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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

48.595 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Flüchtlinge, Gesetze, Asyl ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

13.10.2015 um 12:23
@Deepthroat23
Es soll tatsächlich Menschen geben die aus folgendem Satz einige Informationen extrahieren können -.-
Bewaffnete Auseinandersetzungen waren für 92 Prozent der insgesamt 889 befragten Syrer zentraler Grund für die Flucht, wie die syrisch-deutsche Initiative "Adopt a Revolution" am Mittwoch in Berlin mitteilte.



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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

13.10.2015 um 12:23
@Deepthroat23
Sicher wird das wie so oft sein, die Akademiker oder gut ausgebildeten wollen eher gehen als die, die wirklich keine Perspektive in ihrem Heimatland oder sonstwo haben. Das ist ja DAS Problem an der deutschen Einwanderungspolitik im Allgemeinen. Deutschland ist (zumindest gefühlt) primär attraktiv für Menschen aus dem Ausland die wenig Perspektiven haben durch mangelnde Schulbildung etc. Dazu werden ja auch oft Statistiken zu türkischstämmigen gebracht, die akademisch Gebildeten verlassen das Land oder kommen gar nicht erst. Problemklientel bleibt und kommt.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

13.10.2015 um 12:32
@z3001x
Was verstehst Du nicht unter dem Wunsch in seine Heimat zurückzukehren zu wollen?
Ist das als Sofakomfortzionist nicht vorstellbar?


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

13.10.2015 um 12:36
@wichtelprinz
Welchen Wert hat ein Wunsch, der auf absehbare Zeit kaum zu erfüllen ist?

Und wie verändert sich so ein Gefühl, wenn man sich erst einmal jahrelang woanders aufhält?
Da wird die Fremde zur Heimat und die alte Heimat fremd und außerdem bleiben die Länder auch nach dem Krieg unsicher und zerstört.
Das macht die Rückkehr-Option ziemlich unrealistisch für einen großen Teil der Betroffenen, trotz "Wunsch".


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

13.10.2015 um 12:38
@FF
Bravo, jetzt haben wir einen neuen Begriff: "Flüchtlingsliberaler".
Das klingt, als fände man Flüchtlinge gut, man ist da ganz offen und findet, jedes Land solle seine Flüchtlinge haben, das sei quasi was ganz natürliches.
Wie zynisch.
trost102 v-TeaserAufmacher

Also wenn du dich selbst von diesem Begriff beleidigt fühlst und bemüht bist da nun auf Biegen und Brechen etwas Negatives hinein zu interpretieren, um irgendwas kritisieren zu können...bist du mit diesem Thema vielleicht emotional überfordert.

Denn eigentlich klingt das so, als ob man Flüchtlingen gegenüber sehr liberal ist...was meiner Meinung nach eine bemüht sachliche Umschreibung einer der beiden Diskussionsparteien ist. Insbesondere vor dem Hintergrund "eurer" Bezeichnungen für Menschen, die angesichts aktueller Probleme weniger liberal sind. Deine trotzige Empörung mag darum zwar zu meiner Unterhaltung, aber wenig zu einer sachlichen Diskussion beitragen.
Falsch: Es gab die "Willkommenskultur" bereits zuvor, nämlich ein Asylgesetz und entsprechende Behörden, Verfahren und Hilfen. Und auch Vereine, Privatpersonen, Rechtsanwälte, die sich für Flüchtlinge einsetzten.
Seit wann ist unser Asylgesetz eine "Willkommenskultur"? In diesen Gesetz erklären wir Hilfsbedürftigen helfen zu wollen - und nicht uns über ihre Ankunft zu freuen (-> Willkommen heißen -> "Willkommenskultur").

kind-113 v-videowebl

Im ersten Halbjahr 2015 wurden erhebliche Mittel in die Aufrichtung einer solchen Willkommenskultur investiert. Dabei bediente man sich diverser Mittel zur Beeinflussung:

- So wurde Medial meist das Bild von verfolgten Familien publiziert, die aufgrund ihrer Situation wirklich Hilfe brauchen.

- Die Mitläufer der Willkommenskultur wurden medial stets von ihrer besten Seite gezeigt.

- Daten, die eine anbahnende Überlastung und sonstige Probleme anzeigten wurden zurück gehalten oder beschönigt.

- Gegen Kritiker wurde medial und politisch massiv Stimmung gemacht (nach Begriffen wie "Pack" meine ich es objektiv als Hetze bezeichnen zu dürfen!).

Hier wurde auch von staatlicher Seite aus die öffentliche Meinung gelenkt...bzw. beeinflusst. Und das in einem Maße, daß es in einen Grenzbereich einer Demokratie hinein reicht.
Um Flüchtling zu sein, genügt es, vor Kriegshandlungen zu fliehen, egal ob Haus und Hof schon dran glauben mussten und egal, ob man persönlich verfolgt wurde. Es genügt völlig, einer im jeweiligen Landstrich unterlegenen Bürgerkriegspartei anzugehören. Niemand hat behauptet, dass jeder Flüchtling persönlich verfolgt worden wäre. Bloss machen solche Schicksale natürlich die Dringlichkeit der Lage deutlich: Andere flüchten, weil sie befürchten, verhaftet und gefoltert zu werden. Sollen sie warten, bis es so weit ist?
Die Mehrheit der Asylbewerber kommen aber NICHT aus Kriegsgebieten...sondern aus dem Balkan und haben darum in über 99% der Fälle keinen Anspruch auf Asyl. Das die Flüchtlingsliberalen trotz dieser Zahlen weiterhin versuchen ein Bild zu etablieren, wonach diese Asylanten alle unsere Hilfe brauchen, macht sie unglaubwürdig.

Und die Restlichen kommen aus Kriegsgebieten und haben Anrecht auf Asyl? Vielleicht. Das muß erstmal nachgeprüft werden, denn 80% ALLER Asylbewerber im ersten Halbjahr 2015 kamen ohne Pass nach Deutschland.

http://www.mdr.de/nachrichten/asylbewerber-ohne-ausweis100_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html (Archiv-Version vom 19.10.2015)

Dazu muß man wissen, daß man die Staatsangehörigkeit solcher Personen dann von Deutschland aus nicht so ohne Weiteres nachprüfen kann...und ohne festgestellte Staatsangehörigkeit kann man jemanden auch nicht abschieben. Wohin auch - man weiß ja nicht, wo er her kam. Darum ist der "Verlust" der Papiere vor allem für solche Asylbewerber sinnvoll, die eben NICHT aus Kriegsgebieten kommen und somit gleich wieder abgeschoben werden. Und die Tatsache, daß nur jeder Fünfte Papiere hat macht bei den momentanen Summen an Asylanträgen auch klar, warum unsere Behörden momentan so lange brauchen um die Anträge zu bearbeiten.

Dazu kommen die gefälschten Papiere. Syrier erhalten momentan in fast 100% der Fälle erfolgreich Asyl...dementsprechend hoch ist unter den Asylbewerbern aus sicheren Ländern das Interesse an syrischen Papieren. 750€ kostet ein ECHTER syrischer Pass sowas (hergestellt von einem syrischen Beamten) und dauert dann etwa 40 Stunden...danach bist du Syrier.

http://www.focus.de/politik/deutschland/750-euro-fuer-einen-falschen-pass-ploetzlich-ist-jeder-syrer-warum-fluechtlinge-mit-gefaelschten-papieren-leichter-ins-land-kommen_id_4955520.html

Am Bahnhof in Salzburg sitzt Mohammed, ein Flüchtling aus Syrien, und erzählt von sonderbaren Landsleuten. "Alle sagen jetzt, dass sie Syrer sind, doch viele stammen aus Pakistan oder dem Irak. Sie sehen nicht aus wie wir, sie sprechen nicht wie wir. Ganz ehrlich, nur zehn bis zwölf Prozent der Menschen, die hier sind, sind wirklich Syrer." Und tatsächlich bereitet unter den Zehntausenden Flüchtlingen, die in den vergangenen Wochen nach Deutschland gekommen sind, eine Gruppe den Sicherheitsbehörden zunehmend Sorge: Syrer, die gar keine Syrer sind.
http://www.zeit.de/2015/38/fluechtlinge-asyl-syrer-ausweise-faelschungen

Aber selbst, wenn es während dem Asylverfahren auffliegt wird der Scheinasylant anschließend nicht abgeschoben. Denn an diesem Punkt kann man ihm höchstens nachweisen kein Syrier zu sein. Aber woher kommt er dann wirklich?! Es folgt der Status der Duldung, weil man nicht weiß, wohin man ihn überhaupt abschieben sollte. Und diese Duldung ist nicht befristet - man kann lediglich versuch Druck auf den Probanten auszuüben, damit er vielleicht doch noch seine wahre Identität Preis gibt und das Abschiebeverfahren eingeleitet werden kann. Und man kann sich vorstellen, daß die Geduldeten darauf keinen Bock haben und die Kooperation verweigern. Unsere Möglichkeiten Druck aufzubauen sind sehr gering...denn man stößt dabei schnell an humanistische Grenzen.
Die Asylbewerber wissen das und auch wegen dieser liberalen Abschiebe-Quote ist Deutschland ein beleibtes Ziel für Asylbetrüger. Denn selbst wenn sie auffliegen, können sie nicht ohne Weiteres abgeschoben werden.
Und nein, es gibt auch sehr, sehr viele Bilder von jungen Männern ... anders wäre ja die Kritik, dass hauptsächlich junge Männer (mit Smartphones) flüchten, nie so populär geworden.
Natürlich gibt es das - (hauptsächlich) aber nicht auf Betreiben der Flüchtlingsliberalen. Das du deine Diskussionspartei nun mit den Gegendarstellungen der Kritiker schmückst um euch eine angebliche Objektivität aufs Gesicht zu schminken ist ja wohl ein Witz!

Erst jetzt - seit wenigen Wochen - beginnt der mediale Mainstream einzulenken, da dieses Kartenhaus schon längst am Zusammenfallen ist. JETZT werden schnell noch ein paar kritische Beiträge rausgeschossen, um dann im Nachhinein so zu tun, als hätte man es ja von Anfang an gesagt. ^^
"Kriminalisierung der besorgten Bürger" ... es ist nicht kriminell, rechts zu sein, fremdenfeindlich oder sogar rechtsradikal. Kann jeder zu Hause machen.
Diese "besorgten Bürger" sind aber nicht klassisch rechts und schon garnicht fremdenfeindlich oder rechtsradikal. Selbst heute, da laut Umfragen die MEHRHEIT der Deutschen mit der umgesetzten Asylpolitik unzufrieden ist...bläßt du noch in dieses Horn. Es bleibt billige Stimmungsmache - jener Populismus, den du bei deinen Gegnern ständig kritisierst.
Aber wenn auf Demos regelmässig ... nein: Immer! rechtsradikale Fahnen und Plakate auftauchen und rechtsradikale Organisationen sich zeigen, die Redner schon Verfahren wegen Volksverhetzung am Hals haben und so weiter, und wenn von den gemässigten rechten "besorgten Bürgern" dagegen so gar kein Protest oder gar Wiederstand kommt, dann muss man es als Betroffener schon aushalten, mit Rechtsradikalen identifiziert zu werden.
Und was hat dieses Horror-Szenario mit den 51% der Bevölkerungsmehrheit zu tun, denen die jetzige Asylpolitik Angst macht? Was hat das mit den Leuten zu tun, die schon vor einem halben Jahr Angst - aber noch nicht die Mehrheit hinter sich hatten...irrten die sich einfach aus Prinzip, weil sie zu wenige wahren?

Du suggerierst hier eine Realität, die SO nicht existiert...und verurteilst darauf fußend dann millionen Menschen. Die allermeisten Kritiker nehmen im Gegensatz zu deiner Realitätswahrnehmung NICHT an solchen Veranstaltungen teil.
Umso mehr, wenn in stichprobenartigen Interviews die Argumente deckungsgleich sind. Sorry, aber in der Politik, zumal in der Demokratie, kann man nicht den Platz zwischen den Stühlen/Kreuzchen besetzen.
Aber deine Argumente sind wiederrum deckungsgleich mit meinen - so werfe ich dem gemäßigten linken Spektrum mangelnde Distanz zu den roten Extremisten vor und bezeichne viele dieser "Gemäßigten" darum als Wölfe im Schafspelz.
Wenn uns diese gemeinsame Argumentation - über deren Übereinstimmung ich mich übrigens sehr freue - zu "Gesinnungsgenossen" macht...dann steckst du jetzt also folglich in der gleichen Schublade, in der du meine politischen Standpunkte einordnest. Wollen wir nochmal gemeinsam nachsehen, welche Schublade das war? "Kriminalisierung der besorgten Bürger" ... es ist nicht kriminell, rechts zu sein, fremdenfeindlich oder sogar rechtsradikal.

Ich persönlich distanziere mich von dieser Zuordnung - aber ich bin gespannt, wie du da jetzt raus kommst, da du ja vorgibst diese Argumente für logisch zu befinden, die dich dort platzieren. Allerdings will ich mich mal in Milde üben und dir einen kleinen Hinweis darauf geben, an welchem Punkt (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) du dich möglicherweise irrst:

HartzIV muss weg 95 Faust Quittung
Ich würde gerne mal wissen, wie beunruhigend das wäre, wenn wöchentlich alle Gewalttaten und alle sexuellen Übergriffe der BRD veröffentlicht würden. Ich meine alles, was so in Parks, Discos, Schulen, Kneipen, dunklen Seitenstraßen, Gefängnissen, Familien u.s.w. passiert.
Nüja...so im Großen und Ganzen passiert genau das. Durch die vielen Lokalblätter und sonstigen Medien. Natürlich nicht 100% vollständig - aber zumindest die gröberen Verbrechen werden wegen ihrem Schlagzeilen-Effekt sehr gerne publiziert. Und gerade bei den Asylbewerbern existiert ein solches Interesse im Moment, weswegen es eben einer gezielten Zurückhaltung von Informationen gleich kommt, darüber nicht im gleichen Umfang zu berichten.
Ich denke, da hat der Chef der Polizeigewerkschaft nicht richtig nachgedacht und nicht überlegt, dass ohne jegliche Relation und brauchbare Statistik eine solche Veröffentlichung die reinste Panikmache wäre.
Warum ist das denn Panikmache? An anderer Stelle beschwörst du unaufhörlich das Phänomen des "Lagerkoller" - folglich müssten selbst die Messerstechereien doch eigentlich ganz normal sein. Warum hat man angesichts dieser "selbstverständlichen Kriminalität in solchen Lagern" überhaupt jemals bestritten, daß es im Umfeld dieser Lager unweigerlich zu schlimmsten Verbrechen kommen wird - einschließlich der Vergewaltigung von Frauen und Kindern.

Du weißt sicher, daß ICH erhebliche Zweifel an dieser Erklärung für die auffällige Kriminalität in den Lagern habe. Dafür stehen die religiösen Motive bei vielen dieser Ausschreitungen...oder einfach die Art der Straftat selbst (in Hamburg verlangten Albaner von anderen Lagerbewohner eine "Duschgebühr").

http://www.welt.de/politik/deutschland/article147307178/Albaner-sollen-Duschgebuehr-verlangt-haben.html

Aber DIEJENIGEN, die auf diese These bestehen müssen doch erklären können, warum man kein Verständnis für die Angst der Nachbarn solcher Heimen und Lager hat...und wie es dazu kommen konnte, daß man anstatt des Verständnisses eine Stimmung der Kriminalisierung und Tabuisierung aufbaute.
Echt? Größer als zu RAF-Zeiten? Ich bin beeindruckt ... von der Rhetorik.
Nun...eigentlich ist das die Aussage vom Chef der Polizeigewerkschaft. Es schmeichelt mir aber trotzdem dich beeindruckt zu haben. :o)

http://www.dpolg.de/aktuelles/news/rainer-wendt-fluechtlingspolitik-ist-groesste-herausforderung-fuer-die-polizei/
Das ist wohl der hinkende Vergleich des Monats.
Auf Hooligans und deren Gewalttätigkeit hat man sich über Jahrzehnte grausamer, sogar tödlicher Fehler eingestellt: man trennt Fanblöcke, verbietet Flaschen und Alkohol im Stadion, stellt Tausende Polizisten jedes Wochenende ab, und wird trotzdem leider oft genug nicht Herr der Lage (siehe Stadionverbote für verschiedene Ultra-Fangruppen, Spiele vor leerem Stadion, Bußgelder ...).
Und mit Lagerkoller haben wir keine Erfahrung, weil es nur drei Tage lang die Wehrpflicht mit ihren Massenunterkünften gab und Frauenhäuser, Jugendheime, Zeltlager, Kreuzschiffe, Ölplattformen,...völlig neu sind. Andererseits ist dies noch nichtmal unsere erste Flüchtlingswelle hier in Deutschland - man munkelt, es hätte auch schon vorher Asylheime und -Bewerber gegeben.
Ja, man stelle sich mal vor. Und dann sei man beeindruckt, wie wenig die Flüchtlinge diese Situation ausnutzen.
So habe ich das noch garnicht gesehen. "Man darf von den wenigen Vergewaltigungen und Mordversuchen BEEINDRUCKT sein". Respekt.
Ähhh .... nein. Ist überhaupt nicht normal, die Situation, in der die Flüchtlinge sind. Ist nur total normal, dass es unter solchen unnormalen, sich immer mehr verschärfenden Umständen, zunehmend zu Ausrastern kommt.
Und "auffallende Kriminalität" hätte ich dann gerne mit vergleichbaren Menschen in vergleichbaren Situationen verglichen. Nicht die bekannte "Immigranten sind statistisch auffällig oft schwer kriminell"-These von Sarrazin aufgewärmt, bitte.
Ich hatte das Thema oben bereits gestreift. Wenn das normal ist...kannst du dann verstehen, daß niemand ein Asylheim (oder vergleichbare Massenunterkunft) in seiner Nachbarschaft haben möchte? Hatten wir da nicht schon vor 6 Monate "besorgte Bürger", die man damals aber als fremdenfeindlich bezeichnete? Dabei sind diese Massenschlägereien doch "nur total normal".

Ehrlich gesagt halte ich diese These weiterhin für fragwürdig - aber alle ihre Verfechter müssten heute doch eigentlich das Bedürfnis haben sich bei all den Nachbarn zu entschuldigen. :o)
Wenn die Ethnien zum Teil eben aufgrund von Spannungen unter den Ethnien auf der Flucht sind, ist es natürlich keine so tolle Idee, die Flüchtlinge dann zu zwingen, auf engstem Raum zusammen zu leben. Das selbe gilt für religiöse Gruppen.
Diese ethnischen Konflikte sind immer das direkte Produkt von Rassenhass - egal wie dieser Hass entstand. Seinen Nachbarn in der Flüchtlingsunterkunft zu hassen, weil er die gleiche Hautfarbe hat wie irgendwelche Verbrecher ist nach westlicher Ethik menschenfeindlich. Deine Versuche einen solchen Hass durch die (unterstellte) besondere Härte der vorangegangenen Ereignisse zu rechtfertigen, stellen ein gefährliches Signal der Differenzierungssbereitschaft und damit einhergehend einer Entkriminalisierung dar.

Plötzlich braucht der Rassist nur noch einen "nachvollziehbaren" Grund eine bestimmte Ethnie zu hassen. Und wenn die Schwester von zwei Syriern vergewaltigt wurde...

:o/
Ob es nun politische, religiöse oder ethnische Differenzen sind ... man kann den Flüchtlingen nicht auferlegen, das alles an den BRD-Grenzen hinter sich zu lassen.
Selbstverständlich kann man das! Wo kommen wir denn hin, wenn man das nicht verlangen dürfte - wo lebst du denn?
Auch das Erlernen von Toleranz braucht Zeit. Aber ich weiss: Nur ein perfekter Flüchtling, der das Grundgesetz auswendig kann und der keinerlei Vorurteile hat, ist ein willkommener Flüchtling. Wenn er ein Diplom hat.
Deutschland ist keine Erziehungsanstalt. Asylbewerbern, denen man nach deiner Darstellung, erst noch beibringen muß nicht zu töten oder zu vergewaltigen, sind hier nicht willkommen. Sie gefährden die Sicherheit der Bevölkerung - und denen gegenüber haben wir schließlich auch eine Verantwortung.
Russland, 90er Jahre. Plus Amputation von Gliedmassen und Genitalien.
Soll ich das raussuchen?
Und nochmal die Frage: Sind deshalb die Russen ein kriminelles Volk?
Lagerkoller scheint oft vor zu kommen...wenn der letzte größere Fall gerade mal 15+ Jahre alt ist und regional gerade mal ~1000km (?) entfernt.
... die monatelang darauf gedrillt wurde, die nach psychologischen Gesichtspunkten ausgesiebt wurde, die eine gemeinsame Aufgabe hat, und die täglich einen streng reglementierten Drill durchläuft? Kein Problem.
Schonwieder dieser "Drill" - wie drillt man Soldaten eigentlich darauf in Massenunterkünften zu leben? Zu meiner BW-Zeit sind wir lediglich stundenlang im Kreis marschiert - aber auf Feldbetten nebeneinander zu schlafen hatten wir da nie trainiert. Wie sieht denn dieser Drill aus...und warum macht man das nicht mit den Flüchtlingen?
Ach, übrigens ... auch in dem Film "Das Boot" bekommt einer Lagerkoller.
Ja, ALF war in der einen Folge auch total mies drauf...unter dem Druck dieser Fakten werde ich meine Ansichten jetzt erstmal neu sortieren.

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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

13.10.2015 um 12:39
@z3001x
Der Wunsch äussert zumindest das sie wegen eines bewaffneten Konflikts hier sind und nicht wegen dem tollen Sackgeld, Euch die Renten zu klauen oder sich schon planmässig in einem wirtschaftlich gut gestellten Land niederzulassen.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

13.10.2015 um 12:46
@wichtelprinz
Kann sein, dass in Deiner Wichtel-Welt Wunschvorstellungen und kindische Polemik massgeblich sind.
In der Realität halt nicht und bei der Flüchtlingen geht's schon drum was tatsächlich wird, und nicht zuerst was jemand fühlt und wünscht, obwohl es nicht zu realisieren ist.
Mit der Behauptung, es ging den Flüchtlingen überwiegend NICHT darum "planmässig in einem wirtschaftlich gut gestellten Land" niederzulassen, liegst Du einmal mehr komplett außerhalb.
Natürlich ist das einer der ersten Gründe für Auswahl von Deutschland als Aufnahmeland.
Selbst wenn sie gerne zurück wollen, wird das, was Syrien angeht, viele Jahre nicht möglich sein und in anderen Ländern auch nicht.
Also ist der Verweis darauf ein wenig für die Füsse.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

13.10.2015 um 13:24
@kakaobart
Zitat von kakaobartkakaobart schrieb:Die Mehrheit der Asylbewerber kommen aber NICHT aus Kriegsgebieten...sondern aus dem Balkan und haben darum in über 99% der Fälle keinen Anspruch auf Asyl. Das die Flüchtlingsliberalen trotz dieser Zahlen weiterhin versuchen ein Bild zu etablieren, wonach diese Asylanten alle unsere Hilfe brauchen, macht sie unglaubwürdig.

Und die Restlichen kommen aus Kriegsgebieten und haben Anrecht auf Asyl? Vielleicht. Das muß erstmal nachgeprüft werden, denn 80% ALLER Asylbewerber im ersten Halbjahr 2015 kamen ohne Pass nach Deutschland.
Die Mehrheit kommt aus Kriegsgebieten in Syrien, dem Irak und Afghanistan. Die Zahl derjenigen aus den Balkanländern betrug zeitweise etwa 40% ist aber seit geraumer Zeit stark rückläufig und wird weiter zurück gehen weil die letzten Balkanländer nunmehr zu sicheren Herkunftsstaaten erklärt wurden.

Die 80% ohne Pass sind eine reine Annahme...ebenso wie die 30% des Innenministers über die gefälschten Pässe, musste er ja auch zugeben. Natürlich ist es relativ leicht möglich, vor allem an der Sprache (Dialekt) Nordafrikaner von Syrern zu unterscheiden, außerdem sind die gefälschten Pässe nach ersten Meldungen recht einfach zu erkennen.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

13.10.2015 um 13:30
@z3001x
Tja ich sehs als kindisch naive an in einer Welt zu leben in der nicht seit Gestern unfriedlich ist und zu meinen das beträfe einem alles nicht, man habe damit gar nix zu tun und jeder bleibe schön bravdumm dort wo ihm die Granaten um die Ohren pfeifen, Hunger herrscht und sonst auch keine Sicherheit vorhanden ist. Jetzt kommen halt mit all den Gütern aus aller Welt auch mal die Menschen. Dachte man man könne sichs auf der Pirazeninsel gemütlich machen?


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

13.10.2015 um 13:41
Zitat von lawinelawine schrieb:Flüchtlinge genießen Schutz in D - daran sollte es keinen Zweifel geben und wegen mir braucht es keine statische Obergrenze.
Das sehen manche hier jedoch anders...
Zitat von lawinelawine schrieb:Wieso sagt keiner der Verantwortlichen: "Wir nehmen euch vorübergehend auf aber ihr müsst mit einer Rückführung rechnen. Wir wissen, dass das für euuch schemrzlich werden kann. Überlegt daher genau, ob ihr eure Heimat verlasst."
Glaubst du echt, dass eine solche Aussage auch nur einen Flüchtling dazu bringen wird, nicht sein Leben und oder seine Familie retten zu wollen?


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

13.10.2015 um 13:53
@Draiiipunkt0
Zitat von Draiiipunkt0Draiiipunkt0 schrieb:Glaubst du echt, dass eine solche Aussage auch nur einen Flüchtling dazu bringen wird, nicht sein Leben und oder seine Familie retten zu wollen?
Legen die denn nicht des Mittags kurz ihre Krummsäbel beiseite, um eine Runde Phoenix zu schauen?
Wie konnten die denn sonst von der "Asyl kennt keine Obergrenze"-Einladung erfahren :ask:


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

13.10.2015 um 17:22
Frontex hat gerade gemeldet das in diesem Jahr bereits 710.000 Menschen nach Europa geflüchtet sind. Im letzten Monat war der Flüchtlingsstrom sogar schon um 20.000 zurück gegangen. Hat wohl keiner so richtig Lust Weihnachten im Zelt zu verbringen.


710 000 MIGRANTS ENTERED EU IN FIRST NINE MONTHS OF 2015

The total number of migrants who crossed the EU’s external borders in the first nine months of this year rose to more than 710 000 with the Greek islands on the Aegean continuing to be the most affected by the unprecedented inflow of people. This compares with 282 000 recorded in all of last year.

In the month of September, the number of detections at EU’s external borders stood at 170 000 last month compared to 190 000 recorded in August.

http://frontex.europa.eu/news/710-000-migrants-entered-eu-in-first-nine-months-of-2015-NUiBkk (Archiv-Version vom 14.10.2015)


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

13.10.2015 um 17:37
Zitat von bitbit schrieb:710 000 MIGRANTS ENTERED EU IN FIRST NINE MONTHS OF 2015
so wenig?
deutschland alleine brauchte doch laut statistiken ~500.000 Einwanderer pro jahr um nicht zu schrumpfen.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

13.10.2015 um 17:52
@Nerok
Dann müßen wir halt die Lücken mit Südosteuropäern ausfüllen.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

13.10.2015 um 17:55
Zitat von FiernaFierna schrieb:Wie konnten die denn sonst von der "Asyl kennt keine Obergrenze"-Einladung erfahren
Na die haben Merkels Selfie bei Facebook gesehen, sofort alles stehen und liegen gelassen und sind losgeflüchtet...
So stellen es sich zumindest manche Asylskeptiker in ihrer blühenden Fantasie vor.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

13.10.2015 um 18:23
'Asylskeptiker'. Interessant. Was ist dann davon das Gegenteil? Dem Duktus Allmysterys nach müsste es sich um einen 'Asyl-Believer' handeln. Beides total bescheuerte Begriffe.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

13.10.2015 um 18:23
Zitat von Draiiipunkt0Draiiipunkt0 schrieb:Na die haben Merkels Selfie bei Facebook gesehen, sofort alles stehen und liegen gelassen und sind losgeflüchtet...
So stellen es sich zumindest manche Asylskeptiker in ihrer blühenden Fantasie vor.
Neinhein die kamen wegem dem hier:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article145792553/Der-Werbefilm-fuer-das-gelobte-Asylland-Germany.html

Wirklich "realitätsnah", meine Fresse. ;)


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

13.10.2015 um 18:38
Zitat von AgnodikeAgnodike schrieb:Neinhein die kamen wegem dem hier
Achso, sie haben also wegen eines Videoclips ihr Heimat verlassen.
Klingt natürlich viel überzeugender als die Selfie-Geschichte.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

13.10.2015 um 18:43
Hat wahrscheinlich Vieles dazu beigetragen unter anderem auch dieses Video. Schlepper haben auch so ihre Lügengeschichten u.u.u.u.u.u.

Nun gut, schauen wir uns die nächsten Wochen, Monate, Jahre an und hoffen wir, dass alles gut wird. :) @Draiiipunkt0


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

13.10.2015 um 18:48
@Agnodike
Tolles Video :) da wäre ich auch gekommen


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