gagitsch schrieb:Danke für deine Recherche. Aber Geld hat ja erstmal nichts mit der Wirkung auf Bürger zu tun? Oder doch? In den USA halte ich das für möglich....
Doch, es hat alles damit zutun!
Geld sorgt für psychologisch, im besten Fall bis ins Detail durchkonzipierte Kampagnen. Slogans und Reden werden jja nicht einfach "aus dem Ärmel" geschüttelt. Die werden unter diversen Gesichtspunkten (Zielgruppe, Stil, etc.) entworfen und durchaus auch wohl getestet. Nur mal 3 Dinge zur Vedeutlichung was ich meine:
Werbezeiten kosten Geld, jje nach Zeitpunkt der Werbung, Reichweite der Sender und eben auch Sender ansich. Werbung ist aber eh schon allgegenwärtig, weswegen ein Spot am Tag untergeht. Sprich man muß nachhaltige Aufmerksamkeit generieren und das geht nur durch Wiederholung. Und ein Spot für alle reicht auch nicht da jede Region unterschiedliche Themenschwerpunkte innerhalb der anvisierten Region haben wird. Also je mehr Geld desto mehr Werbezeiten, desto mehr Aufmerksamkeit
Man braucht Internetauftritte, die müssen gepflegt werden, inkl. Mailverteiler. Auch hier kann man nicht einfach was hinklatschen und gut ist, auch hier muß diversifiziert werden. Und auch das geht ins Geld.
Dazu sind Giveaways und Telefonmarketing auch heute nicht tot! Und bei ersteren bin ich mir sicher, das der einfache Kugelschreiber nicht mehr so angesagt ist. Letzteres ist wieder so eine Sache der Wiederholung, dabei aber den Punkt treffen, bei dem sich der Angerufenen "umsorgt" und nicht belästigt fühlt!
Liveauftritte vor Ort, große Hallen kosten Geld und das wohl nicht zu knapp. Die brauchst du aber um Massen zu erreichen. Und solltest vorzugsweise niciht unbedingt daran sparen denn diese Auftritte vermitteltn Gefühle, Zusammenhalt mit Gleichgesinnten, "persönliche" Ansprache durch den Kandidaten. Ist wie der Unterschied, sich ein Livekonzert im TV anzuschauen oder eben auf dem Konzert selber zu sein!
Alles und jedes was du machst oder brauchst, um Wähler zu interessieren, sie dann zu überzeugen und abschließend seine Stimme auch wirklich zu bekommen kostet Geld. Und durch die 24/7/365 Verfügbarkeit von Nachrichten und Co. ist die Aufmerksamkeitsspanne der Menschen gesunken, vergl. die Präsenzdauer von Skandalen in der Presse. Dadurch ist es eben schwerer und folgegend teuerer geworden, einen Kandidaten und besonders seine Themen in der öffentlichen Wahrnehmung zu halten.
Also ja, wenn auch nur indirekt, Geld wirkt auf die Bürger. Auch wenn der letzte Wahlkampf (siehe meinen Link zu Zeit.de in meiner "Recherche") nicht durch "mehr Geld" entschieden wurde, lt dem Bericht hat Harris mehr Geld eingeworben als Donnie.