ApexOne schrieb:Wenn ein Staat das nicht kann, dann ist es kein Staat, sondern ein Witz.
Darüber hinweg setzen will man sich trotzdem, nur ausbaden sollen es andere, was dann noch den angenehmen Nebeneffekt hat, dass man anschließend über genau diese anderen klagen und sich dabei noch als der Bessere fühlen kann, ohne selbst irgendwelche Argumente zu bringen, siehste ja hier gut im Chatverlauf.
Gesetze sind ja auch irgendwie die schriftliche Anerkennung von gesellschaftlichen und auch räumlichen Grenzen, die einfach da sind. Ich gebe gerne eine Analogie, nicht jeder kann am Königssee wohnen, nicht nur weil ein Amt es verbietet, oder weil es besonders teuer ist, sondern weil Berge, Wälder und Wasser den Platz belegen. Was tun wir aber nun wenn jemand fordert, dass alle das Recht haben sollten zu wohnen wo sie wollen und alles dafür tun, dass eine möglichst große Menge genau das bekommt? Legen wir den See trocken und roden den Wald? Platz ist danach reichlich und in der Altmark kann man ja dann anteilig nachforsten, dort will ja eh keiner wohnen. Übrig bleiben die Berge als letzte Schranke, aber zur Not lässt sich hier und da sicher auch noch was wegsprengen. Was haben wir am Ende? Einen Ort, der für niemanden mehr Heimat ist, für die Alten nicht und für die Neuen erst recht nicht. Aber hauptsache man hat Platz geschaffen.
Interessant wäre, ob denen, die hier weiterhin ablenken, beim Blick auf zehn Jahre Asylpolitik auffällt, wie weit sich die Positionen nun schon bewegt haben. Was 2015 als nicht durchsetzbar galt und mit einem "ist halt so" abgetan wurde, gilt heute längst nicht mehr und sicher würde niemand mehr, mit einigen wenigen Ausnahmen, alles nochmal genau so machen. Es ist aus meiner Sicht nur bedauerlich, dass alle die damals meinten, ein Weiter-so verändere das gesellschaftliche Klima zum Schlechteren, birgt Sicherheitsrisiken usw. so ziemlich richtig lagen.