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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

6.691 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Abtreibung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

04.07.2017 um 22:50
Zu was soll die Diskussion über Fliegenlarven eigentlich gut sein? Möchtet ihr das ernsthaft vergleichen?

@Angel-ika
@borabora
In den ersten 12 Wochen nimmt eine Schwangere nicht den Embryo wahr, sondern höchstens die Veränderung am eigenen Körper.
Es gibt da vielleicht einen Bauplan, aber es gibt eine unbekannte Zahl von Schwangerschaften, die spontan in den ersten Monaten enden. In meinem Freundeskreis hatten 3 Frauen eine solche "Fehlgeburt", die jedoch nicht als Fehlgeburt empfunden wurde. Es war schade, man hatte sich gefreut... aber es war nicht zu vergleichen mit der Trauer um ein Kind, das im 5. Monat oder später verloren wurde, das man schon gespürt hat.
Andere haben die Schwangerschaft in den ersten Wochen gar nicht wahrgenommen, die hätten auch von einem spontanen Abgang kaum was mitbekommen... nicht, weil sie unsensibel wären, sondern weil ihr Körper nicht so extrem auf die Schwangerschaft reagierte.
Das spreche ich an, weil ich es für wichtig halte, ob und wie ein Embryo als Mensch wahrgenommen wird, wie sich die Situation für die Schwangere darstellt.
Es gibt Bilder vom Ultraschall, aber die zeigen einen stetig wachsenden Gnubbel und noch keinen Mensch. Draus könnte auch noch ein Affe werden... mit dem wir den größten Teil unseres Bauplanes teilen. Ab wann könntet ihr ein Gorilla-Embryo von einem Menschen unterscheiden?

Der Embryo ist in der 12. Woche jedenfalls nicht von anderen menschlichen Embryos zu unterscheiden. Er hat noch nichts von alldem, was eine Persönlichkeit ausmacht. Niemand würde bei einem spontanen Abgang trauern wie um ein geborenes Kind, es beerdigen und einen Grabstein setzen.
Das ist auch für die Kirchen vollkommen ok und jeder würde einer Frau in einer solchen Situation tröstend sagen, dass es halt nicht sein sollte und man es halt in ein paar Monaten wieder probiert.
Niemand würde verlangen, dass eine Frau um eine so beendete Schwangerschaft genauso trauert wie um den Unfalltod eines 5-jährigen Kindes.
Aber wenn die Frau Einfluss nimmt, soll es Mord sein...

Eizellen, auch befruchtete, sind keine Menschen. Auch ein potentieller Mensch ist noch keiner, ein Ei ist noch kein Huhn.
Nur beim Menschen soll da eine Ausnahme gemacht werden und die auch nur dann, wenn es opportun ist.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

04.07.2017 um 23:03
@Becky


Ich kann es gut nachvollziehen was du sagst.

Meinst du mit Behinderung ADHS?

Und ja man wird im Grunde genommen alleine gelassen mit allen Sorgen, Ängsten und alleinerziehende habens bekanntlich nicht gerade einfach, egal ob die Trennung später erfolgte oder wie bei dir erst gar kein zusammenleben zustande kam. Aber dies trifft auf alle alleinerziehende zu, die gewollt ein Kind bekommen haben oder ungewollt, man kann auch nach 10 Jahren Ehe, wie in meinem Fall plötzlich, alleine dar stehen.

Aber gut.
Ich hatte nicht nur eine traumatische Geburt, sondern durfte dss ganze zweimal durchleben. Bei der letzten wäre ich fast gestorben oder eben das Kind.
Um Haares Breite ( Minuten), zwischen Leben und Tod und weißt du was ich dachte, es ist mir egal wenn ich sterbe, wenn mein Kind überleben kann.

Für Insider, das Kind steckte komplett fest und für einen Kaiserschnitt war es zu spät da der Kopf schon halb zu sehen war. Herztöne wurden Schwächer und ich merkte, dass es nun nicht mehr in meiner Macht liegt, wer über Leben und Tod entscheidet. Das Kind wurde in letzter Sekunde per saugglocke geholt und hat deshalb heute auch etliche Probleme (Sauerstoffmangel während der Geburt, er war blau).


Deine Situation mag schwer sein, aber gibt dir dein Kind nicht kraft weiter zu machen?


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

04.07.2017 um 23:16
Zitat von FFFF schrieb:Der Embryo ist in der 12. Woche jedenfalls nicht von anderen menschlichen Embryos zu unterscheiden. Er hat noch nichts von alldem, was eine Persönlichkeit ausmacht. Niemand würde bei einem spontanen Abgang trauern wie um ein geborenes Kind, es beerdigen und einen Grabstein setzen.
Ich finde das ganz schön pauschal ausgedrückt. Ein "Mensch" unterscheidet sich in der 12 Woche sehr wohl von anderen Säugetieren.
Denn in dieser Woche sind bereits alle Organe angelegt und bereit zu wachsen, man spricht dann auch bereits von einem Fötus. Deshalb findet in dieser Zeit auch das erste große Screening statt um Fehlbildungen zu erkennen und da unterscheidet sich der menschliche Fötus eindeutig von anderen. Da erkennt sogar ein Laie auf den Ultraschallbildern, das das ein Menschen und kein Gorilla ist.

Aus persönlichen Erfahrungen heraus ... Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie sehr Frauen nach einer frühen Fehlgeburt leiden können.
Für sie macht es in dem Moment keinen Unterschied, ob es die 7 Woche oder die 35 Woche ist. Also kann man nicht sagen, das niemand so um einen spontanen Abgang trauern würde, das ist ein persönliches Empfinden der jeweiligen Frau.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

04.07.2017 um 23:20
@FF

Beim ersten Kind stand die SS auf der Kippe.

Ich hatte mich jahrelang auf das Kind gefreut u. dann das... ich musste ins KH u. die Ärztin machte mir wenig Hoffnung. Es war noch ganz am Anfang. Dann auf einmal war ein Herzschlag sichtbar :)

Wenn es Tage später "abgegangen" wäre, hätte ich geweint ohne Ende. Klar, wurde ich auch "getröstet", sei froh, das "es" nicht größer war, aber für mich war die SS etwas ganz Besonderes, Wertvolles nach vielen langen Jahren des Wartens.

Kommt immer darauf an, wie Frau zu einer SS steht.

Wenn eine Frau abtreiben möchte, kann sie es ja tun. Aber "salopp" sagen, es sei eh noch kein Mensch da, ist auch nicht ganz korrekt ;)

Nach Vollendung der 12 Woche ist ein Mensch erkennbar.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

04.07.2017 um 23:28
Sry, ich hab da was durcheinander gebracht: Das erste Kind hab ich behalten dürfen, das Letzte hab ich verloren, es war in der 8. Woche.

Natürlich versteh ich auch, das es schlimmer ist, wenn es grösser u. älter gewesen wäre, dennoch war es ein schlimm u. traurig für mich.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

04.07.2017 um 23:30
@User9247
Es ist toll, wenn man die für sich richtige Entscheidung getroffen hat und es für Dich funktioniert.
Das ist immer die beste Lösung.

@all
Es gibt aber auch Frauen, die sich bewusst und überlegt anders entscheiden und damit auch zufrieden weiter leben. Und es gibt in beiden Gruppen Frauen, die später sagen, dass sie sich lieber anders entschieden hätten... nicht jede ist so stark oder bekommt genug Unterstützung, viele unterschätzen wie sehr das Kind die Beziehung verändert, einige haben den Vater falsch eingeschätzt (oder er sich selbst), andere haben postnatale Depressionen und finden nur sehr schwer einen Zugang zu Muttergefühlen, andere stellen fest dass sie das Kind nicht ausreichend versorgen können und geben es bei Oma ab - was die bessere Lösung ist als die, die die Mutter meiner "Adoptivnichte" wählte, nämlich das Kind total zu vernachlässigen.
Nicht alle Mütter kriegen Job und Kind auf die Reihe, andere kriegen Drogen/Alkohol und Kind nicht auf die Reihe, und wenn man sich z.B. gerade mit eigenem Betrieb selbständig gemacht hat und für Angestellte verantwortlich ist, überlegt man auch, ob man das alles wieder hinschmeißen kann.
Und ja, es gibt geplatzte Kondome und nein, das passiert nicht nur irgend welchen Teenies.
Manchmal ist es eben auch nur das eine mal, dass es daneben gegangen ist... und nein, man muss nicht ständig nur rational 100%ig total sinnvolle Entscheidungen treffen, man kann auch einfach mal Sex haben wollen, weil man sich z.B. gerade von der Beziehung mehr verspricht. Was sich dann als falsch herausstellt, wenn der Test positiv ausfällt.

@Becky
Ich fürchte, dass einige das überhaupt nicht nachvollziehen können, wie eine solche Situation ist.
Ich habe auch schon einige Mütter mit behinderten Kindern kennen gelernt und alle berichten, dass es bei weitem nicht so viel Unterstützung gibt, wie man denken würde. Und wenn, dann nur nach soundso vielen Anträgen, Wartezeiten und ständig neuen Anträgen.
Wer hier für das Lebensrecht von befruchteten Eizellen plädiert vergisst, dass es auch immer das Risiko einer Behinderung gibt, dass diese auch bei der Geburt noch verursacht werden kann und dass unsere Gesellschaft damit noch immer nicht adäquat umgeht.
Auch für allein erziehende Mütter gesunder Kinder ist die Situation noch schwierig: Wo Kindergartenplätze fehlen, oder ("Das Kind braucht seine Mutter!!!") moralischer Druck aufgebaut wird, dass eine Mutter nicht voll berufstätig sein oder gar Karriere machen darf, kann man sich für später praktisch auf Altersarmut einstellen.
Aber eine Mutter hat sich halt zu opfern...

@AlbertE
Kraft, weiter zu machen und Lebensfreude können sehr weit auseinander liegen. Manche Menschen brauchen irgendwann mehr, als ein Leben für einen anderen Menschen... so sehr sie ihn auch lieben.
Man kann von niemandem verlangen, bereit zu sein, sich den Rest des Lebens aufzuopfern, weil das so toll viel Kraft gibt.

Wenn eine Frau sich zu einem Kind entscheidet, dann auch immer zu dem Risiko, ein behindertes Kind zu bekommen. Wenn nicht schon durch Veranlagung, dann durch die Risiken der Geburt.
Zitat von infinitasinfinitas schrieb:Also kann man nicht sagen, das niemand so um einen spontanen Abgang trauern würde, das ist ein persönliches Empfinden der jeweiligen Frau.
Ja, das stimmt. Aber wenn sie nicht trauert wie um ein verlorenes geborenes Kind, macht ihr auch niemand Vorwürfe. Das ist eben ihre persönliche Entscheidung, wie sie empfindet.
Wenn sie sich gegen die Schwangerschaft entscheidet, soll es aber als Mord eines Menschen betrachtet werden... da gelten plötzlich übergeordnete Moralvorstellungen.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

04.07.2017 um 23:39
@FF
Zuerst möchte ich anmerken, dass alle Aussagen in Richtung Behinderung, hier im Forum mit Vorsicht zu betrachten sind. Man weiß nicht wer einem gegenüber ist und in wie weit alles geschriebene auch der Realität entspricht.

Deshalb war auch meine Frage, um welche Behinderung es sich handelt, denn das liegt im Auge des Betrachters solange keine eindeutige Aussage da ist.


Und um es für mich auf den Punkt zu bringen, ich würde mich aufopfern. Denn Geld und Karriere ist unwichtig, wenn man das wichtige im Leben erstmal erkannt hat und fast verloren hätte.

Es gibt nichts schöneres absolut nichts. Und wenn es behindert wäre, dann hätte ich mich genauso aufgeopfert, wie bei einem gesunden Kind.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

04.07.2017 um 23:39
Zitat von FFFF schrieb:Niemand würde bei einem spontanen Abgang trauern wie um ein geborenes Kind, es beerdigen und einen Grabstein setzen.
Das ist auch für die Kirchen vollkommen ok und jeder würde einer Frau in einer solchen Situation tröstend sagen, dass es halt nicht sein sollte und man es halt in
Ich habe mein Kind im 3 . Monat verloren. Mein Sohn, oder Tochter wäre im April. 31Jahre alt geworden. Ob ich geweint habe? Bitterlich sogar und håtte I h damals die Möglichkeit gehabt den Körper, u beerdigen, ich hätte es gemacht. Ich habe vor auf das Grab meiner Eltern einen Engelsgrabstein für alle abgetriebenen, usw, Fõten und meinem Kind zu stellen. Meine Eltern wãren damit einverstanden.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

04.07.2017 um 23:41
@AlbertE

Nein, ich meine kein ADHS. Eine abschließende Diagnose steht noch aus, weil der Vater sich querstellt, was eine Genanalyse angeht. Es kommen wahnsinnig viele Dinge zusammen. Entwicklungsstörungen, Wahrnehmungsstörungen usw.

Mein Problem mit der ganzen Geschichte sind die immer wieder auftauchenden Abtreibungsgegner, die Frauen sagen "es gibt aber Hilfen", "du bekommst finanzielle Unterstützung"... blablabla. Die immer meinen "dass man das schon schafft", ohne zu bedenken, dass die jeweiligen Mütter vielleicht in einer ganz anderen Situation als sie stecken. Keiner sagt einem, dass man damit nicht gerade offene Türen einrennt und schon bei der bloßen Organisation von Kindergartenplätzen allein dasteht, je nach Region. Mein Kind wollte lange Zeit kein Kindergarten haben. Ein Kindergarten war komplett überfordert, war kurz davor, mir das Jugendamt auf den Hals zu hetzen, weil ein Kind in dem Alter ja schon dieses oder jenes können muss und die doofe junge Mutter, die so gut ins Klischee passt, nichts gebacken bekommt. Dass man Monate, teilweise sogar weit über ein Jahr auf Facharzttermine oder Therapieplätze wartet, interessiert in dem Moment niemanden.

Ich bekomme erst jetzt (nach fast vier Jahren (!)) übers Sozialamt Stunden für den familienentlastenden Dienst finanziert. Hätte das früher geklappt, hätte ich eine Ausbildung machen können, arbeiten... was weiß ich. Vielleicht auch einfach mal nur durchatmen und mir nen freien Tag für mich nehmen können. Und natürlich stehen schon die ersten Leute da, um zu meckern, dass ich lieber arbeiten soll, statt mir auf Staatskosten nen freien Tag zu nehmen. Oder das Kind doch besser ins Heim geben soll, dann könnte ich auch arbeiten.

Abgesehen davon landet man in einer solchen Situation automatisch in Hartz IV und kommt da schwer bis gar nicht raus.

Das sind psychische Belastungen, die viele Leute nichtmal annähernd nachvollziehen können.

Und ja, ich weiß, wie sich Situationen anfühlen, wenn es ganz schnell einfach "vorbei" sein kann. Ich bin fast verblutet bei der Geburt, das ist auch kein Spaß.

Wie gesagt, mein Problem sind vor allem die, die gerne sowas ausblenden, als kaum vorhandene Ausnahmen abtun usw. Denn wenn man sich mal näher damit auseinandersetzt, sind solche Fälle gar nicht mal soooo selten.
Zitat von FFFF schrieb:@AlbertE
Kraft, weiter zu machen und Lebensfreude können sehr weit auseinander liegen. Manche Menschen brauchen irgendwann mehr, als ein Leben für einen anderen Menschen... so sehr sie ihn auch lieben.
Man kann von niemandem verlangen, bereit zu sein, sich den Rest des Lebens aufzuopfern, weil das so toll viel Kraft gibt.
Richtig. Und was das alles bedeutet, kann ein außenstehender nicht nachvollziehen und sollte dann dementsprechend nicht mit schlauen Sprüchen um sich werfen.

Natürlich gibt einem auch ein krankes oder behindertes Kind viel, vielleicht freut man sich sogar über kleine Fortschritte mehr als bei einem gesunden Kind. Aber bei jedem Menschen sind irgendwann die Kraftreserven aufgebraucht und man kommt an den Punkt, an dem man sich sagt, dass es (vielleicht auch nur erstmal) bei diesem einen Kind bleibt und man eine eventuelle weitere Schwangerschaft nicht austragen kann.

Ich wüsste nicht zu 100%, was ich in so einer Situation machen würde. Einerseits hätte ich wahnsinnig gerne noch ein Kind, aber erstmal brauche ich auch die Zeit jetzt, die ich für mich habe und für etwas anderes als "Kind hier, Kind da" nutzen kann. Ansonsten geh ich kaputt und davon hätte niemand was. Und gerade dann braucht man eins nicht: doofe Sprüche.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

04.07.2017 um 23:43
@infinitas
ja stimmt, bei anderen Säugetieren sind die Jungen dann oft schon seit Wochen auf der Welt


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

04.07.2017 um 23:44
@FF

Deiner Aussage bezüglich Trauer muss ich leider 100% widersprechen.

Meine beste Freundin hatte einen Abgang im 3 Monat und hat heute noch schwer damit zu kämpfen, auch wenn dies bereits 4 Jahre zurück liegt.
Sie wurde durch dieses Erlebnis traumatisiert und das kann ich zu 100% bestätigen.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

04.07.2017 um 23:49
Zitat von AlbertEAlbertE schrieb:Und um es für mich auf den Punkt zu bringen, ich würde mich aufopfern. Denn Geld und Karriere ist unwichtig, wenn man das wichtige im Leben erstmal erkannt hat und fast verloren hätte.

Es gibt nichts schöneres absolut nichts. Und wenn es behindert wäre, dann hätte ich mich genauso aufgeopfert, wie bei einem gesunden Kind.
Genau sowas meine ich übrigens... ich habe auch mal so gedacht und auf sehr bittere Weise gelernt, dass es so einfach nicht ist.

Oder stehst du mir finanziell bei, wenn meine Waschmaschine kaputt ist? Das Kind zu Therapien muss und grade keiner Zeit zum Fahren hat und das Taxigeld fehlt? Nimmst du mir das Kind ab, wenn ich psychisch oder körperlich am Ende bin? Streitest du für mich vor Gericht mit dem Vater? Rennst dem Unterhalt hinterher? Kostenübernahmen für Therapien? Dem Förderschulplatz? Organisierst und finanzierst einen Babysitter, wenn ich Behördentermine habe, zu denen ich das Kind nicht mitnehmen kann? Stockst meine Rente im Alter auf, weil ich nicht arbeiten und selber vorsorgen kann?

Nein? Dann wirf nicht mit Sprüchen um dich, dass es nichts schöneres gibt. Denn das fühlt sich an wie ein Schlag ins Gesicht!


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04.07.2017 um 23:49
@Becky

Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber ich habe auch Probleme und die sind nicht gerade klein.

Warum arbeitest du nicht?

Ich denke du bist noch jung.


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04.07.2017 um 23:51
@AlbertE

Das streite ich nicht ab, aber ich werde dir garantiert nicht an den Kopf werfen, dass es doch trotzdem nichts schöneres gibt ;) wenn du Probleme hast, tut mir das ehrlich Leid und ich hoffe, dass du Hilfe und Unterstützung hast.


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04.07.2017 um 23:51
Diskutiere mit anderen. Kindergarten.

Ich habe meine Meinung und mein Kind hat ADHS. Aber ich möchte das eigentlich nicht irgendwelchen fremden Menschen mitteilen. Ich hab auch viele Sorgen, am Ende des Tages hilft mir dabei auch niemand und tozdem bleib ich bei meiner Meinung.


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04.07.2017 um 23:56
Zitat von AlbertEAlbertE schrieb:Warum arbeitest du nicht?
Warum ich nicht arbeite? Weil ich alleinerziehend mit behindertem Kind bin und keine Möglichkeit da ist, die Versorgung meines Kindes an andere abzugeben. Therapieplätze sind begrenzt und die Therapien allesamt auf späte Nachmittage zu legen, um vormittags arbeiten zu können, ist nahezu unmöglich. Ebenso Integrationsplätze im Kindergarten auf mehr als 20 Wochenstunden aufzustocken.

Eben die "simplen" Probleme, die man so hat, wenn man aus dem Raster fällt.

Und nein, so jung, wie du jetzt vermutlich glaubst, bin ich auch nicht mehr ;)


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

04.07.2017 um 23:59
Ich arbeite bei MC Donalds. Flexible Arbeitszeiten, wie du sie möchtest.
Verdiene pro Stunde nicht viel, darf putzen Mülleimer leeren und Klos sauber machen.
Hab ein schwererziehbaren Sohn, Teenager Tochter und einen Alkoholiker als Mann und du willst mir was von Problemen erzählen?

Lass mal stecken


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05.07.2017 um 00:02
@AlbertE

Ich verstehe nicht, wieso du hier so auf die persönliche Ebene gehst. Habe ich dir irgendwo deine Probleme abgesprochen?

Ich werde mich hüten und vor dir mein Privatleben weiter ausbreiten, also kannst du das "wer hat das schwerere Leben"-Spiel sein lassen.


Fakt ist: jeder hat Probleme und geht damit anders um und wenn man erkennt, wo seine Grenzen sind, ist das eine gute Sache und nicht etwas, wofür man sich blöde Sprüche geben müssen sollte.


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05.07.2017 um 00:04
Tja davon willst du nichts hören?

Dann Breite du deine Probleme auch nicht auf meinem Rücken aus, ich kann nichts dafür.
Zitat von BeckyBecky schrieb:Oder stehst du mir finanziell bei, wenn meine Waschmaschine kaputt ist? Das Kind zu Therapien muss und grade keiner Zeit zum Fahren hat und das Taxigeld fehlt? Nimmst du mir das Kind ab, wenn ich psychisch oder körperlich am Ende bin? Streitest du für mich vor Gericht mit dem Vater? Rennst dem Unterhalt hinterher? Kostenübernahmen für Therapien? Dem Förderschulplatz? Organisierst und finanzierst einen Babysitter, wenn ich Behördentermine habe, zu denen ich das Kind nicht mitnehmen kann? Stockst meine Rente im Alter auf, weil ich nicht arbeiten und selber vorsorgen kann?



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05.07.2017 um 00:12
@Becky
Gibt es bei Dir keine Behindertenwerkstätten? Vielleicht wäre das etwas für dein Kind. Ist mir gerade so eingefallen.


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