Die verbündeten Stiefelleckerstaaten der USA - Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Oman, Katar - haben Trump gesagt: „Wenn ihr den Iran angreift, wird das für euch einen riesigen Wirtschaftsschaden bedeuten. Das wird die Region destabilisieren, und der Iran wird hier alles in Brand setzen."
Die Golfstaaten haben Trump also - bevor es die Pläne gab, den Iran anzugreifen - dringend davon abgeraten, den Iran anzugreifen. Sie haben ihm genau das Szenario vorhergesagt, was jetzt mit der Straße von Hormus passiert, dass er das Regime nicht zu Fall bringen wird und dass die Iraner die US-Basen in den gesamten Golfstaaten bombardieren werden.
Da die Amerikaner ihre imperialistischen Interessen mit Wirtschaftskrieg nicht mehr gut durchsetzen können, setzen sie jetzt - seit Trump 2 begonnen hat - auf eine militärische Durchsetzung ihrer Interessen.
Das Problem dabei ist nur, dass der Plan, China damit zu schaden, nicht so richtig aufgeht, denn der Einfluss Chinas wird dadurch in keiner Weise kleiner. Im Gegenteil.
Für uns ist das Problem, dass das US-amerikanische Terrorregime, dieser abartige Kolonialstaat, der nur Tod und Zerstörung über die Welt bringt, nicht einfach untergehen wird, ohne noch weiter zu eskalieren. Das ist für uns tatsächlich ein Problem - vor allem, wenn sich die europäischen Staaten entscheiden, sich an die Seite des untergehenden Imperiums zu stellen, wonach es derzeit noch aussieht. Wobei man immer wieder sieht, dass es in vielen Einzelentscheidungen, und gerade auch bei wirtschaftlichen Entscheidungen, doch immer mehr eine Abkehr von diesem Imperium gibt.
Für China läuft es indes wirklich gut, und das nehmen natürlich auch die Amerikaner wahr und überlegen sich, was sie dagegen tun können.
Da in Amerika aber ein faschistisches Regime an der Macht ist, kennt es nur ein Mittel der Macht:
Wenn eine Strategie nicht funktioniert, dann war sie wohl nicht gewaltvoll genug.Rechte glauben nie, dass eine Strategie vielleicht zu gewalttätig war. Sie fangen nicht an, ein paar Schritte zurückzugehen, zu reflektieren und sich eine andere Strategie zu überlegen.
Vielmehr sind Rechte im Grunde ziemliche Fanatiker mit esoterischen Überzeugungen und esoterischen Erklärungen für die Welt. Sie sagen dann so etwas wie: "Okay, wenn das jetzt nicht gereicht hat, dann brauchen wir wohl mehr davon."
Deswegen ist diese rechte Ideologie des Rechts des Stärkeren, diese sozialdarwinistische Ideologie der Konkurrenz und des Niederringens von feindlich gesinnten Kräften - wie auch immer diese ausgestaltet sein mögen - letztlich ein Todeskult.
Rechte haben keine Lösungen für die Probleme, und die eskalativen Lösungen, die sie haben, führen immer nur zu noch mehr Problemen. Und wenn diese eskalativen Lösungen zu mehr Problemen führen, sagen sie nicht: "Okay, mein eskalatives Mittel hat dazu geführt, dass die Probleme größer geworden sind", sondern sie sagen: "Ich habe nicht genug eskaliert."
Das sieht man auch in Deutschland. Die Gewalt gegen Geflüchtete nimmt immer weiter zu. Man wird immer autoritärer, immer restriktiver, es gibt immer mehr Repression usw. Aber die Probleme lösen sich nicht, sondern sie werden immer schlimmer und schlimmer.
Und dann sagt man nicht: "Oh, vielleicht sollten wir Menschen menschenwürdig behandeln. Dann werden sie nicht krank und können sich vielleicht auch in die Gesellschaft einbringen", sondern man sagt: "Wir waren noch nicht brutal genug. Wir müssen noch brutaler sein. Wir müssen noch brutaler gegen den Arbeitslosen sein. Wir müssen noch brutaler gegen den Flüchtling sein. Wir müssen noch brutaler gegen Minderheiten sein."
In der Konsequenz führt diese Logik natürlich irgendwann in eine Vernichtung, die wie auch immer aussehen kann, und dann auch in eine Selbstvernichtung. Denn man setzt damit eine Spirale der Gewalt in Gang, an deren Ende alles in Flammen steht, und die Menschen, die diese Spirale der Gewalt unterstützt und ausgelöst haben, werden am Ende mit in den Abgrund gezogen.
Deswegen ist die rechte Ideologie auch ein Todeskult, weil sie sich am Ende selbst von der Klippe stürzen. |
Das Problem ist, dass die USA das zweite Imperium der Menschheitsgeschichte ist, das in seinem Niedergang Atomwaffen besitzt.
Das erste Imperium war die Sowjetunion. Allerdings hat sich das sowjetische Imperium friedlich abwickeln lassen. Es hat sich mit der gesamten Annäherung an den Westen - also mit der Auflösung der Sowjetunion und der Souveränität der zuvor in die Sowjetunion eingegliederten Staaten - friedlich abwickeln lassen.
Die USA wird sich nicht friedlich abwickeln lassen. Und das ist tatsächlich etwas komplett Neues in der Menschheitsgeschichte. Das gab es noch nie.
Dass Imperien aufsteigen und irgendwann zerbrechen, ist ganz normal. Dass Imperien irgendwann zu groß werden, ihr riesiges Gebiet nicht mehr kontrollieren können, die Kosten zu hoch werden, sie immer weiter an Einfluss verlieren, die Währung irgendwann Probleme bekommt und dann alles wieder in sich zusammenfällt - all das können wir in der Menschheitsgeschichte immer wieder beobachten.
Ein nuklear bewaffnetes Imperium vom Ausmaß der USA gab es allerdings noch nicht.
Und das ist sehr, sehr bedrohlich und mit riesigem Abstand das größte Sicherheitsrisiko für die Menschheit im 21. Jahrhundert. Amerika ist viel gefährlicher als Russland, der Iran oder sonst irgendein anderes Land.
Für die amerikanischen Ölkonzerne hat sich der Krieg gegen den Iran richtig gelohnt. Das muss man schon sagen. Das einzige Problem ist, dass die Ölkonzerne und die Rüstungskonzerne enorm davon profitieren, aber für die restliche Wirtschaft ist es nicht gut, denn für sie bedeutet das teurere Energie, unsichere Verhältnisse - zum Beispiel in der Landwirtschaft -, teureren Dünger, teurere Rohstoffe, unterbrochene Lieferketten und all das.
Für die restliche Wirtschaft ist das tatsächlich nicht gut, aber für diese beiden sehr wichtigen Wirtschaftszweige bedeutet es hohe Gewinne. Diese hohen Gewinne sind allerdings auch Kosten, denn die großen Profite der Rüstungsindustrie beispielsweise bezahlt der Steuerzahler, und diese riesigen Profite der Ölkonzerne bezahlt ebenfalls der Steuerzahler - also wir alle. Wir zahlen das an der Tankstelle, beim Einkaufen usw.
Das heißt: Die Profite, die die dort erzielen, sind die Kosten, die wir haben. Die Profite des einen sind immer die Kosten des anderen. Deswegen ist der Krieg gegen den Iran auch sehr unpopulär in den USA. Es ist der unpopulärste Krieg, den die USA seit langer, langer Zeit geführt haben - wenn nicht sogar überhaupt der unpopulärste Krieg jemals. Denn ziemlich klar ist zu erkennen, dass die USA verlieren, und weil es negative Auswirkungen auf die amerikanische Zivilbevölkerung in vielfältiger Weise hat. |