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Brexit und danach?

9.175 Beiträge, Schlüsselwörter: Brexit, Brexitus, Gerxit

Brexit und danach?

23.07.2020 um 16:42
Sie treten weiter auf der Stelle, die Chefunterhändler Frost und Barnier. Auch im Monat Juli sei keine Annäherung mehr zu erwarten. Das gilt vor allem für die Haupt-Themen Fischerei und Wettbewerbsverzerrung.
die Chancen stehen schlecht
ein Handelsabkommen bleibt weiter unwahrscheinlich, sagt Barnier.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/brexit-barnier-haelt-handelsabkommen-fuer-unwahrscheinlich-a-59eb691d-9bdc-433f-bed4-8...

UK will eben endlich mal wieder souverän sein und dann auch so auftreten.
Fische mit anderen zu teilen, oder im internationalen Wettbewerb Regeln der Fairness zu akzeptieren und anzuwenden, entspricht offenbar nicht der Londoner Interpretation dessen, was "souverän" bedeutet.

Jedenfalls wurde das britische Wahlvolk beim Referendum 2016 souverän hinters Licht geführt, das kann man schon mal so sagen.
Anaximander
schrieb:
Hinweise zur russischen Einflussnahme auf das Brexit-Referendum
Cambridge Analytica, und und und.


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Brexit und danach?

25.07.2020 um 09:29
Der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) sieht den Brexit ohne Abkommen für unausweichlich, zugleich haben die Briten sich nicht ausreichend darauf vorbereitet, die verbleibende Zeit ist zu kurz, um eine Zoll-Infrastruktur aufzubauen. Lange ging man in England davon aus, dass dies (aus welchen Gründen auch immer) gar nicht notwendig sei.
“Ein Scheitern der Verhandlungen über ein Partnerschaftsabkommen ist nun so gut wie unausweichlich”, sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang am Freitag nach dem erfolglosen Abschluss einer Verhandlungsrunde zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich über die künftigen Handelsbeziehungen. Die deutsche Industrie rechne nicht damit, dass Großbritannien die öffentliche Infrastruktur für den grenzüberschreitenden Warenverkehr rechtzeitig fertigstellen könne. “Die jüngsten Pläne der Briten sind unvollständig. Damit drohen Unternehmen neue Zölle, zusätzliche Bürokratie und ein wirtschaftliches Desaster”, warnte Lang.
Quelle: https://de.reuters.com/article/brexit-eu-bdi-idDEKCN24P129


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Brexit und danach?

28.07.2020 um 12:51
Die London School of Economics zeichnet ein düsteres Bild der britischen Wirtschaftsaussichten. Der Brexit wird v.a. die Bereiche treffen, die noch relativ glimpflich aus der Coronakrise gekommen sind, da dort eine Verlagerung in das Home Office möglich war. Insgesamt wird die Bedeutung des globalen Handels zurückgehen, regionaler Handel (mit der EU) wird wichtiger werden. Ob es am Ende des Jahres einen Vertrag mit der EU gibt, spielt dabei eine geringe Rolle.
“Our analysis shows that the sectors that will be affected by Brexit and those that are suffering from the Covid-19 pandemic and lockdown are generally different from each other,” said Swati Dhingra, co-author and economics professor at the LSE.
...
Dhingra said the coronavirus pandemic had “reduced the capacity of the UK economy to take further shocks” and “rushing Brexit through” would “broaden the set of sectors that see worsening business conditions”.
Quelle: https://www.theguardian.com/politics/2020/jul/28/brexit-will-deliver-double-shock-to-uk-economy-study-finds-coronavirus


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Brexit und danach?

29.07.2020 um 00:12
Anaximander
schrieb:
Insgesamt wird die Bedeutung des globalen Handels zurückgehen, regionaler Handel (mit der EU) wird wichtiger werden. Ob es am Ende des Jahres einen Vertrag mit der EU gibt, spielt dabei eine geringe Rolle.
Das wäre eine sehr gute Entwicklung, weil sehr zum Nutzen der Umwelt.
Ressourcenschonend auf jeden Fall.

Mehr Regionalität kann ich nur begrüßen.

Wann machen wir den Dexit?


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Brexit und danach?

29.07.2020 um 03:06
Seidenraupe
schrieb:
Wann machen wir den Dexit?
Der Dexit wird dann angebracht sein, wenn wir uns in D dazu entscheiden, in die voellige Bedeutungslosigkeit abfallen zu wollen.

Die gesamte EU macht heute ca. 7% der Erdbevoelkerung aus und wird bis 2050 auf 2,5% abfallen (vorausgesetzt, es gibt keine Zuwanderung in die EU).
Welchen Stellenwert die Bundesrepublik nach einem Dexit bei 2050 dann einnehmen wird, bitte den Taschenrechner nehmen.
Seidenraupe
schrieb:
Mehr Regionalität kann ich nur begrüßen.
Ok, aber die schoene heile Welt aus deb 70er Jahren wird das nicht wieder bringen.
Und wo endet Regionalitaet denn fuer Dich, und was soll innerhalb und ausserhalb einer solchen Region zulaessig sein? Und wer entscheidet das?

Der Spruch vom deutschen Dilemma "Deutschland sei zu klein, um es alleine zu versuchen, aber zu gross, um in einem Bund mit anderen Staaten zu stehen" verliert mMn zunehmend an Sinn, weil "wir" alleine innerhalb einer Generation voellig irrelevant werden.

Dasselbe gilt fuer die Briten. Eine weise Entscheidung war der Brexit nicht. Ein Land dss bald 0,6 % der Weltbevoelkerung stellt, hat sich zum "take back control" entschieden. Kontrolle von was, Kontrolle von wem?


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Brexit und danach?

29.07.2020 um 07:08
Seidenraupe
schrieb:
Wann machen wir den Dexit?
Du hast wahrscheinlich meinen Post nicht verstanden. Die Brexiteers wollen bekanntlich ein "global Britain", also Produkte nicht mehr regional kaufen, sondern von den USA, Südostasien und Australien, einschließlich Autos usw. Sie nehmen also keine Rücksicht auf die Umwelt, sondern sind im Gegenteil bereit, sich Erdbeeren einfliegen zu lassen, Autos direkt aus Japan zu importieren usw., mit allen Folgen für die Transportwege. Es soll auch nicht im UK produziert werden, sondern es geht einfach darum, möglichst billige Produkte verfügbar zu haben - egal woher. Man ist sogar dafür bereit, die heimische Produktion zu opfern und die damit verbundenen Arbeitsplätze zu verlieren.

Das war vor Covid rücksichtslos der Umwelt gegenüber, der Punkt der LSE ist aber, dass durch die Bewegungsbeschränkungen durch Covid die Bedeutung des globalen Handels zurückghen wird, das UK also doch angewiesen ist, überwiegend von Europa zu kaufen, und dann die vollen Zölle bezahlen muss.

Wenn Du also mehr Regionalität willst, dann solltest Du Konzepte wie den Brexit verwerfen.

Das sollte eigentlich schon dadurch klar sein, dass ich von regionalem Handel (mit der EU) sprach.


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Brexit und danach?

gestern um 10:30
Johnson tut mal wieder alles, um zu verhindern, dass man die Wirtschaftsdaten auf den Brexit zurückführen kann.

Er ist gewählt worden, um die Menschen nicht zu bevormunden, und hat daher die "Sündensteuer" auf zuckerhaltige Lebensmittel abgelehnt. Jetzt führt er eine staatliche Kampagne zur Bekämpfung des Übergewichts - angeblich aufgrund seiner eigenen Erfahrungen in der Intensivstation. Rät aber auch den Bürgern dazu, auswärts essen zu gehen, um Restaurants zu unterstützen. Er will also auch hier den Kuchen haben und ihn auch noch essen.

Dann schließt er als einziger Regierungschef in Europa einen zweiten lockdown aus, nur um ihn kurz danach und wiederum als einziger für große Teile des Landes (in Nordengland) wieder zu verhängen.

Jetzt hat er zusätzlich noch Pläne, auch London abzuriegeln:
In Großbritannien erwägt Premierminister Boris Johnson, den Großraum London abzusperren, um einen zweiten nationalen Lockdown zu vermeiden. Wenn die Infektionsraten weiterhin steigen, könnten auch die Quarantäne-Regeln für Einreisende verschärft werden, wie der „Sunday Telegraph“ berichtet.
Quelle: https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/neue-rekordzahlen-who-warnt-vor-langwieriger-pandemie-16...

Vielleicht hätte er doch lieber Schutzkleidung über die EU bestellen sollen, dann wären die dortigen Probleme mit der Übersterblichkeit (bereits 65.000 seit Beginn der Pandemie) sicherlich auch nicht so aufgetreten.

Man fragt sich, wieviele U-Turns in seinem künftigen Management des Brexits noch kommen werden?


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Brexit und danach?

gestern um 15:38
Stichwort Umweltschutz, es ist sowieso eine Milchmädchenrechnung zu glauben das weniger Handel besser für die Umwelt sei. Denn Umweltschutz muss man sich letztenendes auch leisten können. Weniger Handel bedeutet weniger Wohlstand, bedeutet weniger Investition in Klima- und Umweltschutz. Man hat das ja schon sehr gut am EU-Corona-Budget gesehen, das vor allem beim Klimaschutz massiv gestrichen hat.


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