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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

3.868 Beiträge, Schlüsselwörter: Glaube, Übernatürliches, Skeptiker, Skeptier
Dawnclaude
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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

10.09.2014 um 11:18
@RoseHunter
RoseHunter schrieb:Zeig doch erst mal, was die Naturwissenschaft u.U. nicht kann.
Wie gesagt:
Beitrag von Dawnclaude, Seite 148

Allein dieser eine Punkt hebelt schon die Wissenschaft aus. Insbesondere wenn Geister über den Naturgesetzen, wie sie bislang anerkannt sind, stehen.
Des weiteren kann Naturwissenschaften nix mit persönlichen erlebnissen zu tun haben.
Auch wenn ich mir 100% z.b. sicher bin, dass ich ein Geistwesen bei mir habe, kann ich das wissenschaftlich nicht beweisen, weil es sich nicht objektivieren lässt gegenüber anderen Personen, wenn der Geist es nicht zulässt.
Das Prinzip hast du immer wieder bei nahtoderlebnissen. Manche Menschen, die selbst Wissenschaftler oder Ärzte waren haben ihre Erfahrungen reingebracht, so dass sie sich sicher sind, aber Außenstehen kann man keinen objektiven Beweis geben.
So dass man Emanons lieblingswort reinbringen kann "Anekdoten", aber genauso gut kann er eben nicht belegen, dass die erlebnisse alle nur Halluz sind.
emanon schrieb:Ok, du Kriterien unter denen die Wissenschaft arbeitet sind zwar seit Jahrhunderten und vieltausendfach bewährt, aber wenn du Besseres vorschlagen kannst, dann höre ich mir das gerne an, insbesondere, wenn du dich der Logik bedienst.
Das ist natürlich ein Argument. Es gibt kaum einen besseren Weg um sich 100% sicher zu sein für viele Menschen. Aber warum bin ich mir dann in anderen Punkten 100% sicher? Wahrscheinlich weil mir 100% beweise gezeigt wurden. Aber diese Beweise bringen eben nur mir was und niemand anderen.
Es liegt einfach daran dass in deinem Glauben eine "höhere Macht" oder sagen wir mal Lebewesen außerhalb dieser Realität nicht existieren.
Trotzdem ist dieser Punkt nur ein Glaube. Das heißt 100% Objektivität ist niemals möglich.

Wenn "Gott" oder was auch immer es ist, nicht will, dass er/sie/es 100% bewiesen werden will, dann kann das genauso gewollt sein, weil man so z.b. einen freien Willen besser erschaffen kann. Und diesen Punkt kannst du nie ausschließen.

Und ich kann auch nicht wissen, ob ich nun mit Gott rede, nem Engel, geistwesen oder nen Außerirdischen. (außer das mit dem Gehirn, das kann ich tatsächlcih ausschließen ;))

Das bedeutet einfach das der naturwissenschaftliche Weg schon der Richtige ist, um sich die Realität zu erklären. Aber nicht , um andere Realitäten und Wahrnehmungen zu erklären außerhalb der Menschlichen Erkenntnis / standarts.


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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

10.09.2014 um 11:22
@emanon

Du denkst vermutlich immer an die Naturwissenschaft, wo es teils eindeutige Belege gibt. Schau mal in die Wirtschafts -oder Sozialwissenschaften (von mir aus auch Verhaltenswissenschaften), da ist es äußerst schwer, nomologische Aussagen zu finden und Theorien, z.B. Organisationstheorien, gibt es enorm viele, die alle irgendwo eine Berechtigung haben, jedoch nicht in der Lage sind, alles zu erklären. So lassen sich bei manchen Experimenten gleich mehre Methoden anzweifeln und trotzdem erlangten gewisse wissenschaftliche Strömungen wie z.B. die Human-Relation-Bewegung große Anerkennung - trotz fataler Fehler bei Experimenten.

Nun ja, ich will es jetzt auch nicht zu weit treiben.


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emanon
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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

10.09.2014 um 11:25
@RoseHunter
RoseHunter schrieb:Aber die Gefahr der Betriebsblindheit ist offensichtlich.
Die Frage ist, ist das offene System Wissenschaft dann noch offen, wenn es sich selbst kontrolliert?
Kritik am System als "unwissenschaftlich" zurückzuweisen, hat eher den Charakter der Immunisierung, weil so eine prinzipielle Kritik am System der Wissenschaften abgebürstet wird.
Seh ich anders. Die Wissenschaft ist eine in sich konsistente Arbeitsmethodik.Sie wird aber von Menschen praktiziert, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Unter den Wissenschaftlern finden sich weltweit wohl Vertreter jeglicher Ideologie und unterschiedlichster Herangehensweise, eine Betriebsblindheit scheint mir bei der Vielfalt unwahrscheinlich.
RoseHunter schrieb:Kritik am System als "unwissenschaftlich" zurückzuweisen, hat eher den Charakter der Immunisierung, weil so eine prinzipielle Kritik am System der Wissenschaften abgebürstet wird.
Sie wird doch nicht zurückgewiesen. Selbst ich, der ich nun kein Wissenschaftler bin, habe dich gebeten deine Änderungswünsche vorzutragen und genau so geht es in der Wissenschaft auch zu.
Die Hypothesen werden begutachtet, geprüft und entweder übernommen oder verworfen.
Macht in meinen Augen Sinn.


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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

10.09.2014 um 11:28
Im Prinzip ist es einfach wo wissen endet.

Beispielsweise den urknall kann man nicht erklären.
Man kann auch nicht erklären warum es nur soviel Materie gibt damit der laden hier existiert. Man erklären das Schwerkraft die gasförmige materie zusammen pappt. Man kann aber nicht erklären warum der errechnete Anteil der dunklen Energie die bisher auch nur vermutet wird, so klein ist. Und so zieht sich das fort. Es werden zahlen präsentiert, die bei der kleinsten Veränderung nie dazu geführt hätten das der laden so entsteht. All das wird zumindest hier im Forum ignoriert. Es wird mit einer Wissenschaft argumentiert die nur Beschreibungen liefert, aber bei den echten fragen nur mit den Schultern zuckt.


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emanon
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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

10.09.2014 um 11:30
@Dawnclaude
Dawnclaude schrieb:Insbesondere wenn Geister über den Naturgesetzen, wie sie bislang anerkannt sind, stehen.
So wie Sheldrakes morphische Felder. :D
Dawnclaude schrieb:Und ich kann auch nicht wissen, ob ich nun mit Gott rede, nem Engel, geistwesen oder nen Außerirdischen. (außer das mit dem Gehirn, das kann ich tatsächlcih ausschließen ;))
Wie kannst du sicher ausschliessen, dass dein Gehirn dir einen Streich spielt?


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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

10.09.2014 um 11:32
Ich denke auch, dass man die Wissenschaft als Konzept und "die Wissenschaftler" dringend differenzieren sollte ... Die Wissenschaft als Konzept funktioniert ja auch insofern, das gesichterte Erkenntnisse erlangt werden können ...

Und wenn es um gesicherte Erkenntnisse geht, ist die wissenschaftliche Vorgehensweise der einzige Weg ...

Dass die Wissenschaft von vielen möglicherweise als langweilig empfunden wird, im Gegensatz zu wilden Spekulationen oder Fantasien, ändert daran nichts ...


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emanon
ehemaliges Mitglied

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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

10.09.2014 um 11:33
@Aperitif
Aperitif schrieb:All das wird zumindest hier im Forum ignoriert. Es wird mit einer Wissenschaft argumentiert die nur Beschreibungen liefert, aber bei den echten fragen nur mit den Schultern zuckt.
Ich nehme mal an, du willst wieder ein Plätzchen für deinen Gott herrichten.
Was ist denn ehrlicher, am Ende des Wissens zu sagen
"Ich weiss es nicht"
oder zu postulieren
"Das war (mein) Gott"


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RoseHunter
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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

10.09.2014 um 11:37
@Dawnclaude
Dawnclaude schrieb:Allein dieser eine Punkt hebelt schon die Wissenschaft aus. Insbesondere wenn Geister über den Naturgesetzen, wie sie bislang anerkannt sind, stehen.
Sicher.
Und die drei bsi zehn überragenden Gründe warum man von der Existenz von Geistern dringend ausgehen muss, weil es keine andere denkbare Erkärung gibt, lauten wie?
Dawnclaude schrieb:Auch wenn ich mir 100% z.b. sicher bin, dass ich ein Geistwesen bei mir habe, kann ich das wissenschaftlich nicht beweisen, weil es sich nicht objektivieren lässt gegenüber anderen Personen, wenn der Geist es nicht zulässt.
Ich denke, dass das doch geht.
Mich würde das interessieren. Hast du Kontakt zu Geistern?
Was macht das mit dir und warum bist du sicher, dass es Geister sind?
Dawnclaude schrieb:Das Prinzip hast du immer wieder bei nahtoderlebnissen. Manche Menschen, die selbst Wissenschaftler oder Ärzte waren haben ihre Erfahrungen reingebracht, so dass sie sich sicher sind, aber Außenstehen kann man keinen objektiven Beweis geben.
Vor allem haben sie versucht die Erfahrungen zu objektivieren, herauszufnden, wie sie zu begründen und wie sie nicht zu begründen sind. Das geht doch.
Dawnclaude schrieb:So dass man Emanons lieblingswort reinbringen kann "Anekdoten", aber genauso gut kann er eben nicht belegen, dass die erlebnisse alle nur Halluz sind.
Lass dich doch nicht von Reizwörtern reizen.
Der Ansatz mit den Halluzinationen ist gut. Mach dich schlau. Was macht Halluzinationen aus, wann genau spricht man von Halluzinationen und wann nicht? Es gibt als Differenzierung die Halluzination (mit Realitätsverlust), die Pseudohalluzination (man sieht etwas, ist sich aber selbst nicht sicher, ob das, was man sieht wirklich da ist, d.h. die Kritikfähigkeit ist erhalten = kein Realitätsverlust), Halluzinosis (hab ich gerade vergessen, was das ist) und eidetische Phänoemene (Bilder und Geräusche vor und nach dem Einschlafen, die nicht pathologisch sind).
Zudem gibt es den Versuch diese Phänomene bewusst zu erzeugen, durch magische Evokationen, Versuche einen Egregor zu erzeugen, Mediationsreisen, astrale Wanderungen oder Nahtoderfahrungen und spontane sprituelle Gipfelerfahrungen.
Das sollte man alles differenzieren, wenn man die Absicht hat ernsthaft über das Thema zu reden.


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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

10.09.2014 um 11:38
@emanon
Ich habe keinen Gott. Stell dir mal vor auch Atheisten
Können sich fragen stellen ohne Skeptikern in der Argumentation folgen zu müssen. Viele Wissenschaftler glauben aber an Gott. Vielleicht solltest du die mal fragen wie sich Wissenschaft und glaube verträgt.


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emanon
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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

10.09.2014 um 11:40
@Aperitif
Wissenschaft und Glaube haben keinen Streit, zumindest nicht aus Seiten der Wissenschaft.
Warum soll die Wissenschaft Aussagen über Dinge machen, die nicht quali- und quantifizierbar siind, nicht erkennbar mit der realen Welt wechselwirken und über die nur subjektive Behauptungen und Spekulationen existieren?


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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

10.09.2014 um 11:46
X-RAY-2 schrieb:Die Wissenschaft als Konzept funktioniert ja auch insofern, das gesichterte Erkenntnisse erlangt werden können ..
Meist stehen sich viele Theorien konkurrierend entgegen und lediglich der Wissenschaftsbetrieb, insbesondere prominente Professoren etc. "entscheidet/n", welche davon zum Paradigma werden. Eben solche Theorien werden eher gelehrt als andere, obwohl die anderen nicht "besser" sein müssen. Hat leider häufig was von "survival of the fittest". Aber auch das gehört zur Wissenschaft, zur praktischen Wissenschaft.


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emanon
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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

10.09.2014 um 11:56
@Aldaris
Aldaris schrieb:Meist stehen sich viele Theorien konkurrierend entgegen und lediglich der Wissenschaftsbetrieb, insbesondere prominente Professoren etc. "entscheidet/n", welche davon zum Paradigma werden. Eben solche Theorien werden eher gelehrt als andere, obwohl die anderen nicht "besser" sein müssen. Hat leider häufig was von "survival of the fittest". Aber auch das gehört zur Wissenschaft, zur praktischen Wissenschaft.

Da fällt mir auf Anhieb kein Beispiel zu ein.
Natürlich dauert es, bis neue Hypothesen entsprechend unterfüttert und nachvollzogen werden können. Ist das erfolgt, dann werden sie aber recht zuverlässig eingebaut.
Prof. Walach von Hogwarts an der oder bkann man da nicht als Beispiel heranziehen. :D


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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

10.09.2014 um 12:05
emanon schrieb:Ist das erfolgt, dann werden sie aber recht zuverlässig eingebaut.
Ich gebe gerne nochmal zu bedenken, dass das nicht immer so einfach ist. Das mag in den Naturwissenschaften vlt. häufiger so sein, -weil man unter anderem mit mathematischen Modellen arbeitet- in anderen Wissenschaften ist das nicht immer der Fall. Die wissenschaftlichen Erklärungen für den Zusammenhang von Arbeitszufriedenheit und Führungsstil beispielsweise sind derart unterschiedlich, dass bislang lediglich Theorien dominieren und über lange Zeiträume dominierten, obwohl allein schon die Annahmen teilweise völlig realitätsfremd waren. ;)


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RoseHunter
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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

10.09.2014 um 12:21
@emanon
emanon schrieb:Seh ich anders. Die Wissenschaft ist eine in sich konsistente Arbeitsmethodik.
Habe ich das bestritten? Konsistent heißt hier genau das: immer die gleiche Methode, Deutung, Vorselektion.
emanon schrieb:.Sie wird aber von Menschen praktiziert, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.
Ja und? Die einen tragen rote Socken, andere sind lesbisch und machen fahren Fahrrad, aber in der Methode arbeiten sie alle gleich. Darum ging es.
emanon schrieb:Unter den Wissenschaftlern finden sich weltweit wohl Vertreter jeglicher Ideologie und unterschiedlichster Herangehensweise, eine Betriebsblindheit scheint mir bei der Vielfalt unwahrscheinlich.
Du hast nicht verstanden, dass das Argument lautet, dass die Betriebsbllindheit methodisch bedingt ist und nicht ideologisch. Ideologische Blindheit gibt es auch, vor allem bei Szientisten, aber das war hier nicht der Punkt.
emanon schrieb:Sie wird doch nicht zurückgewiesen. Selbst ich, der ich nun kein Wissenschaftler bin, habe dich gebeten deine Änderungswünsche vorzutragen und genau so geht es in der Wissenschaft auch zu.
Im Rahmen der Spielregeln, die die Wissenschaft zulässt.
Das ist keine Generalkritik an "der bösen Wissenschaft", es geht mir hier nur darum zu zeigen, dass die Wissenschaft Grenzen hat und die aufzuzeigen ist ein metawissenschaftlicher oder wissenschaftstheoretischer Diskurs.

Damit ist die gefühlte allumfassende Zuständigkeit der Wissenschaft und Deutungshoheit angegriffen, nicht die Wissenschaft.
emanon schrieb:Die Hypothesen werden begutachtet, geprüft und entweder übernommen oder verworfen.
Macht in meinen Augen Sinn.
Das macht Sinn, nur so läuft es keinesfalls immer.
Stell dir vor, jemand hat eine spirituelle Gipfelerfahrung (was immer das ist).
Damit man wissenschaftlich damit was anfangen kann, muss man diese Erfahrung reproduzieren.
Nun mach das mal auf Knopfdruck. Viele Männer bekommen unter kontrollierten Bedingungen vermutlich nicht mal ne zünftige Errektion hin, wie soll man da mal eben ne Gipfelerfahurng produzieren, von der man in 80 - 98% der Fälle selbst nicht weiß, wie es dazu kam.

Der andere Punkt: Gesetzt man kann reproduzieren (das geht durchaus) und findet die eine oder andere Korrelation. Was nun? Oft wird - und diesen Punkt finde ich bei weitem am idiotischsten - gesagt: Ach, das ist ja nur eine erhöhte Gammawellenaktivität (oder sonst was).
Es erscheint so, als sei man oft glücklich, etwas entzaubert zu haben, anstatt sich damit zu befassen, was das denn für die Erlebenden bedeutet.
Vergleich doch mal die Aussage: "Seit dieser Erfahrung habe ich jede Angst vor dem Tod verloren" mit der hier: "Ach, das ist doch nur Sauerstoffmangel."

Es geht nicht darum, dass die "Gläubigen", die nun keine Gläubigen mehr sind, sondern auf ihre empirischen Erfahrungen zurückgreifen, Angst vor der Wahrheit hätten, sondern, dass die vermeintlich objektive Wahrheit (die aber bei Licht betrachtet auch nur die unbegründete Verabsolutierung einer bestimmten und obendrein reduzierten Perspektive ist), hier vollkommen nachrangig ist.

Wie viel Geld würdest du ganz persönlich dafür geben, wenn dir jemand die Angst vorm Tod sicher un dauerhaft nimmt?
Und wieviel Geld wäre dir die Information Wert, dies sei "alles nur Sauerstoffmangel"?
Ich vermute die Relation liegt bei den meisten bei 50 Cent für Letzteres gegenüber 1.000 bis 10.000 Euro.


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emanon
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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

10.09.2014 um 12:43
@RoseHunter
RoseHunter schrieb:Habe ich das bestritten? Konsistent heißt hier genau das: immer die gleiche Methode, Deutung, Vorselektion.
Die Wissenschaft beschäftigt sich in der Regel nur mit Dingen, über die sich untersuchen lassen. Insofern ist das richtig.
Welchen Sinn macht es sich mit Dingen zu beschäftigen die keinerlei Handhabe für eine Untersuchung bieten?
Welchen Sinn macht es, über solche Dinge Aussagen zu treffen?
Du hast nicht verstanden, dass das Argument lautet, dass die Betriebsbllindheit methodisch bedingt ist und nicht ideologisch. Ideologische Blindheit gibt es auch, vor allem bei Szientisten, aber das war hier nicht der Punkt.
Methodische Blindheit sehe ich da nicht, denn jeder Wissenschaftler wird sich letztendlich durch Evidenz überzeugen lassen, ganz gleich mit welchen Methoden die Ergebnisse gewonnen wurde. So etwas führt dann zu einer (Neu)bewertung der benutzten Methodik und zur Übernahme in den Kanon der wissenschaftlichen Arbeitsweise.
RoseHunter schrieb:Der andere Punkt: Gesetzt man kann reproduzieren (das geht durchaus) und findet die eine oder andere Korrelation. Was nun? Oft wird - und diesen Punkt finde ich bei weitem am idiotischsten - gesagt: Ach, das ist ja nur eine erhöhte Gammawellenaktivität (oder sonst was).
Es erscheint so, als sei man oft glücklich, etwas entzaubert zu haben, anstatt sich damit zu befassen, was das denn für die Erlebenden bedeutet.
Vergleich doch mal die Aussage: "Seit dieser Erfahrung habe ich jede Angst vor dem Tod verloren" mit der hier: "Ach, das ist doch nur Sauerstoffmangel."
Das mag dir so scheinen und natürlich gibts diese Fälle auch, aber ich halte es durchaus für sinnvoll gefundenen und messbaren Phänomenen nachzugehen. Ein Wissenschaftler wird aber in der Regel sagen, es könnte an der erhöhten Gammawellenaktivität oder Sauerstoffmangel liegen, dann aber hingehen und es weiter untersuchen. Der Gläubige fühlt sich da vielleicht vom Finger Gottes berührt und kommt noch nicht mal auf die Idee nachzuprüfen, ob es nicht der Hintern Gottes war, an dem ihm der Berührte vorbeigeht.
RoseHunter schrieb:Wie viel Geld würdest du ganz persönlich dafür geben, wenn dir jemand die Angst vorm Tod sicher un dauerhaft nimmt?
Und wieviel Geld wäre dir die Information Wert, dies sei "alles nur Sauerstoffmangel"?
Ich vermute die Relation liegt bei den meisten bei 50 Cent für Letzteres gegenüber 1.000 bis 10.000 Euro.
Ich bin da vielleicht der falsche Ansprechpartner, ich habe keine Angst vor dem Tod.


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RoseHunter
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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

10.09.2014 um 12:56
@emanon
emanon schrieb:Die Wissenschaft beschäftigt sich in der Regel nur mit Dingen, über die sich untersuchen lassen. Insofern ist das richtig.
Welchen Sinn macht es sich mit Dingen zu beschäftigen die keinerlei Handhabe für eine Untersuchung bieten?
Welchen Sinn macht es, über solche Dinge Aussagen zu treffen?
Es kann für das eigene Leben eine überragende Bedeutung haben. Da braucht man nicht in die spirituelle Kiste zu greifen. Die drei bis fünf großen Momente, von denen du (hoffentlich) am Ende deine Lebens sagen wirst, dass sich das Leben allein dafür gelohnt hat, sind vielleicht wissenschaftlich bedeutungslos, aber warum sollte DICH das interessieren?
emanon schrieb:Methodische Blindheit sehe ich da nicht, denn jeder Wissenschaftler wird sich letztendlich durch Evidenz überzeugen lassen, ganz gleich mit welchen Methoden die Ergebnisse gewonnen wurde. So etwas führt dann zu einer (Neu)bewertung der benutzten Methodik und zur Übernahme in den Kanon der wissenschaftlichen Arbeitsweise.
Es gibt genügend Beispiele dafür, dass das nicht jeder Wissenschaftler tut, also bleiben wir lieber bei den Fakten: Es ist ein schönes Ideal, dass man hüten und bewahren sollte.
emanon schrieb:Das mag dir so scheinen und natürlich gibts diese Fälle auch, aber ich halte es durchaus für sinnvoll gefundenen und messbaren Phänomenen nachzugehen.
Ich auch und meine Kritik galt nicht der Untersuchung (im Gegenteil), sondern, dass die Frage vergessen wird, ob es sich lohnt.
emanon schrieb:Der Gläubige fühlt sich da vielleicht vom Finger Gottes berührt und kommt noch nicht mal auf die Idee nachzuprüfen, ob es nicht der Hintern Gottes war, an dem ihm der Berührte vorbeigeht.
Woher weißt du das, das sind doch Vorurteile auf eher unterem Niveau.
Spinner gibt es überall, auch in der Wissenschaft. Wenn man die doof findet, ist es besser sie links liegen zu lassen und sich mit den richtigen zu unterhalten.
emanon schrieb:Ich bin da vielleicht der falsche Ansprechpartner, ich habe keine Angst vor dem Tod.
Glückwunsch!
Warum nicht?


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emanon
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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

10.09.2014 um 13:13
@RoseHunter
RoseHunter schrieb:Es kann für das eigene Leben eine überragende Bedeutung haben. Da braucht man nicht in die spirituelle Kiste zu greifen. Die drei bis fünf großen Momente, von denen du (hoffentlich) am Ende deine Lebens sagen wirst, dass sich das Leben allein dafür gelohnt hat, sind vielleicht wissenschaftlich bedeutungslos, aber warum sollte DICH das interessieren?
Natürlich gibt es diese Momente und ich wünsche jedem, dass es Vergleichbares auch bei ihm gibt, aber warum sollte sich die Wissenschaft dafür interessieren, sie sind nicht zuverlässig reproduzierbar.
RoseHunter schrieb:Es gibt genügend Beispiele dafür, dass das nicht jeder Wissenschaftler tut, also bleiben wir lieber bei den Fakten: Es ist ein schönes Ideal, dass man hüten und bewahren sollte.
Natürlich sind Wissenschaftler keine homogene Masse und natürlich sind sie auch Menschen mit allen ihren Stärken und Schwächen. Durch das peerreview lassen sich solche Schwachstellen aber recht zuverlässig ausmerzen. Deshalb ist das peer review unabdingbarer Bestandteil der wissenschaftlichen Vorgehensweise.
RoseHunter schrieb:Woher weißt du das, das sind doch Vorurteile auf eher unterem Niveau.
Ginge ich von einem Fakt aus, so hätte ich bestimmt nicht
interrobang schrieb:vielleicht
geschrieben. Das war eher ein Bonmot (über das bon lässt sich bestimmt streiten) oder eine Metapher, aber kein Vorurteil.
RoseHunter schrieb:Glückwunsch!
Warum nicht?
Was soll mich da schrecken? Die meisten Menschen haben nicht so sehr Angst vor dem Tod, sondern vor dem Weg dahin.
Das ist eine Angst, ein Respekt, den ich teilen kann.


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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

10.09.2014 um 13:14
Vielleicht lässt sich dieser Diskurs in etwas besser verständliche Bahnen lenken, wenn man akzeptiert, dass es (für diesen Diskurs) zwei relevante Wissenschaften gibt:
Zum einen die akademischen Wissenschaften, welche all jene Wissenschaften in sich vereinigen, die an den Universitäten weltweit gelehrt werden wobei Forschung und Erweiterung des Wissens einer Methodik unterliegen.
Zum anderen gibt es die Parawissenschaften (auch Pseudowissenschaften), welche nahezu alles in sich vereinen, was wir nicht anders wissenschaftlich belegen oder erforschen können - der Volksmund würde sagen: Die Wissenschaft für alles, was da zwischen Himmel und Erde 'ist'.
Es liegt in der Natur der Sache, dass die Grenzen zwischen 'Glauben' und 'Wissen' innerhalb der Parawissenschaft häufig kaum erkennbar sind - zuviele Hypothesen, Behauptungen und ja: Ammenmärchen machen eine echte Auseinandersetzung mit der Thematik nahezu unmöglich.
Dennoch gibt es ein paar Nischen, die ich persönlich als durchaus 'ernst zu nehmend' empfinde, die es wert sind, zumindest einmal dokumentiert zu werden. Dazu gehören für mich Shamanismus (unabhängig von seinem jeweiligen Ursprung) oder auch Heil-und Pflanzenkunde in Verbindung mit rituellen oder zeremoniellen Praktiken.
Innerhalb dieser Praktiken wird häufig mit tranceartigen Seinszuständen gearbeitet - teils durch Substanzen, teils durch 'praktische Fähigkeiten' hervorgerufen. Erlebnisse, welche in solch einem Zustand stattfinden lassen sich denn auch tatsächlich wiederholen, ähnlich wie man gelegentlich das Gefühl oder sogar die Gewissheit hat, einen bestimmten Traum mehrmals geträumt zu haben. Das Auswerten oder Wiederholen dieser Erlebnisse unterliegt dabei den Fähigkeiten und Erfahrungen der Person, welche das Ritual (die Zeremonie, die Heilung, etc...) leitet. Leider gibt es gerade in diesem Bereich mehr Scharlatane und gefährlichen Humbug als echte, traditionelle Arbeit und fundiertes Wissen. Die Wenigen, die darüber verfügen leben wiederum meist ein Leben fernab jeglichen zivilisatorischen Wissensdursts und lassen sich auch kaum dafür begeistern. Wer kann ihnen das verdenken angesichts unserer ganzen Maschinerie, die wir gerne in Gang setzen, um etwas zu beweisen.
Es bleibt also letztlich erstmal noch eine Glaubenssache...es ist jeder Einzelne angehalten, mit wachem Geist und klarem Verstand seinen Horizont zu erweitern.


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emanon
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Skeptikerdominanz: Wo sind die Gläubigen?

10.09.2014 um 13:24
@Driftwood
Heil- und Pflanzenheilkunde lassen sich ja wissenschaftlich untersuchen und sind zu grossen Teile ja auch bereits in den Wissenskanon übernommen worden.
Mediziner sind allerdings davon abgegangen sich mit Eidechsenschwänzen und Krötenhäuten zu behängen und jedesmal einen Tanz aufzuführen, wenn sie den Patienten zum Beispiel ASS verordnen. Das spart eine Menge Zeit und diese praktischen Pillchen stellen sicher immer eine bestimmte Konzentration des Wirkstoffes aufzunehmen, was naturgemäss schwierig war, als die Weidenrinde noch abgekocht werden musste.
Zum anderen gibt es die Parawissenschaften (auch Pseudowissenschaften), welche nahezu alles in sich vereinen, was wir nicht anders wissenschaftlich belegen oder erforschen können - der Volksmund würde sagen: Die Wissenschaft für alles, was da zwischen Himmel und Erde 'ist'.
Wie sieht denn das wissenschaftliche Vorgehen der Parawissenschaften aus?
Gibts da ein Regelwerk oder funktioniert das ähnlich wie bei der Alternativmedizin?


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Dawnclaude
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10.09.2014 um 13:25
emanon schrieb:Wie kannst du sicher ausschliessen, dass dein Gehirn dir einen Streich spielt?
Das kann ich durch das erleben, z.b. vor allem durch die Sexenergien. Die sind sehr genau sensibilisiert auf meine Phantasien, das kann nur jemand mit einem bewusstsein so steuern. Außerdem kann ich sie nicht steuern, ich bin da auf sie angewiesen. wenn ich darum bitte z.b. macht sie es stärker, sonst eben nicht. Und am WE gibts besonders intensive Energien. ;)
Mal unabhängig davon dass nicht bekannt ist, dass ein gehirn das könnte (das Produkt würde Millionen machen ;)), braucht es allein für die sensible steuerung ein eigenes Bewusstsein.


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