Warden schrieb:Man muss den MAGA-Kult einfach sich selbst fressen lassen bzw. bis dahin so gut wie es geht damage control, also Schadensbegrenzung betreiben.
Das wäre auch die richtige Einstellung und so ist es nicht, die EU scheint ein Stück weit das auch so zu beherzigen.
Mit Wadephul hat man auch endlich mal wieder einen Außenminister, der die Lage vor Ort richtig einschätzen kann. Nicht umsonst ist er vor dem Kanzler nach Washington gereist, um die Lage zu sondieren, um mal vorzufühlen, was der Kanzler kann und was nicht.
Was MAGA betrifft, so hat sich Trumps Sekte selbst gefressen, an dem Tag wo sie BBB (Big beautiful Bill) auf die USA losgelassen hatten.
Starke Steuererleichterungen für Unternehmen und Wohlhabende, Sozialkürzungen für ärmere und höhere Militärausgaben,
kann auch alles hier nachgelesen werden.Mit anderen Worten, die zwei größten Kostenpositionen im US-Haushalt,
werden weiter stetig zunehmen. 1,2 Billionen für die Zinsen der Schulden, fast eine Billion für den Verteidigungshaushalt. Also etwa 20% der Steuereinnahmen und das vor BBB.
Zum Vergleich in D. sind es etwa 30 bis 40 Milliarden für die Zinsen und etwa 72 Milliarden für Verteidigung (mit momentanem Sondervermögen), also grob überschlagen 10 bis 12%. Mit BBB könnte es am Ende auf 25% oder gar 30% ansteigen.
Es ist schon seltsam, dass ausgerechnet die, welchen den größten Wohlstand versprochen haben ("goldene Zeiten", "nationale Befreiung", usw...), die größten Wohlstandsvernichter sind.
Nun ja, .... die Sowjetunion brach ja zusammen wegen ihrer gewaltigen Verteidigungsausgaben und weil sie am Ende Bankrott waren (die Bevölkerung war zwar nicht im kapitalistischen System, aber international galt nach wie vor der Kapitalismus) und der Westen hatte ja gesiegt.... ach wirklich? Tatsächlich gesiegt, oder bricht nur etwas später zusammen?
Warden schrieb:Würden die Pläne allerdings aufgehen und die EU gespalten werden bzw. implodieren, dann sähe es düster aus. Das wäre aber am Ende im Kern eher unsere eigene kollektive Schuld weil wir es als Europäer zulassen und mit uns machen lassen, inklusive Primärschuld der hier lebenden Spalttreiber die den Keil noch reinhauen um ihren europäischen Brüdern und Schwestern zu schaden, nur weil es Propagandisten und Spalter aus USA und Russland vorgeben.
Würden die Pläne aufgehen, werden
alle uns zerpflücken wie warmes Brot. Was die USA betrifft, so würde es etwa ablaufen wie beim Brexit. Was wurde denen von Trump alles versprochen ("wonderfull agreement"), sobald der Brexit durch war, wusste er von nichts mehr und stattdessen gab es am Ende "nur" 10% Handelszölle und Putin selbst drohte dem Ex-Prämier Boris Johnson damit ihm "wehzutun" (
"Boris, ich will dir nicht wehtun, aber mit einer Rakete würde es nur eine Minute dauern.").
Warden schrieb:Ein Trumpeltier im weissen Haus fährt markant den Karren vor die Wand in Saus und Braus.
Was er verheimlicht, 2025
wird das Wachstum in etwa bei 2,5 bis 3 Prozent liegen, was zu wenig ist. Es müsste, um die Schulden auszutarieren bei 4% liegen und das für die nächsten 20 Jahre, mindestens für 10 Jahre, sonst war es ein Satz mit x.
Die viel wichtigere Frage: Was lernen wir denn daraus?
Ja sicher, Fanatiker sollte man nicht wählen, was aber noch?
Begonnen hat der ganze Schlamassel in den USA viel früher mit dem 11. September und der massiven Aufrüstung. Da blieb nicht mehr viel übrig für andere Sachen und alle wurden fanatischer. Verstehe ich bis heute nicht, außer einem Riesenberg von Schulden, zwei verlorenen großen militärischen Abenteuern und mittlerweile religiösen Fanatikern im eigenen Haus hat es denen nicht viel eingebracht. Und ändern können sie es einfach nicht mehr.
Grob geschätzt durch
beispielsweise diesen Zahlen zufolge, hängen 4 bis 5 Millionen Jobs direkt und indirekt vom hohen Militärbudget ab. Mindestens, wenn wir von 25 bis 30% für Militärausgaben ausgehen, sind es etwa 600 000 bis 700 000
alleine direkt in der Luftverteidigung.Hmm.... diese armen Trottel!
Ich schreibe ja nicht, dass man nach dem 11. September gar nichts hätte tun sollen, aber zumindest sich mal kurz hinsetzen und überlegen, was man denn genau erreichen will und was man tun muss um das zu erreichen, zumindest darüber hätten sie sich Gedanken machen sollen. Das ganze hat auch einen Namen:
SMART-Methode, die auf alles übertragen werden kann, sofern man mit vorhandenen realen Möglichkeiten arbeitet.