Optimist schrieb:hier im Thread geht's aber immer noch um Asylbewerber und nicht um Migranten.
Flüchtlinge und Asylbewerber werden i.d.R. als Migranten bezeichnet, und diese sind in dem Tool oben gemeint.
Optimist schrieb:Abahatschi hatte es schon mal richtig erklärt, dass es ja auch sehr darauf ankommt, was sie dann verdienen und wieviele dann noch aufstocken müssen, also abhängig sind.
Nein, das war nicht richtig, denn primär kommt es darauf an, wie viele einzahlen. Je weniger es sind, desto weniger geben die Rente her - desto länger muss man arbeiten oder prozentual mehr einzahlen.
Man kann nicht pauschal sagen, dass Asylbewerber immer schlechter verdienen (viele sind ja Ärzte usw.) und - auch wenn natürlich die Schwierigkeiten größer sind, weil man oft erstmal die Sprache lernen muss - und deshalb weniger verdient wird, bereits der Mindestlohn ausreicht, dass die Beiträge über das Leben gesehen klar im Plus sind. Wenn dann jemand anders mehr verdient, liegt das an der ganz einfachen Rechnung, dass auch wieder mehr Jobs entstehen. Einfaches Beispiel ist ein Restaurantmanager, der ohne das Personal für das Restaurant, gar nicht den konkreten Job hätte. Oder ein Lehrer, der ohne Zuzug von kinderreichen Familien - gar keine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt hätte. Durch die Zuwanderung steigen also die Beiträge in der Gesamtgruppe der Erwerbstätigen.
Sicherlich gibt es unter den Flüchtlingen Frauen, die am Ende ihres Erwerbslebens dann doch Grundsicherung beziehen, aber diese haben dann meist mehrere Kinder großgezogen - was für die Demographie ebenfalls günstig ist.
Optimist schrieb:und andererseits über Kontingente Einwanderung in den Arbeitsmarkt gefördert werden
Das ist Unsinn, denn es gibt keine Kontingente, sondern schlicht nur sehr wenige Menschen aus Drittländern, die - hauptsächlich wegen der Sprache, aber auch wegen der Rechtsaußenparteien - nach Deutschland zum dauerhaften Arbeiten kommen. Würdest du denn eine Sprache, sagen wir Spanisch, komplett neu erlernen - wenn du noch nicht mal den Vorteil des besseren Wetters hättest, um dort zu leben? Eben. Man kann Menschen aus Drittländern nicht durch Kontingente zwingern, hierher ihren Lebensmittelpunkt zu verlegen.
Yoshimitzu schrieb:Und da kommen immer wieder Leute, die erklären wollen, warum etwas *nicht* geht. Obwohl es sonst überall auf der Welt so gemacht wird, und früher auch in Deutschland.
Wo geht was entweder früher in Deutschland, was aktuell nicht geht? Und mit anderswo auf der Welt, meinst du, dass Nachkriegsdeutschland die Menschenwürde zum Verfassungsgrundsatz hat, andere Länder in dieser Form aber nicht?