Zitat von frauZimtfrauZimt schrieb:Das "stabile Genie" wird schon einen Ausweg finden.
Ich glaube nicht.
Trumps Rechnungen gehen einfach nicht auf.
Den Konsum anheizen durch schuldenfinanzierte Investments, das haben schon andere versucht.
Zitat von frauZimtfrauZimt schrieb:In der Hinsicht muss man sich um die USA nicht sorgen.
Um die USA?
Um die sorge ich mich nicht. Die haben den Mann immerhin mit Gloria und Trommelwirbel gewählt. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen... da lässt ein Mann aus Frust vor der Wahlniederlage das Capitol erstürmen und .... wird zum Dank wiedergewählt. <= Was soll man dazu nach schreiben...

Es ist der Dominoeffekt um den ich mich sorge, der würde dann auch hier gnadenlos einschlagen.
Wirtschaftlich korrelieren wir sehr stark mit den USA.

Geht jetzt tief in die Wirtschaft:

Wenn Kredite ausfallen, worüber läuft das Bilanztechnisch? Über das Eigenkapital.
Was ist nun heutzutage Eigenkapital? Nicht irgendwelche Gelder irgendwo in irgendeinem Tresor gelagert, nicht irgendwelche Goldbarren oder ähnliches, es ist die Summe aller angelegten Gelder die dem Unternehmen oder der Person gehören.
Bank bekommt Dein Geld ausgeliehen (Konto anlegen, Sparbuch, etc. etc.), Bank verleiht Dein Geld über einen Kreditvertrag. Fällt nun aber dieser Kredit aus, so kann die Bank nicht zu Dir sagen "Pech gehabt!", sondern sie muss das das über ihr Eigenkapital abrechnen. <= Allgemein das womit eine Bank ihr Geld verdient: Dein Geld bekommen, zu sagen wir mal 2% anlegen, Dein Geld verleihen zu sagen wir mal 4% Zinsen. Die Differenz zwischen Anlegen und verleihen ist ihr Verdienst.

Bleiben wir jedoch bei "Fällt nun aber dieser Kredit aus, so kann die Bank nicht zu Dir sagen "Pech gehabt!". Nun können Banken das nicht ewig machen, sie können das, stand jetzt nur mit etwa 8% ihrer geliehenen Gelder machen.
Was aber wenn das Eigenkapital aufgebraucht ist? Dann gilt gnadenlos Bankrott. Sollten die Bankeigentümer dennoch etwas anderes machen, so wandern die für mehrere Jahrzehnte in den Bau.

Und nochmal: Das Geld ist nicht irgendwo in irgendeinem Tresor, es ist angelegt, meist in Form von Krediten, Aktien, Immobilien, Beteiligungen usw. und so fort.
Jetzt bleiben wir bei einem ganz einfachem Beispiel:
Angenommen, die Finanzmärkte vertrauen den US-Anleihen nicht mehr?
Dann sinkt ihr Wert.
Waren es vorher 10 Milliarden in US-Anleihen, dann sind es nun sagen wir mal 8 Milliarden. Und wenn nun das Eigenkapital zu 10 Milliarden angelegt wurden in US-Anleihen, so hast Du Eigenkapital nun im Wert von 8 Milliarden (-20%).
Wenn dann noch Unternehmen ausfallen, Kredite ausfallen usw. dann steht die Bank irgendwann ziemlich blöd da, dabei spielt es keine Rolle ob die 100 Milliarden an Gelder verwalten, oder 100 Billionen, wenn kein Eigenkapital mehr vorhanden zum Auffangen, dann gilt Bankrott. 2008 geschehen mit Lehmann Brothers, womit die Krise ausgelöst wurde.

Die Folge wäre ein sogenannter Bank-Run.
Da bringen dann auch die etwa 1200 Tonnen deutsches Gold nichts (momentan etwa 120 Milliarden?), im Gegenteil, würde Trump diese beschlagnahmen, würde das nur noch mehr Öl ins Feuer gießen, wie @Desperadoo bereits angeschrieben hatte.

2008 mussten alle Staaten zusammengenommen mehrere Billionen an Schulden aufnehmen und sich massiv dagegenstemmen, damit die Wirtschaft nicht flöten geht, heutzutage wäre das doch etwas anders, denn damals waren die USA nicht so massiv verschuldet und es galt nicht "America first." Im Moment gibt es keine Anzeichen dafür, jedoch die Akteure der Finanzmärkte sind vergleichbar mit Rehen: Sobald Panik ausbricht, sind die alle von einer Sekunde auf die andere weg. Zumal der Mensch schon lange nicht mehr der Hauptakteur ist auf den globalen Finanzmärkten, es ist schon lange beherrscht von KI.