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Von der Gerechtigkeit zur Illusion - Wo hört Gerechtigkeit auf?

23 Beiträge, Schlüsselwörter: Tod, Reinkarnation, Gerechtigkeit, Todesstrafe, Karma, Elias

Von der Gerechtigkeit zur Illusion - Wo hört Gerechtigkeit auf?

03.08.2015 um 22:04
@canary

Du vermischt da gerade ordentlich was! :D

Als du über »die Welt« sprachst, dachte ich nicht, dass du die Gemeinschaft, die Gemeinschaft der handelnden Menschen, meinst. Denn dann könnte ich deinen letzten Absatz gar nicht nachvollziehen, weil mir dort schlichtweg die ausreichenden Begründungen fehlen. Zumal es mit der Kreisproblematik leider nichts zu tun hat.

In deiner Kreisproblematik sehe ich nur das Problem, wie du definierst. Die Frage: »Welche Farbe hat ein Kreis?«, bezieht sich nicht auf irgendeine Definition. Du fragst immerhin auch, welche Farbe ein T-Shirt hat – ohne von falschen Annahmen zu reden. Außerdem: Die Farbe muss dem Kreis überhaupt nicht zu eigen sein, eben dadurch wird die Frage nicht absurd?

Dein Vergleich fing an zu hinken, als du ihn erklärt hast, da ich dachte, du meintest mit »Welt« das Leben, die Natur etc., was auch immer, etwas, dass nicht ungerecht sein kann, weil es in die Kategorie »Ethik« niemals fallen kann. Da du es auf die Menschen bezogst (Strafsystem, Belohnungssystem), gehe ich stark davon aus, dass du eben die Gemeinschaft meintest.

Es macht dann allerdings kein Sinn zu sagen, die Eigenschaft könne nie der Gemeinschaft gehören, es klingt bei dir, als ob nie Gerechtigkeit erlangt werden kann. Eben hierfür bräuchte es mehr Begründungen als dein Verweis auf die Kreisproblematik.

Vielmehr verhält sich die Gerechtigkeit zu der Menschheit wie eine nicht notwendige Eigenschaft, es heißt aber nicht, dass es ein Kategorienfehler wäre, sie ihr zuzuordnen.

Überdies macht dieses hier keinen Sinn, zumindest ist nicht klar, was du ausdrücken willst: »(A) + (B) ist aber unwahr, weil (A) keine Farbe besitzt.«
Vielleicht vermischt du eben nun primäre mit sekundären Eigenschaften. Insofern hat der Kreis natürlich eine Farbe; wenn ich aus roter Farbe einen Kreis male, muss er eine Farbe haben, wenn auch nur in zweiter Instanz. Eben jenen Kreis (das Gedankenspiel ist kein strenger Beweis) aber muss auch physikalisch etwas ausmachen, dass ihn rot macht, wodurch er sich durch einen gelben Kreis unterscheidet, das wiederum sind primäre Eigenschaften. Dass unsere Wahrnehmung die Qualität verändert, ist nebensächlich – die Frage, welche Farbe der Kreis hat, ist berechtigt.

Nach der Logik kann nichts eine Farbe haben (den Unterschied zwischen haben und besitzen in diesem Falle kann man nicht klar regeln, da – wie gesagt – sich Objekte mit einer bestimmten Oberfläche bestimmte Farben »aneignen« bzw. wir sie sehen, Fakt ist: Es hat was mit den Objekten zu tun. Fakt ist auch: Durch unsere Wahrnehmung wird es nur anders verarbeitet.)

Ansonsten bleibt der Unterschied, dass ein Blinder einen (mathematischen) Kreis überhaupt nicht anfassen kann, sondern nur dreidimensionale Objekte, die kreisförmig sind. Ob nun so oder so: Sinnlos ist die Frage nicht, ein Zusammenhang ist immer gegeben.


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Von der Gerechtigkeit zur Illusion - Wo hört Gerechtigkeit auf?

03.08.2015 um 22:18
@Abd-Abeo
Tatsächlich will ich die Welt als Ganzes betrachten. Ich will meinen, dass Gerechtigkeit nicht existiert. Und wenn sie existiert, dann als Illusion.

Und darum finde ich die Kreisproblematik deswegen so passend, weil niemand sagen kann, welche Farbe ein Kreis hat. Welche Farbe der Mensch dem Kreis zuschreibt ist ebenso illusionär, wie der Welt eine Gerechtigkeit zuzuschreiben.

Dass man der Welt eine zuschreiben kann, sowie dem Kreis eine Farbe, das wage ich ja nicht anzukreiden, es ist ja beobachtbar. Aber aus meiner bisherigen Argumentation komme ich zum Schluss, dass sowohl Gerechtigkeit, als auch die Farbe des Kreises in einer Illusion beginnt.


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Von der Gerechtigkeit zur Illusion - Wo hört Gerechtigkeit auf?

03.08.2015 um 23:02
@canary

Es klingt bei mir, wie gesagt, eher nach Willkürlichkeit, da man entweder alles als illusionär akzeptieren müsste oder gute Gründe braucht, bestimmte Dinge als illusionär zu betrachten. Menschen können gerecht handeln, wie ich es beschrieben habe, sie können genauso ungerecht handeln. Jede Zuschreibung als »Illusion« zu brandmarken, klingt nach einem (naturwissenschaftlichen) Reduktionismus, der mit dem Alltag (dem Leben) wenig zu tun haben kann, da somit fast alle qualitativen Beschreibungen »illusionär« wären, so einfach kann man es sich, glaube ich, nicht machen, eben auch aus den alltäglichen Gründen, die im Zweifel für Inkonsequenz im Denken stehen, wenn man sagte: »Der Film war nicht schlecht, wie könnte er jemals schlecht sein. Er muss nicht schlecht sein, um ein Film zu sein, also ist das unwahr. Es macht keinen Sinn zu fragen, ob der Film schlecht war.«

Ich glaube, es wird an sich deutlich?


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