Politik
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Brexit und danach?

9.567 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Brexit, Brexitus, Gerxit ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Brexit und danach?

13.12.2019 um 09:15
mein Glückwunsch an Johnson!

was bedeutet die Wahl des Brexit-Johnson?

1. dass es den Bürgern des UK ernst ist mit dem Aussstieg aus der EU -- das Referendum zum EU Austritt war KEIN Unfall der GEschichte. So "liest" man das Ergebnis des Referendums in Deutschland ja gerne.... die Jungen hätten anders abgestimmt, wenn sie denn zur Wahl gegangen wären. Sie hätten den Brexit verhindert. Man solle das Volk daher bitte nochmal abstimmen lassen. Es würde doch dann ganz sicher zeigen, dass es der allgegenwärtigen, allnährenden, allregulierenden EU nicht entfliehen will.

Doch, es will.

2. der Gegenspieler Johnsons , Corbyn als Sozialismusbefürworter wurde abgewatscht. Lieber ein unvorhersehbares Risiko beim EU Ausstieg eingehen als das Risiko, einen überzeugten Sozialisten (und Antisemiten) zum wAhlsieg verhelfen.

Das, liebe deutsche Linke, ist ein Wink mit dem sprichwörtl Zaunspfahl wohin der Traum von einem erneuten Sozialismusexperiment auf europäischem Boden führt.


5x zitiertmelden

Brexit und danach?

13.12.2019 um 09:22
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:das es den Bürgern des UK ernst ist mit dem Aussstieg aus der EU
Ich würde das auf England (und Wales) begrenzen. 48 von 59 Sitzen gingen in Schottland an die SNP, 4 weitere an die LibDems, die beide den Brexit verhindern woll(t)en. (1 Labour, 6 Tories).

Auch in Nordirland hat niemand Boris Johnson gewählt. Auch die DUP hat ihre Mehrheit verloren.


1x zitiertmelden

Brexit und danach?

13.12.2019 um 09:23
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:Das, liebe deutsche Linke, ist ein Wink mit dem sprichwörtl Zaunspfahl wohin der Traum von einem erneuten Sozialismusexperiment auf europäischem Boden führt.
Das ist eher ein Beispiel dafür, wohin gezielte Desinformation und Populismus führen. Na mal sehen, ob sie jetzt wenigstens geordnet gehen können.

Johnson ist zwar ziemlich freaky unterwegs, aber kein kompletter Idiot. Hoffe ich.


1x zitiertmelden

Brexit und danach?

13.12.2019 um 09:24
Das lustige ist, dass die Hauszeitung von Borat Johnson der EU vorwirft, kapitalistisch zu sein und Sozialisten zu hassen. Als Beleg dafür gilt die griechische Schuldenkrise. Demnach habe die EU bzw. die meisten EU Regierungsschefs auf einen Sieg von Borat mit klarer Mehrheit gehofft, auch um das Thema abzuschließen.


1x zitiertmelden

Brexit und danach?

13.12.2019 um 09:28
Zitat von AnaximanderAnaximander schrieb:Das lustige ist, dass die Hauszeitung von Borat Johnson der EU vorwirft, kapitalistisch zu sein und Sozialisten zu hassen. Als Beleg dafür gilt die griechische Schuldenkrise.
Denen ist doch kein Bullshit dumm genug, die Herde zu manipulieren. Jesses, wenn sie schon mit den ganzen "Ismen" anfangen zu argumentieren, kann es nur noch blöd werden. Statt sich auf konkrete Probleme zu konzentrieren, werden irgendwelche ideologischen Räuberpistolen bedient, und der Bürger ist stumpf genug den Mist zu schlucken.


melden

Brexit und danach?

13.12.2019 um 09:33
@Anaximander
Übrigens, wie hoch steigt jetzt die Wahrscheinlichkeit, dass GB zerrissen wird? Schottland und Nordirland sind ja alles andere als Happy mit der Entwicklung, gell?


melden

Brexit und danach?

13.12.2019 um 09:38
@weißichnixvon

Sturgeon kündigt bereits ein neues Unabhängigkeitsreferendum an:
Speaking from the count in Glasgow, where the SNP won all the seats up for grabs, Ms Sturgeon told BBC Scotland: “I accept that Boris Johnson after this election has a mandate to take England out of the Euroepan Union, but he does not have a mandate to take Scotland out of the European Union.

“And I have a mandate, a renewed, refreshed, strengthened mandate to offer people in Scotland the choice of a different future.
https://www.itv.com/news/2019-12-13/nicola-sturgeon-hails-renewed-and-refreshed-mandate-for-indyref2/

In Nordirlnd wird es darauf ankommen, wie der Austritt am Ende konkret aussieht, davor wird es wahrscheinlich (noch) kein Referendum geben.


melden

Brexit und danach?

13.12.2019 um 10:00
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:Das, liebe deutsche Linke, ist ein Wink mit dem sprichwörtl Zaunspfahl wohin der Traum von einem erneuten Sozialismusexperiment auf europäischem Boden führt.
Das verstehe ich nicht ganz. Wie meinst du das?




Zitat von AnaximanderAnaximander schrieb:Ich würde das auf England (und Wales) begrenzen. 48 von 59 Sitzen gingen in Schottland an die SNP, 4 weitere an die LibDems, die beide den Brexit verhindern woll(t)en. (1 Labour, 6 Tories).

Auch in Nordirland hat niemand Boris Johnson gewählt. Auch die DUP hat ihre Mehrheit verloren.
Am Ende zerbricht am Brexit das UK


melden

Brexit und danach?

13.12.2019 um 10:00
Man sieht auch ganz gut, wo die Tories, die mit der klaren Ansage angetreten sind, ein weiteres Unabhängigkeitsreferendum zu verhindern, noch punkten konnten:

map-2Original anzeigen (0,2 MB)

Das sind v.a. die dünn besiedelten Grenzregionen im Süden zu England, wo man tatsächlich am meisten verlieren würde, aber nicht Glasgow oder Edinburgh. Carlisle an der Grenze lebt z.B. auch von Teenie-Hochzeiten, wenn U18-Engländer das Mindestalter umgehen wollen. Das wäre dann nicht mehr möglich.


melden

Brexit und danach?

13.12.2019 um 12:58
Wäre die Wahl nach einem europäischen Verhältniswahlrecht abgehalten worden, hätten die Tories auf der einen sowie Labour und die LibDems auf der anderen Seite jeweils 325 Sitze erhalten und damit jeweils keine Mehrheit, eine kleine Partei (SNP) wäre also das Zünglein an der Waage gewesen.

Soviel zu dem "überwältigendem" Votum der Briten für den Brexit, auch an dieser Wahl zeigt sich, dass die Verhältnisse so ziemlich bei 50:50 liegen.


melden

Brexit und danach?

13.12.2019 um 12:59
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:1. dass es den Bürgern des UK ernst ist mit dem Aussstieg aus der EU -- das Referendum zum EU Austritt war KEIN Unfall der GEschichte.
Nein, dies bedeutet es nicht, ein Referendum ist ein Referendum und Wahl ist Wahl. Da es mit der Wahl ziemlich unwahrscheinlich war den Brexit noch zu kippen, Stand dies auch nicht wirklich zu Option. Es macht aber durchaus aus Sinn eben das unvermeidliche nicht weiter zu verzögern. Ich will den Brexit eigentlich auch nicht, bin aber der Meinung die EU hätte nicht weiter verlängern sollen, ergo meiner Meinung wäre der Brexit schon längst durch.


melden

Brexit und danach?

13.12.2019 um 13:04
Gott sei Dank gab es den klaren Wahlsieg von Johnson. Jetzt hat die Schmierenkomödie bald ein Ende.


melden

Brexit und danach?

13.12.2019 um 13:07
Jeremy Dustbyn war ein dankbarer Gegner. Der linke Flügel der Linkspartei wäre auch in Deutschland nicht mehrheitsfähig.


melden

Brexit und danach?

13.12.2019 um 13:08
Die Schotten haben klar gemacht, was sie vom Brexit halten, nämlich nichts.

Schottland ist zwar seit Mai 1701 Teil von "Großbritannien" - das kann sich aber schnell wieder ändern. Sturgeon wird den Verbleib in GB in Frage stellen und die Schotten darüber abstimmen lassen.


1x zitiertmelden

Brexit und danach?

13.12.2019 um 13:12
Zitat von SpitzbergerSpitzberger schrieb:Schottland ist zwar seit Mai 1701 Teil von "Großbritannien" - das kann sich aber schnell wieder ändern. S
da gab es doch schon lange vor dem Brexit-Referendum eine Abstimmung über die Unabhängigkeit Schottlands vom UK?


2x zitiertmelden

Brexit und danach?

13.12.2019 um 13:20
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:gab es doch schon
Ja, schon, seinerzeit ging die Abstimmung relativ knapp pro GB aus.

Ich denke aber, dass Schottland die Landsmannschaft erneut vor die Wahl stellt, denn mit dem Brexit ist Schottland eindeutig auf der Verliererseite der neueren Geschichte. Die Hauptprofiteure vom Austritt - die Finanzjongleure - sitzen in der City of London.
Schottland hat das Nachsehen, denn es kommen keine Gelder mehr aus Brüssel (Peripherie / Ultra-Peripherie, aber auch "normale" Strukturgelder etc.)


1x zitiertmelden

Brexit und danach?

13.12.2019 um 13:25
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:2. der Gegenspieler Johnsons , Corbyn als Sozialismusbefürworter wurde abgewatscht. Lieber ein unvorhersehbares Risiko beim EU Ausstieg eingehen als das Risiko, einen überzeugten Sozialisten (und Antisemiten) zum wAhlsieg verhelfen.
Richtig. Theresa May hat Corbyn ja die Zusammenarbeit angeboten, um das Schlimmste zu verhindern. Er lehnte diese aber ab.

Ich hätte Corbyn auch nicht gewählt. Der ist nicht vertrauenswürdig. Einen anderen Besseren von Labour wollte er ja nicht ans Ruder lassen. Er hielt sich für den Besten. Da war nur die Wahl zwischen Pest und Cholera.


melden

Brexit und danach?

13.12.2019 um 13:27
Zitat von SpitzbergerSpitzberger schrieb:Die Hauptprofiteure vom Austritt - die Finanzjongleure - sitzen in der City of London.
Könntest Du bitte mal belegen, das das die Hauptprofiteure sind? Oder sind es nicht doch Milliardäre wie Jacob Rhees-Mogg?


melden

Brexit und danach?

13.12.2019 um 13:33
@Bauli
Jacob Rees-Mogg hat einen beachtlichen Teil seiner Millionen eben mit Finanzderivaten erwirtschaftet.
Wenn UK aus der EU aussteigt, gelten auch erst einmal die EU-Spielregeln für die Finanzindustrie nicht mehr.
Diese Regeln wurden im Zuge der Lehmann-Geschichte und der Wirtschafts- und Finanzkrise um/ab 2008 in der EU verschärft.
Ohne diese "Hindernisse" aus Brüssel kann die City in London nahezu zügellos Kapital anziehen und macht sich seine Regeln mehr oder weniger selber.


2x zitiertmelden

Brexit und danach?

13.12.2019 um 13:39
Zitat von SpitzbergerSpitzberger schrieb:Jacob Rees-Mogg hat einen beachtlichen Teil seiner Millionen eben mit Finanzderivaten erwirtschaftet.
Ja und wäre England weiter in der EU geblieben, hätte er Steuern abführen müssen. Das muss er jetzt nicht mehr. Ab nächstes Jhar Juli definitiv nicht.

Er hatte in Übersee auf den Cayman Islands investiert. Naja Millionen Es waren schon so einige hunderte Millionen GBP.


melden