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Unabhängige Presse - Lügenpresse

194 Beiträge, Schlüsselwörter: Politik, Wahrheit, Medien, Betrug, Lüge, Vertrauen, Presse, Lügenpresse

Unabhängige Presse - Lügenpresse

25.07.2019 um 09:52
abberline schrieb:Guter Journalismus lebt davon, dass die Artikel sachlich und wertfrei informieren. Im Artikel selbst sollte keine Meinung des Schreibers oder der Schreiberin auftauchen, hierfür gab es immer die Kommentar Rubrik. Im besten Fall pro und contra.
Da gibt es schon noch ein paar Schattierungen und unterschiedliche Formate.
Viele Medien sind halt auch zu der Erkenntnis gelangt, dass niemand mehr die Tageszeitung und erst recht nicht Magazinartikel für die reinen Fakten braucht.
Mindestens eine "gefärbte Brille" erwartet sicher auch die jeweilige Leserschaft.

Es ist aber in der Tat problematisch, wenn sich das verselbstständigt und nicht mehr Fakten Grundlage der Meinungsbildung sind. Das zieht sich ja eh schon durch bis in die Politik. Grüne Leser wollen nun mal hören, dass Gene und Atomkraft böse sind.
Ich würde aber meinen, dass die Qualitätsmedien im Großen und Ganzen schon noch die Kurve kriegen.

Man sieht allerdings an den Kommentaren in einigen Online-Angeboten, dass tatsächlich viele Artikel überhaupt nicht mehr richtig gelesen werden und nur noch die Überschrift (die Zeitungs-Schreiber meist nicht mal selbst machen) bewerten.
Wenn z. B. die WELT bewusst polarisiert, ist das manchmal eine Gratwanderung; man hat gelegentlich den Eindruck, das ist in erster Linie Clickbait, um den Schwarm verblödeter Kommentar"schreiber" anzulocken und zu binden.

Möglichwerweise sind immer weniger Menschen in der Lage, Artikel, die über Facebook hinausgehen, verstehend zu lesen. Eine gewisse Grund-Dummheit ist in manchen Sparten auch den Journalisten nicht abzusprechen.
Es ist insgesamt sicher nicht unangebracht, sich ein paar Sorgen zu machen.


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25.07.2019 um 09:56
annabea schrieb:Die Studie beschreibt in sich bereits den deutlichen methodischen Mangel, dass sie selbst wahrscheinlich nicht repräsentativ sei.
Es gibt nicht nur eine Studie. Die Schlussfogerungen sind recht einheitlich über Jahre hinweg. Du kannst natürlich Gegenstudien bzw. Belege bringen. Oder vielleicht doch nicht?

Wäre es problematisch für dich wenn die Studien zuträfen?
Hier von SPON
Was die politische Überzeugung angeht, sind die Zahlen eindeutig. Nach einer der größten Studien zum Thema, 2005 durchgeführt vom Hamburger Institut für Journalistik unter 1500 Journalisten aller Gattungen, verteilt sich die politische Sympathie der im Meinungsgeschäft Tätigen wie folgt:

Grüne: 35,5 Prozent,
SPD: 26 Prozent,
CDU: 8,7 Prozent,
FDP: 6,3 Prozent
Sonstige: 4
keine Partei: 19,6 Prozent.

Dem bürgerlichen Lager neigen also gerade mal 15 Prozent der in Deutschland arbeitenden Journalisten zu.


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25.07.2019 um 10:00
@epikur
Ist aber nicht das Problem der Grünen wenn sich kaum ein Konservativer sich für Medienberufe intressiert.


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25.07.2019 um 10:08
Hayura schrieb:@epikur
Ist aber nicht das Problem der Grünen wenn sich kaum ein Konservativer sich für Medienberufe intressiert.
Ne das wäre das Problem von den Bürgern die sich von diesen Journalisten nicht
corky schrieb:überheblich, belehrend.
erzogen werden wollen.

Aber ein Schritt nachdem anderen. Es gibt scheinbar faktenresistente die die Studien anzweifeln.


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25.07.2019 um 11:01
epikur schrieb:Es gibt scheinbar faktenresistente
Ohja , die gibt es epikur .
Ist eigentlich ganz witzig , war es doch unsere Linke Presse die die nazijunta in der Ukraine hochgejubelt hat .
Verrückte Welt wa mit faktenresisten Mitbürgern . Welcome


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25.07.2019 um 11:22
jedimindtricks schrieb:epikur schrieb:
Es gibt scheinbar faktenresistente
Ohja , die gibt es epikur .
Ist eigentlich ganz witzig , war es doch unsere Linke Presse die die nazijunta in der Ukraine hochgejubelt hat .
Verrückte Welt wa mit faktenresisten Mitbürgern . Welcome
Geh doch auf die Studie ein Anstatt offtopic abzugleiten. Versuch es mit Zahlen und Belegen, dann musst du auch nicht schwafeln.

Btw demnach hätte die Sowjetunion nicht mit Hitler paktieren dürfen. Die SU wäre dann wohl nicht links. Bitteschön.


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25.07.2019 um 11:30
epikur schrieb:Geh doch auf die Studie ein Anstatt offtopic abzugleiten.
Wurde schon getan , hast du als faktenresist abgeschmettert . Dabei bewegst du dich auf dünnem Eis.
Insgesamt liegt allerdings nicht viel empirisches Datenmaterial zur politischen Einstellung und zur Parteinähe von Journalisten vor.



Allerdings kommen Forscher auch zu dem Ergebnis, dass die Wahrnehmung der Berichterstattung durch die eigene Meinung oft verzerrt wird.



Das liegt zum Beispiel daran, dass Journalisten laut empirischen Studien ihr eigenes Medium rechts von der eigenen Position verorten.
epikur schrieb:Versuch es mit Zahlen und Belegen,
Es liegt nix empirisches vor die unsere Presse links grün (versifft) verortet , auch nicht die Studien aus dem Jahre 1993, 2005 und 2010.


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25.07.2019 um 11:34
epikur schrieb:Was die politische Überzeugung angeht, sind die Zahlen eindeutig. Nach einer der größten Studien zum Thema, 2005 durchgeführt vom Hamburger Institut für Journalistik unter 1500 Journalisten aller Gattungen, verteilt sich die politische Sympathie der im Meinungsgeschäft Tätigen wie folgt:

Grüne: 35,5 Prozent,
SPD: 26 Prozent,
CDU: 8,7 Prozent,
FDP: 6,3 Prozent
Sonstige: 4
keine Partei: 19,6 Prozent.

Dem bürgerlichen Lager neigen also gerade mal 15 Prozent der in Deutschland arbeitenden Journalisten zu.
jedimindtricks schrieb:Es liegt nix empirisches vor die unsere Presse links grün (versifft) verortet , auch nicht die Studien aus dem Jahre 1993, 2005 und 2010.
Das stand so in SPON. Bring mal Ansatzweise ein Studie das dem widerspricht, dann sehen wir weiter. Komm mit Belegen nicht mit Entschuldigungen.

CDU 8,7 Prozent. Das sollte dir schon was sagen.


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25.07.2019 um 11:50
Wenn sich eine Gesellschaft polarisiert, werden Medien das auch tun, insbesondere die, die nicht von uns allen in riesiger Höhe zwangsalimentiert werden.

Tatsächlich geschehen auf der Welt auch zunehmend Dinge, die man nicht in das Uraltraster (Russe böse, Ami gut) oder umgekehrt pressen kann.

Ich halte es tatsächlich für möglich, die Aktion von Frau Rackete aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln zu bewerten. Da muss nicht automatisch derjenige, der seine Meinung äußert, ein rechter Wutbürger oder linksgrünversifft sein.

Zu den Bezahlmedien sind ja noch die zahllosen Nichtbezahlmedien, wie hier das Forum, Blogs, youtuber, Facebook Seiten etc gekommen. Hier kann man ein buntes Bild der Realität abrufen. Die Gefahr besteht aber darin, sich nur die Medien anzuschauen, die die eigenen Vorurteile bestärken.

Manche klicken eben gerne auf 'ausreisepflichtiger Marokkaner belästig wiederholt liebeswerte Rollstuhlfahrerin', andere klicken gerne auf 'antifaschistische lesbische Flüchtlingshelferin rettet Kätzchen'.

Daher können wir auch was tun: Uns hier weiterhin austauschen ohne uns gegenseitig plattzumachen und im Gespräch bleiben, von linksgrünversifft bis Wutbürger und damit immerhin auch mal andere Meinungen lesen. Die lesen sich aber umso besser, je weniger Polemik drin ist.


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25.07.2019 um 12:51
sacredheart schrieb:Daher können wir auch was tun: Uns hier weiterhin austauschen ohne uns gegenseitig plattzumachen und im Gespräch bleiben, von linksgrünversifft bis Wutbürger und damit immerhin auch mal andere Meinungen lesen. Die lesen sich aber umso besser, je weniger Polemik drin ist.
Es würde reichen, wenn die Leute deutlich kritischer mit Quellen umgehen würden und sich über die Mechanismen der Medienwirtschaft zu informieren. Es kann jetzt schließlich nicht die Lösung sein irgendwelche fragwürdigen News-Blogs zu konsumieren und dann zu erwarten man würde so ein umfassendes Bild von der Realität erhalten.


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25.07.2019 um 13:16
@paranomal

Ist ein Aspekt, wenn man aber immer nur das Wasser aus einer Quelle trinkt, dann nützt auch eine gewisse innere Distanz dazu nichts.

Wenn mich ein Thema wirklich mal besonders interessiert, dann schaue ich mir diverse als seriös bekannte Medien dazu an, aber auch Meinungen manchmal sogar von tendentiellen Anbietern, dann aber gerne aus völlig konträren Blickwinkeln.

Dann kann man sich auch als Unbeteiligter so halbwegs eine Meinung bilden.

Tatsächlich sind ja auch vermeintliche Qualitätsmedien nicht vor Fehlern gefeit, wie durch den Spiegel Mitarbeiter, der jahrelang frei erfundene Stories lanciert hatte oder immer wieder gerne genommen: Die Hitler Tagebücher.

Es lohnt sich ja auch immer zu überlegen: Warum recherchiert hier jemand. Wenn ein Herr Wallraff im Billigfernsehen Skandale in Krankenhäusern, bei Firmen und Restaurants aufdecken will, entsteht ja auch für ihn ein gewisser Druck, dann auch mal Skandale zu finden. Die Sendung wird ja abgesetzt, wenn der 4x hintereinander konstatiert: Ne, alles gut.

Die aktuellen Sicherheitsverschärfungsarbeiten am Bundestag werden ja auch verschieden bewertet, einheitliche Bewertung ist aber: Die Politiker bringen dadurch mehr Distanz zwischen sich und den Souverän, sprich den Bürger.


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25.07.2019 um 22:22
Ich glaube nicht an die Existenz einer Lügenpresse. Die Medien werden auch nicht zensiert. Die Medien werden ebenfalls nicht kontrolliert. Das einzige, was passiert, ist, dass zu viele Journalisten aus dem gleichen Milieu stammen und daher oft die gleiche Meinung vertreten, was bedeutet, dass in vielen Medien nur eine einseitige Sichtweise vorherrscht. Konkret bedeutet dies, dass eine extrem große Anzahl von Journalisten aus der Mittelschicht kommt und daher die Probleme zum Beispiel eines einfachen Arbeiters nicht wirklich verstehen kann. Dies macht sich insbesondere bei der Berichterstattung über Ostdeutschland für mich bemerkbar.
Bei 85 Prozent der Journalisten in deutschen Redaktionen sind die Väter Beamte, Angestellte oder Selbstständige, nur 9 Prozent kommen aus einem Arbeiterhaushalt, ergaben Studien. Und beinahe alle Journalisten orientieren sich bei ihrer Berichterstattung an den Meinungen und Einschätzungen ihrer Kollegen.
https://www.deutschlandfunk.de/vielfalt-im-journalismus-ohne-stallgeruch-ist-es-schwierig.2907.de.html?dram:article_id=3...


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26.07.2019 um 13:57
Jebneet schrieb:aus dem gleichen Milieu stammen und daher oft die gleiche Meinung vertreten, was bedeutet, dass in vielen Medien nur eine einseitige Sichtweise vorherrscht.
Wie würdest du deren Sichtweise beschreiben?


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26.07.2019 um 17:57
sacredheart schrieb:aber auch Meinungen manchmal sogar von tendentiellen Anbietern, dann aber gerne aus völlig konträren Blickwinkeln.
Ich meinte hier nicht die NZZ oder Focus Online, sondern eher so Abfall wie Philosophia Perennis und co.


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27.07.2019 um 07:28
sacredheart schrieb:Die lesen sich aber umso besser, je weniger Polemik drin ist.
und das ausgerechnet von Dir. ich bin erstaunt.


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30.07.2019 um 08:08
@Jebneet

Eine direkte Lügenpresse sehe ich auch nicht.

Wenn man sich aber die auch vom BVerfG kritisierte Zusammensetzung des Rundfunkrates anschaut kann man sicher davon ausgehen dass die beksnntesten Nachrichtenformate schon eine Hofberichterstattung darstellen.


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30.07.2019 um 08:20
Ein anderer Aspekt ist, dass früher jede größere Zeitung Korrespondenten in Bonn, Berlin etc hatte. Heutzutage läuft vieles aus Kostengründen über Presseagenturen, deren Artikel übernommen und ähnlich in unterschiedlichen Zeitungen zu lesen sind.
Dass Zeitungen hingegen eine bestimmte Ausrichtung hatten, gab es ja schon immer.


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30.07.2019 um 09:18
abberline schrieb:Ein anderer Aspekt ist, dass früher jede größere Zeitung Korrespondenten in Bonn, Berlin etc hatte. Heutzutage läuft vieles aus Kostengründen über Presseagenturen, deren Artikel übernommen und ähnlich in unterschiedlichen Zeitungen zu lesen sind.
Das hat weniger mit Kosten zu tun sondern ist in der Nachfrage begründet.
Die Menschen wollen vollkommen unmittelbar informiert werden (natürlich ihrer Interessen bzw Meinung spezifisch) und nehmen dabei auf Qualität keine Rücksicht.
Die überall grassierende Medieninkompetenz und die Unfähigkeit mit dem "Überangebot" im digitalen Zeitalter umzugehen, bedingt dann auch noch, dass sich Nachrichtenportale dem Vorwurf der Vertuschung ausgesetzt sehen, wenn sie sich diesem Trend nicht beugen.

Natürlich hast du recht, dass man für diese Dienstleistung dann auch absolut nichts und wieder nichts bezahlen möchte.

So bleibt einem eig gar nicht viel übrig, als die Mitteilungen der Presseagenturen ohne merkliche Eigenleistung rauszuhauen, wenn man konkurrenzfähig bleiben möchte.
Eigene Recherche verkommt da zu einem Inselaspekt des Journalismus.


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30.07.2019 um 09:31
@Whoracle
Nicht nur das, auch die persönlichen Kontakte, die ein guter Journalist früher hatte, gehen verloren. Klar gibt es sowas vereinzelt noch, aber vieles ist doch oberflächlicher geworden durch u a. die von Dir genannten Dinge. So Leute wie Scholl-Latour zb, die jedes Land der Welt bereisten, mal eben so ziemlich alles und jeden persönlich kannten... und das schon bevor diese Leute auf der politischen Weltbühne auftauchten.
Heute unbezahlbar, zu langfristig, muss schnell gehen blabla


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30.07.2019 um 14:00
abberline schrieb:So Leute wie Scholl-Latour zb, die jedes Land der Welt bereisten, mal eben so ziemlich alles und jeden persönlich kannten... und das schon bevor diese Leute auf der politischen Weltbühne auftauchten.
Heute unbezahlbar, zu langfristig, muss schnell gehen blabla
Ich denke Geld ist da, insbesondere durch GEZ. Für Relotius fantastereien ist sicher genug Geld vorhanden. Ich würde sagen, es geht mehr um die Agenda und die Ideologie. Solche Leute wie Scholl-Latour sind doch mittlerweile ziemlich aus der Mode. Sie gelten als reaktionär und altmodisch und sehr unpostmodern und deswegen ungewollt.

Wer seine 20 plus Gender nicht durchdeklinieren kann, gegen offene Grenzen ist, die Klimakatastrophe das in 12 Jahren kommt, relativiert, kriegt kein Fuss durch die Türe ausser im Ausland bei der NZZ.

Das könnte sich aber im Laufe der Zeit ändern, siehe andere europäische Staaten.


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