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Rassismus

18.155 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Rassismus, AFD, Migranten ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Rassismus

16.07.2020 um 10:39
@abberline

Und der Beitrag ist von 2013, zumal die Art, wie die Umbenennung erfolgen sollte, "Sinti und Roma Schnitzel" wirklich lächerlich erscheint. Nur waren das die erdachten Namen des Zentralrates. Ist der heute noch mit den selben Personen besetzt wie damals?

Was die Namen betrifft, man hätte ja auch nicht das erst dümmste in den Raum werfen müssen. Zumal es bis heute keine wirkliche Ächtung gibt und diese Namen eh noch sehr verbreitet sind, trotzt aller Diskussionen.
Die Bezeichnung „Zigeuner“ erfährt im deutschen Sprachgebrauch zunehmende Ablehnung. Zumindest bis zur Jahrtausendwende hat diese Ablehnung der Verwendung des Begriffes der Verwendung als Wortbestandteil in Gastronomie wie Lebensmittelindustrie keinen Abbruch getan.[5] In der Verwendung des Begriffes wird in der Fachwelt ein unausgewiesener „Geschmack der Freiheit“ wie auch ein „Beigeschmack der Diskriminierung“ gesehen, im Gegensatz etwa zum „Negerkuss“ folgte aber keine umfassende Ächtung des Begriffs.[6][7] Als Alternativbezeichnung für das Gericht wurden bislang die Begriffe „Paprikaschnitzel“,[8] was in der kulinarischen Fachsprache aber bereits ein anderes Grundrezept bezeichnet, oder „Balkanschnitzel“[9] in die öffentliche Diskussion getragen.

Nachdem ein Forum der Sinti und Roma in Hannover die Hersteller von „Zigeunersoßen“ aufgefordert hatte, diese umzubenennen, weil der Begriff diskriminierend sei, entschied sich die Stadt Hannover im Spätsommer 2013, das Gericht künftig in ihren städtischen Kantinen nicht mehr unter der Bezeichnung Zigeunerschnitzel anzubieten,[10][11][12] sondern als „Schnitzel Balkan-Art“ oder „Schnitzel Budapester Art“.[13] Ein Jahr später nannte der Soziologe Wolfram Stender die zurückliegende öffentliche Berichterstattung „ein Lehrstück darüber, wie schäbig mit der Minderheit der Sinti und Roma auch heute noch umgegangen wird“.[14]
Quelle: Wikipedia: Zigeunerschnitzel#Begriff und Begriffskritik


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16.07.2020 um 10:45
@kontermann

Für die Rom in New York ist klar, sie ist eine Rom. In Wirklichkeit ist aber ein Überbegriff gestohlen worden. Ein Sinto oder ein Lovari ist kein Rom. In Ungarn haben sie den Überbegriff "cigány", von Nicht-Cigány auch als abwertender Begriff verwendet. Trotzdem heißt der selbstverwaltete Kultur- und Bildungsverband der Roma und Lovari in der südungarischen Stadt Pécs immer noch "Cigány Kulturális és Közművelődési Egyesület".

http://www.ckke.hu

Auch in Großbritannien ist der Umgang mit dem Begriff "Gypsy" als Selbstbezeichnung noch üblich. Mal einer der berühmtesten britischen Rom im Originalton. Ron Wood:
All my family back to the 1700s were water Gypsies. My brothers and me, we were the first ones to be born on dry land. All the rest of them were born on barges in the canals.'

They were, he says, 'not the thieving Gypsy type. They were working Gypsies. My dad was transporting raw materials in the war. My dad was called Timber, and I was Young Timber.
Quelle: https://www.theguardian.com/music/2007/aug/26/popandrock.art


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16.07.2020 um 10:48
@Narrenschiffer

Es geht aber hauptsächlich um den Begriff im deutschsprachigen Raum, wenn ich nicht irre. Den Link habe ich nur geteilt, weil es angesprochen wurde. Auf Menschen in anderen Ländern und wie die damit umgehen, habe ich keinen Einfluss. Aber ich kann mein eigenes Verhalten ändern dahingehend und das Wort im deutschen einfach nicht mehr benutzen. Ist gar kein Problem :)


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16.07.2020 um 10:50
Zitat von kontermannkontermann schrieb:Es geht aber hauptsächlich um den Begriff im deutschsprachigen Raum
Ich habe auf den von dir verlinkten Artikel über New York geantwortet, das bekanntlich nicht in Deutschland liegt und auch nicht dem deutschsprachigen Raum zugezählt wird.

Rassismus (Seite 812)


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16.07.2020 um 13:34
Trotzdem waere es nett, wenn hier eines Tages die Diskussion ueber diverse Bezeichnungen und deren Verteidigungskaempfe hinausgehen wuerde. Mir haengt das "Zigeunerschnitzel" samt "Negerkuss" zum Hals raus. Ich finde die staendigen Wiederholungsschlaufen ermuedend. Kann man nicht mal was Spannenderes diskutieren?

Zum Beispiel:

Rassismus ist keine Einbahnstraße!

Gerne auch was anderes, oder muss das hier so sein?


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16.07.2020 um 16:01
Zitat von MokaEftiMokaEfti schrieb:Trotzdem waere es nett, wenn hier eines Tages die Diskussion ueber diverse Bezeichnungen und deren Verteidigungskaempfe hinausgehen wuerde. Mir haengt das "Zigeunerschnitzel" samt "Negerkuss" zum Hals raus. Ich finde die staendigen Wiederholungsschlaufen ermuedend. Kann man nicht mal was Spannenderes diskutieren?
Das kann ja gerade auch die Absicht sein: Demokratie und Meinungsfreiheit durch Generve, Penetranz und Lautstärke einschränken zu wollen. Taktik: Ermüde und zermürbe diejenigen -wenn du sie schon nicht überzeugen oder unterdrücken kannst- mit Phrasen wie, "das sollte jetzt aber langsam durch sein", "darüber besteht doch hoffentlich Einigkeit", "das müssen wir hoffentlich nicht mehr diskutieren" etc.
Da wo diese Einigkeit besteht, braucht man sie nicht einfordern. In Dingen wie freier Meinungsäußerung und pauschalen Wortverboten, kriegt man diese Einigkeit mit mir aber nicht, weil ein freier Sprachgebrauch die Basis dafür ist, die gesellschaftlichen Belange besser regeln zu können, die in ihrer Robustheit und Endgültigkeit weit über den bloßen Informationsaustausch hinausgehen.


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16.07.2020 um 16:22
Zitat von TripaneTripane schrieb:Taktik: Ermüde und zermürbe diejenigen -wenn du sie schon nicht überzeugen oder unterdrücken kannst- mit Phrasen wie, "das sollte jetzt aber langsam durch sein", "darüber besteht doch hoffentlich Einigkeit", "das müssen wir hoffentlich nicht mehr diskutieren" etc.
Nee, hier im Thread funktioniert das eher von der anderen Seite, wo jedes Mal wenn irgendwo in Deutschland eine Mohrenstraße umbenannt werden soll, die immer gleiche Diskussion wieder aufgebracht wird.

Mit dem immer wieder kehrenden erstaunten "Wie, seit wann ist Mohr denn ein rassistisches Wort?"

Erst danach kommt "Das sollte jetzt aber langsam mal durch sein" ;-)


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16.07.2020 um 16:27
Zitat von TripaneTripane schrieb:In Dingen wie freier Meinungsäußerung und pauschalen Wortverboten, kriegt man diese Einigkeit mit mir aber nicht, weil ein freier Sprachgebrauch die Basis dafür ist, die gesellschaftlichen Belange besser regeln zu können, die in ihrer Robustheit und Endgültigkeit weit über den bloßen Informationsaustausch hinausgehen.
Ich denke, auf sogenannte "Wortverbote" braucht man nicht eingehen.
Was für Wortverbote existieren denn zum Topic?


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16.07.2020 um 16:31
@Groucho

Das ändert nichts an meiner Aussage.
Aber genau das meinte ich nämlich: Penetranz und Nervigkeit "der hat zuerst, deswegen darf ich jetzt mehr und öfter..." sind sicher -wie gesagt- eher ermüdende, penetrante Methoden sich durchzusetzen. Qualitativ sind sie aber nicht erste Sahne.


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16.07.2020 um 16:36
Zitat von TripaneTripane schrieb:Das ändert nichts an meiner Aussage
Doch, das ändert eine ganze Menge.
Aber ich denke, dieses Meta-Gequatsche ist hier sowieso ot, damit solltest du in einen Philosophie Thread oder so...


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16.07.2020 um 16:52
Zitat von TripaneTripane schrieb:Ermüde und zermürbe diejenigen -wenn du sie schon nicht überzeugen oder unterdrücken kannst- mit Phrasen wie, "das sollte jetzt aber langsam durch sein"
So schwarz sehe ich das auch wieder nicht. Man kommt freiwillig hierher, um mit Menschen ins Gespraech zu kommen, mit welchen man sonst nicht unbedingt ins Gespraech kommt. Das ist doch erstmal eine schoene Sache, die aber je tiefer es an das Eingemachte geht, schnell kompliziert werden kann. Es gibt einfach wenig gemeinsame Eckpfeiler. Also verlangt das hier, dass man seine eigene Position auch mal in Frage stellen muesste. Das ist aber leider nicht so einfach wie geschrieben.

Meiner Meinung hat es etwas mit unser aller Bequemlichkeit zu tun. Man nimmt sich die Zeit dafuer, aber eben nur um sein eigenes Spiegelbild wiederzuerkennen und die anderen geflissentlich abzuwehren.
Zitat von TripaneTripane schrieb:Da wo diese Einigkeit besteht, braucht man sie nicht einfordern. In Dingen wie freier Meinungsäußerung und pauschalen Wortverboten, kriegt man diese Einigkeit mit mir aber nicht, weil ein freier Sprachgebrauch die Basis dafür ist, die gesellschaftlichen Belange besser regeln zu können, die in ihrer Robustheit und Endgültigkeit weit über den bloßen Informationsaustausch hinausgehen.
Die Einigkeit ist meist ja nur kurzweilig. Mir geht es nicht um einen gemeinsamen Konsens, auch nicht um Anpassung. Mir geht es darum, dass ich mich selbst in einer authentischen, ernstgemeinten Konfliktkultur besser weiterentwickeln kann, als im ewigen oberflaechlichen Hin und Her um irgendwelche Begriffe. Das hat natuerlich auch seine Richtigkeit, aber es geht leider selten darueber hinaus.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Aber ich denke, dieses Meta-Gequatsche ist hier sowieso ot, damit solltest du in einen Philosophie Thread oder so...
Also wieder zurueck zum "Zigeunerschnitzel"?.


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16.07.2020 um 16:53
Gerade Dinge, die man weder widerlegen kann, noch akzeptieren will, versucht man besonders gerne als ot abzufertigen.

Aus meiner Sicht kann man es aber tatsächlich gerne erst mal wieder dabei bewenden lassen. Von Zeit zu Zeit halte ich es jedoch schon für sinnvoll, gewisse grundsätzliche Dinge anzumerken. Ich schließe gerne mal mit den Worten "Möge sich jeder seine eigenen Gedanken dazu machen".


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16.07.2020 um 17:18
Wenn man den Alltagsrassismus bekämpfen möchte, reicht es nur leider nicht, sich nur Gedanken zu machen. Dann sollten auch Taten folgen.


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16.07.2020 um 17:24
Hier nochmal ein Ausschnitt aus dem Artikel in der TAZ (Link ist oben). Es gaebe viele Punkte, die man diskutieren koennte, oder man wartet gelassen auf die naechste Twittermeldung, aus, sagen wir Cottbus, in welcher im Drogeriemarkt ein Verkaeufer sonst eine Scheisse baut. Da kann man dann in aller Ruhe skandalisieren...
...Rassismus von Nichtweißen darf in diesem Weltbild nicht vorkommen, da kann nur „der weiße alte Mann“ Rassist sein. Doch die Abwertung von „anderen“ und die irreale Fantasie der „homogenen Gruppe“ kommt rund um den Globus vor. Rassismus ist keine Einbahnstraße, die nur von den „Weißen“ in Richtung anderer Gruppen führt. Diskriminierung aufgrund von Glauben, Nationalität, Hautfarbe, sexueller Orientierung, Bildung oder sozialer Schicht ist universell.

Sie trifft Geflüchtete, Muslime, Schwarze, LGBTQ-Gruppen, „Ungläubige“ oder auch Hartz IV-Empfänger…die Liste ließe sich unendlich fortsetzen. All diesen Herausforderungen begegnen moderne, diverse Gesellschaften im Zeitalter der Globalisierung. Kein Dogma, kein Sprechverbot schafft sie aus der Welt – nur der couragierte, offene und herrschaftsfreie Diskurs. Wird er im Namen einer falschen Toleranz unterbunden, dann verliert der Begriff Toleranz seine Substanz.

Und dann reiben die Rechten sich die Hände. Die Rechte ist dreister geworden. Sie hat aufgehört ihre rassistische Ideologie schön zu verpacken und als Konservatismus auszugeben. Offen propagiert sie Hass gegen jene, die nicht bereit sind, ihre Panik vor dem Ende vermeintlicher Homogenität zu bestätigen. In ihr Feindbild gehören Ausländer, Muslime, Flüchtlinge, Linke, Grüne, Journalisten, die Kanzlerin, die Europäische Union – im Kern: die Demokratie...



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16.07.2020 um 17:24
Zitat von kontermannkontermann schrieb:Wenn man den Alltagsrassismus bekämpfen möchte, reicht es nur leider nicht, sich nur Gedanken zu machen. Dann sollten auch Taten folgen.
Wenn das Ziel ist "Alltagsrassismus" zu verhindern, können Gedanken bereits reichen.

Wenn das Ziel der Kampf ist, muß man natürlich kämpfen.


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16.07.2020 um 17:26
Denken und dann nichts tun? Hm...


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16.07.2020 um 17:30
Zitat von MokaEftiMokaEfti schrieb:Hier nochmal ein Ausschnitt aus dem Artikel in der TAZ (Link ist oben). Es gaebe viele Punkte, die man diskutieren koennte, oder man wartet gelassen auf die naechste Twittermeldung, aus, sagen wir Cottbus, in welcher im Drogeriemarkt ein Verkaeufer sonst eine Scheisse baut. Da kann man dann in aller Ruhe skandalisieren...
Ja das ist ein schönes Beispiel und wäre ein guter Diskussionsansatz, bzw. da steckt komprimiert eine Menge drin, was grundsätzlich aufzurollen. Nur - ganz ehrlich, hast du wirklich das Gefühl, das wir das "hier" gut diskutieren können?


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16.07.2020 um 17:31
Nein. Da gebe ich dir recht :) Aber vielleicht kann man Denkanstöße liefern, aufgrund derer ein paar Leute ihr Verhalten ändern.


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16.07.2020 um 17:33
Zitat von TripaneTripane schrieb:Nur - ganz ehrlich, hast du wirklich das Gefühl, das wir das "hier" gut diskutieren können?
Sag niemals nie! Ich lasse das jetzt mal so stehen...


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16.07.2020 um 17:42
Zitat von kontermannkontermann schrieb:Nein. Da gebe ich dir recht :) Aber vielleicht kann man Denkanstöße liefern, aufgrund derer ein paar Leute ihr Verhalten ändern
Auf jeden Fall, ja.


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