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Sturm-Warnung in Fukushima: Größte Krise der Menschheit droht

980 Beiträge, Schlüsselwörter: Fukushima
Scox
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Sturm-Warnung in Fukushima: Größte Krise der Menschheit droht

12.11.2013 um 01:07
@Thawra
Thawra schrieb:... und du hast es nicht verstanden. Glückwunsch.
Hat was von Cherrypicking, deine Diskussionsweise. Für dich nochmal in langsam:

Radioaktivität entsteht, indem instabile Isotope zerfallen und dabei Teilchen abgeben. Diese Teilchen sind als ionisierende Strahlung schädlich für organisches Gewebe, weil sie DNA zerschießen können, was zu Mutationen führt. Soweit klar? Gut. Die Halbwertszeit beschreibt die Zeit, in der die Hälfte des radioaktiven Materials zerfallen ist. Danach dauert es genauso lange, bis davon die Hälfte zerfallen ist usw. Zwar wird dabei die Strahlung in der Menge geringer, die Schadenswirkung der Strahlung hält aber immer noch an. Das gilt insbesondere dann, wenn der Zerfall weitere radioaktive Nuklide hervorbringt, die selbst strahlen.
Wenn jetzt im Falle von Fukushima Americium-241 bzw. Pl-241 frei werden, kommt es zu Strahlenexpositionen über einen sehr langen Zeitraum. Dazu ist Plutonium noch extrem toxisch, sodass kleinste Mengen ausreichen, um Umweltschäden auszulösen. In Fukushima lagern aber viele Tonnen von Plutonium. Wenn das weiträumig verteilt würde, wäre das ein absolutes Umweltdesaster.
Eine Quelle für Strahlung. Nicht eine Quelle für die Teilchen, die selber strahlen. Kleiner Unterschied.
Wenn du diesen Satz mal näher erläutern könntest, wär das nicht schlecht, denn sonst muss ich ihn als sinnleer bezeichnen. Eine Quelle für Strahlung ist auch eine Quelle für Teilchen, die strahlen, weil die Teilchen nämlich selbst die Strahlung sind. Deswegen spricht man auch von "Teilchenstrahlung", du Genie.
Thawra schrieb:Lol, du nimmst also alles zurück? ^^
Nö du. Ich weise nur auf die sowieso fehlende Aktualität des Bildes hin, wodurch es genauso unwichtig wird wie durch dein Firmen-Statement. Ich postete das Bild nur, weil man daraus ableiten kann, dass sich die Radioaktivität heute im Vergleich zu damals deutlich weiter ausgebreitet hat. Und wie du auf Bild 1 sehen kannst, sind bereits weite Teile des Pazifiks betroffen. Natürlich kannst du von dort noch Fisch essen, nur musste dir halt eines gewissen Risikos bewusst sein. Im Worst Case kann ich nur wiederholen: Grenzwerte kann man schönen.
Thawra schrieb:... ok... was willst du mir damit sagen? Der erste Abschnitt steht ein bisschen zusammenhangslos da, der zweite Abschnitt ist für mich unverständlich - welche biologische Halbwertszeit?
Lies am Besten nochmal nach. Du wolltest Nuklide mit tausende Jahre langer Halbwertszeit wissen und ich nannte sie dir. Zusammenhang geklärt.
Wie? Du willst hier die Gefahr durch Radioaktivität unterschwellig runterspielen, kennst aber nicht die biologische Halbwertszeit? Nee nee...
Wikipedia: Biologische_Halbwertszeit
Thawra schrieb:Ich kann's nur nicht ausstehen, wenn uninformierte Leute Doomsday-Gerüchte in die Welt setzen. Das bringt nämlich nichts, dann können nur alle anderen sich wieder beklagen, wie wenig Ahnung Atomkraftgegner haben... und das stimmt dann auch noch.
Na dann pack mal aus. Was hast du denn so für Ahnungen? Als unfertiger Maschbauer kannst du die Situation in Fukushima also korrekt beurteilen? Interessant...


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12.11.2013 um 01:34
@Scox

Kollege, deinen ganzen langen Post hättest du dir komplett sparen können. Du musst mir nun wirklich nicht erklären, wie Radioaktivität funktioniert, und 'Cherry-Picking' brauchst DU mir auch nicht vorzuwerfen.
Scox schrieb:Wenn das weiträumig verteilt würde, wäre das ein absolutes Umweltdesaster.
Ja, und das hat nichts zu tun mit 'den Pazifik abschreiben'.
Scox schrieb:Wenn du diesen Satz mal näher erläutern könntest, wär das nicht schlecht, denn sonst muss ich ihn als sinnleer bezeichnen.
Tja, dann musst du halt nochmals drüber nachdenken.
Scox schrieb:Deswegen spricht man auch von "Teilchenstrahlung", du Genie.
Was ich grad selber vorhin geschrieben habe, du Blitzmerker.
Scox schrieb: Ich postete das Bild nur, weil man daraus ableiten kann, dass sich die Radioaktivität heute im Vergleich zu damals deutlich weiter ausgebreitet hat.
Was trivial ist und sich sowieso von selbst versteht.
Scox schrieb:Du wolltest Nuklide mit tausende Jahre langer Halbwertszeit wissen
Nein, wollte ich nicht. Aber lesen scheint nicht deine Stärke zu sein.
Scox schrieb:Du willst hier die Gefahr durch Radioaktivität unterschwellig runterspielen, kennst aber nicht die biologische Halbwertszeit?
Oh, zum zweiten Mal dieselbe Feststellung - Lesen ist nicht deine Stärke. Na schön.
Scox schrieb:Als unfertiger Maschbauer kannst du die Situation in Fukushima also korrekt beurteilen?
Nur so nebenbei bemerkt, ich hab bereits einen Abschluss in Ingenieurwissenschaften. Und was qualifiziert dich so unglaublich?


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Sturm-Warnung in Fukushima: Größte Krise der Menschheit droht

12.11.2013 um 11:41
Optimist schrieb:Beim Rauchen auch nicht. Aber "steter Tropfen höhlt den Stein". Wenn es bezüglich Umweltgifte nur bei Atomspaltung und Rauchen bliebe, dann ginge es ja vielleicht mal noch, aber die SUMME aller Schadstoffe macht es.
Weiß allerdings nicht, ob Du zufällig mal die Videos angeschaut hast, demnach was dieser Fachmann sagt, würde für unsere Vernichtung auch vollkommen schon Atomkraft ausreichen.
Steter Tropen, aber angesicht der Sterblichkeit und zunehmender Entropie ändert das herzlich wenig am Leben an sich. Die Situation gib es schlicht nicht her ein Massensterben an Menschen und Tier. Tschernobil ist auch keine Leblose Wüste und nicht alle Tiere haben 3 Augen und 6 Beine.
Optimist schrieb:Dann dauerts vielleicht alles ein kleines bissen länger als von manch einem befürchtet.
Ist ungefähr so, als rollt ein Auto einem Abgrund entgegen -> es fährt nur mir 30 Km/h, also keine Gefahr ...
Ist nen Unterschied, wenn du mit 30 gegen einen Abrund rollst kannst du besser reagieren als mit 120.
Optimist schrieb:Wenn noch paar AKW's hochgehen (was ja wohl nicht auszuschließen ist, oder willst Du das behaupten?) - vielleicht zur Abwechslung mal in Deutschland -> z.B. kleiner Anschlag von irgendwelchen Ideoten aus dem Luftraum ...
... dann nützt dem Aussteiger auch kein hübscher Dschungel.
Ja, weil Ständig AKWs hochgehen Grundlos, wenn alle AKWs mal Weltweit oder in einem Land hochgehen dann reden wir mal weiter. Aber selbst di raffen die Menschheit nicht dahin. Und doch ein Djungel nützt dir sehr viel, weil der Kritische Fallout ziemlich Lokal ist. Und in Fukushima hat es immerhin gleich merer Reaktoren zerrissen.
Optimist schrieb:Merkel und Co nützt dann auch nicht mal ein hübscher Bunker. Davon ab, ein Leben in einem Bunker stelle ich mir noch schlimmer vor als eines im Dschungel.
WArum sollte man in einem Bunker leben? Naja wenn man Radiaktiviät quer durcheinanderwirft dann kommt man auf solche Geschichten.
HeizerP. schrieb:Du meinst es wird in 5 Jahren noch Thunfisch geben?
Klar wird es dass, die Radiaktivität im Pazfik wird an den Beständen nicht wirklcih rütteln, eher in Positive weil die Nachfrage nach Thunfisch sinkt.
Nun mitnichten würd es so ablaufen wie Tschernobil, das gibt die Konstrutktion nicht her. Der Westen war immer so KLug vor dem Gau Beton um seine Reaktoren zu Häufen, nicht wie die UDSSR das ganze in eine mehr oder weniger gedämmte Fabrikhallte zu bauen.
Abgesehen davon glaube ich schon das die Japaner in der LAge sind Generatoren zu dem Kraftwerk zu schaffen um die Kühlung aufrecht zuerhalten.
Diskussion: Quake Watch 2011 (Beitrag von Fedaykin)
Mmh, es lief auch nicht ab wie Tschernobil. Obwohl die Japaner mich da schon enttäuscht haben bzw Kühlung aufrecht erhalten.

Man sollte aber auch mal in dem Thread schauen was die Apokalyptiker so von sich gegeben haben. Allein wie die Geigerzähler in Deutschland sich verkaufen ist ne Wucht.

@Thawra

oh schön, alles was ich hier wollte ist doch von diese "alles ist Kaputt" "wir werden alle Sterben" Mentalität.

Etwas mehr Sachlichkeit, danke für deine Beiträge.


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Sturm-Warnung in Fukushima: Größte Krise der Menschheit droht

12.11.2013 um 13:07
Thawra schrieb:Radioaktive Strahlung kann auch aus Teilchen bestehen. Sie wird von Materie abgebremst und 'geschluckt', generell abhängig von dessen Dichte.
Viel löst das aber auch nicht am Problem:
Das "Abbremsen" gibts nicht zum Nulltarif:
Wikipedia: Bremsstrahlung


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Scox
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12.11.2013 um 14:48
@Thawra
Thawra schrieb:Kollege, deinen ganzen langen Post hättest du dir komplett sparen können. Du musst mir nun wirklich nicht erklären, wie Radioaktivität funktioniert
Da war ich mir ehrlich gesagt nicht so sicher.
Thawra schrieb:Ja, und das hat nichts zu tun mit 'den Pazifik abschreiben'.
Als Nahrungsquelle (Fischfang) wäre da nichts mehr zu holen, ökonomisch ein totes Gewässer. Du solltest dich mal mehr über die Menge an Radioaktivität in Fukushima informieren.
Thawra schrieb:Was ich grad selber vorhin geschrieben habe, du Blitzmerker.
Nö. Kannst offenbar deine eigenen Beiträge nich lesen.
Thawra schrieb:Was trivial ist und sich sowieso von selbst versteht.
Dann sind wir uns ja einig.
Thawra schrieb:Nein, wollte ich nicht. Aber lesen scheint nicht deine Stärke zu sein.
Thawra schrieb:Oh, zum zweiten Mal dieselbe Feststellung - Lesen ist nicht deine Stärke. Na schön.
Lass deine Ad-Hominem-Angriffe gefälligst zu Hause, klar? Du wolltest sehr wohl:
Thawra schrieb:wenn du nicht spezifischer wirst, welche Isotope das dann sind. Nicht jedes Isotop hat eine Halbwertszeit von tausend Jahren.
Solche wie du sind mir die liebsten. Bezichtigen andere, eine Leseschwäche zu haben, können aber selbst nicht lesen. :nerv:

Hier geht's nich um Doomsday-Szenarien in Apokalypsenmanier, sondern um die reale Einschätzung der Gefahr. Und es ist nun mal Fakt, dass eine verdammte Gefahr von Fukushima ausgeht. Ich weiß nicht, was da anzuzweifeln wäre.
Thawra schrieb:Nur so nebenbei bemerkt, ich hab bereits einen Abschluss in Ingenieurwissenschaften. Und was qualifiziert dich so unglaublich?
Was mich qualifiziert? Informationen. Dein angeblicher Abschluss und dein Maschbau-Studium sind null von Belang.
Du kannst ja mal Zahlen nennen oder Beweise bringen, die die Gefährlichkeit von Fukushima herunterspielen. Bisher kommen von dir nur Anmaßungen.


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Sturm-Warnung in Fukushima: Größte Krise der Menschheit droht

13.11.2013 um 02:00
@Scox
Scox schrieb:Bezichtigen andere, eine Leseschwäche zu haben, können aber selbst nicht lesen.
Tja, der bist dann immer noch du. Ich hab nämlich nicht nach irgendwelchen beliebigen Isotopen gefragt. Es gibt sogar Isotope mit einer viel längeren Halbwertszeit, stell dir vor, das ist auch mir bekannt.

Daher:
Scox schrieb:Lass deine Ad-Hominem-Angriffe gefälligst zu Hause, klar?
Kein Angriff, eine Feststellung. -.-
Scox schrieb:Du kannst ja mal Zahlen nennen oder Beweise bringen, die die Gefährlichkeit von Fukushima herunterspielen.
Sag mal... du hast noch gar nicht gecheckt, dass das gar nicht mein Ziel ist...?


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Scox
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Sturm-Warnung in Fukushima: Größte Krise der Menschheit droht

13.11.2013 um 13:17
@Thawra
Thawra schrieb:Ich hab nämlich nicht nach irgendwelchen beliebigen Isotopen gefragt. Es gibt sogar Isotope mit einer viel längeren Halbwertszeit, stell dir vor, das ist auch mir bekannt.
Du wolltest, dass ich spezifischer werde. Also wolltest du wissen, welche Nuklide ich genau meinte. Ist das so schwer zu verstehen oder trollst du? o.O
Thawra schrieb:Kein Angriff, eine Feststellung. -.-
Stell du lieber mal die Bremse fest.
Thawra schrieb:Sag mal... du hast noch gar nicht gecheckt, dass das gar nicht mein Ziel ist...?
Dann wirst du diese polemische Äußerung ja mal genauer erklären können, hoffe ich:
Thawra schrieb:Ich kann's nur nicht ausstehen, wenn uninformierte Leute Doomsday-Gerüchte in die Welt setzen. Das bringt nämlich nichts, dann können nur alle anderen sich wieder beklagen, wie wenig Ahnung Atomkraftgegner haben... und das stimmt dann auch noch.
Keine Sorge, ich gehöre nicht zu den Doosmday-Anhängern. ;) Trotzdem kann das AKW da hinten auch für uns noch sehr unangenehm werden. Davon wird die Welt nicht untergehen aber Spaß wird's mit absoluter Sicherheit auch nicht machen.
Du kannst mir gerne mal deinen Standpunkt näherbringen. Aber bitte nur in einfachen Sätzen, ich hab ne Leseschwäche. ;)


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Sturm-Warnung in Fukushima: Größte Krise der Menschheit droht

13.11.2013 um 13:29
@Scox
Scox schrieb:Du kannst mir gerne mal deinen Standpunkt näherbringen. Aber bitte nur in einfachen Sätzen, ich hab ne Leseschwäche.
Es ist gaaaaaaaaaanz einfach.

'Den Pazifik abschreiben' ist Blödsinn.

Darauf lässt sich das Ganze reduzieren.


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Scox
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Sturm-Warnung in Fukushima: Größte Krise der Menschheit droht

13.11.2013 um 13:45
@Thawra

Ja gut, die Äußerung war polemisch, das geb ich zu. Einen nicht unerheblichen Teil könnte man aber wirklich abschreiben. Zumindest als Nahrungsquelle würde dann da nicht mehr viel zu holen sein.


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Sturm-Warnung in Fukushima: Größte Krise der Menschheit droht

13.11.2013 um 13:46
@Scox

Das kommt dann ja auch stark auf die Meeresströmungen an etc. Ausserdem ist der Pazifik mehr als nur eine Nahrungsquelle.


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lone_dog
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Sturm-Warnung in Fukushima: Größte Krise der Menschheit droht

13.11.2013 um 13:51
@Jardin
@Scox
@Thawra
@eckhart
@Fedaykin
@Optimist
@Jantoschzacke


Habe nicht alles durchgelesen, falls die Frage schon gestellt und beantwortet wurde, bitte ich um Nachsicht und eine Verlinkung hierauf, damit ich dort nachlesen kann.

Frage:

Inwieweit ist der Fukushima-Supergau als katastrophaler einzuschätzen als zahlreiche Atombombentests der Gegenwart und Vergangenheit, subsummiert?
Meine Frage zielt auf die Gesamt-Strahlenbelastung des Fukushima-Supergaus im Vergleich zu Atombombentests und vorhergegangene Atomkatastrophen, wie Tschernobyl, Sellafield und Three-Mile- Island ab (plus noch weitere, unkommunierte und mögliche "Unfälle", inklusive solche mit kleineren Dimensionen).


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Sturm-Warnung in Fukushima: Größte Krise der Menschheit droht

13.11.2013 um 14:00
Tja gute Frage, nicht so leicht zu bewerten. Die Globalen Auswirkungen waren durch die Test wesentlich höher (Erhöhung der Hintergrundstrahlung) weil Radiaktive Partiekl wesentlich höher und damit in die Globlaen Luftströmungen gerieten. Die Schwerpunktfolgen sind sehr Punktuell. (Auf Bikini sind die Kokosnüsse immer noch mit Cäsium belastet den Fischen und co gehts es gut)

Tschernobil hatte das Problem eines Graphitbrandes und damit der Wolke die radiaktive Partikel über eine wesentlich größerer Fläche verteilte als in Fukushima.

Radiaktives Material inst dort allerdings in größeren Mengen ins Meer geraten. Das es den Pazifik aber umkippt oder massensterben verursache ist eher unwahrscheinlich.


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Sturm-Warnung in Fukushima: Größte Krise der Menschheit droht

13.11.2013 um 14:05
@Fedaykin
Fedaykin schrieb:Das es den Pazifik aber umkippt oder massensterben verursache ist eher unwahrscheinlich.
Ist ja auch nicht so, als sei in Tschernobyl alles Leben ausgestorben.

Chernobyl-Today-A-Creepy-Story-told-in-P


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Sturm-Warnung in Fukushima: Größte Krise der Menschheit droht

13.11.2013 um 14:15
Scox schrieb:Einen nicht unerheblichen Teil könnte man aber wirklich abschreiben. Zumindest als Nahrungsquelle würde dann da nicht mehr viel zu holen sein.
Ist das ein Schätzung von Dir oder hast Du hierzu konkrete Zahlen, die die Menge an potentiell freiwerdender Radioaktivität in Relation zur Größe des Pazifik bringen?


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Scox
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Sturm-Warnung in Fukushima: Größte Krise der Menschheit droht

13.11.2013 um 21:28
@kleinundgrün

Yo, das war eine Schätzung von mir. Ich habe aber jede Menge Beweismaterial, dass ich richtig lag:
Kontamination des Pazifiks durch Fukushima-Grundwasser befürchtet: Wie die Atomaufsicht NRA am heutigen Mittwoch mitteilte, bestehe der starke Verdacht, das hochgradig kontaminiertes Wasser aus den Reaktoren in den Boden gelangt, dort das Grundwasser radioaktiv belastet und nun den Pazifischen Ozean kontaminiert.
http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-kontamination-des-pazifik-durch-stark-radioaktives-fukushima-grundwasser-befurcht...
Wie sich das verseuchte Wasser von der japanischen Küste aus langfristig im Nordpazifik ausbreitet, hat das Forscherteam nun mit Hilfe detaillierter Computersimulationen untersucht. Ihren Ergebnissen nach werden erste Ausläufer des verstrahlten Wassers etwa im Herbst 2013 die Hawaii-Inseln streifen und zwei bis drei Jahre später die nordamerikanische Küste erreichen. Partikel, die über die Luft mit dem Wind transportiert wurden, waren dagegen schon wenige Tage nach dem Atomunfall an der kalifornischen Küste messbar. Die Ausbreitung über das Wasser dauere deshalb relativ lange, weil das radioaktive Wasser vor allem den Meeresströmungen folge. Die Simulation zeige, dass das radioaktive Cäsium inzwischen über fast den halben Nordpazifik verteilt sei, erklärt Erstautor Erik Behrens vom GEOMAR.

...
Dennoch werden noch über Jahre hinweg die Strahlungswerte im Nordpazifik deutlich über denen vor der Katastrophe liegen, wie die Forscher berichten. Denn ihren Berechnungen nach wird sich das verseuchte Wasser in den nächsten Jahren sehr viel weniger stark verdünnen als bisher. Die ozeanischen Wirbel im Ostpazifik seien viel schwächer als in der Kuroshio-Region, daher sei auch die Vermischung verschiedener Wassermassen in diesem Gebiet nicht so ausgeprägt.
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-14922-2012-07-10.html

"Blase mit radioaktivem Wasser erreicht im März Kalifornien

Wie Wissenschaftler herausgefunden haben, hat dieses stark belastete Wasser eine riesige Blase gebildet, die im Pazifik auf die USA zutreibt. Nach Untersuchungen der Strömungsverhältnisse im Pazifischen Ozean hat das gravierende Folgen für die US-amerikanische Westküste. Nuklearingenieur Arjun Makhijani, Präsident des Instituts für Energie- und Umweltforschung IEER mit Sitz in Takoma Park in Maryland, erwartet, dass die Blase im März 2014 die US-Küste erreicht. Der Höchststand dieser vor allem mit Cäsium 137 verseuchten Wasserblase wird für das Jahr 2016 erwartet.

Fische bluten aus Kiemen, Bäuchen und Augäpfeln

„Wir müssen Lebensmittel besser überwachen. Ich glaube nicht, dass der US-Umweltschutz und die Lebensmittelbehörde einen guten Job machen“, so Makhijani. Offenbar gibt es schon jetzt Schäden durch die Radioaktivität in den US-Gewässern. So sind vor Südkalifornien rund 45 Prozent aller Seelöwen-Jungtiere gestorben. Normalerweise sterben weniger als ein Drittel der Jungen. Entlang der Pazifikküste Kanadas und Alaskas ist die Population des Rotlachses auf ein historisches Tief gesunken. Entlang der kanadischen Westküste erkranken Fische aus unbekannter Ursache. Sie bluten aus Kiemen, Bäuchen und Augäpfeln.

Experten schätzen, dass sich die Radioaktivität der Küstengewässer vor der US-Westküste in den nächsten fünf bis sechs Jahren verdoppeln wird. In Kalifornien stellten Wissenschaftler bei einer Untersuchung von 15 Blauflossen-Thunfischen fest, dass alle durch radioaktiven Fallout aus Fukushima kontaminiert waren.

Experten haben im Plankton zwischen Hawaii und der Westküste der USA sehr große Mengen von Cäsium 137 gefunden. Plankton ist der Beginn der maritimen Nahrungskette. Nach einer Simulation des Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel werden bis zum Jahre 2020 auch die entlegendsten Winkel des Pazifischen Ozeans mit größeren Mengen von Cäsium 137 verseucht sein."


http://www.ingenieur.de/Fachbereiche/Kernenergie/Radioaktive-Wasserblase-Fukushima-treibt-amerikanische-Westkueste
Tepco braucht ständig neues Wasser, um die drei geschmolzenen Reaktorkerne der Anlage zu kühlen. Dampfwolken lassen erkennen, dass sich die Kernspaltung irgendwo unterirdisch immer noch fortsetzt. Aber niemand weiß, wo (und in welchem Zustand) sich diese Reaktorkerne tatsächlich befinden. Große Mengen des verstrahlten Wassers wurden bis jetzt in rund 1.000 riesigen, aber wenig stabilen Tanks gesammelt, die schnell und über die gesamte Anlage verstreut errichtet wurden. Viele lecken bereits. Alle könnten bei einem weiteres Erdbeben auseinander brechen; dann würden sich Tausende von Tonnen langlebiger Gifte in den Pazifik ergießen.

Das Kühlwasser, das durch die Anlage in Fukushima geleitet wird, höhlt auch die Fundamente unter den noch erhaltenen Gebäuden aus – auch die des Gebäudes, auf dem sich das Brennelemente-Lagerbecken der Einheit 4 befindet. In einem größeren Sammellagerbecken, das nur 50 Meter von der Einheit 4 entfernt liegt, werden mehr als 6.000 weitere abgebrannte Brennelemente gekühlt. Einige davon enthalten Plutonium. Weil dieses große Becken keine sichere Überdachung hat, könnte beim Einsturz eines benachbarten Gebäudes, bei einem Erdbeben oder einem weiteren Tsunami sein gesamtes Kühlwasser auslaufen.
http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_13/LP14313_250913.pdf

Dazu das:
http://de.ibtimes.com/articles/26563/20131015/einige-fakten-ber-fukushima-die-ihr-kennen-solltet.htm

China schiebt Paranoia wegen der stärker werdenden Pazifik-Verseuchung:
http://www.chinadaily.com.cn/hkedition/2013-10/05/content_17010033.htm

Dann hier einen lesenswerten Essay der Uni Göttingen (zwar aus dem Jahr 2011 aber mit ähnlicher Einschätzung):
Die betroffene Region und ihre Bedeutung für die Fischerei
Nordöstlich der Reaktoren liegt im Zusammenfluss der beiden Meeresströmungen des warmen Kuroshio und des kalten Oyashio eines der fischreichsten Gebiete der Welt. Die dort aktive japanische Fischerei stellt die Hälfte der in Japan konsumierten Fischprodukte. Gefangen werden Sardinen, Thunfische, Seehechte, Lachse, Alaska-Seelachs, Makrelen, Eidechsenfische, Meerbrassen, Krabben, Garnelen, Tintenfische. Hinzu kommen Venusmuscheln, Austern und Seetang sowie Produkte aus der überwiegend küstennahen Aquakultur. Letztere stellen gut ein Fünftel der gesamten Fischmenge.
Fisch ist ein Grundnahrungsmittel in Japan und lässt sich in seiner Bedeutung mit dem Reis vergleichen. Daher sind Fischfang und Fischverarbeitung ein wichtiger Wirtschaftsbereich für das Land. Japan ist weltweit der fünftgrößte Fischproduzent, der Pro-Kopf-Kopfverbrauch liegt bei über 60 kg Fisch im Jahr und ist damit fast viermal so hoch wie in Deutschland. Der hohe Fischkonsum führt dazu, dass Japan auch der weltweit größte Importeur von Fisch ist.
Entgegen der öffentlich vertretenen Einschätzung, die Radioaktivität würde sich durch die Meeresströmungen verdünnen und daher keine Gefahr darstellen, werden schon jetzt immer mehr zum Teil stark radioaktiv belastete Fische angelandet. Vorerst betrifft dieses Problem hauptsächlich Japan. Das Land exportiert nur einen Bruchteil des gefangenen Fischs, so importierte Deutschland im vergangenen Jahr nur ca. 60,3 t aus Japan. Dem stehen Gesamtimporte von 900.000 t in Japan gegenüber. Ein anderer Blick ergibt sich, wenn der Pazifische Ozean betrachtet wird, der Japan umschließt und in dem nicht nur japanische Fischer fangen. Nach der vom Fischverband veröffentlichen Darstellung der FAO-Fanggebiete (Abb. 1) werden für das Japan umgebende FAO-Fanggebiet 61 die folgenden Fischarten ausgewiesen: Alaska-Seelachs (Theragra chalcogramma), Pazifischer Kabeljau (Gadus macrocephalus), pazifische Scholle (Lepidopsetta spp.), Seeteufel (Lophius piscatorius) und Wildlachs (Oncorhynchus spp.). Für das Fanggebiet 67 nennt die vorgenannte Quelle die folgenden Fische: Alaska-Seelachs (Theragra chalcogramma), Dornhai (Squalus acanthias), Hering (Clupea harengus), Pazifischer Kabeljau (Gadus macrocephalus), Makrele (Scomber scombrus), pazifische Scholle (Lepidopsetta spp.), Seehechte (Merluccius spp.), Seeteufel (Lophius piscatorius) und Wildlachs (Oncorhynchus spp.).1 Japan züchtet ferner Algen, Muscheln und Fische auch in Aquakulturen. Der Anteil der Krebs- und Weichtiere an den für den Verzehr gedachten Importen betrug zwischen 26,8 (2009), 70,0 (2010) und 88,6 (2008) Prozent.
(S. 1-2)
Das in den Brennstäbe der Fukushima-Reaktoren vorhandene Plutonium besteht je nach Abbranddauer bis zu 12 % aus Plutonium-241, bei den verwendeten MOX-Brennelementen kann der Anteil wesentlich größer sein. Plutonium-241 ist ein Betastrahler und wandelt sich mit einer Halbwertszeit von 12,9 Jahren zu Americium-241 um. Mit dem Mengenzuwachs von Americium-241 auf Kosten der Menge von Plutonium-241 steigt die Alpha-Aktivität (in Bq gemessen) innerhalb von 15 Jahren um das 300fache an. Americium-241 ist einer der energiereichsten Alphastrahler (5,4 MeV) mit einer Halbwertszeit von 432 Jahren. Von Organismen aufgenommen ist die Radiotoxizität von Americium-241 je nach Ablagerungsort im Körper um bis zu 3 Größenordnungen größer als von Plutonium.
(S. 6)
Entscheidend an der Verteilung radioaktiver Substanzen im Pazifik werden die vorherrschenden Meeresströmungen sein. Vor der Westküste Japans treffen sich zwei Strömungen: Der aus dem Süden nach Norden fließende warme Kuroshio (dt. „Schwarze Strömung“, auch „Japanstrom“ genannt) stößt auf den kalten und weniger salzhaltigen südwärts gerichteten Oyashio (dt. „Elternstrom“). Beide Strömungen bilden zusammen den Nordpazifikstrom (nordpazifische Westwinddrift). Dieser überquert den Pazifik und teilt sich vor der Küste Amerikas in einen nördlichen (Alaska-Strom) und einen südlich Strang (Kalifornienstrom). Der nördliche Strang gelangt in die fischreiche Beringsee, Einflüsse aus Fukushima können dort jedoch erst mit einem bestimmten zeitlichen Abstand (mind. ein Jahr) erwartet werden (Abb. 7).
Die Radioaktivität kann auch durch Lebewesen z.B. Fische. verbreitet werden.
Ein Teil der Radionuklide, der sich langfristig, z.B. am Tiefseeboden ablagert, ist den biologischen Kreisläufen im Wesentlichen entzogen und wird in den geologischen Kreislauf eingehen.
Ein tatsächlicher Abbau, also die Umwandlung der Radionuklide in stabile, nicht-radioaktive Elemente findet ausschließlich über den radioaktiven Zerfall bei einer bestimmten Halbwertszeit statt. Diese Halbwertszeit, in der die Hälfte der Ausgangsmenge zerfallen ist, beträgt z.B. bei Jod-131 acht Tage, bei Cäsium-137 etwa 30 Jahre und bei Plutonium-239 24.110 Jahre.
Durch die Tatsache, dass sich radioaktive Schwermetalle an Partikel anlagern und sedimentieren, haben sie die größte Auswirkung auf die Lebensgemeinschaften am und im Meeresboden (benthisches Leben): Meeresalgen, Würmer, Muscheln, Schnecken, Krebstiere, demersale Fische. Aber auch Fische des Freiwassers ernähren sich von am Boden lebenden Tieren. Durch die Fischerei schließlich wird ein Teil der Radioaktivität auf dem Teller der Menschen landen, mit dem Menschen als Endkonsumenten.
(S. 14)
Die Anreicherung in Fischen und anderen Meeresbewohnern hängt dabei im Wesentlichen von der so genannten biologischen Halbwertszeit ab, welche die radioaktive Halbwertszeit überlagert. Die biologische Halbwertszeit gibt an, in welchem Zeitraum die Anfangskonzentration eines Stoffes um die Hälfte reduziert wird und ist abhängig von Alter, Geschlecht und gesundheitlichem Zustand. Die vom einzelnen Individuum erfolgreich ausgeschiedenen Radionuklide sind jedoch immer noch vorhanden und können abermals Eingang in die Nahrungskette finden. Es ist auch zu beachten, dass sich die biologische Halbwertszeit auf eine bestimmte Anfangskonzentration bezieht. Wenn fortwährend z.B. über die Nahrung neue Radionuklide aufgenommen werden, kann es trotz Ausscheidung im Ergebnis zu einer weiteren Anreicherung führen. Eine relativ kurze biologische Halbwertszeit haben gut lösliche radioaktive Elemente und Isotope, während die partikelreaktiven Elemente wie Plutonium oder andere Transurane sehr lang, wenn nicht sogar für immer im Körper verbleiben.
Insgesamt können die schädlichen Auswirkungen wegen diesem Zeitfaktor sehr lange verborgen bleiben. Mit Höchstwerten ist mittelfristig bei Organismen an der Spitze der Nahrungskette zu rechnen. Das sind z.B. Tunfische und andere Raubfische, Haie, Wale, Robben, Meeresschildkröten, Meeresvögel - und natürlich der Mensch. Radioaktives Jod, Cäsium, oder Strontium werden beispielsweise direkt im Organismus eingebaut und reichern sich in bestimmten Organen an.
Plutonium, Neptunium und andere Transurane verhalten sich wie andere Schwermetalle. Sie reichern sich im Organismus an, da sie kaum ausgeschieden werden können.
(S.17)

Und zuletzt:
Es ist schlichtweg falsch, wenn behauptet wird, dass verdünnte Dosen harmlos seien. „Low level effects“ wurden in der wissenschaftlichen Literatur nicht nur für Kinder nachgewiesen. Biologisch relevante Effekte sind auch dann von Bedeutung, wenn sie nicht im engeren Sinne statistisch signifikant sind. Da der Nachweis der spezifischen Effekte erst nach Jahrzehnten mit belastbaren Daten belegt werden kann, sind umweltmedizinische Bedenken begründet.
Eine adäquate Umweltepidemiologie setzt voraus, dass die richtigen Parameter erhoben und ausgewertet werden. Das bedeutet, dass die geeigneten Isotope, geeignete Zielbevölkerungen und geeignete Prädiktoren, wie z.B. Chromosomenaberrationen oder stabile Mutationen, sowie die Endpunkte wie Krebs, Unfruchtbarbarkeit oder Mikrocephalie, in die Analysen eingehen müssen. Diese Analysen sind nicht nur in Japan und der engeren Umgebung vorzunehmen, sondern auch in weiter entfernten Gebieten, wie z.B. in China, Sibirien, den pazifischen Inseln, oder den westlichen USA.
(S. 20)
Plutonium-238 / Plutonium-239 / Plutonium-241 / Americium-241 / Neptunium-237

Werden diese Transurane aus den Organismen ausgeschieden, so sind sie für den Eintritt in die Lebenskreisläufe weiterer Organismen verfügbar. Gemessen an den kurzen Lebenszeiten von Individuen bedeuten diese sich in unzähligen Generationen und Lebewesen wiederholenden Prozesse eine dauerhafte Schädigung der jeweils lebenden Spezies.
(S. 22)

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=3&cad=rja&ved=0CD4QFjAC&url=http%3A%2F%2Fwww.uni-goettingen....


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Sturm-Warnung in Fukushima: Größte Krise der Menschheit droht

14.11.2013 um 08:38
Scox schrieb:Ich habe aber jede Menge Beweismaterial, dass ich richtig lag:
Prüfen wir mal Deine Quellen.
Scox schrieb:Wie die Atomaufsicht NRA am heutigen Mittwoch mitteilte, bestehe der starke Verdacht, das hochgradig kontaminiertes Wasser aus den Reaktoren in den Boden gelangt, dort das Grundwasser radioaktiv belastet und nun den Pazifischen Ozean kontaminiert.
Wie viel des Pazifiks wird kontaminiert? Die Quelle schweigt dazu.
Die Simulation zeige, dass das radioaktive Cäsium inzwischen über fast den halben Nordpazifik verteilt sei, erklärt Erstautor Erik Behrens vom GEOMAR.
Welche Mengen an Cäsium sind verteilt? stellen sie eine Bedrohung dar? Die Quelle schweigt dazu.
Scox schrieb:Dennoch werden noch über Jahre hinweg die Strahlungswerte im Nordpazifik deutlich über denen vor der Katastrophe liegen, wie die Forscher berichten.
Deutlich im Sinne von "gefährlich deutlich"? Man weiß es nicht.
Scox schrieb:Blase mit radioaktivem Wasser erreicht im März Kalifornien
Wie viel Prozent des Pazifiks macht diese Blase aus?

Alles in allem wird Deine Schätzung nicht von Deinen Quellen getragen. Warum das besonders schlimm ist? Weil diese Art der Argumentation Wasser auf die Mühlen derjenigen ist, die das Problem der radioaktiven Kontamination kleiner machen wollen als es ist. Nicht ist leichter als Dir Übertreibung und Panikmache nachzuweisen und damit vom echten Problem abzulenken.

Es ist wichtig und notwendig, auf die Folgen des Reaktorunglücks hinzuweisen und die möglichen Folgen der Nutzung ziviler Atomkraft aufzuzeigen. Aber man muss dafür die echten und nachweisbaren Folgen heran ziehen, die durch Forschungen gedeckt sind. Übertreibungen schaden Deinem Anliegen weit mehr als dass sie nutzen.


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Scox
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Sturm-Warnung in Fukushima: Größte Krise der Menschheit droht

14.11.2013 um 21:36
@kleinundgrün

Dann will ich dir mal mit Zahlen und Fakten auf die Sprünge helfen:
Water contaminated with extremely high levels of radiation reached the ocean from the pits in the No. 2 and No. 3 reactors in April and May 2011.

TEPCO implemented measures to stop the leaks, and officials said they believed they had properly dealt with the problem at that time.

But in reality, contaminated water continued to flow into the ocean. TEPCO officials did not admit to that problem until 22 July 2013.

On Aug. 2, TEPCO officials said between 20 trillion and 40 trillion becquerels of radioactive tritium had leaked into the ocean. That is about 10 to 100 times the volume emitted over a one-year period of operating the nuclear plant.


Dazu diese Studie, die die Verteilung von radioaktiven Nukliden in der Atmosphäre und im Pazifik beschreibt:
The atmospheric radionuclide releases during the Fukushima accident were esti-
mated to be the highest for 131I (153-160PBq) and 137Cs (13–15PBq) (Chino et al. 2012). Stohl et al. (2012) estimated even higher total atmospheric releases for 137Cs (23–50PBq). The discharged radioactive material, in addition to 131I and 137Cs, also included 134Cs, 132Te, 132I, 136Cs, and other radionuclides, as well as radioactive noble gases (133Xe, 135Xe) (Bowyer et al., 2011). The contribution of 134Cs was similar to 137Cs, as the 134Cs/137Cs activity ratio was close to one (Masson et al., 2011).
Apart from the contamination of Japan (and the Japan Sea, Inoue et al., 2012a), due to prevailing western winds, the radionuclides emitted to the atmosphere were mainly 20 transported from Fukushima over the Pacific Ocean, then to the Americas, the Atlantic Ocean, Europe, and back into the Asia. At the beginning of April, the global atmosphere has been labeled with Fukushima-derived radionuclides (Masson et al., 2011;Herńandez-Ceballos, et al., 2012; Povinec et al., 2013). The released radionuclides were mostly deposited over the North Pacific Ocean (about 80%), about 20% was deposited over the Japan, and less than about 2% over the Atlantic and Europe (Stohl etal., 2012; Yoshida and Kanda, 2012; Morino et al. 2011).
The estimation of the atmospheric deposition of 137Cs over the Pacific Ocean is the
most difficult task in the evaluation of its source term in the ocean (Kawamura et al., 2011;
Morino et al., 2011; Buesseler et al., 2012; Stohl et al., 2012; Honda et al., 2012). Dietze and Kriest (2012) estimated the accumulated atmospheric deposition of 137Cs in the range of 50–200kBqm. The 131I/137Cs activity ratio in surface seawater indicates that most of the radiocesium observed in coastal waters has been the result of a direct discharge to the ocean, rather than resulting from atmospheric deposition (Tsumune et al., 2012).
http://www.biogeosciences-discuss.net/10/6377/2013/bgd-10-6377-2013.pdf

Studie vom Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel über die wahrscheinliche Verteilung von Cs-137 im Pazifik in den nächsten 10 Jahren:

http://oceanrep.geomar.de/14788/2/Model-simulationabstract-video.mp4 (Video)

http://iopscience.iop.org/1748-9326/7/3/034004/
Neue Modellsimulationen, von Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel zeigen wie sich die radioaktiven Substanzen im Pazifik durch die Meeresströmungen langfristig ausbreiten könnten. Unter Zuhilfenahme eines dem 137Cs im Hinblick auf Halbwertszeit und Löslichkeit in der Wassersäule sehr ähnlichen Wassermassentracers (t1/2 137Cs = 30a) und eines Ozeanströmungsmodells basierend auf NEMO (Madec 2008)[280], das auch die rasche Verdünnung des radioaktiven Wassers im Pazifik in ozeanischen Wirbeln sog. Eddies mit einbezieht, war es möglich eine langfristige Abschätzung der Verteilung des 137Cs im Pazifik zu simulieren. Nach zwei bis drei Jahren überspannt die Tracer-Fahne bereits den gesamten Pazifik zwischen 25°N und 55°N bis in Tiefen von mehr als 400 m. Der Hauptteil des Tracer Patches propagiert ostwärts und soll nach ca. fünf bis sechs Jahren auf die Nordamerikanische Küste treffen. Für den totalen Nettoeintrag von 137Cs in den Ozean wurden 10PBq angenommen, die Simulation deutet auf eine rapide Verdünnung innerhalb der ersten Woche nach dem Eintrag, der höchsten radioaktiven Konzentration innerhalb von zwei Jahren auf 10Bq/m3 hin. Dies wird gefolgt von einer weiteren Verdünnung über die nächsten vier bis sieben Jahre auf 1-2 Bq/m3. Der Level der Radioaktivität wäre dann immer noch etwa doppelt so hoch wie die Pre-Fukushima Werte.
Wikipedia: Strahlungsbelastung_durch_die_Nuklearunfälle_von_Fukushima#Freisetzung_ins_Meer

"The simulations suggest that the contaminated plume would have been rapidly diluted below 10,000 Bq/m3 by the energetic Kuroshio Current and Kurushio Extension by July 2011. Based on our source function of 22 Bq/m3, which sits at the upper range of the published estimates, waters with Cs-137 concentrations >10 Bq/m3 are projected to reach the northwestern American coast and the Hawaiian archipelago by early 2014. Driven by quasi-zonal oceanic jets, shelf waters north of 45°N experience Cs-137 levels of 10–30 Bq/m3 between 2014 and 2020, while the Californian coast is projected to see lower concentrations (10–20 Bq/m3) slightly later (2016–2025). This late but prolonged exposure is related to subsurface pathways of mode waters, where Cs-137 is subducted toward the subtropics before being upwelled from deeper sources along the southern Californian coast. The model suggests that Fukushima-derived Cs-137 will penetrate the interior ocean and spread to other oceanic basins over the next two decades and beyond. [...]"

http://enenews.com/upi-fukushima-plume-to-hit-u-s-shores-early-next-year-will-see-measurable-increase-in-radioactive-mat...

...was dazu führte, dass sich die gemessene Radioaktivität in Fischen vervielfacht hat:
The fish off Fukushima remain radioactive more than a year after the earthquake and subsequent tsunami triggered three meltdowns at the Daiichi nuclear power plant. In fact, bottom-dwelling greenling fish caught in August 2012 bore the highest levels of radioactive particles seen to date—25,000 Becquerels per kilogram. (A becquerel is a unit of the rate of radioactive decay—or radiation emitted by a substance.) That is 250 times higher than current Japanese safety standards, a key reason fishing off Fukushima remains prohibited.
http://www.scientificamerican.com/article.cfm?id=fukushima-fish-remain-radioactive-suggesting-ongoing-radionuclide-relea...


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Sturm-Warnung in Fukushima: Größte Krise der Menschheit droht

15.11.2013 um 08:54
Scox schrieb:But in reality, contaminated water continued to flow into the ocean. TEPCO officials did not admit to that problem until 22 July 2013.

On Aug. 2, TEPCO officials said between 20 trillion and 40 trillion becquerels of radioactive tritium had leaked into the ocean. That is about 10 to 100 times the volume emitted over a one-year period of operating the nuclear plant.
Selber Fehler. Es geht nciht darum, dass keine Radioaktivität austritt, sondern darum, in welchem Umfang das passiert. Deine Erste Quelle ist also ungeeignet.
Scox schrieb:The 131I/137Cs activity ratio in surface seawater indicates that most of the radiocesium observed in coastal waters has been the result of a direct discharge to the ocean, rather than resulting from atmospheric deposition (Tsumune et al., 2012).
Auch hier. Kein Wort über die Menge an Radioaktivität.
Nach zwei bis drei Jahren überspannt die Tracer-Fahne bereits den gesamten Pazifik zwischen 25°N und 55°N bis in Tiefen von mehr als 400 m. Der Hauptteil des Tracer Patches propagiert ostwärts und soll nach ca. fünf bis sechs Jahren auf die Nordamerikanische Küste treffen. Für den totalen Nettoeintrag von 137Cs in den Ozean wurden 10PBq angenommen, die Simulation deutet auf eine rapide Verdünnung innerhalb der ersten Woche nach dem Eintrag, der höchsten radioaktiven Konzentration innerhalb von zwei Jahren auf 10Bq/m3 hin. Dies wird gefolgt von einer weiteren Verdünnung über die nächsten vier bis sieben Jahre auf 1-2 Bq/m3. Der Level der Radioaktivität wäre dann immer noch etwa doppelt so hoch wie die Pre-Fukushima Werte.
Selbes Spiel. Unstreitig höhere Werte. Aber wie sind die konkreten oder potentiellen Schäden?
Wikipedia: Strahlungsbelastung_durch_die_Nuklearunfälle_von_Fukushima#Freisetzung_ins_Meer
Auch hier gilt das eben geschriebene.
Scox schrieb:...was dazu führte, dass sich die gemessene Radioaktivität in Fischen vervielfacht hat:
Aber nicht im gesamten Pazifik oder einem Großteil davon.
Scox schrieb:Dann will ich dir mal mit Zahlen und Fakten auf die Sprünge helfen:
... was gründlich daneben ging. Keine Deiner Quellen stützt Deine These, man könne eine nicht unerheblichen Teil des Pazifik abschreiben.

Du bekommst für die Menge an Quellen maximal einen Fleißpunkt. ;) Nur stützen Deine Quellen eben nicht Deine Aussage, sie stützen etwas anderes. Nämlich die Theorie, dass der Vorfall bei Fukushima nachhaltige Auswirkungen auf die Umwelt hat.
Aber diesen Umstand bestreite ich nicht.

Das Problem bleibt also bestehen. Du übertreibst und schadest damit Deinem Anliegen weit mehr, als dass Du ihm nutzt. Schlicht deswegen, weil diese Position leicht angreifbar ist.


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15.11.2013 um 12:30
Fedaykin schrieb:Radiaktives Material inst dort allerdings in größeren Mengen ins Meer geraten. Das es den Pazifik aber umkippt oder massensterben verursache ist eher unwahrscheinlich.
Ich habe gehört, dass man radioaktives Material bedenkenlos kompostieren kann. Die Reaktion ist vollkommen Bio, da sie aus natürlichen Gesetzmässigkeiten hervorgeht.


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15.11.2013 um 13:43
@abschied

das ist genau das wars Kleinundgrün aussagt. Keine Ahnung von der Materie.


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