Cleo13 schrieb:weil der neutrale Artikel fehlt.
Cleo13 schrieb:Ich bin absolut für die englische Lösung, weil sie auf dem wirklich neutralen Artikel 'the' basiert. Wer dort weibliche Endungen erzwingt, schafft erst recht eine Trennung zwischen ‚allgemein‘ und ‚weiblich‘. Der Clou im Englischen ist ja, dass man trotz des neutralen ‚the teacher‘ danach konsequent ‚she‘ sagen kann. Bei uns scheitert das an der Genus-Starrheit: ‚Der Lehrer betritt des Zimmer. Sie setzt sich‘ funktioniert im Deutschen nicht. Uns bleibt im Deutschen also nur die weibliche Endung – oder man zieht das Maskulinum so starr durch, dass man auch eine Frau im Fortgang mit ‚er‘ bezeichnet (der Lehrer), was aber total unbefriedigend und auch missverständlich ist.
Es geht nicht nur um den Artikel, sondern auch um das Pronomen.
Wenn man eine geschlechterspezifische Zuordnung vermeiden will, muss man 'he or she' nach 'teacher' sagen oder das singuläre 'they' verwenden - ich habe keine Ahnung, wie gebräuchlich dies inzwischen ist.
Und im Deutschen kann man auch doppeln, also 'Lehrer und Lehrerinnen' sagen.
Wir haben nur nichts, was dem singular-they entspricht.
Geschlechtsspezifisch ist im Deutschen im Prinzip auch wie im Englischen, nur dass eben auch der Genus auf das Substantiv angewendet wird.
Und wenn die männliche Form verwendet wird, ist im Singular im Engl. wie im Dt. nicht eindeutig (bzw. ergibt sich aus dem Kontext), ob nur männliche Personen gemeint sind oder es generisch verwendet wird.
(Beispiel: If someone complains, ask him to see the supervisor)
Im Plural sehe ich im Engl. und Dt. auch keinen Unterschied, da wir das gM haben.
"Das sind unsere neuen Lehrer'.
" These are our new teachers"
Im Engl. sagt auch keiner:
"These are our new female und male teachers."
In der direkten Anrede wuerde man im Dt. Beide Formen nennen: "Ich heisse unsere neuen Lehrerinnen und Lehrer herzlich willkommen!
Sprache gibt viel her und je nachdem, was und wie man etwas sagen möchte, kann man modifizieren.