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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

6.785 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Abtreibung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

13.06.2019 um 10:06
Zitat von LudenlötherLudenlöther schrieb:Kein Wunder - welcher Arzt will schon etwas Illegales und Verbotenes tun?
wie du weißt, ist das ist nicht der Grund. Sie haben Angst vor Abtreibungsgegner:
Ein Arzt aus Münster, der bis vor kurzem noch der einzige Abtreibungsarzt vor Ort war, hat die aggressiven Abtreibungsgegner schon mehrfach zu spüren bekommen.
...
Für die Bundesärztekammer ist der zunehmende Druck militanter Abtreibungsgegner ein Grund dafür, dass immer weniger Ärzte zu Abtreibungen bereit sind.
Zitat von LudenlötherLudenlöther schrieb:Wo soll denn diese Zivilisation des Todes enden?
In Trübsal und Harmagedon. Mit der Vernichtung der Un- und Andersgläubigen.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

13.06.2019 um 11:17
@Ludenlöther
Ist du Fleisch? Wenn ja, hast du damit das Leben eines von Gottes Schöpfungen auf dem gewiesen.

Und nein Abtreibung ist keine Sünde, ausser man glaubt an ein zehn mal überarbeitetes Buch.

Ich bin nicht „ungläubisch.“ Man kann das Universum nicht erklären und halte es für gut möglich das es von einer Macht (Gott oder wie man es nennen mag) erschaffen wurde, nur wird diese Macht nicht die Erde und schon GAR NICHT den Menschen als eine auserwählte Schlöpfung betrachten. Dafür spricht zu viel dagegen, zumal die Weltreligionen ALLE sehr wiedersprüchlich sind und grosse Teile davon mit neustem Wissen wiederlegr werden können. Eigentlich sollteb schon die Dinosaurier oder das Universum die Weltreligionen wiederlegen, aber spätestens wenn man mal anderes Leben im All entdeckt, sollte schluss mit diesem „wir sind die Krönung der Schöpfun“ Mist sein.

PS: natürlich darf jeder glauben was er will, zB an das Spagettimonster, nur sollten sich Gesetze nicht auf Glauben beruhren, so etwas hatten wir schon mal im Mittelalter und haben wir noch im Iran etc.
Wenn jemand aus Glaubensgründen nicht abtreiben will, ok, seine entscheidung. Aber der Staat hat nicht das recht so etwas zu verbieten.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

13.06.2019 um 12:05
Neuregelung von § 219a (Werbeverbot):
Erstmals, seit der Paragraf geändert wurde, steht wieder eine Ärztin vor Gericht
Zum einen könnte sich das Gericht schlicht den § 219a an sich anschauen. Unangemessene Werbung verbietet das deutsche Recht für ÄrztInnen ohnehin, und warum es hier eine Sondernorm gibt, überdies aus dem Strafrecht, ist schwer zu begründen. Wenn das Gericht sich also darauf bezieht, stünden die Chancen ziemlich gut. Ich glaube aber nicht, dass es das tut.
deshalb:
Die wahrscheinlichere Möglichkeit wäre, dass das Gericht argumentiert, der § 219a gehöre untrennbar zur Gesamtregelung in den § 218 ff, die den Schwangerschaftsabbruch in Deutschland verbieten und Ausnahmen von diesem Verbot regeln. Das Urteil wäre dann eine Entscheidung über das Schutzgut des ungeborenen Lebens. Diese Setzung würde aber wiederum mich nicht überzeugen.
History:
Der § 219a wurde im Nationalsozialismus 1933 eingeführt. Den Nazis war es bevölkerungspolitisch ein Anliegen, Abtreibung unter den „arischen Volksgenossinnen“ extrem einzuschränken, später unter Androhung der Todesstrafe ganz zu verbieten. ÄrztInnen, sehr oft jüdisch, atheistisch oder sozialistisch, erwischte man aber schneller, indem schon Informationen über Abbrüche verboten wurden
Pflicht zum Austragen:
legte das Gericht auch fest, dass eine ungewollt Schwangere die Pflicht hat, die Schwangerschaft auszutragen. Wenn ich das meinen Studierenden sage, glauben die, ich mache Witze. Aber das steht da, das gilt und das ist auch so gemeint. Als Frau liest man das einmal und vergisst es nie wieder.
https://www.taz.de/Juristin-ueber-die-Neuregelung-von--219a/!5599084&s=abtreibung/


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

05.12.2019 um 06:58
Wegweisendes Urteil: Schwangere Teenagerin (16) darf gegen den Willen der Mutter abtreiben:
Eine schwangere Teenagerin verklagt ihre Mutter: Sie will abtreiben, die Mutter ist dagegen. Ein Gericht entschied nun im Sinne der Schwangeren.

Die Frage, ob die Sorgeberechtigten zustimmen müssen, wenn eine Minderjährige eine Schwangerschaft abbrechen lassen will, ist in Deutschland nicht gesetzlich geregelt und in der juristischen Literatur und Rechtsprechung umstritten. Das Urteil ist daher wegweisend.
Begründung:
Die Fachgesellschaft argumentiert, dass das Selbstbestimmungsrecht von Minderjährigen verfassungsrechtlich geschützt sei, mit zunehmender Reife müsse daher das elterliche Erziehungsrecht zurücktreten.
https://taz.de/Urteil-zu-sexueller-Selbstbestimmung/!5647676/


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

05.12.2019 um 09:09
@Bishamon
Ich halte das Urteil für falsch, da es anscheinend weder eine Vergewaltigung gab, noch dass das Kind nicht lebensfähig o.ä.wäre.
Das hätte sich die 16jährige vorher überlegen müssen und es gibt auch andere Wege als eine Abtreibung. So ist das einfach nur feige und das auf Kosten des Lebens des Kindes.
Ich hoffe, das Urteil wird kassiert, denn hier sollte die sexuelle Selbstbestimmung nicht über dem Leben des Kindes stehen.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

05.12.2019 um 09:17
Zitat von abberlineabberline schrieb:denn hier sollte die sexuelle Selbstbestimmung
um diese geht es nicht
Zitat von abberlineabberline schrieb:Ich hoffe, das Urteil wird kassiert,
sehr unwahrscheinlich, denn die Entwicklung geht eindeutig zu mehr Selbstbestimmung.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

05.12.2019 um 09:19
@Bishamon

Endlich ein Urteil in die richtige Richtung. Es gibt einfach Themen, bei denen nur der Betroffene selbst entscheiden kann.


@abberline

Weißt du, wie es zur Schwangerschaft kam? Nein? Dann vielleicht nicht urteilen.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

05.12.2019 um 09:19
@Bishamon
Leider ja, aber unsere Gesellschaft bewegt sich in manchen Punkten sowieso in eine seltsame Richtung. Selbstbestimmung auf Kosten anderer ist, wie in diesem Fall, purer Egoismus.
@Becky
Wenn es keine Vergewaltigung war oder Leben und Gesundheit von Mutter und Kind nicht gefährdet sind, spielt das in meinen Augen keine Rolle.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

05.12.2019 um 09:22
Zitat von abberlineabberline schrieb:Wenn es keine Vergewaltigung war
wieso spielt das eine Rolle?


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

05.12.2019 um 09:25
@Bishamon
Weil das ein Sonderfall ist, bei dem man zumindest irgendwo Verständnis für die Mutter haben kann. Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ansonsten nur bei schweren gesundheitlichen oder lebensbedrohlichen Risiken.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

05.12.2019 um 09:25
Ich denke, es sollte jedem selbst überlassen sein, ob er ein Kind behalten möchte oder eben nicht. Da hat jeder selbst drüber entscheiden zu dürfen, auch eine Minderjährige. Sicherlich die vernünftigere und reifere Entscheidung von ihr gewesen das Kind nicht auszutragen, als der Mutter nachzugeben.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

05.12.2019 um 09:28
@Ninchen1984
Ja auf Kosten eines jungen Lebens, weil man ein bisschen überfordert wäre oder keine Lust hat, man Schulproblene bekommt etc.
Alles keine Gründe. Da geht das ungeborene Leben immer vor. Aber da läuft sowieso viel schief in unserer Gesellschaft.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

05.12.2019 um 09:29
Zitat von abberlineabberline schrieb:irgendwo Verständnis für die Mutter haben kann.
sie kann das Kind zur Adoption freigeben lassen.

gilt hier nicht dein Satz?:
Zitat von abberlineabberline schrieb:Ja auf Kosten eines jungen Lebens,
Ich sehe hier keinen Unterschied.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

05.12.2019 um 09:30
Zitat von abberlineabberline schrieb:Ja auf Kosten eines jungen Lebens, weil man ein bisschen überfordert wäre oder keine Lust hat, man Schulproblene bekommt etc.Alles keine Gründe. Da geht das ungeborene Leben immer vor. Aber da läuft sowieso viel schief in unserer Gesellschaft.
Dieses junge Leben hätte durchaus viel schlimmer enden können, in Verwahrlosung, Vernachlässigung etc. Daran sollte man vielleicht auch mal denken, wie es dem Kind gehen kann, wenn es ungewollt ist. Also lieber erst das Kind gar nicht in solch eine mögliche Situation kommen lassen. Aber sieht jeder anders. Trotzdem sollte man niemanden verurteilen, weil er sich gegen das Kind entschieden hat auf solch eine Art.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

05.12.2019 um 09:33
@Ninchen1984
Das ist auch kein Argument, denn zum einen gibt es Jugendämter, notfalls Adoption etc.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

05.12.2019 um 09:39
Vielleicht will man es aber einfach nicht zur Adoption freigeben?! Vielleicht will man damit einfach nix mehr zu tun haben?! Gibt viele Gründe, weshalb man diese Schritte nicht geht.
Wie gesagt, leben und leben lassen. Wenn man nicht mal mehr über seinen eigenen Körper bzw die Gestaltung seines eigenen Lebens entscheiden darf, dann gute Nacht..


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

05.12.2019 um 09:39
Zitat von abberlineabberline schrieb:@Becky
Wenn es keine Vergewaltigung war oder Leben und Gesundheit von Mutter und Kind nicht gefährdet sind, spielt das in meinen Augen keine Rolle.
Heißt, in deinen Augen hat es eine Frau dann auch widerstandslos auszubaden, wenn der Arzt eine Spirale oder das Implanon falsch gesetzt hat und das Ding auf Wanderschaft geht?
Zitat von abberlineabberline schrieb:@Ninchen1984
Ja auf Kosten eines jungen Lebens, weil man ein bisschen überfordert wäre oder keine Lust hat, man Schulproblene bekommt etc.
Alles keine Gründe. Da geht das ungeborene Leben immer vor. Aber da läuft sowieso viel schief in unserer Gesellschaft.
Ach und wenn sie dann das Kind bekommt, die Schule nicht schafft oder keine Ausbildung, weil sie mit dem Kind alleine klarkommen muss, wird auch wieder geschimpft, oder wie? Das Hilfsnetz für junge Mütter ist je nach Region fast nicht existent und auf die Hilfe der Kindsväter kann man bekanntermaßen ja auch nicht immer hoffen.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

05.12.2019 um 09:40
@Becky
Zu Punkt 1 Ja 😊kurz und bündig auf den Punkt. Punkt 2: das ist auch kein Argument, das eine Abtreibung rechtfertigt. Wie gesagt, für mich nur bei oben stehenden Gründen. Bin jetzt auch wieder raus.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

05.12.2019 um 09:40
Zitat von abberlineabberline schrieb:Ich halte das Urteil für falsch, da es anscheinend weder eine Vergewaltigung gab, noch dass das Kind nicht lebensfähig o.ä.wäre.
Das hätte sich die 16jährige vorher überlegen müssen und es gibt auch andere Wege als eine Abtreibung. So ist das einfach nur feige und das auf Kosten des Lebens des Kindes.
Ich hoffe, das Urteil wird kassiert, denn hier sollte die sexuelle Selbstbestimmung nicht über dem Leben des Kindes stehen.
wenn das Urteil kassiert würde, dann würde dies ja auch bedeuten, dass Eltern FÜR eine Abtreibung sein können. Und dies als das Beste empfinden oder FÜR eine Adoption. Schon mal drüber nachgedacht? Es geht ja nie nur in eine Richtung.
Außerdem sollte man mal bedenken, welche Auswirkungen physisch und psychisch es auf die junge Frau haben könnte, gezwungen zu sein, ein Kind auszutragen (oder eben nicht, je nach Entscheidung der Eltern).


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

05.12.2019 um 09:41
Zitat von abberlineabberline schrieb:@Becky
Ja 😊kurz und bündig auf den Punkt.
Wtf. Du bist also komplett gegen die weibliche Selbstbestimmung. Krass.

Und noch dazu dafür, dass Frauen die eventuellen Fehler anderer ausbaden müssen.


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