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Suizid(-versuche): Eure Meinung?

6.996 Beiträge, Schlüsselwörter: Selbstmord, Suizid, Freitod

Suizid(-versuche): Eure Meinung?

15.06.2019 um 20:55
@TheWalkingDead
Ich wünsche dir da viel Spaß.
Bring deinen Kopf frei. Es klingt banal, aber es kann ungemein helfen.

;)


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Suizid(-versuche): Eure Meinung?

15.06.2019 um 21:55
@TheWalkingDead
Ganz offensichtlich bist Du in einer Krise.
Hole Dir Hilfe!
Was es auch immer ist, dass Dich gerade aus der Bahn wirft: Es kann gelöst werden.

Die meisten, die hier schreiben und mitlesen, haben vieles erlebt, ausgehalten und überlebt.
Damit weißt Du schonmal: ein Weiterleben, die Situation aus- und durchzuhalten ist möglich.

Deine bisherigen Beiträge lesen sich für mich so, dass Du in einer akuten Krise bist.
D. h. es geht aktuell nicht um etwas, dass Dich über die Jahre zermürbt hat, sondern um etwas, dass Dir jetzt den Boden unter den Füßen wegzieht, Dich an vielem/ allem zweifeln läßt, dass Du als existenzbedrohent siehst.
Dir fehlt gerade der Überblick. Hilf Dir, diesen wieder zu bekommen.
Auf die Schnelle mit der Telefonseelsorge 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222, wenn Dir das eher liegt ,ist auch ein Chat möglich https://www.telefonseelsorge.de
Ebenso kannst Du in die psychiatrische Notaufnahme Deiner Klinik vor Ort.
Egal was: Ignoriere nicht, dass Du gerade Hilfe brauchst.
Jeder von uns war schon in so einer Lage. Wenn Familie und Freunde als Hilfe (in dieser Situation) nicht taugen, dann muss man sich diese Hilfe andernorts suchen.


Damit Du das Vorstehende etwas ernster nehmen kannst, ein kurzer Abriss meiner Geschichte:
Aufgrund meiner Lebensgeschichte habe ich mich immer über Leistung in der Arbeit definiert. Meine Ansprüche an mich sind höher, als mein Arbeitgeber sie jemals stellen würde. Gepaart mit einer gewissen Unsicherheit hast Du damit das Patentrezept für einen Burnout. Diese Haltung, gepaart mit meinen kindlich/ jugendlichen Erfahrungen und den daraus resultierenden Lösungsstrategien, scheiterte meine Ehe, ließen mich die aufgrund meiner Entscheidungen getroffenen Erfahrungen ohne neue Lösungsansätze schier verzweifeln und endeten irgendwann in einer handfesten Depression. Nicht die erste Episode, umbringen wollte ich mich erstmals nach dem Tod meiner Mutter. Aber wenn man sowas ignoriert, wird es eben nicht besser.

Wie auch immer: Es hat sich über die Jahre und Erfahrungen entwickelt. Ohne (sinnvollen) Input von außen habe ich mich schlicht im Kreis gedreht (immer mehr vom selben, falls Dir das was sagt) und war irgendwann an dem Punkt an dem es nicht mehr ging. Ich wollte nicht mehr. Ich habe recherchiert und mich für eine Variante der Selbsttötung entschieden. Es ging schief und ich war in Angst und Handlungsunfähigkeit gefangen. Eine Freundin brachte mich ins Klinikum, der Arzt hat schnell entschieden mich zu behalten (offen Station) und ich konnte erstmal wieder zu mir kommen.
Egal, was Du hier auch immer über Kliniken lesen magst: In einer Akutsituation sind sie die richtige Anlaufstelle.


Sei es Dir wert. Kämpfe. Hole Dir Unterstützung.


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Suizid(-versuche): Eure Meinung?

15.06.2019 um 22:28
CICADA3301 schrieb:Mag sein. Probleme sind halt da, das stimmt.
Aber wie gesagt. Die Probleme gehen nicht von alleine weg. Die sind so lange da bis DU etwas dagegen machst.
Es gibt hierbei keine Pille, kein Pflaster, kein Zaubertrank.

Was meinst du wie ich extrem niedergeschlagen war, als ich Allmy für ein Jahr nicht betreten konnte weil ich verbannt wurde. Teilweise die schwerste Zeit meines Leben. Aber ich habe Lehren daraus gezogen. Und Lehren kann man auch durch das leben ziehen.
Das ist aber jetzt ein seltsamer Vergleich. (Nur mal so nebenbei jetzt)

Aber ja, es gibt keinen Zaubertrank. Es gibt kein Pflaster, kein Heilmittel, keinen Knopfdruck. Alle sagen einem, nur DU kannst es ändern.
Hier beginnt ein ernstes Problem. Denn man fängt an zu glauben, dass es gar nichts gibt.
Es ist immer diese Frage, die bestehen bleibt: was glauben die Menschen, denen man seine Probleme erzählt, was man selbst immer gemacht hat? Nichts? So als würde man alles einfach zulassen und es geschehen lassen, nicht mal andere Strategien auszutüfteln, um mal andere Ergebnisse zu erzielen. Neue Hoffnung schöpfen, noch mal Vollgas geben, noch mal starten?
Wenn die Ergebnisse gleich bleiben, fängt irgendwann die Resignation an. Man hat ja alles versucht.
Dann vertraut man sich jemanden an, will reden und dann kommt der Spruch des Jahrhunderts: “Nur du kannst es ändern!“

Erst mal ein Tritt in den Hintern für denjenigen, der bereits sein Bestes gab, dann die Erkenntnis, wenn man es selbst nur ändern kann, es aber bereits - egal wie - nicht konnte, kann man dann überhaupt was ändern? Gibt es Änderung?
In einem drin zerstört sich was. Was kommt? Der Notausgang. Die Hoffnung ist ja zerplatzt.

Ich kritisiere gerade diesen Spruch, den man auch in Kliniken hört, aufs Schärfste. Besonders ziemlich geil, es jemanden zu erzählen, der akut suizidal ist.

Zumal hole ich mir persönlich keine Hilfe, wenn ich keine brauche und alles selber kann. Ja, wenn alles an mir liegt, was mach ich dann bei euch?
Wissen sie anscheinend selbst nicht.
Der Grund, weshalb ich in Krankenhäusern war, war nicht der, um mir die Weisheiten von Psychologen oder Ärzten zu holen, ich war da, um gesellschaftlich bei Gleichgesinnten zu sein.

Zugegeben, mein Fall, meine Erfahrungen und meine ziemlich persönliche Ansicht.

Aber ich habe noch keinen getroffen, der sich akut suizidal von so einem Spruch hat einlullen lassen.


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Suizid(-versuche): Eure Meinung?

15.06.2019 um 22:32
@sunshinelight
Ich sage es jetzt mal offen und ehrlich.
Du weißt nicht was ich für ein Mensch bin. Das weiß eigentlich keiner hier und das soll auch soweit gut sein.

Allmy ist ein Forum wo ich gerne meine Freizeit verbringe, wo ich mich mit Leuten offen unterhalten kann. Das ist für mich mehr wert als für so manch anderen. So einfach ist das.


Aber ganz ehrlich? Ich habe hier nur meine Meinung und vor allem nur meine "Erfahrung" geteilt. Jeder kann sich da natürlich ein eigenes bild machen. ich weiß wie mein Leben ist, ich weiß was mich wohl bald erwartet. Und wenn dann jemand anderes meint, dass das "seltsam" ist, soll es für die Person eben "seltsam" sein.
Mir wurscht.


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15.06.2019 um 22:47
@CICADA3301
Fühlst du dich jetzt tatsächlich angegriffen?
Ich habe nicht behauptet, dass ich wüsste, was für ein Mensch du bist.
Ich fand es nur seltsam, dass man Allmy in irgendeinem Kontext mit Suizid und Lebenssinn setzt.


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15.06.2019 um 22:50
@sunshinelight
sunshinelight schrieb:Ich fand es nur seltsam, dass man Allmy in irgendeinem Kontext mit Suizid und Lebenssinn setzt.
Wie ich schon sagte.
Menschen sind verschieden.
Das ist einfach und daran gibt es nix zu verstehen.


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15.06.2019 um 22:54
TheWalkingDead schrieb:Wie viele sind wohl in den freitod gegangen obwohl sie als "geheilt" galten? Weil die Probleme nach der Behandlung noch immer da waren?
Bei meinem Schwager war es so. Er war im LKH. Einen Tag vor seiner Entlassung hat er es auf dem
Gelände gemacht.
Er sagte noch, es ist, als ob ein Schalter in seinem Kopf umgestellt wurde..


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15.06.2019 um 23:02
sunshinelight schrieb:Es ist immer diese Frage, die bestehen bleibt: was glauben die Menschen, denen man seine Probleme erzählt, was man selbst immer gemacht hat? Nichts? So als würde man alles einfach zulassen und es geschehen lassen, nicht mal andere Strategien auszutüfteln, um mal andere Ergebnisse zu erzielen. Neue Hoffnung schöpfen, noch mal Vollgas geben, noch mal starten?Wenn die Ergebnisse gleich bleiben, fängt irgendwann die Resignation an. Man hat ja alles versucht. Dann vertraut man sich jemanden an, will reden und dann kommt der Spruch des Jahrhunderts: “Nur du kannst es ändern!“
Verstehe ich gut.

Was Du aber außer Acht lässt, ist dass wir alle immer nur auf unsere jeweiligen Erfahrungen und Erkenntnisse zurückgreifen können.

Jede neue Erfahrung kann da hilfreich sein. Ob das jetzt die Patienten sind, die man auch Station kennenlernt, oder das Pflegepersonal mit dem man sich austauscht. Oder aus Gesprächen - mit welchen auch immer neuen Leuten - neue Impulse, Ideen oder handfeste Möglichkeiten kennen zu lernen. Ich habe mit Therapieformen, die nicht von gesetzlichen Kassen getragen werden die besten und hilfreichsten Ergebnisse erzielt.

Und ja, letztlich ist es so, dass nur jeder Einzelne etwas an seiner Situation ändern kann. So niederschmetternd und gemein das erstmal klingen mag. Wenn Du nicht an einer wirklich schweren psychischen Erkrankung leidest, die keine andere Variante als medikamentöse oder operative Möglichkeiten offen lässt, hast Du noch Wahlmöglichkeiten und harte Arbeit an Dir selbst als Möglichkeit.


By the way: Deinen "Angriff" auf @CICADA3301 finde ich überflüssig. Du weißt nichts über ihn und seine Situation. Ein Medium wie Allmy kann durchaus hilfreich, evtl. sogar rettend sein.


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15.06.2019 um 23:15
Eigentlich sollte hier kein Streit entstehen :(


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15.06.2019 um 23:18
amerasu schrieb:By the way: Deinen "Angriff" auf @CICADA3301 finde ich überflüssig. Du weißt nichts über ihn und seine Situation. Ein Medium wie Allmy kann durchaus hilfreich, evtl. sogar rettend sein.
Das war kein Angriff.
Aber stell dir mal folgendes Szenario vor: Jemand verliert sein Haus, seine Frau, seinen Job, ist am Ende und suizidal. Er erzählt jemanden von seinen Problemen und dieser erzählt, “nur du kannst es ändern, ich hab es auch geschafft, denn als ich von Allmy verbannt wurde...“
amerasu schrieb:Was Du aber außer Acht lässt, ist dass wir alle immer nur auf unsere jeweiligen Erfahrungen und Erkenntnisse zurückgreifen können.
Sind dann immer diese Hapsvergleiche (wie oben), die auch häufiger gewaltig daneben gehen.
amerasu schrieb:Ich habe mit Therapieformen, die nicht von gesetzlichen Kassen getragen werden die besten und hilfreichsten Ergebnisse erzielt.
Umso trauriger, je besser ein Mensch bezahlt, umso wertvoller ist er...
amerasu schrieb:Und ja, letztlich ist es so, dass nur jeder Einzelne etwas an seiner Situation ändern kann. So niederschmetternd und gemein das erstmal klingen mag. Wenn Du nicht an einer wirklich schweren psychischen Erkrankung leidest, die keine andere Variante als medikamentöse oder operative Möglichkeiten offen lässt, hast Du noch Wahlmöglichkeiten und harte Arbeit an Dir selbst als Möglichkeit.
Wozu die meisten nach den bisherigen erfolglosen kräftezehrenden lebenslangen Kämpfen nicht mehr in der Lage sind, die einem schon eines Besseren belehrt haben.


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15.06.2019 um 23:21
@sunshinelight
Also echt jetzt.
Ich kapier dein Problem gerade nicht.
Ja du nimmst ein Extremes Beispiel bei nen Menschen der alles verloren hat.
Aber man hat keine Suizid-Gedanken, wenn man alles verliert.

Aber weißt du was? Sorry mir wird das echt zu doof. Ich bin hier aus der Diskussion raus.
Wenn man hier sich vor dir rechtfertigen muss, wieso Allmy einen höheren Stellenwert im Leben hat als bei normalen Menschen, ist das dein Bier, nicht meins.


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15.06.2019 um 23:25
sunshinelight schrieb:Das war kein Angriff.
Aber stell dir mal folgendes Szenario vor: Jemand verliert sein Haus, seine Frau, seinen Job, ist am Ende und suizidal. Er erzählt jemanden von seinen Problemen und dieser erzählt, “nur du kannst es ändern, ich hab es auch geschafft, denn als ich von Allmy verbannt wurde...“
Da Stimme ich dir vollkommen zu. Nicht jeder kann alles schaffen. Wenn man am boden ist fehlt die Motivation etwas zu ändern! Und diese Motivation herbeizuführen bedeutet viel Einfühlungsvermögen und das richtige zum richtigen Zeitpunkt sagen.
Es wäre anmaßend zu glauben dass ein paar Worte einen Menschen ändern. Schon gar nicht wenn sein Selbstbild so zerrüttet ist...


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15.06.2019 um 23:27
@CICADA3301

Ich habe alles verloren. Du kannst sowas nicht verallgemeinern denn jeder Mensch tickt anders. Du musst alles verlieren dass du im Ansatz weißt was man da fühlt. Nicht böse gemeint...


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Suizid(-versuche): Eure Meinung?

15.06.2019 um 23:29
CICADA3301 schrieb:Ich kapier dein Problem gerade nicht.
Ja du nimmst ein Extremes Beispiel bei nen Menschen der alles verloren hat.
Das Problem ist, dass dein Ausschluss aus dem Forum von Anfang an von dir ausgeht, eine Konsequenz ist, die von dir selber kommt, aber auch mehr eine Freizeitgestaltung ist, kein Lebensinhalt, es mit den Problemen anderer zu vergleichen, die wahrscheinlich ernsthafte Probleme haben und es abschließt mit “es liegt an dir“, da darf man ruhig mal sagen, dass der Vergleich seltsam ist.
TheWalkingDead schrieb:Und diese Motivation herbeizuführen bedeutet viel Einfühlungsvermögen und das richtige zum richtigen Zeitpunkt sagen.
Und das ist bei diesem Thema unglaublich schwer. Man kann so viel falsches sagen.
Es hat mich auch in Kliniken gestört, wenn die Pflegerin meine Probleme mit ihren Alltagsproblemen vergleicht und sagt, was man alles schaffen kann.


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15.06.2019 um 23:31
sunshinelight schrieb:Und das ist bei diesem Thema unglaublich schwer. Man kann so viel falsches sagen.
Es hat mich auch in Kliniken gestört, wenn die Pflegerin meine Probleme mit ihren Alltagsproblemen vergleicht und sagt, was man alles schaffen kann.
Danke dass du es genauso siehst


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Suizid(-versuche): Eure Meinung?

15.06.2019 um 23:31
@TheWalkingDead
Nachdem sich ja jetzt eine - für mich nicht nachvollziehbare - Konzentration auf @CICADA3301 bemerken lässt, fände ich es schon hilfreich, wenn Du mal etwas konkreter wirst. Mein Stand aufgrund Deiner Beiträge ist: Es geht Dir nicht gut, weil...?


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15.06.2019 um 23:32
Wieder ein interessantes und gefährliches Thema, vor allem wenn Jugendliche mitlesen, ich muss ehrlich sagen habe jetzt wenig gelesen, was meine Vorgänger geschrieben haben, aber ich habe tatsächlich Erfahrung mit diesem Thema.


Ich habe in jungen Jahren oft darüber nachgedacht, aufgrund meiner familiären Geschichte, ich bin heute froh, dass ich das nicht gemacht habe, da ich wirklich finde, auch wenn man es in dem Moment nicht glaubt, es geht alles weiter und man hat tatsächlich, auch wenn man es nicht sieht, Menschen, die wirklich für einen da sind.
Ich bin der Meinung, wenn man so ein Schritt in Erwägung zieht, dann kommt man da sehr selten von alleine raus, man braucht Unterstützung und damit meine ich nicht Therapie, kann zwar auch helfen, aber am Wichtigsten ist, man hat einen Menschen oder auch mehrere, die an einem Glauben und Geborgenheit geben, ich hatte damals mein besten Freund, der mich nachts abgeholt hat, weil ich nicht mehr alleine sein wollte mit mein Problemen und er hat mir mehr geholfen als jeder Experte. Er war wie ein großer Bruder und hat mich nicht nur einer von seinen vielen Fällen gesehen, wie Therapeuten.


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Suizid(-versuche): Eure Meinung?

15.06.2019 um 23:48
sunshinelight schrieb:Das Problem ist, dass dein Ausschluss aus dem Forum von Anfang an von dir ausgeht, eine Konsequenz ist, die von dir selber kommt, aber auch mehr eine Freizeitgestaltung ist, kein Lebensinhalt, es mit den Problemen anderer zu vergleichen, die wahrscheinlich ernsthafte Probleme haben und es abschließt mit “es liegt an dir“, da darf man ruhig mal sagen, dass der Vergleich seltsam ist.
Wow, schöne Ferndiagnose.

Probleme, die Deiner Meinung nach also keine sind, besser noch: selbst verschuldet sind, sind also weniger ernst zu nehmen als Probleme, die nach Deiner Erfahrung "ernst zu nehmende Probleme" sind. Kann ich nur schwer mit Deinen vorherigen Postings in Einklang bringen.

Ziehst Du in Erwägung, dass sich @CICADA3301 mit dieser Einschätzung ebenso unverstanden fühlt, wie Du Dich mit Deinen Erfahrungen? Obwohlt doch gerade Du anführst, man dürfe sich keine Vergleiche anmaßen? Eine Pflegerin im Krankenhaus ist Dir da ja wohl schon auf die Füße getreten.

Was nicht von der Kasse gezahlte Therapien betrifft: Ja, ist ein leidiges Thema. Um sich selbst zu helfen, muss man da eben eine Entscheidung treffen, was einem die Gesundheit wert ist. Wenn man jetzt nicht berufstätig ist, sicherlich schwierig bzw. nicht machbar.
Wenn es aber ums reine Überleben geht, sprich: wenn man suizidal ist, dann gibt es Angebote und Möglichkeiten. Auch wenn ich psychisch krank bin: es gibt Angebote und Möglichkeiten. Keiner ist hilflos und allein gelassen, wenn er denn bereit ist, auf das vorhandene Angebot einzugehen. Auch wenn Luft nach oben ist: Eine Grundversorgung und darüber hinaus eine Versorgung, um mit weitergehender Therapie und ggf. Medikation weiter zu kommen, ist gegeben.


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Suizid(-versuche): Eure Meinung?

16.06.2019 um 00:20
Matthaeus 11:28 Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid.

ich bin in meinem leben durch die ein oder andere schwere zeit gegangen und hatte oft genug lust dazu alles hinzuwerfen. und auch wenn man es in der situation nicht sehen kann oder sehen will und auch wenn man nicht mehr ein noch aus weiss und verzweifelt ist:es lohnt sich weiterzumachen und es wird weitergehen und es ist falsch an selbstmord zu denken.

mir persönlich hat der glaube an jesus sehr viel kraft gegeben.gott der zwar letztenendes nicht konkret erklärt,warum es das leid,den tod oder die krankheit auf der welt gibt. der aber nicht davor wegläuft, sich zu schade ist oder den menschen allein damit lässt.

sondern das leid auf sich nimmt,alles erduldet,auch den tod um den menschen vor genau diesem tod zu retten.den man auch in der verzweiflung manchmal suchen mag.

wer trost braucht,möchte dass ich für ihn bete oder einfach nur quatschen oder sich austauschen will kann mich jederzeit gerne anschreiben.


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Suizid(-versuche): Eure Meinung?

16.06.2019 um 00:34
Ich denke es gibt nicht DEN richtigen Grund, DEN schlimmeren Grund, DEN berechtigten Vorfall der einen dazu treibt diese Gedanken aufkeimen zu lassen. Für den einen ist es der Ausschluss aus einer bestimmten Gemeinschaft (Forum), für den anderen ist es der Verlust der Familie, widerum andere zerbrechen daran den Job zu verlieren.
Es ist die Bereitschaft dazu nicht mehr weiterleben zu wollen weil das Leben ansich keinen Sinn mehr zu ergeben scheint.
Bei dem einen baut es sich über Jahre auf, der andere benötigt nur eine schlimme Situation um nicht mehr weitermachen zu wollen.

Ich bin ein Mensch der das Leben liebt obwohl ich pausenlos vom Leben und von der Gesellschaft aufs Maul bekomme. Ich rede nicht gern darüber weil es immer den Anschein erweckt als würde ich nur jammern. Mir wurde auch oft genug mitgeteilt das es andern viel schlechter geht als mir, daher spreche ich nicht darüber wie es mir geht. Außer mit meinem Mann, da er alles mit mir miterlebt weiss er wie ich mich fühle. Erdrückt vom Stress und geschubst von Menschen die völlig egoistisch ihr Ding durchziehen. Körperlich bin ich seit Jahren wirklich am Ende, mein Magen blutet regelmäßig dank der vielen Magengeschwüre die ich regelmäßig habe, Migräne... Gelenkschmerzen und mittlerweile Dauerzucken in den Augen und im Mundwinkel, einige Hörstürze und Tinitus begleiten mich zudem in stressigen Zeiten.
Selbstständig das Leben nehmen würde ich mir nie weil ich dafür das Leben zu sehr achte... aber ich merke das mein Körper dem ganzen Stress und Terror nicht mehr gewachsen ist und sich sich daher nach und nach verabschiedet.

Und gute Ratschläge wie "nur du kannst daran etwas ändern" sind halt nicht immer richtig. Es gibt Dinge im Leben die einfach auf einen einstürzen... die dich zwingen sie mitzubekommen und mitzuerleben. Man kann es noch so sehr wollen, man ist nicht in der Lage Schicksalschläge zu verhindern bzw Dinge die einem angetan werden zu vermeiden.

Über Suizid habe ich oft und viel nachgedacht, mich aber immer dagegen entschieden weil ich es vielen Menschen gegenüber nicht fair fände. Meinen Eltern zB nicht... die mich adoptiert haben und mir damit die beste Chance geschenkt haben ein vernünftiges Leben zu führen. Meinen Kindern... den ich das Leben geschenkt habe weil ich mit ihnen auch alt werden wollte, inkl Enkelkinder und natürlich tollen Schwiegertöchtern. Ich möchte diese Momente im Leben einfach nicht verpassen nur weil mir das Leben jetzt und in der Vergangenheit oft genug ins Gesicht gespuckt hat. Ich stand schon vor so mancher Klippe (emotional) und dachte mir aber auch immer... wenn ich jetzt gehe müssen andere den Scheiss ausbaden der eigentlich meine Aufgabe ist.

Und wer weiss... vielleicht zahlt sich am Ende der ganze Terror aus, den ich erdulden musste und muss.
Jedenfalls bin ich stärker als wie noch vor 5 Jahren. In weiteren 5 Jahren bin ich vielleicht noch stärker.

Ich möchte es zumindest rausfinden.. und nicht flüchten.

Menschen, die sich gegen das Leben entscheiden kann ich aber gut verstehen. Auch wenn es mir um jede Seele leid tut die nichts findet wofür es sich zu Leben lohnt, entscheiden muss das jeder für sich alleine.


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