicklung.
Ich negiere doch gar nicht "das" oder irgendein "Patriachart".
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Auch wenn es nicht "Bäcke" wäre, es wäre aber, hätten Frauen den Beruf ausüben können, eine andere Bezeichnung als Bäcker, männlich.
Das ist hoch spekulativ. Da mMn Bäcker eben der weibliche und der männliche Bäcker sein kann, verstehe ich nun deine Partiarchatdebatte nicht.

Willst du behaupten wenn die Aufgabe des Backens von Frauen über Generationen ausgeübt worden wäre, hätte sich nicht Bäcker sondern Bäckin daraus einwickelt? Wir können ja gern Wortsport betreiben, aber deiner Argumentation kann ich nur folgen wenn ich davon ausgehen würde, Bäcker ist zwingend begrenzt auf männliche "Tätige/Arbeiter". Bäcker ist für mich genauso neutral wie Backende.

Aber des Streites wegen kann man sicher Wörter zur binären Geschlechterzuordnugn ohne Notwendigkeit zwingen.

Das Wort Bäcker stammt vom althochdeutschen beckeri (12. Jh.) und mittelhochdeutschen becker ab, was ursprünglich jemanden bezeichnet, der Brot und ähnliche Teigwaren herstellt. Der Begriff ist eng mit der Wurzel *bhē-/*bhō- (wärmen, rösten) und dem Verb bähen (rösten/backen) verbunden.
Ursprung: Das Wort leitet sich von der Tätigkeit des Backens ab, ursprünglich als baecere (altenglisch) mit der Bedeutung "mit Hitze trocknen".
Regionale Unterschiede: Im Mittelalter war Bäcker eher eine nord-/mitteldeutsche Bezeichnung, während im süddeutschen Raum oft die Bezeichnung Pfister (aus dem Lateinischen pistor = Müller/Bäcker) üblich war.
Entwicklung: Das Handwerk, das Brot backt, entwickelte sich im Mittelalter, als sich Bäcker zu Zünften zusammenschlossen.

Quelle: WWW Recherche und eigene Zusammenfassung aus mehreren Quellen

Es wird auch hier vergessen, das Wort-Ursprünge oft älter sind als aktuelle Sprache. "Das Deutsch" welches wir lernen und kennen, gab es zu den Zeiten der eigentlichen Wortursprünge und Wortableitungen einfach nicht in der Form. Unser Deutsch ist deutlich jünger als unseren Sprachursprünge und grammatikalische Ursprünge.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Kann man schon daran sehen, dass typische Frauenberufe Bezeichnungen hatten, die kein männliches Pendant hatten. Hebamme.
Halbwahrheit. Wenn überhaupt. Die Beamme stammt von der Hev(i)anna ab. Hev = heben/aufheben/aufnehmen und anna ist die Ahnin oder Großmutter. Also ist die Hebamme die Großmutter die das Neugeborene aufhebt. Die Hebamme war also ursprünglich kein Beruf an sich sondern eine Traditon der Familien, dass die erfahrene Großmutter oder Frau der Familie bei der Geburt geholfen hat und das Kind unterstützend empfangen hat.

Hebamme hat also mal gar nichts mit einem Patriarchat zu tun, sondern mit Tradition, Umsorgung und Erfahrung.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Oder daran, wie das Prestige eines Berufs leiden kann, wenn er weiblich wird. Sekretär/Sekretärin. Ein Sekretär war ein Mann in einer angesehenen Stellung, ein Geheimnisträger, Vertrauter....eine Sekretärin war die Vorzimmerdame, die "Tippse", die den Kaffee reicht.
Das scheint aber an der Auffassung oder Einstellung zu liegen nicht grundsätzlich an der Gesellschaft so wie du das pauschal hier äußerst.

Im übrigen hole ich mir meinen Kaffee seit über 20 Jahren selbst, falls du die Kaffeebringende sein solltest, ist das schlecht für dich, aber gehört hier nciht hin.


1x zitiertmelden

Gendern zur Pflicht machen?

09.03.2026 um 13:04
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Das ist hoch spekulativ. Da mMn Bäcker eben der weibliche und der männliche Bäcker sein kann, verstehe ich nun deine Partiarchatdebatte nicht.
ich dachte es mir schon.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Halbwahrheit. Wenn überhaupt.
wie bitte?
Hebamme (von althochdeutsch hev(i)anna „Ahnin, die [das Neugeborene] aufhebt“), fachsprachlich auch Obstetrix, früher auch Wehmutter, ist die Berufsbezeichnung für eine nichtärztliche Person, die während der Schwangerschaft, der Geburt, des Wochenbetts und auch danach die Schwangeren und Wöchnerinnen berät und betreut. In Deutschland führten männliche Hebammen bis zur Reform des Hebammengesetzes Ende 2019 die Berufsbezeichnung Entbindungspfleger.
Quelle: Wikipedia: Hebamme

und bitte hier lesen:
Es geht um ihre Unabhängigkeit, ihren Ruf und nicht zuletzt ums Überleben ihres Berufsstandes. Die Hebammen führen in der derzeitigen Gesundheitspolitik einen zähen Kampf. Mal wieder - denn leicht hatten es die Geburtshelferinnen im Laufe der Geschichte nie. Über einen der ältesten Frauenberufe der Welt.
Quelle: https://www.sueddeutsche.de/leben/geschichte-der-hebammen-als-heilige-verehrt-als-hexen-verteufelt-1.1424326

es handelt sich also um einen Frauenberuf und es gab keine entsprechende männliche Bezeichnung. Nix Halbwahrheiten, bitte nehme Dich bezüglich solcher Behauptungen mir gegenüber zurück. Danke.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Das scheint aber an der Auffassung oder Einstellung zu liegen nicht grundsätzlich an der Gesellschaft so wie du das pauschal hier äußerst.
natürlich liegt das an der Gesellschaft. Geschlechterrollen, Geschlechterstereotype, Unterdrückung der Frau usw. hat nix mit der Gesellschaft zu tun? Das belege doch mal bitte.
Das sind soziale Konstruktionen, die durch historische Prozesse entstanden sind und durch Interaktion erzeugt wurden und werden. Die Sozialisation durch die Gesellschaft trägt den entsprechend großen Teil dazu bei.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Im übrigen hole ich mir meinen Kaffee seit über 20 Jahren selbst, falls du die Kaffeebringende sein solltest, ist das schlecht für dich, aber gehört hier nciht hin.
ich habe versucht, Dir etwas aufzuzeigen, das hat nix damit zu tun, ob ich den Kaffee hole oder Du ihn selbst holst, es gehört hier deshalb hin, um deutlich zu machen, wie sich Bedeutungen ändern können, wenn eine Berufsbezeichnung, die eigentlich Männern vorbehalten war, auch auf Frauen angewendet wird. Bitte entscheide Du nicht, was hier hingehört und was nicht, wenn Du nicht verstanden hast, worum es mir ging.


1x zitiertmelden

Gendern zur Pflicht machen?

09.03.2026 um 13:44
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ich dachte es mir schon.
Warum dann den Patriarchstrohmann zünden?
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:es handelt sich also um einen Frauenberuf und es gab keine entsprechende männliche Bezeichnung. Nix Halbwahrheiten, bitte nehme Dich bezüglich solcher Behauptungen mir gegenüber zurück. Danke.
Hast du meinen Text zur Wortherkunft überhaupt gelesen? Ich habe erklärt woher das Wort stammt. Wort Abstammung und Wortschaffung kommt vor Nutzung als Berufsbezeichnung und nicht anders.

Es gibt also erst die "Hebegroßmutter" die Frau die die Geburt in der Familie unterstützt, und später erwächst daraus der Beruf oder die Berufung und das Wort also die Bezeichnung wird dem Beruf zugeordnet. Der Zeitlich Kontext ist eminent wichtig.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Nix Halbwahrheiten, bitte nehme Dich bezüglich solcher Behauptungen mir gegenüber zurück. Danke.
Nein, Bitte. Ich habe es soeben erklärt warum ich nichts zurücknehme.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:natürlich liegt das an der Gesellschaft. Geschlechterrollen, Geschlechterstereotype, Unterdrückung der Frau usw. hat nix mit der Gesellschaft zu tun? Das belege doch mal bitte.
Du bist ja wieder in Forderlaune ohne selber zu liefern! Haust was raus und forderst das andere dann die Gegenmeinung belegen müssen? Du zuerst.
Wenn das so natürlich an der Gesellschaft so pauschal liegt belege du, und beziehe dich bitte mal auf deine Aussage, ich zitiere nochmal worauf ich mich bezog, damit es keine Schwierigkeiten gibt:
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:wie das Prestige eines Berufs leiden kann, wenn er weiblich wird.
Das ist eine rein subjektive Meinung deinerseits die ich nicht teile. Von daher belege ich dir mal garnichts.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Das sind soziale Konstruktionen, die durch historische Prozesse entstanden sind und durch Interaktion erzeugt wurden und werden. Die Sozialisation durch die Gesellschaft trägt den entsprechend großen Teil dazu bei.
Dien soziale Konstruktion scheint zumindest auf der Annahme zu beruhen, dass Männerberufe durch weibliche Tätigkeit schlechter werden? Was da die Tippsen die du sicher kennst zu sagen würden?

Also ich weiß nicht welche Erfahrung du so machen musstest, aber ich teile weiterhin diese Sichtweise keineswegs. Ich kenne weibliche Fliesenleger und Elektriker und habe nicht einmal den Gedanken daran verschwendet wie viel schlechter diese wohl den Beruf ausüben, denn diese Meinung habe ich nicht. Aber jeder was er so denkt.....
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ich habe versucht, Dir etwas aufzuzeigen, das hat nix damit zu tun, ob ich den Kaffee hole oder Du ihn selbst holst, es gehört hier deshalb hin, um deutlich zu machen, wie sich Bedeutungen ändern können, wenn eine Berufsbezeichnung, die eigentlich Männern vorbehalten war, auch auf Frauen angewendet wird.
Deine Intention habe vermutet. Du hast meine aber wohl nicht verstanden. Eine Berufsbezeichnung und das ist meine Meinung, bezeichnet oder soll bezeichnen, was die tätige Person macht. Backen, malen, lehren usw und diese Berufsbezeichnung bezeichnet in keiner Weise ob der Ausübende Mann, Frau, Kind, Homosexuell, Hobbyjäger oder Taub ist.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Bitte entscheide Du nicht, was hier hingehört und was nicht, wenn Du nicht verstanden hast, worum es mir ging.
Du bist so anmaßend. Willst aber Belege gegen deine Meinung. LOL


2x zitiertmelden