Tierversuche: Ja oder Nein?
20.11.2007 um 16:58
http://www.animalexperiments.ch/
Widerspruch Tierversuch
Liebe Mitbürgerin, lieber Mitbürger
Immer wieder stellen Tierexperimentatoren, Wissenschaftsjournalisten und
andere Tierversuchsbefürworter Behauptungen auf, die im Widerspruch zu
früheren Behauptungen stehen:
Kranke Schimpansen?
«Nach Ansteckung mit dem Hepatitis-B-Virus bekommen Schimpansen im Gegensatz
zum Menschen keine schwere Leberentzündung, auch keinen Leberkrebs.»
(Sibylle Wehner-v. Segesser, Wissenschaftsjournalistin, Zürich, 1992)
«Es ist nicht wahr, dass Schimpansen keine schwere Leberentzündung oder Leberkrebs
nach Ansteckung mit dem HB-Virus bekommen. Fünf Prozent der angesteckten
Schimpansen, genauso wie fünf Prozent der angesteckten menschlichen Hepatitis-
B-Patienten, bekommen chronische Leberentzündung und Leberkrebs.» (Prof. Dr. Jan
Moor-Jankowski, Schimpansenexperimentator und WHO-Forschungsdirektor, 1992)
«Moor-Jankowski sagte im privaten Gespräch, er werde demnächst Daten publizieren
über Erkrankungen seiner Schimpansen sowohl an Leberkrebs als auch an Aids
in beiden Fällen einfach jahrelang zugewartet, und es stellten sich nach seinen
Aussagen eben doch Erkrankungen ein.» (Dr. Rosmarie Waldner, Wissenschaftsjournalistin
des Tages-Anzeigers, 1992)
«Die Schimpansen in unserem Laboratorium werden nach Abschluss von Hepatitisund
Aids-Studien beide Infektionen verursachen keine Erkrankungen bei Schimpansen
auf Inseln für den Ruhestand ausgesiedelt.» (Jan Moor-Jankowski, 1992)
Harmloser Polio-Impfstoff ?
«Als der von Affen gewonnene Impfstoff gegen Kinderlähmung eingeführt wurde,
waren tatsächlich die ersten Dosen mit dem sogenannten Simian-Virus 40 verunreinigt.
Dies liegt jedoch gut dreissig Jahre zurück! Die Behauptung, dieses Virus
könne Krebs verursachen, hat sich glücklicherweise als falsch erwiesen, wie gründliche
Langzeitstudien eindeutig belegt haben.» (Prof. Dr. Robert Steffen, Leiter des
Impfzentrums der Universität Zürich, 1991)
«Der Verdacht verstärkt sich, dass ein mit Affenviren verunreinigter Polio-Impfstoff
der 50er Jahre möglicherweise eine krebsfördernde Wirkung aufweisen könnte. Dies
berichteten amerikanische Wissenschafter kürzlich an einem Kongress. Bereits vor
zwei Jahren hat dasselbe Team über Gene und Proteine des Affenvirus SV40 in
gewissen Tumoren berichtet. Und letztes Jahr wurden erstmals vollständige Viren in
einem menschlichen Hirntumor gefunden.» (Thomas Müller, Wissenschaftsjournalist
des Tages-Anzeigers, 1996)
Sichere Medikamente?
«Tierversuche sind eine Sicherheitsbarriere. Sie geben letztlich Aufschluss, ob ein
Medikament nicht Schaden anrichtet.
Dank Tierversuchen haben wir sichere
Medikamente.» (Arbeitskreis Gesundheit und Forschung, Zürich, 1990 und 1992)
«Auf die Schweiz bezogen kann vorsichtig geschätzt mit jährlich zwischen 1700
und 4000 Todesfällen aufgrund medikamentös bedingter Nebenwirkungen gerechnet
werden. [Das sind] mehr Tote durch Medikamente als bei Verkehrsunfällen.»
(Dr. med. Thomas Ferber, Medizinpublizist, Schaffhausen, 1995)
Missgebildete Ratten?
«Dass es in den USA nicht zu einer Contergan-Katastrophe gekommen war, ist
sorgfältigen Tierversuchen zu verdanken. Einer Beamtin der Gesundheitsbehörde
waren an einem Wurf junger Ratten Missbildungen aufgefallen, nachdem das trächtige
Weibchen Contergan erhalten hatte.» (Ruth von Blarer, Wissenschaftsjournalistin,
Zürich, 1993)
«Das Contergan-Unheil hätte sich nicht vermeiden lassen. Man prüfte zwar quasi
nebenher an trächtigen Ratten, aber ausgerechnet bei diesen Nagern waren Missbildungen
nicht erkennbar.» (Lorenz Häfliger, Wissenschaftsjournalist, Basel, 1996)
Rinderwahnsinn übertragbar?
«Ein Experiment einer britischen Forschergruppe mit genetisch veränderten
Mäusen deutet darauf hin, dass eine Übertragung von Rinderwahnsinn auf Menschen
tatsächlich eher unwahrscheinlich erscheint.» (Thomas Müller, 1995)
«Rinderwahnsinn ist auf Affen übertragbar. Dieses Ergebnis hat eine französische
Forschergruppe bekanntgegeben. Die Übertragbarkeit von Rinderwahnsinn auf den
Menschen erscheint immer wahrscheinlicher.» (Thomas Müller, 1996)
Schlank dank dicken Mäusen?
«Leptin macht dicke Mäuse dünn. Die Folgen der genetischen Abweichungen bei
den untersuchten Mäusen sind dem menschlichen Übergewicht sehr ähnlich. Deshalb
lassen sich die in den Mäusestudien gewonnenen Erkenntnisse wahrscheinlich auch
für die Menschen nutzen.» (Ruth von Blarer, 1995)
«Doch Menschen und Mäuse, dies mussten die Forscher zu ihrem Verdruss feststellen,
sind verschieden. Der vermeintliche Wunderstoff Leptin macht nur Mäuse
schlank.» (Gaby Schweizer, Wissenschaftsjournalistin von Facts, 1997)
Krebsmittel dank Mäuseversuchen?
«Versuche mit menschlichen Tumoren in Nacktmäusen geben wertvolle Auskünfte
über die Wirksamkeit und Verträglichkeit eines neuen Krebsmittels.» (Prof. Alex
Matter, Leiter der präklinischen Krebsforschung von Novartis, 1998
«Menschen sind keine Mäuse. Dutzende Krebsmittel konnten Mäuse heilen,
versagten aber bei Menschen.» (Aus einem Interview mit Prof. Françoise Meunier,
Leiterin der European Organisation for Research into the Treatment of Cancer, 1998
Genmäuse mit Alzheimer-Symptomen?
«Das manipulierte Versuchstier zeigte sämtliche Alzheimer-Symptome, wobei vorher
weltweit kein einziger Fall bekannt war, bei dem eine Maus an Alzheimer litt.»
(Aus einem Interview mit Dr. Paul Herrling, Forschungschef von Novartis, 1997)
«Novartis-Forscher Dr. Kurt Bürki und seinem Team ist es zwar gelungen, einen
Stamm von transgenen Mäusen herzustellen, welche die Merkmale eines Alzheimer-
Gehirns haben. Doch die Symptome fehlen: Die Mäuse werden nicht dement.» (Aus
einem Medienseminar der Stiftung Gen Suisse, 1997)
Wie viele genmanipulierte Tiersorten?
«Weltweit dürfte es bereits über 10 000 transgene Tiermodelle geben.» (Theres
Lüthi, Wissenschaftsjournalistin der NZZ, 1996)
«Über 1000 genveränderte Tiersorten stehen heute weltweit der medizinischen
Forschung zur Verfügung.» (Prof. Dr. Rolf Zinkernagel, Tierexperimentator, 1997)
«Nach Schätzungen von Experten gibt es bereits mehr als 30 000 gentechnisch
veränderte Tierstämme.» (Felix Frank, Wissenschaftsjournalist, Bern, 1997)
Fazit: Tierversuche abschaffen
Eine Forschungsmethode, die auf widersprüchlichen Behauptungen beruht, ist
weder seriös noch wissenschaftlich. Um aussagekräftige, auf den Menschen
bezogene Methoden einzuleiten, müssen wir Tierversuche abschaffen.
Um dieses Ziel zu verwirklichen, tut aber Aufklärung not. Unterstützen Sie
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