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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

54.666 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Flüchtlinge, Gesetze, Asyl ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

um 12:03
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Ich würde meine Steuern besser in anderen Bereichen angelegt sehen.
verstehe ich durchaus, nur haben die ukrainischen Geflüchteten trotzdem nicht mehr auch wenn die Unterkunft mehr kostet.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

um 12:06
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:willst Du auch lieber im Hotel wohnen?
Für jemanden (also Flüchtling) der aus präkeren Lebensverhältnissen kommt, ist solch ein Leben ja nun sicherlich recht angenehm (im Vergleich zu vorher).

Was ich damit sagen will:
kein gutes Argument deine rhetorische Frage, bzw. dass du quasi - bezüglich der Unterkunft - Einheimische mit Flüchtlingen vergleichst.
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Ich würde meine Steuern besser in anderen Bereichen angelegt sehen.
genau.
Wenn Deutschland sich in punkto Asylpolitik mal bissel was von anderen Ländern abschauen würde - z.B. für Flüchtlinge die keinen Asylgrund haben, nur noch Sachleistungen und diese mit diversen Anreizen motivieren, das Land freiwillig zu verlassen (gestern wurden da Beispiele gepostet) - natürlich entsprechende Gesetzesänderungen
...
Dann hätten wir evtl gar nicht so viele Flüchtlinge dass diese nun auch schon in Hotels untergebracht werden müssen.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

um 12:16
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:verstehe ich durchaus, nur haben die ukrainischen Geflüchteten trotzdem nicht mehr auch wenn die Unterkunft mehr kostet.
Ne, die schütteln vermutlich mit dem Kopf warum man für die Unterkünfte Milliarden auf den Kopf haut anstatt das in militärische Hilfe für ihr Land.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

um 12:18
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Dann hätten wir evtl gar nicht so viele Flüchtlinge dass diese nun auch schon in Hotels untergebracht werden müssen
Vor allem zeigt es doch, wie verzweifelt man mancherorts schon ist, das man auf solche Mittel wie Hotels zurückgreift. Was mir in solchen Debatten wirklich fehlt, ist so ein Szenario-A-Modus Szenario-B Modus.

Einfach mal die Jahre ab 2015 durchlaufen lassen, aber ohne EU-Türkei-Abkommen, ohne Schließung der Balkanroute, ohne Asylpakete und dann in Ruhe nachsehen, wie weit Deutschland mit seiner Kapazität gekommen wäre.

Besonders interessieren würde mich wie lange die Schilder "Refugees Welcome, kein Mensch ist illegal" an den Bahnhöfen oben geblieben wären, wenn dort im Stunden-Takt Züge mit 100en neuen Asylbewerbern eingefahren wären und das über Wochen, Monate, Jahre. Gemessen an dem wer in der Welt asylberechtigt ist, finde ich das auch gar nicht utopisch. Das Potenzial für diese Massen wäre da, es scheitert an anderen Dingen, dass es Berechtigte nicht bis nach Deutschland schaffen.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

um 12:20
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Für jemanden (also Flüchtling) der aus präkeren Lebensverhältnissen kommt, ist solch ein Leben ja nun sicherlich recht angenehm (im Vergleich zu vorher).
naja ich denke die meisten ukrainischen Geflüchteten hatten vor dem Krieg nicht unbedingt beschissene Umstände....
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Was ich damit sagen will:
kein gutes Argument deine rhetorische Frage, bzw. dass du quasi - bezüglich der Unterkunft - Einheimische mit Flüchtlingen vergleichst.
:ask: es geht doch um die Kosten der Unterkunft, die sind hoch, weil ein Hotel angemietet wurde, ergo.....
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Dann hätten wir evtl gar nicht so viele Flüchtlinge dass diese nun auch schon in Hotels untergebracht werden müssen.
ach komm, es ist doch hier hinreichend aufgezeigt, dass man Unterkünfte geschlossen hat, teilweise schliessen musste......und "auch schon" ist auch falsch, denn Geflüchtete werden nicht erst neuerdings in z.B. Hotels untergebracht.
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Ne, die schütteln vermutlich mit dem Kopf warum man für die Unterkünfte Milliarden auf den Kopf haut anstatt das in militärische Hilfe für ihr Land.
ich denke, sie sind erst einmal froh, sicher untergebracht zu sein.
Zitat von VoussoirVoussoir schrieb:Vor allem zeigt es doch, wie verzweifelt man mancherorts schon ist, das man auf solche Mittel wie Hotels zurückgreift. Was mir in solchen Debatten wirklich fehlt, ist so ein Szenario-A-Modus Szenario-B Modus.
das ist nix Neues, dass Geflüchtete so untergebracht werden
Zitat von VoussoirVoussoir schrieb:Einfach mal die Jahre ab 2015 durchlaufen lassen, aber ohne EU-Türkei-Abkommen, ohne Schließung der Balkanroute, ohne Asylpakete und dann in Ruhe nachsehen, wie weit Deutschland mit seiner Kapazität gekommen wäre.
wozu?


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

um 12:25
Zitat von VoussoirVoussoir schrieb:Einfach mal die Jahre ab 2015 durchlaufen lassen, aber ohne EU-Türkei-Abkommen, ohne Schließung der Balkanroute, ohne Asylpakete und dann in Ruhe nachsehen, wie weit Deutschland mit seiner Kapazität gekommen wäre
wie wahr.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:naja ich denke die meisten ukrainischen Geflüchteten hatten vor dem Krieg nicht unbedingt beschissene Umstände
darum geht's nicht.
Es war deswegen kein guter Vergleich, weil jeder Flüchtling, der aus Gründen flüchten muss, es in einem Hotel besser hat als in einem Flüchtlingslager.
Hier sagst du es selbst:
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ich denke, sie sind erst einmal froh, sicher untergebracht zu sein.
Deshalb war das hier kein gutes Argument:
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:willst Du auch lieber im Hotel wohnen?
verstehe nach wie vor also nicht, was diese Frage implizieren sollte.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

um 12:26
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:willst Du auch lieber im Hotel wohnen?
Nicht kochen müssen, nicht putzen müssen, freies WLAN, eine hochwertige Einrichtung. Klar tausche ich da.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

um 12:28
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:wozu?
Was mir fehlt, ist eine Debatte, die bei den Kapazitäten anfängt statt bei der Haltung. Nicht Landes-Fläche, die haben wir, sondern günstiger Wohnraum, Sozialwohnungen, Kita- und Schulplätze, Verwaltung. Wer diese Zahlen nicht kennt, sollte mit den moralischen Plakaten zumindest warten, bis er sie kennt.

Aufnahmebereitschaft ist nämlich keine Charakterfrage, ich wünsche mir auch dass es allen Menschen auf der Welt besser geht und keiner flüchten muss, sondern in seiner heimat bleiben kann.
Es ist aber eine Kapazitätsfrage. Wo die überzogen wird, zahlt jemand die Rechnung, d.h. steigende Mieten, wachsende Sozialausgaben u.v.m. Dazu haben wir jetzt noch Ränder, die sich radikalisieren. Das ist kein Argument gegen Aufnahme, sondern man kann sie nur so konservativ dimensionieren, dass sie gesellschaftlich trägt. Und das tut sie nicht, sonst hätten wir nicht 10 Jahre später so eine dermaßen veränderte Parteinlandschaft.
Zitat von BerlinerLuftBerlinerLuft schrieb:Nicht kochen müssen, nicht putzen müssen, freies WLAN, eine hochwertige Einrichtung. Klar tausche ich da.
Ich frage mich welche Anreize andere Hotels aus dieser Preiskategorie jetzt noch haben überhaupt Touristen und Geschäftsleute zu beherbergen. Warum sollte ich als Hotellier einen Leerlauf riskieren, wenn ich eine stabile Vollauslastung mit gesicherter Bilanz vom Staat haben könnte.
Ein paar Hotels werden dann sicher noch Touris aufnehmen, aber die werden dann teuerer in diesem Szenario, weil der Markt ja dann kleiner ist. Es ist genau das gleiche Problem wie mit dem Wohnraum der sich verknappt.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

um 12:34
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ich denke, sie sind erst einmal froh, sicher untergebracht zu sein.
Ich denke, die wären froh wenn ihr Land sich ausreichend verteidigen könnte und der Krieg lange beendet worden wäre.
Das funktioniert aber nur bedingt, wenn man Geld falsch priorisiert. Und teure Unterkünfte sind eben falsch angelegtes Geld, die meisten Ukraine dürften sich nach ihrem zu Hause sehnen und nicht nach einem Dach über dem Kopf in Deutschland.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

um 12:39
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Es war deswegen kein guter Vergleich, weil jeder Flüchtling, der aus Gründen flüchten muss, es in einem Hotel besser hat als in einem Flüchtlingslager.
:ask: wir reden hier aber eben nicht von Flüchtlingslagern, sondern von der Unterbringung Geflüchteter hier in Deutschland. Also ist wohl eher schlecht, jetzt von Lagern zu labern.
Zitat von BerlinerLuftBerlinerLuft schrieb:Nicht kochen müssen, nicht putzen müssen, freies WLAN, eine hochwertige Einrichtung. Klar tausche ich da.
dazu gehört aber auch, Heimat verlassen, weil da Krieg ist, Kriegstraumata, Verwandte, Freunde, normales Leben zurücklassen müssen und darauf angewiesen sein, dass Du irgendwo aufgenommen wirst und sicher bist. Das vergessen so einige offenbar
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Ich denke, die wären froh wenn ihr Land sich ausreichend verteidigen könnte und der Krieg lange beendet worden wäre.
Das funktioniert aber nur bedingt, wenn man Geld falsch priorisiert. Und teure Unterkünfte sind eben falsch angelegtes Geld, die meisten Ukraine dürften sich nach ihrem zu Hause sehnen und nicht nach einem Dach über dem Kopf in Deutschland.
ja klar, nur ist das eben nicht allein von Deutschland abhängig und so lange die Menschen somit flüchten, müssen sie aufgenommen und untergebracht werden


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

um 12:43
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:dazu gehört aber auch, Heimat verlassen, weil da Krieg ist, Kriegstraumata, Verwandte, Freunde, normales Leben zurücklassen müssen und darauf angewiesen sein, dass Du irgendwo aufgenommen wirst und sicher bist. Das vergessen so einige offenbar
Ich wüsste nicht woeso in meinen Fall, denn ich hab dir auf deine pauschale frsge eine pauschale Antwort gegeben.

ja klar, nur ist das eben nicht allein von Deutschland abhängig und so lange die Menschen somit flüchten, müssen sie aufgenommen und untergebracht werden.

Und wer sagt das das Deutschland sein muss?


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

um 12:47
@BerlinerLuft
könntest Du mein Zitat kenntlich machen? Danke.
Zitat von BerlinerLuftBerlinerLuft schrieb:Und wer sagt das das Deutschland sein muss?
sage ich das denn? Oder warum fragst Du mich das?


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

um 13:02
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:denn Geflüchtete werden nicht erst neuerdings in z.B. Hotels untergebracht.
Dem stimme ich zu. In meiner Heimatstadt hat man dies schon vor Jahren gemacht..

https://www.wz.de/nrw/wuppertal/arthotel-in-wuppertal-soll-ein-weiteres-jahr-als-fluechtlingsunterkunft-genutzt-werden_aid-100909187

Die Kosten konnte ich jetzt nicht ermitteln, aber der Hotel Betreiber wird schon seinen Schnitt gemacht haben. Das Problem sind die in Wuppertal ständig klammen Haushaltskassen, das hat Tradition.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

um 13:09
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Die Kosten konnte ich jetzt nicht ermitteln, aber der Hotel Betreiber wird schon seinen Schnitt gemacht haben. Das Problem sind die in Wuppertal ständig klammen Haushaltskassen, das hat Tradition.
Die Sache hat zwei Seiten. Es ist am Ende völlig egal, was das Hotelzimmer kostet, wie groß das Zimmer ist und ob einmal täglich das Bett gemacht und vom Personal die Bremsspuren aus der Kloschüssel entfernt werden, oder eben auch nicht. Denn was beim Wort "Hotel" im Zusammenhang mit Asyl ankommt, ist dass der Staat sich richtig ins Zeug legt, damit es den Leuten gutgeht. Während andere zur Tafel gehen und hoffen, dass die Waschmaschine noch ein Jahr durchhält.
Deshalb geht die Diskussion darüber, wer am Ende tatsächlich mehr hat, am völlig Punkt vorbei. Wirksam ist nicht die Bilanz, sondern das Bild.


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Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden?

um 13:14
Zitat von VoussoirVoussoir schrieb:Wirksam ist nicht die Bilanz, sondern das Bild.
Das Bild welches sich mir aufdrängt ist, der Staat und damit letzten Endes auch die Kommunen, sind immer noch überfordert mit der Anzahl von Flüchtlingen rsp. Asylsuchenden. Und das wird sich auch so schnell nicht ändern. Siehe Ceuta..

Es könnte sich etwas entspannen wenn man nur die Ausreisepflichtigen endlich zurück in ihre Heimat schicken würde. Der Fall in Köln ist dafür nicht das beste Beispiel und passt entsprechend ins Bild.

Ebenso passt ins Bild der Koranschreier aus Witten/Ennepetal, wovor sich scheinbar schon die Arge-Angestellten fürchten.


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